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Hochdruckabsperrschieber Es ist bekannt, daß Hochdruckventile, in:sbeso@ndere
für Druckluft, bei denen die Abdichtung im geschlossenen Zustand durch aufeinanderg@epreßte
metallische Flächen und Kanten bewirkt wird, auch bei bestem Einschleifen und sorgfältiger
Mate ialauswahl nur kurze Zeit dicht halten. Das rührt in der Hauptsache davon her;
daß, insbesondere bei nur wenig ,geöffnetem Ventilkeigiel, die. Luft mit sehr großer
Geschwindigkeit an den Sitzflächen varbeiströmt und daß .die dichtenden Flächen
und Kanten durch von der Druckluft mitgeführte feste Teilchen, erfahrungsgemäß selbst
schon durch von der Druckluft mitgerissene Wassertröpfchen, rasch abgeschliffen
werden.
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Um dem zu begegnen, hat man schon versucht, den erforderlichen dichten
Abschluß dadurch zu erreichen, daß der Ventilkegel oder Teller sich auf entsprechend
weicheres oder nachgiebiges Material, wie Speziallegierungen von Weißmetall, Hartgummi,
Zelloin u. dgl. Stoffe, aufsetzt und durch den hohen Schließdruck dag ;gengepr eßt
wird. Aber auch das hat ,auf die Dauer kein befriedigendes Ergebnis ,gebracht, weil
auch hierbei das schon erwähnte Abschleifen der Sitzflächen üi;ntritt, ganz abgesehen
davon, daß derartige@«-.eniber widerstandsfähige Sitzflächen durch das häufige scharfe
Aufeinanderpressen .allmählich zerdrückt werden. Die meisten Hochdruckventile kranken
deshalb nach wie vor daran, daß sie im Gebrauch nach einiger Zeit undicht werden.
Dadurch geht auf Kosten der Wirtschaftlichkeit der Anlage dauernd Druckluft . verloren,
was in bestimmten Fällen, wie z. B. auf U-Booten, unbedingt verhindert werden muß.
Dort liegen die Verhältnisse nämlich auch insofern noch besonders ungünstig, als
die Undichtheiten mit gewöhnlichen Bordmitteln in der Regel überhaupt nicht oder
doch
nur sehr behelfsmäßig behoben werden können und daß die unter Umständen erheblichen
Luftverluste auf Kosten des Fahrbereiches des Bootes gehen.
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Die angeführ ten Schwierigkeiten b.ei Ventilen. deren Dichtitngsfläch
en sich im Strömungsweg des Mediums befinden, werden zweckmäßig durch Anwendung
eines als Hochdruuckabsperrorgan ausgebildeten Schiebers behoben, bei dem ein mit
radialen D@urchtrittsöffnungen versehener hohler Kolben als Grubabschluß und elastische
Ringdichtungen an den im Frage lzommenden Leckstellen als Feinabschluß zusammenwirken
und die Dichtflächeai dieser Teile außerhalb des Strömungsweges des durch das Kolbeninnere
geleiteten - D,rü-ckmittels liegen.
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Wenn dabei ein Dichtuugsring ausnahmsweise einmal versagt, kann .es
vorkommen, daß er nicht sofort durch einen anderen -ersetzt werden kann, weil das
Auswechseln nur bei offenem Gehäuse, also während einer Betriebspause, möglich oder
kein Ersatzring greifbar ist. Lm unter solchen, gerade auf Schiffen durchaus denkbaren
Verhältnissen auch für die unvermeidliche Zwischenzeit ,eine ausreichende Betriebssicherheit
zu gewährleisten, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der mit seitlichen Ein-
-und Austrittsöffnungen versehene Kolben an seinem freien Ende als Notventil.keg
e1 ausgebildet und im Schiebergehäuse ein entsprechender Ventilsitz hierfür angeordnet
ist. Weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Betriebssicherheit sind dem nachstehend
erläuterten Ausführungsbeispiel und den Unteransprüchen zu entnehmen.
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In den Abb. i bis 3 ist ein der neuen Absperreinrichtung in Schnittdarstellung
veranschaulicht.
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Bei dieser Ausführungsform ist ein gerade geführter, unten geschlossener
imd mit zwei radialen Loclv-eihen B und C versehener hohler Kolben _d vorgesehen,
der in Abb. 2 und 3 in größerem Maßstab dargestellt ist. Dieser Kolben besitzt eine
Innicrnig.elvinde, das mit dem Gewinde einer Schrairb.enspiiuclel J in Eingriff
steht, die durch ein HandradD, gedreht werden kann, in axialer Richtung aber nicht
verschiebbar ist. Durch Drehen des Handrades D kann< sonach der Kolben in der
in dem dreiteiligen Gehäuse.G festsitzenden BuchseE auf und nieder geschraubt werden.
Die Buchse E ist mit öffnungeti F versehen, mit denen die seitlichen öffnttngen
C des Kolbens zur Deckung gebracht werden können.
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Soll die in Abb. i und a geöffnet dargestellte Einrichtung geschlossen
werden, so,wird durch Drehen des Hzzidrades D der Kolben Il hochgeschraubt. Dabei
,gleitet seine Lochreihe C von der mit ihr in Deckung gewese men Lochreibe F der
Führungsbuchse E weg an ' dem nicht durch öifnungen unterbrochenen oberen Teil der
Buchse vorbei. Von diesem Zeitpunkt an ist der Hochdruckluftstrom tinterbrachen,
und es kann nur noch zwischen der Buchse und dem Umfang des in dieser sich etwa.
mit Gleitsitz bewegenden Kolbens sowie ' durch dessen Gewindeverbindung mit der
Spindel etwas Luft bis zur Austrittseitc durchdringen. Diese Leckluft, die, wenn
mir di.c grobe Abdichtung zwischen Kolben irnd Buchse vorhanden wäre, entweichen
und verlorengehen würde, wird normalerweise durch einen den Kolbenschieber umschließenden
elastischen Nutring I@ am Entweichen gehindert. Dieser Ring ist zwischen dem unteren
und dem mittleren Teil des Gehäuses G mit geringem axialem Spiel eingesetzt; sein
innerer Lippenrand legt sich in der Schließstellung (Abb. 3) unter der Wirkung
der Druckluft an die zylindrische Außenfläche des unteren Teiles des Kolbens fest
an und dichtet dadurch zuverlässig ab.
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Das freie Ende des Ko,lbens_-1 ist als Notventilkegel L ausgebildet,
der auf den irr unteren Gehäuseteil angeordneten VentilsitzM niedergeschraubt werden
kann. Dieser weitere Abschluß zwischen Eintritts- und Austrittsseite gestattet beim
Eintritt einer nicht unverzüglich zu beseitigenden Havarie am Nutring eine behelfsmäßige
Aufrechterhaltung des Betriebes.
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Da beirr Schaltvorgang die öffnungenB durch den Nestring 1( hindurchtreten,
ist außerdem noch durch besondere Maßnahmen dafür gesorgt, daß der Lippenrand des
verhältnismäßig empfindlichen Nutringes nicht verletzt werden kann. Zu diesem Zweck
ist die Zylinderfläche des Kolbens A in der Nähe der öffnungenB ringsherum durch
abdrehen etwas doppelkegelig ausgespart, und die dem Dichtungsring zugekehrten Ränder
der öffnungen sind nach außen zu abgerundet oder abgefast. A-tiGerdem verlaufen
aus dem gleichen Grunde die öffnwnge-n B des Kolbens schräg zu seiner Längsachse,
und zwar nach außen aufwärts, also gleichsinnig mit den Lippen des Mutringes. Dadurch
wird erreicht, daß die während des Schließvorganges noch ausströmende Leckluft bestrebt
ist, den empfindlichen Innenrand des Nturinges vorne der Kolbenwand abzudrängen,
so daß der Nestring auch hierdurch gegen Beschädigungen gescliiit7t wird.