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DE729904C - Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol

Info

Publication number
DE729904C
DE729904C DED83203D DED0083203D DE729904C DE 729904 C DE729904 C DE 729904C DE D83203 D DED83203 D DE D83203D DE D0083203 D DED0083203 D DE D0083203D DE 729904 C DE729904 C DE 729904C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chlorine
hexachlorobenzene
production
acetylene
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED83203D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Otto Fruhwirth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Donau Chemie AG
Original Assignee
Donau Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Donau Chemie AG filed Critical Donau Chemie AG
Priority to DED83203D priority Critical patent/DE729904C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE729904C publication Critical patent/DE729904C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/26Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Fire-Extinguishing Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol Zur Herstellung von Hexachlorbenzol ist man bisher gezwungen gewesen, von hochwertigen und damit teuren Chemikalien auszugehen. So hat man Benzol chloriert oder Chloroform bzw. Perchloräthylen pyrogenetisch zu Hexachlorbenzol zersetzt. Verstjche, durch unmittelbare Vereinigung von Kohlenstoff und Chlor mit Hilfe eines in einer reinen Chloratmosphäre brennenden Kohlelichtbogens zu HexaChlorbenzol zu gelangen, haben nur theoretisches Interesse, da die Ausbeute hierbei außerordentlich gering ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Hexachlorbenzol auch durch Vereinigen von Acetylen und Chlor gewinnen kann, wenn man ein Gemisch dieser Gase, welches wenigstens 4 Mole Chlor auf i Mol Acetylen enthält, mit möglichst steilem Temperaturanstüeg Temperaturen zwischen 60o bis etwa 130o° unterwirft. Zweckmäßig wird ein noch größerer überschuß an- Chlor angewendet, so daß das Verhältnis Acetylen zu Chlor 1:5 und mehr beträgt. Das bei der Umsetzung nicht verbrauchte Chlor kann in den Prozeß wieder zurückgeführt werden.
  • Die Reaktion verläuft mit so starker Wärmetönung, daß im heißen Verbrennungsraum Flammenbildung eintritt. Die Umsetzungstemperatur kann sehr hoch, z. B. auf 1200 bis 130o", ansteigen. Vorteilhaft wird die Flammenreaktion auf kleinstem Raum vorgenommen. Die Vereinigung von Acetylen und Chlor kann auch als sogenannte flammenlose Verbnennung an heißen, unter diesen Bedingungen aktiv wirkenden Oberflächen, wie heißen Quarzscherben, heißer Kohle oder anderen gegen Chlor beständigen Festkörpern, vor sich gehen.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung entstehen außer Hexachlorbenzol noch Per-Chloräthylen und Tetrachlorkohlenstoff sowie geringe Mengen von H:exachlor äthan. Von dem Perdhloräthylen und Tetrachlorkohlenstoff läßt sich das Hexachlorbenzol, z. E.
    durch Kühlung der Verbrennungsgase auf
    Temperaturen von etwa igo bis aoo , tren-
    nen, da hierbei allein das Hesachlorbcnzol
    abgeschieden wird. Die bei dieser Tempera-
    tur flüchtigen -Nebenprodukte der Reaktion
    können in einem weiteren Verfahrensgang.
    z. B. durch Kondensation oder durch hchand-.!
    Jung mit Wasser, abgeschieden ii c rdcn.
    Durch die Wasserbehandlung wird der bei
    der Reaktion entstehende Chlorivasscrstof'i
    -elöst; durch Kühlung werden gleiclizeiti
    die restlichen @@@orhohlcnii-asscrstoffe ali,e-
    schieden.
    Man hat bereits Gemische von Acety.lcii
    und Chlor. die einen Cberschuß von 2o 1>i-;
    4o@;o über die zur Bildung von Tetrachlor-
    kohlenstoff theoretisch erforderliche Men,:gu
    enthielten, an Eisenspänen oder Aktivkohle
    umgesetzt und die hierdurch erhaltenen Chlor-
    kohlenwasserstoffe auf 6oo bis 65o erhitzt.
    Der Anstieg der Temperatur ist hier verhält-
    nismäßig flach. Unter den genannten f@edü:-
    gungen wird ein Reaktionsprodukt erlialtcii,
    «-elches voni-iegc°nd aus T:traclilorlcohlenstoli
    besteht.
    Beispiel
    Ein Gemisch aus ..1. c:bm ,Acetylen und
    24cbm Chlor pro Stunde wird durch ein mit
    Quarzscherben gefülltes Rohr geleitet, dessen
    Temperatur etwa goo- beträgt. Das Gemisch
    verbrennt unter Flammenerscheinung mit er-
    heblicher Wärmetönung über den Quarzscher-
    ben. Die Verbrennungsbase werden alsdann
    durch einen Kühler bei i 9o bis zoo geführt,
    an dessen Wandungen sich das entstandene
    1-Iexachlorbenzol in gelben -Nadeln absetzt.
    Der hierbei nicht kondensierte Anteil der
    ('hlorhohlenivasserstoffe wird durch Bericscln
    mit Wasser unter gleichzeitiger Absorption des
    bei der Verbrennung gcbildcten Chlorwasser-
    stoffs abgeschieden. Die Trennung der spe-
    zifischschwereren Chlorl:olilenwasserstr.>ife vorn
    der Salzsäure erfolgt durch Cbei-laufcn der
    letzteren. Das in den Abgasen nunmehr allein
    vorhandene Chlor wird in einem Schwof cl-
    sätireturin getrocknet und wieder dein Pro@-
    zel.') zugeführt. In der Stunde werden
    @,c@l>@ Hesachlorbenzol erhalten. die 5o(i,.
    dc`@ :1u-Cwandten =Xc'letyrl,c'iis ausmachen, aulC'r-
    dem 51,- Perchloräthylen und 9.4 kg Tetra-
    chlorkoblenstoif, die je 25(i, des angewandten
    Acetylens entsprechen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren. zur Ilerstcliung von chlorbenzol, dadurch gekennzeichnet, daL, man ein Gemisch von wenigstens i Mol .-\cety-len mit .l -Iol Chlor mit inögliclist steilem Temperattiraiistieg Teniper2iturcn /-wischen boo und etwa i joo unterwirft- . Verfahren nach Anspruch i, dadurch ,#ekcnnzeichnct, daß man die Umsetzung durch Überleiten des Gasgemisches über heiP'ie Oberflächen als flammenlose Ver- brennung durchführt.
DED83203D 1940-08-29 1940-08-29 Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol Expired DE729904C (de)

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DE729904C true DE729904C (de) 1943-01-04

Family

ID=7063921

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DE (1) DE729904C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1156393B (de) * 1958-06-20 1963-10-31 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1156393B (de) * 1958-06-20 1963-10-31 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Hexachlorbenzol

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