DE7225205U - Kabelschelle zur Direktbefestigung - Google Patents
Kabelschelle zur DirektbefestigungInfo
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Description
Anmelderin : NIEDAX Gesof .Verlegungsmaterial m.b.H.
Linz am Rhein
Die Erfindung betrifft eine Kabelschelle zur Direktbefestigung an Ankerschienen, Befestigungsbolzen u.dgl. und insbesondere
zur Aufnahme von Kabeln und Rohrleitungen, die in der Reichweite starker Schwingungs- und Erschütterungsfelder
verlegt werden, wie z.B. die Starkstrom- und Nachrichtenkabel in einem U-Bahn-Schacht.
Bisher wurden solche Kabel meist mittels Bügelschellen befestigt, die mit Greifern in Ankerschienen eingreifen. Die Befestigung
dieser bekannten Bügelschellen an einer Ankerschiene geschieht in der Weise, daß die Klemmschraube der Bügelschelle
über eine Haltewanne das Kabel gegen die Ankerschiene herandrückt und gleichzeitig die Halteflanschen der Ankerschiene
zwischen den Greifern der Bügelschelle und dem Kabel einklemmt. Die Befestigung der Bügelschelle an der Ankerschiene
erfolgt also mit dem Kabel als Spannmedium. Die BügelschaO-.e
ist daher lediglich indirekt an der Ankerschiene befestigt; lockert sich das Kabel in der Bügelschelle, löst
sich automatisch die Befestigung der Bügelschelle an der Ankerschiene.
Diese Indirektbefestigung weist den Nachteil auf, daß jedes
Kabel unter Druckeinwirkung seinen Querschnitt ändert, es "fließt", wie der Fachmann sagt. Das "Fließen" ist davon
bedingt, daß das Isoliermaterial plastischer Natur ist. Die Querschnittsänderungen sind nicht nur druckabhängig, sondern
auch temperaturabhängig und daher nicht im voraus berechenbar. Durch Anbringung einer zweiten Halt wanne zwischen Kabel
und Ankerschiene und durch eine langgestreckte Gestaltung der beiden Haltewannen erreicht man ein Optimum an Druckverteilung,
kann jedoch die Lockerung sowohl der Befestigung
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- 2 - GP 185
des Kabels als auch derjenigen des Bügels nicht ganz ausschließen.
Für eine normale Kabelführung ruhender Kabel, auf welche keine wesentlichen Erschütterungen einwirken, reicht diese
bekannte Kabelbefestigung aus. Sie ist vorteilhaft, wenig
aufwendig und leicht anzubringen. Die Klemmschrauben sind an dem äußeren Ende der Bügelschelle angeordnet, leicht zugänglich
und leicht nachstellbare Der oben beschriebene Nachteil
des "Fließens" und der damit verbundenen Lockerung der Befestigungen spielt bei ruhenden Kabeln nur eine untergeordnete
Rolle.
Anders ist es aber, wenn die verlegten Kabel starken Schwingungen und Erschütterungen ausgesetzt sind, wie es z.B. in
U-Bahn-Tunneln der Fall ist. Hier wirkt sich der Nachteil des "Pließens" und der Lockerung oft katastrophal aus. Bei
Durchfahrt eines Zuges schwingen die an der Tunnelwand befestigten Kabel zwischen den Befestigungspunkten um mehrere
Zentimeter aus; da es sich dabei jeweils um Gewichte von etlichen kp handelt, kann man sich vorstellen, wie diese
Schwingungen an den Befestigungselementen zerren. Kabel und Bügelschellen lockern sich und fallen nach unten. Oft fallen
die Bügelschellen mit den Kabeln aus den Ankerschienen heraus. Aber auch wenn die Bügelschellen in den Ankerschienen
bleiben, werden die gelockerten Kabel, die keinen Halt mehr finden, von Schwingungen und Luftsog in die Fahrtrichtung
längsverschoben, wodurch Bruchgefahr an den Anschlußstellen entsteht. Die auch sonst empfindliche Nachrichtenkabel,
deren Metallkern einen relativ kleinen Querschnittsanteil gegenüber dem Isoliermaterial aufweist, sind besonders
gefährdet, weil bei ihnen das "Fließen" stärker ausgeprägt ist. "'
Die Plastizität des Kabelisoliermaterials setzt eine Grenze dafür, wie stark der Spanndruck sein darf, den die Klemmschraube
auf das Kabel ausüben kann, ohne das Kabel zu beschädigen. Um diesen Spanndruck erhöhen zu können, hat man
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- 3 - GP 185
versucht, die Haltewannen überlang zu gestalten ("bis 200 mm).
Diese Bestrebungen führten nicht zum Erfolg, denn die Wanne ist in sich biegsam. Sollte sie wirklich den Druck einigermaßen
gleichmäßig über die 200 mm Wannenlänge verteilen, müßte sie eine Materialstärke besitzen, die schon aus räumliehen
Gründen Indiskutabel wäre. Ein anderer bekannter Vorschlag geht darauf hinaus, die Kabel in den U-Bahn-Tunneln
in Kunststoffrohren zu führen. Ob dieser Maßnahme Erfolg beschieden sein wird, steht noch aus; allenfalls ist sie sehr
kostspielig und erschwert die Auffindung und Behebung von Pannen.
In der Praxis hat man sich bisher zu helfen gesucht, indem man laufend die Tunnelstissken kontrolliert und die Klemmschrauben
nachzieht; da jeweils eine Unmenge Schrauben nachzuziehen sind und die Kontrolle wegen des Zugverkehrs nur
in wenigen Nachtstunden stattfinden kann, ist dieses Verfahren sehr aufwendig.
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, den oben dargestellten Übelstand zu beseitigen und eine Kabelschelle zu schaffen,
die unabhängig vom Kabel an einer Ankerschiene oder an einem in der Wand verankerten Befestigungsbolzen fest angebracht
ist und an welcher das Kabel unverrückbar schwingungs- und erschütterungssicher befestigt wird. Die erfindungsgemäße
Kabelschelle soll Einrichtungen aufweisen, die den Polgen der durch das "Fließen" bedingten Verformungen automatisch
entgegenwirken; Ferner"soll sie eine Isolierung metallummäntelter
Kabel von der Bodenerde ermöglichen und somit eine Trennung der Kabelerde von der Bodenerde bewerkstelligen.
Die Kabelschelle soll darüber hinaus derart gestaltet sein, daß sie nicht nur ein Einzelkabel, sondern auch Bündel
von Kabeln aufzunehmen und zu befestigen imstande ist. Schließlich soll sie auch als offene Einzelschelle ein in sie gelegtes
ruhendes Kabel ohne weitere Befestigungsmittel zuverlässig
führen.
- 4 - GP 185
Dieses Erfindungsziel wird dadurch erreicht, daß der etwa
einen Halbkreis umgreifende Schellenteil der Kabelschelle in der Gestalt einer zweilappigen Schelle ausgebildet ist, deren
befestigungsseitiger Schellenlappen eine etwa rechtwinklig
abgebogene, in der Befestigungsebene anschraubbare, als Befestigungsarm ausgebildete Verlängerung aufweist, während
der den Halbkreis der Schelle abgrenzende Durchmesser und der sich etwa in dessen Verlängerung erstreckende zweite
Schellenlappen einen spitzen Winkel mit der Befestigungs ebene bilden. Der Befestigungsarm der Kabelschelle kann wahlweise
an einer Ankerschiene oder an einem in die Befestigungswand eingelassenen Befestigungsbolzen befestigt werden.
Der Befestigungsarm weist vorzugsweise an seinem freien Ende eine Verdrehsicherung auf.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der
Kabelschelle eine als einlappige Schelle gestaltete Deckschelle zugeordnet, an deren Schellenlappen ein Klemmnocken
ausgebildet ist, der einen schwach stumpfen Winkel mit dem Schellenlappen bildet. Die Deckschelle kann mittels eines
Befestigungsschraubenbolzens an dem zweiten (äußeren) Schellenlappen der Kabelschelle befestigbar sein, wobei zwischen
der Schraubenmutter und dem zweiten Schellenlappen ein Federelement angeordnet ist. Als Schraubenmutter kann eine sonst
bekannte Selbstsperrmutter verwendet werden.
Bevorzugt sind Kabelschelle und Deckschelle mit Isolier- und Greifauflagen versehen, deren Innenflächen Halterippen
besitzen. Die beiden Schellenlappen der Kabelschelle können Ausnehmungen für die Anbringung einer Bandschelle aufweisen.
Anhand der Zeichnung wird in der Folge ein Ausführungsbeispiel dargestellt und erläutert. Es zeigen :
Figur 1 eine Kabelschelle gemäß der Erfindung, an einer Ankerschiene befestigt, in perspektivischer
Sicht,
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-R-
GP Ί8!>
Figur 2 die Kabelschelle Fig. 1 mit Deckschelle, in einer Seitenansicht,
Figur 3 die Kabelschelle in einer Draufsicht, Figur 4 die Deckschelle in einer Draufsicht,
Figur 5 eine Kabelschelle mit Schutzhülse über der
Befestigungsschraubemutter, in einer Seitenansicht,
Figur 6 eine Kabelschelle mit Isolier- und Greifauflage,
in einer Sicht von oben (im Verhältnis zu Figuren 2 und 3),
Figur 7 eine Deckschelle mit Isolier- und Greifauflage,
von unten gesehen (im Verhältnis zu Fig. 2),
den Schnitt X-X der Figuren 6 und 7?
Figur 8
Figur 9 den Querschnitt eines U-Bahn-Schachts mit
Kabelführung an erfindungsgemäßen Kabelschellen entlang der Schachtwand und quer über die
Schachtdecke
und
Figur 10 in erfindungsgemäßen Kabelschellen befestigte,
übereinander angeordnete Kabel, in Längsrichtung gesehen.
Die Kabelschelle 1 besteht aus einem bügeiförmigen Schellenwannenteil
2 und besitzt zwei Sohellenlappen 3>4· Eine rechtwinklig abgebogene Verlängerung des Schellenlappens 3 ist als
Befestigungsarm 5 ausgebildet und weist eine Befestigungsbohrung 6 und eine eingestanzte Verdrehsicherung 7 auf. Die Verdrehsicherung
7 greift in den Schlitz der Ankerschiene 8 ein und verhindert, daß sich die Kabelschelle 1 um die Befestigungsschraube
9 drehen könnte« Im Ausführungsbeispiel ist die Befestigungsschraube 9 eine Hammerkopfschraube mit Schraubenmutter
10 und Federring 11, VgI0 Figo 2. Die Kabelschelle
kann aber auch ohne Ankerschiene unmittelbar auf einen einbetonierten Schraubenbolzen (nicht gezeichnet) aufgeschraubt
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werden. Per Halbmesser des bügeiförmigen Schellenteils 2 sowie
der äußere Sohellenlappen 4 bilden einen spitzen Winkel w (im Beispiel 60°) mit der Befestigungsebene (der Ebene des
Befestigungsarms 5)·
An dem äußeren Schellenlappen 4 ist ein Langloch 12 ausgebildet. Die Deckschelle 13 ist eine einlappige Schelle, deren
Schellenlappen 14 einen Klemmnocken 15 aufweist, welcher einen stumpfen Winkel mit dem Schellenlappen bildet. Der Schellenlappen
14 besitzt ein dem Langloch 12 des Schellenlappens 4 zugeordnetes Vierkantloch 16. Wenn das Kabel 17 (Pig= 2) in
die Kabelschelle 1 eingelegt ist, wird es mit der Deckschelle 13 überdeckt und eine Spannschraube 18 mit Vierkantkragen
181 durch das Vierkantloch 16 und das Langloch 12 durchgesteckt
und mittels einer Selbstsperrmutter 19 mit Unterlegscheibe
191 über ein Federelement 20 festgespannt. Das Federelement 20 dient dazu, zeitweilige Verformungen des Kabels
durch Nachspannung aufzufangen. Indem die Deckscheibe 13 als einseitiger Hebel um die Spannschraube 18 gelagert ist, werden
die relativ kleinen Federwege des Federelements 20 in verhältnismäßig große Nachstellwege der Deckschelle umgesetzt.
Das Federelement muß daher eine steile Federcharakteristik aufweisen. Auf der Zeichnung ist es aus optischen
Gründen als Spiralfeder dargestellt, kann aber auch aus Tellerfedern od.dgl. bestehen.
Durch starke Erschütterungen könnte das Kabel an den Kanten der Schraubenmutter 10 Verletzungen erleiden. Um das Kabel
hiergegen zu schützen, stülpt man eine Kunststoff-Schutzhülse 101 über die Schraubenmutter 10. Die Schutzhülse besitzt
einen verformbaren halbkugelförmigen Dom 102, der jede Berührung
mit dem Kabel auffängt.
In einer Abwandlung des Ausführungsbeispiels ist die Kabelschelle 1 mit Ausnehmungen 21,22 versehen, durch welche eine
Bandschelle (nicht gezeichnet) drrchgezogen wird, wenn es darum geht, ein Bündel von mehreren dünneren Kabeln in erfindungsgemäßen
Kabelschellen zu führen, vglo Fig. 6.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung .: st auf den
Figuren 6, 7 und 8 dargestellt. Auf die Kabelschelle 1 und die Deckschelle 13 sind Isolier- und Greifauflagen 23,24 aus
Kunststoff aufgesteckt, welche bei Kabeln mit "Jetallhülle
diese von der Kabelschelle und damit von der Wassererde isolieren und bei allen Kabeln mittels senkrecht auf die Kabellängsrichtung
verlaufender scharfer Halterippen 231,241 (Fig» 8) einer Längsverschiebung des Kabels entgegenwirken.
Wo es niclri erforderlich ist, die Kabel zu isolieren, kann
man zu dem Zweck des Festhaltens in der Längsrichtung Haltedorne (nicht gezeichnet) in das Bügelmaterial einstanzen.
Die technischen Vorteile der erfindungsgemäßen Kabelschelle sind auf Fig» 9 veranschaulicht. Hier sind vier Kabel 171,172,
173,174 in einem U-Bahn-Schacht gezeigt, die zunächst etwa waagerecht an der Schachtwand verlaufen, dann aber - ZeB0
vor einem Bahnhof - an der Schachtwand hoch und unter der Schachtdecke zur anderen Schachtwand geführt werden. An den
waagerecht verlaufenden Kabelteile 171,172,173,174 sieht man, daß der Ansatz eines Montage- oder Nachstellwerkzeugs an die
Selbstsperrmutter 19 wegen der Schrägstellung der Spannschrauben 18 optimal bequem ist, so daß sowohl die Montage
als auch insbesondere die Nachkontrolle schnell vor sich gehen, was in einer stark befahrenen U-Bahn-Schacht von entscheidender
Bedeutung ist. Die starken Schwingungen, welche die durchfahrenden Züge an die Kabel und deren Befestigungen
vermitteln, sind, sowenig wie die Stöße des Luftsogs, imstande, die Kabel aus ihren Befestigungen zu lösen oder
gar die Kabelschellen zu lockern. Sowohl die Kabel als auch die Kabelschellen können beliebig befestigt werden, indem
man, ohne die Kabelmäntel zu beschädigen oder die Kabel sonst zu beeinflussen, die Selbstsperrmutter 19 und die
Schraubenmutter 10 beliebig fest anziehen kann» Man ist somit von den Rücksichten auf mögliche Kabelverletzungen
befreit, die man bei den bisher gebräuchlichen indirekt verspannten Bügelschellen nehmen mußte»
'■ '■' 2 .1I / 0
5 - S 1Π "7?
- 8 - GP 18'.,
Wie groß die Belastungen sind, die auf Kulelbei'es tigungen
in U-Bahn-Schachten sind, zeigt das folgende Beispiel :
Verkehren die Züge täglich zwanzig Stunden Im ng in: Schnitt
alle zehn Minuten, werden die Kabel über 7000 mal im J;;hr
mit erheblicher Energie gegen die Befeütigungnschellen gedrückt
bzw. zwischen den Befestigungspunk.ten von der Wand
herausgeschleudert, wobei die hierdurch entstehenden Schwingungen
von einer Luftdruckwelle begleitet sind. Jedes Glied
der? Zuges bewirkt einen besonderen Luf 1 druckstoß und eine
Modulation der Grundschwingungen, üo daß in Wirklichkeit ein Vielfaches von den genannten 7000 Impulsen auf die
Befestigungen einwirken und an ihnen zerren.
Zusammen Fit den Schwingungen erzeugt die Luftdruckwelle
einen längsgerichteten Impuls, der bestrebt ist, die Kabel in die Fahrtrichtung mitzubewegen. Es ist verständlich, daß
die bisher gebräuchlichen Kabelbefestigungen an Bügelschellen,
die mit dem Kabel als Zwischenglied selbst indirekt befestigt und somit von der relativ geringen Festigkeit des Kabels
abhängig sind, solchen Belastungen nicht gewachsen sein können. Die sich ständig lockernden Kabelbefestigungen
mußten bisher laufend nachkontrolliert und nachgespannt werden. Mit der erfindungsgemäßen Kabelschelle bleiben die·
Kabel jedoch stets in ihren Befestigungen; häufige Kontrollen sind nicht mehr erforderlich.
Aus der Darstellung Fig. gersieht man weiter, daß eine Änderung
der Kabelführungsrichtung äußerst einfach vor sich geht, indem man lediglich die Richtung der Ankerschiene entsprechend
ändert. Als die Kabel 171,172,173,174 aus der waagerechten
in eine senkrechte Führungsrichtung gebracht werden sollten, wurden die Ankerschienen 8 waagerecht statt
vorher senkrecht angeordnet, doh. nunmehr in Längsrichtung
des Schachts statt vorher quer auf die Längsrichtung. Bei der Kabelführung unter der Schachtdecke bleiben die Ankerschienen
in Längsrichtung des Schachtes ausgerichtet. Die Selbstsperrinuttern der Spannschrauben 18 sind in jeder dieser
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Stellungen der Ankerschiene leicht zu erreichen.
Die oben beschriebenen, vom fahrenden Zug erzeugten Schwingungsimpulse
erreichen ihr Maximum an den oberen Ecken des Schachtest Hier werden üblicherweise die Nachrichtenkabel
angebracht, damit sie möglichst weit weg von den Starkstromkabeln geführt werden. Wie schon oben gesagt, verformen sich
die Nachrichtenkabel leichter als die Starkstromkabel, weil das Querschnittsverhältnis Isoliermaterial-Kabelkern bei den
Nachrichtenkabeln wesentlich größer ist. Die Nachrichtenkabel, von denen bei zunehmender Automatisierung des Bahnbetriebs
die Sicherheit des Zugverkehrs immer mehr abhängt, sind demzufolge noch mehr gefährdet als die Starkstromkabel
und mußten bisher besonders häufig und sorgfältig nachkontrolliert
werden. Die erfindungsgemäße Kabelschelle gewährleistet auch für die Nachrichtenkabel eine dauerhaft sichere
Befestigung, unabhängig von der verhältnismäßig hohen Verformbarkeit dieser Kabel.
Ein Vi/esentlicher Vorteil der bisher bevorzugt verwendeten
indirekt zu befestigenden Bügelschellen ist der optimal geringe Platzbedarf. Die Kabel können an einer Ankerschiene
dicht übereinander verlegt werden, indem zwischen ihnen nur Raum für je zweimal Bügelblechstärke vorhanden sein muß. Die
erfindungsgemäße Kabelschelle begnügt sich mit genau demselben Raumbedarf, wie auf Pig. 10 gezeigt. Infolgedessen können
Bügelschellen auf schwingung- und erschütterungsbedrohten Strecken beliebig mit Kabelschellen ausgewechselt werden,
so daß man ohne hohe Kosten bestehende Kabelanlagen schwingungy- und erschütterungssicher machen kann.
Obwohl die erfindungsgemäßen Kabelschellen besonders für
solche Kabel gedacht sind, die durch starke Schwingungs- und Erschütterungsfeider verlaufen, weisen sie auch Vorteile auf
in bezug euf Kabelverlegungen in ruhigerer Umgebung. Bei
ruhenden Kabeln kann man von der Anbringung der Deckschelle 13 absehen und das Kabel ohne besondere Befestigung einfach
in die von der Kabelschelle 1 gebildete Schellenwanne 2 einlegen. Herausfallen kann das Kabel nicht, solange es nicht
durch Sohwingungs- und Ersohütterungsimpulse in Bewegung
gerät, denn sein Gewicht drückt es in die von der offenen Kabelschelle 1 gebildete Wanne 2 fest i aein, die ja nach
oben und außen hin schräg ausgerichtet ist. .'Ss bietet sich hier ein erheblicher technischer Vorteil für solche Kabelanlagen,
deren Kabel häufig anders verlegt bzw» ausgewechselt werden.
Bei ruhenden Kabeln bringt die erfindungsgemäße Kabelschelle
noch einen weiteren Vorteil. Auf Grund der Schrägstellung des wannenförmigen Schellenteils 2 im Verhältnis zur Befestigungsebene
kann die Kabelschelle auch bei Schräglagen der Ankerschiene (im Ausführungsbeispiel bis 50°bei 60°
Winkel zwischen Bügeldurchmesser und Befestigungsebene, vgl. Figo 2) ein ruhendes Kabel ohne weitere Befestigungsmaßnahmen
aufnehmen und zuverlässig festhalten. Eine solche Schräglage der Ankerschiene kommt in der Praxis öfters vor, z.B.
wenn der Kabelschacht einen Kreisquerschnitt, abgerundete Ecken oder eine Wölbung aufweist.
Zusammengefaßt kann man sagen, daß die erfindungsgemäße
Kabelschelle in überraschend einfacher Weise die Lösung einer Reihe von Problemen darstellt, die mit den bisher bekannten
Kabelbefestigungsmitteln nicht oder nur unbefriedigend gelöst werden konnten und die bei der steil ansteigenden
Intensitivität des U-Bahn-Betriebs immer mehr zu einer zuverlässigen Lösung drängen.
9 Ansprüche
Claims (9)
- -11- GP 18 5S c h u t ζ· a η a ρ r ü ο h e1c Kabelschelle zur Direktbefestigan& an Aukei-schienen, Bef'estigungsbolzen u«dgl. und insbesondere zur Aufnahme von Kabeln und Rohrleitungen, aie im Einflußbereich starker Schv/ingungs- und Erschütterungsfelder verlegt werden, wie z.B. Starkstrora- und Kachricltenkabel in U-Bahn-Sohächten,dadurch gekennzeichnet, daß die Kabelschelle (1), deren Schelle nwannenteil (2) etwa einen Halbkreis umgreift, als zweilappige Schelle ausgebildet ist, deren befestigungsseitiger Schellenlappen (3) eine etwa rechtwinklig abgebogene, in der Befestigungsebene anschraubbare, als Befestigungsarm (5) dienende Verlängerung aufweist, während der Durchmesser des Schellenhalbkreises sowie der sich etwa in dessen Verlängerung erstreckende zweite Schellenlappen (4) einen spitzen Winkel (w) mit der Befestigungsebene bilden.
- 2. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsarm (5) an einer Ankerschiene (8) befestigbar ist.
- 3. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsarm (5) an einem in die Befestigungswand eingelassenen Befestigungsbolzen (nicht gezeichnet) befestigbar ist=
- 4. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsarm (5) eine Verdrehsicherung (7) aufweist.
- 5. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabelschelle (.1) eine als einlappige Schelle gestaltete Deckschelle (13) zugeordnet ist, an deren Schellenlappen (14) ein Klemmnocken (15) ausgebildet ist? der einen schwach stumpfen Winkel mit dem Schellenlappen (14) bildet.- 1.7 - GP 1b5
- 6. Kabelschelle nach Ansprüchen 1 und !3, dadu.r'Oh gekennzeichnet, daß die Decksoh^llo (15) mittels einea Bei'esti.gungsschru.ubenbolzens (1b) an dein zweiten Scbellenlappen (4) der Kabelschelle (1) befestigbar ist, wobei zwischen Schraubenmutter(19) und dem zweiten. Schellenlappen (4) ein Fodorelenkint(20) angeordnet ist.
- 7. Kabelachelle nach Ansprüchen 1, '5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Schraubenmutter (19) eine Selbstaperrmutter zur Verwendung K.ommt<,
- 8. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Kabelschelle (1) und Deckschelle (15) mit Isolier- und. Greifauflagen (25,24) versehen sind, deren Innenflächen Halterippen (251,241) besitzen.
- 9. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schellenlappen (5,4) der Kabelschelle (1) Ausnehmungen (21,22) für die Anbringung einer Bandschelle (nicht gezeichnet) aufweisen.Für die Anmelderin:V-Sr Afentofi 'Patentanwalt?/«Jo-5.'in.7^
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---|---|---|---|
DE19727225205 DE7225205U (de) | 1972-07-06 | 1972-07-06 | Kabelschelle zur Direktbefestigung |
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DE (1) | DE7225205U (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2827030A1 (fr) * | 2001-07-06 | 2003-01-10 | Jacques Weiss | Collier de tuyauterie, en matiere plastique |
EP1380785A1 (de) * | 2002-07-10 | 2004-01-14 | Jacques Weiss | Schelle für Rohre aus Kunststoff |
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1972
- 1972-07-06 DE DE19727225205 patent/DE7225205U/de not_active Expired
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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FR2827030A1 (fr) * | 2001-07-06 | 2003-01-10 | Jacques Weiss | Collier de tuyauterie, en matiere plastique |
EP1380785A1 (de) * | 2002-07-10 | 2004-01-14 | Jacques Weiss | Schelle für Rohre aus Kunststoff |
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