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DE7225205U - Kabelschelle zur Direktbefestigung - Google Patents

Kabelschelle zur Direktbefestigung

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Publication number
DE7225205U
DE7225205U DE19727225205 DE7225205U DE7225205U DE 7225205 U DE7225205 U DE 7225205U DE 19727225205 DE19727225205 DE 19727225205 DE 7225205 U DE7225205 U DE 7225205U DE 7225205 U DE7225205 U DE 7225205U
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DE
Germany
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clamp
cable
cable clamp
fastening
cables
Prior art date
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Expired
Application number
DE19727225205
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Niedax GmbH and Co KG
Original Assignee
Niedax GmbH and Co KG
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Filing date
Publication date
Application filed by Niedax GmbH and Co KG filed Critical Niedax GmbH and Co KG
Priority to DE19727225205 priority Critical patent/DE7225205U/de
Publication of DE7225205U publication Critical patent/DE7225205U/de
Expired legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L3/00Supports for pipes, cables or protective tubing, e.g. hangers, holders, clamps, cleats, clips, brackets
    • F16L3/08Supports for pipes, cables or protective tubing, e.g. hangers, holders, clamps, cleats, clips, brackets substantially surrounding the pipe, cable or protective tubing
    • F16L3/10Supports for pipes, cables or protective tubing, e.g. hangers, holders, clamps, cleats, clips, brackets substantially surrounding the pipe, cable or protective tubing divided, i.e. with two members engaging the pipe, cable or protective tubing
    • F16L3/1033Supports for pipes, cables or protective tubing, e.g. hangers, holders, clamps, cleats, clips, brackets substantially surrounding the pipe, cable or protective tubing divided, i.e. with two members engaging the pipe, cable or protective tubing with two members engaging the pipe, cable or tubing, the two members being joined only on one side of the pipe
    • F16L3/1041Supports for pipes, cables or protective tubing, e.g. hangers, holders, clamps, cleats, clips, brackets substantially surrounding the pipe, cable or protective tubing divided, i.e. with two members engaging the pipe, cable or protective tubing with two members engaging the pipe, cable or tubing, the two members being joined only on one side of the pipe and being adapted to accommodate pipes of various diameters
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L3/00Supports for pipes, cables or protective tubing, e.g. hangers, holders, clamps, cleats, clips, brackets
    • F16L3/08Supports for pipes, cables or protective tubing, e.g. hangers, holders, clamps, cleats, clips, brackets substantially surrounding the pipe, cable or protective tubing
    • F16L3/10Supports for pipes, cables or protective tubing, e.g. hangers, holders, clamps, cleats, clips, brackets substantially surrounding the pipe, cable or protective tubing divided, i.e. with two members engaging the pipe, cable or protective tubing
    • F16L3/1033Supports for pipes, cables or protective tubing, e.g. hangers, holders, clamps, cleats, clips, brackets substantially surrounding the pipe, cable or protective tubing divided, i.e. with two members engaging the pipe, cable or protective tubing with two members engaging the pipe, cable or tubing, the two members being joined only on one side of the pipe

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Laying Of Electric Cables Or Lines Outside (AREA)

Description

Anmelderin : NIEDAX Gesof .Verlegungsmaterial m.b.H. Linz am Rhein
Kabelschelle zur Direktbefestigung
Die Erfindung betrifft eine Kabelschelle zur Direktbefestigung an Ankerschienen, Befestigungsbolzen u.dgl. und insbesondere zur Aufnahme von Kabeln und Rohrleitungen, die in der Reichweite starker Schwingungs- und Erschütterungsfelder verlegt werden, wie z.B. die Starkstrom- und Nachrichtenkabel in einem U-Bahn-Schacht.
Bisher wurden solche Kabel meist mittels Bügelschellen befestigt, die mit Greifern in Ankerschienen eingreifen. Die Befestigung dieser bekannten Bügelschellen an einer Ankerschiene geschieht in der Weise, daß die Klemmschraube der Bügelschelle über eine Haltewanne das Kabel gegen die Ankerschiene herandrückt und gleichzeitig die Halteflanschen der Ankerschiene zwischen den Greifern der Bügelschelle und dem Kabel einklemmt. Die Befestigung der Bügelschelle an der Ankerschiene erfolgt also mit dem Kabel als Spannmedium. Die BügelschaO-.e ist daher lediglich indirekt an der Ankerschiene befestigt; lockert sich das Kabel in der Bügelschelle, löst sich automatisch die Befestigung der Bügelschelle an der Ankerschiene.
Diese Indirektbefestigung weist den Nachteil auf, daß jedes Kabel unter Druckeinwirkung seinen Querschnitt ändert, es "fließt", wie der Fachmann sagt. Das "Fließen" ist davon bedingt, daß das Isoliermaterial plastischer Natur ist. Die Querschnittsänderungen sind nicht nur druckabhängig, sondern auch temperaturabhängig und daher nicht im voraus berechenbar. Durch Anbringung einer zweiten Halt wanne zwischen Kabel und Ankerschiene und durch eine langgestreckte Gestaltung der beiden Haltewannen erreicht man ein Optimum an Druckverteilung, kann jedoch die Lockerung sowohl der Befestigung
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des Kabels als auch derjenigen des Bügels nicht ganz ausschließen.
Für eine normale Kabelführung ruhender Kabel, auf welche keine wesentlichen Erschütterungen einwirken, reicht diese bekannte Kabelbefestigung aus. Sie ist vorteilhaft, wenig aufwendig und leicht anzubringen. Die Klemmschrauben sind an dem äußeren Ende der Bügelschelle angeordnet, leicht zugänglich und leicht nachstellbare Der oben beschriebene Nachteil des "Fließens" und der damit verbundenen Lockerung der Befestigungen spielt bei ruhenden Kabeln nur eine untergeordnete Rolle.
Anders ist es aber, wenn die verlegten Kabel starken Schwingungen und Erschütterungen ausgesetzt sind, wie es z.B. in U-Bahn-Tunneln der Fall ist. Hier wirkt sich der Nachteil des "Pließens" und der Lockerung oft katastrophal aus. Bei Durchfahrt eines Zuges schwingen die an der Tunnelwand befestigten Kabel zwischen den Befestigungspunkten um mehrere Zentimeter aus; da es sich dabei jeweils um Gewichte von etlichen kp handelt, kann man sich vorstellen, wie diese Schwingungen an den Befestigungselementen zerren. Kabel und Bügelschellen lockern sich und fallen nach unten. Oft fallen die Bügelschellen mit den Kabeln aus den Ankerschienen heraus. Aber auch wenn die Bügelschellen in den Ankerschienen bleiben, werden die gelockerten Kabel, die keinen Halt mehr finden, von Schwingungen und Luftsog in die Fahrtrichtung längsverschoben, wodurch Bruchgefahr an den Anschlußstellen entsteht. Die auch sonst empfindliche Nachrichtenkabel, deren Metallkern einen relativ kleinen Querschnittsanteil gegenüber dem Isoliermaterial aufweist, sind besonders gefährdet, weil bei ihnen das "Fließen" stärker ausgeprägt ist. "'
Die Plastizität des Kabelisoliermaterials setzt eine Grenze dafür, wie stark der Spanndruck sein darf, den die Klemmschraube auf das Kabel ausüben kann, ohne das Kabel zu beschädigen. Um diesen Spanndruck erhöhen zu können, hat man
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versucht, die Haltewannen überlang zu gestalten ("bis 200 mm). Diese Bestrebungen führten nicht zum Erfolg, denn die Wanne ist in sich biegsam. Sollte sie wirklich den Druck einigermaßen gleichmäßig über die 200 mm Wannenlänge verteilen, müßte sie eine Materialstärke besitzen, die schon aus räumliehen Gründen Indiskutabel wäre. Ein anderer bekannter Vorschlag geht darauf hinaus, die Kabel in den U-Bahn-Tunneln in Kunststoffrohren zu führen. Ob dieser Maßnahme Erfolg beschieden sein wird, steht noch aus; allenfalls ist sie sehr kostspielig und erschwert die Auffindung und Behebung von Pannen.
In der Praxis hat man sich bisher zu helfen gesucht, indem man laufend die Tunnelstissken kontrolliert und die Klemmschrauben nachzieht; da jeweils eine Unmenge Schrauben nachzuziehen sind und die Kontrolle wegen des Zugverkehrs nur in wenigen Nachtstunden stattfinden kann, ist dieses Verfahren sehr aufwendig.
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, den oben dargestellten Übelstand zu beseitigen und eine Kabelschelle zu schaffen, die unabhängig vom Kabel an einer Ankerschiene oder an einem in der Wand verankerten Befestigungsbolzen fest angebracht ist und an welcher das Kabel unverrückbar schwingungs- und erschütterungssicher befestigt wird. Die erfindungsgemäße Kabelschelle soll Einrichtungen aufweisen, die den Polgen der durch das "Fließen" bedingten Verformungen automatisch entgegenwirken; Ferner"soll sie eine Isolierung metallummäntelter Kabel von der Bodenerde ermöglichen und somit eine Trennung der Kabelerde von der Bodenerde bewerkstelligen. Die Kabelschelle soll darüber hinaus derart gestaltet sein, daß sie nicht nur ein Einzelkabel, sondern auch Bündel von Kabeln aufzunehmen und zu befestigen imstande ist. Schließlich soll sie auch als offene Einzelschelle ein in sie gelegtes ruhendes Kabel ohne weitere Befestigungsmittel zuverlässig führen.
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Dieses Erfindungsziel wird dadurch erreicht, daß der etwa einen Halbkreis umgreifende Schellenteil der Kabelschelle in der Gestalt einer zweilappigen Schelle ausgebildet ist, deren befestigungsseitiger Schellenlappen eine etwa rechtwinklig abgebogene, in der Befestigungsebene anschraubbare, als Befestigungsarm ausgebildete Verlängerung aufweist, während der den Halbkreis der Schelle abgrenzende Durchmesser und der sich etwa in dessen Verlängerung erstreckende zweite Schellenlappen einen spitzen Winkel mit der Befestigungs ebene bilden. Der Befestigungsarm der Kabelschelle kann wahlweise an einer Ankerschiene oder an einem in die Befestigungswand eingelassenen Befestigungsbolzen befestigt werden. Der Befestigungsarm weist vorzugsweise an seinem freien Ende eine Verdrehsicherung auf.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Kabelschelle eine als einlappige Schelle gestaltete Deckschelle zugeordnet, an deren Schellenlappen ein Klemmnocken ausgebildet ist, der einen schwach stumpfen Winkel mit dem Schellenlappen bildet. Die Deckschelle kann mittels eines Befestigungsschraubenbolzens an dem zweiten (äußeren) Schellenlappen der Kabelschelle befestigbar sein, wobei zwischen der Schraubenmutter und dem zweiten Schellenlappen ein Federelement angeordnet ist. Als Schraubenmutter kann eine sonst bekannte Selbstsperrmutter verwendet werden.
Bevorzugt sind Kabelschelle und Deckschelle mit Isolier- und Greifauflagen versehen, deren Innenflächen Halterippen besitzen. Die beiden Schellenlappen der Kabelschelle können Ausnehmungen für die Anbringung einer Bandschelle aufweisen.
Anhand der Zeichnung wird in der Folge ein Ausführungsbeispiel dargestellt und erläutert. Es zeigen :
Figur 1 eine Kabelschelle gemäß der Erfindung, an einer Ankerschiene befestigt, in perspektivischer
Sicht,
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-R-
GP Ί8!>
Figur 2 die Kabelschelle Fig. 1 mit Deckschelle, in einer Seitenansicht,
Figur 3 die Kabelschelle in einer Draufsicht, Figur 4 die Deckschelle in einer Draufsicht,
Figur 5 eine Kabelschelle mit Schutzhülse über der
Befestigungsschraubemutter, in einer Seitenansicht,
Figur 6 eine Kabelschelle mit Isolier- und Greifauflage, in einer Sicht von oben (im Verhältnis zu Figuren 2 und 3),
Figur 7 eine Deckschelle mit Isolier- und Greifauflage, von unten gesehen (im Verhältnis zu Fig. 2),
den Schnitt X-X der Figuren 6 und 7?
Figur 8
Figur 9 den Querschnitt eines U-Bahn-Schachts mit
Kabelführung an erfindungsgemäßen Kabelschellen entlang der Schachtwand und quer über die Schachtdecke
und
Figur 10 in erfindungsgemäßen Kabelschellen befestigte, übereinander angeordnete Kabel, in Längsrichtung gesehen.
Die Kabelschelle 1 besteht aus einem bügeiförmigen Schellenwannenteil 2 und besitzt zwei Sohellenlappen 3>4· Eine rechtwinklig abgebogene Verlängerung des Schellenlappens 3 ist als Befestigungsarm 5 ausgebildet und weist eine Befestigungsbohrung 6 und eine eingestanzte Verdrehsicherung 7 auf. Die Verdrehsicherung 7 greift in den Schlitz der Ankerschiene 8 ein und verhindert, daß sich die Kabelschelle 1 um die Befestigungsschraube 9 drehen könnte« Im Ausführungsbeispiel ist die Befestigungsschraube 9 eine Hammerkopfschraube mit Schraubenmutter 10 und Federring 11, VgI0 Figo 2. Die Kabelschelle kann aber auch ohne Ankerschiene unmittelbar auf einen einbetonierten Schraubenbolzen (nicht gezeichnet) aufgeschraubt
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werden. Per Halbmesser des bügeiförmigen Schellenteils 2 sowie der äußere Sohellenlappen 4 bilden einen spitzen Winkel w (im Beispiel 60°) mit der Befestigungsebene (der Ebene des Befestigungsarms 5)·
An dem äußeren Schellenlappen 4 ist ein Langloch 12 ausgebildet. Die Deckschelle 13 ist eine einlappige Schelle, deren Schellenlappen 14 einen Klemmnocken 15 aufweist, welcher einen stumpfen Winkel mit dem Schellenlappen bildet. Der Schellenlappen 14 besitzt ein dem Langloch 12 des Schellenlappens 4 zugeordnetes Vierkantloch 16. Wenn das Kabel 17 (Pig= 2) in die Kabelschelle 1 eingelegt ist, wird es mit der Deckschelle 13 überdeckt und eine Spannschraube 18 mit Vierkantkragen 181 durch das Vierkantloch 16 und das Langloch 12 durchgesteckt und mittels einer Selbstsperrmutter 19 mit Unterlegscheibe 191 über ein Federelement 20 festgespannt. Das Federelement 20 dient dazu, zeitweilige Verformungen des Kabels durch Nachspannung aufzufangen. Indem die Deckscheibe 13 als einseitiger Hebel um die Spannschraube 18 gelagert ist, werden die relativ kleinen Federwege des Federelements 20 in verhältnismäßig große Nachstellwege der Deckschelle umgesetzt. Das Federelement muß daher eine steile Federcharakteristik aufweisen. Auf der Zeichnung ist es aus optischen Gründen als Spiralfeder dargestellt, kann aber auch aus Tellerfedern od.dgl. bestehen.
Durch starke Erschütterungen könnte das Kabel an den Kanten der Schraubenmutter 10 Verletzungen erleiden. Um das Kabel hiergegen zu schützen, stülpt man eine Kunststoff-Schutzhülse 101 über die Schraubenmutter 10. Die Schutzhülse besitzt einen verformbaren halbkugelförmigen Dom 102, der jede Berührung mit dem Kabel auffängt.
In einer Abwandlung des Ausführungsbeispiels ist die Kabelschelle 1 mit Ausnehmungen 21,22 versehen, durch welche eine Bandschelle (nicht gezeichnet) drrchgezogen wird, wenn es darum geht, ein Bündel von mehreren dünneren Kabeln in erfindungsgemäßen Kabelschellen zu führen, vglo Fig. 6.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung .: st auf den Figuren 6, 7 und 8 dargestellt. Auf die Kabelschelle 1 und die Deckschelle 13 sind Isolier- und Greifauflagen 23,24 aus Kunststoff aufgesteckt, welche bei Kabeln mit "Jetallhülle diese von der Kabelschelle und damit von der Wassererde isolieren und bei allen Kabeln mittels senkrecht auf die Kabellängsrichtung verlaufender scharfer Halterippen 231,241 (Fig» 8) einer Längsverschiebung des Kabels entgegenwirken. Wo es niclri erforderlich ist, die Kabel zu isolieren, kann man zu dem Zweck des Festhaltens in der Längsrichtung Haltedorne (nicht gezeichnet) in das Bügelmaterial einstanzen.
Die technischen Vorteile der erfindungsgemäßen Kabelschelle sind auf Fig» 9 veranschaulicht. Hier sind vier Kabel 171,172, 173,174 in einem U-Bahn-Schacht gezeigt, die zunächst etwa waagerecht an der Schachtwand verlaufen, dann aber - ZeB0 vor einem Bahnhof - an der Schachtwand hoch und unter der Schachtdecke zur anderen Schachtwand geführt werden. An den waagerecht verlaufenden Kabelteile 171,172,173,174 sieht man, daß der Ansatz eines Montage- oder Nachstellwerkzeugs an die Selbstsperrmutter 19 wegen der Schrägstellung der Spannschrauben 18 optimal bequem ist, so daß sowohl die Montage als auch insbesondere die Nachkontrolle schnell vor sich gehen, was in einer stark befahrenen U-Bahn-Schacht von entscheidender Bedeutung ist. Die starken Schwingungen, welche die durchfahrenden Züge an die Kabel und deren Befestigungen vermitteln, sind, sowenig wie die Stöße des Luftsogs, imstande, die Kabel aus ihren Befestigungen zu lösen oder gar die Kabelschellen zu lockern. Sowohl die Kabel als auch die Kabelschellen können beliebig befestigt werden, indem man, ohne die Kabelmäntel zu beschädigen oder die Kabel sonst zu beeinflussen, die Selbstsperrmutter 19 und die Schraubenmutter 10 beliebig fest anziehen kann» Man ist somit von den Rücksichten auf mögliche Kabelverletzungen befreit, die man bei den bisher gebräuchlichen indirekt verspannten Bügelschellen nehmen mußte»
'■ '■' 2 .1I / 0
5 - S 1Π "7?
- 8 - GP 18'.,
Wie groß die Belastungen sind, die auf Kulelbei'es tigungen in U-Bahn-Schachten sind, zeigt das folgende Beispiel : Verkehren die Züge täglich zwanzig Stunden Im ng in: Schnitt alle zehn Minuten, werden die Kabel über 7000 mal im J;;hr mit erheblicher Energie gegen die Befeütigungnschellen gedrückt bzw. zwischen den Befestigungspunk.ten von der Wand herausgeschleudert, wobei die hierdurch entstehenden Schwingungen von einer Luftdruckwelle begleitet sind. Jedes Glied der? Zuges bewirkt einen besonderen Luf 1 druckstoß und eine Modulation der Grundschwingungen, üo daß in Wirklichkeit ein Vielfaches von den genannten 7000 Impulsen auf die Befestigungen einwirken und an ihnen zerren.
Zusammen Fit den Schwingungen erzeugt die Luftdruckwelle einen längsgerichteten Impuls, der bestrebt ist, die Kabel in die Fahrtrichtung mitzubewegen. Es ist verständlich, daß die bisher gebräuchlichen Kabelbefestigungen an Bügelschellen, die mit dem Kabel als Zwischenglied selbst indirekt befestigt und somit von der relativ geringen Festigkeit des Kabels abhängig sind, solchen Belastungen nicht gewachsen sein können. Die sich ständig lockernden Kabelbefestigungen mußten bisher laufend nachkontrolliert und nachgespannt werden. Mit der erfindungsgemäßen Kabelschelle bleiben die· Kabel jedoch stets in ihren Befestigungen; häufige Kontrollen sind nicht mehr erforderlich.
Aus der Darstellung Fig. gersieht man weiter, daß eine Änderung der Kabelführungsrichtung äußerst einfach vor sich geht, indem man lediglich die Richtung der Ankerschiene entsprechend ändert. Als die Kabel 171,172,173,174 aus der waagerechten in eine senkrechte Führungsrichtung gebracht werden sollten, wurden die Ankerschienen 8 waagerecht statt vorher senkrecht angeordnet, doh. nunmehr in Längsrichtung des Schachts statt vorher quer auf die Längsrichtung. Bei der Kabelführung unter der Schachtdecke bleiben die Ankerschienen in Längsrichtung des Schachtes ausgerichtet. Die Selbstsperrinuttern der Spannschrauben 18 sind in jeder dieser
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Stellungen der Ankerschiene leicht zu erreichen.
Die oben beschriebenen, vom fahrenden Zug erzeugten Schwingungsimpulse erreichen ihr Maximum an den oberen Ecken des Schachtest Hier werden üblicherweise die Nachrichtenkabel angebracht, damit sie möglichst weit weg von den Starkstromkabeln geführt werden. Wie schon oben gesagt, verformen sich die Nachrichtenkabel leichter als die Starkstromkabel, weil das Querschnittsverhältnis Isoliermaterial-Kabelkern bei den Nachrichtenkabeln wesentlich größer ist. Die Nachrichtenkabel, von denen bei zunehmender Automatisierung des Bahnbetriebs die Sicherheit des Zugverkehrs immer mehr abhängt, sind demzufolge noch mehr gefährdet als die Starkstromkabel und mußten bisher besonders häufig und sorgfältig nachkontrolliert werden. Die erfindungsgemäße Kabelschelle gewährleistet auch für die Nachrichtenkabel eine dauerhaft sichere Befestigung, unabhängig von der verhältnismäßig hohen Verformbarkeit dieser Kabel.
Ein Vi/esentlicher Vorteil der bisher bevorzugt verwendeten indirekt zu befestigenden Bügelschellen ist der optimal geringe Platzbedarf. Die Kabel können an einer Ankerschiene dicht übereinander verlegt werden, indem zwischen ihnen nur Raum für je zweimal Bügelblechstärke vorhanden sein muß. Die erfindungsgemäße Kabelschelle begnügt sich mit genau demselben Raumbedarf, wie auf Pig. 10 gezeigt. Infolgedessen können Bügelschellen auf schwingung- und erschütterungsbedrohten Strecken beliebig mit Kabelschellen ausgewechselt werden, so daß man ohne hohe Kosten bestehende Kabelanlagen schwingungy- und erschütterungssicher machen kann.
Obwohl die erfindungsgemäßen Kabelschellen besonders für solche Kabel gedacht sind, die durch starke Schwingungs- und Erschütterungsfeider verlaufen, weisen sie auch Vorteile auf in bezug euf Kabelverlegungen in ruhigerer Umgebung. Bei ruhenden Kabeln kann man von der Anbringung der Deckschelle 13 absehen und das Kabel ohne besondere Befestigung einfach in die von der Kabelschelle 1 gebildete Schellenwanne 2 einlegen. Herausfallen kann das Kabel nicht, solange es nicht
durch Sohwingungs- und Ersohütterungsimpulse in Bewegung gerät, denn sein Gewicht drückt es in die von der offenen Kabelschelle 1 gebildete Wanne 2 fest i aein, die ja nach oben und außen hin schräg ausgerichtet ist. .'Ss bietet sich hier ein erheblicher technischer Vorteil für solche Kabelanlagen, deren Kabel häufig anders verlegt bzw» ausgewechselt werden.
Bei ruhenden Kabeln bringt die erfindungsgemäße Kabelschelle noch einen weiteren Vorteil. Auf Grund der Schrägstellung des wannenförmigen Schellenteils 2 im Verhältnis zur Befestigungsebene kann die Kabelschelle auch bei Schräglagen der Ankerschiene (im Ausführungsbeispiel bis 50°bei 60° Winkel zwischen Bügeldurchmesser und Befestigungsebene, vgl. Figo 2) ein ruhendes Kabel ohne weitere Befestigungsmaßnahmen aufnehmen und zuverlässig festhalten. Eine solche Schräglage der Ankerschiene kommt in der Praxis öfters vor, z.B. wenn der Kabelschacht einen Kreisquerschnitt, abgerundete Ecken oder eine Wölbung aufweist.
Zusammengefaßt kann man sagen, daß die erfindungsgemäße Kabelschelle in überraschend einfacher Weise die Lösung einer Reihe von Problemen darstellt, die mit den bisher bekannten Kabelbefestigungsmitteln nicht oder nur unbefriedigend gelöst werden konnten und die bei der steil ansteigenden Intensitivität des U-Bahn-Betriebs immer mehr zu einer zuverlässigen Lösung drängen.
9 Ansprüche

Claims (9)

  1. -11- GP 18 5
    S c h u t ζ· a η a ρ r ü ο h e
    1c Kabelschelle zur Direktbefestigan& an Aukei-schienen, Bef'estigungsbolzen u«dgl. und insbesondere zur Aufnahme von Kabeln und Rohrleitungen, aie im Einflußbereich starker Schv/ingungs- und Erschütterungsfelder verlegt werden, wie z.B. Starkstrora- und Kachricltenkabel in U-Bahn-Sohächten,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Kabelschelle (1), deren Schelle nwannenteil (2) etwa einen Halbkreis umgreift, als zweilappige Schelle ausgebildet ist, deren befestigungsseitiger Schellenlappen (3) eine etwa rechtwinklig abgebogene, in der Befestigungsebene anschraubbare, als Befestigungsarm (5) dienende Verlängerung aufweist, während der Durchmesser des Schellenhalbkreises sowie der sich etwa in dessen Verlängerung erstreckende zweite Schellenlappen (4) einen spitzen Winkel (w) mit der Befestigungsebene bilden.
  2. 2. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsarm (5) an einer Ankerschiene (8) befestigbar ist.
  3. 3. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsarm (5) an einem in die Befestigungswand eingelassenen Befestigungsbolzen (nicht gezeichnet) befestigbar ist=
  4. 4. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsarm (5) eine Verdrehsicherung (7) aufweist.
  5. 5. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabelschelle (.1) eine als einlappige Schelle gestaltete Deckschelle (13) zugeordnet ist, an deren Schellenlappen (14) ein Klemmnocken (15) ausgebildet ist? der einen schwach stumpfen Winkel mit dem Schellenlappen (14) bildet.
    - 1.7 - GP 1b5
  6. 6. Kabelschelle nach Ansprüchen 1 und !3, dadu.r'Oh gekennzeichnet, daß die Decksoh^llo (15) mittels einea Bei'esti.gungsschru.ubenbolzens (1b) an dein zweiten Scbellenlappen (4) der Kabelschelle (1) befestigbar ist, wobei zwischen Schraubenmutter
    (19) und dem zweiten. Schellenlappen (4) ein Fodorelenkint
    (20) angeordnet ist.
  7. 7. Kabelachelle nach Ansprüchen 1, '5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Schraubenmutter (19) eine Selbstaperrmutter zur Verwendung K.ommt<,
  8. 8. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Kabelschelle (1) und Deckschelle (15) mit Isolier- und. Greifauflagen (25,24) versehen sind, deren Innenflächen Halterippen (251,241) besitzen.
  9. 9. Kabelschelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schellenlappen (5,4) der Kabelschelle (1) Ausnehmungen (21,22) für die Anbringung einer Bandschelle (nicht gezeichnet) aufweisen.
    Für die Anmelderin:
    V-
    Sr Afentofi 'Patentanwalt
    ?/«Jo-5.'in.7^
DE19727225205 1972-07-06 1972-07-06 Kabelschelle zur Direktbefestigung Expired DE7225205U (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2827030A1 (fr) * 2001-07-06 2003-01-10 Jacques Weiss Collier de tuyauterie, en matiere plastique
EP1380785A1 (de) * 2002-07-10 2004-01-14 Jacques Weiss Schelle für Rohre aus Kunststoff

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FR2827030A1 (fr) * 2001-07-06 2003-01-10 Jacques Weiss Collier de tuyauterie, en matiere plastique
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