DE7038865U - Wandbelag - Google Patents
WandbelagInfo
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- DE7038865U DE7038865U DE19707038865 DE7038865U DE7038865U DE 7038865 U DE7038865 U DE 7038865U DE 19707038865 DE19707038865 DE 19707038865 DE 7038865 U DE7038865 U DE 7038865U DE 7038865 U DE7038865 U DE 7038865U
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- Nonwoven Fabrics (AREA)
Description
λ ι. ι χ -tr T^c Hr
Diplom-Ingenieur
Anwaltsakte: 35 72b/Vg- _. , * - , ,. ,
Dr.-Ing. Manfred Honke
Essen, den 8. Oktober 1970
Oebrauahsmus teranmeldiing
Westfälische Jute-Spinnerei
und Weberei, Ί422 A h a u s,
Parallelstraße 10
Westfälische Jute-Spinnerei
und Weberei, Ί422 A h a u s,
Parallelstraße 10
Wandbelag
Die Erfindung bezieht sich auf einen Wandbel-g aus textilem
Träger und damit verbundene Auflage. - Derartige Wandbeläge
sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Bei den bekannten Ausführungsforaien ist der textile Träger im allgemeinen ein feinfädiges, wenn auch grobmaschiges Gewebe, welches eine reine Verstärkungsfunktion für die mehr oder weniger empfindliche Auflage erfüllt. Damit handelt es sich bei den bekannten Ausführungsformen gleichsam um gewebeverstärkte Tapeten. In diesem Zusammenhang gehört auch eine Version der beschriebenen Ausführungsform, bei der auf einen Träger aus
Papier oder dergleichen als besonderes Dekor ein grobmaschiges Gewebe z.B. aus Bast aufkaschiert ist. In all diesen Fällen erfüllt der Wandbelag insgesamt hauptsächlich nur eine
sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Bei den bekannten Ausführungsforaien ist der textile Träger im allgemeinen ein feinfädiges, wenn auch grobmaschiges Gewebe, welches eine reine Verstärkungsfunktion für die mehr oder weniger empfindliche Auflage erfüllt. Damit handelt es sich bei den bekannten Ausführungsformen gleichsam um gewebeverstärkte Tapeten. In diesem Zusammenhang gehört auch eine Version der beschriebenen Ausführungsform, bei der auf einen Träger aus
Papier oder dergleichen als besonderes Dekor ein grobmaschiges Gewebe z.B. aus Bast aufkaschiert ist. In all diesen Fällen erfüllt der Wandbelag insgesamt hauptsächlich nur eine
Dekorfunktion. Er verlangt besonders vorbereitete Wände, die durch einen sogenannten Peinputz hinreichend eben gestaltet
und außerdem schall- und wärmeisolierend aufgebaut sind, was aufwendig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wandbelag zu schaffen, der zwar jede verlangte Dekorfunktion erfüllt,
nichtsdestoweniger jedoch zusätzliche Funktionen in bezug auf Schall- und Wärmeisolierung übernehmen und die übliche Peinputzschicht
ersetzen kann.
Die Erfindung betrifft einen Wandbelag aus textllem Träger
und damit verbundener Auflage. Die Erfindung besteht darin, daß der textile Träger als Jutegewebe oder Jutegewirke ausgeführt
und auf das Jutegewebe oder Jutegewirke ein Faservlies aufgenadelt ist. Im allgemeinen arbeitet man mit einem Jutegewebe
in Leinenbindung. - Ein Gewebe oder Gewirke aus Jute ist von der Struktur des Werkstoffes Jute her ein grobfädiges
oder grobmaschiges Gbilde. Die Erfindung hat erkannt, daß ein Jutegewebe oder Jutegewirke in Verbindung mit einem aufgenadelten
Faservlies in sehr erheblichem Maße schall- und wärmeisolierend wirkt, und zwar insbesondere dann, wenn das
Faservlies die Oberseite bildet. Der Effekt der Schall- und Wärmeisolierung ist umso ausgeprägter, je grobfädiger und
grobmaschiger die Jutefäden des Jutegewebes oder Jutegewirkes sind. Es kann sich dabei um gebleichte oder ungebleichte
Jute handeln, obwohl man im allgemeinen (zur Reduzierung einer Vergilbungsgefahr) mit gebleichter Jute arbeiten wird.
Das Faservlies soll gegenüber der Grobfädigkeit des Gewebes möglichst feine Fasern aufweisen. In diesanZusammenhang ist
eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wandteiages von be-
Patentanwälte Dr. W. Andrejewslei, Dr. M. Honke, 43 Essen, Kettwiger Straße 36
die dadurch gekennzeichnet ist, daß das Faservlies aus Zellwellfasern und/oder vollsynthetischen
Pasern aufgebaut ist. Dabei lassen sich - mit dem Faservlies als Oberseite - auch in dekorativer Hinsicht alle Anforderungen
erfüllen. Besondere Effekte in dekorativer Hinsicht erreicht man dadurch, daß das Faservlies die Struktur des Jutegewebes
oder Jutegewirkes abbildet. Darunter wird verstanden, daß das Jutegewebe oder Jutegewirke durch das Faservlies rein
optisch durchscheint oder auch gleichsam einen Abdruck des Jutegewebes oder Jutegewirkes darstellt. Diese Abbildung des
Jutegewebes oder Jutegewirkes im Faservlies läßt sich beeinflussen durch die Intensität der Nadelung, die Faservlies
und Jutegewebe oder Jutegewirke verbindet. Unter Nadelung
versteht man bekanntlich, daß Fasern aus dem Faservlies mit Hilfe besonderer Nadeln in das Jutegewebe oder Jutegewirke
eingezogen werden, wobei auch die Umkehrung im Rahmen der Erfindung nicht ausgeschlossen ist. Verwirklicht man den beschriebenen
besonderen Effekt der Abbildung des Jutegewebes oder Jutegewirkes im Faservlies in Form eines Abdruckes, so
wird wegen der Unebenheit der Oberfläche zugleich auch die Schallisolation und Schallabsorbtion in günstiger Weise beeinflußt.
Im Rahmen der Erfindung liegt es, das Faservlies auf seiner Oberseite zu bedrucken oder mit Einprägungen oder
dergleichen zu versehen. Selbstverständlieh kann der Wandbelag auch im Ganzen eingefärbt sein. Handelt es sich um ein
Faservlies aus vollsynthetischen Fasern aus thermoplastischem
Kunststoff, so kann durch Verwendung von heißen Werkzeugen oder durch dielektrische Erwärmung das Faservlies auch durch
Prägung ohne weiteres besondere dekorative Struktur erhalten. Arbeitet man mit einem erfindungsgemäßen Wandbelag, so kann
auf eine besondere Vorbereitung der Wand, die den Wandbelag
aufnehmen soll, im allgemeinen verzichtet werden, und zwar nicht nur in bezug auf Wärme- und Schallisolierung sondern
insbesondere auch in bezug auf die Feinputzschicht. Im Ergebnis wird somit durch den erfindungsgemäßen Wandbelag die Ausrüstung
von Bauwerken beachtlich vereinfacht.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert.
Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 perspektivisch und ausschnittsweise einen erfindungsgemäßen
Wandbelag, teilweise aufgeblättert,
Fig. 2 in gegenüber der Fig. wesentlich vergrößerter Darstellung den Auschnitt A aus dem Gegenstand nach Fig.l.
Der in den Figuren dargestellte Wandbelag besteht aus einem textlien Träger und einer damit verbundenen Auflage. Der textile
Träger ist als Jutegewebe oder Jutegewirke 1 ausgeführt, auf das Jutegewebe oder Jutegewirke 1 ist ein Faservlies 2
aufgenadelt. Dazu sind im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung Fasern 3 aus dem Faservlies
'ei mit Hilfe besonderer Nadeln in das Jutegewebe oder
Jutegewirke 1 eingezogen, - Insbesondere aus der Pig. 2 entnimmt man, daß es sich im Ausführungsbeispiel bei dem textlien
Träger um ein Jutegewebe 1 in Leixjenbindung handelt. Die
Fäden des Jutegewebes 1 sina verhältnismäßig grobr Fäden, das Gewebe ist grobmaschig aufgebaut. Das Faservlies 2 besteht im
Ausi'ührungsbeispiel aus vollsynthetischen, verhältnismäßig
feinen Fasern. Man erkennt unmittelbar, daß das Faservlies 2
die Struktur des Jutegewebes abbildet, und zwar gleichsam Iu
Sinne des Abdruckes. Das läßt sich durch die Intensität der Vernadelung beeinflussen.
Das Jutegewebe oder Jutegewirke ist bezüglich der Fadeneinstellung,
z.B. Fadenzahl auf 10 cn länge bei Schuß und Kette, so eingerichtet, wie es bei Standardgeweben oder -gewirken
in der Juteindustrie üblich ist.
Faservlies kann eine Wirr- oder Parallellage der Fasern aufweisen, wobei Roh- oder veredelte, Natur-oder synthetische
Fasern verwendet werden können. Es sind auch rohweiße oder braune Mischungen möglich. Die Auflagegewiohte sind beliebig.
Claims (4)
1. Wandbelag aus textilem Träger und damit verbundene Auflage,
dadurch gekennzeichnet, daß der textile Träger als Jutegewebe oder Jutegewirke (l) ausgeführt und auf das Jutegewebe
oder Jutegewirke (l) ein Faservlies (2) aufgenadelt ist.
2. Wandbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Faservlies (2) aus Zellwollfasern und/oder vollsynthetischen
Fasern aufgebaut ist.
3. Wandbelag nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Faservlies (2) die Struktur des Jutegewebes oder Jutegewirkes (l) abbildet.
4. Wandbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Faservlies (2) eine Dekorausbildung aufweist.
PAe Dr.Andrejewski, Dr.Honke
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19707038865 DE7038865U (de) | 1970-10-21 | 1970-10-21 | Wandbelag |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19707038865 DE7038865U (de) | 1970-10-21 | 1970-10-21 | Wandbelag |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE7038865U true DE7038865U (de) | 1971-03-04 |
Family
ID=6615142
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19707038865 Expired DE7038865U (de) | 1970-10-21 | 1970-10-21 | Wandbelag |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE7038865U (de) |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2523707A1 (de) * | 1974-05-31 | 1975-12-04 | Armstrong Cork Co | Stoff, insbesondere fuer wandverkleidungen, und verfahren zu dessen herstellung |
DE2615793A1 (de) * | 1976-04-10 | 1977-10-27 | Presswerk Koengen Gmbh | Formteil und verfahren zu seiner herstellung |
DE19504166A1 (de) * | 1995-02-08 | 1996-08-14 | Neue Baumwollspinnerei & Weber | Vorrichtung zur bereichsweisen thermischen Isolierung von Kulturflächen, insbesondere Mulchmatte |
-
1970
- 1970-10-21 DE DE19707038865 patent/DE7038865U/de not_active Expired
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2523707A1 (de) * | 1974-05-31 | 1975-12-04 | Armstrong Cork Co | Stoff, insbesondere fuer wandverkleidungen, und verfahren zu dessen herstellung |
DE2615793A1 (de) * | 1976-04-10 | 1977-10-27 | Presswerk Koengen Gmbh | Formteil und verfahren zu seiner herstellung |
DE19504166A1 (de) * | 1995-02-08 | 1996-08-14 | Neue Baumwollspinnerei & Weber | Vorrichtung zur bereichsweisen thermischen Isolierung von Kulturflächen, insbesondere Mulchmatte |
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