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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf laminierte
Etikett-Bögen
und insbesondere auf deren Herstellung.
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Etikett-Bögen sind
in vielerlei Gestaltungen mit und ohne Aufdruck erhältlich.
Ein typischer Etikett-Bogen ist ein Laminat aus einer Papier-Decklage und
einem darunter liegenden Träger.
Im fertiggestellten Artikel verbindet ein Klebstoff die Decklage und
den Träger.
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Bei
einer typischen Verwendung sind Informationen auf der Decklage aufgedruckt
und die Decklage wird dann von dem Träger abgelöst. Das abgelöste Etikett
weist außenliegenden
Klebstoff auf, so dass es in Kontakt mit Papier und anderen Objekten
kommen und daher an ihnen festkleben kann. Ein typischer Träger ist
auf einer Seite mit flüssigem
Silikon beschichtet, das thermisch ausgehärtet wird, um eine schwach
klebende Oberfläche
zu bilden, auf die die Decklage temporär angebracht ist. Der Klebstoff stellt
eine schwache Verbindung zwischen der Decklage und dem Silikon-Träger bereit,
die das Laminat hinreichend zusammenhält, bis die Decklage von dem
Träger
entfernt werden soll.
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Komplexere
Etikett-Bögen
umfassen verschiedene Etiketten oder Aufkleber in der Decklage, die
durch Ausstanzungen entlang des Umfangs zwischen den Etiketten gebildet
werden, die es erlauben, die einzelnen Etiketten von dem Träger zu entfernen.
Die einzelnen Etiketten können
direkt nebeneinander angeordnet sein oder aber es befindet sich eine
Etikett-Kan te oder -Grenze zwischen ihnen, die auf dem Träger verbleibt,
nachdem die einzelnen Etiketten abgelöst worden sind.
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Eine
zusätzliche
Zunahme an Komplexität des
Etikett-Bogens ergibt sich, wenn dieser ein angeformtes Papier-Formular
aufweist, das an den Abschnitt der Decklage mit den Etiketten angebracht
ist und nicht über
dem Träger
liegt. Diese Art von Etikett-Bögen
kann dadurch hergestellt werden, dass ein Überlappungs-Verbindeverfahren
verwendet wird, bei dem das Laminat aus Etikett und Träger vorgefertigt
wird und anschließend
entlang einer dem Papier-Formular benachbarten Kante überlappend angebracht
wird. In einem weiteren, integrierten Herstellungsverfahren wird
die komplette Decklage, einschließlich der Etiketten und der
Form-Abschnitte, separat in Form eines gemeinsamen Bogens hergestellt
und der Träger
wird dann unterhalb des Abschnitts mit dem Etikett angebracht.
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Diese
verschiedenen Etikett-Bögen
verwenden nichts desto weniger einen gemeinsam hergestellten Träger, der
typischerweise in großen
Rollen hergestellt wird, wobei das Silikon in flüssiger Form über die
gesamte Oberfläche
des Papier-Trägers aufgebracht
wird, das dann thermisch ausgehärtet wird.
Die große
Rolle mit Träger
wird dann in einzelne kleinere Rollen zur Verwendung in den einzelnen
Etikett-Bogen-Anwendungen wie benötigt zerschnitten.
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Da
das Silikon mit seiner geringen Klebekraft die gesamte Front-Oberfläche des
Trägers
bedeckt, kann nur eine schwache Klebeverbindung mit der Papier-Decklage
ausgebildet werden. Das stellt ein Problem dar, wenn verschiedene
einzelne Etiketten in der Decklage ausgebildet sind. Wenn der Etikett-Bogen beispielsweise
durch einen Laser-Drucker läuft, können sich
einzelne Etiketten von dem Träger
lösen,
da der Klebstoff unter der Hitzeeinwirkung erweicht und der Bogen
eng um die engen Rollen gebogen wird. Während des Laser-Druckens kann
nicht nur der Etikett-Bogen beschädigt werden, zudem weisen die
abgelösten
Teile offenliegenden Klebstoff auf, der dazu führen kann, dass die Decklage
mit innenliegenden Komponenten des Druckers verklebt, was ein Verstopfen
hervorruft. Zudem kann aufgrund der Hitze und des Drucks des Druckers
zusätzlicher Klebstoff
aus dem Bereich zwischen den Etiketten und der Träger herausgedrückt werden,
was ebenfalls zu einem Verstopfen des Druckers führen kann.
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Wird
ein einzelnes Etikett von einer angrenzenden Etikett-Umrandung abgelöst, so kann
sich auch der Umrandungs-Abschnitt selbst von dem Träger lösen und
der freiliegende Klebstoff an der Umrandung kann dazu führen, dass
die Umrandung an anderen Papieren kleben bleibt, was unerwünscht ist.
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Ein
anderes Problem, das auf diesen Träger-Aufbau zurückzuführen ist,
tritt auf, wenn die Decklage eine Perforations-Linie umfasst. Derartige Linien werden
vorgesehen, um Teile des Etiketts aus verschiedenen Gründen abreißen zu können. Da
das Etikett notwendigerweise eine schwache Verbindung mit dem Träger aufweist,
führt ein
Abreißen
des Etiketts entlang der Perforationen typischerweise dazu, dass
diese Verbindung sich löst
und das Etikett auf dem Träger
gleiten kann, was dazu führt,
dass Tränen
an der Seite der Perforations-Linie austreten bzw. seitliche Risse
von der Perforations-Linie ausgehen.
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Da
der Träger
typischerweise in großen
Rollen hergestellt wird, auf die richtige Größe zugeschnitten und in verschiedenen
Anwendungen verwendet wird, ist es nicht praktikabel, oder noch
nicht einmal möglich,
auf dem Träger
und unterhalb der Silikon-Oberfläche
einen Aufdruck vorzusehen. Das lässt
nur die Front- und die Rückseiten
der Decklage und die Rück seite
des Trägers
als mögliche
Oberflächen
für Aufdrucke
und vermindert daher die potenzielle Effizienz des Etikett-Bogens.
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Es
ist entsprechend wünschenswert,
einen verbesserten Etikett-Bogen zur Verfügung zu stellen, der einen
oder mehrere dieser Nachteile in konventionell hergestellten Etikett-Bögen löst.
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Die
US 5 704 650 offenbart einen
Träger
gemäß dem Oberbegriff
des unten stehenden, unabhängigen
Anspruchs.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Etikett-Bogen bereitgestellt, bei dem eine Decklage, die
ein Etikett oder mehrere Etiketten einer vorbestimmten Gestaltung
umfasst, durch Klebstoff auf einen Träger geklebt ist, wobei der
Träger
aneinander angrenzende, relativ schwach klebende und relativ stark
klebende Oberflächen
aufweist, wobei die relativ schwach klebende(n) Oberfläche(n) eine
oder mehrere Klebestellen bildet bzw. bilden, die der Etikett-Gestaltung
entspricht bzw. den Etikett-Gestaltungen entsprechen, wobei die
stark klebende Oberfläche
die Klebestelle bzw. jede der Klebestellen umgibt und wobei der
Klebstoff die Decklage und den Träger an der stark klebenden
Oberfläche
verbindet und ein Abtrennen der Decklage an der bzw. den schwach
klebenden Oberfläche(n)
erlaubt, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklage ein Etikett oder mehrere
Etiketten innerhalb einer verbleibenden Etikett-Begrenzung umfasst
und dadurch, dass die Decklage ein Formular umfasst, das sich einstückig von
der Etikett-Begrenzung aus erstreckt, wobei der Träger nur
unter dem Etikett bzw. unter den Etiketten und der Begrenzung verläuft.
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Um
die vorliegende Erfindung leichter verständlich zu machen, wird im Folgenden
im Rahmen von Beispielen Bezug genommen auf die beigefügten Zeichnungen:
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1 ist
eine isometrische Ansicht der Frontseite eines Etikett-Bogens gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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2 ist
eine isometrische Ansicht entlang der Linie 2-2 der Rückseite
des Etikett-Bogens, der in 1 gezeigt
ist,
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3 ist
eine Schnittansicht entlang der Linie 3-3 durch einen Abschnitt
des Etikett-Bogens, der in 1 gezeigt
ist,
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4 ist
eine isometrische Ansicht entlang der Linie 4-4 der Frontseite des
Trägers,
der in 3 gezeigt ist,
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5 ist
eine schematische Ansicht einer beispielhaften Druckmaschine zur
separaten Herstellung einer Decklage und eines Trägers, die
den Etikett-Bogen bilden, der in 1 gezeigt
ist, und
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6 ist
eine schematische Ansicht einer beispielhaften Laminiermaschine,
die die Decklage und den Träger
verbindet, in diesen Trennstellen hinzufügt und die Etikett-Bögen auf
eine individuelle Größe zuschneidet.
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In
den 1 und 2 der beigefügten Zeichnungen ist ein Etikett-Bogen
oder Laminat 10 gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gezeigt. Der Bogen 10 umfasst
einen Vorderbogen oder eine Decklage 12, der bzw. die bevorzugterweise
ein einzelner rechteckiger Papier-Bogen ist, obwohl er bzw. sie
je nach Wunsch auch eine andere Zusammensetzung oder Gestalt haben
kann. Die Decklage 12 umfasst eine Front- oder äußere Seite 12a und
eine gegenüberliegende innere
oder Rückseite 12b.
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Die
Decklage ist auf einen darunter liegenden Ablöse-Träger 14 laminiert,
der eine innere oder Frontseite 14a umfasst, die der Rückseite
der Decklage 12b und einer gegenüberliegenden äußeren oder
Rückseite 14b gegenüberliegt.
Die Decklage 12 ist in der Schnittansicht in 3 gezeigt
und auf den Träger 14 laminiert,
wobei der Träger 14 in 4 gesondert
gezeigt ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst der Träger 14,
der in 4 in einer exemplarischen Ausführungsform gezeigt ist, sowohl
eine relativ schwach klebende Oberfläche 16, die beispielsweise durch
Aufbringen von Silikon auf ausgewählte Abschnitte oder Bereiche
der Frontseite 14a ausgebildet ist, als auch eine relativ
stark klebende Oberfläche 14c,
die einfach der verbleibende, ungeschützte Rand- oder Grenzabschnitt
der Frontseite 14a des Trägers nach dem Aufbringen des
Silikons sein kann. Der Träger 14 kann
aus jedem geeigneten Material hergestellt sein, beispielsweise Papier,
das örtlich
mit dem Silikon beschichtet sein kann, wie weiter unten im Zusammenhang
mit einem bevorzugten Herstellungsverfahren beschrieben ist.
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Wie
in 3 gezeigt, wird ein Klebstoff 18 verwendet,
um die Decklage und den Träger
an der stark klebenden Oberfläche 14c dauerhaft
zu verbinden und ein schälendes
Abtrennen der Decklage an der schwach klebenden Oberfläche 16 zu
erlauben.
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Der
Klebstoff 18 ist dauerhaft mit der Rückseite 12b der Decklage
verbunden und bedeckt die gesamte Frontseite 14a des Trägers und
kann jegliche herkömmliche
Zusammensetzung haben, um eine schwache Verbindung oberhalb der
schwach klebenden Oberfläche 16 und
eine im Wesentlichen dauerhafte Verbindung über der stark klebenden Oberfläche 14c auszubilden.
Auf diese Weise ist die Decklage innig mit dem Träger oberhalb
der gesamten Frontoberfläche
des Trägers
verbunden, mit Ausnahme der gewählten
schwach klebenden Oberfläche 16.
Das verhindert die ungewollte Abtrennung der Decklage von dem Träger außer an den
Stellen der schwach klebenden Oberfläche 16.
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Wie
in 1 gezeigt ist, kann die Decklage 12 einen
oder mehrere Aufkleber oder Etiketten 20 umfassen, die
jede geeignete Konfiguration oder Gestalt haben. Die Decklage kann
ein großes
Etikett, das über
den gesamten Träger 14 laminiert
ist oder eine Mehrzahl individueller Etiketten aufweisen, die entweder
direkt aneinander angrenzen oder durch eine verbleibende Etikett-Begrenzung
oder einen verbleibenden Etikett-Rand 20a wie
gezeigt separiert sind. In der Ausführungsform nach 1 sind
drei Etiketten unterschiedlicher Größe innerhalb der gemeinsamen
Begrenzung 20a eingerahmt, die auf den Träger 14 auflaminiert
sind, um verschiedene mögliche
alternative Merkmale der vorliegenden Erfindung zu zeigen. Die individuellen
Etiketten oder Aufkleber 20 können unbedruckt oder mit Ziffern,
Buchstaben oder Grafiken bedruckt sein.
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Wie
in 4 gezeigt, definiert die schwach klebende Oberfläche eine
Stelle oder einen Punkt, der auch mit 16 bezeichnet ist,
der im Allgemeinen der entsprechenden Konfiguration des jeweiligen
Labels, wie bei den Rechtecken gezeigt, entspricht, und die stark
klebende Oberfläche 14c umgibt
die verschiedenen Klebestellen 16 entlang ihres kompletten Umfangs.
In dieser Konfiguration umfasst der Träger 14 eine Vielzahl
der Klebestellen 16, die den entsprechenden Etiketten entsprechen,
um ein individuelles Entfernen oder Ablösen der Etiketten sowohl von dem
Rand 20a als auch dem Träger 14 erlauben. Auf diese
Weise können
die einzelnen Etiketten aufgrund der schwachen Verbindung zwischen
dem Klebstoff, der unter einem Etikett liegt und einer Träger-Klebestelle 16 leicht
entfernt werden. Die Etikett-Begrenzung 20a ist fest oder
dauerhaft mit der stark klebenden Oberfläche verbunden, die die Begrenzung
des Trägers 14c bildet.
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Wie
zunächst
in 1 gezeigt, umfasst die Decklage 12 eine
oder mehrere vorgetrennte Trennstellen, die durch das Präfix 22 bezeichnet
sind und die verwendet werden können,
um die Decklage einfach entlang der Trennstelle(n) abzutrennen.
Eine erste Form der Trennstellen ist eine konventionelle Stanzung 22a,
die das einzelne Etikett 20 entlang ihres Umfangs in Form
eines im Wesentlichen durchgängigen
Schnitts umgibt, um ein einfaches Ablösen des einzelnen Etiketts
von dem Träger 14 zu
erlauben.
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Wie
in 3 gezeigt, sind die Stanzungen 22a vorzugsweise
auf der entsprechenden Silikon-Klebestelle 16 angeordnet,
die sich dicht bei der Begrenzung des Trägers 14c befinden.
Auf diese Weise können
die einzelnen Etiketten 20 von dem Träger abgelöst werden, wie durch das teilweise
entfernte Etikett B in 1 gezeigt ist, das entlang der Stanzung 22a abgelöst wird,
wobei die umgebende Etikett-Begrenzung 20a fest mit dem
darunter liegenden Träger 14 verbunden
bleibt. Das verhindert die Abtrennung der Etikett-Begrenzung 20a und
eliminiert das Problem freiliegenden Klebstoffs an der Begrenzung,
der ansonsten beispielsweise bei einem Laserdrucker zu einer Verstopfung
führen
könnte. Die
sichere Verbindung der Etikett-Begrenzung 20a mit dem darunter
liegenden Träger verhindert
zudem, dass Klebstoff herausgedrückt
wird, wenn er durch die heißen
Fixierwalzen in dem Laserdrucker läuft.
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Wie
zunächst
in 4 gezeigt, kann der Träger 14 zudem einen
Aufdruck 24 auf Tintenbasis in jeglicher Form auf der Frontseite 14a des
Trägers und
unterhalb einer oder mehrerer der Silikon-Klebestellen 16 umfassen,
wie beispielsweise Buchstaben, Ziffern und Grafiken. Die Silikon-Klebestellen
werden in einer extrem dünnen
Lage aufgebracht und haben eine klare oder transparente Zusammensetzung,
damit das darunter liegende Gedruckte sichtbar ist. Wie oben ausgeführt, ist
es nicht möglich,
bei den heutigen Herstellungsverfahren, thermisch hergestellte, ablösbare Träger auf
Silikonbasis herzustellen, um Gedrucktes unter der Silikonlage vorzusehen.
In Anbetracht des im Folgenden beschriebenen Herstellungsprozesses
ist es nunmehr möglich,
vor dem Aufbringen der Silikon-Klebestellen 16 oberhalb
des Gedruckten auf der Frontseite 14a des Trägers zu drucken.
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In
der bevorzugten Ausführungsform,
die in den 1 und 2 gezeigt
ist, können
die Decklage 12 und der Träger 14 einen Aufdruck 24 sowohl auf
ihrer Front- als auch auf ihrer Rückseite aufweisen, wobei diese
unter den Silikon-Klebestellen 16 vorgesehen sein können. Diese
Aufdrucke werden nach Entfernen des jeweiligen Etiketts sichtbar
und können
nützliche
Informationen oder Werbebotschaften aufweisen. Da die Frontseite 14a des
Trägers
nun für
einen Aufdruck zur Verfügung
steht, ist eine Verkleinerung des gesamten Etikett-Bogens 10 möglich, um
die gleiche Menge an Informationen auf einer reduzierten Größe bereitzustellen.
Das reduziert sowohl die Menge an Material, das bei der Herstellung des
Etikett-Bogens 10 benötigt
wird, als auch die Kosten.
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Das
Drucken unter einer Silikon-Klebestelle 16 ist äußert schwierig
zu manipulieren, da es von dem darüber liegenden Silikon geschützt ist.
Der Aufdruck ist daher manipulationssicher und kann für verschiedene
Sicherheitsanwendungen verwendet werden, die ansonsten mit herkömmlichen
Etikett-Bögen nicht
zur Verfügung
stehen. Der Ausdruck unterhalb der Silikon-Klebestellen 16 ist
zudem gegen chemische und mechanische Alterung oder Einwirkungen geschützt und
verlängert
die Lebensdauer des Aufdrucks beträchtlich.
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Wie
in 1 gezeigt, umfasst eine zweite Form der Abtrennung
eine Vielzahl von Perforationen oder Mikro-Perforationen 22b,
die linear entlang der Etikett-Begrenzung 20a angeordnet
sind und sich sowohl durch das Etikett 20 und den Träger 14,
als auch durch den dazwischenliegenden Klebstoff erstreckt.
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Wie
in 3 detailliert gezeigt ist, sind die Perforationen 22b durch
die stark klebende Oberfläche
der Begrenzung 14c des Trägers in Form eines Pfades vorgesehen,
der den Bogen unterteilt, um eine Auslassung zu bilden, die kein
Silikon enthält. Das
erlaubt es, das Etikett und den Träger entlang der Perforationen 22b in
einer relativ sauberen Abrisslinie abzutrennen, ohne dass das Etikett
und der Träger
entlang der Abrisslinie abgetrennt werden. Die starke Klebeverbindung
entlang der Perforationen 22b lässt die Etikett-Träger-Trennstelle
unbeeinflusst, während
eine Abtrennung entlang der Perforationen möglich ist. Das verhindert zudem
das unbeabsichtigte Austreten von Klebstoff an den Abrisskanten,
die ansonsten unbeabsichtigt an anderen Papieren kleben könnten.
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Wie
in den 1 und 2 gezeigt, kann die Decklage 12 zudem
ein Formular 26 umfassen, beispielsweise in der Ausbil dung
als ein Papier-Bogen, der sich einstückig von der Etikett-Begrenzung 20a weg
erstreckt. Der Träger 14 liegt
zudem nur unter den Etiketten und der Begrenzung, nicht aber unter
dem Formular 26. In einer bevorzugten Ausführungsform
besteht die gesamte Decklage 12 aus einem einzelnen Bogen
Papier, der verschiedene Abschnitte aufweist, die einzelne Etiketten 20,
die Etikett-Begrenzungen 20a und das Formular 26 bilden. Das
Formular 26 kann jegliche geeignete Form haben und kann
unbedruckt oder, wenn gewünscht,
mit verschiedenen Informationen bedruckt sein.
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Wenn
gewünscht,
kann die Decklage zudem eine dritte Art Trennstellen aufweisen,
die eine andere Mehrzahl an Perforationen 26 aufweist,
die linear entlang des Formulars 26 und benachbart zu der
Etikett-Begrenzung 20a verläuft, wie in den 1 und 2 gezeigt
ist. Wie in 3 gezeigt ist, erstrecken sich
die Formular-Perforationen 22c allein durch das Formular 26,
da der Träger 14 kurz
vor den Perforationen endet, um, wenn gewünscht ein Abtrennen des Formulars 26 von
den Etiketten und dem Rand zu ermöglichen.
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Der
einzelne Etikett-Bogen 10, der oben offenbart ist, kombiniert
verschiedene Verbesserungen in Bezug auf die Klarheit der Präsentation.
Das wichtigste Merkmal der vorliegenden Erfindung ist das punktweise
Aufbringen des Silikons, das die Herstellung von Etikett-Bögen erlaubt,
die vorher nicht möglich
waren. Diese neuen Etikett-Bögen
eliminieren bislang bestehende Hindernisse bei konventionellen Etikett-Bögen und
bieten eine Vielzahl von Verbesserungen bei Etikett-Bögen. Die
Erfindung kann daher in verschiedenen Anwendungen verwendet werden, die
von dem punktweisen Aufbringen des Silikons oder, sofern gewünscht, jeglicher
anderer Zusammensetzung mit einer vergleichsweise geringen Klebewirkung
profitieren. Die Erfindung kann auf einzelne Etikett-Bögen, Mehrfach-Etikett- Bögen und kombinierte Etikett-
und Formular-Bögen
angewendet werden. Die verbesserten Etikett-Bögen können in verschiedenen Industrien
angewendet werden, wie beispielsweise dem Einzelhandel und dem Pharmahandel
in Form von Multifunktions-Arzneimittelrezepten.
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Die 5 und 6 zeigen
schematisch ein verbessertes Verfahren des Herstellens der Etikett-Bögen 10 in
verschiedenen Konfigurationen. Zur individuellen Herstellung der
Decklage 12 und des Trägers 14 und
zum anschließenden
Zusammenlaminieren dieser Komponenten zum fertigen Etikett-Bogen
ist konventionelle, kommerziell erhältliche Ausrüstung verfügbar.
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5 zeigt
schematisch die relevanten Komponenten einer geeigneten Druckmaschine 28, wie
beispielsweise der flexografischen Druckmaschine der Webtron Company,
Fort Lauderdale, Florida, USA, die die Modellbezeichnung „1618" trägt. Die Maschine 28 hat
einen herkömmlichen
Aufbau, mit der Ausnahme, dass sie eine herkömmliche Drucktrommel 30 zum
punktförmigen
Aufbringen flüssigen Silikons
verwendet, das geeigneterweise unter Verwendung von Ultraviolettlicht
(UV) oder einem Elektronenstrahl (electron beam, EB) ausgehärtet wird. Durch
UV-Licht/Elektronenstrahl-aushärtbare flüssige Silikon-Harze
zur Verwendung als Drucktinte sind kommerziell von der Rhodia Inc.,
Rock Hill, South Carolina, USA unter der Bezeichnung Silcolease® PC-600,
PC-680, PC-670 und PC-702 erhältlich. Eine
geeignete Aushärt-Vorrichtung 32,
wie beispielsweise ein Ultraviolettlicht- oder ein Elektronenstrahl-Generator
ist stromabwärts
der Silikon-Drucktrommel 30 angebracht zum im Wesentlichen
sofortigen Aushärten
der Silikon-Klebestellen 16, nachdem sie auf eine sich
bewegende Endlosbahn 34 des Träger-Materials aufgebracht worden
sind, die von einer Vorratsrolle 34a abgewickelt worden
ist und die nach dem Bedrucken auf eine Aufnahmerolle 34b aufgewickelt
wird.
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Die
Druckmaschine 28 kann auf herkömmliche Weise dadurch verwendet
werden, dass flüssiges
Silikon anstelle von typischer Drucktinte auf die Drucktrommel 30 aufgebracht
wird, um das gewünschte
Muster zum Drucken der schwach klebenden Klebestellen 16 auf
nur einem Abschnitt der Träger 14 aufzudrucken,
um eine relativ stark klebende Oberfläche oder Träger-Begrenzung darauf auszusparen. Die Drucktrommel 30 ist
ausgebildet zum Drucken von einer oder mehreren Träger-Konfigurationen entlang
der Breite der Endlosbahn 34 und wiederholt auf eine kontinuierliche
Weise entlang der Länge
der Endlosbahn dann, wenn sie an der Drucktrommel 30 vorbei
bewegt wird.
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Die
Druckmaschine 28, die in 5 gezeigt ist,
umfasst zudem eine oder mehrere zusätzliche konventionelle Drucktrommeln 36 zum
sequentiellen Drucken von einer oder mehreren Farben auf beide Seiten
des Trägers,
einschließlich
auf die Oberseite des Trägers 14 und
auf die Gebiete oder Abschnitte, die durch die schwach klebenden
Oberflächen-Klebestellen
abgedeckt werden, bevor das Aufdrucken der Silikon-Klebestellen
auf den Träger
stattfindet. Beide Seiten der Bahn können durch Verwenden herkömmlicher
Drehstangen zum Drehen der Bahn so, dass sie richtig zur Trommel
angeordnet sind, von den Trommeln bedruckt werden. Auf diese Weise kann
ein kontinuierlicher Druckprozess für den mit Silikon-Klebestellen
versehenen Träger 14 bereitgestellt
werden.
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Die
gleiche Art an Druckmaschinen 28, jedoch ohne die Silikon-Drucktrommel 30,
kann des Weiteren verwendet werden, um beide Seiten der Decklage 12,
die aus einer Bahn 34 geformt werden, zu bedrucken. Beide
Druckprozesse und Druckmaschinen für die Decklage 12 und
den Träger 14 sind im Übrigen konventioneller
Art, mit der Ausnahme der hinzugefügten Silikon- Drucktrommel 30 und
der mit dieser zusammenwirkenden Aushärt-Vorrichtung 32.
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Wie
in 6 gezeigt ist, wird eine zusätzliche Laminiermaschine 38 zum
Laminieren oder Verbinden der Träger 14 von
unten mit zugehörigen Decklagen 12 verwendet,
während
diese von der zugehörigen
Rolle 34b abgewickelt werden. Die Laminiermaschine 38 kann
jeglichen herkömmlichen
Aufbau aufweisen, wie einen solchen, der gegenwärtig dazu verwendet wird, die
oben angesprochenen integrierten Etikett-Bögen herzustellen. Der Klebstoff 18 wird
zwischen der Decklage 12 und dem Träger 14 sowohl über die
schwach klebende Oberfläche 16, als
auch die stark klebende Oberfläche 14c ausgebracht.
Der Klebstoff 18 ist typischerweise ein Heißschmelzklebstoff,
der die Decklage und den Träger nach
dem Abkühlen
verbindet.
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Die
zusammen laminierte Decklage und der Träger werden durch ein Paar gegenüberliegender Rollen 40 zur
Seite zu einer herkömmlichen
Trennwalze 42 bewegt, die zum Stanzen der Trennstellen 22 in
die Decklage 12 und den auf die Decklage laminierten Träger 14 ausgebildet
ist.
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In
der beispielhaften Ausführungsform
des Etikett-Bogens, der in 1 gezeigt
ist, sind Mehrfach-Etiketten 20 in der Decklage 12 auf
dem Träger 14 ausgebildet.
Die Trennwalze 42, die in 6 gezeigt
ist, ist entsprechend dazu ausgebildet, die entsprechenden Trennstellen 22a,
b, c in die Decklage 12 um jede der verschiedenen Silikon-Klebstellen 16 ebenso
einzustanzen wie die durch die Perforationen gebildeten beiden Abreiß-Kanten.
Zum Ausbilden der Ausstanzungen 22a und der Perforationen 22b,
c kann entweder die gleiche Trennwalze 42 oder eine separate
Stanz-Vorrichtung verwendet werden.
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Die
einzelnen Etikett-Bögen 10 können dann unter
Verwendung einer geeigneten Schneidvorrichtung 44 auf die
richtige Größe zugeschnitten
und anschließend
zu einem Ries gestapelt oder, wenn gewünscht, ansonsten in Form von
Rollen verpackt werden.