DE697295C - Stoerungsschreiber fuer elektrische Netze, bei dem ein von der Stoerung abhaengiges Relais die Ablaufgeschwindigkeit des Registrierstreifens erhoeht - Google Patents
Stoerungsschreiber fuer elektrische Netze, bei dem ein von der Stoerung abhaengiges Relais die Ablaufgeschwindigkeit des Registrierstreifens erhoehtInfo
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- DE697295C DE697295C DE1935A0077103 DEA0077103D DE697295C DE 697295 C DE697295 C DE 697295C DE 1935A0077103 DE1935A0077103 DE 1935A0077103 DE A0077103 D DEA0077103 D DE A0077103D DE 697295 C DE697295 C DE 697295C
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Description
- Störungsschreiber für elektrische Netze, bei dem ein von der Störung abhängiges Relais die Ablaufgeschwindigkeit des Registrierstreifens erhöht Zum Aufzeichnen des Verlaufs der Größen in einem elektrischen Netz während einer Störung sind sogenannte Störungsschreiber bekannt, die insbesondere den Spannungsverlauf wiedergeben. Damit der Verbrauch an Registrierpapier möglichst gering ist, wird dessen Ablaufgeschwindigkeit im normalen Betrieb relativ klein gehalten und nur im Störungsfall auf einen derartigen Betrag erhöht, daß der Ablauf der Störung genügend deutlich zu sehen ist.
- Bei den bekannten Ausführungen erfolgt die Umschaltung des Registrierstreifens von der geringeren auf die höhere Geschwindigkeit durch ein Relais, das lediglich von der absoluten Spannungshöhe abhängig ist, d. h. bei Über- bzw. Unterschreiten eines vorher eingestellten Sollwertes. Dieses hat den Nachteil, daß auch dann Umschaltungen auftreten, wenn keine Fehler im Netz vorhanden sind, sondern wenn lediglich infolge von Regelvorgängen entsprechende Spannungsabsenkungen auftreten.
- Zur Vermeidung derartiger Fehlauslösungen, die einen urmützen Mehrverbrauch von Registrierpapier bringen, war man gezwungen, eine entsprechend den normalen Spannungsschwankungen weite Einstellung des Relais vorzunehmen. Damit wurde aber dieAnspr,ech,empfindSichlmeit herab,g,esletzt, und das Relais sprach bei kurzzeitigen Störungen nicht mehr an.
- Es sind auch Störungsschreiber -bekanntgeworden, bei welchen die Umschaltung der Ablaufgeschwindigkeit des Registrierstreifens durch ein System von mit Kontakten zusammenwirkenden Schwingfedern oder Pendeln eingeleitet wird, wobei die Federn oder Pendel auf die möglicherweise auftretenden Frequenzen der Vorgänge, wie Schwingen der Maschinen untereinander oder Resonanzvorgänge, abgestimmt sind.
- Die Erfindung betrifft einen Störungsschreiber für elektrische Netze, bei dem ein von der Störung abhängiges Relaisldie Ab laufgeschwindigkeit des Registrierstreifens bei Eintritt der Störung erhöht. Gemäß der Erfindung wird das Relais von dem Spannungsabfall an einem Widerstand betätigt, der die gegebenenfalls gleichgerichtete und geglättete Netzspannung einem Kondensator mit Ableitwiderstand zuführt, wobei diese Schaltelemente derart bemessen sind, daß das Relais beim Absinken der Netzspannung auf einen vorbestimmten Wert nur dann anspricht, wenn die Änderungsgeschwindigkeit der Netzspannung größer als die Reguliert geschwindigkeit der Spannungsregeleinrich tung ist.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung bei; spielsweise veranschaulicht.
- Abb. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Eine Gleichspannung wird einem Kondensator Ct über einen Serienwiderstands zugeführt, an dem ein polarisiertes Relais angeordnet ist. Im Nebenschluß zum Kondensator C1 liegt ein Widerstand R1. Der Widerstand R1 besitzt dabei einen solchen Ohmwert im Verhältnis zum Widerstand R, daß bei einer langsamen Spannungs absenkung der Kondensator C1 auf das neue niedrigere Potential als das seiner Ladung entsprechende durch einen Entladestrom gebracht wird, der seinen Weg über den Widerstand R1 nimmt. Bei raschen Spannungsabsenkungen jedoch fließt außer dem Entladestrom über den Widerstand R1 noch ein Entladestrom über den Widerstand R, der die umgekehrte Richtung hat wie der Ladestrom des Kondensators. Infolgedessen spricht das Relais an und betätigt damit die Umschaltvorrichtung.
- In Abb. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für Wechselstromnetze gezeigt.
- Hier ist es erforderlich, an die Wechselspannung über einen Gleichrichter G zu schalten.
- Um die hierdurch gewonnene Gleichspannung zu glätten, ist ein Kondensator C2 parallel zu der gleichgerichteten Spannung geschaltet.
- Ein Widerstand R2, der ebenfalls die Gleichspannung überbrückt, stellt dann zusammen mit dem Widerstand R den Entladekreis für den Kondensator C1 dar. Dieser Entladekreis muß demnach gegenüber dem Widerstands, so abgestimmt sein, daß nur bei entsprechend raschen Spannungsabsenkungen der Entladestrom seinen Weg über die Widerstände R, R2 nimmt.
- In Abb. 3 ist ein Ausführungsbeispiel für Wechselstromnetze gezeigt, bei dem als Ansprechvorrichtung A ein gittergesteuertes Entladungsgefäß dient. Der Gitterkreis des Entladungsgefäßes ist demgemäß an den Widerstand R geschaltet. Außerdem ist in den Gitterkreis eine Vorspannung eingefügt, die an einer Gleichspannungsquelle oder nach dem Ausführungsbeispiel an einem Widerstand R8 abgenommen wird, der in Serie zum Widerstand R1, parallel zum Kondensator C1 liegt. Die Vorspannung ist dabei so gewählt, daß nur dann das Zündpotential in dem Entladungsgefäß auftritt, wenn die Spannungsänderung im Netz sowohl ihrer Größe als auch ihrer Geschwindigkeit nach das vorbestimmte Maß überschreitet. In diesem Falle wird der Spannungsabfall am Widerstand R3 durch die Spannung am fiderstand R überwunden und demgemäß -ein das Ansprechen der Röhre bewirkendes tittérpotential hervorgerufen.
- Im Anodenkreis der Röhre liegt ein Widerstand Ro, eine Anodenstromquelle sowie ein Zwischenrelais P, das die Umschaltvorrichtung betätigt. Der Heizstrom der Röhre wird ebenso wie der Heizstrom einer Gleichrichterröhre G von einem Wandler W geliefert, der gleichzeitig auch eine Wicklung zur Speisung der Einrichtung über den Gleichrichter E besitzt.
- Damit die Einrichtung nach einer Störung wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird, ist in dem Anodenkreis ein nicht gezeichneter Ausschaltkontakt angeordnet, der eine bestimmte Zeit nach dem Ansprechen kurzzeitig geöffnet ist. Als Entladungsgefäß wird zweckmäßigerweise ein solches mit Gas- oder Dampffüllung verwendet.
- Zum Einstellen der zum Ansprechen erforderlichen Änderungsgeschwindigkeit der Netzspannung kann man den Serienwiderstand R1 oder den ParallelwiderstandR oder beide veränderlich machen, zum Einstellen der zum Ansprechen erforderlichen absoluten Spannungsabsenkung die Gittervorspannung, also den Widerstand R1.
- In dreiphasigen Netzen ist es möglich, nur mit einem einzigen Entladungsgefäß A und einem Relais P zur Steuerung der Umschaltvorrichtung auszukommen. Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel ist in Abb. 4 dargestellt. Hierbei ist eine der Phasenzahl des Netzes entsprechende Zahl von Kondensatoren und Parallelwiderständen ebenso wie bei dem Ausführungsbeispiel der Abb. 3 vorgesehen. Die Kondensatoren C1 sind jedoch zu einem Sternpunkt zusammengeschaltet, und dieser Sternpunkt ist über einen gemeinsamen Widerstand R geführt.
- Lediglich der Spannungsabfall in diesem Widerstand ist zur Betätigung der Röhre A maßgeblich, so daß diese Röhre nur entsprechend dem Ausführungsbeispiel 3 geschaltet zu sein braucht. Die Abgleichung der Widerstände erfolgt in der Weise, daß das Ansprechen nur dann erfolgt, wenn bei den geforderten Ansprechbedingungen ein genügend großer Entladestrom von einem der Kondensatoren Ct hervorgerufen wird.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Störungsschreiber für elektrische Netze, bei dem ein von der Störung abhängiges Relais die Ablaufgeschwindigkeit des Registrierstreifens bei Eintritt der Störung erhöht, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais von dem Spannungsabfall in einem Widerstand (R) betätigt wird, der die gegebenenfalls gleichgerichtete und geglättete Netzspannung einem Kondensator (C1) mit Ableitwiderstand (R1) zuführt, bei einer derartigen Bemessung dieser Schaltelemente, daß das Relais beim Absinken der Netzspannung auf einen vorbestimmten Wert nur dann anspricht, wenn die Änderungsgeschwindigkeit der Netzspannung größer als die Reguliergeschwindigkeit der Spannungsregeleinrichtung ist.
- 2. Störungsschreiber nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als Ansprechrelais (A) ein gittergesteuertes Entladungsgefäß dient, dessen Gitter von dem Spannungsabfall des Serienwiderstandes (R) beeinflußt wird.
- 3. Störungsschreiber nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gitt1erv,orspall!nun1g des Entladungsgefäßes auf eine bestimmte Größe des Spannungsabfalles am Widerstand (R) eingestellt ist.
- 4. Störungsschreiber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorspannung der Spannungsabfall eines Widerstandes (R3) dient, der in dem durch den Ableitwiderstand (R1) gebildeten Entladekreis des Kondensators (C1) liegt.
- 5. Störungsschreiber nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einstellen der zum Ansprechen erforderlichen Änderungsgeschwindigkeit der Netzspannung ein veränderlicher Ableitwiderstand (R2)- eines zum Glätten des gleichgerichteten Wechselstromes vorgesehenen Kondensators (C2) dient.
- 6. Störungsschreiber nach Anspruch I bis 5 für Dreiphasennetze, dadurch gekennzeichnet, daß drei Kondensatoren (cit) mit Ableitwiderständen (R1) zu einem Stern zusammengeschaltet und an einen gemeinsamen Serienwiderstand (R) geführt sind.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE1935A0077103 DE697295C (de) | 1935-09-19 | 1935-09-19 | Stoerungsschreiber fuer elektrische Netze, bei dem ein von der Stoerung abhaengiges Relais die Ablaufgeschwindigkeit des Registrierstreifens erhoeht |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE1935A0077103 DE697295C (de) | 1935-09-19 | 1935-09-19 | Stoerungsschreiber fuer elektrische Netze, bei dem ein von der Stoerung abhaengiges Relais die Ablaufgeschwindigkeit des Registrierstreifens erhoeht |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE697295C true DE697295C (de) | 1940-10-10 |
Family
ID=6946985
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1935A0077103 Expired DE697295C (de) | 1935-09-19 | 1935-09-19 | Stoerungsschreiber fuer elektrische Netze, bei dem ein von der Stoerung abhaengiges Relais die Ablaufgeschwindigkeit des Registrierstreifens erhoeht |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE697295C (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1254876B (de) * | 1958-03-04 | 1967-11-23 | Perkin Elmer Corp | Registrierende Messanordnung, die nach einer Nullmethode mit selbsttaetigem Abgleich arbeitet |
DE3408736A1 (de) * | 1983-03-10 | 1984-09-13 | A.P. Kern AG, Kerzers | Verfahren zum steuern eines druckers und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
-
1935
- 1935-09-19 DE DE1935A0077103 patent/DE697295C/de not_active Expired
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1254876B (de) * | 1958-03-04 | 1967-11-23 | Perkin Elmer Corp | Registrierende Messanordnung, die nach einer Nullmethode mit selbsttaetigem Abgleich arbeitet |
DE3408736A1 (de) * | 1983-03-10 | 1984-09-13 | A.P. Kern AG, Kerzers | Verfahren zum steuern eines druckers und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
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