DE69703294T2 - Zusammensetzungen die konjugate von cis-docosahexaenoic-säure und taxotere enthalten - Google Patents
Zusammensetzungen die konjugate von cis-docosahexaenoic-säure und taxotere enthaltenInfo
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Description
- Taxol® (Paclitaxel) wurde erstmals 1971 aus der Rinde von Taxus brevifolia isoliert und wurde in 1992 von der US Food and Drug Administration zur Behandlung von metastierendem Eierstockkrebs und später für Brustkrebs zugelassen. Es wird angenommen, daß sein Wirkungsmechanismus eine Förderung der Bildung und eine Hyperstabilisierung der Mikrotubuli beinhaltet, wodurch die Trennung der Mikrotubuli, die zum Abschluß der Zellteilung notwendig ist, verhindert wird. Es wurde ebenfalls berichtet, daß Taxol durch bisher nicht charakterisierte Wirkungsmechanismen die Expression von Zytokinen induziert, die Aktivität von Kinasen beeinflußt und Prozesse blockiert, die für eine Metastase wesentlich sind.
- Taxol hat, nicht nur aufgrund seines einmaligen antiproliferativen Wirkungsmechanismus, sondern ebenfalls, da es gegen nahezu alle Krebsarten aktiv ist, für welche es getestet wurde, und da entdeckt wurde, daß es ein Analogon zu zahlreichen nahverwandten Verbindungen ist, die natürlich auftreten, eine ungewöhnlich starke wissenschaftliche Aufmerksamkeit erregt. Diese Verbindungen, Taxane, werden nun als eine neue Klasse von Antikrebsverbindungen anerkannt.
- Die Wirkungsstärke von Taxol gegenüber Krebsarten unterschiedlichen Gewebeursprungs stellt ebenfalls einen wesentlichen Nachteil dar. Ein ideales Antikrebsmittel weist eine Gewebespezifität auf, wodurch die Nebenwirkungen auf normale (sich teilende) Zellen verringert werden. Daher sind Taxolanaloga mit Gewebespezifität erwünscht. Ein weiterer Nachteil von Taxol ist seine extreme Unlöslichkeit. Taxol kann wirksam in einem Lösungsmittel verabreicht werden, das einen Cremophor einschließt, wobei die Kombination ernsthafte überempfindliche Immunantworten hervorrufen kann. Als eine Folge dieser Nachteile und ebenfalls als eine Folge des Potentials, Taxol an zahlreichen Stellen zu modifizieren wie durch andere natürlich auftretende Taxane mit zytostatischer Aktivität gezeigt wurde, wurde eine Suche nach selektiveren Taxanen eingeleitet.
- Bis heute sind mehr als 200 Taxane synthetisiert (oder isoliert) worden und in vitro oder in vivo auf eine zytostatische Aktivität hin getestet worden. Die Ergebnisse waren jedoch so enttäuschend, daß das National Cancer Institute (NCI) generell nicht länger an einem Testen von Taxolanaloga interessiert ist. Im allgemeinen bleiben bei Taxolanaloga die Löslichkeitsprobleme bestehen und/oder die Wirksamkeit ist drastisch verringert und/oder die Selektivität ist nicht verbessert und/oder das Verhältnis der mittleren toxischen Dosis zu der mittleren effektiven Dosis ("therapeutischer Index") ist unannehmbar verringert.
- Taxol weist die folgende Formel auf:
- worin R1 = Ph .
- Taxane weisen eine grundlegende Dreiringstruktur (A, B und C) auf, die substituiert oder unsubstituiert ist.
- Die Kohlenstoffatome des Taxols werden üblicherweise wie folgt numeriert:
- Auf der Grundlage der Taxane, die bis heute getestet wurden, sind genauso viele Fragen entstanden wie beantwortet wurden, und allgemeine Regeln, um die Selektivität, Aktivität und Löslichkeit vorherzusagen, konnten nicht leicht aufgestellt werden. Zunächst haben sich keine Regeln ergeben, was die Selektivität betrifft. Jene Taxane, die in hohem Maße aktiv sind, scheinen eine Aktivität aufzuweisen, die genauso breit ist wie die Aktivität von Taxol, und es scheint kein Fortschritt gemacht worden zu sein, was die Entwicklung eines selektiveren Taxolanalogons betrifft.
- Eine gewisse Information über die Aktivität hat sich ergeben. Zahlreiche Substitutionen wurden an C7, C9, C10, C19, R1 und Kombinationen davon gemacht, während eine signifikante, aber gewöhnlich verminderte Aktivität beibehalten wurde. Substitutionen an C2, C4 und 2'OH jedoch werden im allgemeinen nicht toleriert. Diese Schlußfolgerungen sind nur allgemeine Regeln, da zum Beispiel einige Substitutionen an C9-C10 (cyclische Derivate) nicht toleriert werden und einige Substitutionen an C2 (meta- Substitutionen an dem Phenyl) toleriert werden. In ähnlicher Weise werden die C13-Seitenkette und insbesondere das 2'OH benötigt, obwohl die minimalen strukturellen Anforderungen an die Seitenkette für die therapeutische Wirksamkeit nicht mit eingerechnet wurden.
- Versuche, die Löslichkeit von Taxol zu verbessern, haben nicht zu erfolgreichen klinischen Produkten geführt. Ein Ansatz war, Prodrugs von Taxol herzustellen, wobei die Prodrugs eine in vivo-Transformation in Taxol und ein gewisses anderes Produkt durchmachen. Es wurden Versuche unternommen, die C7-Hydroxy- und 2'-Hydroxygruppen zu verestern, in der Hoffnung, daß die Bindung in Lösung stabil wäre (um bevorzugte Verabreichungsweisen - i. v. über wenigstens 24 Stunden - zu erlauben), aber in vivo leicht gespalten werden könnte. Die getesteten Gruppen waren alle hydrophil und umfaßten Amine, kurze Carbonsäuren (unter Verwendung von z. B. Bernsteinsäureanhydrid und Glutarsäureanhydrid), Sulfonsäuren, Aminosäuren und Phosphate. Im allgemeinen war die Aktivität verringert, obwohl mit gewissen Derivaten ein gewisser Erfolg erreicht wurde. Wiederum ergab sich kein bestimmtes Muster, das erlaubt hätte, verläßlich vorherzusagen, welche Gruppen bei Taxol substituiert werden könnten, um ein therapeutisch nützliches Produkt zu ergeben, obwohl nahegelegt wurde, daß die 2'OH-Derivate sich leichter spalten könnten als die C7-OH-Derivate.
- Mehrere andere Faktoren tragen zu dem Problem bei, vorherzusagen, welche Taxolanaloga wirksam sein werden. Mehrere Wirkungsmechanismen wurden in der Literatur vorgeschlagen, und eine Änderung in einer Position kann bei einem dieser Mechanismen keine Wirkung auf die Aktivität haben, kann aber die Aktivität bei einem anderen Mechanismus eliminieren. Zusätzlich können Änderungen, welche die Aktivität günstig beeinflussen, einen ungünstigen Einfluß auf die Bioverfügbarkeit haben. Beispielsweise beeinflußt Taxol die Bildung von Mikrotubuli innerhalb einer Zelle; aber eine Änderung bei der Struktur, welche die intrazelluläre Aktivität erhöht, kann die Fähigkeit von Taxol, Eingang in eine Zelle zu erlangen, nachteilig beeinträchtigen. Es ist ebenfalls bekannt, daß Taxol an Proteine bindet, und die Wirkung auf die Aktivität, die aus einer Änderung der Taxolbindung an ein Protein resultiert (im Hinblick auf Konformation, zelluläre Absorption und Löslichkeit) ist unbekannt.
- Es wurde berichtet, daß Taxol nicht in das Gehirn hineingelangt; anscheinend wird es durch die Blut-Hirn- Schranke ausgeschlossen. Es ist nicht bekannt, warum dieses so ist, da Taxol lipophil ist, in die Zellen hineinkommt und erwartet werden könnte, daß es die Blut-Hirn- Schranke überwindet.
- Das Vielversprechendste der zweihundert getesteten Analoga ist aufgrund seiner leicht erhöhten Aktivität und Löslichkeit Taxotere (Docetaxel). Komischerweise unterscheidet sich Taxotere jedoch von Taxol an Stellen, die typischerweise keinen starken Einfluß auf die Aktivität haben, und man würde nicht einmal rückschauend die Verbesserungen bei Taxotere aus diesen Unterschieden vorhersagen.
- Taxotere weist die folgende Formel auf:
- DHA (Docosahexaensäure) ist eine natürlich auftretende unverzweigte Fettsäure mit 22 Kohlenstoffatomen, die früher an Arzneimitteln befestigt wurde, um deren Beförderung über die Blut-Hirn-Schranke zu unterstützen. DHA wird über die Säuregruppe an hydrophilen Arzneimitteln befestigt und macht diese Arzneimittel stärker hydrophob (lipophil). DHA ist ein wichtiger Bestandteil des Gehirns und wurde vor kurzem als ein Zusatz zu Säuglingsnahrung zugelassen. Es ist in der Milch stillender Frauen vorhanden. Der Wirkungsmechanismus, durch welchen DHA Arzneimittel, die damit konjugiert sind, unterstützt, um die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, ist unbekannt.
- Die vorliegende Erfindung beinhaltet den unerwarteten Fund, daß Konjugate von Taxotere und einer in hohem Maße lipophilen Gruppe, einer unverzweigten C22-Kohlenstoffkette, eine andere Selektivität im Vergleich zu Taxotere aufweisen. Von den Konjugaten wird im allgemeinen angenommen, daß diese die Aktivität der Taxane für Dickdarmkrebs, Brustkrebs und den Krebs des zentralen Nervensystems ("Zielkrebsarten") selektiv machen. Die Konjugate beschränken ebenfalls unerwartet die Aktivität der Taxane sogar in diesen drei Krebskategorien im Vergleich zu der von Taxotere. Die Konjugate verringern weiterhin unerwartet drastisch die Aktivität der Taxane im Vergleich zu der von Taxotere bei den meisten Zellinien von Gewebetypen außer des Dickdarms, der Brust und des zentralen Nervensystems, wodurch potentielle Nebenwirkungen der Konjugate gegenüber jenen von Taxotere verringert werden. Der therapeutische Index der Konjugate ist gegenüber dem von Taxotere für die Zielkrebsarten verbessert.
- Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird eine Stoffzusammensetzung zur Verfügung gestellt. Die Zusammensetzung ist ein kovalentes Konjugat aus cis-Docosahexaensäure und Taxotere. Vorzugsweise besteht das Konjugat aus cis-Docosahexaensäure und Taxotere, wobei die cis-Docosahexaensäure direkt, ohne einen Linker, z. B. über die Carbonsäuregruppe der cis-Docosahexaensäure und eine Hydroxylgruppe von Taxotere mit Taxotere konjugiert ist.
- In einer Ausführungsform ist das Konjugat:
- In einer anderen Ausführungsform ist das Konjugat:
- In einer anderen Ausführungsform ist das Konjugat:
- In einer anderen Ausführungsform ist das Konjugat:
- Die Konjugate der Erfindung können isolierte Konjugate sein. Ein isoliertes Konjugat ist ein solches, welches von anderen Taxankonjugaten abgetrennt ist.
- Pharmazeutische Präparate, die ein oder mehrere der vorstehenden Konjugate enthalten, werden ebenfalls zur Verfügung gestellt. Die pharmazeutischen Präparate umfassen vorzugsweise einen sterilen pharmazeutisch verträglichen Träger. Die pharmazeutischen Präparate können ebenfalls andere Antikrebsmittel enthalten.
- Die vorstehenden Stoffzusammensetzungen und pharmazeutischen Präparate sind zur Behandlung von Krebs, vorzugsweise von Brustkrebs, Dickdarmkrebs und Krebs des zentralen Nervensystems nützlich.
- Fig. 1 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 1 gegen das prozentuale Wachstum von Leukämiezellen aufgetragen ist.
- Fig. 2 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 1 gegen das prozentuale Wachstum von nicht kleinzelligen Lungenkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 3 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 1 gegen das prozentuale Wachstum von Dickdarmkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 4 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 1 gegen das prozentuale Wachstum von ZNS-Krebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 5 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 1 gegen das prozentuale Wachstum von Melanomzellen aufgetragen ist.
- Fig. 6 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 1 gegen das prozentuale Wachstum von Eierstockkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 7 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 1 gegen das prozentuale Wachstum von Nierenkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 8 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 1 gegen das prozentuale Wachstum von Prostatakrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 9 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 1 gegen das prozentuale Wachstum von Brustkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 10 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 2 gegen das prozentuale Wachstum von Leukämiezellen aufgetragen ist.
- Fig. 11 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 2 gegen das prozentuale Wachstum von nicht kleinzelligen Lungenkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 12 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 2 gegen das prozentuale Wachstum von Dickdarmkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 13 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 2 gegen das prozentuale Wachstum von ZNS-Krebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 14 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 2 gegen das prozentuale Wachstum von Melanomzellen aufgetragen ist.
- Fig. 15 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 2 gegen das prozentuale Wachstum von Eierstockkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 16 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 2 gegen das prozentuale Wachstum von Nierenkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 17 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 2 gegen das prozentuale Wachstum von Prostatakrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 18 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Konjugats 2 gegen das prozentuale Wachstum von Brustkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 19 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Taxols gegen das prozentuale Wachstum von Leukämiezellen aufgetragen ist.
- Fig. 20 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Taxols gegen das prozentuale Wachstum von nicht kleinzelligen Lungenkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 21 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Taxols gegen das prozentuale Wachstum von Dickdarmkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 22 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Taxols gegen das prozentuale Wachstum von ZNS-Krebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 23 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Taxols gegen das prozentuale Wachstum von Melanomzellen aufgetragen ist.
- Fig. 24 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Taxols gegen das prozentuale Wachstum von Eierstockkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 25 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Taxols gegen das prozentuale Wachstum von Nierenkrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 26 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Taxols gegen das prozentuale Wachstum von Prostatakrebszellen aufgetragen ist.
- Fig. 27 ist eine graphische Darstellung, in welcher die Konzentration des Taxols gegen das prozentuale Wachstum von Brustkrebszellen aufgetragen ist.
- cis-Docosahexaensäure (DNA) ist eine natürlich auftretende Fettsäure. Sie ist eine Fettsäure mit einer unverzweigten Kette mit sechs Doppelbindungen, die alle cis sind. Ihre Struktur ist wie folgt:
- DHA kann beispielsweise aus Fischtran isoliert werden oder kann chemisch synthetisiert werden. Diese Verfahren können jedoch trans-Isomere erzeugen, welche schwierig und teuer zu trennen sind und welche bei Menschen zu Sicherheitsproblemen führen können. Das bevorzugte Produktionsverfahren ist eine biologische Synthese, um das all-cis-Isomer herzustellen. Die bevorzugte Quelle für DHA ist die Martek Biosciences Corporation aus Columbia, Maryland. Martek hat ein patentiertes System zur Herstellung von DHA, wobei Mikroalgen verwendet werden, welche nur ein einziges Isomer von DHA, das all-cia-Isomer, synthetisieren. Marteks Patente umfassen die U. S.-Patente Nr. 5,374,657, 5,492,938, 5,407,957 und 5,397,591.
- DHA liegt ebenfalls in der Milch stillender Frauen vor, und der Lizenznehmer von Martek hat für DHA in Europa eine Zulassung als ein Nahrungsergänzungsmittel für Säuglingsnahrung erhalten.
- Es ist bekannt, daß DHA in Gegenwart von Sauerstoff instabil sein kann. Um DHA und seine Konjugate zu stabilisieren, ist es wichtig, Antioxidantien zu dem Material zuzugeben, nachdem es synthetisiert wurde. Ein Verfahren der Stabilisierung ist, das neu synthetisierte Material in der folgenden Lösung herzurichten: 100 g sauberes DHA-Taxol plus 100 g Träger (100 ml Propylenglykol, 70 mg alpha-Tocopherol, 5 mg Dilaurylthiodipropionsäure, 50 mg Ascorbinsäure), hergestellt und aufbewahrt unter Argon in bernsteinfarbigen, versiegelten Fläschchen und aufbewahrt bei 4ºC. Die folgenden Antioxidantien können ebenfalls eingesetzt werden: Ascorbinsäure, Ascorbylpalmitat, Dilaurylascorbat, Hydrochinon, butyliertes Hydroxyanisol, Natrium-meta-Bisulfit, t-β-Caroten und α-Tocopherol. Ein Schwermetallchelator wie z. B. Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) kann ebenfalls verwendet werden.
- Paclitaxel wurde erstmals aus der Rinde von Taxus brevifolia isoliert (Wani et al., J. Am. Chem. Soc., 93, 2325, 1971). Seine Isolierung und Synthese wurden in der Literatur ausführlich berichtet. Die Anmelder erhielten Paclitaxel aus einer kommerziellen Quelle, Hauser Laboratories, in Boulder, Colorado. Beispiel 1
- Um DHA-Taxol zu synthetisieren, wurde eine Lösung von Taxol (41 umol) in Methylenchlorid (2,5 ml) unter Argon mit 4-Dimethylaminopyridin (41 umol), Dicyclohexylcarbodiimnid (82 umol) und DHA (41 umol) gemischt, und die Reaktionsmischung wurde bei Umgebungstemperatur für zwei Stunden gerührt. Nach einer Verdünnung mit Ether wurde die Reaktionsmischung mit 5%iger Salzsäure, Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands erzeugte 45 mg (94%) des kristallinen Taxol-DHA-Konjugats 1. Beispiel 2
- Die Herstellung des Konjugats 2 beinhaltet mehrere Schritte, einschließlich einer Anzahl von Schutzacylierungs-Entschützungs-Schritten. Eine Lösung von Taxol (59 umol) in Methylenchlorid (2,5 ml) wurde bei Umgebungstemperatur unter Argon mit Imidazol (147 umol) und Triethylsilylchlorid (147 umol) gemischt. Die Reaktionsmischung wurde für 30 Minuten gerührt, mit zusätzlichem Methylenchlorid verdünnt, mit Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Chromatographie des ·Rückstands erzeugte 50 mg (88%) eines Intermediats A plus 5 mg des 2',7- Di(triethylsilyl)etherderivats. Eine Lösung des Intermediats A (52 umol) in Methylenchlorid (3 ml) wurde bei Umgebungstemperatur unter Argon mit 4-Dimethylaminopyridin (52 umol), Dicyclohexylcarbodiimid (104 umol) und DHA (52 umol) gemischt. Die Reaktionsmischung wurde für zehn Stunden gerührt, mit Ether verdünnt, durch Celit laufen gelassen und konzentriert. Eine Chromatographie des Rückstands erzeugte 65,9 mg des Intermediats B. Eine Lösung des Intermediats B (51 umol) in Acetonitril (2 ml) bei 0ºC unter Argon wurde mit 49%iger wäßriger HF (0,2 ml) gemischt, und die Reaktionsmischung wurde für eine Stunde gerührt. Nach einer Verdünnung mit Ether wurde die Reaktionsmischung mit Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands erzeugte 44,6 mg (75%) des Taxol-DHA-Konjugats 2.
- Die Konjugate 1 und 2 wurden an das United States National Cancer Institute (NCI) zum Screenen in dem Antikrebsscreening-Programm des NCI geschickt. Die Konjugate wurden in Ethanol zur Verfügung gestellt (ungefähr 40 mg Analogon/2 ml Ethanol). Die Konjugate wurden unter Argon in Fläschchen versiegelt, um ein Aussetzen der Konjugate an Sauerstoff zu verhindern, da von den Konjugaten angenommen wurde, daß diese empfindlich gegenüber Sauerstoff sind. Es wurden Anweisungen mitgegeben, diese bei 4ºC zu lagern und die Fläschchen nur zu öffnen, wenn die experimentelle Verwendung unmittelbar bevorstand. Es wurden ebenfalls Anleitungen mitgegeben, die Ethanollösungen, welche die Konjugate enthielten, direkt zu verwenden oder die Analoga darüber hinaus mit Hilfe eines Verwirbelns, wenn dieses für eine angemessene Verteilung notwendig war, in DMSO (Dimethylsulfoxid) in geeigneten Konzentrationen zu lösen.
- Die Aktivitäten der Konjugate 1 und 2 wurden gegenüber 57 Krebszellinien getestet. Die Ergebnisse sind in den Fig. 1-9 für das Konjugat 1, den Fig. 10-18 für das Konjugat 2 und den Fig. 19-27 für Taxol dargestellt. Um die Daten zu verstehen, wird auf die Richtlinien verwiesen, die von der NCI zur Verfügung gestellt werden, wovon ein Auszug wie folgt ist:
- Die gemessene Wirkung der Verbindung auf eine Zellinie wird derzeit gemäß der einen oder der anderen der folgenden zwei Gleichungen berechnet:
- Wenn (mittlere ODTest - mittlere ODtNull) ≥ 0, dann PG = 100 · (mittlere ODTest - mittlere ODtNUll)/ (mittlere ODKOntr. - mittlere ODtNull)
- Wenn (mittlere ODTest - mittlere ODtNull) < 0, dann
- PG = 100 · (mittlere ODTest - mittlere ODtNull) / (mittlere ODtNull)
- wobei:
- mittlere ODtNull = der Durchschnitt der Messungen der optischen Dichte einer von
- SRB abgeleiteten Farbe kurz vor dem Aussetzen der Zellen an die Testverbindung
- mittlere ODTest = der Durchschnitt der Messungen der optischen Dichte einer von
- SRB abgeleiteten Farbe nach 48 Stunden Aussetzen der Zellen an die Testverbindung
- mittlere ODKontr. = der Durchschnitt der Messungen der optischen Dichte einer von SRB abgeleiteten Farbe nach 48 Stunden ohne Aussetzen der Zellen an die Testverbindung
- Experimentelle Daten wurden gegenüber jeder Zellinie gesammelt.... Jede Konzentration ist als der log&sub1;&sub0; (molar oder ug/ml) ausgedrückt.... Die Reaktionsparameter GI50, TGI und LC50 sind extrapolierte Werte, welche die Konzentrationen darstellen, bei welchen das PG +50, 0 bzw. -50 beträgt. Manchmal können diese Reaktionsparameter nicht durch Extrapolation erhalten werden. Wenn beispielsweise alle PGs in einer vorgegebenen Reihe +50 überschreiten, dann kann keiner der drei Parameter durch Extrapolation erhalten werden. In einem solchen Fall ist der Wert, der für jeden Reaktionsparameter angegeben wird, die höchste getestete Konzentration.... Diese Praxis wird in ähnlicher Weise auf andere mögliche Situationen übertragen, wo ein Reaktionsparameter nicht durch Extrapolation erhalten werden kann.
- Die Dosis-Wirkungs-Kurvenseite des Datenpakets wird erzeugt, indem für jede Zellinie die PGs gegen die log&sub1;&sub0; der entsprechenden Konzentration aufgetragen werden. Die Kurven der Zellinien sind durch Unterfelder unterteilt. Horizontale Linien werden an den PG-Werten +50, 0 und -50 zur Verfügung gestellt. Die Konzentrationen, welche den Punkten entsprechen, wo die Kurven diese Linien kreuzen, sind GI50, TGI bzw. LC50.
- Mehrere wichtige Unterschiede sind aus den Daten ersichtlich. Am wichtigsten ist, daß die Muster der zytostatischen Aktivität für die Konjugate 1 und 2 sich von dem von Taxol unterscheiden. In einem Sinne sind die Konjugate 1 und 2 effektive Antikrebsmittel gegenüber einem beschränkteren Satz von Krebszellinien. Beispielsweise waren die Konjugate 1 und 2 nicht sehr wirksam gegenüber irgendeiner der getesteten sechs Leukämiekrebszellinien, wogegen Taxol etwas wirksam gegenüber allen vier Leukämiekrebszellinien war, gegenüber welchen Taxol getestet wurde. (Siehe Fig. 1, 10 und 19.)
- Die relative Aktivität gegenüber Mitgliedern innerhalb einer Klasse von Krebsarten wurden ebenfalls verändert. Beispielsweise war bei dem TGI (horizontale Linie bei Null in den graphischen Darstellungen) Taxol wirksamer gegenüber der nicht kleinzelligen Lungenkrebslinie H522 als gegenüber H460 (um ca. 3 logs), wogegen die Konjugate 1 und 2 etwas wirksamer gegenüber H460 als gegenüber H522 waren. Als ein weiteres Beispiel war Taxol am wenigsten wirksam bei dem TGI gegenüber CNSU251, wogegen das Konjugat 1 am wirksamsten gegenüber CNSU251 war und das Konjugat 2 ebenfalls sehr wirksam gegenüber CNSU251 war (verglichen mit anderen ZNS-Zellinien). Als ein weiteres Beispiel war Taxol in der Aktivität gegenüber MDA-N- und MDA-MB-435-Brustkrebszellinien bei allen getesteten Konzentrationen gleichwertig, wogegen die Konjugate 1 und 2 bei allen getesteten Konzentrationen wirksamer gegenüber MDA-N als gegenüber MDA-MB-435 waren.
- Um die Unterschiede bei der Aktivität der Konjugate 1 und 2 gegenüber der von Taxol weiter zu veranschaulichen, unterzog die NCI die Daten einer statistischen Analyse, welche von der NCI entworfen wurde, um Unterschiede bei dem Aktivitätsmuster von Antikrebsmitteln aufzuzeigen. Es wurde bestimmt, daß das Konjugat 1 und das Konjugat 2 in ihrem Aktivitätsmuster gegenüber Taxol bei dieser einmaligen Messung durch die NCI statistisch verschieden waren.
- Es sollte ebenfalls beachtet werden, daß im allgemeinen die Konjugate 1 und 2 für viele getestete Zellinien eintausend- bis zehntausendmal weniger wirksam waren als Taxol. Diese Verringerung der Aktivität ist wichtig, insbesondere, da die Konjugate 1 und 2 eine starke Aktivität gegenüber einigen Zellinien beibehielten. Die Konjugate 1 und 2 werden gegenüber gewissen Zellinien ausreichend aktiv sein, werden aber im Durchschnitt gegenüber anderen Zellinien eine wesentlich und unproportional geringere Aktivität aufweisen, was mögliche Nebenwirkungen verringert. Beispielsweise beträgt der TGI für Taxol gegenüber CNS SF-539 -6,95, und der TGI für das Konjugat 1 gegenüber dieser Zellinie beträgt -5,13 und dieser beträgt für das Konjugat 2-5,53. (Anders ausgedrückt, wurde die Aktivität der Analoga gegenüber der von Taxol um weniger als 2 logs verringert.) Der GI50 für Taxol gegenüber CNS SF-539 beträgt -7,52, wogegen die GI50s für die Konjugate 1 und 2-6,22 bzw. -5,56 betragen (wiederum weniger als 2 logs Differenz). Im Gegensatz dazu weist Taxol für die Zellinie CNSSF 268 einen GI50 von weniger als -10,0 auf, wogegen die Konjugate 1 und 2 GI50 s für CNSSF 268 von 5,36 bzw. 5,28 aufweisen. Dieses stellt eine Verringerung der Aktivität bei den Konjugaten gegenüber der von Taxol um wenigstens ca. 5 logs Aktivität dar! Im Durchschnitt beträgt der GI50 für Taxol über alle getesteten Zellinien hinweg wenigstens -9,19. (Er ist möglicherweise viel höher, da Konzentrationen von weniger als -10 nicht getestet wurden, und wenn Taxol bei -10,0 aktiv war, wurde -10 (anstelle des tatsächlichen niedrigeren Wertes) beim Berechnen des Durchschnitts von -9,19 verwendet. Es gab 27 Fälle, wo dieses auftrat.) Die durchschnittlichen GI50 s für die Konjugate 1 und 2 betrugen andererseits 5,49 bzw. 5,22. Daher beträgt der durchschnittliche Unterschied bei der Aktivität für Taxol gegenüber den Konjugaten wenigstens zwischen 3 und 4 logs. Somit wird angenommen, daß die drastische Verringerung bei der Aktivität der Konjugate gegenüber vielen Zellinien im Gegensatz zu einer geringeren Verringerung für andere Zellinien die potentiellen Nebenwirkungen der Konjugate gegenüber denen von Taxol bei wirksamen Dosen verringert.
- Krebsarten außer ZNS-, Brust- und Dickdarmkrebs können behandelt werden. Beispielsweise bestand eine Aktivität gegenüber nicht kleinzelligen Lungenkrebszellen, Melanomzellen und Eierstockkrebszellen. Jedoch war die Aktivität relativ verringert und war extrem spezifisch, was die Nützlichkeit der Konjugate zur allgemeinen Behandlung solcher Krebsarten beschränkt. Auf jeden Fall könnten Krebspatienten dahingehend beurteilt werden, daß bestimmt wird, ob ein Konjugat gegen den Krebs des Patienten hochaktiv ist, bevor das Konjugat als das Antikrebsmittel der Wahl für den Patienten ausgewählt wird.
- Die vorstehenden Experimente weisen nach, daß DHA-Konjugate eine veränderte Spezifität gegenüber der von Taxol für Krebszellinien aufweisen. Aufgrund dieser veränderten Spezifität ist es ebenfalls klar, daß die Konjugate selbst Einlaß in die Zielzellen finden (im Gegensatz zu einem einfachen Freisetzen von Taxol in der Umgebung außerhalb der Zelle). Somit scheint der DHA-Anteil gewisse Zelltypen im Gegensatz zu anderen selektiv anzusteuern. Die Fähigkeit der Konjugate, Eingang in die Zielzellen zu erhalten, war vor der Erfindung unbekannt, und die Fähigkeit des DHA-Anteils, selektiv gewisse Zelltypen anzusteuern, war unerwartet.
- Dasselbe trifft für kovalente DHA-Taxotere-Konjugate zu, von denen nachstehend Beispiele angegeben werden. Die Synthese von Taxotere wurde in der Literatur ausführlich berichtet. Ein Beispiel ist Kanazawa, A. et al., J. Organic Chem. 1994, Bd. 59, S. 1238-1240. Beispiel 4
- Eine Lösung von Taxotere in Methylenchlorid unter Argon wird mit 4-Dimethylaminopyridin, Dicyclohexylcarbodiimid und DNA gemischt. Die Reaktionsmischung wird bei Umgebungstemperatur gerührt. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Taxotere-DHA-Konjugat 3 herzustellen. Beispiel 5 Konjugat 4
- Eine Lösung von Taxotere in Dimethylformamid wird bei Umgebungstemperatur unter Argon mit Imidazol und Triethylsilylchlorid gemischt. Die Reaktionsmischung wird bei Umgebungstemperatur gerührt, mit Methylenchlorid verdünnt, mit Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Intermediat C zu erzeugen. Eine Lösung des Intermediats C in Methylenchlorid wird bei Umgebungstemperatur unter Argon mit 4-Dimethylaminopyridin, Dicyclohexylcarbodümid und DHA gemischt. Die Reaktionsmischung wird bei Umgebungstemperatur gerührt, mit Ether verdünnt, durch Celit laufen gelassen und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Intermediat D zu erzeugen. Eine Lösung des Intermediats D in Acetonitril bei 0ºC unter Argon wird mit 49%iger wäßriger HF gemischt, und die Reaktionsmischung wird bei derselben Temperatur gerührt. Nach Verdünnung mit Ether wird die Reaktionsmischung mit Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Taxotere-DHA-Konjugat 4 zu erzeugen. Beispiel 6 Konjugat 4
- Eine Lösung von Taxotere in Dimethylformamid wird bei Umgebungstemperatur unter Argon mit Imidazol und tert- Butyldimethylsilylchlorid gemischt. Die Reaktionsmischung wird bei Umgebungstemperatur gerührt, mit Methylenchlorid verdünnt, mit Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Intermediat E zu erzeugen. Eine Lösung des Intermediats E in Methylenchlorid wird bei Umgebungstemperatur unter Argon mit 4-Dimethylaminopyridin, Dicyclohexylcarbodiimid und 1 Äquivalent DHA gemischt. Die Reaktionsmischung wird bei Umgebungstemperatur gerührt, mit Ether verdünnt, durch Celit laufen gelassen und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Intermediat F zu erzeugen. (Das Intermediat H wird ebenfalls erhalten und in Beispiel 8 unten verwendet.) Eine Lösung des Intermediats F in Acetonitril bei 0ºC unter Argon wird mit wäßriger HF gemischt, und die Reaktionsmischung wird bei derselben Temperatur gerührt. Nach Verdünnen mit Ether wird die Reaktionsmischung mit Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Taxotere-DHA-Konjugat 4 zu erzeugen. Beispiel 7 Konjugat 5
- Eine Lösung von Taxotere in Dimethylformamid wird bei Umgebungstemperatur unter Argon mit Imidazol und tert- Butyldimethylsilylchlorid gemischt. Die Reaktionsmischung wird bei Umgebungstemperatur gerührt, mit Methylenchlorid verdünnt, mit Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Intermediat E zu erzeugen. Eine Lösung des Intermediats E in Methylenchlorid wird bei Umgebungstemperatur unter Argon mit 4-Dimethylaminopyridin, Dicyclohexylcarbodiimid und DHA gemischt. Die Reaktionsmischung wird bei Umgebungstemperatur gerührt, mit Ether verdünnt, durch Celit laufen gelassen und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Intermediat G zu erzeugen. Eine Lösung des Intermediats G in Acetonitril bei 0ºC unter Argon wird mit wäßriger HF gemischt, und die Reaktionsmischung wird bei derselben Temperatur gerührt. Nach Verdünnen mit Ether wird die Reaktionsmischung mit Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Taxotere-DHA-Konjugat 5 zu erzeugen. Beispiel 8 Konjugat 6
- Eine Lösung von Taxotere in Dimethylformamid wird bei Umgebungstemperatur unter Argon mit Imidazol und tert- Butyldimethylsilylchlorid gemischt. Die Reaktionsmischung wird bei Umgebungstemperatur gerührt, mit Methylenchlorid verdünnt, mit Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Intermediat E zu erzeugen. Eine Lösung des Intermediats E in Methylenchlorid wird bei Umgebungstemperatur unter Argon mit 4-Dimethylaminopyridin, Dicyclohexylcarbodiimid und 1 Äquivalent DHA gemischt. Die Reaktionsmischung wird bei Umgebungstemperatur gerührt, mit Ether verdünnt, durch Celit laufen gelassen und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Intermediat H und das Intermediat F zu erzeugen, welches oben in Beispiel 6 verwendet wurde. Eine Lösung des Intermediats H in Acetonitril bei 0ºC unter Argon wird mit wäßriger HF gemischt, und die Reaktionsmischung wird bei derselben Temperatur gerührt. Nach Verdünnen mit Ether wird die Reaktionsmischung mit Wasser, gesättigtem wäßrigem Natriumchlorid gewaschen, getrocknet und konzentriert. Eine Ringchromatographie des Rückstands wird durchgeführt, um das Taxotere-DHA-Konjugat 6 zu erzeugen.
- Die Verbindungen, welche in der Erfindung nützlich sind, können in Form von Antikrebscocktails abgegeben werden. Ein Antikrebscocktail ist eine Mischung aus irgendeiner der Verbindungen, die bei dieser Erfindung nützlich sind, mit einem anderen Antikrebsmittel wie z. B. einem Antikrebs-Arzneimittel, einem Zytokin und/oder einem ergänzenden potenzierenden Mittel(n). Die Verwendung von Cocktails bei der Behandlung von Krebs ist Routine. Bei dieser Ausführungsform würde ein gemeinsames Verabreichungsvehikel (z. B. Pille, Tablette, Implantat, injizierbare Lösung usw.) sowohl das Konjugat, das in dieser Erfindung nützlich ist, und das Antikrebs-Arzneimittel und/oder das ergänzende potenzierende Mittel enthalten.
- Antikrebsmittel umfassen Antikrebs-Arzneimittel. Antikrebs-Arzneimittel sind wohl bekannt und umfassen: Acivicin; Aclarubicin; Acodazolhydrochlorid; Acronin; Adozelesin; Aldesleukin; Altretamin; Ambomycin; Ametantronacetat; Aminoglutethimid; Amsacrin; Anastrozol; Anthramycin; Asparaginase; Asperlin; Azacitidin; Azetepa; Azotomycin; Batimastat; Benzodepa; Bicalutamid; Bisantrenhydrochlorid; Bisnafiddimesylat; Bizelesin; Bleomycinsulfat; Brequinar-Natrium; Bropirimin; Busulfan; Cactinomycin; Calusteron; Caracemid; Carbetimer; Carboplatin; Carmustin; Carubicinhydrochlorid; Carzelesin; Cedefingol; Chlorambucil; Cirolemycin; Cisplatin; Cladribin; Crisnatolmesylat; Cyclophosphamid; Cytarabin; Dacarbazin; Dactinomycin; Daunorubicinhydrochlorid; Decitabin; Dexormaplatin; Dezaguanin; Dezaguaninmesylat; Diaziquon; Docetaxel; Doxorubicin; Doxorubicinhydrochlorid; Droloxifen; Droloxifencitrat; Dromostanolonpropionat; Duazomycin; Edatrexat; Eflornithinhydrochlorid; Elsamitrucin; Enloplatin; Enpromat; Epipropidin; Epirubicinhydrochlorid; Erbulozol; Esorubicinhydrochlorid; Estramustin; Estramustinphosphat-Natrium; Etanidazol; Etoposicl; Etoposidphosphat; Etoprin; Fadrozolhydrochlorid; Fazarabin; Fenretinid; Floxuridin; Fludarabinphosphat; Fluoruracil; Flurocitabin; Fosquidon; Fostriecin-Natrium; Gemcitabin; Gemcitabinhydrochlorid; Hydroxyharnstoff; Idarubicinhydrochlorid; Ifosfamid; Ilmofosin; Interferon Alfa-2a; Interferon Alfa-2b; Interferon Alfa-nl; Interferon Alfan3; Interferon Beta-I a; Interferon Gamma-I b; Iproplatin; Irinotecanhydrochlorid; Lanreotidacetat; hetrozol; Leuprolidacetat; Liarozolhydrochlorid; Lometrexol-Natrium; Lomustin; Losoxantronhydrochlorid; Masoprocol; Maytansin; Mechlorethaminhydrochlorid; Megestrolacetat; Melengestrolacetat; Melphalan; Menogaril; Mercaptopurin; Methotrexat; Methotrexat-Natrium; Metoprin; Meturedepa; Mitindomid; Mitocarcin; Mitocromin; Mitogillin; Mitomalcin; Mitomycin; Mitosper; Mitotan; Mitoxantronhydrochlorid; Mycophenolsäure; Nocodazol; Nogalamycin; Orma-. platin; Oxisuran; Paclitaxel; Pegaspargase; Peliomycin; Pentamustin; Peplomycinsulfat; Perfosfamid; Pipobroman; Piposulfan; Piroxantronhydrochlorid; Plicamycin; Plomestan; Porfimer-Natrium; Porfiromycin; Prednimustin; Procarbazinhydrochlorid; Puromycin; Puromycinhydrochlorid; Pyrazofurin; Riboprin; Rogletimid; Safingol; Safingolhydrochlorid; Semustin; Simtrazen; Sparfosat-Natrium; Sparsomycin; Spirogermaniumhydrochlorid; Spiromustin; Spiroplatin; Streptonigrin; Streptozocin; Sulofenur; Talisomycin; Tecogalan-Natrium; Tegafur; Teloxantronhydrochlorid; Temoporfin; Teniposid; Teroxiron; Testolacton; Thiamiprin; Thioguanin; Thiotepa; Tiazofurin; Tirapazamin; Topotecanhydrochlorid; Toremifencitrat; Trestolonacetat; Triciribinphosphat; Trimetrexat; Trimetrexatglucuronat; Triptorelin; Tubulozolhydrochlorid; Uracil Mustard; Uredepa; Vapreotid; Verteporfin; Vinblastinsulfat; Vincristinsulfat; Vindesin; Vindesinsulfat; Vinepidinsulfat; Vinglycinatsulfat; Vinleurosinsulfat; Vinorelbintartrat; Vinrosidinsulfat; Vinzolidinsulfat; Vorozol; Zeniplatin; Zinostatin; Zorubicinhydrochlorid.
- Andere Antikrebs-Arzneimittel umfassen: 20-Epi-1,25- dihydroxyvitamin D3; 5-Ethinyluracil; Abirateron; Aclarubicin; Acylfulven; Adecypenol; Adozelesin; Aldesleukin; ALL-TK-Antagonisten; Altretamin; Ambamustin; Amidox; Amifostin; Aminolävulinsäure; Amrubicin; Amsacrin; Anagrelid; Anastrozol; Andrographolid; Angiogeneseinhibitoren; Antagonist D; Antagonist G; Antarelix; anti-dorsalisierendes morphogenetisches Protein-1; Antiandrogen, Prostatakarzinom; Antiestrogen; Antineoplaston; antisense-Oligonukleotide; Aphidicolinglycinat; Apoptosegenmodulatoren; Apoptoseregulatoren; Apurinsäure; ara-CDP-DL-PTBA; Arginindeaminase; Asulacrin; Atamestan; Atrimustin; Axinastatin 1; Axinastatin 2; Axinastatin 3; A.zasetron; Azatoxin; Azatyrosin; Baccatin III-Derivate; Balanol; Batimastat; BCR/ABL-Antagonisten; Benzochlorine; Benzoylstaurosporin; beta-Lactamderivate; beta-Alethin; Betaclamycin B; Betulinsäure; bFGF-Inhibitor; Bicalutamid; Bisantren; Bisaziridinylspermin; Bisnafid; Bistraten A; Bizelesin; Breflat; Bropirimin; Budotitan; Buthioninsulfoximin; Calcipotriol; Calphostin C; Camptothecinderivate; Canarypox IL-2; Capecitabin; Carboxamidaminotriazol; Carboxyamidotriazol; CaRest M3; CARN 700; aus Knorpel stammenden Inhibitor; Carzelesin; Caseinkinaseinhibitoren (ICC)S); Castanospermin; Cecropin B; Cetrorelix; Chlorine; Chlorchinoxalinsulfonamid; Cicaprost; cis-Porphyrin; Cladribin; Clomifenanaloga; Clotrimazol; Collismycin A; Collismycin B; Combretastatin A4; Combretastatinanalogon; Conagenin; Crambescidin 816; Crisnatol; Cryptophycin 8; Cryptophycin A-Derivate; Curacin A; Cyclopentanthrachinone; Cycloplatam; Cypemycin; Cytarabinocfosfat; cytolytischer Faktor; Cytostatin; Dacliximab; Decitabin; Dehydrodidemnin B; Deslorelin; Dexifosfamid; Dexrazoxan; Dexverapamil; Diaziquon; Didemnin B; Didox; Diethylnorspermin. Dihydro-5-azacytidin; Dihydrotaxol, 9-; Dioxamycin; Diphenylspiromustin; Docosanol; Dolasetron; Doxifluridin; Droloxifen; Dronabinol; Duocarmycin SA; Ebselen; Ecomustin; Edelfosin; Edrecolomab; Eflornithin; Elemen; Emitefur; Epirubicin; Epristerid; Estramustinanalogon; Estrogenagonisten; Estrogenantagonisten; Etanidazol; Etoposidphosphat; Exemestan; Fadrozol; Fazarabin; Fenretinid; Filgrastim; Finasterid; Flavopiridol; Flezelastin; Fluasteron; Fludarabin; Fluordaunorunicinhydrochlorid; Forfenimex; Formestan; Fostriecin; Fotemustin; Gadoliniumtexaphyrin; Galliumnitrat; Galocitabin; Ganirelix; Gelatinaseinhibitoren; Gemcitabin; Glutathioninhibitoren; Hepsulfam; Heregulin; Hexamethylenbisacetamid; Hypericin; Ibandronsäure; Idarubicin; Idoxifen; Idramanton; Ilmofosin; Ilomastat; Imidazoacridone; Imiquimod; immunstimulierende Peptide; insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1-Rezeptorinhibitor; Interferonagonisten; Interferone; Interleukine; Iobenguan; Iododoxorubicin; Ipomeanol, 4-; Irinotecan; Iroplact; Irsogladin; Isobengazol; Isohomohalicondrin B; Itasetron; Jasplakinolid; Kahalalid F; Lamellarin-N- triacetat; Lanreotid; Leinamycin; Lenograstim; Lentinansulfat; Leptolstatin; Letrozol; Leukämie-inhibierender Faktor; Leukozyten-alpha-Interferon; Leuprolid + Estrogen + Progesteron; Leuprorelin; Levamisol; Liarozol; lineares Polyamin-Analogon; lipophiles Disaccharid-Peptid; lipophile Platinverbindungen; Lissoclinamid 7; Lobaplatin; Lombricin; Lometrexol; Lonidamin; Losoxantron; Lovastatin; Loxoribin; Lurtotecan; Lutetiumtexaphyrin; Lysofyllin; lytische Peptide; Maitansin; Mannostatin A; Marimastat; Masoprocol; Maspin; Matrilysininhibitoren; Matrix- Metalloproteinaseinhibitoren; Menogaril; Merbaron; Meterelin; Methioninase; Metoclopramid; MIF-Inhibitor; Mifepriston; Miltefosin; Mirimostim; nicht zusammenpassende Doppelstrang-RNA; Mitoguazon; Mitolactol; Mitomycinanaloga; Mitonafid; Mitotoxin-Fibroblastenwachstumsfaktor- Saporin; Mitoxantron; Mofaroten; Molgramostim; monoklonaler Antikörper, Humanchoriongonadotrophin; Monophosphoryllipid A + Myobacterium-Zellwand sk; Mopidamol; Mehrfacharzneimittelresistenzgen-Inhibitor; Mehrfachtumorsuppressor 1-basierende Therapie; Mustard-Antikrebsmittel; Mycaperoxid B; mycobacterieller Zellwandextrakt; Myriaporon; N-Acetyldinalin; N-substituierte Benzamide; Nafarelin; Nagrestip; Naloxon + Pentazocin; Napavin; Naphterpin; Nartograstim; Nedaplatin; Nemorubicin; Neridronsäure; neutrale Endopeptidase; Nilutamid; Nisamycin; Stickoxid-Modulatoren; Stickoxid-Antioxidans; Nitrullyn; 06-Benzylguanin; Octreotid; Okicenon; Oligonukleotide; Onapriston; Ondansetron; Ondansetron; Oracin; oraler Cytokininduktor; Ormaplatin; Osateron; Oxaliplatin; Oxaunomycin; Paclitaxelanaloga; Paclitaxelderivate; Palauamin. Palmitoylrhizoxin; Pamidronsäure; Panaxytriol; Panomifen; Parabactin; Pazelliptin; Pegaspargase; Peldesin; Pentosanpolysulfat-Natrium; Pentostatin; Pentrozol; Perflubron; Perfosfamid; Perillylalkohol; Phenazinomycin; Phenylacetat; Phosphataseinhibitoren; Picibanil; Pilocarpinhydrochlorid; Pirarubicin; Piritrexim; Placetin A; Placetin B; Plasminogenaktivator-Inhibitor; Piatinkomplex; Platinverbindungen; Platintriamin-Komplex; ; Porfimer-Natrium; Forfiromycin; Propylbisacridon; Prastaglandin J2; Proteasomeninhibitoren; auf Protein A basierender Immunmodulator; Proteinkinase C-Inhibitor; Proteinkinase C-Inhibitoren aus Mikroalgen; Proteintyrosinphosphatase- Inhibitoren; Purinnukleosidphosphorylase-Inhibitoren; Purpurine; Pyrazoloacridin; pyridoxyliertes Hämoglobin- Polyoxyethylenkonjugat; raf-Antagonisten; Raltitrexed; Ramosetron; ras-Farnesyl-Proteintransferase-Inhibitoren; ras-Inhibitoren; ras-GAP-Inhibitor; Retelliptin, demethyliert; Rhenium Re 186-Etidronat; Rhizoxin; Ribozyrne; RII- Retinamid; Rogletimid; Rohitukin; Romurtid; Roquinimex; Rubiginon B1; Ruboxyl; Safingol; Saintopin; SarCNU; Sarcophytol A; Sargramostim; Sdi 1-Mimetika; Semustin; aus dem Alterungsprozeß stammenden Inhibitor 1; sense- Oligonukleotide; Signaltransduktionsinhibitoren; Signaltransduktionsmodulatoren; Einzelketten-Antigenbindungsprotein; Sizofiran; Sobuzoxan; Natriumborcaptat; Natriumphenylacetat; Solverol; Somatomedin-bindendes Protein; Sonermin; Sparfosinsäure; Spicamycin D; Spiromustin; Splenopentin; Spongistatin 1; Squalamin; Stammzeileninhibitor; Stammzellenteilungsinhibitoren; Stipiamid; Etromelysininhibitoren; Sulfinosin; hyperaktiver vasoaktiver Intestinalpeptidantagonist; Suradista; Suramin; Swainsonin; synthetische Glycosaminoglycane; Tallimustin; Tamoxifenmethiodid; Tauromustin; Tazaroten; Teacogalan- Natrium; Tegafur; Tellurapyrylium; Telomeraseinhibitoren; Temoporfin; Temozolomid; Teniposid; Tetrachlordecaoxid; Tetrazomin; Thaliblastin; Thalidomid; Thiocoralin; Thrombopoietin; Thrombopoietin-Mimetikum; Thymalfasin; Thymopoietinrezeptoragonist; Thymotrinan; thyroidstiumulierendes Hormon; Zinnethyletiopurpurin; Tirapazamin; Titanocendichlorid; Topotecan; Topsentin; Toremifen; totipotenter Stammzellenfaktor; Translationsinhibitoren; Tretinoin; Triacetyluridin; Triciribin; Trimetrexat; Triptorelin; Tropisetron; Turosterid; Tyrosinkinaseinhibitoren; Tyrphostine; UBC-Inhibitoren; Ubenimex; urogenitalen aus dem Sinus stammenden wachstumshemmenden Faktor; Urokinaserezeptorantagonisten; Vapreotid; Variolin B; Vektorsystem, Erythrozytengentherapie; Velaresol; Veramin; Verdine; Verteporfin; Vinorelbin; Vinxaltin; Vitaxin; Vorozol; Zanoteron; Zeniplatin; Zilascorb; Zinostatinstimalamer.
- Ergänzende potenzierende Mittel sind in ähnlicher Weise gut charakterisiert und umfassen: tricyclische Antidepressiva (z. B. Imipramin, Desipramin, Amitryptylin, Clomipramin, Trimipramin, Doxepin, Nortriptylin, Protriptylin, Amoxapin und Maprotilin); nicht tricyclische Antidepressiva (z. B. Sertralin, Trazodon und Citalopram); Ca++-Antagonisten (z. B. Verapamil, Nifedipin, Nitrendipin und Caroverin); Calmodulininhibitoren (z. B. Prenylamin, Trifluorperazin und Clomipramin); Amphotericin B; Triparanolanaloga (z. B. Tamoxifen); Antiarrhythmika (z. B. Chinidin); blutdrucksenkende Arzneimittel (z. B. Reserpin); Thiol-senkende Mittel (z. B. Buthionin und Sulfoximin) und Mehrfacharzneimittelresistenz-verringerndeMittel wie z. B. Cremaphor EL.
- Die Verbindungen der Erfindung können ebenfalls mit Zytokinen wie z. B. dem granulozytenkoloniestimulierenden Faktor verabreicht werden.
- Die Verbindungen der Erfindung werden, wenn sie in Cocktails verwendet werden, in therapeutisch wirksamen Mengen verabreicht. Eine therapeutisch wirksame Menge wird durch die unten diskutierten Parameter bestimmt; aber in jedem Fall ist es die Menge, welche ein Niveau des Arzneimittels (der Arzneimittel) in dem Bereich des Tumors aufbaut, welches zur Hemmung des Tumorwachstums wirksam ist.
- Wenn sie verabreicht werden, werden die Formulierungen der Erfindung in pharmazeutisch verträglichen Mengen und in pharmazeutisch verträglichen Zusammensetzungen angewendet. Solche Präparate können routinemäßig Salze, Puffermaterialien, Konservierungsmittel, kompatible Träger und wahlweise andere therapeutische Bestandteile enthalten. Wenn sie in der Medizin verwendet werden, sollten die Salze pharmazeutisch verträglich sein, wogegen nicht pharmazeutisch verträgliche Salze geeignet verwendet werden können, um pharmazeutisch verträgliche Salze daraus herzustellen, und diese damit nicht vom Umfang der Erfindung ausgeschlossen sind. Solche pharmakologisch und pharmazeutisch verträglichen Salze umfassen, sind aber nicht beschränkt auf jene, die aus den folgenden Säuren: Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Maleinsäure, Essigsäure, Salicylsäure, p-Toluolsulfonsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Methansulfonsäure, Ameisensäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Naphthalin-2-Sulfonsäure und Benzolsulfonsäure hergestellt werden. Ebenso können pharmazeutisch verträgliche Salze als Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalze wie z. B. Natrium-, Kalium- oder Calciumsalze hergestellt werden.
- Geeignete Puffermittel umfassen: Essigsäure und ein Salz (1-2% W/V); Zitronensäure und ein Salz (1-3% W/V); Borsäure und ein Salz (0, 5 - 2,5% W/V); und Phosphorsäure und ein Salz (0,8-2% W/V).
- Geeignete Konservierungsstoffe umfassen Benzalkoniumchlorid (0,003 - 0,03% W/V); Chlorbutanol (0,3 - 0,9% W/V); Parabene (0,01 - 0,25% W/V) und Thimerosal (0,004 - 0,02% W/V).
- Die aktiven Verbindungen der vorliegenden Erfindung können eine pharmazeutische Zusammensetzung sein, die eine therapeutisch wirksame Menge eines Konjugats der Erfindung, wahlweise eingeschlossen in einen pharmazeutisch verträglichen Träger, aufweist. Der Begriff "pharmazeutisch verträglicher Träger", wie er hierin verwendet wird, bedeutet einen oder mehrere kompatible feste oder flüssige Füllstoffe, Verdünnungsmittel oder Verkapselungssubstanzen, welche zur Verabreichung an einen Menschen oder ein Tier geeignet sind. Der Begriff "Träger" bezeichnet einen organischen oder anorganischen Bestandteil, natürlich oder synthetisch, mit welchem der aktive Bestandteil kombiniert wird, um die Anwendung zu erleichtern. Die Bestandteile der pharmazeutischen Zusammensetzungen sind in der Lage, mit den Molekülen der vorliegenden Erfindung und miteinander auf eine solche Weise vermischt zu werden, daß es keine Wechselwirkung gibt, welche die gewünschte pharmazeutische Wirksamkeit wesentlich verschlechtern würde.
- Zusammensetzungen, die für eine parenterale Verabreichung geeignet sind, umfassen bequemerweise eine sterile Präparation der Konjugate der Erfindung. Dieses Präparat kann gemäß bekannten Verfahren formuliert werden. Formulierungen für Taxane können in Kapitel 9 von Taxol: Science and Applications, CRC Press, Inc., 2000 Corporate Boulevard, N. W., Boca Raton, FL 33431 gefunden werden. Im allgemeinen wurde Taxol als eine 6 mg/ml Cremophor EL (polyoxyethyliertes Castoröl)/Ethanol-Mischung formuliert, welche mit normaler Salzlösung oder 5% Dextrose auf ein Endvolumen verdünnt wird. Eine 15 mg/ml-Lösung von Taxotere wurde in einer Polysorbat 80 (Polyoxyethylensorbitanmonooleat)/Ethanol-Mischung formuliert, die mit 5% Dextrose verdünnt war.
- Die sterile Präparation kann somit eine sterile Lösung oder Suspension in einem nichttoxischen parental verträglichen Verdünnungsmittel oder Lösungsmittel sein. Zusätzlich werden sterile, fixierte Öle herkömmlicherweise als ein Lösungsmittel oder Suspensionsmedium eingesetzt. Zu diesem Zweck kann jedes milde fixierte Öl einschließlich synthetischer Mono- oder Diglyceride eingesetzt werden. Zusätzlich finden Fettsäuren wie z. B. Oleinsäure eine Anwendung bei der Herstellung von Injektionslösungen. Trägerformulierungen, die für orale, subkutane, intravenöse, intramuskuläre usw. Zwecke geeignet sind, kann man in Remington's Pharmaceutical Sciences, Mack Publishing Company, Easton, PA finden.
- Die Erfindung wird in Verbindung mit einer Behandlung von Patienten verwendet, die Krebs haben, wo vermutet wird, daß sie Krebs haben, die Krebs entwickeln oder wo vermutet wird, daß sie Krebs entwickeln. Ein Patient wie hierin verwendet bedeutet Menschen, Primaten, Pferde, Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde, Katzen und Nagetiere.
- Die Konjugate der Erfindung werden in wirksamen Mengen verabreicht. Eine wirksame Menge bedeutet die Menge, die notwendig ist, um das Einsetzen des bestimmten Zustands, der behandelt wird, zu verzögern, dessen Fortschreiten zu hemmen oder insgesamt dessen Einsetzen oder Fortschreiten anzuhalten. Im allgemeinen wird eine wirksame Menge eine solche Menge sein, die notwendig ist, um eine Krebszellvermehrung in Säugern in-situ zu hemmen. Wenn sie einem Patienten verabreicht werden, werden die wirksamen Mengen natürlich von dem bestimmten Zustand abhängen, der behandelt wird; der Schwere des Zustands; den individuellen Parametern des Patienten einschließlich des Alters, des physischen Zustands, der Größe und des Gewichts; der parallelen Behandlung; der Häufigkeit der Behandlung; und der Art der Verabreichung. Diese Faktoren sind den Durchschnittsfachleuten wohlbekannt und können mit lediglich Routineuntersuchungen eingestellt werden. Es ist im allgemeinen bevorzugt, daß eine maximale Dosis verwendet wird, d. h. die entsprechend einer fundierten medizinischen Beurteilung höchste sichere Dosis.
- Die Dosierung kann geeignet eingestellt werden, um die gewünschten Arzneimittelspiegel, lokal oder systemisch, zu erreichen. Im allgemeinen werden die täglichen oralen Dosen der aktiven Verbindungen von ca. 0,01 mg/kg pro Tag bis 1000 mg/kg pro Tag liegen. Es wird erwartet, daß IV-Dosen in dem Bereich von ca. 1 bis 1000 mg/m² pro Tag wirksam sind. In dem Fall, daß die Reaktion bei einem Patienten bei solchen Dosen nicht ausreicht, können sogar noch höhere Dosen (oder effektiv höhere Dosen durch einen anderen, stärker lokalisierten Abgabeweg) in dem Ausmaß eingesetzt werden, wie es die Toleranz des Patienten erlaubt. Von einer kontinuierlichen IV-Dosierung über z. B. 24 Stunden oder von mehreren Dosen pro Tag wird angenommen, daß diese geeignete systemische Spiegel der Verbindungen erreichen.
- Eine Vielzahl von Verabreichungswegen ist verfügbar. Die bestimmte Art, die ausgewählt wird, wird natürlich von dem bestimmten ausgewählten Arzneimittel, der Schwere des Erkrankungszustands, der behandelt wird, und der benötigten Dosis für eine therapeutische Wirksamkeit abhängen. Die Verfahren dieser Erfindung können, allgemein gesprochen, praktiziert werden, indem irgendeine Art der Verabreichung verwendet wird, die medizinisch verträglich ist, was bedeutet, irgendeine Art, die wirksame Spiegel der aktiven Verbindungen erzeugt, ohne klinisch unannehmbare nachteilige Wirkungen zu verursachen. Solche Verabreichungsarten umfassen orale, rektale, sublinguale, topische, nasale, transdermale oder parenterale Wege. Der Begriff "parenteral" umfaßt subkutan, intravenös, intramuskulär oder Infusion. Intravenöse Wege sind bevorzugt.
- Die Zusammensetzungen können bequemerweise in einer Einheitsdosierungsform präsentiert werden und können durch irgendeines der Verfahren, die auf dem Gebiet der Pharmazie wohlbekannt sind, hergestellt werden. Alle Verfahren umfassen den Schritt des In-Verbindung-Bringens der Konjugate der Erfindung mit einem Träger, welcher ein oder mehrere zusätzliche Bestandteile aufnimmt. Im allgemeinen werden die Zusammensetzungen hergestellt, indem die Verbindungen gleichmäßig und eng mit einem flüssigen Träger, einem feinverteilten festen Träger oder beidem in Verbindung gebracht werden und dann, wenn nötig, das Produkt in eine Form gebracht wird.
- Zusammensetzungen, die zur oralen Verabreichung geeignet sind, können als getrennte Einheiten wie z. B. Kapseln, Cachets, Tabletten oder Pastillen präsentiert werden, die jeweils eine vorbestimmte Menge der aktiven Verbindung enthalten. Andere Zusammensetzungen umfassen Suspensionen in wäßrigen Arzneilösungen oder nichtwäßrigen Flüssigkeiten wie z. B. einen Sirup, ein Elixier oder eine Emulsion.
- Andere Abgabesysteme können über die Zeit freisetzende, verzögert freisetzende oder verlangsamt freisetzende Abgabesysteme einschließen. Solche Systeme können eine wiederholte Verabreichung der aktiven Verbindungen der Erfindung vermeiden und die Bequemlichkeit für den Patienten und den Arzt erhöhen. Viele Typen von Freisetzungsabgabesystemen sind verfügbar und den Durchschnittsfachleuten bekannt. Sie umfassen auf Polymeren basierende Systeme wie z. B. Polymilch- und Polyglykolsäure, Polyanhydride und Polycaprolacton; nichtpolymere Systeme, die Lipide sind, einschließlich Sterolen wie z. B. Cholesterol, Cholesterolestern und Fettsäuren oder neutralen Fetten wie z. B. Mono-, Di- und Triglyceriden; Hydrogel-Freisetzungssysteme; Silicongummi-Systeme; auf Peptiden basierende Systeme; Wachsbeschichtungen, unter Verwendung von herkömmlichen Bindemitteln und Arzneimittelträgern komprimierte Tabletten, teilweise fusionierte Implantate und dergleichen. Zusätzlich kann ein auf einer Pumpe basierendes Hardware-Abgabesystem verwendet werden, von denen einige zur Implantation geeignet sind.
- Ein Implantat mit einer verzögerten Langzeit-Freisetzung kann ebenfalls verwendet werden. "Langzeit"-Freisetzung wie hierin verwendet bedeutet, daß das Implantat so konstruiert und ausgelegt ist, daß es therapeutische Spiegel des aktiven Bestandteils für wenigstens 30 Tage und vorzugsweise 60 Tage abgibt. Implantate mit verzögerter Langzeit-Freisetzung sind den Durchschnittsfachleuten wohlbekannt und umfassen einige der Freisetzungssysteme, die oben beschrieben wurden. Solche Implantate können besonders nützlich sein beim Behandeln fester Tumore, indem das Implantat neben oder direkt in dem Tumor angeordnet wird, wodurch lokalisierte, hohe Dosen der Verbindungen der Erfindung bewirkt werden.
- Die Analoga der Erfindung sind im allgemeinen ebenfalls nützlich, um proliferative Störungen von Säugetierzellen außer Krebs, einschließlich Psoriasis, aktinischer Keratose usw. zu behandeln.
- Die Fachleute werden mit nicht mehr als routinemäßigen Versuchen in der Lage sein, zahlreiche Äquivalente zu den speziellen Produkten und Verfahren, die oben beschrieben wurden, zu erkennen. Solche Äquivalente sollen von dem Umfang der angefügten Ansprüche umfaßt sein.
- Wir beanspruchen das folgende:
Claims (18)
1. Stoffzusammensetzung, umfassend ein kovalentes
Konjugat aus cis-Docosanhexaensäure und Taxotere.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die
cis-Docosanhexaensäure direkt mit Taxotere konjugiert
ist.
3. Stoffzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die
Zusammensetzung ist:
4. Stoffzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die
Zusammensetzung ist:
5. Stoffzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die
Zusammensetzung ist:
6. Stoffzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die
Zusammensetzung ist:
7. Pharmazeutische Zusammensetzung, umfassend
ein Konjugat aus cis-Docosanhexaensäure und
Taxotere, und
einen sterilen, pharmazeutisch akzeptablen Träger.
8. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 7,
wobei die cis-Docosanhexaensäure direkt mit Taxotere
konjugiert ist.
9. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 7,
wobei das Konjugat ist:
10. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 7,
wobei das Konjugat ist:
11. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 7,
wobei das Konjugat ist:
12. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 7,
wobei das Konjugat ist:
13. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 7, die
ferner ein von dem Konjugat verschiedenes
Antikrebsmittel umfaßt.
14. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 13,
wobei das Antikrebsmittel aus der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus:
Aminoglutethimid; Asparaginase; Bleomycin;
L-Buthiaminsulfoxid; Busulfan; Camptothecin;
Carboplatin; Carmustin (BCNU); Chlorambucil; Gisplatin
(cis-DDP); Cyclophosphamid; Cytarabin HCl;
Dacarbazin; Dactinomycin; Daunorubicin HCl; Doxorubicin
HCl; Edatrexat; Estramustinphosphat-Natrium;
Etoposid (V16-213); Floxuridin; Fluoruracil (5-FU);
Flutamid; Galliumnitrit; Hydroxyharnstoff
(Hydroxycarbamid); Idarubicin; Ifosfamid,;
Interferon Alfa-2a, Alfa 2b; Leuprolidacetat (LHRH-
Releasing-Faktor-Analoges); Lomustin (CCNU);
Mechlorethamin HCl (Stickstofflost); Megestrol;
Melphalan; Mercaptopurin; Methotrexat (MTX);
Mitomycin; Mitotan (o. p'-DDD); Mitoxantron HCl;
Octreotid; Plicamycin; Prednison; Procarbazin HCl;
Streptozocin; Tamoxifencitrat; Taxane; Taxoide;
Thioguanin; Thiotepa; Tiasofuran; Topotecan;
Vinblastinsulfat; Vincristinsulfat; Amsacrin (m-AMSA);
Azacitidin; Hexamethylmelamin (MMM); Interleukin 2;
Mitoguazon
(Methyl-GAG);
Methylglyoxal-bis-guanylhydrazon (MGBG); Pentostatin; Semustin (Methyl-
CCNU) und Teniposid (VM-26).
15. Stoffzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1-6
oder pharmazeutische Zusammensetzung nach einem der
Ansprüche 7-14 zur Behandlung von Krebs.
16. Stoffzusammensetzung oder pharmazeutische
Zusammensetzung nach Anspruch 15 zur Behandlung von
Brustkrebs, Dickdarmkrebs und/oder Krebs des zentralen
Nervensystems.
17. Verwendung einer Stoffzusammensetzung gemäß Einem der
Ansprüche 1-6 oder einer pharmazeutischen
Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 7-14 zur
Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von Krebs.
18. Verwendung nach Anspruch 17, wobei das Medikament zur
Behandlung von Brustkrebs, Dickdarmkrebs und/oder
Krebs des zentralen Nervensystems dient.
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