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DE671327C - Verzoegerungsanordnung in elektrischen Stromkreisen unter Verwendung eines elektrischen Leiters mit bei zunehmender Erwaermung fallendem Widerstand - Google Patents

Verzoegerungsanordnung in elektrischen Stromkreisen unter Verwendung eines elektrischen Leiters mit bei zunehmender Erwaermung fallendem Widerstand

Info

Publication number
DE671327C
DE671327C DES115548D DES0115548D DE671327C DE 671327 C DE671327 C DE 671327C DE S115548 D DES115548 D DE S115548D DE S0115548 D DES0115548 D DE S0115548D DE 671327 C DE671327 C DE 671327C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thermistor
characteristic
voltage
arrangement according
resistance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES115548D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Holger Lueder
Dr Eberhard Spenke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES115548D priority Critical patent/DE671327C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE671327C publication Critical patent/DE671327C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05FSYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
    • G05F3/00Non-retroactive systems for regulating electric variables by using an uncontrolled element, or an uncontrolled combination of elements, such element or such combination having self-regulating properties
    • G05F3/02Regulating voltage or current
    • G05F3/08Regulating voltage or current wherein the variable is DC
    • G05F3/10Regulating voltage or current wherein the variable is DC using uncontrolled devices with non-linear characteristics

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Nonlinear Science (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Thermistors And Varistors (AREA)

Description

  • Verzögerungsanordnung in elektrischen Stromkreisen unter Verwendung eines elektrischen Leiters mit bei zunehmender Erwärmung fallendem Widerstand Die Erfindung bezieht sich auf die Ausbildung von elektrischen Verzögerungsschaltungen unter Anwendung von Widerständen, deren Widerstandswert mit zunehinender E rwärmung stark absinkt. Derartige Widerstände sollen im folgenden- als Heißleiter bezeichnet sein und können eine steigende oder fallende Spannungsstromcliarakteristik besitzen.
  • Es ist bekannt, Widerstände mit negativen Temperaturkoeffizienten für Verzögerungszwecke, z. 9. als Einschaltschütze für Motoren, zu verwenden. Zweck der Erfindung ist es, a) Verzögerungszeiten zu erzielen, die im Vergleich mit der Abkühlzeit lang sind, oder j3) dem Spannungs- bzw. Stroniverlauf eine gewünschte Form zu geben, oder c) beide Bedingungen gleichzeitig zu erfüll#en.
  • Die Abkühlzeit ist dabei insofern von Bedeutung, als erst nach ihrem Verstreichen der Heißleiter für einen neuen, verzögerten Einschaltvorgang wiederi bereit ist.
  • Nach der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß im Spannungsstrombild des den Heißleiter enthaltenden Kreises die Charakteristik des Heißleiters und die Charakteristik des restlichen äußeren Widerstandes derart gewählt werden,. daß beide Charakterigtiken sich innerhalb eines be- stimmten Gebietes mögl:chst eng aneinander schmiegen oder in unmittelbarer Nähe verlaufen.
  • Nach der -weiteren Erfindung. -werden diese Charakteristiken so ausgebildet, daß auf das eben genannte Gebiet ein solches folgt, in welchem beide Charal-,teristiken möglichst ,großen Abstand"voneiiiander besitzen, worauf sie sich von neuem nähern oder auch schneiden. Im letztgenannten Falle bedeutet der Schnittpunkt diejenigen Werte, von welchen ab die Verhältnisse stabil bleiben. Die in dem zweitgenanntenGebiet durchlaufendenStrom- bzw. Spanntingswerte werden vorzugsweise groß gewählt, so daß dadurch erreicht wird, daß. nach einer gewissen Verzögerungszeit, in welcher Strom oder Spannung sich nur wenig ändern, Strom oder Spannung sich verhältnismäßig schnell und uni einen großen Betrag ändern, so daß stufenförmige Anlaufvorgänge entstehen. Diese können für viele Zwecke erwünscht sein, z. B. für das stufenweise Ansprechen von Relais, das E inschalten von Motoren usw.
  • Eine besonders einfache Ausführungsforrn eines Verzögerungswiderstandes nach der Erfindung besteht darin, daß als Heißleiter ein Widerstand mit einer fallenden Spannungsstronicharakteristik benutzt und als äußerer Widerstand ein normaler Ohmscher Widerstand gewählt wird, der eine geradlinige Widerstandscharakteristik besitzt, die die Charakteristik des Heißleiters im fallenden Teil schneidet. Die Neigung der Widerstandsgeraden und die Höhe der Gesamtspannung werden dabei so bemessen, daß die Gerade möglichst nahe oberhalb des Spannungsmaximunis der Charakteristik des Heißleiters verläuft. Der äußere Widerstand kann iedoch ebenfalls ganz oder teilweise als Heißleiter, gegebenenfalls mit einer anderen Zeitkonstanten ausgebildet sein.
  • Es ist bekannt, Widerstände mit fallender Spannungsstronicharakteristik (Kennlinie i in Fig. i) mit Widerständen in Reihe zu schalten, die z. B. durch Fernsprechleitungen geel bildet werden. Bei den bekannten Anordnun-(yen WUrde jedoch der fallende Teil der Spaniinligsstromcharakterist;k zur Entdämpfung der Fernsprechleitungen für überlag"exte Sprechströme, nicht jedoch, wie bei der vorliegenden Erfindung, zur Erzielung besonders großer oder gestaffelter Verzögerungszeiten benutzt. Voraussetzung zur Erzielung eines stabilen Arbeitspunktes im fallenden Teil der V#Tiderstandscharakteristik ist, wie bekannt, die keihenschaltung eines Vorschaltwiderstandes, dessen absoluter Betrag größer ist als der Betrag des differentiellen Widerstandes des Heißleiters im Arbeitspunkt.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus den nachfolgenden Ausführungen, die an Hand von Zeichnungen erläutert sind, hervor.
  • Fig, i zeigt ein prinzipielles Diagramm mit einem Heißleiter, der eine fallende Spannungsstronicharakteristik besitzt.
  • Fig. #q, -ibt den Stromzeitverlauf nach Fig. i bei Wahl bestimmter Verhältnisse wieder.
  • Fig. 3 stellt einen einfachen Regelstromkreis * zur Einstellung der Zeitkonstanten nach der Erfindung dar.
  • Fig.,4 zeigt ein ähnliches Diagramm wie Fig. i, wobei zu dem Heißleiter ein Widerstand parallel gelegt ist.
  • Fig. 4a stellt einen weiteren Regelstrornkreis dar.
  • Fig. 5 zeigt ein ähnliches Diagrainm wie Fig. 4 für die verzögerte Einschaltung von Spannungen bei konstantem Strom.
  • Fig. 6 zeigt eine weitere Möglichkeit der Annäherung der Generatorkennlinie an die Heißleiterkennlinie.
  • In Fig. i ist im rechten oberen Quadranten die nichtlineare, teilweise fallende Charakteristik i eines Heißleiters in einer Spannungsstroniebene dargestellt. Dabei ist nach rechts der Strom, nach oben die Spannung aufgetragen. Die Charakteristik i durchläuft der Heißleiter nur bei Stromänderunggen, die so langsam erfolgen, daß die durch den elektrischen Strom in ihm in der Zeiteinheit entwickelte Wärme mit der durch die Wärmeableitung zur Umgebung abgeführten Wärme im Gleichgewicht steht.
  • Wird aber der Strom auf irgendeine Weise so schnell geändert, daß das erwähnteGleich-2clewicht sich nicht einstellen kann, so ist der D Heißleiter wie ein reiner Ohmscher Widerstand aufzufassen, d. h. der Zusammenhang zwischen Spannung V und Strom I läßt sich durch eine durch Null gehende Gerade darstellen, wie sie z. B. durch :2 gekennzeichnet ist. Die Neigung dieser Geraden (z. B. 2, 2') hängt dabei ausschließlich von der jeweiligen Temperatur des Heißleiters ab, Diese Geraden lassen sich also als Momentancharakterishiken des Heißleiters ansprechen, während die Charakteristik i die stationäre Charakteristik des Heißleiters ist, deren Punkte genau genommen erst nach unendlich langer Zeit erreicht werden.
  • Wird demH.eißleiter von einerStromquelle der SpannungE über einen Vorschaltwiderstand, dessen Charakteristik im Spannungsstrombild durch dargestellt ist, Strom zu-3 z, geführt, so ergibt sich als einstweiliger Arbeitspunkt im Spannungsstrombild der Schnittpunkt der Geraden 3 mit der den Kaltwiderstand des Heißleiters darstellenden Geraden2. Der Heißleiter wird dann mit der Leistung V, - 1, erwärmt, und es verringert sich mit ansteigenderTemperatur seinWiderstand, was mit einem Neigen der Widerstandsger;#den. 2 (vgl. z. B. --') gleichbedeutend ist. Bei diesem Vorgang kann sich der Arbeitspunkt nur auf der Generatorkennlinie3 abwärts bewegen bis schließlich der Schnittpunkt 7 mit der stationären Charakteristik i erreicht ist.
  • Die Leistung, die zum Aufladen der Heißleiterwärmekapazität auf höhere Temperaturen zur Verfügung steht, ändert sich nun während dieses Vorganges fortwährend. War sie im Anfang VJ, so ist sie schon im nächsten Augenblick wesentlich kleiner, weil eine gewisse Übertemperatur gegenüber der Umgebung zustande kommt, so daß ein Wärmestrom zur kalten Umgebung einsetzt. Die Leistung V - I wird also zum Teil, nämlich 11 Ö zum weiteren Aufla den der Wärmekapazität.W und zum Teil, nämlich Ab, zum Aufrechterhalten der Übertemperatur b gegenüber der kalten Umgebung verbraucht, wobei /11 die Wärmekapazität, ö die Übertemperatur, di ein Zeitelement und A der Wärmeleitwert für die Wärmeabfuhr des Heißleiters ist. Der letztgenannte Teil muß gleich der Wärmeinenge sein, die auch im stationären Zustand zum Aufrechterhalten der Temperatur erforderlich ist, die dem Schnittpunkt der momentanen Widerstandsgeraden mit der stationären Charakteristik entspricht. Der entsprechende Wärmestrom wird also durch das Rechteck Vstat * istat dargestellt. Infolgedessen ist der erstgenannte, zur Aufladung auf höhere Temperatur verbleibende Teil der entwickelten Joalschen Wärme durch die schraffierte Fläche gegeben.
  • Nach Fig. i ist die Geschwindigkeit, mit der die relative Übertemperaturb des Heißleiters aliste,"-t, jeweils durch das Verhältnis aus schraffierter Fläche zu unschraffierter Fläche innerhalb des durch die Schnittpu;ikte 8' usw. bestimmten Rechtecks gegeben. Daraus geht hervor, daß entsprechend einer Drehung der Geraden 3 UM den Schnittpunkti, d.h. durch Veränderung des Vorschaltwiderstandes und der Spannung E, der Einschaltvorgang weitgehend beeinflußt werz# 0 den kann. Insbesondere kann dem Einschaltvor-an- bzw. der Verzög ,' 11 gerung eine verhält-. nismäßig lange Dauer gegeben werden, wenn zi die Gerade 3 so gelegt wird, daß sie sich dem Spannungsmaxiinum der Charakteristik i stark annäliert. Die für den -,##"Lifheizvorgang maßgebende Fläche ist dann in der Nähe des Maximums außerordentlich klein. Besonders . lank3 -sain wird der Einschaltvorgang, wenn der Schnittpunkt 7 in die Niffie des Wendepunk-tes der Charakteristik i zu liegen kommt. Strom und Spannung kriechen dann ihrem Eildwert zu.
  • Ist der fallende Teil der Charakteristik i nach unten gekrümmt und liegt der SchnittPunkt 7 vorn Wendepunkt weit entfernt im Gebiet hoher Ströme, so tritt ein stufenförmiges Ansteigen des Stromes auf bei - eichzeitiger Verzögerung zwischen den eingl e, zelnen Stufen. Die Einstellung auf den Endwert erfolgt dabei um so rascher, je gekrünimter der negativeAst derCharakteristik ist und je weiter der Schnittpunkt vom Wendepunkt entfernt liegt. Von dieser Erscheinung kann vorteilhaft fürdieHerstellung von Zeit- oder Verzögerungsrelais, Stromstufenrelais usw. Gebrauch gemacht -werden, die für alle möglichen Zwecke, z. B. für Fernsteuerung, geeignet sind. Der Verlauf einer entsprechenden Stromänderung ist in Fig. 2 beispielsweise dargestellt. Nach oben ist der Strom, nach rechts die Zeit aufgetragen. Bis zum Zeitpunkte io steigt der Strom auf den Wert II, den er daun für einen längeren Zeitraum io-ii ungefähr beibehält, worauf er in der verhältnismäßig kurzen Zeit 11-1:2 seinen Endwert I, erreicht. Die Zeit io-ii entspricht dein Kriechen des Stromes in der Nähe des Spa-nnungsmaximums der Heißleitercharakteristik (i, Fig. i), die Zeit 11-12 der Stromänderung über den konkaven Teil der Charakteristik bis zum SchnittPunkt7 mit der Geraden 3.
  • Wie bereits angedeutet, kann die Verzögerungszeit einer Anordnung gemäß der Erfindung in einfacher Weise durch entsprechende Änderung von Vorschaltwiderstand oder Spannung oder auch beidenbeeinflußtwerden. Fig. 3 zeigt dafür eine einfache Schaltung. An den Klemmen 13, 14 sei eine Gleichspannungsquelle angeschlossen, die über den Spannungsteiler 15 Strom liefert. Mit diesem ist sekundär ein Stromkreis, bestehend aus dem Vorschaltwiderstand 16 und dein Heißleiter i verbunden. Durch Änderung des Spannungsabgriffes bei 15 kann die Stromanlaufszeit entsprechend einer Änderung der im Heißleiterstromkreis wirkenden Spannun- -eändert werden. Die Änderun- der Stromanlaufszeit kann ebenfalls durch Beeinflussung von 16 herbeigeführt bzw. unterstützt werden. Selbstverständlich ist auch eine Änderung durch selbsttätige Mittel, 7. B. durch Stromänderung in 15 in Abhängigkeit von irgendeiner Größe möglich. Beliebige andere Schaltungen mit selbsttätiger Spannungs- oder auch Widerstandsänderung (letztere im Kreise des Heißleiters) können für den vorliegenden Zweck gewählt werden, worauf hier nicht näher eingegangen wer-den soll.
  • BestürlinteVerzögerungsverhältnissekönnen in einfacher Weise auch dadurch erhalten werden, daß nach Fig. 4a ein gewöhnlicher Widerstand 9 parallel zum Heißleiter i gelegt wird. Falls dieser Widerstand regelbar ist, ist auch die Verzügerungszeit e;nstellbar. Ein entsprechendes Diagramm ist in Fig. 4 dargestellt. Die Parallelschaltung stellt sich in diesem Diagramin als eine Scherung der Charakteristik des Heißleiters i mit der Geraden 9 dar, die die Spannungsstrorncharakteri,stik des Widerstandes 9 bezeichnet. Auf diese Weise wird die resultierende Charakteristik durch die Kurve i' dargestellt, während 3 wiederum die Charakteristik für einen gemeinsamen Vorschaltwiderstand bezeichnet. Es ist hierbei zu berücksichtigen, daß nicht das gesamte Rechteck V - I (vgl. z. B. 8') für den Aufheizvorgang des Heißleiters maßgebend ist, da das Rechteck V - I., das der im Widerstand 9 entwickelten Wärme entspricht, abzuziehen ist. Die für die weitere Aufheizung zur Verfügung stehende Wärme ergibt sich also als Differenz der Rechtecke V-(I-I,') undVt-(It-I,). Aus der Fig.4 ist zu ersehen, daß durch entsprechende Bemessung des Widerstandesq die Charakteristik i' mehr oder weniger nach rechts verschoben und dadurch der Geraden 3 mehr oder weniger dem Spannungsmaximum von i' genähert werden kann. Die im Beispiel der Fig- 3 dargestellte Regelungsschaltung kann im eben erläuterten Sinne durch einen Parallelwiderstand züi i erweitert werden bzw. können die Maßnahmen nach dem Beispiel nach Fig. 3 zur Unterstützung der Regelung herangezogen werden.
  • Der Fall der Bemessung der Verzögerung durch einen Parallelwiderstand gewinnt erhöhte Bedeutung für die verzögerte Schaltun- von Spannungen, insbesondere um Spannull,gen stufenweise verzögert abzuschalten, wie es z. B. für die Einschaltung von Motoren erwünscht ist, bei denen zur Erzielung eines konstanten Drehmomentes auch schon im Moment des Einschaltens der volle Nennstrom vorhanden sein muß und für die zunächst noch fehlende Gegen-EMK Ersatz geschaffen werden muß. Fig. 5 zeigt dafür ein Beispiel. In diesem Beispiel ist, wie nach Fig4a, dem Heißleiter ein Widerstand parallel geschaltet, wobei die Kombination derart bemessen ist, daß die resultierende Charakteristik in der Nähe des Spannungsmaximums ein Stück fast vertikal verläuft oder in ihrem Verlauf so beeinflußt ist, daß die Spannung über den Heißleiter nach einem gewünschten Zeitverlauf abfällt, z. B. in dem Maße, wie die Gegenspannung des Motors aufkommt.
  • Es sei angenommen, daß der Strom durch irgendwelche Mittel, z.S.durchBeeinflussung der Stromquelle (Motor mit aufkommender Gegen-EMK) oder Vorschaltung eines geeigneten Widerstandes, konstant gehalten wird, so daß die Charakteristik 3 einen vertikalen Verlauf nimmt. Es er-eben sich die gleichen Verhältnisse wie nach Fig. 3, nur mit dem Unterschied, daß sich die Spannung allein, t> und zwar verzögert ändert. je größer die Ausbuchtung der Charakteristikzwischendern Spannungsmaximum und dem Schnittpunkt der Charakteristik 3 mit der Charakteristik i ist, desto schneller strebt die Spannung nach einer gewissen Verzögerungszeit bei 8 ihrem Endwert V, im Punkt 7 zu, d. h. desto schneller ist die Spannungsänderung und desto schärfer der Zeitpunkt, an welchem die Spannungsänderung stattfindet, festgelegt. Derartige Anordnungen können auch für die Herstellung -von Spannungsstufenrelais benutzt werden.
  • In Fiü. 6 ist endlich angedeutet, daß die Erfindung nicht auf die gegebenen Beispiele beschränkt ist, bei denen der Vorschaltwiderstand eine lineare Charakteristik besitzt, sondern daß es auchmöglicherscheint, Vorschaltwiderstände mit Charakteristiken auf die Heißleiter derart abzustimmen, daß gewünschte Verhältnisse im Sinne der vorliegenden Erfindung erzielt werden. i bezeichnet eine Heißleitercharakteristik wie in den vorhergehenden Beispielen, 17 die Charakteristik eines Widerstandes, der zwar auch einen negativen Temperaturkoeffizienten, aber keine fallende Stromspannungscharakteristik besitzt, da andernfalls ein Schnittpunkt der Kennlinieri, d. h. ein stabiler Arbeitspunkt im fallenden Bereich, nicht zustande kommen könnte. Bei geeigneter Wahl der Verhältnisse kann, wie in Fig. 6 angedeutet, erreicht werden, daß beide Charakteristiken sich innerhalb eines gewissen Abschnittes fast berühren, worauf dann erst ein Schnitt (7) erfolgt. Innerhalb des Zeitabschilittes 18, lo kriecht der Strom dein E ii(lwerte zu, den er im Punkte 7 erreicht.
  • Die Charakteristiken des Heißleiters und der Parallel- bzw. Vorschaltwiderstände können auch in der Weise ausgebildet werden, daß eine größere Anzahl von Verzögerungsschaltstufen, als in den vorangehenden Beispielen angegeben, erzielt wird.
  • Der für die Wiederbereitschafts7eit maßgebende Abkühlvorgang ist selbstverständlich von.der Lage und Form der Generatorkennlinie völlig unabhängig. Da andererseits, wie nachgewiesen, die Einschaltzeit oder Verzögerungszeit in starkem Maße voll dieser Lage und Form der Generatorkennlinie beeinflußt wird, so ist das für viele Anwendungszwecke äußerst wichtige Verhältnis von Verzögerungszeit zur Wie#derbereit-?D schaftszeit damit in weiten Grenzen beeinflußbar. Erwünscht ist ein großes Verhältnis von Verzögerungszeit zür Wiederbere,tschaftszeit. Solange die Generatorkennlinie in üblicher Weise sich nicht dem Maximum der Heißleiterkennlinie stark nähert, ist aber dieses Verhältnis sogar wesentlich kleiner als i, also äußerst ungünstig. Der beträchtliche Fortschritt der Erfindung besteht darin, daß dieses Verhältnis weit über i vergrößert werden kann, daß also die Verzögerungszeiten weit größer als die Bereitschaftszeiten gemacht werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE -. i. Verzögerungsanordnung in elektrischen Stromkreisen unter Verwendung eines elektrischen Leiters mit bei züinehniender Erwärmung fallendem Widerstand (Heißleiter), dadurch gekennzeichnet, daß die EMK und der Restwiderstand des Kreises, in dein der in seinern Aufbau unverändert bleibende Heißleiter liegt, so gewählt sind, daß die durch die Differenz aus der EMK und dein Spannungsabfall am Restwiderstand -ebildete Generatorkennlin#e dieses Kre ises im Stronispannungsbild, insbesondere etwa von der Erreichung des Spannungsmaximurns der Heißleiterkennlinie ab, sich derart stark der Charakteristik des Heißleiters nähert, daß der Einfluß dieses Kreises auf die mit der Anordnung erreichbare Verzögerungszeit den Einfluß der therrnischen Zeitkonstante des Heißleiters 1)ezü-Iich Verzögerun-szeit überwie-t. :2. Anordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbil- k' #dung und Bemessung des Heißleiters bzw. der angezogenen Widerstände, daß auf das Gebiet, in welchem die Kenn-linien sich einander nähern, ein solches folgt, in welchem die Kennlinien möglichst voneinander verschieden sind, worauf sich die Kennlinien von neuem nähern oder auch schneiden. #. Anordnung nach Anspruch i mit fallender Spanntingsstromkennlinie, dadurch ,gekennzeichnet daß die Generatorkennlinie (Kennlinie des Restwiderstandes) die Form einer Geraden besitzt, die die Kennlinie des Heißleiters im fallenden Teil ' in einem spitzen Winkel schneidet und möglichst dicht oberhalb des Spannungsniaximums verläuft. 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen Spannungsmaxiinum und Schnittpunkt liegende Teil der Heißleiterkennlinie sich von der geraden Generatorkennlinie möglichst weit entfernt. 5. Anordnung nach Anspruch 2 bis 4, dadurchgekennzeichnet, daß sie als Stufenzeitrelais, z. B. für die Einschaltung von Spannungs- oder Stromstufen, dient. 6. Anordnung nach Anspruch 5 als Spannungsstufenrelais, dadurch gekennzeichnet, daß dem Heißleiter zur Erzielung eines ge-wünschten Verlaufes der Spannungscharakteristik, die einen geforderten zeitlichen Spannungsverlauf verbürgt, ein Widerstand parallel geschaltet ist. 7. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Einstellung der erreichbaren Verzögerungszeit ein regelbarer Vorwiderstand, ein einstellbarer Spannungsteiler oder eine veränderbare Spannungsquelle vorgesehen sind. 8. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein einste#llbarer Parallelwiderstand zum Heißleiter vorgesehen ist. g. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Anlassei für elektrische Apparate, z. B. Motore, verwendet wird. io. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Heißleiter, der eine fallendeSpannungsstromkennlinie besitzt, mit einem Widerstand fallender Widerstands-, aber nicht fallender Spannungsstronikennlinie in Reihe geschaltet ist.
DES115548D 1934-09-29 1934-09-29 Verzoegerungsanordnung in elektrischen Stromkreisen unter Verwendung eines elektrischen Leiters mit bei zunehmender Erwaermung fallendem Widerstand Expired DE671327C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6351064B1 (en) 1998-03-31 2002-02-26 Pixtech S.A. Conductive path under a flat display screen sealing wall

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6351064B1 (en) 1998-03-31 2002-02-26 Pixtech S.A. Conductive path under a flat display screen sealing wall

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