DE670884C - Verfahren zur Herstellung von Schwefel - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SchwefelInfo
- Publication number
- DE670884C DE670884C DEI55166D DEI0055166D DE670884C DE 670884 C DE670884 C DE 670884C DE I55166 D DEI55166 D DE I55166D DE I0055166 D DEI0055166 D DE I0055166D DE 670884 C DE670884 C DE 670884C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sulfur
- reducing agent
- gases
- production
- dioxide
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/02—Preparation of sulfur; Purification
- C01B17/04—Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides
- C01B17/0473—Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides by reaction of sulfur dioxide or sulfur trioxide containing gases with reducing agents other than hydrogen sulfide
- C01B17/0482—Preparation of sulfur; Purification from gaseous sulfur compounds including gaseous sulfides by reaction of sulfur dioxide or sulfur trioxide containing gases with reducing agents other than hydrogen sulfide with carbon or solid carbonaceous materials
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Schwefel Es ist bekannt, Schwefel aus seinen Oxyden durch Reduktion zu gewinnen, z. B. indem man Schwefeldioxyd mit Koks, Holzkohle, Grudekoks u. dgl. zu Schwefel reduziert oder indem man aus schwefeldioxydhaltigen Gasen und kohlenstoffhaltigen Materialien zunächst ein reduzierendes gasförmiges Gemisch, das Schwefelkohlenstoff, Kohlenoxysulfid, Kohlendioxvd, Kohlenoxyd und andere Gase enthält, herstellt und dieses mit weiteren Mengen Schwefeldioxyd zur Reaktion bringt, wobei sich dann Schwefel neben gasförmigen Verbindungen und u. U. Wasser bildet; man kann ferner aus Kohle zunächst ein Generatorgas herstellen und mit dessen Hilfe Schwefeldioxyd oder Schwefeltrioxyd reduzieren. In allen Fällen erhält man schließlich ein Gas, (las neben inerten Gasen Schwefeldampf und gewisse !nicht umgesetzte Schwefelverbindungen, wie Schw--felwasserstoff, Sch@vefelkohlenstoff, Schwefeldioxyd usw., ienthält. Je nach der Menge des elementaren Schwefels kann man durch Abkühlung bestimmte Anteile davon in flüssigem oder festem Zustand aus dem Gase abscheiden. Es bleibt aber stets ein gewisser, nicht unbeträchtlicher Rest als Dampf oder Nebel im Abgas und läßt sich daraus nur durch besondere Vorrichtungen, z. B. Elektrofilter, gewinnen. Die in dem Abgas dann noch enthaltenen nicht umgesetzten Schwefelverbindungen müssen verlorengegeben werden.
- Es wurde nun gefunden, daß man sowohl den elementaren als auch den gebundenen Schwefel auf einfache Weise zum weitaus größten Teil aus den Abgasen gewinnen kann, wenn man diese bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur über das in dem Verfahren zu verwendende feste kohlenstoffhaltige Reduktionsmittel leitet oder sonstwie mit diesem in Berührung bringt. Das Reduktionsmittel wirkt dabei als Kontaktfilter, es nimmt sowohl den dampfförmigen und den vernebelten elementaren als auch den gebundenen gasförmigen Schwefel auf. Dabei dürften außer einer gewissen Absorptionswirkung auch Reaktionen der Schwefelverbindungen untereinander, etwa nach den Gleichungen
2 H., S + SO., > 3 S -E- 2 H.; 0 2COS+SO.= 3S+2C0., C S., -;- SO,- > 3 S + CO., - Es ist auch möglich, an Stelle des Reduktionsmittels oder zusammen mit diesem andere Stoffe, wie Schamottekörner, Bauxitbrocken oder Asche, als Schwefelbinder zu verwenden, welche, z. B. um die Verwendung sehr feinkörniger oder klebriger Reduktionsmittel zu ermöglichen oder aus anderen Gründen, ohnehin bzi,dzr Ausübung des Verfahrens zugesetzt werden können. Beispiel: Ein Schachtofen wird bei einer Temperatur von 7oo° kontinuierlich mit Grudekoks und Schwefeldioxyd im Gegenstrom beschickt; dabei bildet sich ein Gas, das neben geringen Mengen Schwefel aus Sauerstoff- und Schwefelverbindungen des Kohlenstoffs und Schwefelwasserstoff besteht. Dieses Gas wird mit etwa der Hälft° der ursprünglich angewandten Menge Schwefeldioxyd vermischt und dann bei 5oo° über einen Bauxitkatalysator geleitet. Das sich dabei bildende Gas besteht zur Hauptsache aus Kohlendioxyd und Schwefeldampf neben geringen Mengen Kohlenoxysulfid, Schwefelkohlenstoff, Schwefelwasserstoff, Wasserdampf und Schwefeldioxyd. Durch Kühlung dieses Gases auf 12o° wird ein großer Teil des elementaren Schwefels flüssig abgeschieden; dieser Anteil beträgt etwa 8o°/, der in dem Schwefeldioxyd ursprünglich enthaltenen Menge. Nach der Abscheidung der Hauptmenge des Schwefels wird das Abgas nun durch einen Turm geführt, der mit dem für den Schachtofen bestimmten Grudekoks beschickt wird und etwa die in 2 Tagen benötigte Menge enthält. Der Grudekoks nimmt hierbei aus den Abgasen Schwefel auf, der bei seiner Verwendung zur Umsetzung mit Schwefeldioxyd in dem eingangs erwähnten Schachtofen wieder abgegeben wird; hierdurch wird die Menge des flüssig gewonnenen Schwefels auf 9o °/o gesteigert.
- Bei Verwendung eines Grudekokses, der zuvor mit o,:21/, Ammoniak beladen wurde, steigt die Gesamtausbeute sogar auf über 95'/, der theoretisch möglichen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCf1L;: i. Verfahren zur Herstellung von Schwefel durch Reduktion seiner Oxyde mittels kohlenstoffhaltiger fester Stoffe oder aus solchen gewonnener Gase, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach der Abscheidung der Hauptmenge des erhaltenen elementaren Schwefels verbleibenden Gase bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur mit dem zu verwendenden festen kohlenstoffhaltigen Reduktionsmittel oder bzw. und anorganischen Zuschlagstoffen zum Reduktionsmittel in Berührung bringt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von die Reaktion von Schwefelwasserstoff-oder Schwefelkohlenstoffverbindungen mit Schwefeldioxyd begünstigenden Stoffen, insbesondere Ammoniak, arbeitet.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEI55166D DE670884C (de) | 1936-06-05 | 1936-06-05 | Verfahren zur Herstellung von Schwefel |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEI55166D DE670884C (de) | 1936-06-05 | 1936-06-05 | Verfahren zur Herstellung von Schwefel |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE670884C true DE670884C (de) | 1939-01-26 |
Family
ID=7194046
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEI55166D Expired DE670884C (de) | 1936-06-05 | 1936-06-05 | Verfahren zur Herstellung von Schwefel |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE670884C (de) |
-
1936
- 1936-06-05 DE DEI55166D patent/DE670884C/de not_active Expired
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE2931486A1 (de) | Verfahren zur reinigung eines schwefelwasserstoff enthaltenden gases | |
DE2101901C2 (de) | Verfahren zur Verringerung des Gesamtschwefelgehaltes von Schwefeldioxid enthaltenden Abgasen | |
DE736975C (de) | Verfahren zur Gewinnung von elementarem Schwefel aus Gasen, die Schwefelwasserstoff, Kohlenoxysulfid und Schwefelkohlenstoff enthalten | |
DE670884C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwefel | |
DE812547C (de) | Verfahren zur Reinigung von Kohlendioxyd | |
DE528915C (de) | Verfahren zur Entschwefelung von Gasen und Daempfen | |
DE2644244A1 (de) | Verfahren zur entfernung von schwefeldioxid und stickstoffoxiden aus gasen | |
DE545368C (de) | Verfahren zur Entfernung von Kohlenoxysulfid aus Gasen | |
DE708933C (de) | Verfahren zur Entfernung von organisch gebundenem Schwefel aus Gasen | |
DE521648C (de) | Verfahren zur Entfernung des Schwefelwasserstoffes aus Kohlendestillationsgasen | |
DE575748C (de) | Verfahren zur Darstellung der Cyanamide der Erdalkalimetalle und des Magnesiums | |
DE642898C (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem, praktisch reinem Schwefelnatrium | |
DE601813C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus schwefelhaltigem Erz | |
DE489116C (de) | Herstellung von Kohlenstoff | |
DE932032C (de) | Verfahren zur Entfernung des in Gasen vorhandenen Schwefels | |
DE723495C (de) | Herstellung von Schwefelkohlenstoff | |
DD266340A5 (de) | Verfahren zur beseitigung des schwefelgehaltes von abgasen mit geringem gehalt an schwefeldioxid | |
DE639941C (de) | Verfahren zur Verstaerkung der Lumineszenz anorganischen Glases | |
DE533111C (de) | Verfahren zur Entschwefelung von Gasen | |
DE556096C (de) | Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff | |
DE745242C (de) | Verwendung von nach bekannten Verfahren ungesintert gewonnenem Fe O als Gasreinigungsmasse | |
DE606841C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff | |
DE557830C (de) | Verfahren zur Behandlung von Eisenoxyden zur Verstaerkung ihrer Wirkung als Gasreinigungsmittel | |
DE404959C (de) | Verfahren zur Umwandlung von Rhodaniden in Cyanide | |
DE528502C (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem Schwefelwasserstoffgas oder Gemischen von Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxydgas in beliebigem Verhaeltnis aus Schwefelerzen, schwefelhaltigen Mineralien oder elementaren Schwefel enthaltenden Stoffen |