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DE662770C - Verfahren zur Gewinnung von Auroverbindungen wasserloeslicher, noch hoeher molekularer Keratinabbauprodukte - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Auroverbindungen wasserloeslicher, noch hoeher molekularer Keratinabbauprodukte

Info

Publication number
DE662770C
DE662770C DEW98503D DEW0098503D DE662770C DE 662770 C DE662770 C DE 662770C DE W98503 D DEW98503 D DE W98503D DE W0098503 D DEW0098503 D DE W0098503D DE 662770 C DE662770 C DE 662770C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
solution
soluble
keratin
breakdown products
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW98503D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Richard Fleischmann
Dr Ernst Sturm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WUELFING J A FA
Original Assignee
WUELFING J A FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WUELFING J A FA filed Critical WUELFING J A FA
Priority to DEW98503D priority Critical patent/DE662770C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE662770C publication Critical patent/DE662770C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides
    • A61K38/01Hydrolysed proteins; Derivatives thereof
    • A61K38/012Hydrolysed proteins; Derivatives thereof from animals
    • A61K38/014Hydrolysed proteins; Derivatives thereof from animals from connective tissue peptides, e.g. gelatin, collagen
    • A61K38/015Hydrolysed proteins; Derivatives thereof from animals from connective tissue peptides, e.g. gelatin, collagen from keratin

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Auroverbindungen wasserlöslicher, noch höher molekularer Keratinabbauprodukte Nach dem Patent 6$9 484 werden chemotherapeutisch wertvolle Schwermetallverbindungen von wasserlöslichen, noch höher molekularen Keratinabbauprodukten hergestellt, darunter auch Goldverbindungen. Vornehmlich Auriverbindumgen werden in der Weise erhalten, daß die Keratinabbauprodukte mit Aurisalzen umgesetzt werden, während durch Sättigung der Lösungen der Keratinabbauprodukte mit schwefliger Säure und anteilweises Zufügen von Aurisalz Auroverbindungen erzeugt werden. Die Reduktion des: Aurisalzes zum Aurosalz vollzieht sich also in saurer Lösung. Die Goldverbindungen werden dann durch Neutralisation der Umsetzungsgemische mit Natronlauge und Ausfällung mit Alkohol gewonnen.
  • Nach vorliegender Erfindung werden therapeutisch wertvolle Auroverbindungen aus -Keratinabbaupro,dukten dadurch gewonnen, -daß man Keratinabbauprodukte in Gegenwart geeigneter Reduktionsmittel bei alkalischer Reaktion mit anorganischen Goldsalzen umsetzt.
  • Die Lösungen sollen bei der- Umsetzung nur so stark alkalisch sein, .daß eine hydrolytische Aufspaltung der SS-Gruppen bzw. eine Schwefelabspaltung noch nicht eintritt; dieser Alkalitätsgrad läßt sich z. B. durch Zusatz von Natriumcarbonat, Ammoniak oder organischen Aminen, wie Diäthylamin, Äthylendiamin, Dimethylamin usw., zu den mit Reduktionsmitteln versetzten Lösungen der Keratinabbauprodukte erreichen.
  • Zur Reduktion müssen gemäß der Erfindung Verbindungen verwandt werden, die im alkalischen Bereich keine Reduktion der SS-Gruppen der Keratinabbaupro,dukte, sondern lediglich eine Reduktion des Goldsalzes bewirken. Solche Reduktionsmittel sind z. B. Hydroxylamin, Hydrazin, Formaldehyd, Glycose, Fructose und andere. Sie können in beträchtlichem überschuß angewandt werden.
  • Die Goldsalze werden zweckmäßig vor dem Zufügen zum Umsetzungsgemisch neutralisiert; aus den bei ihrer Umsetzung mit den Keratinabbauprodukten und den Reduktionsmitteln erhaltenen Lösungen werden durch Ausfällen- mit organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Alkohol, die Goldverbindungen gewonnen. Sie werden von der weißen Maus in einer Dosis von 1/1o bis 1/2o g pro 2o g Tier vertragen und sind bei der Rekurrensinfektion der weißen Maus schon in einer Dosis von i/4000 bis 1/800o g wirksam, so, daß sie bei einem Goldgehalt von nur etwa 12 bis 16% den außerordentlich hohen therapeutischen Index von 1:20o. bis i :50o besitzen.
  • Beispiel r 5-.g hydrolysiertes Produkt aus Keratin, das durch Behandlung von Haaren mit der vierfachen Menge 25%iger Salzsäure auf dem Wasserbad, bis nur noch-ein kleiner Rest ungelöst blieb, anschließende Dialyse und Eindampfen bis zur Trockne gewonnen wurde, werden in 25 ccm Wasser gelöst und die Lösung mit 0,75g Hydroxylarninhydrochlorid versetzt. Dann wird Diäthylamin bis zur deutlich alkalischen Reaktion zugefügt. In die Lösung wird nun eine solche von i, 5 g Goldchlorid in i 5 ccm Wasser, die mit ,Natronlauge neutralisiert wurde, anteilweise eingerührt, wobei sie heftig aufschäumt. Nach einiger Zeit wird von einer geringen Menge. ausgeschiedenen Goldes abfiltriert, das Filtrat in die mehrfache Menge Alkohol eingerührt, das dabei ausfallende Produkt abgenutscht, mit Alkohol :gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es ist in Wasser mit neutraler Reaktion löslich.
  • Beispiel 2 5 g hydrolysiertes Produkt ,aus Keratin, das- durch Behandlung von Haaren mit der vierfachen Menge 25%iger Salzsäure auf dem Wasserbad bis zur nicht ganz vollständigen Lösung, anschließende Dialyse und Eindampfen bis zur Trockne gewonnen wurde, werden in 2 5 CCM Wasser gelöst und die Lösung mit o,6 g Hydrazinhydrochlorid versetzt. Hierauf wird Diäthylamin bis zur deutlich alkalischen Reaktion zugefügt und zu der Lösung eine mit Natronlauge neutralisierte Lö, sang von i, q: g Goldchlorid in i q. ccm Wasser j in kleinen Teilen unter gutem Rühren gegeben, wobei heftiges Aufschäumen eintritt. Nach einiger Zeit wird von einer geringen Menge ausgeschiedenen Goldes. abfiltrert und das Filtrat in die mehrfache Menge Alkohol eingerührt. Dabei fällt ein festes, helles Produkt aus, das abgenutscht, mit Alkohol ausgewaschen und im Vakuum getrocknet wird. Es ist in Wässer mit neutraler Reaktion leicht löslich.
  • Beispiel 3 5,g hydrolysiertes Produkt aus Keratin, das durch Behandlung von Haaren mit der fünffachen Menge 25%iger Schwefelsäure bis eben zur Lösung, Neutralisation mit Bariumcarbonat und Eindampfen bis zur Trockne gewonnen würde, werden in 25 ccm Wasser gelöst. Die Lösung wird mit i,o g Glyaose und mit so viel iöo'oiger Natriumca.rbonatlösung versetzt, daß sie deutlich alka-Misch reagiert. Hierauf wird eine Lösung von o, 8 5 8 Goldchlorid in 8, 5 ccm Wasser, die mit Natronlauge neutralisiert worden ist, in kleinen Anteilen eingerührt. Das Umsetzungsgemisch bleibt verschlossen über Nacht stehen. Am anderen Tag wird filtriert und das Filtrat in die mehrfache Menge Alkohol eingerührt, wobei ein gelbliches Produkt ausfällt, das abgenutscht, mit Alkohol ausgewaschen und im Vakuum getrocknet wird. Es ist mit schwäch alkalischer Reaktion leicht löslich.
  • Beispiel 4 log hydroolysiertes Produkt aus Keratin, das durch Behandlung von Haaren mit der fünffachen Menge 25o'oiger Schwefelsäure auf dem Wasserbad bis eben zur Lösung, Neutralisation mit Bariumcarbonät und Eindampfen bis zur Trockne gewonnen wurde, werden in 5o ccm Wasser gelöst. Die Lösung wird mit 2,O g Fructose und mit einer io%igen Natriumcarbonatlösung bis. zur deutlich alkalischen Reaktion versetzt, worauf eine mit Natronlauge neutralisierte Lösung von U g Goldchlorid in i 7 ccm Wasser anteilweise eingerührt wird. Nach dem Stehen über Nacht wird die Lösung filtriert und das Filtrat ebenso aufgearbeitet, wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben. ist.
  • Beispiel 5 5 g hydrälysiertes Produkt aus Keratin, das durch Behandlung von Haaren mit der vierfachen Menge 25%iger Salzsäure auf dem Wasserbad, bis nur noch ein kleiner Rest ungelöst blieb, anschließende Dialyse und Eindampfen, bis zur Trockne gewonnen wurde, werden in 25 ccm Wasser gelöst: Die Lösung wird mit io%iger Natriumcarbonatlösung bis zur deutlich alkalischen Reaktion und mit i, 5 ccm einer etwa 3 5 % igen Formaldehydlösung versetzt. Hierauf wird eine mit Natronlauge neutralisierte Lösung von i, 6 g Goldchlorid in i ö ccm Wasser anteilweise eingerührt, die Lösung nach dem Stehen über Nacht filtriert und das Filtrat ebenso aufgearbeitet, wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben ist.
  • Beispiel 6 5 g hydrolysiertes Produkt aus Keratin, das durch Behandlung von Schafwolle mit 25%iger Salzsäure auf dem Wasserbade bis 3ben zur .Lösung, anschließende Dialyseund Eindampfen bis zur Trockne gewonnen wurde, werden in 25 ccm Wasser gelöst und die Lösung mit 0,6g Hydroxylaminhydrochlorid versetzt. Hierauf wird i o %ige Natriumcarbonatlösung bis zur schwach alkalischen Reaktion zugefügt. In die Lösung wird nun eine mit Natronlauge neutralisierte Lösung von 1,4g Kaliumauribromid in 14 ccm Wasser in. kleinen Anteilen ,eingerührt. Nach einiger Zeit wird abfiltriert und das Filtrat wie in den vorhergehenden Beispielen aufgearbeitet. B eispie17 i o g hydrolysiertes Produkt aus Keratin, das durch Behandlung von Roßhaar mit 20%iger Salzsäure bis eben zur Lösung, anschließende Dialyse und Eindampfen bis zurr Trockne gewonnen wurde, werden in 5o ccm Wasser gelöst. Die Lösung wird mit io%iger Natriumcarbonatlösung bis zur deutlich ,alkalischen Reaktion und hernach mit 3 ccm einer etwa 35- bis 40%igen Formaldehydlösung versetzt. Hierauf wird eine Lösung von 2,6g Kaliumauribrofnid in 26 ccm Wasser, die mit Natronlauge neutralisiert wurde, unter gutem Rühren hinzugefügt. Nach dem Stehen über Nacht wird die Lösung fil- triert und das Filtrat wie in den vorher= gehenden Beispielen aufgearbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUC:IJ Verfahren zur Gewinnung von Aurover-,bindungen wasserlöslicher, noch höher molekularer "Keratinabbauprodukte, dadurch gekennzeichnet, daß man in Ab-`änderung des Verfahrens des Patents 659 484 hier zwecks Herstellung von Auroverbindungen die wasserlöslichen Kerati'nabbauprodukte bei .alkalischer Reaktion, die nur so stark sein soll, da@ß keine hydrolytische Aufspaltung der SS-Gruppen bzw. S-Abspaltung eintritt, und die man durch Zusatz von Natriumcarbon.at, Ammoniak oder organischen Aminen, wie Diäthylamin, Äthylendiamin, Dimethylamin usw., erreicht, in Gegenwart von reduzierenden Mitteln, die im alkalischen Bereich keine Reduktion der SS-Gruppen, sondern lediglich eine Reduktion des Goldsalzes bewirken, wie Hydroxylamin, Hydrazin, Glucose, Fructose, Formaldehyd oderentsprechend wirkenden Stoffen, mit Goldsalzlösungen, die zweckmäßig zuvor neutralisiert sind, versetzt und aus der nötigenfalls filtrierten Lösung die Auroverbindung durch Einrühren in organische Lösungsmittel, z. B. Alkohol, ausfällt.
DEW98503D 1936-04-08 1936-04-08 Verfahren zur Gewinnung von Auroverbindungen wasserloeslicher, noch hoeher molekularer Keratinabbauprodukte Expired DE662770C (de)

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DE662770C true DE662770C (de) 1938-07-21

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