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DE661671C - Vorrichtung an Wasserturbinen zur Herabsetzung unerwuenschter Drehzahlsteigerungen - Google Patents

Vorrichtung an Wasserturbinen zur Herabsetzung unerwuenschter Drehzahlsteigerungen

Info

Publication number
DE661671C
DE661671C DEA76714D DEA0076714D DE661671C DE 661671 C DE661671 C DE 661671C DE A76714 D DEA76714 D DE A76714D DE A0076714 D DEA0076714 D DE A0076714D DE 661671 C DE661671 C DE 661671C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
speed
brake
impeller
water turbines
turbine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA76714D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Theodor Bell & Cie AG
Original Assignee
Theodor Bell & Cie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Theodor Bell & Cie AG filed Critical Theodor Bell & Cie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE661671C publication Critical patent/DE661671C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03BMACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B15/00Controlling
    • F03B15/02Controlling by varying liquid flow
    • F03B15/04Controlling by varying liquid flow of turbines
    • F03B15/06Regulating, i.e. acting automatically
    • F03B15/18Regulating, i.e. acting automatically for safety purposes, e.g. preventing overspeed
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E10/00Energy generation through renewable energy sources
    • Y02E10/20Hydro energy

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Vorrichtung an Wasserturbinen zur Herabsetzung unerwünschter Drehzahlsteigerungen Wasserturbinen haben die unerwünschte Eigenschaft, daß sich ihre Drehzahlen bei plötzlicher Entlastung stark erhöhen und ihre Durchgangsdrehzahl im Verhältnis zur Normaldrehzahl hoch liegt. Da nun die Fliehkräfte dem Quadrat der Umdrehungszahl proportional sind, so entstehen beim Durchgehen Beanspruchungen det rotierenden Teile, die ein Vielfaches derjenigen bei der Normaldrehzahl betragen. Dies gilt nicht nur für die Turbinen selbst, sondern auch für alle von denselben direkt oder indirekt angetriebenen Maschinen, auch .diese Maschinen müssen für die Grenzdrehzahl der Wasserturbine berechnet werden, was .eine wesentliche Preiserhöhung ergibt. Da andererseits aus Ersparnisgründen die zulässigen Beanspruchungen beim Durchgehen der Turbine hoch gewählt werden, so tritt beim Durchgehen stets eine gewisse Gefährdung der davon betroffenen Maschinen auf.
  • Bei Wasserturbinen mit hoher spezifischer Drehzahl ist das Verhältnis der Durchgangsdrehzahl zur Normaldrehzahl oft besonders ungünstig, insbesondere, wenn diese Wasserturbinen noch mit stark veränderlichen Gefällen arbeiten. Das vorstehend bezeichnete Verhältnis kann dann Werte von 2,5 bis 3 und mehr annehmen, und die Zentrifugalkräfte steigen dadurch beim Durchgehen auf das sechs- bis neun- und mehrfache derjenigen. bei Normalbetrieb an.
  • Es sind nun bereits Vorrichtungen bekanntgeworden, bei welchen die Herabsetzung unerwünschter Drehzahlsteigerungen durch mechanische Reibung fester Körper, welche bei der Drehzahlsteigerung über .ein bestimmtes Maß hinaus durch Fliehkräftwirkung in Tätigkeit gesetzt werden, erfolgt. Diese Art der Bremsung hat jedoch bei größeren Leistungen, wie sie bei Wasserturbinen in der Regel vorkommen, den Nachteil, daß sich die Bremskörper rasch abnützen und große Wärmemengen erzeugt werden, die künstlich abgeführt werden müssen.
  • Es sind ferner Vorrichtungen bekannt, bei welchen am Laufradaustritt von Wasserturbinen schwenkbare Klappen angebracht sind, welche mit steigender Drehzahl durch Fliehkraftwirkung die Laufradaustrittsöffnungen mehr und mehr abschließen und dadurch die Höchstdrehzahl herabsetzen. Diese Vorrichtungen haben aber den Nachteil, daß sie teilweise schon bei normaler Drehzahl wirksam sind und dadurch die Normalleistung und N7-ormaldrehzahl herabsetzen und- den Wirkungsgrad verschlechtern.
  • Die vorliegende Erfindung vermeidet di,e` vorgenannten Mängel dadurch, daß im Rot 'ir, der Wasserturbine (Laufradnabe) mindesten, ein Bremsflügel so untergebracht ist, daß er' bei normaler Drehzahl, bei welcher er durch eine Verriegelungsvorrichtung in seiner Lage festgehalten wird, völlig unwirksam ist und bei Überschreiten einer bestimmten Drehzahl durch Fliehkraftwirkung in den Strömungsraum der treibenden Flüssigkeit hinaustritt und alsdann so gestellt ist, daß das von der Flüssigkeit auf ihn ausgeübte Drehmoment demjenigen der Laufradflügel entgegengesetzt und möglichst groß ist.
  • In den Fig. i bis 7 der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele einer Wasserturbine mit den Bremseinrichtungen gemäß der Erfindung dargestellt.
  • Die Fig, i bis 3 zeigen ein erstes Ausf Uhrungsbeispiel an einer Propellerturbine, bei der Störungskörper in Gestalt von Bremsflügeln in der Verlängerungsspitze der Laufradnabe untergebracht und um Achsen schwenkbar sind. Fig. i ist ein Axialschnitt durch die Turbine. Fig.2 zeigt die Abwicklung eines Zylinderschnittes durch einige Laufradschaufeln und einen Bremsflügel. Fig.3 ist ein Schnitt durch die Bremsvorrichtung senkrecht zur Achse der Turbine.
  • Fig.4 ist ein gleicher Schnitt wie Fig.3 durch eine Abwandlung.
  • Die Fig. 5 bis 7 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei Fig. 5 ein Axialschnitt durch die Turbine und Fig. 6 und ; Schnitte senkrecht zur Turbinenachse durch die Bremsvorrichtung sind.
  • Brei der Wasserturbine nach den Fig. i bis 3 fließt die Arbeitsflüssigkeit vom Leitapparat i durch die Schaufeln 2 des Laufrades in das Saugrohr 3. In der Spitze 5 der Laufradnabe 4. sind die Bremsflügel 6 untergebracht, welche um die Zapfen 7 schwenkbar sind und bei normaler Drehzahl durch die Schließfedern 8 in ihrer in Fig.3 in ausgezogenen Linien dargestellten unwirksamen Lage gehalten werden. In dieser Lage bilden die Flügel einen Teil der glatten Außenfläche der Laufradspitze, so daß keine Bremswirkung entsteht. Bei Steigerung der Drehzahl wird die Schließkraft der Federn durch die Fliehkraft der Bremsflügel überwunden, und diese treten, wie in den Figuren in gestrichelten Linien angedeutet, dadurch in den Strömungsraum hinaus. Es entsteht hierdurch einesteils eine direkte Bremswirkung durch Um= lenkung des Wassers an den Bremsflügeln. und überdies eine indirekte, durch Verminderung des Laufrad- und Saugrohrwirkungsgrades infolge der durch die Bremsflügel erzeugten stark wirbelnden Strömung. Durch ...das Zusammenwirken dieser Faktoren ist es möglich, die Durchgangsdrehzahl, wie Versuche ergaben, schon durch verhältnismäßig ;kleine Bremsflügel beträchtlich herabzusetzen. ' ljie Bremswirkung ist aus Fig. z, welche die Abwicklung eines Zylinderschnittes durch einige Laufrad- und einen Bremsflügel darstellt, besonders deutlich ersichtlich. Beim Durchgehen der Turbine durchfließt die Strömungsflüssigkeit das Laufrad 2 mit sehr großer Relativgeschwindigkeit, und diese ist beim Austritt aus dem Laufrad beinahe senkrecht in Bezug auf die Bremsflügel 6 gerichtet. Die dort entstehende Umlenkkraft wirkt der Umfangsgeschwindigkeit a des Laufrades direkt entgegen, so daß letztere herabgesetzt wird.
  • Fig.4 stellt eine Abwandlung der vorbeschriebenen Ausführungsform dar, bei welcher die Bremsflügel in ihrer unwirksamen Lage durch unter Federwirkung stehende Klinken 9 festgehalten werden, welche sich unter dem Einfluß der Zentrifugalkräfte bei beginnendem Durchgehen der Maschine derart drehen, daß sie die Bremsflügel freigeben. Diese Bauform hat gegenüber der Vorrichtung nach Fig.3 den Vorteil, daß die auf die Klinken wirkenden Federn bedeutend kleiner und schwächer gehalten werden können als die Schließfedern B. Der Verbindungshebel io mit Drehpunkt i i hat den Zweck, genau gleichzeitiges Verschwenken beider Klinken zu erreichen, da sonst beim Ausschwenken nur eines Bremsflügels eine Unausgeglichenheit des Laufrades :entstehen würde, welche Schwingungen erzeugen könnte.
  • Eine ähnliche Verbindung der beiden Bremsflügel miteinander könnte naturgemäß auch beim .ersten Ausführungsbeispiel vorgesehen seile.
  • In den Fig.5 bis 7 ist eine Vorrichtung dargestellt, bei welcher die Bremsflügel durch schieberartige Körper 12 gebildet werden. In Fig. 6 sind die Bremsflügel im ausgestreckten Zustand entsprechend der Stellung beim Durchgehen, in Fig. 7 in zurückgezogener Lage .entsprechend der Stellung bei normaler Drehzahl dargestellt. Sie werden bei normaler Drehzahl durch die Federn 13 zurückgehalten. Ihre äußere Stirnfläche ist dann mit der Außenfläche der Laufradspitze bündig, so daß sie bei normaler Drehzahl keine Bremswirkung verursachen. Die ausgestreckte Lage der Bremsflügel wird durch die Nocken 14 begrenzt. Die Querschnittsform und Stellung der Bremsflügel ist so gewählt, daß sie in der Drehrichtung einen möglichst großen Widerstand erzeugen.
  • Die Vorspannung der Federn 8 bzw. 13 wird so gewählt, daß die Bremsflügel schon bei einer nur wenig über der normalen liegenden Drehzahl in Tätigkeit treten.
  • In Abweichung von den dargestellten Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindung können die Störungskörper auch vor oder zwischen den Laufradschaufeln angeordnet werden. Ihre Zahl kann beliebig sein. Sie wird vorteilhaft aber größer als i gewählt, um nichtausgeglichene Kraftwirkungen und deren Folgen zu vermeiden: In Fig. 8 ist schließlich noch ein normales Geschwindigkeitsdiagramm einer Propellerturbine dargestellt, in welchem c die absoluten, w die relativen und u die Um#angegeschwindigkeiten bedeuten. Die Indices i b:e ziehen sich dabei auf die Eintritts- und z auf die Austrittskanten der Laufschaufeln. Es ist daraus ersichtlich, daß sich die Relativgeschwindigkeiten beim Durchfluß des Wassers durch das Laufrad nur verhältnismäßig wenig ändern. Dies ist beim Durchgehen wegen der Vergrößerung von u noch in vermehrtem Maße der Fall. Aus diesem Grunde ist die Wirksamkeit der Bremsflügel, da sie in erster Linie auf der Umlenkung der Relativgeschwindigkeit beruht, fast gleich groß, ob sie vor, zwischen oder nach den Laufradschaufeln angebracht werden, wie dies auch durch Versuche bestätigt wurde. Obschon die Figuren nur Ausführungsformen mit Anordnung der Bremsflügel hinter den Laufradschaufeln darstellten, bezieht sich die Erfindung sinngemäß auch auf andere Lagen derselben, sofern nur die angegebenen Bedingungen erfüllt sind.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung an Wasserturbinen zur Herabsetzung unerwünschter Drehzahlsteigerungen, insbesondere der Durchgangsdrehzahl, .gekennzeichnet durch mindestens einen im Rotor der Turbine unterge.-brachten Bremsflügel, der bei normaler Drehzahl, durch eine Verriegelungsvorrichtung. in seiner Lage festgehalten, völlig unwirksam ist, bei Überschreiten einer bestimmten Drehzahlgrenze jedoch unter dem Einfluß der Fliehkraft in .den Strömungsraum,der treibenden Flüssigkeit hineintritt und .alsdann so gestellt ist, daß das von der Flüssigkeit auf ihn ausgeübte Drehmoment demjenigen der Laufradflügelentgegengesetzt ist. z. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsflügel um Achsren schwenkbar sind und in ihrer unwirksamen Lageeinen Teil der Laufradnabe bilden (Fig. 1, 3, 4). 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsflügel als Schieber ausgebildet sind (Fig. 5 bis 7).
DEA76714D 1934-08-13 1935-08-03 Vorrichtung an Wasserturbinen zur Herabsetzung unerwuenschter Drehzahlsteigerungen Expired DE661671C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH661671X 1934-08-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE661671C true DE661671C (de) 1938-06-24

Family

ID=4526946

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA76714D Expired DE661671C (de) 1934-08-13 1935-08-03 Vorrichtung an Wasserturbinen zur Herabsetzung unerwuenschter Drehzahlsteigerungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE661671C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3348806A (en) * 1967-03-17 1967-10-24 Allis Chalmers Mfg Co Spoilers for turbine blades
WO2003098006A2 (en) * 2001-07-17 2003-11-27 Hamilton Sundstrand Corporation Turbine no-load speed limiter

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3348806A (en) * 1967-03-17 1967-10-24 Allis Chalmers Mfg Co Spoilers for turbine blades
WO2003098006A2 (en) * 2001-07-17 2003-11-27 Hamilton Sundstrand Corporation Turbine no-load speed limiter
WO2003098006A3 (en) * 2001-07-17 2004-03-04 Hamilton Sundstrand Corp Turbine no-load speed limiter

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