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Verfahren zur Herstellung von Preß-betonpfählen Gegenstand des Patents
631 557'bildet ein Verfahren zur Herstellung von Prießbetonpfählen, bei dem die,
Betonmasse unter Druck in ein oben abgeschlossenes Rohr eingebracht und zwischen
dem Rohrabschluß und der eingebrachten Betonmasse eine Flüssigkeit als Hilfsmittel
zum Austreiberf des Rohres bienutzt wird. Die Betonmasse wird dabei mittels einer
die Flüssigkeit durchdringenden, stets in der Betonmasse endigenden Leitung in der
Nähe des unteren Rdhrendes eingepreßt, so daß der zum Austreiben des Rohres erforderliche
Druck- von der Btet3nmass,c über die darüberstehende Flüssigkeitssäule auf den Rohrabschluß
übertragen wird.
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Vorteile dieses Verfahrens bestehen u.a. namentlich darin. daß eine
Auswaschung ioder Verdünnung des Betons durch die darül5,erstehende Flüssigkeit
unmöglich ist.
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In weiterer Ausbildung des vorbenannten Verfahrens wurdie nun festgestellt,
daß sich die angeführten Wirkungen und Vorteile auf noch weit einfachere, billigere
und bessere Weise erzielen lassen, wenn man den zugeführten Beton knapp oberhalb
der Oberfläche des im Rohr stehendien Betons in die darüberstehende Flüssigkeit
austreten läßt.
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Es hat sich nämlich gezeigt, daß auch in diesem Falle eine Auswaschung
oder Verwässerung des zugeführten Betons nicht eintritt. Andererseits kommt man
bei einem solchen Arbeiten häufig mit geringerem Kraftaufwand aus als bei dem Verfahren
des Hauptpat,ents.
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So wurde bei Ausführungsarbeiten von Pfählen gemäß Hauptpatent auf
der Baustelle zÜweilen folgendes festgestellt: Durch oftmaliges Auf- und Zuschrauben
der Rohrschüsse werden die Gewinde häufig etwas undicht, so daß Verluste an Flüssigk#eit
aus dem !oberen Teil dies Rohres auftreten. Daher wird die Oberfläche des eingeführten
Preßbetons in bezug auf das Ende des Einführungsrohres, das z. B. mittig angeordnet
ist, immer höher zu liegen kommen. Zugleich zeigte sich, daß die zum Einbringen
des Betons verwendete Pumpe eine immer größere Arbeit zu leisten hatte.
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. Es wurde nun gefunden, daß die Pumpe weniger Arbeit leisten
mußte, wenn das Zuführungsrohr während des Einpumpens langsam hochgezogen wurde.
Diese wertvolle Wirkung hielt überraschenderweise auch dann noch an, nachdem die-
Unterkante des Einführungsrohres den Beton bereits verlassen hatte, der Beton also
unmittelbar in die Flüssigkeit ausgepreßt wurde.
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Es wurde dabei ferner festgestellt, daß der austretende Beetonkegel,
der vor dem Ab-
binden gewissermaßen sich in einem plastischen Fließzustand
befindet, bei Austritt aus dem oberen Rohr in die Flüssigkeit durch
den
Druck der Betonpumpe auf der Oberfläche des bereits ein-eführten Betons zerdrückt
wird. Der Wasserdruck ist dabeigegen das Innere des Bctons gerichtet. Festgestellt
wurde nun, daß auch darin, wenn das ZK-, führungsrohr außerhalb des Pfahles mit
Löcherr# versehen.ist, Flüssigkeit aus dieson Löchern' nicht austritt. Dies bedeutet,
dab Durchströmung des aus dem Zufuhrorgan austretenden Betons durch die daKib#,-rsteb,end-e
Flüssigkeitssäule nicht auftritt und somit also auch die unangenehmen Ausivascherscheinungün
nicht auftreten.
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Pfähle gemäß dem Verfahren nach - der
Erfindung sind
völlig Igleielimäl.')ig und zeigen auch an den Berübrungsstellen. mit dem Boden
keine Auswaschungen. Man kann das Fehlen der schädlichen Auswasch,erschuintni--en
auch wälirend des ii--cs 13 ZD #'a C
nachprüfen, z.B. dadurch, daß
man verhältnismäßig nahe an der BetonDberflächf, Wasserprohen entnimmt und dabei
festst-Alt, daß diese Proben einen iiiiii#,iis%#-ei-teii Anteil an. Zement nicht
aufweisen.
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Es wurde, wie eriv:ihnt. ferner noch f2sta13 bei Anwündun- d#,s gestellt,
d# Z,
nach der Erfindung häufig geringere Uistunl# el #en erforderlich \%-erden
als 1),--i dem Ver-C fahren nach dem Hauptpatent. Dies dürfte sich u.a. darauf gründen.
(Ial.') bei dem letzteren Verfahren d--r unter Druck stchendc, Beton ini
Innere]) des 'MantArohres infolg, innerer Reibung nur %-erli#-iltiiisiiiät.)ig
schiv,cr in Bewegung gehalten werden kann.
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Es haben nämlich schon Festigkeitsversuche an nassen und trockenen
Sanden -czeigt, daß sich eine Sandprobe unter all-3eitigem Druck- wie ein fester
Körper, z. B. erhärteter Beton, verhält-, der feste Zustand bei Cberschreiten ein.-r
-,-wissen Differenz zwischen der --röf#')t#eii und kleinsten Hauptspannung in. einen
plastischen Fließzustand über,-elit. Dies ändert sich auch dann nicht -, wenn man
dem nassen Sand Zement zUsetzt-, da dic erwähnte Erscheinurin eine Folge der inneren
Pcibung dcs Baustoffes ist. Der aus dem Einführungsrohr in die unter Druck stehende
Flüssigkeit austretendcBeton hat somit die Eigenscliaft eines fest,cn Körpers,
C
der sich im Verlauf des Zuführens auf der Oberfläch-2 des bereits ini Alantelrohr
befindlichenBetons staucht, sichdaraufplastisch ausbreitet und sieh organisch auf
den bereits eingeführten- Beton a ufl-Lgt, ohne die etwa vorhandenen Eiseneinlagen
zu beanspruchen oder zu verbiegen.
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Durch diese Vorgänge werden alle erreichbaren Hohlräume satt mit Beton
ausgefüllt, wobei derselbe durch die B.-ivegung der Kör-C ZD ner gegeneinander unter
gleichzeitigem Druck sehr dicht wird.
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Naturgemäß können sämtliche vorstehend 1##rgelegten Wirkungen und
Vort#oile des Verrens nach der Erlindung nur mit einem tig bescliaffenen Beton erreicht
werden, 'k. es müssen Z. B. die Korngrößen der :Z#sc:blagstolie richtig
gewählt und auch der Zementzusatz muß genügend groß sein. Die Zusammensetzung derart
beschaffenen Betons ist hinlänglich bekannt.
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Es wurde aber noch gefunden, daß man auch z. B. bei uii"üiisti"er
Abstufung der Zuschlagstoffe die erstrubt.n Wirkung-en und Vorteile in "enau -Icichein
Ausmaß wie sonst erzielen kann, wenn d-,r üb r dem Beton stehenden Flüssigkeit ein
o(Ic#r- mehrere K#oagulatoren zuglesützt wci-d##ii. fli erdurch wird die Bildung
einer- an sich bereits an den Bei-ülirtiii---,tI:iclieii zwisclien Beton Lind Wasser
#l1eWissermaU'en liautartigcn Schicht nocli begünstigt. Als obenglenannter Zusatz
hat sicli in Pfälilen, wo die Flüssigkeit aus Wasser bestand, z. B.
ein Zusatz
von 0.21)o handelsüblicliern Wasser-las als seln- #lcui"net erwiesen.
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Div Einführun- des Betons in den Pfahl wird unter Druck-, durch eine
an sicli bekannte und im Handel erhältliclie Betonpumpe, bewerkstelligt, die neben
dein Pfahl auf dem Erdboden aufgestellt ist. Es hat sich indessen gezeigt,
daß der eingeführte Beton trotz des (#cgciidrutcles im z# Mantelrohr bei Stillstehen
der Betonpumpe nicht die Neigung zei-t, %%ieder boclizusteigen, , , t' (la
der Flüssigkeitsdruck auf den Beton, der ZD aus dein zentralen Rohr o. dgl. austritt,
nur in waa-erechtem Sinne wirksam ist.
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