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Elektrischer Kompensator Die Erfindung betrifft einen elektrischen
Kompens.ator für das .gerichtete Senden bzw. Empfangen von Wellenenergie, insbesondere
von Schallwellen unter gleichzeitiger Benutzung einer Mehrzahl von beliebig im Raunne
angeordneten Empfängern. Im besonderen handelt es -sich um das gerichtete Senden
bzw. Empfangen in einer bestimmten Ebene, wobei für die Kompensation die gegenseitige
Lage zier Projektionspunkte der einzelnen Sender bzw. Empfänger auf dieser Ebene
maßgebend ist.
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Es ist bereits bekannt, Kompensatoren zu verwenden, bei denen"die
Glieder einer elektrischen Verzögerungskette mit voneinander isolierten Kontaktstreifen
verbunden sind, welche eine ebene Fläche bedecken. Auf dieser Fläche gleiten die
mit :den Empfängern bzw. Sendern verbundenen Kontakte. Besonders bei der Verwendung
einer größeren Anzahl von Empfängern haben sich bei derartigen Einrichtungen Nachteile
dadurch ergeben, daß die von jedem einzelnen Empfänger auf .die Kette gelieferte
Energie auf dem Wege nach dem Telephon :durch die anderen Empfänger durch Reflexionen
und Absorption beeinflußt wird. Weitere Störungen treten ein, wenn bei einer bestimmten
Stellung des Kompensators gleichzeitig mehrere Empfänger mit @deinselben Kettenglied
verbunden sind. Um .diese Nachteile wenigstens teilweise zu vermeiden, hat man bereits
vorgeschlagen, die Streifen des Kompensators in ihrer Längserstreckung zu unterteilen
und die verschiedenen Teile mit je einer besondren Verzögerungskette zu verbinden.
Dadurch wird erreicht, daß die Zahl der gleichzeitig an einer Kette liegenden Empfänger
geringer ist. Es ergibt sich aber der Nachteil, :daß die Empfänger bald auf die
eine, bald ,auf die andere Kette geschaltet werden -und sich die Zahl der an den
einzelnen Ketten liegenden Empfänger ändert.
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Die vorliegende Erfindung vermeidet :diese Nachteile, indem die Verzögerungsketten
und die damit verbundenen Kontaktstücke derart unterteilt sind, daß immer jeder
Empfänger bzw. jede Empfängergruppe beim Drehen der Kontaktbrücke mit derselben
Teillette verbunden bleibt. Das geschieht z. B. erfindungsgemäß dadurch, daß die
Kontaktfläche des Kompensators in konzentrische, ringförmige Streifenbahnen unterteilt
wird. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß die einzelne Kette nur mit einer
verhältnismäßig geringen Anzahl von Empfängern belastet wird und daß außerdem diese
Belastung für jede Kette immer dieselbe bleibt. Wenn z. B. die Empfängeranordnung
bzw. ihre Projektionspunkte auf die Peilebene so getroffen
sind,
daß eine größere Anzahl allnähernd in eine gerade Linie fällt, so ließ sich bei
den bisher bekannten Anordnungen nicht vermeiden, daß bei einer- bestimmten Stellung
.des Kompensators eine :größere Anzahl der Empfänger gleichzeitig auf dasselbe Kettenglied
geschaltet war. Dies läßt sich durch ringförmige Streifenbahnen dagegen leicht vermeiden.
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Der Erfindungsgedanke ist weiter mit Vorteil bei einem Kegelkompensatör
zu verwenden, bei dem die einzelnen voneinander isolierten Kontaktstücke, mit denen
die Glieder der elektrischen Verzögerungskette verbunden sind, einen Kollektorkörper
von der Form eines Kegelstumpfes bilden, dessen Mantel als die Gleitfläche für :die
um die Achse des Körpers drehbaren Gleitkontakte dient. Hierbei war es bekannt,
den Kollektorkörper stufenförmig in der Weise auszubilden, daß Gleitflächen in Form
von Kegelmänteln aufeinanderstehender Kegelstümpfe entstehen.
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Der Erfindungsgedanke besteht hierbei darin, die Kontaktschichten
-jedes einzelnen Kegelstumpfes mit einer besonderen Verzögerungskette zu verbinden.
Hierdurch wird ebenfalls erreicht, daß stets dieselben Empfänger -auf derselben
Teilkette bleiben. Auch hat man es vollkommen in der Hand, die Unterteilung so .vorzunehmen,.
.däß nur eine bestimmte Mindestzahl von Empfängern auf der entsprechenden Verzögerungskette
läuft.
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Die Breite der ringförmigen Streifen bzw. die Mantellänge der Kegelstümpfe
wird dabei so groß gewählt, daß eine geringe Verschiebung der Kontaktbürsten vorgenommen
werden kann. Solche Verschiebungen können z. B. zweckmäßig sein, um ,der veränderlichen
Schallgeschwindigkeit bei verschieden'enTern peraturen des Wassers Rechnung zu tragen.
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Die Erfindung ist beispielsweise und schematisch an Hand der Zeichnungen
erläutert.
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Es stellt dar: Abb. i eine Anordnung und ein Schaltschema einer Kompensationseinrichtung
nach der Erfindung, Abb.2 eine Anordnung und ein Schaltschema einer Kompensationseinrichtung
nach einer etwas anderen Ausführungsform.
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Abb. i stellt eine Kompensationseinrichtung für sechzehn Empfänger
dar. Kontaktstreifen a und b sind zu einem Ring 17 bzw. i8 zusammengefaßt. Die Anordnung
der Empfänger ist dabei so gedacht, wie sie etwa einer am Bug eines Schiffes angebrachten
Gruppe entspricht, wobei acht Empfänger auf Steuerbordseite und acht Empfänger auf
Backbordseite zu liegen kommen. i bis 16 stellen Kontaktbürsten für die entsprechenden
Empfänger dar. Die Bürsten 1, 2, 7, 8, 9, io, 15 und 16 laufen auf dem äußeren ringförmigen
Kontaktstreifen 17; :die Bürsten 3, 4, 5, 6, 11, 12, 13 und 14 auf dem inneren Ring.
Beide Ringe sind in Streifen unterteilt. Die Streifen. a des äußeren Ringes sind
der Reihe nach an je ein Glied der Verzögerungsteilkette i9 # angeschlossen, die
Streifen b des inneren Ringes ebenso an die Glieder der Teilkette 2o. Der Kette
2o ist noch eine feste Verzögerungskette 2i vorgeschaltet. 22 und 23 bedeuten Abschlußwiderstände
der Ketten. Die nicht durchlaufenden, einander gegenüberliegenden Streifen jedes
Ringes sind unter sich verbunden, z. B. der Streifen a, mit dem Streifen a2 und
der Streifen bs mit dem Streifen b4. Diese Verbindung ist in der Abbildung nicht
dargestellt. Beide Ketten sind parallel an ein Telephon 24 gelegt. Natürlich können
sie auch, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Transformatoren, in Reihe mit
der Anzeigevorrichtung verbunden sein.
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Abb. z stellt eine Kompensationseinrichtung für zwanzig Empfänger
dar, deren. Projektionspunkte eine Fläche überdecken. 25 bis 36 sind Kontaktbürsten,
die im äußeren Ring 45 laufen, 37 bis 44 Kontaktbürsten, die im: inneren Ring 46
laufen. Die Streifen des äußeren Ringes sind mit einer Kette 47, die Streifen des
innerer. Ringes mit einer Kette 48, der eine feste Verzögerungskette @9 vorgeschaltet
ist, verbunden. 51 ist ein Abschlußwiderstand für die Kette 48, 50 einA.bschlußwiderstand
für (die Kette 47. Auch hier sind die entsprechenden einander gegenüberliegenden
Streifen jedes Ringes unter sich leitend verbunden, was in der Abbildung nicht dargestellt
ist. Die beiden Ketten sind parallel an ein Telephon 52 gelegt..
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. Die Erfindung eignet sich- insbesondere für Unterwasserschall. '_