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Vorrichtung zum Befestigen eines Geweihes o. dgl. auf einem Wandschild
Die Befestigung von Geweihen, Gehörnen u. dgl. auf Wandschildern erfolgt allgemein
durch Holzschrauben. Das Anbringen der Schraubenlöcher und des Versenkes für die
Schraubenköpfe aber bietet dem Laien @erhebliche Schwierigkeiten, da die Schraubenlöcher
sowie das Versenk in bestimmter Lage zueinander und zu dem Schädelknochen liegen
müssen, wenn sich das Geweih in richtiger Lage zum Wandschild befinden soll und
die Schraubenköpfe nicht teilweise über dem Schädelknochen vorstehen sollen. Durch
die Schraubenköpfe wird, selbst bei sorgfältigster Ausführung, der Gesamteindruck
des aufgezogenen Geweihes beeinträchtigt. Um diese Übelstände zu beseitigen, ist
zwar schon vorgeschlagen. worden, das Geweih durch reine in die Schädelhöhlung eingeführte
Schiene an dem Wandschild zu befestigen, die durch; eine Schraube von der Rückseite
des Wandschildes aus angezogen wird. ,Eine- solche Befestigungsweise ist aber unvollkommen,
da sie nur zwei Angriffsstellen an dem Schädelknochen. bietet !und diese Stellen
noch in mehrfacher Richtung uneben sind, so daB die Schiene keinen Halt findet und
abrutscht. Im günstigsten Falle legt sich die Schiene infolge der Unebenheiten des
Schädelknochens schief, so daß dann die Biefesti.-gungsschraube auch eine entsprechend
schiefre Lage annimmt und das Geweih beim Anziehen in eine schiefe Lage zum Wandschild
zwingt.
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Die Erfindung betrifft eine neuartige Verrichtung zum Befestigen von
Geweihen u. dgl. an Wandschildern mittels eines in die Schädelhöhlung eingreifenden
Gliedes, das die erwähnten Nachteile vermeidet.
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Die Mchnlung veranschaulicht den Erfirn.-dungsgegenstand, und zwar
die Befestigungsvorrichtung und einen für die Vorrichtung, geeigneten Wandschild.
Es zeigt: Abb. i das Wandschild von der Rückseite, Abb.2 das Wandschild mit dem
aufgezogenen Geweih von ;der Vorderseite, Abb. 3 den Schnitt nach der Linie E-F
der Abb. 2, Abb. q. die Befestigungsvorrichtung in größerem Maßstab e, Abb. 5 den
Schnitt nach der Linie A-B der Abb. q. und Abb. 6 den Schnitt nach der Linie C-D1
der Abb. q..
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Die neue Vorrichtung besteht aus einem Blechschild a und einem bei
p an diesem angelenkten zweiarmigen Hebel e, d. Der seitlich an dem Schilda vorstehende
Teil b und das Hebelende d sind als Schneidern. zum Eingreifen in den Schädelknochen
ausgebildet. Durch eine rechtwinklig zum Schilda stehende Abbiegung q ist eine Schraube
f geführt, deren freies Ende an dem Hebelarm c anliegt. Durch Drehen der Schraube
f kann der Hebel c, d @um den P unkt p geschwenkt werden, wodurch die Entfernung
der Schneiden b und d voneinander verändert werden kann, um sie der Weite
des Schädels anzupassen. In der Nähe der Abb iegung g ist durch die Plattea eine
Schraübeg geführt,
welche sich gegen den Grund der Schädelhöhlung
stützt und durch deren Verschrauben man die Platten so einstellen kann, daß sie
parallel zu der Anlagefläche des Schädelknochens an dem Wandschild liegt. An dem
der Abbiegung g abgewandten Ende ist an der Platte a eine Schraube s gehalten, welche
mittels .einer Flügelmutterla zur Befestigung des Geweihes an dem Wandschild r dient.
Die Schraube s -liegt seitlich von der Verbindungslinie der Schneiden
b, d, und zwar @entgegengesetzt von der Schraubeg. Beim Anziehen <der
Flügelmutter lt versucht die Platte a mit dem Hebel c, d tun die Schneiden
b, d zu kippen, dabei stützt sich die Schraube g fest gegen den Boden der
Schädelhöhlung.
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Die Amvendüngsweis@e der neuen Vorrichtung ist folgende: Zunächst
wird der Hebel c, d durch Drehen der Schraube/ .so eingestellt, daß die Entfernung
der Schneiden b, d voneinander etwa der Weite der Schädelhöhlung an der Stelle ientspricht,
welche durch vorspringende Knochenteile zur Befestigung am günstigsten ist. Es kann
dies etwa die Stelle der Augenhöhlen sein oder aber der Teil des Schädels, welcher
wieder mach außen enger wird (Abt. 6). Nach Einführung der Befestigungsvorrichtung
in den hohlen Schädel wird durch Drehen der Schraube g die Platte a so ausgerichtet,
daß sie parallel zur Auflagefläche des Schädellmochens an dem Wandschild r und die
Schraubes somit rechtwinklig dazu steht. Das Geweih wird alsdann mit der Befestigungsvorrichtung
so auf das Wandschild gesetzt, daß die Schraube s durch einen Durchbruch t tritt
und gegebenenfalls eine in der Mittellinie des Geweihes eingefeilte Einkerbung l
sich auf einen Zentnerwulst 1i des Wandschildes legt. Zieht man darauf unter Zwischenlage
einer Unterlegscheiben die Flügelmutfier h an, so wird der Schädel mit dem Geweih
fest gegen das Wandschild gepreßt, wobei die Schneiden b" d sich in den Schädelknochen
:eindrücken. Es können in dem Wandschild noch Schrauben i, k vorgesehen sein, gegen
welche sich der Boden der Schädelhöhlung beim Anziehen der Schraube s stützt und
wodurch das Geweih ausgerichtet werden kann.
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Das Wandschild ist zweckmäßig als nach hinten @olener Hohlkörper ausgebildet
zum Zweck, Raum zu schaffen für die Flügelmutter k und die Schrauben 1,
i, 1z. Daher können durch Zwischenwände Kammern m, n, o
gebildet sein
zur Aufnahme des zu dem Geweih gehörenden Kiefers sowie von Aufzeichnungen, welche
das erlegte Wild betreffen. Eine Durchbrechung v in :dem mittleren. Teile des Wandschildes
- macht die Schrauben f und g auch noch nach der Befestigung des Geweihes an dem
Wandschild zugänglich, so daß es möglich ist, noch nachträglich Einstellungen der
Platten vorzunehmen, besonders aber durch Anziehen der Schraube f ein weiteres Eindringen
der Schneiden b, d in den Schädelknochen zu bewirken. Das Wandschild kann
,aus beliebigem Werkstoff hergestellt sein, vorteilhaft wird es aus Kunstharz oder
einer ähnlichen plastischen Masse gefertigt, weil @es sich so, in einem Arb(eitsgang
in vollkommen fertige Form bringen läßt.