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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft einen Impfstoff, der eine CLPc-Protease und ihr
entsprechendes DNA-Molekül umfasst,
für die
Vermeidung und Behandlung von Chlamydia-Infektion bei Säugern.
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Die
Anmeldung beschreibt auch eine Reihe von Chlamydia-Antigenen, einschließlich eines
ATP-Bindekassette-Proteins, eines sekretorischer Lokus-ORF, einer
Endopeptidase, einer Protease, einer Metalloprotease, CLP-Protease
ATPase, einer CLP-Protease-Untereinheit,
einer Transglycolase/Transpeptidase und Thioredoxin, und deren entsprechende
DNA-Moleküle
für die
Vermeidung und Behandlung von Chlamydia-Infektion in Säugern.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Chlamydien
sind Prokaryonten. Sie weisen morphologische und strukturelle Ähnlichkeiten
zu gram-negativen Bakterien auf, einschließlich einer trilaminaren äußeren Membran,
die Lipopolysaccharid und mehrere Membranproteine enthält, die
zu Proteinen strukturell und funktionell analog sind, die bei E.
coli gefunden werden. Sie sind obligat intrazelluläre Parasiten
mit einem einzigartigen biphasischen Lebenszyklus, der aus einem
metabolisch inaktiven, jedoch infektiösen extrazellulären Stadium
und einem replizierenden, jedoch nicht-infektiösen intrazellulären Stadium
besteht. Das replikative Stadium des Lebenszyklus findet innerhalb
eines Membran-gebundenen Einschlusses statt, der die Bakterien von
dem Cytoplasma der infizierten Wirtszelle abtrennt.
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C.
pneumoniae ist ein häufiges
menschliches Pathogen, das ursprünglich
als der TWAR-Stamm von Chlamydia psittaci beschrieben wurde, jedoch
sodann als eine neue Spezies erkannt wurde. C. pneumoniae ist antigenisch,
genetisch und morpho logisch von anderen Chlamydia-Spezies (C. trachomatis,
C. pecorum und C. psittaci) verschieden. Es zeigt 10% oder weniger
DNA-Sequenzhomologie mit sowohl C. trachomatis als auch C. psittaci.
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Im
Allgemeinen weisen alle Chlamydien eine gemeinsame Entwicklungsmikrobiologie
auf und sie scheinen eine gemeinsame Immunbiologie aufzuweisen.
Genomanalysen zeigen, dass mehr als 80% der Protein-kodierenden
Gene von C. pneumoniae und C. trachomatis Orthologe sind, die eine ähnliche
Genomorganisation aufweisen.
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C.
pneumoniae ist die dritthäufigste
Ursache für
Lungenentzündungen,
deren auslösende
Erreger außerhalb
des Krankenhauses aufgenommen wurden, und ist nur weniger häufig als
Streptococcus pneumoniae und Mycoplasma pneumoniae (Grayston et
al. (1995) Journal of Infectious Diseases 168:1231; Campos et al. (1995)
Investigation of Ophthalmology and Visual Science 36:1477). Es kann
auch Symptome und Erkrankungen des oberen Atemtrakts, einschließlich Bronchitis
und Sinusitis hervorrufen (Grayston et al. (1995) Journal of Infectious
Diseases 168:1231; Grayston et al. (1990) Journal of Infectious
Diseases 161:618–625;
Marrie (1993) Clinical Infectious Diseases 18:501–513; Wang
et al. (1986) Chlamydial infections, Cambridge University Press,
Cambridge, S. 329). Die große
Mehrheit der Erwachsenen (mehr als 60%) weist Antikörper gegen C.
pneumoniae auf (Wang et al. (1986) Chlamydial infections, Cambridge
University Press, Cambridge, S. 329), was eine zurückliegende
Infektion anzeigt, die unerkannt oder asymptomatisch blieb.
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C.
pneumoniae-Infektion stellt sich gewöhnlich als eine akute respiratorische
Erkrankung dar (d.h. Husten, Halsschmerzen, Heiserkeit und Fieber;
abnormale Geräusche
im Brustkorb bei Abhören).
Bei den meisten Patienten dauert der Husten zwei bis sechs Wochen
an und eine Genesung ist langsam. Bei etwa 10% dieser Fälle wird
eine Infektion des oberen Atemtrakts durch Bronchitis oder Lungenentzündung gefolgt.
Ferner wurde während
einer C. pneumoniae-Epidemie eine darauf folgende Co-Infektion mit
Pneumococcus bei etwa der Hälfte
dieser Patienten mit Lungenentzündung
verzeichnet, insbesondere bei geschwächten und älteren Personen. Wie vorstehend
beschrieben gibt es zunehmend Anzeichen dafür, dass eine C. pneumoniae-Infektion
auch mit Erkrankungen gekoppelt ist, die keine respiratorischen
Infektionen sind.
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Das
Reservoir für
den Organismus sind vermutlich Menschen. Im Gegensatz zu C. psittaci-Infektionen gibt
es kein bekanntes Vogel- oder Tierreservoir. Eine Übertra gung
wurde nicht deutlich definiert. Sie könnte aus einem direkten Kontakt
mit Sekreten, aus Infektionsträgern
oder aus Luftübertragung
resultieren. Es gibt einen langen Inkubationszeitraum, der für viele
Monate andauern kann. Basierend auf einer Analyse von Epidemien
scheint sich C. pneumoniae langsam über eine Population auszubreiten
(das Fall-zu-Fall-Intervall beträgt
durchschnittlich 30 Tage), da infizierte Personen unzureichende Überträger für den Organismus
sind. Eine Empfänglichkeit
für C.
pneumoniae ist universell. Erneute Infektionen treten während des
Erwachsenenalters auf und folgen der Primärinfektion als Kind. C. pneumoniae
scheint eine endemische Erkrankung auf der ganzen Welt zu sein,
wobei überlagernde
Intervalle eines erhöhten
Auftretens (Epidemien), die zwei bis drei Jahre andauern, festzustellen
sind. C. trachomatis-Infektion verleiht keine Kreuz-Immunität gegenüber C. pneumoniae.
Infektionen werden leicht mit oralen Antibiotika, Tetracyclin oder
Erythromycin (2 g/d, mindestens 10 bis 14 d lang) behandelt. Ein
kürzlich
entwickeltes Arzneimittel, Azithromycin, ist als Einzeldosistherapie
gegen Chlamydien-Infektionen hochgradig wirksam.
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In
den meisten Fällen
verläuft
eine C. pneumoniae-Infektion häufig
mild und ohne Komplikationen und bis 90% der Infektionen sind subakut
oder unerkannt. Man nahm an, dass bei Kindern in Industrieländern Infektionen
bis zu einem Alter von fünf
Jahren selten sind, obwohl eine jüngere Untersuchung (E. Normann
et al., Chlamydia pneumoniae in children with acute respiratory
tract infections, Acta Paediatrica, 1998, Band 87, Ausgabe 1, Seiten
23–27)
beschrieb, dass viele Kinder in dieser Altersgruppe in einer PCR
Anzeichen für
eine Infektion aufweisen, obwohl sie seronegativ sind. Es wurde
eine Prävalenz
von 17–19%
bei Kindern im Alter von 2–4
Jahren geschätzt.
In Entwicklungsländern
ist die Seroprävalenz
von C. pneumoniae-Antikörpern unter jungen
Kindern erhöht
und es gibt Vermutungen, dass C. pneumoniae eine wichtige Ursache
für eine
akute Erkrankung des unteren Atemtrakts und eine Mortalität bei Säuglingen
und Kindern in tropischen Regionen der Welt sein könnte.
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Aus
Seroprävalenzuntersuchungen
und Untersuchungen von lokalen Epidemien war zu erkennen, dass eine
anfängliche
C. pneumoniae-Infektion gewöhnlich
zwischen einem Lebensalter von 5 und 20 Jahren auftritt. Für die USA
wird beispielsweise angenommen, dass es 30000 Fälle einer durch C. pneumoniae
verursachten Pneumonie bei Kindern jedes Jahr gibt. Infektionen
können
sich unter Gruppen von Kindern oder jungen Erwachsenen anhäufen (z.B.
Schüler
oder Wehrpflichtige).
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C.
pneumoniae verursacht 10–25%
der Infektionen des unteren Atemtrakts, deren auslösende Erreger außerhalb
des Krankenhauses aufgenommen werden (wie von Schweden, Italien,
Finnland und den USA berichtet). Während einer Epidemie kann C.
pneumonia-Infektion 50–60%
der Fälle
an Pneumonie ausmachen. Während
dieser Zeiträume
wurden auch mehrere Episoden einer Mischinfektion mit S. pneumoniae
beschrieben.
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Eine
erneute Infektion während
des Erwachsenenalters ist häufig.
Das klinische Bild neigt dazu, abgeschwächter zu sein. Wie anhand Seroprävalenzuntersuchungen
in der Bevölkerung
ermittelt, gibt es eine Tendenz für eine zunehmende Exposition
mit dem Alter, die besonders unter Männern deutlich ist. Manche Wissenschaftler
spekulierten, dass ein persistierendes, asymptomatisches C. pneumoniae-Infektionsstadium auftritt.
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Bei älteren Erwachsenen
oder Erwachsenen mittleren Alters kann sich C. pneumoniae-Infektion
zu einer chronischen Bronchitis und Sinusitis entwickeln. Eine Untersuchung
in den USA zeigte, dass die Häufigkeit für durch
C. pneumoniae verursachte Pneumonie bei Personen, die jünger als
60 Jahre sind, ein Fall pro 1000 Personen pro Jahr beträgt. Jedoch
erhöhte
sich die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei älteren Menschen um das Dreifache.
C. pneumoniae-Infektion führt
selten zu einem Krankenhausaufenthalt, mit der Ausnahme von Patienten
mit einer Basiserkrankung.
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Von
beträchtlicher
Wichtigkeit ist die Verbindung von Atherosklerose und C. pneumoniae-Infektion.
Es gibt mehrere epidemiologische Untersuchungen, die eine Korrelation
von vorherigen Infektionen mit C. pneumoniae und Herzinfarkten und
Erkrankungen der Koronararterien und Halsschlagadern zeigen (Saikku
et al. (1988) Lancet; ii:983–986;
Thom et al. (1992) JAMA 268:68–72;
Linnanmaki et al. (1993) Circulation 87:1030; Saikku et al. (1992)
Annals Internal Medicine 116:273–287; Melnick et al. (1993)
American Journal of Medicine 95:499). Darüber hinaus wurden die Organismen
in Atheromen und Fettstreifen der Koronararterien, Halsschlagadern,
peripheren Arterien und Aorta nachgewiesen (Shor et al. (1992) South
African Medical Journal 82:158–161;
Kuo et al. (1993) Journal of Infectious Diseases 167:841–849; Kuo
et al. (1993) Arteriosclerosis and Thrombosis 13:1501–1504; Campbell
et al. (1995) Journal of Infectious Diseases 172:585; Chiu et al. (1997)
Circulation 96:2144–2148).
Lebensfähiges
C. pneumoniae wurde aus der Koronararterie und Halsschlagader gewonnen
(Ramirez et al. (1996) Annals of Internal Medici ne 125:979–982; Jackson
et al. (1997) J. Infect. Dis. 176:292–295). Ferner wurde gezeigt,
dass C. pneumoniae Veränderungen
einer Atherosklerose im Kaninchenmodell induzieren kann (Fong et
al. (1997) Journal of Clinical Microbiology 35:48 und Laitinen et al.
(1997) Infect. Immun. 65:4832–4835).
Zusammengefasst zeigen diese Ergebnisse, dass es hochgradig wahrscheinlich
ist, dass C. pneumoniae Atherosklerose bei Menschen hervorrufen
kann, obwohl die epidemiologische Wichtigkeit für Chlamydien-Atherosklerose
noch zu zeigen ist.
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Eine
Reihe jüngerer
Untersuchungen zeigte auch eine Verbindung zwischen C. pneumoniae-Infektion und
Asthma. Eine Infektion wurde auch mit keuchender asthmatischer Bronchitis,
Altersasthma und akuten Verschlimmerungen von Asthma bei Erwachsenen
in Verbindung gebracht und Untersuchungen in kleinerem Maßstab zeigten,
dass eine längere
Antibiotikabehandlung wirksam war, die Schwere der Erkrankung bei
manchen Individuen stark zu verringern (Hahn D.L. et al., Evidence
for Chlamydia pneumoniae infection in steroid-dependent asthma,
Ann. Allergy Asthma Immunol., 1998 Jan, 80(1): 45–49; Hahn
D.L. et al., Association of Chlamydia pneumoniae IgA antibodies
with recently symptomatic asthma, Epidemiol. Infect., 1996 Dez, 117(3):
513–517;
Bjornsson E. et al., Serology of chlamydia in relation to asthma
and bronchial hyperresponsiveness, Scand. J. Infect. Dis., 1996,
28(1): 63–69;
Hahn D.L., Treatment of Chlamydia pneumoniae infection in adult
asthma: a before-after trial, J. Fam. Pract., 1995 Okt, 41(4): 345–351; Allegra
L. et al., Acute exacerbations of asthma in adults: role of Chlamydia
pneumoniae infection, Eur. Respir. J., 1994 Dez, 7(12): 2165–2168; Hahn
D.L. et al., Association of Chlamydia pneumoniae (strain TWAR) infection
with wheezing, asthmatic bronchitis, and adult-onset asthma, JAMA,
1991 Jul. 10, 266(2): 225–230).
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Im
Hinblick auf diese Ergebnisse wäre
ein schützender
Impfstoff gegen C. pneumoniae-Infektion von beträchtlicher Wichtigkeit. Es gibt
bisher keinen wirksamen Impfstoff für eine jegliche menschliche
Chlamydien-Infektion. Es ist vorstellbar, dass ein wirksamer Impfstoff
unter Verwendung von physikalisch oder chemisch inaktivierten Chlamydien
entwickelt werden kann. Jedoch bietet ein solcher Impfstoff keine
große
Sicherheit. Im Allgemeinen werden sicherere Impfstoffe dadurch hergestellt,
dass der Organismus durch Attenuierung oder in rekombinanter Art
und Weise genetisch manipuliert wird.
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Eine
mit C. trachomatis-Infektion assoziierte Erkrankung ist Trachom,
eine Folgekrankheit einer Augeninfektion. Diese Erkrankung ist nach
wie vor eine Hauptur sache für
eine verhinderbare Erblindung, wobei schätzungsweise 500 Millionen Fälle von
aktivem Trachom weltweit auftreten (7 Millionen umfassen Blindheit aufgrund
von Bindehautvernarbung und Deformationen des Augenlids). In den
letzten beiden Jahrzehnten wurde eine Genital-Chlamydien-Infektion
als ein hauptsächliches
Gesundheitsproblem dadurch identifiziert, dass erkannt wurde, dass
eine Chlamydien-Infektion mit Krankheitssyndromen wie nicht-gonococcaler
Urethritis, mucopurulenter Cervicitis, Nierenbeckenentzündung (PID),
ektopischer Schwangerschaft und Eileiterunfruchtbarkeit assoziiert
ist. Die Weltgesundheitsorganisation schätzte 89 Millionen neue Fälle einer
genitalen Chlamydien-Infektion weltweit im Jahre 1995. In den Vereinigten
Staaten treten jedes Jahr schätzungsweise 4
Millionen neue Fälle
auf und 50000 Frauen werden als ein Ergebnis einer Infektion unfruchtbar.
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Untersuchungen
mit C. trachomatis und C. psittaci zeigen, dass ein sicherer und
wirksamer Impfstoff gegen Chlamydia ein erstrebenswertes Ziel ist.
Zum Beispiel sind Mäuse,
die sich von einer Lungeninfektion mit C. trachomatis erholt haben,
vor einer Unfruchtbarkeit, die durch einen darauf folgenden vaginalen
Befall induziert wird, geschützt
(Pal et al. (1996) Infection and Immunity 64:5341). In ähnlicher
Weise waren Schafe, die mit inaktiviertem C. psittaci immunisiert
worden waren, vor darauf folgenden durch Chlamydien induzierten Abgängen und
Totgeburten geschützt
(Jones et al. (1995) Vaccine 13:715). In einem Mäusemodell wurde ein Schutz
vor Chlamydien-Infektionen mit Thl-Immunreaktionen, insbesondere
einer CD8+-CTL-Reaktion, in Verbindung gebracht (Rottenberg et al.
(1999) J. Immunol. 162:2829–2836
und Penttila et al. (1999) Immunology 97:490–496) und es ist unwahrscheinlich,
dass ähnliche
Reaktionen bei Menschen induziert werden müssen, um einen Schutz zu verleihen.
Jedoch sind Antigene, die fähig
sind, eine schützende
Immunreaktion gegenüber
C. pneumoniae hervorzurufen, größtenteils
unbekannt. Das Auftreten ausreichend hoher Titer von neutralisierenden
Antikörpern
an Mucosaoberflächen
kann auch eine schützende
Wirkung ausüben
(Cotter et al. (1995) Infection and Immunity 63:4704).
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Eine
antigene Variation innerhalb der Spezies C. pneumoniae ist aufgrund
einer unzureichenden genetischen Information nicht gut dokumentiert,
obwohl basierend auf C. trachomatis das Vorliegen einer Variation
erwartet wird. Serovarietas von C. trachomatis wird auf der Basis
einer antigenen Variation in dem Hauptprotein der äußeren Membran
(MOMP) definiert, veröffentlichte
MOMP-Gensequenzen von C. pneumoniae zeigen jedoch keine Variation
zwischen mehreren verschiedenen Isola ten des Organismus (Campbell
et al. (1990) Infection and Immunity 58:93; McCafferty et al. (1995)
Infection and Immunity 63:2387–9;
Gaydos et al. (1992) Infection and Immunity 60(12):5319–5323).
Das Gen, das für
ein 76 kDa-Antigen kodiert, wurde von einem einzigen Stamm von C.
pneumoniae kloniert und die Sequenz veröffentlicht (Perez Melgosa et
al. (1994) Infection and Immunity 62:880). Ein Operon, das für die Gene
für Cystein-reiche
Proteine der äußeren Membran
mit 9 kDa und 60 kDa kodiert, wurde beschrieben (Watson et al. (1990)
Nucleic Acids Res. 18:5299; Watson et al. (1995) Microbiology 141:2489).
Viele Antigene, die durch Immunseren gegen C. pneumoniae erkannt werden,
sind über
alle Chlamydien konserviert, jedoch können das Protein mit 98 kDa,
das Protein mit 76 kDa und mehrere andere Proteine spezifisch für C. pneumoniae
sein (Knudsen et al. (1999) Infect. Immun. 67:375–383; Perez
Melgosa et al. (1994) Infection and Immunity 62:880; Melgosa et
al. (1993) FEMS Microbiol. Lett. 112: 199; Campbell et al. (1990)
J. Clin. Microbiol. 28:1261; Iijima et al. (1994) J. Clin. Microbiol. 32:583).
Es wurde beschrieben, dass Antiseren gegen Antigene mit 76 kDa und
54 kDa C. pneumoniae in vitro neutralisieren (Perez Melgosa et al.
(1994) Infect. Immun. 62:880–886
und Wiedmann-Al-Ahmad et al. (1997) Clin. Diagn. Lab. Immunol. 4:700–704). Eine
Bewertung der Anzahl und relativen Häufigkeit jeglicher Serotypen
von C. pneumoniae und der definierenden Antigene ist bisher nicht
möglich.
Die gesamte Genomsequenz von C. pneumoniae, Stamm CWL-029 ist nun
bekannt (http://chlamydia-www.berkeley.edu:4231/),
und wie weitere Sequenzen verfügbar
werden, kann ein besseres Verständnis
von antigener Variation gewonnen werden.
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Viele
Antigene, die durch Immunseren gegen C. pneumoniae erkannt werden,
sind über
alle Chlamydien konserviert, jedoch scheinen Proteine mit 98 kDa,
76 kDa und 54 kDa spezifisch für
C. pneumoniae zu sein (Campos et al. (1995) Investigation of Ophthalmology
and Visual Science 36:1477; Marrie (1993) Clinical Infectious Diseases
18:501–513;
Wiedmann-Al-Ahmad M. et al., Reactions of polyclonal and neutralizing
anti-p54 monoclonal antibodies with an isolated, species-specific
54-kilodalton protein
of Chlamydia pneumoniae, Clin. Diagn. Lab. Immunol., 1997 Nov, 4(6):
700–704).
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Ein
Immunoblotting von Isolaten mit Seren aus Patienten zeigt eine Variation
von Blottingmustern zwischen Isolaten, was anzeigt, dass Serotypen
von C. pneumoniae existieren könnten
(Grayston et al. (1995) Journal of Infectious Diseases 168:1231;
Ramirez et al. (1996) Annals of Internal Medicine 125:979–982). Jedoch
werden die Ergebnisse möglicherweise
durch den Infektionszustand der Patienten verzerrt, da Immunoblot-Profile
von Seren eines Patienten sich während
der Zeit nach einer Infektion verändern. Eine Bewertung der Anzahl
und relativen Häufigkeit
jeglicher Serotypen und der definierenden Antigene ist bisher nicht
möglich.
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Die
Verwendung von DNA-Immunisierung, um eine schützende Immunreaktion in Balb/c-Mäusen gegen
pulmonale Infektion mit dem Mäuse-Pneumonitis
(MoPn)-Stamm von
Chlamydia trachomatis zu erzeugen, wurde kürzlich beschrieben (Zhang et
al. (1997) J. Infect. Dis. 76:1035–1040 und Zhang et al. (1999)
Immunology 96:314–321).
Kürzlich
wurde die Genomsequenz des C. pneumoniae-Stamms CM1 (ATCC # 1360-VR)
von Griffais in der WO 99/27105 am 3. Juni 1999 beschrieben.
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Dementsprechend
besteht ein Bedarf für
eine Identifizierung und Isolierung von Polynukleotid-Sequenzen
aus C. pneumoniae für
eine Verwendung bei der Vermeidung und Behandlung von Chlamydia-Infektion.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Anmeldung beschreibt aufgereinigte und isolierte Polynukleotid-Moleküle, die
für ein
Chlamydia-Polypeptid kodieren, das ausgewählt ist aus: einem ATP-bindenden
Kassettenprotein, einem sekretorischer Lokus-ORF, einer Endopeptidase,
einer Protease, einer Metalloprotease, CLP-Protease ATPase, einer CLP-Protease-Untereinheit,
einer Transglycolase/Transpeptidase, einer CLPc-Protease und Thioredoxin.
Die in der Anmeldung beschriebenen Polynukleotid-Moleküle können in
Verfahren zur Verhinderung, Behandlung und Diagnose von Chlamydia-Infektion
verwendet werden. Beispielsweise sind die in der Anmeldung beschriebenen
Polynukleotid-Moleküle
DNA, die für
ein Polypeptid einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 2, 4, 6, 8,
10, 12, 14, 16, 18 und 20 kodiert.
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Ein
weiterer in der Anmeldung beschriebener Aspekt betrifft Polypeptide,
die einem isolierten DNA-Molekül
entsprechen. Aminosäuresequenzen
der entsprechenden kodierten Polypeptide sind in einer Ausführungsform
als SEQ ID NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 gezeigt.
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Der
Fachmann wird leicht verstehen, dass die Anmeldung bei Beschreibung
der für
Chlamydia-Polypeptide kodierenden Polynukleotid-Sequenzen auch Polynukleotide
beschreibt, die für
Fragmente kodieren, die von solchen Polypeptiden abgeleitet sind.
Darüber
hinaus beschreibt die Anmeldung ferner Mutanten und Derivate sol cher
Polypeptide und Fragmente, die davon abgeleitet sind, die sich aus
der Addition, Deletion oder Substitution von nicht-essenziellen
Aminosäuren
wie hier beschrieben ergeben. Der Fachmann würde auch leicht verstehen,
dass die Anmeldung bei Beschreibung der für Chlamydia-Polypeptide kodierenden
Polynukleotid-Sequenzen
ferner monospezifische Antikörper
beschreibt, die spezifisch an solche Polypeptide binden.
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Die
Anmeldung beschreibt Expressionskassetten, Vektoren und Zellen,
die mit den in der Anmeldung beschriebenen Polynukleotiden transformiert
oder transfiziert sind.
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Dementsprechend
beschreibt die Anmeldung ferner (i) ein Verfahren zur Herstellung
eines in der Anmeldung beschriebenen Polypeptids in einem rekombinanten
Wirtsystem und entsprechende Expressionskassetten, Vektoren und
transformierte oder transfizierte Zellen, (ii) ein Verfahren zur
Diagnose des Auftretens von Chlamydia in einer biologischen Probe,
das die Verwendung eines in der Anmeldung beschriebenen DNA- oder
RNA-Moleküls,
monospezifischen Antikörpers
oder Polypeptids umfassen kann, und (iii) ein Verfahren zur Aufreinigung
eines in der Anmeldung beschriebenen Polypeptids durch Antikörper-basierte
Affinitätschromatographie.
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Erfindungsgemäß wird bereitgestellt:
(i) ein Impfstoff oder ein Lebend-Impfvektor wie ein Pockenvirus-, Salmonella
typhimurium- oder Vibrio cholerae-Vektor mit einem in der Anmeldung
beschriebenen Polypeptid oder Polynukleotid, wobei solche Impfstoffe
und Impfvektoren für
beispielsweise eine Vermeidung und Behandlung von Chlamydia-Infektion
verwendbar sind, in Kombination mit einem Verdünnungsmittel oder Träger, und
damit in Beziehung stehende pharmazeutische Zusammensetzungen und
verbundene therapeutische und/oder prophylaktische Verfahren, (ii)
eine therapeutische und/oder prophylaktische Verwendung eines in der
Anmeldung beschriebenen RNA- oder DNA-Moleküls, entweder in nackter Form
oder mit einem Zufuhrträger
formuliert, eines Polypeptids oder einer Kombination von Polypeptiden
oder eines monospezifischen Antikörpers wie in der Anmeldung
beschrieben, und damit in Verbindung stehende pharmazeutische Zusammensetzungen.
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In
einem erfindungsgemäßen Aspekt
wird ein Impfstoff bereitgestellt, der einen Impfvektor und mindestens
eine erste Nukleinsäure
umfasst, die ausgewählt
ist aus einer jeglichen der folgenden:
- (i)
eine in SEQ ID NO: 17 gezeigte Nukleinsäuresequenz,
- (ii) eine Nukleinsäuresequenz,
die für
ein durch SEQ ID NO: 17 kodiertes Polypeptid kodiert,
- (iii) eine Nukleinsäuresequenz,
die für
ein Polypeptid kodiert, das zu mindestens 75% in der Aminosäuresequenz
zu dem durch SEQ ID NO: 17 kodierten Polypeptid identisch ist,
- (iv) eine Nukleinsäuresequenz,
die für
ein Polypeptid kodiert, dessen Sequenz in SEQ ID NO: 18 gezeigt
ist,
- (v) eine Nukleinsäuresequenz
wie in (i), (ii) oder (iv) definiert, die derart modifiziert wurde,
dass sie für
ein modifiziertes Polypeptid kodiert, wobei das modifizierte Polypeptid
Immunogenizität
beibehält
und zu mindestens 75% in der Aminosäuresequenz zu dem entsprechenden
durch die Nukleinsäure
von (i), (ii) oder (iv) kodierten Polypeptid identisch ist,
wobei
jede erste Nukleinsäure
exprimiert werden kann.
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In
einem weiteren erfindungsgemäßen Aspekt
wird ein Impfstoff bereitgestellt, der einen Impfvektor und mindestens
eine erste Nukleinsäure
umfasst, die ausgewählt
ist aus einer jeglichen der folgenden:
- (i)
eine Nukleinsäuresequenz,
die mindestens 36 aufeinander folgende Nukleotide aus SEQ ID NO:
17 umfasst,
- (ii) eine Nukleinsäuresequenz,
die für
ein immunogenes Fragment kodiert, das mindestens 12 aufeinander folgende
Aminosäuren
aus SEQ ID NO: 18 umfasst,
- (iii) eine Nukleinsäuresequenz
wie in (i) oder (ii) definiert, die derart modifiziert wurde, dass
sie für
ein modifiziertes Polypeptid kodiert, wobei das modifizier te Polypeptid
Immunogenizität
beibehält
und zu mindestens 75% in der Aminosäuresequenz zu dem entsprechenden
Fragment von (i) oder (ii) identisch ist,
wobei eine jede
erste Nukleinsäure
exprimiert werden kann.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
Erfindung wird anhand der nachstehenden Beschreibung unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen weiter verstanden werden, worin:
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9 zeigt
die Nukleotidsequenz des Gens, das für eine CLPc-Protease kodiert
(SEQ ID NO: 17), und die abgeleitete Aminosäuresequenz der CLPc-Protease
aus Chlamydia pneumoniae (SEQ ID NO: 18).
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19 zeigt die Restriktionsenzymanalyse des C. pneumoniae-Gens,
das für
eine CPLc-Protease kodiert.
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29 zeigt die Herstellung und Elemente des Plasmids
pCACPNM459.
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39 zeigt einen Schutz gegenüber C. pneumoniae-Infektion
durch pCACPNM459 nach einer DNA-Immunisierung.
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Die
Anmeldung beschreibt auch weitere Zeichnungen, worin:
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1 zeigt
die Nukleotidsequenz des Gens, das für eine ATP-bindende Kassette
kodiert (SEQ ID NO: 1), und die abgeleitete Aminosäuresequenz
der ATP-bindenden Kassette aus Chlamydia pneumoniae (SEQ ID NO:
2).
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2 zeigt
die Nukleotidsequenz des Gens, das für einen sekretorischer Lokus-ORF kodiert (SEQ
ID NO: 3), und die abgeleitete Aminosäuresequenz des sekretorischer
Lokus-ORF aus Chlamydia pneumoniae (SEQ ID NO: 4).
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3 zeigt
die Nukleotidsequenz des Gens, das für eine Endopeptidase kodiert
(SEQ ID NO: 5), und die abgeleitete Aminosäuresequenz der Endopeptidase
aus Chlamydia pneumoniae (SEQ ID NO: 6).
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4 zeigt
die Nukleotidsequenz des Gens, das für eine Protease kodiert (SEQ
ID NO: 7), und die abgeleitete Aminosäuresequenz der Protease aus
Chlamydia pneumoniae (SEQ ID NO: 8).
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5 zeigt
die Nukleotidsequenz des Gens, das für eine Metalloprotease kodiert
(SEQ ID NO: 9), und die abgeleitete Aminosäuresequenz der Metalloprotease
aus Chlamydia pneumoniae (SEQ ID NO: 10).
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6 zeigt
die Nukleotidsequenz des Gens, das für CLP-Protease ATPase kodiert
(SEQ ID NO: 11), und die abgeleitete Aminosäuresequenz der CLP-Protease
ATPase aus Chlamydia pneumoniae (SEQ ID NO: 12).
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7 zeigt
die Nukleotidsequenz des Gens, das für eine CLP-Protease-Untereinheit
kodiert (SEQ ID NO: 13), und die abgeleitete Aminosäuresequenz
der CLP-Protease-Untereinheit aus Chlamydia pneumoniae (SEQ ID NO:
14).
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8 zeigt
die Nukleotidsequenz des Gens, das für eine Transglycolase/Transpeptidase
kodiert (SEQ ID NO: 15), und die abgeleitete Aminosäuresequenz
der Transglycolase/Transpeptidase aus Chlamydia pneumoniae (SEQ
ID NO: 16).
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10 zeigt die Nukleotidsequenz des Gens, das für Thioredoxin
kodiert (SEQ ID NO: 19), und die abgeleitete Aminosäuresequenz
von Thioredoxin aus Chlamydia pneumoniae (SEQ ID NO: 20).
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11 zeigt die Restriktionsenzymanalyse für das C.
pneumoniae-Gen, das für
eine ATP-bindende Kassette kodiert.
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12 zeigt die Restriktionsenzymanalyse für das C.
pneumoniae-Gen, das für
einen sekretorischer Lokus-ORF kodiert.
-
13 zeigt die Restriktionsenzymanalyse für das C.
pneumoniae-Gen, das für
eine Endopeptidase kodiert.
-
14 zeigt die Restriktionsenzymanalyse für das C.
pneumoniae-Gen, das für
eine Protease kodiert.
-
15 zeigt die Restriktionsenzymanalyse für das C.
pneumoniae-Gen, das für
eine Metalloprotease kodiert.
-
16 zeigt die Restriktionsenzymanalyse für das C.
pneumoniae-Gen, das für
CLP-Protease ATPase kodiert.
-
17 zeigt die Restriktionsenzymanalyse für das C.
pneumoniae-Gen, das für
eine CLP-Protease-Untereinheit kodiert.
-
18 zeigt die Restriktionsenzymanalyse für das C.
pneumoniae-Gen, das für
eine Transglycolase/Transpeptidase kodiert.
-
20 zeigt die Restriktionsenzymanalyse für das C.
pneumoniae-Gen, das für
Thioredoxin kodiert.
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21 zeigt die Herstellung und Elemente des Plasmids
pCACPNM213.
-
22 zeigt die Herstellung und Elemente des Plasmids
pCACPNM882.
-
23 zeigt die Herstellung und Elemente des Plasmids
pCACPNM208.
-
24 zeigt die Herstellung und Elemente des Plasmids
pCACPNM1096.
-
25 zeigt die Herstellung und Elemente des Plasmids
pCACPNM1097.
-
26 zeigt die Herstellung und Elemente des Plasmids
pCACPNM908.
-
27 zeigt die Herstellung und Elemente des Plasmids
pCACPNM909.
-
28 zeigt die Herstellung und Elemente des Plasmids
pCACPNM440.
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30 zeigt die Herstellung und Elemente des Plasmids
pCACPNM708.
-
31 zeigt einen Schutz gegenüber C. pneumoniae-Infektion
durch pCACPNM213 nach DNA-Immunisierung.
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32 zeigt einen Schutz gegenüber C. pneumoniae-Infektion
durch pCACPNM882 nach DNA-Immunisierung.
-
33 zeigt einen Schutz gegenüber C. pneumoniae-Infektion
durch pCACPNM208 nach DNA-Immunisierung.
-
34 zeigt einen Schutz gegenüber C. pneumoniae-Infektion
durch pCACPNM1096 nach DNA-Immunisierung.
-
35 zeigt einen Schutz gegenüber C. pneumoniae-Infektion
durch pCACPNM1097 nach DNA-Immunisierung.
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36 zeigt einen Schutz gegenüber C. pneumoniae-Infektion
durch pCACPNM908 nach DNA-Immunisierung.
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37 zeigt einen Schutz gegenüber C. pneumoniae-Infektion
durch pCACPNM909 nach DNA-Immunisierung.
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38 zeigt einen Schutz gegenüber C. pneumoniae-Infektion
durch pCACPNM2440 nach DNA-Immunisierung.
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40 zeigt einen Schutz gegenüber C. pneumoniae-Infektion
durch pCACPNM708 nach DNA-Immunisierung.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Offene
Leserahmen (ORF), die für
eine Reihe von Chlamydien-Proteinen kodieren, wurden aus dem Genom
von C. pneumoniae identifiziert. Diese Proteine umfassen ein ATP-Bindekassette-Protein,
einen sekretorischer Lokus-ORF, eine Endopeptidase, eine Protease,
eine Metalloprotease, CLP-Protease ATPase, eine CLP-Protease-Untereinheit, eine
Transglycolase/Transpeptidase, eine CLPc-Protease und Thioredoxin. Das
Gen, das für
ein jegliches dieser Polypeptide kodiert, wurde in ein Expressionsplasmid
inseriert und es wurde gezeigt, dass es einen Immunschutz gegenüber Chlamydien-Infektion
verleiht. Dementsprechend kann ein jegliches dieser Polypeptide
und verwandter Polypeptide für
eine Vermeidung und Behandlung von Chlamydia-Infektion verwendet
werden.
-
Gemäß einem
ersten in der Anmeldung beschriebenen Aspekt werden isolierte Polynukleotide
beschrieben, die für
Chlamydia-Polypeptide kodieren, deren Aminosäuresequenzen in SEQ ID NOs:
2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 gezeigt sind.
-
Der
Begriff „isoliertes
Polynukleotid" definiert
ein Polynukleotid, das aus der Umgebung, in der es natürlicherweise
auftritt, entfernt wurde. Zum Beispiel ist ein natürlich auftretendes
DNA-Molekül,
das in dem Genom eines lebenden Bakteriums oder als Teil einer Genbank
vorliegt, nicht isoliert, das gleiche Molekül ist jedoch bei Abtrennung
von dem verbleibenden Teil des bakteriellen Genoms als Ergebnis
von beispielsweise einem Klonierungsereignis (Amplifikation) isoliert.
Typischerweise ist ein isoliertes DNA-Molekül frei von DNA-Regionen (wie
kodierenden Regionen), mit denen es in dem natürlich auftretenden Genom am
5'- oder 3'-Ende unmittelbar
benachbart ist. Solche isolierten Polynukleotide können Teil
eines Vektors oder einer Zusammensetzung sein und immer noch als
isoliert definiert werden, dadurch dass ein solcher Vektor oder
eine solche Zusammensetzung nicht Teil der natürlichen Umgebung eines solchen
Polynukleotids ist.
-
Das
in der Anmeldung beschriebene Polynukleotid ist entweder RNA oder
DNA (cDNA, genomische DNA oder synthetische DNA) oder Modifikationen,
Varianten, Homologe oder Fragmente davon. Die DNA ist entweder doppelsträngig oder
einzelsträngig
und falls sie einzelsträngig
ist, ist sie entweder der kodierende Strang oder der nicht-kodierende
(Antisense-)Strang. Eine jegliche der Sequenzen, die für die in
der Anmeldung beschriebenen Polypeptide wie in einer jeglichen Sequenz
der SEQ ID NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 gezeigt kodieren,
ist (a) eine kodierende Sequenz, (b) eine Ribonukleotidsequenz,
die von der Transkription von (a) abgeleitet ist, oder (c) eine
kodierende Sequenz, die die Redundanz oder die Degeneriertheit des
genetischen Codes, die gleichen Polypeptide zu kodieren, nutzt. „Polypeptid" oder „Protein" betrifft eine jegliche
Kette von Aminosäuren,
ungeachtet der Länge
oder einer post-translationellen Modifikation (wie Glykosylierung
oder Phosphorylierung). Beide Begriffe werden austauschbar in der
vorliegenden Anmeldung verwendet.
-
In Übereinstimmung
mit einem in der Anmeldung beschriebenen Aspekt werden Aminosäuresequenzen
bereitgestellt, die zu einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 2,
4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 homolog sind. Wie hier verwendet
betrifft „homologe
Aminosäuresequenz" ein jegliches Polypeptid,
das vollständig
oder teilweise durch eine Nukleinsäuresequenz kodiert wird, die
bei 25–35°C unter der
kriti schen Schmelztemperatur (Tm) an einen jeglichen Teil der Nukleinsäuresequenz
nach einer der SEQ ID NOs: 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17 und 19
hybridisiert. Eine homologe Aminosäuresequenz ist eine Sequenz,
die sich von einer Aminosäuresequenz
nach einer der SEQ ID NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20
durch eine oder mehrere konservative Aminosäuresubstitutionen unterscheidet.
Eine solche Sequenz umfasst auch serotypische Varianten (nachstehend
definiert), sowie Sequenzen mit Deletionen oder Insertionen, die
inhärente
Eigenschaften des Polypeptids wie Immunogenizität beibehalten. Vorzugsweise
ist eine solche Sequenz zu mindestens 75%, vorzugsweise mindestens
78%, mehr bevorzugt mindestens 80%, noch mehr bevorzugt mindestens
85%, 88% oder 90% und am meisten bevorzugt mindestens 93%, 95% oder
98% zu einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12,
14, 16, 18 und 20 identisch.
-
Homologe
Aminosäuresequenzen
umfassen Sequenzen, die zu einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs:
2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 identisch oder im Wesentlichen
identisch sind. „Im
Wesentlichen identische Aminosäuresequenz" betrifft eine Sequenz,
die zu mindestens 90%, vorzugsweise 95%, mehr bevorzugt 97% und
am meisten bevorzugt 99% zu einer Referenz-Aminosäuresequenz
identisch ist und die sich vorzugsweise von der Referenz-Sequenz
durch hauptsächlich
konservative Aminosäuresubstitutionen
unterscheidet.
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Konservative
Aminosäuresubstitutionen
sind Substitutionen innerhalb von Aminosäuren derselben Klasse. Diese
Klassen umfassen beispielsweise Aminosäuren mit ungeladenen polaren
Seitenketten wie Asparagin, Glutamin, Serin, Threonin und Tyrosin,
Aminosäuren
mit basischen Seitenketten wie Lysin, Arginin und Histidin, Aminosäuren mit
sauren Seitenketten wie Asparaginsäure, Glutaminsäure und
Aminosäuren
mit nicht-polaren Seitenketten wie Glycin, Alanin, Valin, Leucin,
Isoleucin, Prolin, Phenylalanin, Methionin, Tryptophan und Cystein.
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Homologie
wird unter Verwendung von Sequenzanalyse-Software wie dem Sequence
Analysis Software Package der Genetics Computer Group, University
of Wisconsin Biotechnology Center, 1710 University Avenue, Madison,
WI 53705 gemessen. Aminosäuresequenzen
werden aneinander ausgerichtet, um eine Identität zu maximieren. Lücken können künstlich
in die Sequenz eingeführt
werden, um eine korrekte Ausrichtung zu erreichen. Sobald eine optimale
Ausrichtung erstellt wurde, wird der Homologiegrad durch Aufzeichnung
aller Positionen, in denen die Aminosäuren beider Sequenzen identisch
sind, im Verhältnis
zu der Gesamtzahl an Positionen bestimmt.
-
Homologe
Polynukleotid-Sequenzen werden in ähnlicher Weise definiert. Vorzugsweise
ist eine homologe Sequenz eine Sequenz, die zu mindestens 45%, mehr
bevorzugt 50%, 55%, 60%, 65%, 70%, 75%, 80% und noch mehr bevorzugt
85%, 87%, 90%, 93%, 96% und am meisten bevorzugt 99% zu der kodierenden
Sequenz einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 1, 3, 5, 7, 9, 11,
13, 15, 17 und 19 identisch ist.
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In Übereinstimmung
mit einem in der Anmeldung beschriebenen Aspekt umfassen Polypeptide
mit einer Sequenz, die zu einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs:
2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 homolog ist, natürlich auftretende
allelische Varianten, sowie Mutanten oder jegliche andere nicht
natürlich
auftretenden Varianten, die die inhärenten Eigenschaften des Polypeptids
einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14,
16, 18 und 20 beibehalten.
-
Wie
bekannt ist, ist eine allelische Variante eine alternative Form
eines Polypeptids, die dadurch charakterisiert ist, dass sie eine
Substitution, Deletion oder Addition einer oder mehrerer Aminosäuren aufweist, die
nicht die biologische Funktion des Polypeptids verändert. „Biologische
Funktion" betrifft
die Funktion des Polypeptids in den Zellen, in denen es natürlicherweise
auftritt, selbst wenn die Funktion für das Wachstum oder das Überleben
der Zellen nicht notwendig ist. Beispielsweise ist die biologische
Funktion eines Porins, den Eintritt von Verbindungen, die im extrazellulären Medium
vorliegen, in Zellen zu ermöglichen.
Biologische Funktion unterscheidet sich von antigener Eigenschaft.
Ein Polypeptid kann mehr als eine biologische Funktion aufweisen.
-
Allelische
Varianten sind in der Natur sehr häufig. Beispielsweise ist eine
bakterielle Spezies wie C. pneumoniae gewöhnlicherweise durch eine Vielzahl
von Stämmen
vertreten, die sich voneinander durch kleine allelische Variationen
unterscheiden. Tatsächlich
kann ein Polypeptid, das die gleiche biologische Funktion in verschiedenen
Stämmen
erfüllt,
eine Aminosäuresequenz
(und Polynukleotid-Sequenz) aufweisen, die nicht in jedem der Stämme identisch
ist. Ungeachtet dieser Variation wurde eine Immunreaktion gezeigt,
die allgemein gegen viele allelische Varianten gerichtet ist. In
Untersuchungen des Chlamydien-MOMP-Antigens tritt ein Binden des
Antikörpers über verschiedene
Stränge
zusammen mit einer Neutralisierung einer Infektiösität auf, obwohl Aminosäuresequenz-Variationen
von MOMP von Stamm zu Stamm vorliegen, was zeigt, dass das MOMP
bei einer Verwendung als Immunogen gegenüber Aminosäurevariationen tolerant ist.
-
Polynukleotide,
die für
homologe Polypeptide oder allelische Varianten kodieren, werden
durch Amplifikation mittels Polymerasekettenreaktion (PCR) von genomischer
bakterieller DNA, die herkömmlicherweise extrahiert
wurde, gewonnen. Dies umfasst die Verwendung von synthetischen Oligonukleotidprimern,
die zu stromaufwärts
und stromabwärts
gelegenen Bereichen der 5'-
und 3'-Enden der
kodierenden Domäne
passen. Geeignete Primer werden gemäß der Nukleotidsequenz-Information
entworfen, die durch eine jegliche Sequenz der SEQ ID NOs: 1, 3,
5, 7, 9, 11, 13, 15, 17 und 19 bereitgestellt wird. Das Verfahren
ist wie folgt: ein Primer wird ausgewählt, der aus 10 bis 40, vorzugsweise
15 bis 25 Nukleotiden besteht. Es ist vorteilhaft, Primer auszuwählen, die
C- und G-Nukleotide in einem Anteil enthalten, der ausreichend ist,
um eine wirksame Hybridisierung sicherzustellen, d.h. eine Menge
an C- und G-Nukleotiden von mindestens 40%, vorzugsweise 50% des
gesamten Nukleotidgehalts. Eine Standard-PCR-Reaktion enthält typischerweise
0,5 bis 5 Units Taq-DNA-Polymerase pro 100 μl, 20 bis 200 μM von jedem
Desoxynukleotid, vorzugsweise bei gleichen Konzentrationen, 0,5
bis 2,5 mM Magnesium über
der gesamten Konzentration an Desoxynukleotiden, 105 bis
106 Zielmoleküle und etwa 20 pmol eines jeden
Primers. Etwa 25 bis 50 PCR-Zyklen werden durchgeführt, wobei eine
Annealingtemperatur 15°C
bis 5°C
unter dem wahren Tm der Primer liegt. Eine stringentere Annealingtemperatur
verbessert eine Unterscheidung gegenüber falsch hybridisierten Primern
und verringert einen Einbau von falschen Nukleotiden am 3'-Ende von Primern.
Eine Denaturierungstemperatur von 95°C bis 97°C ist typisch, obwohl höhere Temperaturen
für eine
Denaturierung von G+C-reichen Zielen geeignet sein können. Die
Anzahl an durchgeführten
Zyklen hängt
von der Ausgangskonzentration von Zielmolekülen ab, obwohl typischerweise
mehr als 40 Zyklen nicht empfohlen sind, da eine Tendenz zur Akkumulierung
von nicht-spezifischen
Hintergrundprodukten besteht.
-
Ein
alternatives Verfahren zum Gewinnen von Polynukleotiden, die für homologe
Polypeptide oder allelische Varianten kodieren, besteht in einem
Hybridisierungsscreening einer DNA- oder RNA-Bibliothek. Hybridisierungsverfahren
sind bekannt und in Ausubel et al. (Ausubel et al., Current Protocols
in Molecular Biology, John Wiley & Sons
Inc., 1994), Silhavy et al. (Silhavy et al., Experiments with Gene
Fusions, Cold Spring Harbor Laboratory Press, 1984) und Davis et
al. (Davis et al., A Manual for Genetic Engineering: Advanced Bacterial
Genetics, Cold Spring Harbor Laboratory Press, 1980) beschrieben.
Wichtige Parameter für
eine Optimierung von Hybridisierungsbedingungen spiegeln sich in
einer Formel wider, die verwendet wird, um die kritische Schmelztemperatur
zu erhalten, über
der sich zwei komplementäre
DNA-Stränge
voneinander trennen (Casey & Davidson
(1977) Nucl. Acid Res. 4:1539). Im Fall von Polynukleotiden mit
etwa 600 Nukleotiden oder größer ist
diese Formel wie folgt: Tm = 81,5 + 0,41 × (% G + C) + 16,6 log (Kationenionenkonzentration) – 0,63 × (% Formamid) – 600/Basenzahl.
Unter geeigneten stringenten Bedingungen beträgt die Hybridisierungstemperatur
(Th) etwa 20–40°C, 20–25°C oder vorzugsweise
30–40°C unter dem
berechneten Tm. Der Fachmann wird verstehen, dass eine optimale
Temperatur und optimale Salzbedingungen einfach bestimmt werden
können.
-
Im
Fall der in der Anmeldung beschriebenen Polynukleotide werden stringente
Bedingungen für
sowohl Vorhybridisierungs-, als auch Hybridisierungsinkubationen
(i) innerhalb von 4 bis 16 Stunden bei 42°C in 6 × SSC mit 50% Formamid oder
(ii) innerhalb von 4 bis 16 Stunden bei 65°C in einer wässrigen 6 × SSC-Lösung (1 M NaCl, 0,1 M Natriumcitrat
(pH 7,0)) erreicht. Typischerweise werden Hybridisierungsexperimente
bei einer Temperatur von 60 bis 68°C, z.B. 65°C, durchgeführt. Bei einer derartigen Temperatur
können
stringente Hybridisierungsbedingungen in 6 × SSC, vorzugsweise in 2 × SSC oder
1 × SSC,
mehr bevorzugt in 0,5 × SSC, 0,3 × SSC oder
0,1 × SSC
(bei Fehlen von Formamid) erreicht werden. 1 × SSC enthält 0,15 M NaCl und 0,015 M
Natriumcitrat.
-
Geeignete
Homologe und Fragmente davon, die nicht natürlich auftreten, werden unter
Verwendung von bekannten Verfahren für eine Identifizierung von
solchen Regionen eines Antigens, die wahrscheinlich Aminosäuresequenzveränderungen
und/oder -deletionen tolerieren, entworfen. Als ein Beispiel werden
homologe Polypeptide aus unterschiedlichen Spezies verglichen und
konservierte Sequenzen werden identifiziert. Je unterschiedlicher
Sequenzen sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie Sequenzveränderungen
tolerieren. Eine Homologie unter Sequenzen kann unter Verwendung
von beispielsweise dem BLAST-Homologie-Suchalgorithmus von Altschul
et al. (1997) Nucleic Acids Res. 25:3389–3402 analysiert werden. Alternativ werden
Sequenzen basierend auf einer Computer-gestützten Analyse von möglichen
T- oder B-Zell-Epitopen derart modifiziert, dass sie gegenüber T- und/oder B-Zellen
reaktiver werden. Eine noch weitere Alternative ist die Mutierung
eines bestimmten Aminosäurerests
oder einer bestimmten Aminosäurese quenz
innerhalb des Polypeptids in vitro und sodann ein Screening der
mutierten Polypeptide auf ihre Fähigkeit,
Chlamydia-Infektion gemäß dem nachstehend
beschriebenen Verfahren zu verhindern oder zu behandeln.
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Der
Fachmann wird leicht verstehen, dass durch Befolgung des in dieser
Anmeldung beschriebenen Screening-Verfahrens es ohne ungebührliches
Experimentieren bestimmt werden wird, ob ein bestimmtes Homolog
einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14,
16, 18 und 20 bei der Vermeidung oder Behandlung von Chlamydia-Infektion
verwendbar sein kann. Das Screening-Verfahren umfasst die Schritte:
- (i) Immunisieren eines Tieres, vorzugsweise
einer Maus, mit dem Testhomolog oder Fragment,
- (ii) Beimpfen des immunisierten Tieres mit Chlamydia und
- (iii) Selektieren derjenigen Homologe oder Fragmente, die einen
Schutz gegenüber
Chlamydia verleihen.
-
„Verleihen
von Schutz" bedeutet,
dass eine Verringerung hinsichtlich der Schwere einer jeglichen
der Wirkungen einer Chlamydia-Infektion im Vergleich mit einem Kontrolltier,
das nicht mit dem Testhomolog oder -fragment immunisiert wurde,
auftritt.
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In Übereinstimmung
mit dem vorstehend in der Anmeldung beschriebenen Aspekt werden
Polypeptid-Derivate beschrieben, die Teilsequenzen einer jeglichen
Sequenz der SEQ ID NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20, Teilsequenzen
von Polypeptidsequenzen, die zu einer jeglichen Sequenz der SEQ
ID NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 homolog sind, Polypeptide,
die von Volllängen-Polypeptiden
durch innere Deletion abgeleitet sind, und Fusionsproteine sind.
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Es
ist anerkannte Praxis in der Immunologie, Fragmente und Varianten
von Protein-Immunogenen als Impfstoffe zu verwenden, da alles, was
erforderlich ist, um eine Immunreaktion gegenüber einem Protein zu induzieren,
eine kleine (z.B. 8 bis 10 Aminosäuren) immunogene Region des
Proteins ist. Es wurde gezeigt, dass verschiedene kurze synthetische
Peptide, die Oberflächen-exponierten
Antigenen von Pathogenen entsprechen, die von Chlamydia verschieden
sind, wirksame Impfstoff- Antigene
gegen ihre jeweiligen Pathogene sind, z.B. ein Peptid mit 11 Resten
von murinem Mammatumorvirus (Casey & Davidson (1977) Nucl. Acid Res. 4:1539),
ein Peptid mit 16 Resten von Semliki Forest Virus (Snijders et al.
(1991) J. Gen. Virol. 72:557–565) und
zwei überlappende
Peptide mit 15 Resten, die jeweils aus Hunde-Parvovirus stammen (Langeveld et al. (1994)
Vaccine 12(15):1473–1480).
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Dementsprechend
wird dem Fachmann nach Lesen der Beschreibung offensichtlich sein,
dass Teilsequenzen einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 2, 4,
6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 oder deren homologe Aminosäuresequenzen
den Volllänge-Sequenzen inhärent sind
und diese sind in der vorliegenden Anmeldung beschrieben. Solche
Polypeptidfragmente sind vorzugsweise mindestens 12 Aminosäuren lang.
Vorteilhafterweise sind sie mindestens 15 Aminosäuren, vorzugsweise mindestens
20, 25, 30, 35, 40, 45, 50 Aminosäuren, mehr bevorzugt mindestens
55, 60, 65, 70, 75 Aminosäuren
und am meisten bevorzugt mindestens 80, 85, 90, 95, 100 Aminosäuren lang.
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Polynukleotide
mit 30 bis 600 Nukleotiden, die für Teilsequenzen von Sequenzen
kodieren, die zu einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 2, 4, 6,
8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 homolog sind, werden durch PCR-Amplifikation
unter Verwendung der vorstehend beschriebenen Parameter und unter
Verwendung von Primern, die zu den Sequenzen passen, die stromaufwärts und
stromabwärts
zu den 5'- und 3'-Enden des zu amplifizierenden
Fragments liegen, gewonnen. Das Matrizen-Polynukleotid für eine solche
Amplifikation ist entweder das Volllängen-Polynukleotid, das zu
einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15,
17 und 19 homolog ist, oder ein Polynukleotid, das in einem Gemisch
von Polynukleotiden wie einer DNA- oder RNA-Bibliothek enthalten
ist. Als ein alternatives Verfahren für ein Gewinnen der Teilsequenzen
wird eine Screening-Hybridisierung unter den vorstehend beschriebenen
Bedingungen und unter Verwendung der Formel für eine Berechnung des Tm-Werts
durchgeführt.
Falls Fragmente mit 30 bis 600 Nukleotiden gewonnen werden sollen,
wird der berechnete Tm-Wert durch Subtrahieren korrigiert (600 pro
Polynukleotid, Größe in Basenpaaren)
und die Stringenzbedingungen werden durch eine Hybridisierungstemperatur
definiert, die 5–10°C unter dem
Tm-Wert liegt. Falls Oligonukleotide erhalten werden sollen, die
kürzer
als 20 bis 30 Basen sind, ist die Formel für eine Berechnung des Tm-Werts
wie folgt: Tm = 4 × (G
+ C) + 2 (A + T). Beispielsweise würde ein Fragment mit 18 Nukleotiden
und einem G+C-Gehalt von 50% einen ungefähren Tm-Wert von 54°C aufweisen.
Kurze Peptide, die Fragmente einer jeglichen Sequenz der SEQ ID
NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 oder deren homologen
Sequenzen sind, werden direkt durch chemische Synthese erhalten
(E. Gross und H.J. Meinhofer, 4 The Peptides: Analysis, Synthesis,
Biology, Modern Techniques of Peptide Synthesis, John Wiley & Sons (1981) und
M. Bodanzki, Principles of Peptide Synthesis, Springer-Verlag (1984)).
-
Geeignete
Polypeptid-Derivate wie Polypeptidfragmente werden unter Verwendung
von computergestützter
Analyse von Aminosäuresequenzen
entworfen. Dies würde
mögliche
Oberflächen-exponierte,
antigene Regionen identifizieren (Hughes et al. (1992) Infect. Immun.
60(9):3497). Eine Analyse von Sequenzen mit 6 Aminosäuren, die
in einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14,
16, 18 und 20 enthalten sind, basierend auf dem Produkt von Flexibilitäts- und
Hydrophobizitätsneigungen
unter Verwendung des Programms SEQSEE (Wishart D.S. et al., „SEQSEE:
a comprehensive program suite for protein sequence analysis", Comput. Appl. Biosci.,
1994 Apr., 10(2):121–32),
deckt mögliche
B- und T-Zellepitope auf, die als eine Basis für eine Auswahl geeigneter immunogener
Fragmente und Varianten verwendet werden können. Diese Analyse verwendet
eine sinnvolle Kombination von Merkmalen der äußeren Oberfläche, die
wahrscheinlich durch Antikörper
erkannt werden. Mögliche
T-Zell-Epitope für
HLA-A0201-MHC-Unterklasse können
durch einen Algorithmus aufgedeckt werden, der ein Vorgehen emuliert,
das am NIH entwickelt wurde (Parker K.C. et al., „Peptide
binding to MHC class I molecules: implications for antigenic peptide
prediction", Immunol.
Res., 1995, 14(1):34–57).
Die möglichen
B-Zell- und T-Zell-Epitope sind in den Tabellen 2, 5, 7, 9, 11,
13, 15, 17 und 19 und in SEQ ID NOs: 41 bis 74 gezeigt. Sequenzen,
die im Wesentlichen zu SEQ ID NOs: 41 bis 74 identisch sind oder
die konservativ substituierte Varianten von SEQ ID NOs: 41 bis 74
sind, sind erwartungsgemäß funktionelle
Epitope und in der Anmeldung beschrieben.
-
Epitope,
die eine schützende
T-Zell-abhängige
Immunreaktion induzieren, sind über
die gesamte Länge
des Polypeptids vorhanden. Jedoch können manche Epitope durch Sekundär- und Tertiärstrukturen
des Polypeptids maskiert sein. Um solche maskierten Epitope freizulegen,
werden große
innere Deletionen geschaffen, die einen großen Teil der ursprünglichen
Proteinstruktur entfernen und die maskierten Epitope exponieren.
Solche inneren Deletionen bewirken manchmal den zusätzlichen
Vorteil, dass immunodominante Regionen mit hoher Variabilität unter
Stämmen
entfernt werden.
-
Polynukleotide,
die für
Polypeptidfragmente und Polypeptide mit großen inneren Deletionen kodieren, werden
in an sich bekannter Weise hergestellt (Ausubel et al., Current
Protocols in Molecular Biology, John Wiley & Sons Inc., 1994). Solche Verfahren
umfassen Standard-PCR, inverse PCR, Restriktionsenzymbehandlung
von klonierten DNA-Molekülen
oder das Verfahren von Kunkel et al. (Kunkel et al. (1985) Proc.
Natl. Acad. Sci. USA 82:448). Komponenten für diese Verfahren und Anweisungen
für ihre
Verwendung sind einfach von verschiedenen kommerziellen Quellen
wie Stratagene verfügbar.
Sobald die Deletionsmutanten hergestellt wurden, werden sie auf
ihre Fähigkeit
getestet, Chlamydia-Infektion zu vermeiden oder zu behandeln, wie vorstehend
beschrieben.
-
Wie
hier verwendet, ist ein Fusionspolypeptid ein Polypeptid, das ein
Polypeptid oder ein Polypeptid-Derivat, das in der Anmeldung beschrieben
ist, in Fusion an das N- oder C-terminale Ende eines jeglichen anderen
Polypeptids enthält
(hier nachstehend als ein Peptidschwanz bezeichnet). Eine einfache
Möglichkeit, ein
solches Fusionspolypeptid zu erhalten, ist die Translation einer
In-Frame-Fusion der Polynukleotid-Sequenzen, d.h. eines Hybridgens.
Das Hybridgen, das für
das Fusionspolypeptid kodiert, wird in einen Expressionsvektor inseriert,
der für
eine Transformation oder Transfektion einer Wirtszelle verwendet
wird. Alternativ dazu wird die Polynukleotid-Sequenz, die für das Polypeptid
oder Polypeptid-Derivat kodiert, in einen Expressionsvektor inseriert,
in dem das für
den Peptidschwanz kodierende Polynukleotid bereits vorhanden ist.
Solche Vektoren und Anweisungen für ihre Verwendung sind käuflich verfügbar, z.B.
das pMal-c2- oder pMal-p2-System von New England Biolabs, indem
der Peptidschwanz ein Maltose-bindendes Protein ist, das Glutathion-S-Transferase-System
von Pharmacia oder das His-Taq-System
von Novagen. Diese und andere Expressionssysteme stellen einfache
Mittel für
eine weitere Aufreinigung von in der Anmeldung beschriebenen Polypeptiden
und Derivaten bereit.
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Ein
vorteilhaftes Beispiel für
ein Fusionspolypeptid ist ein Polypeptid, bei dem das in der Anmeldung beschriebene
Polypeptid oder Homolog oder Fragment an ein Polypeptid mit einer
förderlichen
Aktivität
wie Untereinheit B von Choleratoxin oder hitzelabilem Toxin aus
E. coli fusioniert ist. Eine weitere vorteilhafte Fusion ist eine
Fusion, bei der das Polypeptid, Homolog oder Fragment an ein starkes
T-Zell-Epitop oder B-Zell-Epitop fusioniert ist. Ein solches Epitop
kann ein bekanntes Epitop sein (z.B. das Kernantigen von Hepatitis
B-Virus, D.R. Millich et al., „Antibody
production to the nucleocapsid and envelope of the Hepatitis B virus primed
by a single synthetic T cell site", Nature, 1987, 329:547–549) oder
ein Epitop, das basierend auf einer computergestützten Analyse von möglichen
T- oder B-Zell-Epitopen in einem anderen in der Anmeldung beschriebenen
Polypeptid identifiziert wurde. In Übereinstimmung mit diesem in
der Anmeldung beschriebenen Aspekt ist ein Fusionspolypeptid, das
T- oder B-Zell-Epitope einer jeglichen Sequenz der SEQ ID NOs: 2,
4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20 oder ihres Homologs oder Fragments
umfasst, wobei die Epitope von mehreren Varianten des Polypeptids
oder Homologs oder Fragments abgeleitet sind und sich jede Variante
in der Position und Sequenz ihres Epitops innerhalb des Polypeptids
unterscheidet. Eine solche Fusion ist bei der Vermeidung und Behandlung
von Chlamydia-Infektion wirksam, da sie die T- und B-Zell-Reaktion gegen das gesamte
Polypeptid, Homolog oder Fragment optimiert.
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Um
eine Fusion zu erreichen, wird das in der Anmeldung beschriebene
Polypeptid an das N- oder vorzugsweise C-terminale Ende des Polypeptids
mit förderlicher
Aktivität
oder des T- oder B-Zell-Epitops fusioniert. Alternativ wird ein
in der Anmeldung beschriebenes Polypeptidfragment innerhalb der
Aminosäuresequenz
des Polypeptids mit förderlicher
Aktivität
inseriert. Das T- oder B-Zell-Epitop kann auch innerhalb der Aminosäuresequenz
des in der Anmeldung beschriebenen Polypeptids inseriert werden.
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In Übereinstimmung
mit dem vorstehend beschriebenen Aspekt kodieren die in der Anmeldung
beschriebenen Polynukleotide auch für Hybrid-Vorläuferpolypeptide
mit heterologen Signalpeptiden, die in Polypeptide reifen, die in
der Anmeldung beschrieben sind. „Heterologes Signalpeptid" betrifft ein Signalpeptid,
das in natürlich
auftretenden Vorläufern
von in der Anmeldung beschriebenen Polypeptiden nicht vorgefunden wird.
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In
der Anmeldung beschriebene Polynukleotid-Moleküle umfassen RNA, DNA oder Modifikationen oder
Kombinationen davon mit verschiedenen Anwendungen. Ein DNA-Molekül wird zum
Beispiel (i) in einem Verfahren zur Herstellung des kodierten Polypeptids
in einem rekombinanten Wirtssystem, (ii) bei der Herstellung von
Impfvektoren wie Poxviren, die ferner in Verfahren und Zusammensetzungen
zur Vermeidung und/oder Behandlung von Chlamydia-Infektion verwendet
werden, (iii) als Impfmittel (auch als RNA-Molekül), in einer nackten Form oder
mit einem Zufuhrträger
formuliert, und (iv) bei der Herstellung von attenuierten Chlamydia-Stämmen, die
ein in der Anmeldung beschriebenes Polynukleotid überexprimieren können oder dieses
Polynukleotid in einer nicht-toxischen, mutierten Form exprimieren
können,
verwendet.
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Ausgewählte Gene
aus pathogenen Mikroorganismen in einem eukaryontischen Expressionsplasmid sind
als Impfstoffe verwendbar. Expressionsplasmide enthalten methylierte
CpG-Motive, die immanente Cytokinreaktionen auslösen, die die Kanalisierung
von CD4-T-Zell-Reaktionen zu einem Th1-Cytokin-Sekretionsmuster
verstärken.
Die intrazelluläre
Synthese des mikrobiellen Proteins, insbesondere innerhalb transfizierter professioneller
Antigen-präsentierender
Zellen, erleichtert die Präsentation
von Antigen auf Klasse I- und Klasse II-Molekülen und die Induktion von zellvermittelter
Immunität.
Die Verwendung eines oder einer Reihe von Genen, die für mikrobielle
Proteine kodieren, ermöglicht,
dass die Präsentation
von schützenden
Antigenen gegenüber
dem Immunsystem bei Abwesenheit von Mikroben-gerichteten Immunevasionsmechanismen
und bei Abwesenheit von kompetitierenden oder pathologischen Antigenen
stattfindet. Durch DNA-Impfstoffe geprimte Immunreaktionen werden
auch einfach durch Protein-Antigen-Immunisierung amplifiziert. Somit
ist eine Immunisierung mit DNA-Impfstoffen für ein Entwerfen eines Chlamydien-Impfstoffes
besonders relevant.
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Dementsprechend
umfasst ein weiterer in der Anmeldung beschriebener Aspekt (i) eine
Expressionskassette mit einem in der Anmeldung beschriebenen DNA-Molekül, das unter
die Kontrolle der Elemente gestellt wird, die für eine Expression erforderlich
sind, insbesondere unter die Kontrolle eines geeigneten Promotors,
(ii) einen Expressionsvektor mit einer in der Anmeldung beschriebenen
Expressionskassette, (iii) eine prokaryontische oder eukaryontische
Zelle, die mit einer in der Anmeldung beschriebenen Expressionskassette
und/oder mit einem in der Anmeldung beschriebenen Vektor transformiert
oder transfiziert ist, sowie (iv) ein Verfahren zur Herstellung
eines Polypeptids oder Polypeptid-Derivats, das durch ein in der
Anmeldung beschriebenes Polynukleotid kodiert wird, das ein Kultivieren
einer prokaryontischen oder eukaryontischen Zelle, die mit einer
in der Anmeldung beschriebenen Expressionskassette und/oder einem
in der Anmeldung beschriebenen Vektor transformiert oder transfiziert
ist, unter Bedingungen, die eine Expression des in der Anmeldung
beschriebenen DNA-Moleküls
ermöglichen,
und ein Gewinnen des kodierten Polypeptids oder Polypeptid-Derivats
aus der Zellkultur umfasst.
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Ein
rekombinantes Expressionssystem wird aus prokaryontischen und eukaryontischen
Wirten ausgewählt.
Eukaryontische Wirte umfassen Hefezellen (z.B. Saccha romyces cerevisiae
oder Pichia pastoris), Säugerzellen
(z.B. COS1-, NIH3T3- oder JEG3-Zellen), Arthropodenzellen (z.B.
Spodoptera frugiperda (SF9)-Zellen) und Pflanzenzellen. Ein bevorzugtes
Expressionssystem ist ein prokaryontischer Wirt wie E. coli. Bakterielle
und eukaryontische Zellen sind von einer Reihe unterschiedlicher
Quellen verfügbar,
einschließlich kommerzieller
Quellen wie der American Type Culture Collection (ATCC, Rockville,
Maryland). Kommerzielle Quellen von Zellen, die für eine Expression
von rekombinantem Protein verwendet werden, stellen auch Anleitungen
für eine
Verwendung der Zellen bereit.
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Die
Auswahl des Expressionssystems hängt
von den für
das exprimierte Polypeptid erwünschten Merkmalen
ab. Beispielsweise kann es hilfreich sein, ein in der Anmeldung
beschriebenes Polypeptid in einer bestimmten lipidierten Form oder
in einer jeglichen anderen Form herzustellen.
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Der
Fachmann wird leicht verstehen, dass nicht alle Vektoren und Expressionskontrollsequenzen
und Wirte erwartungsgemäß gleich
gut die in der Anmeldung beschriebenen Polynukleotide exprimieren
würden. Innerhalb
der nachstehend beschriebenen Richtlinien kann jedoch eine Auswahl
von Vektoren, Expressionskontrollsequenzen und Wirten ohne ungebührliches
Experimentieren und ohne von dem Umfang der Anmeldung abzuweichen
erfolgen.
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Bei
der Auswahl eines Vektors muss ein Wirt ausgewählt werden, der mit dem Vektor
kompatibel ist, der darin vorliegen und möglicherweise replizieren soll. Überlegungen
werden hinsichtlich der Vektorkopienzahl, der Verfügbarkeit
einer Kontrolle der Kopienzahl und einer Expression anderer Proteine
wie einer Antibiotikaresistenz angestellt. Bei der Auswahl einer
Expressionskontrollsequenz werden eine Reihe von Variablen berücksichtigt.
Unter den wichtigen Variablen sind die relative Stärke der
Sequenz (z.B. die Möglichkeit,
die Expression unter verschiedenen Bedingungen anzutreiben), die
Möglichkeit,
die Funktion der Sequenz zu steuern, und eine Kompatibilität zwischen
dem zu exprimierenden Polynukleotid und der Kontrollsequenz (z.B. vermeiden
Sekundärstrukturen
Haarnadelstrukturen, die eine wirksame Transkription verhindern).
Bei der Auswahl des Wirts werden einzellige Wirte ausgewählt, die
mit dem ausgewählten
Vektor kompatibel sind, die gegenüber jeglichen möglichen
toxischen Wirkungen des exprimierten Produkts tolerant sind, die
fähig sind, das
exprimierte Produkt wirksam zu sekretieren, falls dies erwünscht ist,
die fähig
sind, das Produkt in der gewünschten
Konformation zu exprimieren, und bei denen eine maßstäbliche Vergrößerung leicht
durchgeführt werden
kann und das Endprodukt leicht aufgereinigt werden kann.
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Die
Auswahl der Expressionskassette hängt von dem ausgewählten Wirtssystem
sowie den Merkmalen, die für
das exprimierte Polypeptid erwünscht
sind, ab. Typischerweise umfasst eine Expressionskassette einen
Promoter, der in dem ausgewählten
Wirtssystem funktionell ist und konstitutiv oder induzierbar sein kann,
eine Ribosomen-Bindestelle, ein Startcodon (ATG), falls notwendig,
eine Region, die für
ein Signalpeptid wie ein Lipidierungs-Signalpeptid kodiert, ein
in der Anmeldung beschriebenes DNA-Molekül, ein Stoppcodon und gegebenenfalls
eine 3'-terminale
Region (Translations- und/oder Transkriptionsterminator). Die für das Signalpeptid
kodierende Region ist zu dem in der Anmeldung beschriebenen Polynukleotid
benachbart und liegt im richtigen Leserahmen. Die für das Signalpeptid
kodierende Region ist zu dem DNA-Molekül, das für das reife Polypeptid kodiert,
homolog oder heterolog und mit dem Sekretionsapparat des für die Expression
verwendeten Wirts kompatibel. Der offene Leserahmen des in der Anmeldung
beschriebenen DNA-Moleküls
steht allein oder zusammen mit dem Signalpeptid unter der Kontrolle
des Promotors, so dass eine Transkription und Translation in dem
Wirtsystem auftritt. Promotoren und für Signalpeptide kodierende
Regionen sind vielfältig bekannt
und dem Fachmann verfügbar.
Sie umfassen beispielsweise den Promotor von Salmonella typhimurium
(und Derivate), der durch Arabinose induzierbar (Promotor araB)
und in Gram-negativen Bakterien wie E. coli funktionell ist (wie
in der US-PS 5,028,530 und in Cagnon et al. (Cagnon et al. (1991)
Protein Engineering 4(7):843) beschrieben), den Promotor des Gens
von Bakteriophage T7, das RNA-Polymerase kodiert, der in einer Reihe
von E. coli-Stämmen,
die T7-Polymerase exprimieren, funktionell ist (beschrieben in der
US-PS 4,952,496), OspA-Lipidierungssignalpeptid und RlpB-Lipidierungssignalpeptid
(Takase et al. (1987) J. Bact. 169:5692).
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Die
Expressionskassette ist typischerweise Teil eines Expressionsvektors,
der bezüglich
seiner Fähigkeit
ausgewählt
ist, in dem ausgewählten
Expressionssystem zu replizieren. Expressionsvektoren (wie Plasmide
oder virale Vektoren) können
beispielsweise von den in Pouwels et al. (Cloning Vectors: A Laboratory Manual,
1985, Supp. 1987) ausgewählt
werden. Geeignete Expressionsvektoren können von verschiedenen kommerziellen
Quellen bezogen werden.
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Verfahren
zur Transformation/Transfektion von Wirtszellen mit Expressionsvektoren
sind bekannt und hängen
von dem ausgewählten
Wirtssystem ab, wie beschrieben in Ausubel et al. (Ausubel et al.,
Current Protocols in Molecular Biology, John Wiley & Sons Inc., 1994).
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Bei
Expression wird ein in der Anmeldung beschriebenes rekombinantes
Polypeptid (oder ein Polypeptid-Derivat) produziert und verbleibt
in dem intrazellulären
Kompartiment, wird in das extrazelluläre Medium oder in dem periplasmatischen
Raum sekretiert/ausgeschieden, oder wird in die zelluläre Membran
eingebettet. Das Polypeptid wird in einer im Wesentlichen aufgereinigten
Form aus dem Zellextrakt oder aus dem Überstand nach Zentrifugation
der rekombinanten Zellkultur gewonnen. Typischerweise wird das rekombinante
Polypeptid durch Antikörper-basierte
Affinitätsaufreinigung
oder durch andere bekannte Verfahren, die leicht durch den Fachmann
angepasst werden können,
z.B. durch Fusion des Polynukleotids, das für das Polypeptid oder sein
Derivat kodiert, an eine kleine Affinitäts-bindende Domäne, aufgereinigt.
Antikörper,
die für
eine Aufreinigung der in der Anmeldung beschriebenen Polypeptide
durch Immunoaffinität
verwendbar sind, werden wie nachstehend beschrieben erhalten.
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Ein
in der Anmeldung beschriebenes Polynukleotid kann auch als Impfstoff
verwendbar sein. Es gibt zwei Hauptwege, entweder die Verwendung
eines viralen oder bakteriellen Wirts als Gen-Zufuhrträger (Lebend-Impfvektor)
oder die Verabreichung des Gens in einer freien Form, z.B. in ein
Plasmid inseriert. Therapeutische oder prophylaktische Wirksamkeit
eines in der Anmeldung beschriebenen Polynukleotids wird wie nachstehend
beschrieben bewertet.
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Dementsprechend
stellt die Erfindung einen Impfstoff bereit, der ein physiologisch
verträgliches
Verdünnungsmittel
oder einen physiologisch verträglichen
Träger
für eine
Verwendung in einem Impfstoff und ein jegliches von (a) mindestens
einer ersten Nukleinsäure
in einem Impfvektor, wobei die erste Nukleinsäure für ein erstes Polypeptid kodiert,
(b) dem ersten Polypeptid, (c) einem Fusionsprotein, das das erste
Polypeptid und ein zweites Polypeptid umfasst, oder (d) einer Hybridnukleinsäure in einem
Impfvektor, wobei die Hybridnukleinsäure die erste Nukleinsäure in einer
In-Frame-Fusion mit einer Nukleinsäure umfasst, die für das zweite
Polypeptid kodiert, umfasst, wobei eine jegliche erste Nukleinsäure exprimiert
werden kann und das erste Polypeptid ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend
aus: (i) einem Polypeptid, dessen Sequenz in SEQ ID NO: 18 angegeben
ist, (ii) einem Polypeptid, das zu mindestens 75% in der Aminosäuresequenz
zu SEQ ID NO: 18 identisch ist, und (iii) einem immunogenen Fragment,
das mindestens 12 aufeinander folgende Aminosäuren aus SEQ ID NO: 18 umfasst.
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Erfindungsgemäß wird auch
bereitgestellt: (i) ein Impfvektor wie ein Poxvirus mit einem in
der Anmeldung beschriebenen DNA-Molekül, das unter der Kontrolle
von für
eine Expression erforderlichen Elementen steht, (ii) eine Zusammensetzung,
die einen erfindungsgemäßen Impfvektor
zusammen mit einem Verdünnungsmittel
oder Träger
umfasst, insbesondere (iii) eine pharmazeutische Zusammensetzung
mit einer therapeutisch oder prophylaktisch wirksamen Menge eines
erfindungsgemäßen Impfvektors,
(iv) ein Verfahren zur Induktion einer Immunreaktion gegenüber Chlamydia
in einem Säuger
(z.B. einem Menschen; alternativ kann das Verfahren in der Veterinärmedizin
für eine
Behandlung oder Vermeidung von Chlamydia-Infektion bei Tieren wie
Katzen oder Vögeln
eingesetzt werden), das eine Verabreichung an den Säuger einer
immunogen wirksamen Menge eines erfindungsgemäßen Impfvektors für ein Auslösen einer
schützenden
oder therapeutischen Immunreaktion gegenüber Chlamydia umfasst, und
insbesondere (v) ein Verfahren zur Vermeidung und/oder Behandlung
einer Chlamydia-Infektion (wie C. trachomatis-, C. psittaci-, C.
pneumonia-, C. pecorum-Infektion), das eine Verabreichung einer
prophylaktischen oder therapeutischen Menge eines erfindungsgemäßen Impfvektors
an ein infiziertes Individuum umfasst. Des Weiteren umfasst die
Erfindung die Verwendung eines erfindungsgemäßen Impfvektors zur Herstellung
eines Medikaments zur Vermeidung und/oder Behandlung von Chlamydia-Infektion.
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Wie
hier verwendet exprimiert ein Impfvektor ein oder mehrere in der
Anmeldung beschriebene Polypeptide oder Derivate. Der Impfvektor
kann des Weiteren ein Cytokin wie Interleukin-2 (IL-2) oder Interleukin-12
(IL-12) exprimieren, das die Immunreaktion verstärkt (förderliche Wirkung). Jede der
zu exprimierenden Komponenten wird unter die Kontrolle von Elementen
gestellt, die für
eine Expression in einer Säugerzelle
erforderlich sind.
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In Übereinstimmung
mit dem vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Aspekt ist eine Zusammensetzung,
die mehrere Impfvektoren umfasst, wobei ein jeder davon ein in der
Anmeldung beschriebenes Polypeptid oder Derivat exprimieren kann.
Eine Zusammensetzung kann auch einen Impfvektor umfassen, der ein
weiteres Chlamydia-Antigen oder eine Untereinheit, ein Fragment,
ein Homolog, eine Mutante oder ein Derivat davon, gegebenenfalls
zusammen mit einem Cytokin wie IL-2 oder IL-12, exprimieren kann.
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Ein
allgemeines Prinzip ist, dass eine Erkennung eines bestimmten Antigens
nicht alleine ausreicht, eine wirksame Immunreaktion zu erzeugen.
In manchen Fällen
ist eine zellvermittelte Reaktion geeignet, in anderen ein Antikörper.
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Antigene
von Mikroorganismen variieren hinsichtlich ihrer Zugänglichkeit
für Zellen
des Immunsystems beträchtlich.
Antigene, die normalerweise im Inneren eines Pathogens auftreten,
können
lediglich dann zugänglich
werden, wenn das Pathogen oder eine infizierte Zelle abgetötet wird.
Sogar Antigene, die an der Zelloberfläche exprimiert werden, können lediglich
einen begrenzten Bereich ihrer möglichen
Epitope für
eine Antikörperbindung
abhängig
von ihrer Orientierung in der Membran präsentieren. Schützende Strukturen
wie Bakterienkapseln begrenzen weiter die wirksame Erkennung von
Epitopen.
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Ein
Unterschied sollte gemacht werden zwischen der Gesamtzusammensetzung
der Immunreaktion, denjenigen Komponenten davon, die für die Auflösung einer
Infektion wichtig sind, und den Komponenten, die für die Vermeidung
einer erneuten Infektion verantwortlich sind. In vielen Fällen sind
bestimmte Elemente der Immunreaktion von entscheidender Bedeutung,
wie eine zellvermittelte Immunität
bei Lepra. Sogar bei Betrachtung eines bestimmten Effektorsystems
ist die gegen manche Antigene gerichtete Reaktion häufig viel wirksamer
als die Reaktionen gegen andere. Immunreaktionen gegen bestimmte
mikrobielle Antigene weisen einen unterschiedlichen Grad einer Bedeutung
für eine
antimikrobielle Immunität
auf, abhängig
von der Art des Organismus, seiner Pathogenizität und der Art der durch ihn
ausgelösten
Immunreaktion.
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Die
hauptsächlichen
Effektoren gegen extrazelluläre
Pathogene sind Antikörper
und Komplement. Eine Bindung von Antikörper an Rezeptoren auf dem
Pathogen kann dessen Anbindung an seine Zielzelle verhindern. Antikörper alleine
oder mehr wirksam in Verbindung mit Komplement führt Pathogene einer Aufnahme durch
Phagozyten, die Fc-Rezeptoren und Komplementrezeptoren CR1 und CR3
exprimieren, zu. Gewöhnlich wird
dies zu einer intrazellulären
Zerstörung
des Pathogens führen,
jedoch kann ein Antikörper
tatsächlich
die Ausbreitung der Infektion beschleunigen, falls der Phagozyt
nicht in der Lage ist, das Pathogen zu zerstören und eine fakultative Wirtszelle
ist. Eine solche Eventualität
hängt jedoch
von dem dynamischen Gleichgewicht zwischen den Wirkungen der humoralen
und zellvermittelten Immunreaktionen ab.
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Manchmal
müssen
wirksame Antikörper
der richtigen Klasse angehören,
um geeignete Effektoren zu aktivieren. Die wichtigen Antigene sind
diejenigen, die bei einer Evasion von Immuneffektormechanismen beteiligt
sind. Diese sind Pili, Fimbrien und Kapselantigene, die die Hauptantigene
der äußeren Schicht
von Bakterien ausmachen. Häufig
ist eine Epitop-Spezifität
wichtig, da sie bestimmt, ob Komplement in einer Position für die Schädigung der äußeren Membran
abgeschieden wird. Es gibt auch zahlreiche Proteinantigene, die eine
Antikörperreaktion
induzieren können.
Jedoch ist die Antikörperreaktion,
obwohl sie teilweise Spezies-spezifisch ist und diagnostisch verwendbar
sein kann, für
eine Immunität
größtenteils
irrelevant. Dies wird am besten bei Lepra lepromatosa tuberosa deutlich,
wo die Patienten eine schwache zellvermittelte Immunität, hohe
Mengen an spezifischem Antikörper
und Geweben, die stark mit Bakterien infiziert sind, aufweisen.
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In
manchen Fällen
ist ein bestimmter Typ einer Antikörperreaktion für eine Beseitigung
des Pathogens zwingend. Dies trifft für viele Bakterieninfektionen
zu, bei denen spezifische Antikörper
gegen Oberflächenantigene
für eine
Neutralisierung der bakteriellen Verteidigungsmechanismen und ein
Zuführen
der Bakterien zu Phagozyten notwendig sind.
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Es
gibt auch Fälle,
bei denen Reaktionen auf einzelne Antigene für eine Wirtsimmunität wesentlich sind.
Die einfachsten Beispiele sind die Toxine, die durch die Erreger
von Diphtherie, Tetanus und Clostridien-Enteritis produziert werden.
Die Schädigung,
die direkt durch den Erreger bei diesen Erkrankungen erzeugt wird,
ist im Vergleich zu derjenigen, die durch die sekretierten Toxine
erzeugt wird, leicht. Dementsprechend umfasst ein Schutz gegen diese
Zustände
eine Immunisierung gegenüber
Toxoiden. Nichtsdestotrotz muss das Immunsystem nach wie vor die
Primärstelle
der Bakterieninfektion beseitigen, falls die Erkrankung aufgelöst werden
soll. Die Zielantigene für
bakterizide Antikörper
sind außerordentlich
divers und umfassen LPS, Kapsel-Polysaccharide und andere Proteine
der äußeren Membran.
Virulenzfaktoren können
auch gute Immunogene in einem Impfstoff bereitstellen.
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Die
Tabellen 1, 3, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16 und 18, sowie die entsprechenden 31 bis 40 zeigen, dass
die hier beschriebenen Polypeptide immunogen sind. Ferner zeigen
diese Figuren, dass die hier beschriebenen Polypeptide einen Immunschutz vor
einer Chlamydia-Infektion verleihen, wie durch eine beschleunigte
Beseitigung einer pulmonalen Infektion gezeigt wird. Eine solche
Verminderung der Schwere der Wirkungen einer Chlamydia-Infektion
ist ein Zeichen dafür,
dass die Polypeptide eine aktive funktionelle Immunreaktion gegen
das Pathogen, und nicht nur eine Antikörperreaktion gegen das Antigen
erzeugt haben.
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Tiermodelle
wurden verwendet, um das immunbiologische Merkmal einer C. trachomatis-Infektion
zu definieren. Das Mausmodell ist besonders informativ, größtenteils
aufgrund der einfachen Verfügbarkeit
von Immunreagenzien für
Studien an Mäusen
und der Entwicklung von transgenen Mäusen und Knockout-Mäusen (KO-Mäuse). C. trachomatis-Pneumonitis
bei Maus (MoPn) ist das am häufigsten
getestete Biovar unter den drei C. trachomatis-Biovaren (Trachom,
venerisches Granulom und MoPn). Obwohl menschliche Biovare auch in
Tiermodellen verwendet wurden, erfordern sie normalerweise eine
starke Beimpfung oder Vorbehandlung mit Progesteron. MoPn, das ursprünglich aus
Mausgewebe isoliert wurde, ist vermutlich ein natürliches
murines Pathogen und bietet daher ein evolutionär angepasstes Pathogen für eine Analyse
von Wirt-Pathogen-Wechselwirkungen.
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Der
signifikante Fortschritt in der Chlamydien-Immunbiologie basierend
auf Mäusemodellen
einer MoPn-Infektion hat sich erweitert und jüngere immunepidemiologische
Untersuchungen bei Menschen aufgeklärt (Yang und Brunham (1998)
Can. J. Infect. Dis. 9:99–108).
Insbesondere wurde seit der Entdeckung von T-Helfer (Th) 1- und
2-Untergruppen gezeigt, dass Cytokinmuster für die Regulierung von Immunreaktionen
gegen eine Vielzahl von Infektionserregern, einschließlich Chlamydien,
entscheidend sind. Eine klinische Untersuchung zeigte, dass Trachomapatienten
mit einer schweren Vernarbung der Bindehaut verminderte zellvermittelte
Immunreaktionen gegen C. trachomatis und hohe IgG-Antikörpertiter
aufweisen (Yang und Brunham (1999) Curr. Opin. Infect. Dis. 12:47–52). Eine
Cytokinanalyse zeigt eine gesteigerte Interleukin (IL)-4- und eine verringerte
Interferon (IFN)-γ-Produktion
bei Patienten mit einer Narbenbildungserkrankung aufgrund einer
C. trachomatis-Infektion
im Vergleich zu Kontrollen ohne Narbenbildungserkrankung.
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Impfverfahren
für eine
Behandlung oder Vermeidung einer Infektion bei einem Säuger umfassen
die Verabreichung eines in der Anmeldung beschriebenen Impfvektors
auf einem jeglichen herkömmlichen
Weg, insbesondere an eine mucosale (z.B. okulare, intranasale, orale,
gastrische, pulmonale, intestinale, rektale, vaginale oder zum Harnweg
gehörige)
Oberfläche
oder über
den parenteralen (z.B. subkutanen, intradermalen, intramuskulären, intravenösen oder
intraperitonealen) Weg. Bevorzugte Wege hängen von der Wahl des Impfvektors
ab. Eine Behandlung kann mit einer einzelnen Dosis bewirkt oder
in Intervallen wiederholt werden. Die geeignete Dosis hängt von
verschiedenen Parametern ab, die dem Fachmann bekannt sind, wie
dem Impfvektor selbst, dem Verabreichungsweg oder dem Zustand des
zu impfenden Säugers
(Gewicht, Alter und dergleichen).
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Verfügbare Lebend-Impfvektoren
umfassen virale Vektoren wie Adenoviren und Poxviren, sowie bakterielle
Vektoren wie Shigella, Salmonella, Vibrio cholerae, Lactobacillus,
Bacillus Calmette-Guérin
(BCG) und Streptococcus.
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Ein
Beispiel für
einen Adenovirus-Vektor, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines
Adenovirus-Vektors, der ein in der Anmeldung beschriebenes DNA-Molekül exprimieren
kann, sind in der US-PS 4,920,209 beschrieben. Poxvirus-Vektoren
umfassen Vaccinia- und Canarypox-Virus, die in den US-PSen 4,722,848
und 5,364,773 beschrieben sind (vergleiche auch beispielsweise Tartaglia
et al. (1992) Virology 188:217 bezüglich einer Beschreibung eines
Vaccinia-Virus-Vektors und Taylor et al. (1995) Vaccine 13:539 bezüglich einer
Referenz eines Canarypox). Poxvirus-Vektoren, die ein in der Anmeldung
beschriebenes Polynukleotid exprimieren können, werden durch homologe
Rekombination wie in Kieny et al. (1984) Nature 312:163 beschrieben erhalten,
so dass das in der Anmeldung beschriebene Polynukleotid in das Virusgenom
unter geeigneten Bedingungen für
eine Expression in Säugerzellen
inseriert wird. Im Allgemeinen kann die Dosis eines Impfvirus-Vektors
für eine
therapeutische oder prophylaktische Verwendung etwa 1 × 104 bis etwa 1 × 1011,
vorteilhafterweise etwa 1 × 107 bis etwa 1 × 1010,
vorzugsweise etwa 1 × 107 bis etwa 1 × 109 Plaque-bildende
Einheiten pro Kilogramm betragen. Vorzugsweise werden virale Vektoren
parenteral, beispielsweise in drei Dosen, die vier Wochen voneinander
entfernt liegen, verabreicht. Es ist bevorzugt, die Hinzufügung eines
chemischen Adjuvanz zu einer Zusammensetzung mit einem erfindungsgemäßen Virusvektor
zu vermeiden, und dadurch die Immunreaktion gegenüber dem
Virusvektor selbst zu minimieren.
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Mutierte
Stämme
von Vibrio cholerae, die kein Gift produzieren und als oraler Lebend-Impfstoff
verwendbar sind, sind bekannt. Mekalanos et al. (1983) Nature 306:551
und US-PS 4,882,278 beschreiben Stämme, bei denen eine wesentliche
Menge der kodierenden Sequenz von jedem der beiden ctxA-Allele deletiert ist,
so dass kein funktionelles Choleratoxin produziert wird. Die WO
92/11354 beschreibt einen Stamm, bei dem der irgA-Lokus durch Mutation
inaktiviert ist. Diese Mutation kann in einem einzigen Stamm mit
ctxA-Mutationen kombiniert werden. Die WO 94/01533 beschreibt eine
Deletionsmutante, der funktionelle ctxA- und attRS1-DNA-Sequenzen fehlen.
Diese mutierten Stämme
sind genetisch derart verändert,
dass sie wie in der WO 94/19482 beschrieben heterologe Antigene
exprimieren. Eine wirksame Impfstoffdosis eines Vibrio cholerae-Stamms,
der ein durch ein in der Anmeldung beschriebenes DNA-Molekül kodiertes
Polypeptid oder Polypeptid-Derivat
exprimieren kann, enthält
etwa 1 × 105 bis etwa 1 × 109,
vorzugsweise etwa 1 × 106 bis etwa 1 × 108 lebende
Bakterien in einem Volumen, das für den ausgewählten Verabreichungsweg
geeignet ist. Bevorzugte Verabreichungswege umfassen alle mucosalen
Wege und am meisten bevorzugt werden diese Vektoren intranasal oder
oral verabreicht.
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Attenuierte
Stämme
von Salmonella typhimurium, die bezüglich einer rekombinanten Expression
von heterologen Antigenen genetisch verändert oder nicht verändert sind,
und deren Verwendung als orale Impfstoffe sind in Nakayama et al.
(Bio/Technology (1988) 6:693) und in der WO 92/11361 beschrieben.
Bevorzugte Verabreichungswege umfassen alle mucosalen Wege und am
meisten bevorzugt werden diese Vektoren intranasal oder oral verabreicht.
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Andere
Bakterienstämme,
die als Impfvektoren im Zusammenhang mit der Erfindung verabreicht
werden, sind bezüglich
Shigella flexneri in High et al. (1992) EMBO 11:1991 und Sizemore
et al. (1995) Science 270:299, bezüglich Streptococcus gordonii
in Medaglini et al. (1995) Proc. Natl. Acad. Sci. USA 92:6868 und bezüglich Bacillus
Calmette-Guérin
in Flynn J.L. (1994) Cell. Mol. Biol. 40 (Suppl. I):31, WO 88/06626,
WO 90/00594, WO 91/13157, WO 92/01796 und WO 92/21376 beschrieben.
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In
Bakterienvektoren wird das in der Anmeldung beschriebene Polynukleotid
in das Bakteriengenom inseriert oder verbleibt in einem freien Zustand
als Teil eines Plasmids.
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Die
Zusammensetzung, die einen in der Anmeldung beschriebenen Impfstoff-Bakterienvektor
umfasst, kann ferner ein Adjuvanz enthalten. Eine Reihe von Adjuvanzien
sind dem Fachmann bekannt. Bevorzugte Adjuvanzien werden wie nachstehend
beschrieben ausgewählt.
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Dementsprechend
werden in einem weiteren erfindungsgemäßen Aspekt bereitgestellt:
(i) eine Zusammensetzung, die ein in der Anmeldung beschriebenes
Polynukleotid zusammen mit einem Verdünnungsmittel oder einem Träger umfasst,
(ii) eine pharmazeutische Zusammensetzung, die eine therapeutisch
oder prophylaktisch wirksame Menge eines in der Anmeldung beschriebenen
Polynukleotids umfasst, (iii) ein Verfahren zur Induktion einer
Immunreaktion gegenüber
Chlamydia in einem Säuger
durch Verabreichung einer immunogen wirksamen Menge eines in der
Anmeldung beschriebenen Polynukleotids, um eine schützende Immunreaktion
gegenüber
Chlamydia auszulösen,
und insbesondere (iv) ein Verfahren zur Vermeidung und/oder Behandlung
einer Chlamydia-Infektion (wie C. trachomatis-, C. psittaci-, C.
pneumoniae- oder C. pecorum-Infektion) durch Verabreichung einer
prophylaktischen oder therapeutischen Menge eines in der Anmeldung
beschriebenen Polynukleotids an ein infiziertes Individuum. Des
Weiteren umfasst die Erfindung auch die Verwendung eines in der
Anmeldung beschriebenen Polynukleotids für die Herstellung eines Medikaments
zur Vermeidung und/oder Behandlung von Chlamydia-Infektion. Eine
bevorzugte Verwendung umfasst die Verwendung eines DNA-Moleküls, das
unter Bedingungen für
eine Expression in einer Säugerzelle
insbesondere in ein Plasmid, das nicht in Säugerzellen replizieren und
im Wesentlichen nicht in ein Säugergenom
integrieren kann, gebracht wird.
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Eine
Verwendung der in der Anmeldung beschriebenen Polynukleotide umfasst
deren Verabreichung an einen Säuger
als ein Impfstoff für
therapeutische oder prophylaktische Zwecke. Solche Polynukleotide
werden in Form einer DNA als Teil eines Plasmids verwendet, das
nicht in einer Säugerzelle
replizieren und nicht in das Säugergenom
integrieren kann. Typischerweise wird ein solches DNA-Molekül unter
die Kontrolle eines Promotors gebracht, der für eine Expression in einer
Säugerzelle
geeignet ist. Der Promotor fungiert entweder in einer universellen
oder gewebespezifischen Weise. Beispiele für nicht-gewebespezifische Promotoren
umfassen den frühen
Promotor von Cytomegalovirus (CMV) (beschrieben in der US-PS 4,168,062)
und den Promotor von Rous-Sarcom-Virus (beschrieben in Norton & Coffin (1985)
Molec. Cell. Biol. 5:281). Ein Beispiel für einen gewebespezifischen
Promotor ist der Desmin-Promotor, der eine Expression in Muskelzellen
antreibt (Li et al. (1989) Gene 78:243; Li & Paulin (1991) J. Biol. Chem. 266:6562
und Li & Paulin
(1993) J. Biol. Chem. 268:10403). Eine Verwendung von Promotoren
ist bekannt. Geeignete Vektoren sind in zahlreichen Veröffentlichungen,
insbesondere in der WO 94/21797 und in Hartikka et al. (1996) Human
Gene Therapy 7:1205, beschrieben.
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In
der Anmeldung beschriebene Polynukleotide, die als Impfstoffe verwendet
werden, kodieren für
einen Vorläufer
oder eine reife Form des entsprechenden Polypeptids. In der Vorläuferform
ist das Signalpeptid entweder homolog oder heterolog. Im letzteren
Fall ist eine eukaryontische Leader-Sequenz wie die Leader-Sequenz
des Gewebetyp-Plasminogen-Faktors (tPA) bevorzugt.
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Wie
hier verwendet enthält
eine in der Anmeldung beschriebene Zusammensetzung ein oder mehrere Polynukleotide,
wobei gegebenenfalls mindestens ein weiteres Polynukleotid für ein anderes
Chlamydia-Antigen wie Urease-Untereinheit A, B oder beides oder
ein Fragment, Derivat, eine Mutante oder ein Analogon davon kodiert.
Die Zusammensetzung kann auch ein weiteres Polynukleotid enthalten,
das für
ein Cytokin wie Interleukin-2 (IL-2) oder Interleukin-12 (IL-12)
kodiert, so dass die Immunreaktion verstärkt wird. Diese weiteren Polynukleotide
werden unter die geeignete Kontrolle für eine Expression gestellt.
Vorteilhafterweise sind in der Anmeldung beschriebene DNA-Moleküle und/oder
weitere DNA-Moleküle,
die in die gleiche Zusammensetzung eingebaut werden sollen, in dem
gleichen Plasmid vorhanden.
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Standard-Techniken
der Molekularbiologie für
eine Herstellung und Aufreinigung von Polynukleotiden werden zur
Herstellung von erfindungsgemäßen Polynukleotid-Therapeutika verwendet.
Für eine
Verwendung als Impfstoff wird ein in der Anmeldung beschriebenes
Polynukleotid gemäß den verschiedenen
nachstehend beschriebenen Verfahren formuliert.
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Bei
einem Verfahren wird das Polynukleotid in nackter Form, frei von
jeglichen Zufuhrträgern
verwendet. Ein solches Polynukleotid wird einfach in einer physiologisch
verträglichen
Lösung
wie steriler Kochsalzlösung
oder steriler gepufferter Kochsalzlösung mit oder ohne einen Träger verdünnt. Wenn
vorhanden, ist der Träger
vorzugsweise isotonisch, hypotonisch oder schwach hypertonisch und
weist eine verhältnismäßig geringe
Ionenstärke
auf, wie sie durch eine Sucroselösung
wie eine Lösung
mit 20% Sucrose bereitgestellt wird.
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Bei
einem alternativen Verfahren wird das Polynukleotid in Verbindung
mit Mitteln verwendet, die die zelluläre Aufnahme unterstützen. Beispiele
für solche
Mittel sind (i) Chemikalien, die zelluläre Permeabilität modifizieren
wie Bupivakain (vergleiche z.B. WO 94/16737), (ii) Liposomen für eine Einkapselung
des Polynukleotids oder (iii) kationische Lipide oder Silica-, Gold-
oder Wolfram-Mikropartikel, die sich mit den Polynukleotiden assoziieren.
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Anionische
und neutrale Liposomen sind bekannt (vgl. z.B. Liposomes: A Practical
Approach, RPC New Ed, IRL Press (1990) bezüglich einer detaillierten Beschreibung
von Verfahren zur Herstellung von Liposomen) und sind für eine Zufuhr
eines großen
Bereichs an Produkten, einschließlich Polynukleotiden, verwendbar.
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Kationische
Lipide sind auch bekannt und werden herkömmlich für eine Zufuhr von Genen verwendet. Solche
Lipide umfassen Lipofectin
TM, auch bekannt
als DOTMA (N-[1-(2,3-Dioleyloxy)propyl]-N,N,N-trimethylammoniumchlorid),
DOTAP (1,2-Bis(oleyloxy)-3-(trimethylammonio)propan), DDAB (Dimethyldioctadecylammoniumbromid),
DOGS (Dioctadecylamidologlycylspermin) und Cholesterin-Derivate
wie DC-Chol (3-Beta-(N-(N',N'-dimethylaminomethan)carbamoyl)cholesterin).
Eine Beschreibung dieser kationischen Lipide findet sich in der
EP 187,702 , WO 90/11092,
US-PS 5,283,185, WO 91/15501, WO 95/26356 und US-PS 5,527,928. Kationische
Lipide für
eine Zufuhr von Genen werden vorzugsweise in Verbindung mit einem
neutralen Lipid, z.B. DOPE (Dioleylphosphatidylethanolamin) wie
beispielsweise in der WO 90/11092 beschrieben, verwendet.
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Eine
Formulierung mit kationischen Liposomen kann gegebenenfalls andere
Transfektions-erleichternde Verbindungen enthalten. Eine Reihe von
diesen ist in der WO 93/18759, WO 93/19768, WO 94/25608 und WO 95/02397
beschrieben. Sie umfassen Spermin-Derivate, die für eine Erleichterung
des Transports von DNA über
die Kernmembran geeignet sind (vergleiche beispielsweise WO 93/18759),
und Membran-permeabilisierende Verbindungen wie GALA, Gramicidin
S und kationische Gallensäuresalze
(vergleiche beispielsweise die WO 93/19768).
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Gold-
oder Wolfram-Mikropartikel werden für eine Zufuhr von Genen verwendet,
wie in der WO 91/00359, WO 93/17706 und in Tang et al. (1992) Nature
356:152 beschrieben. Das Mikropartikel-beschichtete Polynukleotid
wird über
den intradermalen oder intraepidermalen Weg unter Verwendung einer
nadelfreien Injektionsvorrichtung („Genkanone") wie derjenigen, die in den US-PSen
4,945,050 und 5,015,580 und in der WO 94/24263 beschrieben sind,
injiziert.
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Die
Menge der in einem Impfstoff-Empfänger zu verwendenden DNA hängt beispielsweise
von der Stärke
des in dem DNA-Konstrukt verwendeten Promotors, der Immunogenizität des exprimierten
Genprodukts, dem Zustand des für
eine Verabreichung vorgesehenen Säugers (z.B. Gewicht, Alter
und allgemeiner Gesundheitszustand des Säugers), der Art der Verabreichung
und dem Formulierungstyp ab. Im Allgemeinen kann eine therapeutisch
oder prophylaktisch wirksame Dosis von etwa 1 μg bis etwa 1 mg, vorzugsweise
etwa 10 μg
bis etwa 800 μg
und mehr bevorzugt etwa 25 μg
bis etwa 250 μg
an menschliche Erwachsene verabreicht werden. Die Verabreichung
kann mit einer einzigen Dosis erreicht oder in Intervallen wiederholt
werden.
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Der
Verabreichungsweg ist ein jeglicher herkömmlicher Weg, der im Impfgebiet
verwendet wird. Als allgemeiner Leitfaden wird ein in der Anmeldung
beschriebenes Polynukleotid über
eine mucosale Oberfläche wie
eine okulare, intranasale, pulmonale, orale, intestinale, rektale,
vaginale und zum Harnweg gehörige
Oberfläche
oder über
einen parenteralen Weg wie einen intravenösen, subkutanen, intraperitonealen,
intradermalen, intraepidermalen oder intramuskulären Weg verabreicht. Die Auswahl
des Verabreichungswegs hängt
von der ausgewählten
Formulierung ab. Ein in Verbindung mit Bupivakain formuliertes Polynukleotid
wird vorteilhafterweise in den Muskel verabreicht. Falls ein neutrales
oder anionisches Liposom oder ein kationisches Lipid wie DOTMA oder
DC-Chol verwendet wird, kann die Formulierung vorteilhafterweise
durch einen intravenösen,
intranasalen (Aerosolisierung), intramuskulären, intradermalen und subkutanen
Weg injiziert werden. Ein Polynukleotid in einer nackten Form kann
vorteilhafterweise durch den intramuskulären, intradermalen oder subkutanen
Weg verabreicht werden.
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Obwohl
nicht unbedingt erforderlich, kann eine solche Zusammensetzung auch
ein Adjuvanz enthalten. Falls dies der Fall ist, ist ein systemisches
Adjuvanz, das keine begleitende Verabreichung erfordert, um eine
Adjuvanzwirkung aufzuweisen, bevorzugt wie QS21, das in der US-PS
5,057,546 beschrieben ist.
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Die
in der Anmeldung bereitgestellte Sequenzinformation beschreibt das
Entwerfen von spezifischen Nukleotidsonden und Primern, die für diagnostische
Zwecke verwendet werden könnten.
Dementsprechend beschreibt die Anmeldung eine Nukleotidsonde oder
einen Nukleotidprimer mit einer Sequenz, die in einer Sequenz nach
einer der SEQ ID NOs: 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17 und 19 vorgefunden
wird oder durch die Degeneriertheit des genetischen Codes davon
abgeleitet ist.
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Der
Begriff „Sonde" wie in der vorliegenden
Anmeldung verwendet, betrifft DNA- (vorzugsweise einzelsträngig) oder
RNA-Moleküle
(oder Modifikationen oder Kombinationen davon), die unter stringenten
Bedingungen wie vorstehend definiert an Nukleinsäuremoleküle mit einer Sequenz der SEQ
ID NOs: 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17 und 19 oder an eine Sequenz,
die zu einer Sequenz nach einer der SEQ ID NOs: 1, 3, 5, 7, 9, 11,
13, 15, 17 und 19 homolog ist, hybridisieren, oder die komplementäre oder
Antisense-Sequenz davon. Im Allgemeinen sind Sonden signifikant
kürzer
als Volllängen-Sequenzen.
Solche Sonden enthalten etwa 5 bis etwa 100, vorzugsweise etwa 10
bis etwa 80 Nukleotide. Insbesondere weisen Sonden Sequenzen auf,
die zu mindestens 75%, vorzugsweise mindestens 80% oder 85%, mehr
bevorzugt 90% oder 95% zu einem Teil einer Sequenz nach einer der
SEQ ID NOs: 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17 und 19 homolog sind, oder
die zu solchen Sequenzen komplementär sind. Sonden können modifizierte
Basen wie Inosin, Methyl-5-desoxycytidin, Desoxyuridin, Dimethylamino-5-desoxyuridin
oder Diamino-2,6-purin enthalten. Zucker- oder Phosphatreste können auch
modifiziert oder substituiert werden. Beispielsweise kann ein Desoxyriboserest
durch ein Polyamid ersetzt werden (Nielsen et al. (1991) Science
254:1497) und Phosphatreste können
durch Estergruppen wie Diphosphat-, Alkyl-, Arylphosphonat- und
Phosphorothioatester ersetzt werden. Des Weiteren kann die 2'-Hydroxylgruppe an
Ribonukleotiden durch Einbau von Gruppen wie Alkylgruppen modifiziert
werden.
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Die
in der Anmeldung beschriebenen Sonden können in diagnostischen Tests
als Abfang- oder Nachweissonden verwendet werden. Solche Abfangsonden
werden herkömmlicherweise
auf einem Festträger
direkt oder indirekt durch kovalente Mittel oder passive Adsorption
immobilisiert. Eine Nachweissonde ist mit einem Nachweismarker markiert,
der ausgewählt
ist aus radioaktiven Isotopen, Enzymen wie Peroxidase, alkalischer
Phosphatase und Enzymen, die ein chromogenes, fluorogenes oder lumineszentes
Substrat hydrolysieren können,
Verbindungen, die chromogen, fluorogen oder lumineszent sind, Nukleotidbase-Analoga
und Biotin.
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Die
in der Anmeldung beschriebenen Sonden können in einer jeglichen herkömmlichen
Hybridisierungstechnik wie Dot-Blot (Maniatis et al., Molecular
Cloning: A Laboratory Manual (1982) Cold Spring Harbor Laboratory
Press, Cold Spring Harbor, New York), Southern-Blot (Southern (1975)
J. Mol. Biol. 98:503), Northern-Blot (identisch zu Southern-Blot
mit der Ausnahme, dass RNA als ein Ziel verwendet wird) oder der
Sandwich-Technik (Dunn et al. (1977) Cell 12:23) verwendet werden.
Die letztere Technik umfasst die Verwendung einer spezifischen Abfangsonde und/oder
einer spezifischen Nachweissonde mit Nukleotidsequenzen, die sich
zumindest teilweise voneinander unterscheiden.
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Ein
Primer ist eine Sonde mit gewöhnlich
etwa 10 bis etwa 40 Nukleotiden, die für die Einleitung einer enzymatischen
Polymerisation von DNA in einem Amplifikationsverfahren (wie PCR),
einem Elongationsverfahren oder einem reverse Transkription-Verfahren
verwendet wird. Primer, die in diagnostischen Verfahren unter Einbeziehung
von PCR verwendet werden, werden in an sich bekannter Weise markiert.
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Wie
hier beschrieben, beschreibt die Anmeldung auch (i) ein Reagenz,
das eine in der Anmeldung beschriebene Sonde umfasst, für einen
Nachweis und/oder für
eine Identifizierung des Vorliegens von Chlamydia in einem biologischen
Material, (ii) ein Verfahren zum Nachweis und/oder zur Identifizierung
des Vorliegens von Chlamydia in einem biologischen Material, worin
(a) eine Probe von dem biologischen Material gewonnen oder abgeleitet
wird, (b) DNA oder RNA aus dem Material extrahiert und denaturiert
wird und (c) einer in der Anmeldung beschriebenen Sonde wie einer
Abfang-, Nachweissonde oder beidem unter stringenten Hybridisierungsbedingungen
ausgesetzt wird, so dass eine Hybridisierung nachgewiesen wird,
und (iii) ein Verfahren zum Nachweis und/oder zur Identifizierung
des Vorliegens von Chlamydia in einem biologischen Material, worin
(a) eine Probe von dem biologischen Material gewonnen oder abgeleitet
wird, (b) DNA davon extrahiert wird, (c) die extrahierte DNA mit
mindestens einem und vorzugsweise zwei in der Anmeldung beschriebenen Primern
geprimt und durch Polymerasekettenreaktion amplifiziert wird und
(d) das amplifizierte DNA-Fragment hergestellt wird.
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Es
ist offensichtlich, dass die Offenbarung einer Polynukleotid-Sequenz
nach einer der SEQ ID NOs: 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17 und 19,
der Homologen und Teilsequenzen davon deren Aminosäuresequenzen ermöglichen.
Dementsprechend betrifft ein weiterer in der Anmeldung beschriebener
Aspekt ein im Wesentlichen aufgereinigtes Polypeptid oder Polypeptid-Derivat
mit einer Aminosäuresequenz,
die durch ein in der Anmeldung beschriebenes Polynukleotid kodiert
wird.
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Ein „im Wesentlichen
aufgereinigtes Polypeptid" wie
hier verwendet ist als ein Polypeptid definiert, das von der Umgebung,
in der es natürlicherweise
auftritt, abgetrennt ist und/oder das frei von dem Großteil der Polypeptide
ist, die in der Umgebung vorliegen, in der es synthetisiert wurde.
Beispielsweise ist ein im Wesentlichen aufgereinigtes Polypeptid
frei von cytoplasmatischen Polypeptiden. Der Fachmann würde leicht
verstehen, dass die in der Anmeldung beschriebenen Polypeptide aus
einer natürlichen
Quelle, d.h. einem Chlamydia-Stamm, aufgereinigt sein können oder
durch rekombinante Mittel produziert sein können.
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In Übereinstimmung
mit dem vorstehend in der Anmeldung beschriebenen Aspekt sind Polypeptide, Homologe
oder Fragmente, die modifiziert oder behandelt sind, um ihre Immunogenizität in dem
Zieltier zu verstärken,
in dem das Polypeptid, Homolog oder die Fragmente einen Schutz gegenüber Chlamydia
verleihen sollen. Solche Modifikationen oder Behandlungen umfassen:
Aminosäuresubstitutionen
mit einem Aminosäurederivat
wie 3-Methylhistidin, 4-Hydroxyprolin, 5-Hydroxylysin usw., Modifikationen
oder Deletionen, die nach Herstellung des Polypeptids, Homologs
oder Fragments erfolgen, wie die Modifizierung von freien Amino-, Carboxyl- oder Hydroxylseitengruppen
der Aminosäuren.
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Eine
Identifizierung von durch in der Anmeldung beschriebene Polynukleotide
kodierten homologen Polypeptiden oder Polypeptid-Derivaten, die
eine spezifische Antigenizität
aufweisen, wird durch Screenen auf Kreuzreaktivität mit einem
Antiserum erreicht, das gegen das Referenz-Polypeptid mit einer
Aminosäuresequenz
nach einer der SEQ ID NOs: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20
erzeugt wurde. Das Verfahren ist wie folgt: ein monospezifisches
Hyperimmun-Antiserum wird gegen ein aufgereinigtes Referenz-Polypeptid,
ein Fusionspolypeptid (beispielsweise ein Expressionsprodukt von
MBP, GST oder His-tag-Systemen, wobei die Beschreibung und Anleitungen
für eine
Verwendung derselben in den Produkthandbüchern von Invitrogen für pcDNA3.1/Myc-His(+)
A, B und C und für
die XpressTM-System-Proteinaufreinigung enthalten sind)
oder ein synthetisches Peptid, das nach Vorhersage antigen ist,
erzeugt. Bei einer Erzeugung eines Antiserums gegen ein Fusionspolypeptid
werden zwei unterschiedliche Fusionssysteme eingesetzt. Spezifische
Antigenizität kann
gemäß einer
Reihe von Verfahren, einschließlich
Western-Blot (Towbin et al. (1979) Proc. Natl. Acad. Sci. USA 76:4350),
Dot-Blot und ELISA wie nachstehend beschrieben bestimmt werden.
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Beim
Western-Blot-Test wird das zu screenende Produkt entweder als eine
aufgereinigte Zubereitung oder ein Gesamt-E. coli-Extrakt einer
SDS-Page-Elektrophorese wie von Laemmli (Nature (1970) 227:680)
beschrieben unterzogen. Nach Übertragung
auf eine Nitrocellulosemembran wird das Material weiter mit dem monospezifischen
Hyperimmun-Antiserum inkubiert, das auf etwa 1:5 bis etwa 1:5000,
vor zugsweise etwa 1:100 bis etwa 1:500 verdünnt wurde. Spezifische Antigenizität wird festgestellt,
sobald eine Bande, die dem Produkt entspricht, eine Reaktivität bei einer
jeglichen der Verdünnungen
in dem vorstehenden Bereich aufweist.
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In
einem ELISA-Test wird das zu screenende Produkt vorzugsweise als
das Beschichtungsantigen verwendet. Eine aufgereinigte Zubereitung
ist bevorzugt, obwohl ein Gesamtzellextrakt auch verwendet werden
kann. Zusammengefasst werden etwa 100 μl einer Zubereitung bei etwa
10 μg Protein/ml
in Wells einer 96 Well-Polycarbonat-ELISA-Platte
verteilt. Die Platte wird zwei Stunden bei 37°C und sodann über Nacht
bei 4°C
inkubiert. Die Platte wird mit Phosphat-gepufferter Kochsalzlösung (PBS)
mit 0,05% Tween 20 (PBS/Tween-Puffer) gewaschen. Die Wells werden
mit 250 μl
PBS mit 1% Rinderserumalbumin (BSA) abgesättigt, um nicht-spezifische Antikörperbindung
zu verhindern. Nach einer Stunde Inkubation bei 37°C wird die Platte
mit PBS/Tween-Puffer gewaschen. Das Antiserum wird seriell in PBS/Tween-Puffer
mit 0,5% BSA verdünnt.
100 μl der
Verdünnungen
werden zu jedem Well gegeben. Die Platte wird 90 Minuten bei 37°C inkubiert, gewaschen
und gemäß Standardverfahren
ausgewertet. Beispielsweise wird ein Anti-Kaninchen-Peroxidase-Konjugat
aus Ziege zu den Wells gegeben, falls spezifische Antikörper in
Kaninchen erzeugt wurden. Eine Inkubation erfolgt für 90 Minuten
bei 37°C
und die Platte wird gewaschen. Die Reaktion wird mit dem geeigneten
Substrat entwickelt und die Reaktion durch Kalorimetrie gemessen
(Absorption wird spektrophotometrisch gemessen). Unter den vorstehenden
experimentellen Bedingungen wird eine positive Reaktion durch O.D.-Werte
von mehr als bei einem Nicht-Immun-Kontrollserum angezeigt.
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In
einem Dot-Blot-Test ist ein aufgereinigtes Produkt bevorzugt, obwohl
ein Gesamt-Zellextrakt auch verwendet werden kann. Zusammengefasst
wird eine Lösung
des Produkts bei etwa 100 μg/ml
seriell zweifach in 50 mM Tris-HCl (pH 7,5) verdünnt. 100 μl einer jeden Verdünnung werden
auf eine Nitrocellulosemembran mit 0,45 μm gegeben, die in einer 96-Well-Dot-Blot-Vorrichtung
(Biorad) platziert wurde. Der Puffer wird durch Anlegen von Vakuum
an das System entfernt. Die Wells werden durch Zugabe von 50 mM
Tris-HCl (pH 7,5) gewaschen und die Membran wird an der Luft getrocknet.
Die Membran wird mit Blockierungspuffer (50 mM Tris-HCl (pH 7,5),
0,15 M NaCl, 10 g/l entrahmte Milch) abgesättigt und mit einer Antiserum-Verdünnung von etwa
1:50 bis etwa 1:5000, vorzugsweise etwa 1:500 inkubiert. Die Reaktion
wird gemäß Standardverfahren angezeigt.
Beispielsweise wird ein Anti-Kaninchen-Peroxidase-Konjugat aus Ziege
zu den Wells gegeben, falls Kaninchen-Antikörper verwendet werden. Eine
Inkubation erfolgt für
90 Minuten bei 37°C
und der Blot wird gewaschen. Die Reaktion wird mit dem geeigneten
Substrat entwickelt und abgestoppt. Die Reaktion wird visuell durch
das Auftreten eines gefärbten
Punktes, z.B. durch Kalorimetrie, gemessen. Unter den vorstehenden
experimentellen Bedingungen wird eine positive Reaktion angezeigt,
sobald ein gefärbter
Punkt mit einer Verdünnung
von mindestens etwa 1:5, vorzugsweise mindestens etwa 1:500 assoziiert
ist.
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Therapeutische
oder prophylaktische Wirksamkeit eines in der Anmeldung beschriebenen
Polypeptids oder Derivats kann wie nachstehend beschrieben bewertet
werden. In einem weiteren erfindungsgemäßen Aspekt wird bereitgestellt:
(i) eine Zusammensetzung, die ein in der Anmeldung beschriebenes
Polypeptid zusammen mit einem Verdünnungsmittel oder Träger umfasst,
insbesondere (ii) eine pharmazeutische Zusammensetzung mit einer
therapeutisch oder prophylaktisch wirksamen Menge eines in der Anmeldung
beschriebenen Polypeptids, (iii) ein Verfahren zur Induktion einer
Immunreaktion gegenüber
Chlamydia bei einem Säuger
durch Verabreichung an den Säuger
einer immunogen wirksamen Menge eines in der Anmeldung beschriebenen
Polypeptids, um eine schützende
Immunreaktion gegenüber
Chlamydia auszulösen,
und insbesondere (iv) ein Verfahren zur Vermeidung und/oder Behandlung
einer Chlamydia-Infektion (wie C. trachomatis-, C. psittaci-, C.
pneumoniae- oder C. pecorum-Infektion) durch Verabreichung einer
prophylaktischen oder therapeutischen Menge eines in der Anmeldung
beschriebenen Polypeptids an ein infiziertes Individuum. Des Weiteren
umfasst der vorstehende erfindungsgemäße Aspekt die Verwendung eines
in der Anmeldung beschriebenen Polypeptids zur Herstellung eines
Medikaments zur Vermeidung und/oder Behandlung von Chlamydia-Infektion.
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Wie
hier verwendet, werden die in der Anmeldung beschriebenen immunogenen
Zusammensetzungen in herkömmlicherweise
wie es im Impfstoffgebiet bekannt ist, insbesondere an eine mucosale
(wie okulare, intranasale, pulmonale, orale, gastrische, intestinale,
rektale, vaginale oder zum Harnweg gehörende) Oberfläche oder über den
parenteralen (wie subkutanen, intradermalen, intramuskulären, intravenösen oder
intraperitonealen) Weg verabreicht. Die Wahl des Verabreichungswegs
hängt von
einer Reihe von Parametern wie dem mit dem Polypeptid assoziierten
Adjuvanz ab. Falls ein mucosales Adjuvanz verwendet wird, ist der
intranasale oder orale Weg bevorzugt. Falls eine Lipidformulierung
oder eine Aluminiumverbindung verwendet wird, ist der parenterale
Weg bevorzugt, wobei der subkutane oder intra muskuläre Weg am
meisten bevorzugt ist. Die Wahl hängt auch von der Art des Impfstoffs
ab. Beispielsweise wird ein in der Anmeldung beschriebenes Polypeptid,
das an CTB oder LTB fusioniert ist, am besten an eine mucosale Oberfläche verabreicht.
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Wie
hier verwendet, enthält
die in der Anmeldung beschriebene Zusammensetzung ein oder mehrere in
der Anmeldung beschriebene Polypeptide oder Derivate. Die Zusammensetzung
enthält
gegebenenfalls mindestens ein weiteres Chlamydia-Antigen oder eine
Untereinheit, ein Fragment, ein Homolog, eine Mutante oder ein Derivat
davon.
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Für eine Verwendung
in einer in der Anmeldung beschriebenen Zusammensetzung wird ein
Polypeptid oder Derivat davon in oder mit Liposomen, vorzugsweise
neutrale oder anionische Liposomen, Mikrosphären, ISCOMS oder Virus-ähnliche-Partikel
(VLP) formuliert, um eine Zufuhr zu erleichtern und/oder die Immunreaktion
zu verstärken.
Diese Verbindungen sind leicht für
den Fachmann verfügbar;
vgl. z.B. Liposomes: A Practical Approach, RCP New Ed, IRL Press
(1990).
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Von
Liposomen verschiedene Adjuvanzien und dergleichen werden auch verwendet
und sind bekannt. Adjuvanzien können
das Antigen vor einer schnellen Zerstreuung durch dessen Abtrennung
in ein lokales Depot schützen
oder sie können
Substanzen enthalten, die den Wirt stimulieren, Faktoren zu sekretieren,
die für Makrophagen
und andere Komponenten des Immunsystems chemotaktisch wirken. Eine
geeignete Auswahl kann herkömmlicherweise
durch den Fachmann beispielsweise aus den nachstehend beschriebenen
Stoffen (unter einem weiteren in der Anmeldung beschriebenen Aspekt)
erfolgen.
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Eine
Behandlung wird mit einer einzigen Dosis erreicht oder wie notwendig
in Intervallen wiederholt, was einfach durch den Fachmann bestimmt
werden kann. Beispielsweise wird eine Grunddosis durch drei Verstärkungsdosen
bei wöchentlichen
oder monatlichen Intervallen gefolgt. Eine geeignete Dosis hängt von
verschiedenen Parametern ab, einschließlich des Empfängers (z.B.
Erwachsener oder Kind), des spezifischen Impfstoff-Antigens, des
Weges und der Häufigkeit
einer Verabreichung, des Vorhandenseins/Fehlens oder des Typs von
Adjuvanz und der gewünschten
Wirkung (z.B. Schutz und/oder Behandlung), wie es durch den Fachmann
bestimmt werden kann. Im Allgemeinen wird ein in der Anmeldung beschriebenes
Impfstoff-Antigen über einen
mucosalen Weg in einer Menge von etwa 10 μg bis et wa 500 mg, vorzugsweise
etwa 1 mg bis etwa 200 mg verabreicht. Im Fall des parenteralen
Wegs einer Verabreichung überschreitet
die Dosis gewöhnlich
nicht etwa 1 mg, vorzugsweise etwa 100 μg.
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Bei
einer Verwendung als Impfstoffe können in der Anmeldung beschriebene
Polynukleotide und Polypeptide sequenziell als Teil eines Mehrschritt-Immunisierungsverfahrens
verwendet werden. Beispielsweise findet ein Priming bei einem Säuger anfänglich mit
einem in der Anmeldung beschriebenen Impfvektor wie einem Poxvirus
beispielsweise über
den parenteralen Weg statt und es erfolgt sodann beispielsweise über den mucosalen
Weg ein zweifaches Boosten mit dem durch den Impfvektor kodierten
Polypeptid. In einem weiteren Beispiel werden ebenfalls Liposomen,
die mit einem in der Anmeldung beschriebenen Polypeptid oder Derivat
assoziiert sind, für
ein Priming verwendet, wobei das Boosten mucosal unter Verwendung
eines in der Anmeldung beschriebenen löslichen Polypeptids oder Derivats
in Kombination mit einem mucosalen Adjuvanz (z.B. LT) erfolgt.
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Ein
in der Anmeldung beschriebenes Polypeptid-Derivat wird auch gemäß dem vorstehend
beschriebenen Aspekt als ein diagnostisches Reagenz für einen
Nachweis des Vorliegens von Anti-Chlamydia-Antikörpern beispielsweise in einer
Blutprobe verwendet. Solche Polypeptide sind etwa 5 bis etwa 80,
vorzugsweise etwa 10 bis etwa 50 Aminosäuren lang. Sie sind entweder
markiert oder nicht-markiert, abhängig von dem diagnostischen
Verfahren. Diagnostische Verfahren, die ein solches Reagenz einbeziehen,
sind nachstehend beschrieben.
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Bei
Expression eines in der Anmeldung beschriebenen DNA-Moleküls wird
ein Polypeptid oder Polypeptid-Derivat produziert und unter Verwendung
bekannter Labortechniken aufgereinigt. Wie vorstehend beschrieben
kann das Polypeptid oder Polypeptid-Derivat als ein Fusionsprotein
mit einem fusionierten Schwanz produziert werden, der eine Aufreinigung
erleichtert. Das Fusionsprodukt wird für eine Immunisierung eines kleinen
Säugers
wie eine Maus oder ein Kaninchen verwendet, um Antikörper gegen
das Polypeptid oder Polypeptid-Derivat (monospezifische Antikörper) zu
erzeugen. Dementsprechend wird in einem weiteren in der Anmeldung
beschriebenen Aspekt ein monospezifischer Antikörper bereitgestellt, der an
ein in der Anmeldung beschriebenes Polypeptid oder Polypeptid-Derivat
bindet.
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„Monospezifischer
Antikörper" betrifft einen Antikörper, der
mit einem einzigartigen natürlich
auftretenden Chlamydia-Polypeptid reagieren kann. Ein in der Anmel dung
beschriebener Antikörper
ist entweder polyklonal oder monoklonal. Monospezifische Antikörper können rekombinant,
z.B. chimär
(z.B. aus einer variablen Region murinen Ursprungs in Assoziierung
mit einer konstanten Region aus Mensch aufgebaut), humanisiert (ein
konstantes Rückgrat
aus menschlichem Immunglobulin zusammen mit einer hypervariablen
Region tierischen Ursprungs, z.B. murinen Ursprungs) und/oder einzelkettig
sein. Sowohl polyklonale, als auch monospezifische Antikörper können auch
in Form von Immunglobulinfragmenten wie F(ab)'2- oder
Fab-Fragmenten vorliegen. Die in der Anmeldung beschriebenen Antikörper gehören einem
jeglichen Isotyp wie IgG oder IgA an und polyklonale Antikörper gehören einem
einzigen Isotyp oder einem Gemisch von Isotypen an.
-
Antikörper gegen
die in der Anmeldung beschriebenen Polypeptide, Homologe oder Fragmente
werden durch Immunisieren eines Säugers mit einer Zusammensetzung,
die das Polypeptid, Homolog oder Fragment umfasst, erzeugt. Solche
Antikörper
können
polyklonal oder monoklonal sein. Verfahren zur Herstellung polyklonaler
oder monoklonaler Antikörper
sind bekannt. Bezüglich
einer Übersicht
wird auf „Antibodies,
A Laboratory Manual",
Cold Spring Harbor Laboratory, Hrsg. E. Harlow und D. Lane (1988)
und D.E. Yelton et al. (1981) Ann. Rev. Biochem. 50:657–680 verwiesen.
Bezüglich
monoklonaler Antikörper
wird auf Kohler & Milstein
(1975) Nature 256:495–497
verwiesen.
-
Die
in der Anmeldung beschriebenen Antikörper, die gegen in der Anmeldung
beschriebene Polypeptide oder Polypeptid-Derivate erzeugt werden,
werden unter Verwendung von Standard-immunologischen Tests produziert
und identifiziert, wie Western-Blot-Analyse, Dot-Blot-Test oder
ELISA (vgl. z.B. Coligan et al., Current Protocols in Immunology
(1994) John Wiley & Sons,
Inc., New York, NY). Die Antikörper
werden in diagnostischen Verfahren eingesetzt, um das Vorliegen
eines Chlamydia-Antigens in einer Probe wie einer biologischen Probe
nachzuweisen. Die Antikörper
werden auch in der Affinitätschromatgraphie
für eine
Aufreinigung eines in der Anmeldung beschriebenen Polypeptids oder
Polypeptid-Derivats verwendet. Wie nachstehend weiter erörtert, können solche
Antikörper
in prophylaktischen und therapeutischen Verfahren einer passiven
Immunisierung verwendet werden.
-
Dementsprechend
wird in einem weiteren in der Anmeldung beschriebenen Aspekt (i)
ein Reagenz zum Nachweis des Auftretens von Chlamydia in einer biologischen
Probe, das einen Antikörper,
ein Polypeptid oder ein Polypeptid-Derivat wie in der Anmeldung
beschrieben enthält,
und (ii) ein diagnostisches Verfahren zum Nach weis des Auftretens
von Chlamydia in einer biologischen Probe durch In-Kontakt-Bringen der biologischen
Probe mit einem Antikörper,
einem Polypeptid oder einem Polypeptid-Derivat wie in der Anmeldung beschrieben,
so dass ein Immunkomplex gebildet wird, und durch Nachweis eines
solchen Komplexes, um das Auftreten von Chlamydia in der Probe oder
dem Organismus, von dem die Probe abgeleitet ist, anzuzeigen, bereitgestellt.
-
Der
Fachmann wird leicht verstehen, dass der Immunkomplex zwischen einer
Komponente der Probe und dem Antikörper, Polypeptid oder Polypeptid-Derivat,
was auch immer verwendet wird, gebildet wird und dass ein jegliches
nicht-gebundenes Material vor einem Nachweis des Komplexes entfernt
wird. Man wird verstehen, dass ein Polypeptid-Reagenz für einen
Nachweis des Auftretens von Anti-Chlamydia-Antikörpern in einer Probe wie einer
Blutprobe verwendbar ist, während
ein in der Anmeldung beschriebener Antikörper für ein Screening einer Probe
wie Magensaft oder Biopsiematerial bezüglich des Vorliegens von Chlamydia-Polypeptiden
verwendet wird.
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Bezüglich diagnostischer
Anwendungen liegt das Reagenz (d.h. der Antikörper, das Polypeptid oder das
Polypeptid-Derivat wie in der Anmeldung beschrieben) in einem freien
Zustand oder an einen Festträger wie
einer Röhre,
einem Partikel oder einem jeglichen anderen herkömmlichen Träger, der in diesem Gebiet verwendet
wird, immobilisiert vor. Eine Immobilisierung wird unter Verwendung
direkter oder indirekter Mittel erreicht. Direkte Mittel umfassen
passive Adsorption (nicht-kovalente Bindung) oder kovalente Bindung
zwischen dem Träger
und dem Reagenz. „Indirekte
Mittel" meint, dass
eine Anti-Reagenz-Verbindung, die mit einem Reagenz wechselwirkt,
zuerst an den Festträger
gebunden wird. Beispielsweise kann, falls ein Polypeptid-Reagenz
verwendet wird, ein Antikörper,
der daran bindet, als ein Anti-Reagenz dienen, mit der Maßgabe, dass
er an ein Epitop bindet, das nicht an der Erkennung von Antikörpern in
biologischen Proben beteiligt ist. Indirekte Mittel können auch
ein Ligand-Rezeptor-System beteiligen, beispielsweise falls ein
Molekül
wie ein Vitamin auf das Polypeptid-Reagenz gepfropft wird und der
entsprechende Rezeptor auf der Festphase immobilisiert wird. Dies
wird durch das Biotin-Streptavidin-System veranschaulicht. Alternativ
wird ein Peptidschwanz chemisch oder durch genetische Veränderung
an das Reagenz angefügt
und das gepfropfte oder fusionierte Produkt durch passive Adsorption
oder kovalente Bindung des Peptidschwanzes immobilisiert.
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Solche
diagnostischen Mittel können
in einen Kit eingebaut werden, der auch Anleitungen für eine Verwendung
umfasst. Das Reagenz wird mit einem Nachweismittel markiert, das
es ermöglicht,
das Reagenz bei einer Bindung an sein Ziel nachzuweisen. Das Nachweismittel
kann ein fluoreszierendes Mittel wie Fluoresceinisocyanat oder Fluoresceinisothiocyanat
oder ein Enzym wie Meerrettichperoxidase oder Luciferase oder alkalische
Phosphatase oder ein radioaktives Element wie 125I
oder 51Cr sein.
-
Dementsprechend
betrifft ein weiterer in der Anmeldung beschriebener Aspekt ein
Verfahren zur Aufreinigung eines in der Anmeldung beschriebenen
Polypeptids oder Polypeptid-Derivats aus einer biologischen Probe,
das ein Durchführen
einer Antikörper-basierenden
Affinitätschromatographie
mit der biologischen Probe umfasst, wobei der Antikörper ein
in der Anmeldung beschriebener monospezifischer Antikörper ist.
-
Für eine Verwendung
in einem in der Anmeldung beschriebenen Aufreinigungsverfahren ist
der Antikörper
entweder polyklonal oder monospezifisch und gehört vorzugsweise dem IgG-Typ
an. Aufgereinigte IgGs werden aus einem Antiserum in an sich bekannter
Weise hergestellt (vgl. z.B. Coligan et al., Current Protocols in
Immunology (1994) John Wiley & Sons,
Inc., New York, NY). Herkömmliche
Chromatographieträger, sowie
Standardverfahren zur Pfropfung von Antikörpern sind beispielsweise in
Antibodies: A Laboratory Manual, D. Lane, E. Harlow, Hrsg. (1988)
beschrieben und nachstehend dargelegt.
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Zusammengefasst
wird eine biologische Probe wie ein C. pneumoniae-Extrakt vorzugsweise
in einer Pufferlösung
auf ein Chromatographiematerial, das vorzugsweise mit dem Puffer äquilibriert
ist, der für
eine Verdünnung
der biologischen Probe verwendet wird, aufgetragen, so dass das
in der Anmeldung beschriebene Polypeptid oder Polypeptid-Derivat
(d.h. das Antigen) an das Material adsorbiert. Das Chromatographiematerial
wie ein an einen in der Anmeldung beschriebenen Antikörper gekoppeltes
Gel oder Harz liegt entweder im Gemenge oder in einer Säule vor.
Die nicht-gebundenen Komponenten werden weggewaschen und das Antigen
sodann mit einem geeigneten Elutionspuffer wie Glycinpuffer oder
einem Puffer mit einem chaotropen Mittel wie Guanidin-HCl oder Hochsalz-Konzentration
(wie 3 M MgCl2) eluiert. Eluierte Fraktionen
werden gewonnen und das Vorliegen des Antigens beispielsweise durch
Messung der Absorption bei 280 nm nachgewiesen.
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In
einem weiteren in der Anmeldung beschriebenen Aspekt wird bereitgestellt:
(i) eine Zusammensetzung, die einen in der Anmeldung beschriebenen
monospezifischen Antikörper
zusammen mit einem Verdünnungsmittel
oder Träger
umfasst, (ii) eine pharmazeutische Zusammensetzung, die eine therapeutisch
oder prophylaktisch wirksame Menge eines in der Anmeldung beschriebenen
monospezifischen Antikörpers
umfasst und (iii) ein Verfahren zur Behandlung oder Vermeidung einer
Chlamydia-Infektion (wie C. trachomatis-, C. psittaci-, C. pneumoniae-
oder C. pecorum-Infektion) durch Verabreichung einer therapeutischen
oder prophylaktischen Menge eines in der Anmeldung beschriebenen
monospezifischen Antikörpers
an ein infiziertes Individuum. Des Weiteren umfasst der vorstehend
beschriebene Aspekt der Anmeldung die Verwendung eines in der Anmeldung
beschriebenen monospezifischen Antikörpers für die Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung oder Vermeidung von Chlamydia-Infektion.
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Der
monospezifische Antikörper
ist entweder polyklonal oder monoklonal und gehört vorzugsweise dem IgA-Isotyp
(vorherrschend) an. Bei einer passiven Immunisierung wird der Antikörper an
eine Mucosaoberfläche
eines Säugers
wie Magenmucosa z.B. oral oder intragastrisch, vorteilhafterweise
bei Gegenwart eines Bicarbonatpuffers verabreicht. Alternativ erfolgt
eine systemische Verabreichung, die keinen Bicarbonatpuffer erfordert.
Ein in der Anmeldung beschriebener monospezifischer Antikörper wird
als eine einzelne aktive Komponente oder als ein Gemisch mit mindestens
einem monospezifischen Antikörper,
der für
ein anderes Chlamydia-Polypeptid spezifisch ist, verabreicht. Die
Menge an Antikörper
und das spezifische verwendete Verabreichungsschema werden leicht
durch den Fachmann bestimmt. Beispielsweise sind eine tägliche Verabreichung
von etwa 100 bis 1000 mg Antikörpern über eine
Woche oder eine Verabreichung von drei Dosen pro Tag von etwa 100
bis 1000 mg Antikörpern über zwei
oder drei Tage wirksame Verabreichungsschemata für die meisten Zwecke.
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Eine
therapeutische oder prophylaktische Wirksamkeit wird unter Verwendung
von Standardverfahren, beispielsweise durch Messung der Induktion
einer mucosalen Immunreaktion oder der Induktion einer schützenden
und/oder therapeutischen Immunität
unter Verwendung von beispielsweise dem C. pneumoniae-Mausmodell
bewertet. Der Fachmann wird leicht erkennen, dass der C. pneumoniae-Stamm
des Modells durch einen anderen Chlamydia-Stamm ersetzt werden kann.
Beispielsweise wird die Wirksamkeit von DNA-Molekülen und
Polypeptiden aus C. pneumoniae vorzugsweise in einem Mausmodell
unter Verwendung des C. pneumoniae-Stamms bewertet. Ein Schutz wird
durch Vergleich des Grades einer Chlamydia-Infektion mit dem einer
Kontrollgruppe bestimmt. Ein Schutz wird angezeigt, wenn eine Infektion
im Vergleich mit der Kontrollgruppe verringert ist. Eine solche
Bewertung erfolgt für
in der Anmeldung beschriebene Polynukleotide, Impfvektoren, Polypeptide
und Derivate davon, sowie Antikörper.
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Adjuvanzien,
die in einer jeglichen der vorstehend beschriebenen Impfzusammensetzungen
verwendbar sind, sind wie folgt.
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Adjuvanzien
für eine
parenterale Verabreichung umfassen Aluminiumverbindungen wie Aluminiumhydroxid,
Aluminiumphosphat und Aluminiumhydroxyphosphat. Das Antigen wird
in an sich bekannter Weise mit der Aluminiumverbindung ausgefällt oder
darauf adsorbiert. Andere Adjuvanzien wie RIBI (ImmunoChem, Hamilton,
MT) werden bei einer parenteralen Verabreichung verwendet.
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Adjuvanzien
für eine
mucosale Verabreichung umfassen bakterielle Toxine wie Choleratoxin
(CT), das hitzelabile Toxin aus E. coli (LT), das Toxin A aus Clostridium
difficile und das Pertussis-Toxin (PT) oder Kombinationen, Untereinheiten,
Toxoide oder Mutanten davon wie eine aufgereinigte Zubereitung von
nativer Cholera-Toxin-Untereinheit
B (CTB). Fragmente, Homologe, Derivate und Fusionen eines jeglichen
dieser Toxine sind auch geeignet, mit der Maßgabe, dass sie die Aktivität als Adjuvanz
beibehalten. Vorzugsweise wird eine Mutante mit verringerter Toxizität verwendet.
Geeignete Mutanten sind beispielsweise in der WO 95/17211 (Arg-7-Lys-CT-Mutante), der
WO 96/06627 (Arg-192-Gly-LT-Mutante) und der WO 95/34323 (Arg-9-Lys-
und Glu-129-Gly-PT-Mutante) beschrieben. Weitere LT-Mutanten, die
in den Verfahren und Zusammensetzungen, die in der Anmeldung beschrieben
sind, verwendet werden, umfassen beispielsweise Ser-63-Lys-, Ala-69-Gly-,
Glu-110-Asp- und
Glu-112-Asp-Mutanten. Andere Adjuvanzien wie bakterielles Monophosphoryl-Lipid A (MPLA) von
beispielsweise E. coli, Salmonella minnesota, Salmonella typhimurium
oder Shigella flexneri, Saponine oder Polylactidglycolid (PLGA)-Mikrosphären werden
auch bei einer mucosalen Verabreichung verwendet.
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Adjuvanzien,
die für
sowohl eine mucosale als auch eine parenterale Verabreichung geeignet
sind, umfassen Polyphosphazen (WO 95/02415), DC-chol (3 b-(N-(N',N'-Dimethylaminomethan)carbamoyl)cholesterin;
US-PS 5,283,185 und WO 96/14831) und QS-21 (WO 88/09336).
-
Eine
jegliche erfindungsgemäße pharmazeutische
Zusammensetzung, die ein Polynukleotid, Polypeptid, Polypeptid-Derivat
oder einen Antikörper
wie in der Anmeldung beschrieben enthält, wird in herkömmlicher
Weise hergestellt. Insbesondere wird sie mit einem pharmazeutisch
verträglichen
Verdünnungsmittel oder
Träger
wie Wasser oder einer Kochsalzlösung
wie Phosphatpuffer-Kochsalzlösung
formuliert. Im Allgemeinen wird ein Verdünnungsmittel oder Träger auf
der Basis der Verabreichungsart und des Verabreichungswegs und auf
der Basis der pharmazeutischen Standardpraxis ausgewählt. Geeignete
pharmazeutische Träger
oder Verdünnungsmittel,
sowie pharmazeutische Notwendigkeiten für deren Verwendung bei pharmazeutischen
Formulierungen sind in Remington's
Pharmaceutical Sciences, eine Standard-Referenz auf diesem Gebiet,
und in USP/NF beschrieben.
-
Die
Erfindung umfasst auch Verfahren, bei denen eine Chlamydia-Infektion
durch orale Verabreichung eines in der Anmeldung beschriebenen Chlamydia-Polypeptids
und eines mucosalen Adjuvanz in Verbindung mit einem Antibiotikum,
einem gegen Magensäure
wirkenden Mittel, Sucralfat oder einer Kombination davon behandelt
wird. Beispiele für
solche Verbindungen, die zusammen mit dem Impfantigen und dem Adjuvanz
verabreicht werden können,
sind Antibiotika, einschließlich
Makrolide, Tetracycline und Derivate davon (spezifische Beispiele
für Antibiotika,
die verwendet werden können,
umfassen Azithromycin oder Doxicyclin oder Immunmodulatoren wie
Cytokine oder Steroide). Des Weiteren werden Verbindungen, die mehr
als eine der vorstehend beschriebenen Komponenten in Kopplung aneinander
enthalten, verwendet. Die Anmeldung beschreibt auch Zusammensetzungen
für eine
Durchführung
dieser Verfahren, d.h. Zusammensetzungen mit einem Chlamydia-Antigen (oder Antigenen)
wie in der Anmeldung beschrieben, einem Adjuvanz und einer oder mehreren
der vorstehend beschriebenen Verbindungen in einem pharmazeutisch
verträglichen
Träger
oder Verdünnungsmittel.
-
Es
wurde kürzlich
gezeigt, dass das 60 kDa Cystein-reiche Membranprotein eine Sequenz
enthält,
die mit dem murinen alpha-Myosin-schwere Kette-Epitop M7A-alpha, einem Epitop,
das bei Menschen konserviert ist, kreuzreagiert (Bachmaier et al.
(1999) Science 283:1335). Es wurde vorgeschlagen, dass diese Kreuzreaktivität Anteil
an der Entwicklung kardiovaskulärer
Erkrankungen hat, so dass es günstig
sein kann, dieses Epitop und jegliche andere Epitope, die mit menschlichen
Antigenen kreuzreagieren, aus dem Protein zu entfernen, falls es
als Impfstoff verwendet werden soll. Dementsprechend umfasst ein
weiterer in der Anmeldung beschriebener Aspekt die Modifizierung
der kodierenden Sequenz beispielsweise durch Dele tion oder Substitution
der Nukleotide, die für
das Epitop kodieren, in Polynukleotiden, die für das Protein kodieren, um
so die Wirksamkeit und Sicherheit des Proteins als Impfstoff zu
verbessern. Ein ähnlicher
Ansatz kann für
ein jegliches schützendes
Antigen günstig
sein, von dem festgestellt wurde, dass es unerwünschte Homologien oder Kreuzreaktivitäten mit
menschlichen Antigenen aufweist.
-
Die
Mengen der vorstehend beschriebenen Verbindungen, die in den in
der Anmeldung beschriebenen Verfahren und Zusammensetzungen verwendet
werden, werden leicht durch den Fachmann bestimmt. Behandlungs-/Immunisierungsschemata
sind auch bekannt und werden leicht durch den Fachmann entworfen.
Beispielsweise können
die Nicht-Impfstoff-Komponenten an den Tagen 1–14 verabreicht werden und
das Impfantigen und das Adjuvanz können an den Tagen 7, 14, 21
und 28 verabreicht werden.
-
BEISPIELE
-
Die
vorstehende Offenbarung beschreibt allgemein die Erfindung. Ein
vollständigeres
Verständnis kann
durch Bezugnahme auf die nachstehenden spezifischen Beispiele und
insbesondere auf Beispiele, die das Plasmid pCACPNM459 betreffen,
erhalten werden. Diese Beispiele dienen nur der Veranschaulichung und
sind nicht begrenzend zu verstehen.
-
Beispiel 1:
-
Diese
Beispiele zeigen die Herstellung von Plasmidvektoren, die bei Immunprotektionsuntersuchungen
verwendet werden.
-
A. Herstellung des Plasmidvektors
pCACPNM213
-
Das
Gen für
die ATP-Bindekassette wurde anhand genomischer DNA von Chlamydia
pneumoniae, Stamm CWLO29, durch Polymerasekettenreaktion (PCR) unter
Verwendung eines 5'-Primers
(5' ATAAGAATGCGGCCGCCACCATGAAGATGCATAGGCTTAAACC
3'; SEQ ID NO: 21)
und eines 3'-Primers (5' GCGCCGGATCCCACTTAAGATATCGATATTTTTGAG 3'; SEQ ID NO: 22)
amplifiziert. Der 5'-Primer
enthält
eine NotI-Restriktionsstelle, eine Ribosomen-Bindestelle, ein Initiationscodon und
eine Sequenz am 5'-Ende
der für
das ATP-Bin dekassetten-Protein kodierenden Sequenz. Der 3'-Primer enthält die Sequenz,
die für die
C-terminale Sequenz des ATP-Bindekassetten-Proteins kodiert, und
eine BamHI-Restriktionsstelle. Das Stoppcodon wurde ausgeschlossen
und ein weiteres Nukleotid inseriert, um eine In-Frame-Fusion mit
dem Histidin-Tag zu erhalten.
-
Nach
einer Amplifikation wurde das PCR-Fragment unter Verwendung des
QIAquickTM PCR-Aufreinigungskits (Qiagen)
aufgereinigt, mit NotI und BamHI gespalten und in den in Beispiel
2 (21) beschriebenen eukaryontischen Expressionsvektor
pCA-Myc-His kloniert, wobei die Transkription unter Kontrolle des
humanen CMV-Promoters steht.
-
B. Herstellung des Plasmidvektors
pCACPNM882
-
Das
Gen für
den sekretorischer Lokus-ORF wurde anhand von genomischer DNA von
Chlamydia pneumoniae, Stamm CWLO29, durch Polymerasekettenreaktion
(PCR) unter Verwendung eines 5'-Primers
5' ATAAGAATGCGGCCGCCACCATGCGGTTGGGAAATAAGCCTATGC
3'; SEQ ID NO: 23)
und eines 3'-Primers
(5' GCGCCGGTACCGTAATTTAATACTCTTTGAAGGGC 3'; SEQ ID NO: 24)
amplifiziert. Der 5'-Primer enthält eine
NotI-Restriktionsstelle, eine Ribosomen-Bindestelle, ein Initiationscodon
und eine Sequenz am 5'-Ende
der sekretorischer Lokus-ORF-kodierenden Sequenz. Der 3'-Primer enthält die Sequenz,
die für
die C-terminale Sequenz des sekretorischer Lokus-ORF-Proteins kodiert,
und eine KpnI-Restriktionsstelle. Das Stoppcodon wurde ausgeschlossen
und ein weiteres Nukleotid inseriert, um eine In-Frame-Fusion mit
dem Histidin-Tag zu erhalten.
-
Nach
einer Amplifikation wurde das PCR-Fragment unter Verwendung des
QIAquickTM-PCR-Aufreinigungskits (Qiagen)
aufgereinigt, mit NotI und KpnI gespalten und in den in Beispiel
2 (22) beschriebenen eukaryontischen Expressionsvektor
pCA-Myc-His kloniert, wobei die Transkription unter Kontrolle des
humanen CMV-Promotors steht.
-
C. Herstellung des Plasmidvektors
pCACPNM208
-
Das
Endopeptidase-Gen wurde anhand von genomischer DNA aus Chlamydia
pneumoniae, Stamm CWLO29, durch Polymerasekettenreaktion (PCR) unter
Verwendung eines 5'-Primers
(5' ATAAGAATGCGGCCGCCACCATGCTCACCCTAGGCTTGGAAAGTTCTTG
3'; SEQ ID NO: 25) und
eines 3'-Primers
(5' GCTTTGGAGGATCCCCGGAGAGGCTAAGGAGAATGG
3'; SEQ ID NO: 26)
amplifiziert. Der 5'-Primer
enthält
eine NotI-Restriktionsstelle, eine Ribosomen-Bindestelle, ein Initiationscodon
und eine Sequenz am 5'-Ende
der für
das Endopeptidase-Protein kodierenden Sequenz. Der 3'-Primer enthält die Sequenz,
die für
die C-terminale Sequenz des Endopeptidase-Proteins kodiert, und
eine BamHI-Restriktionsstelle.
Das Stoppcodon wurde ausgeschlossen und ein weiteres Nukleotid inseriert,
um eine In-Frame-Fusion mit dem Histidin-Tag zu erhalten.
-
Nach
einer Amplifikation wurde das PCR-Fragment unter Verwendung des
QIAquickTM-PCR-Aufreinigungskits (Qiagen)
aufgereinigt, mit NotI und BamHI gespalten und in den in Beispiel
2 (23) beschriebenen eukaryontischen Expressionsvektor
pCA-Myc-His kloniert, wobei die Transkription unter Kontrolle des
humanen CMV-Promoters steht.
-
D. Herstellung des Plasmidvektors
pCACPNM1096
-
Das
Protease-Gen wurde anhand genomischer DNA von Chlamydia pneumoniae,
Stamm CWLO29, durch Polymerasekettenreaktion (PCR) unter Verwendung
eines 5'-Primers
(5' ATAAGAATGCGGCCGCCACCATGAAAAAAGGGAAATTAGGAGCC
3'; SEQ ID NO: 27)
und eines 3'-Primers
(5' GCGCCGGATCCCCGAAGCAGAAGTCGTTGTGGG 3'; SEQ ID NO: 28)
amplifiziert. Der 5'-Primer
enthält
eine NotI-Restriktionsstelle, eine Ribosomen-Bindestelle, ein Initiationscodon
und eine Sequenz am 5'-Ende
der für
das Protease-Protein kodierenden Sequenz. Der 3'-Primer enthält die Sequenz, die für die C-terminale
Sequenz des Protease-Proteins kodiert, und eine BamHI-Restriktionsstelle.
Das Stoppcodon wurde ausgeschlossen und ein weiteres Nukleotid inseriert,
um eine In-Frame-Fusion mit dem Histidin-Tag zu erhalten.
-
Nach
einer Amplifikation wurde das PCR-Fragment unter Verwendung des
QIAquickTM-PCR-Aufreinigungskits (Qiagen)
aufgereinigt, mit NotI und BamHI gespalten und in den in Beispiel
2 (24) beschriebenen eukaryontischen Expressionsvektor
pCA-Myc-His kloniert, wobei die Transkription unter Kontrolle des
humanen CMV-Promotors steht.
-
E. Herstellung des Plasmidvektors
pCACPNM1097
-
Das
Metalloprotease-Gen wurde anhand genomischer DNA von Chlamydia pneumoniae,
Stamm CWLo29, durch Polymerasekettenreaktion (PCR) unter Verwendung
eines 5'-Primers
5' ATAAGAATGCGGCCGCCACCATGAGAAAACTTATTTTATGCAATCCTA
3'; SEQ ID NO: 29)
und eines 3'-Primers
(5' GCGCCGGATCCCAGAACAACGGAGTTCTTTTGG 3'; SEQ ID NO: 30)
amplifiziert. Der 5'-Primer
enthält
eine NotI-Restriktionsstelle, eine Ribosomen-Bindestelle, ein Initiationscodon und
eine Sequenz am 5'-Ende
der für
das Metalloprotease-Protein kodierenden Sequenz. Der 3'-Primer enthält die Sequenz,
die für
die C-terminale Sequenz des Metalloprotease-Proteins kodiert, und
eine BamHI-Restriktionsstelle.
Das Stoppcodon wurde ausgeschlossen und ein weiteres Nukleotid inseriert,
um eine In-Frame-Fusion mit dem Histidin-Tag zu erhalten.
-
Nach
einer Amplifikation wurde das PCR-Fragment unter Verwendung des
QIAquickTM-PCR-Aufreinigungskits (Qiagen)
aufgereinigt, mit NotI und BamHI gespalten und in den in Beispiel
2 (25) beschriebenen eukaryontischen Expressionsvektor
pCA-Myc-His kloniert, wobei die Transkription unter Kontrolle des
humanen CMV-Promoters steht.
-
F. Herstellung des Plasmidvektors
pCACPNM908
-
Das
CLP-Protease ATPase-Gen wurde anhand genomischer DNA von Chlamydia
pneumoniae, Stamm CWLO29, durch Polymerasekettenreaktion (PCR) unter
Verwendung eines 5'-Primers
(5' ATAAGAATGCGGCCGCCACCATGAATAAAAAAAATCTAACTATTTG
3'; SEQ ID NO: 31)
und eines 3'-Primers
(5' GCGCCGGATCCCAGCGATAGCTTCTGGGGTCC 3'; SEQ ID NO: 32)
amplifiziert. Der 5'-Primer
enthält
eine NotI-Restriktionsstelle, eine Ribosomen-Bindestelle, ein Initiationscodon
und eine Sequenz am 5'-Ende
der für
das CLP-Protease ATPase-Protein kodierenden Sequenz. Der 3'-Primer enthält die Sequenz,
die für die
C-terminale Sequenz der CLP-Protease ATPase kodiert, und eine BamHI-Restriktionsstelle.
Das Stoppcodon wurde ausgeschlossen und ein weiteres Nukleotid inseriert,
um eine In-Frame-Fusion mit dem Histidin-Tag zu erhalten.
-
Nach
einer Amplifikation wurde das PCR-Fragment unter Verwendung des
QIAquickTM-PCR-Aufreinigungskits (Qiagen)
aufgereinigt, mit NotI und BamHI ge spalten und in dem in Beispiel
2 (26) beschriebenen eukaryontischen Expressionsvektor
pCA-Myc-His kloniert, wobei die Transkription unter Kontrolle des
humanen CMV-Promotors steht.
-
G. Herstellung des Plasmidvektors
pCACPNM909
-
Das
Gen, das für
die CLP-Protease-Untereinheit kodiert, wurde anhand von genomischer
DNA aus Chlamydia pneumoniae, Stamm CWLO29, durch Polymerasekettenreaktion
(PCR) unter Verwendung eines 5'-Primers
(5' ATAAGAATGCGGCCGCCACCATGACACTGGTACCCTATGTTG
3'; SEQ ID NO: 33)
und eines 3'-Primers
(5' GCGCCGGATCCCAGTGCTACTTGTATCCTTATTAG 3'; SEQ ID NO: 34)
amplifiziert. Der 5'-Primer
enthält
eine NotI-Restriktionsstelle, eine Ribosomen-Bindestelle, ein Initiationscodon
und eine Sequenz am 5'-Ende
der für
die CLP-Protease-Untereinheit kodierenden Sequenz. Der 3'-Primer enthält die Sequenz, die
für die
C-terminale Sequenz der CLP-Protease-Untereinheit kodiert, und eine
BamHI-Restriktionsstelle. Das Stoppcodon wurde ausgeschlossen und
ein weiteres Nukleotid inseriert, um eine In-Frame-Fusion mit dem
Histidin-Tag zu erhalten.
-
Nach
einer Amplifikation wurde das PCR-Fragment unter Verwendung des
QIAquickTM-PCR-Aufreinigungskits (Qiagen)
aufgereinigt, mit NotI und BamHI gespalten und in den in Beispiel
2 (27) beschriebenen eukaryontischen Expressionsvektor
pCA-Myc-His kloniert, wobei die Transkription unter Kontrolle des
humanen CMV-Promotors steht.
-
H. Herstellung des Plasmidvektors
pCACPNM440
-
Das
Transglycolase/Transpeptidase-Gen wurde anhand von genomischer DNA
aus Chlamydia pneumoniae, Stamm CWLO29, durch Polymerasekettenreaktion
(PCR) unter Verwendung eines 5'-Primers
(5' ATAAGAATGCGGCCGCCACCATGAGCTACCGTAAACGTTCGACTC
3'; SEQ ID NO: 35)
und eines 3'-Primers
(5' GCGCCGGATCCCCCTCGTTCCCCCTTGTTTCGGAG 3'; SEQ ID NO: 36)
amplifiziert. Der 5'-Primer enthält eine
NotI-Restriktionsstelle, eine Ribosomen-Bindestelle, ein Initiationscodon und
eine Sequenz am 5'-Ende
der für
die Transglycolase/Transpeptidase kodierenden Sequenz. Der 3'-Primer enthält die Sequenz, die
für die
C-terminate Sequenz der Transglycolase/Transpeptidase kodiert, und
eine BamHI-Restriktionsstelle. Das Stoppcodon wurde ausgeschlossen
und ein weiteres Nukleotid inseriert, um eine In-Frame-Fusion mit dem
Histidin-Tag zu erhalten.
-
Nach
einer Amplifikation wurde das PCR-Fragment unter Verwendung des
QIAquickTM-PCR-Aufreinigungskits (Qiagen)
aufgereinigt, mit NotI und BamHI gespalten und in den in Beispiel
2 (28) beschriebenen eukaryontischen Expressionsvektor
pCA-Myc-His kloniert, wobei die Transkription unter Kontrolle des
humanen CMV-Promotors steht.
-
I. Herstellung des Plasmidvektors
pCACPNM459
-
Das
Gen, das für
CLPc-Protease kodiert, wurde anhand von genomischer DNA aus Chlamydia
pneumoniae, Stamm CWLO29, durch Polymerasekettenreaktion (PCR) unter
Verwendung eines 5'-Primers
(5' ATAAGAATGCGGCCGCCACCATGTTTGAGAAGTTCACTAATAGAGC
3'; SEQ ID NO: 37)
und eines 3'-Primers
(5' GCGCCGGTACCGTGATTCCAAGTGAGGGCTAGGG 3'; SEQ ID NO: 38)
amplifiziert. Der 5'-Primer enthält eine
NotI-Restriktionsstelle, eine Ribosomen-Bindestelle, ein Initiationscodon und
eine Sequenz am 5'-Ende
der für
CLPc-Protease kodierenden Sequenz. Der 3'-Primer enthält die Sequenz, die für die C-terminale
Sequenz der CLPc-Protease kodiert, und eine KpnI-Restriktionsstelle.
Das Stoppcodon wurde ausgeschlossen und ein weiteres Nukleotid inseriert,
um eine In-Frame-Fusion
mit dem Histidin-Tag zu erhalten.
-
Nach
einer Amplifikation wurde das PCR-Fragment unter Verwendung des
QIAquickTM-PCR-Aufreinigungskits (Qiagen)
aufgereinigt, mit NotI und KpnI gespalten und in den in Beispiel
2 (29) beschriebenen eukaryontischen Expressionsvektor
pCA-Myc-His kloniert, wobei die Transkription unter Kontrolle des
humanen CMV-Promoter steht.
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J. Herstellung des Plasmidvektors
pCACPNM708
-
Das
Thioredoxin-Gen wurde anhand von genomischer DNA aus Chlamydia pneumoniae,
Stamm CWLO29, durch Polymerasekettenreaktion (PCR) unter Verwendung
eines 5'-Primers
(5' ATAAGAATGCGGCCGCCACCATGGTAAAGATCATATCAAGTG
3'; SEQ ID NO: 39)
und eines 3'-Primers
(5' GCGCCGGATCCCAGCGTGCTTATTGATAAG 3'; SEQ ID NO: 40)
amplifiziert. Der 5'-Primer
enthält
eine NotI-Restriktionsstelle, eine Ribo somen-Bindestelle, ein Initiationscodon
und eine Sequenz am 5'-Ende
der für
Thioredoxin kodierenden Sequenz. Der 3'-Primer enthält die Sequenz, die für die C-terminale
Sequenz des Thioredoxins kodiert, und eine BamHI-Restriktionsstelle.
Das Stoppcodon wurde ausgeschlossen und ein weiteres Nukleotid inseriert,
um eine In-Frame-Fusion
mit dem Histidin-Tag zu erhalten.
-
Nach
einer Amplifikation wurde das PCR-Fragment unter Verwendung des
QIAquickTM-PCR-Aufreinigungskits (Qiagen)
aufgereinigt, mit NotI und BamHI gespalten und in den in Beispiel
2 (30) beschriebenen eukaryontischen Expressionsvektor
pCA-Myc-His kloniert, wobei die Transkription unter Kontrolle des
humanen CMV-Promoters steht.
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Beispiel 2:
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Das
Plasmid pcDNA3.1(-)Myc-His C (Invitrogen) wurde mit SpeI und BamHI
gespalten, um den CMV-Promoter zu entfernen und das verbleibende
Vektorfragment wurde isoliert. Der CMV-Promoter und Intron A aus
Plasmid VR-1012 (Vical) wurden auf einem SpeI/BamHI-Fragment isoliert.
Die Fragmente wurden zusammen ligiert, um das Plasmid pCA/Myc-His
herzustellen.
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Das
mit NotI und BamHI gespaltene PCR-Fragment mit dem ATP-Bindekassette-Gen wurde in das
mit NotI und BamHI gespaltene Plasmid pCA/Myc-His ligiert, um das
Plasmid pCACPNM213 herzustellen (21).
-
Das
mit NotI und KpnI gespaltene PCR-Fragment mit dem sekretorischer
Lokus-ORF-Gen wurde
in das mit NotI und KpnI gespaltene Plasmid pCA/Myc-His ligiert,
um das Plasmid pCACPNM882 herzustellen (22).
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Das
mit NotI und BamHI gespaltene PCR-Fragment mit dem Endopeptidase-Gen
wurde in das mit NotI und BamHI gespaltene Plasmid pCA/Myc-His ligiert,
um das Plasmid pCACPNM208 herzustellen (23).
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Das
mit NotI und BamHI gespaltene PCR-Fragment mit dem Protease-Gen
wurde in das mit NotI und BamHI gespaltene Plasmid pCA/Myc-His ligiert,
um das Plasmid pCACPNM1096 herzustellen (24).
-
Das
mit NotI und BamHI gespaltene PCR-Fragment mit dem Metalloprotease-Gen
wurde in das mit NotI und BamHI gespaltene Plasmid pCA/Myc-His ligiert,
um das Plasmid pCACPNM1097 herzustellen (25).
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Das
mit NotI und BamHI gespaltene PCR-Fragment mit dem CLP-Protease
ATPase-Gen wurde
in das mit NotI und BamHI gespaltene Plasmid pCA/Myc-His ligiert,
um das Plasmid pCACPNM908 herzustellen (26).
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Das
mit NotI und BamHI gespaltene PCR-Fragment mit dem CLP-Protease-Untereinheit-Gen
wurde in das mit NotI und BamHI gespaltene Plasmid pCA/Myc-His ligiert,
um das Plasmid pCACPNM909 herzustellen (27).
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Das
mit NotI und BamHI gespaltene PCR-Fragment mit dem Transglycolase/Transpeptidase-Gen wurde
in das mit NotI und BamHI gespaltene Plasmid pCA/Myc-His ligiert,
um das Plasmid pCACPNM440 herzustellen (28).
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Das
mit NotI und KpnI gespaltene PCR-Fragment mit dem CLPc-Protease-Gen
wurde in das mit NotI und KpnI gespaltene Plasmid pCA/Myc-His ligiert,
um das Plasmid pCACPNM459 herzustellen (29).
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Das
mit NotI und BamHI gespaltene PCR-Fragment mit dem Thioredoxin-Gen
wurde in das mit NotI und BamHI gespaltene Plasmid pCA/Myc-His ligiert,
um das Plasmid pCACPNM708 herzustellen (30).
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Ein
jedes der sich ergebenden Plasmide pCACPNM213, pCACPNM882, pCACPNM208, pCACPNM1096,
pCACPNM1097, pCACPNM909, pCACPNM440, pCACPNM459 und pCACPNM708 wurde durch
Elektroporation in E. coli XL-1 blue (Stratagene) eingebracht, das
in LB-Nährmedium
mit 50 μg/ml
Carbenicillin vermehrt wurde. Das Plasmid wurde durch das Endo Free
Plasmid Giga KitTM (Qiagen)-DNA-Aufreinigungssystem
in großem
Maßstab
isoliert. Die DNA-Konzentration wurde durch Absorption bei 260 nm
bestimmt und das Plasmid nach Gelelektrophorese und Färben mit
Ethidiumbromid durch Vergleich mit Molekulargewichtsstandards bestätigt. Die
5'- und 3'-Enden des Gens wurden
durch Sequenzierung unter Verwendung eines LiCor Modell 4000 L DNA-Sequenzierungsgeräts und von
IRD-800-markierten
Primern bestätigt.
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Beispiel 3:
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Dieses
Beispiel zeigt die Immunisierung von Mäusen, um einen Schutz gegenüber einer
intranasalen Belastung mit C. pneumoniae zu erhalten.
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Es
wurde kürzlich
gezeigt (Yang et al., Infect. Immun., Mai 1993, 61(5):2037–40), das
Mäuse für eine intranasale
Infektion mit unterschiedlichen Isolaten von C. pneumoniae empfänglich sind.
Stamm AR-39 (Grayston et al. (1990) Journal of Infectious Diseases
161:618–625)
wurde in Balb/c-Mäusen
als ein Belastungsinfektionsmodell verwendet, um die Fähigkeit
von als nackte DNA zugeführten
Chlamydia-Genprodukten zu untersuchen, eine schützende Reaktion gegenüber einer
sublethalen C. pneumoniae-Lungeninfektion auszulösen. Eine schützende Immunität wird als
ein beschleunigtes Beseitigen von pulmonaler Infektion definiert.
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Gruppen
aus 7 bis 9 Wochen alten männlichen
Balb/c-Mäusen
(8 bis 10 pro Gruppe) wurden intramuskulär (i.m.) und intranasal (i.n.)
mit Plasmid-DNA immunisiert, die jeweils eines der in den Beispielen
1 und 2 beschriebenen C. pneumoniae-Proteingene enthielt. Kochsalzlösung oder
der Plasmid-Vektor ohne ein inseriertes Chlamydien-Gen wurden an
Gruppen mit Kontrolltieren verabreicht.
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Für eine i.m.-Immunisierung
wurden alternativ der linke und rechte Quadriceps mit 100 μg DNA in
50 μl PBS
zu drei Zeitpunkten in den Wochen 0, 3 und 6 beimpft. Für eine i.n.-Immunisierung
atmeten anästhesierte
Mäuse 50 μl PBS mit
50 μg DNA
zu drei Zeitpunkten in den Wochen 0, 3 und 6 ein. In Woche 8 wurden immunisierte
Mäuse i.n.
mit 5 × 105 IFU C. pneumoniae, Stamm AR39, in 100 μl SPG-Puffer beimpft, um
deren Fähigkeit
zu testen, das Wachstum einer sublethalen C. pneumoniae-Belastung
zu begrenzen.
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Lungen
wurden den Mäusen
an Tag 9 nach der Belastung entnommen und unmittelbar in SPG-Puffer (7,5%
Sucrose, 5 mM Glutamat, 12,5 mM Phosphat, pH 7,5) homogenisiert.
Das Homogenat wurde gefroren bei –70°C bis zu einem Test aufbewahrt.
Verdünnungen
des Homogenats wurden auf das Vorliegen von infektiöser Chlamydia
durch Impfen auf Monolayer aus empfänglichen Zellen getestet. Das
Impfmaterial wurde auf die Zellen bei 3000 UpM eine Stunde zentrifugiert,
sodann die Zellen drei Tage bei 35°C mit 1 μg/ml Cycloheximid inkubiert.
Nach Inkubation wurden die Monolayer mit Formalin und Methanol fixiert
und sodann auf das Vorliegen von Chlamydien-Einschlüssen mit
Immunoperoxidase gefärbt,
wobei konva leszente Seren aus Kaninchen, die mit C. pneumoniae infiziert
worden waren, und Metall-verstärktes
DAB als Peroxidasesubstrat verwendet wurden.
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A. Immunisierung mit pCACPNM213
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31 und Tabelle 1 zeigen, dass Mäuse, die
mit pCACPNM213 i.n. und i.m. immunisiert worden waren, Chlamydien-Lungentiter
von weniger als 60000 in 3 von 6 Fällen am Tag 9 (Mittelwert 51833)
aufwiesen, während
der Wertebereich für
Kontrollmäuse,
die mit Kochsalzlösung
kontroll-immunisiert worden waren, 34200 bis 377800 IFU/Lunge (Mittelwert
141450) am Tag 9 betrug. Eine DNA-Immunisierung per se war nicht für die beobachtete
schützende
Wirkung verantwortlich, da ein weiteres Plasmid-DNA-Konstrukt, pCACPNM102,
keine schützende
Wirkung aufwies und Lungentiter bei immunisierten Mäusen ähnlich zu
denjenigen waren, die für
mit Kochsalzlösung
immunisierte Kontrollmäuse
erhalten worden waren (Mittelwert 153283). Das Konstrukt pCACPNM102
ist zu pCACPNM213 identisch, mit der Ausnahme, dass die Nukleotidsequenz,
die für
die putative ATP-Bindekassette kodiert, durch eine C. pneumoniae-Nukleotidsequenz
ersetzt ist, die für
ein damit nicht in Verbindung stehendes ATP-Synthase-Untereinheit
I-Protein kodiert.
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B. Immunisierung mit pCACPNM882
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32 und Tabelle 3 zeigen, dass Mäuse, die
mit pCACPNM882 i.n. und i.m. immunisiert worden waren, Chlamydien-Lungentiter
von weniger als 73000 in 4 von 6 Fällen am Tag 9 (Mittelwert 77500)
aufwiesen, während
der Wertebereich für
Kontrollmäuse,
die mit Kochsalzlösung
kontroll-immunisiert worden waren, 56000 bis 424000 IFU/Lunge (Mittelwert
186291) am Tag 9 betrug. Eine DNA-Immunisierung per se war nicht für die beobachtete
schützende
Wirkung verantwortlich, da ein weiteres Plasmid-DNA-Konstrukt, pCACPNM647,
keine schützende
Wirkung aufwies und Lungentiter bei immunisierten Mäusen ähnlich zu
denjenigen waren, die für
mit Kochsalzlösung
immunisierte Kontrollmäuse
erhalten worden waren (Mittelwert 143883). Das Konstrukt pCACPNM647
ist zu pCACPNM882 identisch, mit der Ausnahme, dass die Nukleotidsequenz,
die für
den putativen sekretorischer Lokus-ORF kodiert, durch eine C. pneumoniae-Nukleotidsequenz
ersetzt ist, die für
ein damit nicht in Verbindung stehendes Substrat-Bindeprotein kodiert.
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C. Immunisierung mit pCACPNM208
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33 und Tabelle 4 zeigen, dass Mäuse, die
mit pCACPNM208 i.n. und i.m. immunisiert worden waren, Chlamydien-Lungentiter
von weniger als 67000 in 4 von 6 Fällen am Tag 9 (Mittelwert 81766)
aufwiesen, während
der Wertebereich für
Kontrollmäuse,
die mit Kochsalzlösung
kontroll-immunisiert worden waren, 56000 bis 424100 IFU/Lunge (Mittelwert
186291) am Tag 9 betrug. Eine DNA-Immunisierung per se war nicht für die beobachtete
schützende
Wirkung verantwortlich, da ein weiteres Plasmid-DNA-Konstrukt, pCACPNM647,
keine schützende
Wirkung aufwies und Lungentiter bei immunisierten Mäusen ähnlich zu
denjenigen waren, die für
mit Kochsalzlösung
immunisierte Kontrollmäuse
erhalten worden waren (Mittelwert 143883). Das Konstrukt pCACPNM647
ist zu pCACPNM208 identisch, mit der Ausnahme, dass die Nukleotidsequenz,
die für
die putative Endopeptidase kodiert, durch eine C. pneumoniae-Nukleotidsequenz
ersetzt ist, die für
ein damit nicht in Verbindung stehendes Protein kodiert.
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D. Immunisierung mit pCACPNM1096
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34 und Tabelle 6 zeigen, dass Mäuse, die
mit pCACPNM1096 i.n. und i.m. immunisiert worden waren, Chlamydien-Lungentiter
von weniger als 30000 in 5 von 6 Fällen am Tag 9 (Mittelwert 25000)
aufwiesen, während
der Wertebereich für
Kontrollmäuse,
die mit Kochsalzlösung
kontroll-immunisiert worden waren, 51300 bis 170000 IFU/Lunge (Mittelwert
105150) am Tag 9 betrug. Eine DNA-Immunisierung per se war nicht für die beobachtete
schützende
Wirkung verantwortlich, da ein weiteres Plasmid-DNA-Konstrukt, pCACPNM553,
keine schützende
Wirkung aufwies und Lungentiter bei immunisierten Mäusen ähnlich zu
denjenigen waren, die für
mit Kochsalzlösung
immunisierte Kontrollmäuse
erhalten worden waren (Mittelwert 111583). Das Konstrukt pCACPNM553
ist zu pCACPNM1096 identisch, mit der Ausnahme, dass die Nukleotidsequenz,
die für
die putative Protease kodiert, durch eine C. pneumoniae-Nukleotidsequenz
ersetzt ist, die für
eine damit nicht in Verbindung stehende Protease kodiert.
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E. Immunisierung mit pCACPNM1097
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35 und Tabelle 8 zeigen, dass Mäuse, die
mit pCACPNM1097 i.n. und i.m. immunisiert worden waren, Chlamydien-Lungentiter
von weniger als 51000 in 4 von 6 Fällen am Tag 9 (Mittelwert 62883)
aufwiesen, während
der Wertebereich für
Kon trollmäuse,
die mit Kochsalzlösung
kontroll-immunisiert worden waren, 90000 bis 242100 IFU/Lunge (Mittelwert
166287) am Tag 9 betrug. Eine DNA-Immunisierung per se war nicht für die beobachtete
schützende
Wirkung verantwortlich, da ein weiteres Plasmid-DNA-Konstrukt, pCACPNM1061,
keine schützende
Wirkung aufwies und Lungentiter bei immunisierten Mäusen ähnlich zu denjenigen
waren, die für
mit Kochsalzlösung
immunisierte Kontrollmäuse
erhalten worden waren (Mittelwert 148566). Das Konstrukt pCACPNM1061
ist zu pCACPNM1097 identisch, mit der Ausnahme, dass die Nukleotidsequenz,
die für
die putative Metalloprotease kodiert, durch eine C. pneumoniae-Nukleotidsequenz
ersetzt ist, die für
eine damit nicht in Verbindung stehende Zink-Metalloprotease kodiert.
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F. Immunisierung mit pCACPNM908
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36 und Tabelle 10 zeigen, dass Mäuse, die
mit pCACPNM908 i.n. und i.m. immunisiert worden waren, Chlamydien-Lungentiter
von weniger als 40000 in 3 von 6 Fällen am Tag 9 (Mittelwert 68333)
aufwiesen, während
der Wertebereich für
Kontrollmäuse,
die mit Kochsalzlösung
kontroll-immunisiert worden waren, 56000 bis 424100 IFU/Lunge (Mittelwert
207962) am Tag 9 betrug. Eine DNA-Immunisierung per se war nicht für die beobachtete
schützende
Wirkung verantwortlich, da ein weiteres Plasmid-DNA-Konstrukt, pCACPNM569,
keine schützende
Wirkung aufwies und Lungentiter bei immunisierten Mäusen ähnlich zu
denjenigen waren, die für
mit Kochsalzlösung
immunisierte Kontrollmäuse
erhalten worden waren (Mittelwert 215600). Das Konstrukt pCACPNM569
ist zu pCACPNM908 identisch, mit der Ausnahme, dass die Nukleotidsequenz,
die für
die putative CLP-Protease ATPase kodiert, durch eine C. pneumoniae-Nukleotidsequenz
ersetzt ist, die für
eine damit nicht in Verbindung stehende Signalpeptidase kodiert.
-
G. Immunisierung mit pCACPNM909
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37 und Tabelle 12 zeigen, dass Mäuse, die
mit pCACPNM909 i.n. und i.m. immunisiert worden waren, Chlamydien-Lungentiter
von weniger als 85000 in 5 von 6 Fällen am Tag 9 (Mittelwert 87683)
aufwiesen, während
der Wertebereich für
Kontrollmäuse,
die mit Kochsalzlösung
kontroll-immunisiert worden waren, 56000 bis 424100 IFU/Lunge (Mittelwert
207962) am Tag 9 betrug. Eine DNA-Immunisierung per se war nicht für die beobachtete
schützende
Wirkung verantwortlich, da ein weiteres Plasmid-DNA-Konstrukt, pCACPNM569,
keine schützende
Wirkung aufwies und Lungentiter bei immunisierten Mäusen ähnlich zu
denjenigen waren, die für
mit Kochsalzlösung
immunisierte Kontrollmäuse
erhalten worden waren (Mittelwert 215600). Das Konstrukt pCACPNM569
ist zu pCACPNM909 identisch, mit der Ausnahme, dass die Nukleotidsequenz,
die für
die putative CLP-Protease-Untereinheit kodiert, durch eine C. pneumoniae-Nukleotidsequenz ersetzt
ist, die für
eine damit nicht in Verbindung stehende Signalpeptidase kodiert.
-
H. Immunisierung mit pCACPNM440
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38 und Tabelle 14 zeigen, dass Mäuse, die
mit pCACPNM440 i.n. und i.m. immunisiert worden waren, Chlamydien-Lungentiter
von weniger als 98000 in 4 von 6 Fällen am Tag 9 (Mittelwert 87616)
aufwiesen, während
der Wertebereich für
Kontrollmäuse,
die mit Kochsalzlösung
kontroll-immunisiert worden waren, 56000 bis 424100 IFU/Lunge (Mittelwert
186291) am Tag 9 betrug. Eine DNA-Immunisierung per se war nicht für die beobachtete
schützende
Wirkung verantwortlich, da ein weiteres Plasmid-DNA-Konstrukt, pCACPNM647,
keine schützende
Wirkung aufwies und Lungentiter bei immunisierten Mäusen ähnlich zu
denjenigen waren, die für
mit Kochsalzlösung
immunisierte Kontrollmäuse
erhalten worden waren (Mittelwert 143883). Das Konstrukt pCACPNM647
ist zu pCACPNM440 identisch, mit der Ausnahme, dass die Nukleotidsequenz,
die für
die putative Transglycolase/Transpeptidase kodiert, durch eine C.
pneumoniae-Nukleotidsequenz ersetzt ist, die für ein damit nicht in Verbindung
stehendes Gen kodiert.
-
I. Immunisierung mit pCACPNM459
-
39 und Tabelle 16 zeigen, dass Mäuse, die
mit pCACPNM459 i.n. und i.m. immunisiert worden waren, Chlamydien-Lungentiter
von weniger als 70000 in 4 von 6 Fällen am Tag 9 (Mittelwert 70516)
aufwiesen, während
der Wertebereich für
Kontrollmäuse,
die mit Kochsalzlösung
kontroll-immunisiert worden waren, 56000 bis 424100 IFU/Lunge (Mittelwert
186291) an Tag 9 betrug. Eine DNA-Immunisierung per se war nicht für die beobachtete
schützende
Wirkung verantwortlich, da ein weiteres Plasmid-DNA-Konstrukt, pCACPNM647,
keine schützende
Wirkung aufwies und Lungentiter bei immunisierten Mäusen ähnlich zu
denjenigen waren, die für
mit Kochsalzlösung
immunisierte Kontrollmäuse
erhalten worden waren (Mittelwert 143883). Das Konstrukt pCACPNM647
ist zu pCACPNM459 identisch, mit der Ausnahme, dass die Nukleotidsequenz,
die für
die putative CLPc-Protease kodiert, deren Sequenz in SEQ ID NO:
18 gezeigt ist, durch eine C. pneumoniae-Nukleotidsequenz ersetzt
ist, die für
ein damit nicht in Verbindung stehendes Gen kodiert.
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J. Immunisierung mit pCACPNM708
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40 und Tabelle 18 zeigen, dass Mäuse, die
mit pCACPNM708 i.n. und i.m. immunisiert worden waren, Chlamydien-Lungentiter
von weniger als 52000 in 4 von 6 Fällen am Tag 9 (Mittelwert 73916)
aufwiesen, während
der Wertebereich für
Kontrollmäuse,
die mit Kochsalzlösung
kontroll-immunisiert worden waren, 56000 bis 424100 IFU/Lunge (Mittelwert
207962) am Tag 9 betrug. Eine DNA-Immunisierung per se war nicht für die beobachtete
schützende
Wirkung verantwortlich, da ein weiteres Plasmid-DNA-Konstrukt, pCACPNM569,
keine schützende
Wirkung aufwies und Lungentiter bei immunisierten Mäusen ähnlich zu
denjenigen waren, die für
mit Kochsalzlösung
immunisierte Kontrollmäuse
erhalten worden waren (Mittelwert 215600). Das Konstrukt pCACPNM569
ist zu pCACPNM708 identisch, mit der Ausnahme, dass die Nukleotidsequenz,
die für
das putative Thioredoxin kodiert, durch eine C. pneumoniae-Nukleotidsequenz
ersetzt ist, die für
ein damit nicht in Verbindung stehendes C. pneumoniae-Gen kodiert.
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Beispiel 4:
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Dieses
Beispiel zeigt die Identifizierung von B- und T-Zell-Epitopen in
Proteinen wie jeweils exprimiert von pCACPNM213, pCACPNM882, pCACPNM208,
pCACPNM1096, pCACPNM1097, pCACPNM909, pCACPNM440, pCACPNM459 und
pCACPNM708.
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B-Zell-Epitope
wurden basierend auf dem Produkt von Flexibilitäts- und Hydrophobizitätsneigungen unter
Verwendung des Programms SEQSEE (Wishart D.S. et al., „SEQSEE:
a comprehensive program suite for protein sequence analysis", Comput. Appl. Biosci.,
1994 Apr, 10(2):121–32)
identifiziert, um äußere Oberflächenmerkmale
(Epitope) zu identifizieren. T-Zell-Epitope für die HLA-A0201-MHC-Unterklasse
wurden basierend auf dem Algorithmus von Parker et al. (Parker K.C.
et al., „Peptide
binding to MHC class I molecules: implications for antigenic peptide
predicttion", Immunol.
Res., 1995, 14(1):34–57)
identifiziert. Diese Epitope sind in den Tabellen 2, 5, 7, 9, 11,
13, 15, 17 und 19 und in SEQ ID NOs: 41–74 gezeigt.
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Tabelle
2: Identifizierte B- und T-Zell-Epitope aus CPNM213
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Tabelle
5: Identifizierte B- und T-Zell-Epitope aus CPNM208
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Tabelle
7: Identifizierte B- und T-Zell-Epitope aus CPNM1096
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Tabelle
9: Identifizierte B- und T-Zell-Epitoge aus CPNM1097
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Tabelle
11: Identifizierte B- und T-Zell-Epitope aus CPNM908
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Tabelle
13: Identifizierte B- und T-Zell-Epitope aus CPNM909
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Tabelle
15: Identifizierte B- und T-Zell-Epitope aus CPNM440
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Tabelle
17: Identifizierte B- und T-Zell-Epitope aus CPNM459
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Tabelle
19: Identifizierte B- und T-Zell-Epitope aus pCPNM708
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