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Gebiet
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Die
Erfindung bezieht sich auf Verbindungen und Verfahren zur Verwendung
in biologischen Systemen. Genauer werden Verfahren bereitgestellt,
die Nukleinsäuren
in Zellen überführen. Nukleinsäuren in
Form nackter DNA oder eine mit einer anderen Verbindung kombinierte
Nukleinsäure
wird Zellen zugeführt.
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Hintergrund
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Biotechnologie
schließt
die Zuführung
einer genetischen Information zu einer Zelle unter Exprimieren einer
exogenen Nukleotidsequenz, Hemmen, Ausschalten, Verstärken oder
Verändern
der Expression einer endogenen Nukleotidsequenz oder Exprimieren
einer speziellen physiologischen Eigenschaft ein, die nicht von
Natur aus mit der Zelle verbunden ist. Polynukleotide können zum
Exprimieren eines ganzen oder teilweisen Proteins kodiert sein oder
können
eine Anti-sense- oder
nicht-virale DNA sein oder mit chromosomaler DNA rekombinieren.
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Eine
grundlegende Herausforderung für
die Biotechnologie und damit ihren Teilbereich Gentherapie ist das
Entwickeln von Wegen zum Zuführen
einer genetischen Information an Zellen eines Patienten auf eine Weise,
die leistungsfähig
und sicher ist. Dieses Problem der „Wirkstoffzuführung", bei der das genetische
Material ein Wirkstoff ist, ist besonders herausfordernd. Falls
genetisches Material geeignet zugeführt wird, kann es möglicherweise
die Gesundheit eines Patienten verbessern und in einigen Fällen zur
Heilung führen.
Daher beruht ein grundlegender Schwerpunkt der Gentherapie auf Strategien
zum Zuführen
genetischen Materials in Form von Nukleinsäuren. Nachdem Zufuhrstrategien
entwickelt worden sind, können
sie im Handel vertrieben werden, da sie dann zum Entwickeln von
Wirkstoffen brauchbar sind.
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Die
Zuführung
einer Nukleinsäure
bedeutet das Übertragen
einer Nukleinsäure
aus einem Behältnis außerhalb
eines Säugers
in die Nähe
oder innerhalb der äußeren Zellmembran
einer Zelle in dem Säuger.
Der Ausdruck Transfektion wird hierin allgemein als Ersatz für den Ausdruck
Zuführung
oder genauer die Über tragung
einer Nukleinsäure
von direkt außerhalb
einer Zellmembran in die Zellmembran hinein verstanden. Die übertragene
(oder transfizierte) Nukleinsäure
kann eine Expressionskassette enthalten. Falls die Nukleinsäure ein
primäres
RNA-Transkript ist, das zu Messenger-RNA verarbeitet wird, translatiert
ein Ribosom die Messenger-RNA zum Herstellen eines Proteins innerhalb
des Zytoplasmas. Falls die Nukleinsäure eine DNA ist, dringt sie
in den Kern ein, wo sie zu einer Messenger-RNA transkribiert, die
in das Zytoplasma transportiert wird, wo sie in ein Protein translatiert
wird. Falls daher eine Nukleinsäure
ihr kognates Protein exprimiert, muß sie in eine Zelle eingedrungen
sein. Ein Protein kann danach zu Peptiden abgebaut werden, die dem
Immunsystem präsentiert
werden können.
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Es
wurde zuerst beobachtet, daß die
Injektion von Plasmid-DNA in vivo in einen Muskel die Expression von
Fremdgenen in dem Muskel ermöglicht
(Wolff, J A, Malone, R W, Williams, P. et al. Direct gene transfer into
mouse muscle in vivo [Direkte Genübertragung in einen Mausmuskel
in vivo]. Science 1990; 247: 1465–1468). Seit diesem Bericht
haben mehrere andere Untersuchungen die Expressionsfähigkeit
eine Fremdgens nach der direkten Injektion von DNA in das Parenchym
anderer Gewebe mitgeteilt. Nackte DNA wurde nach ihrer Injektion
in den Herzmuskel exprimiert (Ascadi, G., Jiao, S., Jani, A., Duke,
D., Williams, P., Chong, W., Wolff, J. A. Direct gene transfer and
expression into rat heart in vivo [Direkte Genübertragung und Expression in
das Rattenherz in vivo]. The New Biologist 3 (1), 71–78, 1991).
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Zusammenfassung
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
wird ein Verfahren zum Zuführen
eines Polynukleotids in eine parenchymale Zelle eines Säugers beschrieben,
das das Herstellen eines Polynukleotids wie etwa einer Nukleinsäure, anschließend Einbringen
des Polynukleotids in ein Gefäß eines
Säugers
wie etwa ein Blutgefäß und Erhöhen der
Permeabilität
des Gefäßes und
schließlich
Zuführen
des Polynukleotids zu der parenchymalen Zelle und dadurch Verändern der
endogenen Eigenschaften der Zelle umfaßt. Das Erhöhen der Permeabilität des Gefäßes besteht
aus dem Erhöhen
des Drucks gegen Gefäßwände und/oder
Hemmen des Flusses der Gefäßflüssigkeit.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird ein Verfahren zum Zuführen
eines Polynukleotids in vivo zu einer parenchymalen Zelle eines
Säugers
beschrieben. Zuerst wird das Polynukleotid in ein Blutgefäß eingebracht.
Anschließend
wird der innere Blutfluß von
außen
behindert und die nackte DNA wird der parenchymalen Zelle zugeführt. Das
Polynukleotid kann aus nackter DNA, einem Virusteilchen/-vektor
oder einem nicht-viralen Vektor bestehen oder kann ein blockierendes
Polynukleotid zum Verhindern einer Genexpression sein. Die parenchymale
Zelle kann aus einer Muskelzelle wie etwa einer Gliedmaßenzelle
(Bein oder Arm) bestehen.
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Das
Verfahren schließt
das Behindern des Blutflusses von außen durch das äußerliche
Anwenden von Druck auf innere Blutgefäße wie etwa das Zusammendrücken der
Säugerhaut
durch Anlegen eines Tourniquets über
der Haut ein. Das Zusammenpressen der Säugerhaut schließt auch
das Anlegen einer Manschette wie etwa einer Blutdruckmanschette über der
Haut ein.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
besteht ein Verfahren zum Zuführen
eines Polynukleotids in vivo zu einer Säugerzelle aus dem Einführen des
Polynukleotids in ein Blutgefäß und Anwenden
von Druck auf das Blutgefäß. Der Druck
wird äußerlich
auf die Säugerhaut
angewandt und das Polynukleotid wird der Säugerzelle zugeführt. Es
ist jedoch wichtig, daß beim
Anwenden dieses Verfahren die vollständige Funktion der Säugergliedmaßen im Anschluß an die
Zuführung
erhalten wird. Das Verfahren besteht insbesondere aus einem Polynukleotid,
das nicht-vaskulären
(keine der ein Gefäß umgebenden
Glattmuskelzellen) parenchymalen Zellen zugeführt wird.
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Bei
noch einer weiteren Ausführungsform
wird eine Vorrichtung zum Anwenden von Druck auf Säugerhaut
zum Zuführen
in vivo eines Polynukleotids zu einer Säugerzelle beschrieben. Die
Vorrichtung besteht aus einer in dieser Beschreibung definierten
Manschette, die zum Behindern des Blutflusses auf der Säugerhaut
angebracht ist, wodurch der Wirkungsgrad der Zuführung des Polynukleotids an
die Säugerzelle
erhöht wird.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
kann es bevorzugt sein, den die Nukleinsäure erhaltenden Wirt einer
Immunsuppression zu unterziehen. Die Immunsup pression kann langzeitig
oder über
eine kurze Dauer, vorzugsweise ungefähr die Zeit der Nukleinsäurezuführung sein.
Dies kann durch Behandlung mit (Kombinationen von) immunsuppressiven
Wirkstoffen wie Cyclosporin A, ProGraf (FK506), Kortikosteroiden, Deoxyspergualin
und Dexamethason bewerkstelligt werden. Andere Verfahren schließen das
Blockieren von Wegen zur Immunzellenaktivierung zum Beispiel durch
Behandlung mit (oder Expression von) einem gegen CTLA4 gerichteten
Antikörper,
Umlenkung aktivierter Immunzellen durch Behandlung mit (oder Expression von)
Chemokinen wie etwa MIP-1a, MCP-1 und RANTES und Behandlung mit
Immunotoxinen wie etwa einem Konjugat zwischen Anti-CD3-Antikörper und
Diphtherietoxin ein.
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Weitere
Gegenstände,
Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden genauen
Beschreibung mit den begleitenden Zeichnungen zusammengenommen deutlich.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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1.
Mikrophotographien histochemisch zur β-Galactosidaseexpression angefärbter Muskelschnitte.
Tafel A stellt einen Muskel (Pronator teres) mit einem hohen Expressionswert
dar; Tafel B stellt einen Muskel (Abductor pollicis longus) mit
einem durchschnittlichen Expressionswert dar; Vergrößerung:
160×.
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2.
Expression von β-Galactosidase
(hellgrau) und GFP (weiß)
im Rattenmuskel, dem zu unterschiedlichen Zeitpunkten die entsprechenden
Expressions-pDNAs intraarteriell injiziert wurden. Tafel A (640× Vergrößerung)
ist ein leistungsschwaches Gebiet, das veranschaulicht, daß die Expression
von β-Galactosidase GFP
typischerweise nicht örtlich
zusammenfiel. Tafel B und C sind leistungsstarke Gebiete (1600× Vergrößerung),
die ein Beispiel eines örtlichen
Zusammenfallens (B) und getrennten Expression (C) zeigen.
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3.
Muskelschnitte, die 5 min (A und B) und 1 h (C) nachdem 50 μg Rh-pDNA in 10 ml normaler Kochsalzlösung innerhalb
7 sec in die Oberschenkelarterie einer Ratte ohne Behindern des
Abflusses (A) oder Behindern des Abflusses (B) und (C) injiziert
worden waren, erhalten wurden. Die Pfeile zeigen Rh-pDNA zwischen
Zellen an und die Pfeilspitzen zeigen pDNA innerhalb von Muskelfasern
an. Vergrößerung:
1260×.
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Genaue Beschreibung
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Wir
haben gefunden, daß ein
intravaskulärer
Verabreichungsweg das Zuführen
eines Polynukleotids zu einer parenchymalen Zelle in einer gleichmäßigeren
Verteilung als direkte parenchymale Injektionen gestattet. Der Wirkungsgrad
der Polynukleotidzuführung
und -expression wird durch Erhöhen
der Permeabilität
des Blutgefäßes des
Gewebes erhöht.
Die Permeabilität
wird durch eines oder mehrere aus Folgendem erhöht: Erhöhen des intravaskulären hydrostatischen
(physikalischen) Drucks, rasches Zuführen der Injektionsflüssigkeit
(rasches Injizieren der Injektionsflüssigkeit), Verwenden eines
großen
Injektionsvolumens, Hemmen des Fließens der Gefäßflüssigkeit
und Erhöhen
der Permeabilität
der Gefäßwand. Vor
dem Einbringen, im Anschluß an
das Einbringen oder gleichzeitig mit dem Einbringen wird die Permeabilität des Gefäßes mittels
einer äußeren Manschette
erhöht,
wodurch das genetische Material der parenchymalen Zelle zugeführt wird.
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Wir
beschreiben ein Verfahren zum Einführen eines Polynukleotids in
eine Säugerzelle.
Genauer wurde in die Gliedmaßen
eines Rhesusaffen injiziert und bewirkt, daß das Polynukleotid zugeführt und
exprimiert wurde. Sowohl bei Arm- als
auch Beininjektionen wurde der Blutstrom durch eine den Arm oder
das Bein umgebende Manschette behindert. Die bei Affen erzielten
hohen Luciferase- und β-Galactosidasespiegel
zeigen, das das Verfahren wahrscheinlich auch bei Menschen wirkungsvoll
ist. Es ist bemerkenswert, daß die
Expressionswerte bei Affen denen bei Ratten ähnlich waren, da die Wirksamkeit
vieler Genübertragungstechniken des
Standes der Technik bei größeren Tieren
kleiner ist.
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Der
Ausdruck Manschette bedeutet eine Vorrichtung zum Behindern des
Blutflusses durch innere Blutgefäße eines
Säugers:
Für die
Zwecke der Ansprüche
bezieht sich Manschette speziell auf eine Vorrichtung, die außen auf
der Säugerhaut
angebracht ist und die Haut auf nicht-invasive Weise berührt. Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Manschette eine Vorrichtung, die äußeren Druck auf die Säugerhaut
anwendet und dadurch wird innerlich Druck auf die Blutgefäßwände angewendet.
Die Gefäßwände werden
dazu gezwungen, sich auf einer Fläche unter der Manschette in
einem Ausmaß zusammenzuziehen,
das ausreicht, das Blut am Fließen
mit normaler Geschwindigkeit zu hindern. Das Behin dern des Blutstroms
bewirkt ein Erhöhen
des Gefäßdrucks
und der Gefäßdurchlässigkeit
und seine Bestandteile (einschließlich Polynukleotide) werden
aus der Gefäßwand und
in den extravaskulären
Raum getrieben. Ein Beispiel einer Manschette ist eine Blutdruckmanschette,
die normalerweise zum Messen des Drucks verwendet wird. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform
dieser Beschreibung wird die Blutdruckmanschette zum Anwenden von
Druck auf die Säugerhaut
um ein Körperglied
herum zum Zweck des Erhöhens
der Gefäßpermeabilität verwendet.
Ein weiteres Beispiel ist ein Tourniquet.
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Bei
noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die Verwendung
einer Manschette (oder anderen äußeren Druckvorrichtung)
zum Erhöhen
der Gefäßpermeabilität mit der
Verwendung eines Pharmazeutikums oder biologisch aktiven Mittels
(wie etwa Papaverin) kombiniert.
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Der
Ausdruck intravaskulär
bezieht sich auf einen intravaskulären Verabreichungsweg, der
das gleichmäßiger als
direkte Injektionen verteilte Zuführen eines Polymers, Oligonukleotids
oder Polynukleotids an Zellen ermöglicht. Intravaskulär bedeutet
hierin innerhalb, einer inneren Röhrenstruktur, die ein Gefäß genannt wird,
das mit einem Gewebe oder Organ innerhalb eines Tiers einschließlich Säugern verbunden
ist. Innerhalb des Hohlraums der Röhrenstruktur fließt eine
Körperflüssigkeit
zum oder vom Körperteil.
Beispiele einer Körperflüssigkeit
schließen
Blut, Lymphe oder Galle ein. Beispiele von Gefäßen schließen Arterien, Arteriolen, Kapillaren,
Venulen, Sinusoide, Venen, Lymphgefäße und Gallengänge ein.
Der intravaskuläre
Weg schließt
die Zuführung
durch die Blutgefäße wie etwa
eine Arterie oder eine Vene ein.
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Afferente
Blutgefäße von Organen
sind als Gefäße definiert,
in denen das Blut unter normalen physiologischen Bedingungen zu
dem Organ oder Gewebe fließt.
Efferente Blutgefäße sind
als Gefäße definiert,
in denen das Blut unter normalen physiologischen Bedingungen von
dem Organ oder Gewebe wegfließt.
Beim Herz sind afferente Gefäße als Koronararterien
bekannt, während
efferente Gefäße als Koronarvenen
bezeichnet werden.
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Der
Ausdruck nackte Nukleinsäuren
zeigt an, daß die
Nukleinsäuren
nicht mit einem Transfektionsreagenz oder anderem Zuführungsträger, der
zum Zuführen der
Nukleinsäure
zu einer Zielzelle erforderlich ist, assoziiert sind. Ein Transfektionsreagenz
ist eine im Stand der Technik verwendete Verbindung oder Verbindungen,
die das Eindringen der Nukleinsäure
in Zellen vermittelt.
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Außerdem kann
eine Nukleinsäure
zum Blockieren der Genexpression zugeführt werden. Derartige Nukleinsäuren können durch
Verhindern der Translation einer Messenger-RNA anti-sense sein oder
können die
Genexpression durch Verhindern der Gentranskription blockieren.
Das Verhindern der RNA-Translation und/oder DNA-Transkription wird
als das Verhindern der Expression oder RNA-Verarbeitung angesehen. Ribozyme können ebenfalls
zum Zerstören
von Zell-RNA verwendet
werden. Die Transkription kann durch Binden der Nukleinsäure als
Duplex oder Triplex an das Gen blockiert werden. Sie kann die Expression
auch durch Binden an Proteine blockieren, die an einem bestimmten
zellulären,
biochemischen Vorgang beteiligt sind.
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Ein
Polynukleotid kann eine Nukleinsäure
sein, die mit chromosomaler DNA rekombiniert.
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Expressionskassette
bezieht sich auf eine natürlich
oder rekombinant hergestellte Nukleinsäure, die ein Protein (Proteine)
exprimieren kann. Eine DNA-Expressionskassette
schließt
typischerweise einen „Promotor" (der den Transkriptionsstart
erlaubt) und eine Sequenz ein, die ein oder Protein(e) („Transgen(e)") kodiert. Gegebenenfalls
kann die Expressionskassette Transkriptionsverstärker, Ortskontrollregionen,
Matrixbindungsregionen, Gerüstbindungsregionen,
nicht-kodierende Sequenzen, Spleißsignale, Transkriptionsstopsignale
und Polyadenylierungssignale einschließen. Eine RNA-Expressionskassette
schließt
typischerweise ein Translationsstartkodon (das den Translationsstart
erlaubt) und eine ein oder mehr Proteine kodierende Sequenz ein.
Gegebenenfalls kann die Expressionskassette Translationsstopsignale,
eine Polyadenosinsequenz, interne Ribosomeneintrittsstellen (IRES)
und nicht-kodierende
Sequenzen einschließen.
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Der
Expressionskassettenpromotor kann aus allen bekannten Promotoren
ausgewählt
sein, die aus der Gruppe isoliert wurden, die aus dem humanen Genom,
Säugergenomen,
mikrobiellen Genomen und chimären
Sequenzen besteht, aber nicht darauf beschränkt ist. Außerdem können künstlich aufgebaute Sequenzen
verwendet werden, von denen gezeigt wurde, daß sie bei dem Zielzellentyp
eine Promotoraktivität
aufweisen. Beispiele viraler Promotoren, die erfolgreich zum Exprimieren
von Transgenen verwendet wurden, schließen den Cytomegalovirus-immediate-early-Promotor,
Rous-Sarkomavirus, Moloney-Leukämievirus
und SV40 ein. Beispiele von Säugerpromotoren
schließen
den Elongationsfaktor 1, Muskelkreatinkinase, Aktin, Desmin und
Troponin ein. Die Wahl des Promotors zusammen mit anderen Expressionskassettenelementen
kann die Höhe
der Transgenproteinproduktion in den Zielzellen bestimmen. Die Expressionskassette
kann zum bevorzugten Exprimieren bei speziellen Zelltypen ausgelegt
sein (funktional als 5fach höherer
Expressionswert bei dem speziellen Zelltyp verglichen mit dem durchschnittlichen
Expressionswert bei anderen Zelltypen definiert). Ein Promotor oder
eine Kombination eines Promotors und anderer Regelelemente in der
Expressionskassette, die zu einer bevorzugten Expression spezieller
Zelltypen führt,
wird häufig
als „gewebespezifisch" bezeichnet. Ein
Beispiel eines gewebespezifischen Promotors ist der Muskelkreatinkinasepromotor,
der Transgene in Skelettmuskelzellen in großer Höhe exprimiert, wogegen die
Expression in anderen Zelltypen in geringerer Höhe erfolgt. Eine bevorzugte
Expression in Muskelzellen kann durch Verwenden von Promotoren und
Regelelementen aus muskelspezifischen Genen (z. B. Muskelkreatinkinase,
Myosin-leichte-Kette, Desmin, Skelettaktin) oder durch Kombinieren
von Transkriptionsverstärkern
aus muskelspezifischen Genen mit einem normalerweise bei vielen
Zelltypen aktiven Promotor (z. B. der humane Cytomegalovirus-immediate-early-Promotor in
Kombination mit dem Myosin-leichte-Kette-Verstärker) erreicht werden.
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Protein
bezieht sich hierin auf eine gerade Reihe von mehr als 2 Aminosäureresten,
die wie einem Polypeptid miteinander verbunden sind. Eine therapeutische
Wirkung des Proteins beim Abschwächen
oder Verhindern des Krankheitszustandes kann dadurch bewerkstelligt
werden, daß sich
das Protein entweder innerhalb der Zelle aufhält, in der Membrane an die
Zelle gebunden bleibt oder aus der Zelle ausgeschieden und davon
getrennt wird, wo es in den allgemeinen Kreislauf oder das Blut
eintreten kann. Ausgeschiedene Proteine, die Therapeutika sein können, schließen Hormone,
Zytokine, Interferone, Enzyme (z. B. lysosomale Enzyme), Wachstumsfaktoren,
Gerinnungsfaktoren, Anti-Protease-Proteine (z. B. alpha 1-Antitrypsin),
angiogene Proteine (z. B. vasculo- endothelialer Wachstumsfaktor, Fibroblastenwachstumsfaktoren),
anti-angiogene Proteine (z. B. Endostatin, Angiostatin) und andere
Proteine ein, die im Blut vorhanden sind. Proteine auf der Membrane
können
durch Bereitstellen eines Rezeptors für die Zelle zum Aufnehmen eines
Proteins oder Lipoproteins (z. B. Rezeptor für ein Lipoprotein niedriger
Dichte) eine therapeutische Wirkung aufweisen. Therapeutische Proteine,
die innerhalb der Zelle verbleiben („intrazelluläre Proteine") können Enzyme
sein, die einen im Kreislauf befindlichen toxischen Metaboliten
wie bei Phenylketonurie beseitigen. Sie können auch eine Krebszelle dazu
veranlassen, weniger proliferativ oder kanzerös (d. h. weniger metastasierend)
zu sein oder die Replikation eines Virus beeinträchtigen. Intrazelluläre Proteine
können
Teil des Zytoskeletts sein (z. B. Aktin, Dystrophin, Myosine, Sarcoglykane,
Dystroglykane) und weisen damit bei Kadiomyopathien und Skelettmuskelkrankheiten
(z. B. Duchenne-Muskeldystrophie, Gliedergürtelkrankheit) eine therapeutische
Wirkung auf. Andere therapeutische Proteine von besonderem Interesse
zum Behandeln einer Herzkrankheit schließen die Herzkontraktilität (z. B.
Calcium- und Natriumkanäle)
beeinflussende Polypeptide, Restenosehemmer (z. B. Stickoxidsynthetase),
angiogene Faktoren und anti-angiogene Faktoren ein.
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Konstrukte zum Verbessern
eines muskelexprimierten Proteins in das Blut
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Proteine
werden durch die Anwesenheit eines Signalpeptids zur Ausscheidung
zielgerichtet. Während des
Durchgangs durch das endoplasmatische Retikulum wird das Signalpeptid
durch eine spezielle proteolytische Spaltung entfernt. Es ist zu
erwarten, daß die
Ausscheidung gewisser Proteine durch Ersetzen des endogenen Signalpeptids
mit einem heterologen Signalpeptid verbessert werden kann. Dies
kann durch Austauschen der Kodierungsregionen für die Signalpeptide in der
Nukleinsäure
bewerkstelligt werden. Zum Beispiel kann das Signal aus dem Protein
plazentäre
alkalische Phosphatase (oft in verkürzter Form als ausgeschiedene
alkalische Phosphatase, SEAP, verwendet) zum Ersetzen des Signals
aus dem Proteinfaktor IX verwendet werden. Dies kann zu einem besseren
Ausscheiden des Faktor-IX-Proteins aus Muskelzellen verwendet werden.
Da das Signalpeptid vor dem Ausscheiden abgespalten wird, ist das
ausgeschiedene, reife Faktor-IX-Protein unverändert und funktionsfähig. Wahlweise
kann man eine Fusion zwischen der vollständigen SEAP und dem Zielprotein
aufbauen oder eine andere definierte Proteinsequenz verwenden, von
der wie etwa dem TAT-Protein aus dem humanen Immunschwächevirus
oder dem VP22-Protein aus Herpesviren bekannt ist, daß sie den
Transmembrantransport verstärken.
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Es
gibt drei Typen „Reporter-"(oder „Marker-")Genprodukte, die
aus Reportergenen exprimiert werden. Die Reportergen-/Proteinsysteme
schließen
intrazelluläre
Genprodukte wie etwa Luciferase, β-Galactosidase oder
Chloramphenicol-Acetyltransferase
ein. Typischerweise sind sie Enzyme, deren enzymatische Aktivität leicht
gemessen werden kann; intrazelluläre Genprodukte wie etwa β-Galactosidase oder
grün fluoreszierendes
Protein, die das Reportergen exprimierende Zellen identifizieren.
Auf der Grundlage der Intensität
der Zellanfärbung
liefern diese Reportergenprodukte auch eine die Menge des je Zelle
produzierten Fremdgens betreffende qualitative Information.
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Ausgeschiedene
Genprodukte wie etwa Wachstumshormon, Faktor IX, ausgeschiedene
alkalische Phosphatase oder alpha 1-Antitrypsin sind zum Bestimmen
der Menge eines ausgeschiedenen Proteins, das ein Gentransferverfahren
erzeugen kann, nützlich.
Das Reportergenprodukt kann in einer kleinen Blutmenge bestimmt
werden.
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Wir
haben eine Genexpression offenbart, die aus Reportergenen in speziellen
Geweben erreicht wurde. Die Ausdrücke „therapeutisch" und „therapeutische
Ergebnisse" sind
in dieser Anmeldung als eine Nukleinsäure definiert, die in vivo
in eine Zelle transfiziert wird, was dazu führt, daß ein Genprodukt (z. B. Protein)
in der Zelle exprimiert oder aus der Zelle ausgeschieden wird. Die
Gehalte eines Genprodukts einschließlich Reporter-(Marker-)Genprodukte
werden gemessen, was darauf eine vernünftige Erwartung eines ähnlichen
Ausmaßes
der Genexpression durch Transfizieren anderer Nukleinsäuren anzeigt.
Das Ausmaß einer
Behandlung, das von einem Durchschnittsfachmann auf dem Gebiet der
Gentherapie als nutzbringend erachtet wird, unterscheidet sich von
Krankheit zu Krankheit; zum Beispiel werden Hämophilie A und B durch einen
Mangel an den X-verknüpften
Gerinnungsfaktoren VIII beziehungsweise IX verursacht. Ihr klinischer
Verlauf wird durch den Prozentsatz normaler Serumspiegel von Faktor
VIII oder IX stark beeinflußt: < 2%: schwer, 2–5%: mäßig und
5–30%:
mild. Die zeigt an, daß bei
ernsten Patienten eine Zunahme von 1% bis 2% des normalen Spiegels als
nutzbringend angesehen werden kann. Höhere Spiegel als 6% verhindern
spontane Blutungen, nicht aber die nach einer Operation oder Verletzung.
Ein Durchschnittsfachmann auf dem Gebiet der Gentherapie würde auf
der Grundlage ausreichender Gehalte eines Markergens vernünftigerweise
nutzbringende Werte der Expression eines für eine Krankheit spezifischen
Gens erwarten. Falls bei dem Beispiel der Hämophilie Markergene unter Liefern
eines Proteins in einer Höhe
vergleichbar im Volumen mit 2% des normalen Gehalts an Faktor VIII
exprimiert werden, kann vernünftigerweise
erwartet werden, das das für
Faktor VIII kodierende Gen ebenfalls in ähnlicher Höhe exprimiert wird.
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Parenchymale Zellen
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Parenchymale
Zellen sind die unterscheidenden Zellen einer Drüse oder Organs, das in dem
Bindegewebegitter enthalten ist und dadurch unterstützt wird.
Die parenchymalen Zellen führen
typischerweise eine Funktion aus, die für das jeweilige Organ einzigartig
ist. Der Ausdruck „parenchymal" schließt oft Zellen
aus, die vielen Organen und Geweben gemeinsam sind, wie etwa Fibroblasten
und Endotheliumszellen innerhalb von Blutgefäßen.
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Im
Organ Leber schließen
die parenchymalen Zellen Hepatozyten, Kupffer-Zellen und Epitheliumszellen
ein, die den Gallentrakt und die Gallenductuli auskleiden. Der Hauptbestandteil
des Leberparenchyms sind polygonale Hepatozyten (auch als hepatische
Zellen bekannt), die wenigstens eine Seite einem hepatischen Sinusoid
und gegenüberliegende
Seiten einer Gallenkapillare präsentiert.
Leberzellen, die keine parenchymalen Zellen sind, schließen Zellen
innerhalb der Blutgefäße wie etwa
Endotheliumszellen oder Fibroblastenzellen ein. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform
werden Hepatozyten durch Injizieren des Polynukleotids in die Schwanzvene
eines Nagers wie etwa einer Maus zielgerichtet.
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Bei
einem striären
Muskel schließen
die parenchymalen Zellen Myoblasten, Satellitenzellen, Myotubuli und
Muskelfasern ein. Beim Herzmuskel schließen die parenchymalen Zellen
das als Herzmuskelfasern oder Herzmuskelzellen bekannte Myokard
und die Zellen des Impulsverbindungssystems wie etwa die ein, die
den Sinusknoten, Atrioventrikularknoten und das atrioventrikuläre Bündel darstellen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform
wird ein striärer
Muskel wie etwa Skelettmuskel oder Herzmuskel durch Injizieren des
Polynukleotids in das das Gewe be versorgende Blutgefäß zielgerichtet.
Beim Skelettmuskel ist eine Arterie das Zuführungsgefäß, beim Herzmuskel wird eine
Arterie oder Vene verwendet.
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Polymere
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Ein
Polymer ist ein Molekül,
das durch das wiederholte Aneinanderbinden kleinerer, Monomeren
genannter Einheiten aufgebaut ist. Bei dieser Anmeldung schließt der Ausdruck
Polymer sowohl Oligomeren, die zwei bis etwa 80 Monomeren aufweisen,
als auch Polymeren mit mehr als 80 Monomeren ein. Das Polymer kann
vom linearen, verzweigten Netzwerk-, Stern-, Kamm- oder Leitertyp
eines Polymers sein. Das Polymer kann ein Homopolymer sein, bei
dem ein einziges Monomer verwendet wird oder kann ein Copolymer
sein, bei dem zwei oder mehr Monomeren verwendet werden. Copolymertypen
schließen
die des alternierenden, Random-, Block- und Pfropftyps ein.
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Eines
von unseren mehreren Verfahren der Nukleinsäurezuführung an Zellen ist die Verwendung
von Nukleinsäure-Polykation-Komplexen.
Es wurde gezeigt, daß kationische
Proteine wie Histone und Protamine oder synthetische Polymeren wie
Polylysin, Polyarginin, Polyornithin, DEAE-Dextran, Polybren und
Polyethylenimin wirkungsvolle intrazelluläre Zuführungsmittel sind, während kleine
Polykationen wie Spermin unwirksam sind.
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Ein
Polykation ist ein Polymer, das wie zum Beispiel Poly-L-lysin-hydrobromid
eine positive Nettoladung enthält.
Das Polykation kann Monomereinheiten enthalten, die positiv geladen,
ladungsneutral oder negativ geladen sind, die Nettoladung des Polymers
muß jedoch
positiv sein. Ein Polykation kann auch ein nicht-polymeres Molekül bedeuten, das zwei oder mehr
positive Ladungen trägt.
Ein Polyanion ist ein Polymer, das wie zum Beispiel Polyglutaminsäure eine
negative Nettoladung enthält.
Das Polyanion kann Monomereinheiten enthalten, die negativ geladen,
ladungsneutral oder positiv geladen sind, die Nettoladung des Polymers muß jedoch
negativ sein. Ein Polyanion kann auch ein nicht-polymeres Molekül bedeuten,
das zwei oder mehr negative Ladungen trägt. Der Ausdruck Polyanion
schließt
ein Polykation, Polyanion, zwitterionische Polymeren und neutrale
Polymeren ein, die die gleiche Anzahl Anionen und Kationen enthalten.
Der Ausdruck zwitterionisch bezieht sich auf das Produkt (Salz)
der Reaktion zwischen einer sauren Gruppe und einer basischen Gruppe,
die Teil desselben Mole küls
sind. Salze sind ionische Verbindungen, die in Kationen und Anionen
dissoziieren, wenn sie in einer Lösung gelöst werden. Salze erhöhen die
Ionenstärke
einer Lösung
und verringern folglich Wechselwirkungen zwischen Nukleinsäuren mit
anderen Kationen.
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Bei
einer Ausführungsform
werden Polykationen mit Polynukleotiden zur intravaskulären Zuführung an Zellen
gemischt. Polykationen bieten den Vorteil, das Anhaften von DNA
an der Zielzellenoberfläche
zu erlauben. Das Polymer bildet eine Querbrücke zwischen den polyanionischen
Nukleinsäuren
und den polyanionischen Oberflächen
der Zellen. Als Ergebnis kann der Hauptmechanismus der DNA-Translozierung
in den intrazellulären
Raum eine nicht-spezifische, adsorptive Endozytose sein, die wirkungsvoller
als eine Flüssigkeitsendozytose
oder rezeptorvermittelte Endozytose sein kann. Weiterhin sind Polykationen
eine sehr geeignete Verbindungsgruppe für das Anbringen spezifischer
Rezeptoren an DNA und als Ergebnis können DNA-Polykation-Komplexe
auf spezielle Zelltypen zielgerichtet werden.
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Außerdem schützen Polykationen
DNA in Komplexen gegen Nukleaseabbau. Dies ist sowohl bei der extra-
als auch intrazellulären
Konservierung von DNA wichtig. Der endozytische Schritt bei der
intrazellulären Aufnahme
von DNA-Polykation-Komplexen
wird durch Ergebnisse nahegelegt, bei denen die DNA-Expression nur
durch Einbeziehen eines Schritts der milden, hypertonen Lysis (entweder
Glycerin oder DMSO) erhalten wird. Die Genexpression wird auch durch
Verhindern einer Endosomansäuerung
mit NH4Cl oder Chloroquin ermöglicht oder
erhöht.
Polyethylenimin, das die Genexpression ohne zusätzliche Behandlungen erleichtert, unterbricht
wahrscheinlich die endosomale Funktion selbst. Das Unterbrechen
der endosomalen Funktion ist auch durch Verknüpfen des Polykations mit endosomal-unterbrechenden
Mitteln wie etwa Fusionspeptiden, membranaktiven Verbindungen oder
Adenoviren bewerkstelligt worden.
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Membranaktive Verbindungen
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Viele
biologisch aktive Verbindungen, insbesondere große und/oder geladene Verbindungen,
sind unfähig
zum Durchqueren biologischer Membranen. Damit diese Verbindungen
in Zellen eindringen, müssen
die Zellen sie entweder durch Endozytose in Endosome aufnehmen oder
es muß eine
Unterbrechung der Zell membran geben, um der Verbindung das Durchqueren
zu erlauben. Im Fall des endosomalen Eindringens muß die endosomale
Membran unterbrochen sein, um den Eintritt der Verbindung in das
Innere der Zelle zu erlauben. Daher erfordert jedes Eindringen in
die Zelle eine Unterbrechung der Zellmembrane. Es gibt membranaktiv
genannte Verbindungen, die Membranen unterbrechen. Man kann sich
vorstellen, daß falls
das membranaktive Mittel eine bestimmte Zeit und an einem bestimmten
Ort wirksam ist, es den Transport der biologisch aktiven Verbindung
durch die biologische Membran erleichtert. Die Kontrolle, wann und
wo die membranaktive Verbindung aktiv ist, ist für einen wirkungsvollen Transport
entscheidend. Wenn die membranaktive Verbindung zu aktiv oder zur
falschen Zeit aktiv ist, dann erfolgt kein Transport oder der Transport
ist mit einem Zellbruch und dadurch Zelltod verbunden. Die Natur
hat verschiedene Strategien entwickelt, um einen Membrantransport
biologisch aktiver Verbindungen zu erlauben, wobei die Membranfusion
und die Verwendung membranaktiver Verbindungen, deren Aktivität so moduliert
wird, daß den
Transport eine Aktivität
ohne Toxizität
begleitet, eingeschlossen sind. Viele Transportformulierungen auf
Lipidgrundlage beruhen auf einer Membranfusion und die Aktivitäten einiger
membranaktiver Peptide werden durch den pH moduliert. Insbesondere sind
Virushüllproteine
oft pH-empfindlich, bei neutralem oder basischem pH inaktiv und
unter den im Endosom vorgefundenen sauren Bedingungen aktiv.
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Polykationen
bewirken auch eine DNA-Kondensation. Das Volumen, das ein DNA-Molekül in einem Komplex
mit Polykationen einnimmt, ist entscheidend niedriger als das Volumen
eines freien DNA-Moleküls. Die
Größe des DNA/Polymer-Komplexes kann zur
Genzuführung
in vivo wichtig sein. Als intravenöse Injektion muß die DNA
die endotheliale Sperre durchqueren und die interessierenden parenchymalen
Zellen erreichen.
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Der
durchschnittliche Durchmesser der Leberfenestrae (Löcher in
der endothelialen Sperre) ist etwa 100 nm und Erhöhungen des
Drucks und/oder der Permeabilität
können
die Größe der Fenestrae
erhöhen. Die
Größe der Fenestrae
ist bei anderen Organen üblicherweise
kleiner. Die Größe der DNA-Komplexe
ist für den
Zellaufnahmevorgang ebenfalls wichtig. Nach dem Binden an die Zielzellen
wird erwartet, daß der DNA-Polykationkomplex
durch Endozytose aufgenommen wird.
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Polymere
können
Verbindungen einbauen, die ihre Brauchbarkeit erhöhen. Diese
Gruppen können
vor der Polymerbildung in Monomeren eingebaut werden oder nach seiner
Bildung an das Polymer gebunden werden. Das die Genübertragung
verstärkende
Signal (Signal) ist in dieser Beschreibung als Molekül definiert,
das den Nukleinsäurekomplex
modifiziert und ihn auf einen Zellort (wie etwa Gewebezellen) oder
Ort in einer Zelle (wie etwa den Kern) entweder in Kultur oder in
einem gesamten Organismus lenken kann. Durch Modifizieren des Zell-
oder Gewebeorts des Fremdgens kann die Expression des Fremdgens
verstärkt
werden.
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Das
die Genübertragung
verstärkende
Signal kann ein Protein, Peptid, Lipid, Steroid, Zucker, Kohlenhydrat,
Nukleinsäure
oder synthetische Verbindung sein. Die die Genübertragung verstärkenden
Signale verstärken
die Zellbindung an Rezeptoren, den zytoplasmatischen Transport zum
Kern und den Kerneintritt oder die Freisetzung aus Endosomen oder
anderen intrazellulären
Vesikeln.
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Nukleäre Lokalisierungssignale
verstärken
das Zielrichten des Gens in die Nähe des Kerns und/oder seinen
Eintritt in den Kern. Derartige Kerntransportsignale können ein
Protein oder ein Peptid wie etwa das SV40-large-T-ag-NLS oder das
Nucleoplasmin-NLS sein. Diese Kernlokalisierungssignale treten mit
einer Vielfalt Kerntransportfaktoren wie etwa dem NLS-Rezeptor (Karyopherin
alpha) in Wechselwirkung, der anschließend mit Karyopherin beta in
Wechselwirkung tritt. Die Kerntransportsignale selbst können auch
als NLS wirken, da sie auf Kernporen und den Kern zielgerichtet
sind.
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Signale,
die die Freisetzung aus intrazellulären Kompartementen verstärken (Freisetzungssignale), können eine
DNA-Freisetzung aus intrazellulären
Kompartementen wie etwa Endosomen (early und late), Lysomen, Phagosomen,
Vesikeln, endoplasmatischen Retikulum, Golgi-Apparat, Trans-Golgi-Netzwerk
(TGN) und sarkoplasmatischen Retikulum bewirken. Die Freisetzung
schließt
die Wanderung aus einem intrazellulären Kompartement in das Zytoplasma
oder in eine Organelle wie etwa den Kern ein. Freisetzungssignale schließen Chemikalien
wie etwa Chloroquin, Bafilomycin oder Brefeldin A1 und das ER-Rückhaltesignal (KDEL-Sequenz),
Viruskomponenten wie etwa Influenzavirus-Hämagglutininuntereinheit-HA2-Peptide
und andere Typen amphipathischer Peptide ein.
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Zellrezeptorsignale
sind alle Signale, die die Assoziation des Gens mit einer Zelle
verstärken.
Dies kann entweder durch Erhöhen
der Bindung des Gens an die Zelloberfläche und/oder seine Assoziation
mit einem intrazellulären
Kompartement, zum Beispiel Liganden, die die Endozytose durch Verstärken der
Bindung der Zelloberfläche
verstärken,
bewerkstelligt werden. Dies schließt Mittel ein, die durch Verwenden
von Asialoglykoproteinen oder Galactoseresten auf das Asialoglykoprotein
zielgerichtet sind. Andere Proteine wie etwa Insulin, EGF oder Transferrin
können
zum Zielrichten verwendet werden. Peptide, die die RGD-Sequenz einschließen, können zum
Zielrichten auf viele Zellen verwendet werden. Chemische Gruppen,
die mit Sulfhydryl- oder Disulfidgruppen auf Zellen reagieren, können ebenfalls
zum Zielrichten auf viele Zelltypen verwendet werden. Folat und
andere Vitamine können
ebenfalls zum Zielrichten verwendet werden. Andere zielgerichtete Gruppen
schließen
Moleküle
ein, die wie etwa Lipide, Fettsäuren,
Cholesterin, Dansylverbindungen und Amphotericinderivate mit Membranen
in Wechselwirkung treten. Außerdem
können
Virusproteine zum Binden von Zellen verwendet werden.
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Polynukleotide
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Der
Ausdruck Nukleinsäure
ist ein Ausdruck der Technik, der sich auf einen Strang aus wenigstens zwei
Base-Zucker-Phosphat-Kombinationen bezieht. (Ein Polynukleotid unterscheidet
sich von einem Oligonukleotid durch das Enthalten mehr als 120 monomerer
Einheiten.) Nukleotide sind die monomeren Einheiten von Nukleinsäurepolymeren.
Der Ausdruck schließt
Desoxyribonukleinsäure
(DNA) und Ribonukleinsäure (RNA)
in Form einer Oligonukleotid-Messenger-RNA, Anti-sense, Plasmid-DNA,
Teile einer Plasmid-DNA oder aus einem Virus stammenden genetischen
Materials ein. Anti-sense ist ein Oligonukleotid, das die Funktion von
DNA und/oder RNA beeinträchtigt.
Der Ausdruck Nukleinsäuren
bezieht sich auf einen Strang aus wenigstens zwei Base-Zucker-Phosphat-Kombinationen. Natürliche Nukleinsäuren weisen
ein Phosphatrückgrat
auf, künstliche
Nukleinsäuren
können
andere Rückgrattypen
enthalten, enthalten aber dieselben Basen. Nukleotide sind die monomeren
Einheiten von Nukleinsäurepolymeren.
Der Ausdruck schließt
Desoxyribonukleinsäure (DNA)
und Ribonukleinsäure
(RNA) ein. RNA kann in Form einer tRNA (Transfer-RNA), snRNA (kleine
nukleäre
RNA), rRNA (ribosomale RNA), mRNA (Messenger-RNA), anti-sense-RNA und Ribozymen
vorliegen. DNA kann in Form von Plasmid-DNA, viraler DNA, linearer
DNA oder chromosomaler DNA oder Abkömmlingen dieser Gruppen vorliegen.
Außerdem
können
diese DNA- und RNA-Formen einzel-, doppel-, dreifach- oder vierfachsträngig sein.
Der Ausdruck schließt
auch PNAs (Peptidnukleinsäuren),
Phosphorthioate, Phosphordiamidatmorpholino und andere Varianten
des Phosphatrückgrats
natürlicher
Nukleinsäuren
ein.
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Ein
Polynukleotid kann einer Zelle zum Exprimieren einer exogenen Nukleotidsequenz,
zum Hemmen, Beseitigen, Erhöhen
oder Verändern
der Expression einer endogenen Nukleotidsequenz oder zum Exprimieren
eines speziellen physiologischen Merkmals, das von Natur aus nicht
mit der Zelle verbunden ist, zugeführt werden. Polynukleotide
können
zum Exprimieren eines ganzen oder teilweisen Proteins kodiert sein
oder können
anti-sense sein.
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Ein
zugeführtes
Polynukleotid kann innerhalb des Zytoplasmas oder Kerns von dem
endogenen genetischen Material getrennt bleiben. Wahlweise kann
das Polymer das endogene genetische Material rekombinieren (ein
Teil davon werden). Zum Beispiel kann DNA entweder durch homologe
oder nicht-homologe Rekombination in chromosomale DNA inseriert
werden.
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Vektoren
sind aus einem Virus, einem Plasmid oder der Zelle eines höheren Organismus
stammende Polynukleinmoleküle,
in die ein weiteres Nukleinfragment geeigneter Größe integriert
werden kann. Vektoren führen
typischerweise Fremd-DNA
in Wirtszellen ein, wo sie reproduziert werden kann. Beispiele sind
Plasmide, Cosmide und künstliche
Hefechromosomen. Vektoren sind oft rekombinante Moleküle, die
DNA-Sequenzen aus mehreren Quellen enthalten. Ein Vektor schließt einen
Virusvektor, zum Beispiel Adenovirus:DNA, adenoassoziierte virale
Vektoren (AAV), die aus adenoassoziierten Viren abgeleitet sind
und kleiner als Adenoviren sind und ein Retrovirus ein (jedes Virus
aus der Familie Retroviridae, das RNA als seine Nukleinsäure aufweist
und das Enzym reverse Transkriptase zum Kopieren seines Genoms in
die DNA des Chromosoms der Wirtszelle verwendet; Beispiele schließen VSV
G und Retroviren ein, die Komponenten eines Lentivirus einschließlich Viren
des HIV-Typs enthalten).
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Ein
in dieser Beschreibung verwendeter Vektor bedeutet jedes DNA-Molekül, das Assoziatmoleküle einschließen kann,
um DNA-Sequenzen in eine Zelle zur Ex pression zu übertragen.
Beispiele schließen
nackte DNA, nicht-virale DNA-Komplexe
(z. B. DNA plus Polymere [kationisch oder anionisch], DNA plus die
Transfektion verstärkende
Verbindungen und DNA plus amphipathische Verbindungen) und Virusteilchen
ein.
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Ein
nicht-viraler Vektor ist als ein Vektor definiert, der nicht innerhalb
einer eukaryotischen Zelle aufgebaut wird, wobei nicht-virale DNA/Polymer-Komplexe,
DNA mit die Transfektion verstärkenden
Verbindungen und DNA + amphipathische Verbindungen eingeschlossen
sind.
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Haut
ist die äußere Bedeckung
eines Säugerkörpers einschließlich der
Epidermis, der Dermis und des subkutanen Gewebes.
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Permeabilität
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird die Permeabilität
des Gefäßes erhöht. Der
Wirkungsgrad der Polynukleotidzuführung und Expression wurde
durch Erhöhen
der Permeabilität
eines Blutgefäßes innerhalb
des Zielgewebes erhöht.
Die Permeabilität
wird hier als die Neigung von Makromolekülen wie etwa Polynukleotide
zum Bewegen durch Gefäßwände und
Eindringen in den extravaskulären
Raum definiert. Ein Maß für die Permeabilität ist die
Rate, mit der sich Makromoleküle
durch die Gefäßwand und
aus dem Gefäß bewegen.
Ein weiteres Maß für die Permeabilität ist das
Fehlen einer Kraft, die der Bewegung von Polynukleotiden widersteht,
die unter Verlassen des intravaskulären Raums zugeführt werden.
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Behindern
ist in dieser Beschreibung das Blockieren oder Hemmen des Einströmens oder
Ausströmens
von Blut in einem Gefäß. Eine
rasche Injektion kann mit dem Behindern des Ausströmens unter
Erhöhen der
Permeabilität
kombiniert sein. Zum Beispiel wird in ein afferentes Gefäß, das ein
Organ unterstützt,
rasch injiziert und das efferente Gefäß, das das Gewebe entleert,
wird vorübergehend
abgebunden. Das ableitende Gefäß (auch
venöser
Abfluß oder
Trakt genannt), das den Abfluß aus
dem Gewebe ableitet, ist ebenfalls über einen Zeitraum, der ausreicht,
die Zuführung
eines Polynukleotids zu erlauben, teilweise oder völlig behindert. Umgekehrt
wird in ein ableitendes Gefäß injiziert
und ein zuführender
Gefäßstrom wird
behindert.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird der intravaskuläre
Druck eines Blutgefäßes durch
Erhöhen
des osmotischen Drucks innerhalb des Blutgefäßes erhöht. Typischerweise werden hypertone Lösungen,
die Salze wie etwa NaCl, Zucker oder Polyole wie etwa Mannit enthalten,
verwendet. Hyperton bedeutet, daß die Osmolarität der Injektionslösung größer als
die physiologische Osmolarität
ist. Isoton bedeutet, daß die
Osmolarität
der Injektionslösung
dieselbe wie die physiologische Osmolarität ist (die Tonizität oder der osmotische
Druck der Lösung
ist ähnlich
dem von Blut). Hypertone Lösungen
weisen eine erhöhte
Tonizität und
einen osmotischen Druck ähnlich
dem osmotischen Druck von Blut auf und veranlassen Zellen zum Schrumpfen.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
kann die Permeabilität
des Blutgefäßes auch
durch ein biologisch aktives Molekül erhöht werden. Ein biologisch aktives
Molekül
ist ein Protein oder eine einfache Chemikalie wie etwa Papaverin
oder Histamin, das die Permeabilität des Gefäßes dadurch erhöht, daß es eine Änderung
der Funktion, Aktivität
oder Gestalt von Zellen innerhalb der Gefäßwand wie etwa der endothelialen oder
Glattmuskelzellen bewirkt. Typischerweise treten biologisch aktive
Moleküle
mit einem speziellen Rezeptor oder Enzym oder Protein innerhalb
der Gefäßzelle unter
Verändern
der Permeabilität
des Gefäßes in Wechselwirkung.
Biologisch aktive Moleküle
schließen
den vaskulären
Permeabilitätsfaktor
(VPF) ein, der auch als vaskulärer,
endothelialer Wachstumsfaktor (VEGF) bekannt ist. Ein weiterer Typ
biologisch aktives Molekül kann
auch die Permeabilität
durch Verändern
des extrazellulären
Bindematerials erhöhen.
Zum Beispiel kann ein Enzym das extrazelluläre Material verdauen und die
Anzahl und Größe der Löcher des
Bindematerials erhöhen.
Ein weiterer Typ biologisch aktives Material ist ein Chelatbildner,
der Calcium bindet und dadurch die Permeabilität des Endotheliums erhöht.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
wird ein nicht-viraler Vektor zusammen mit einem Polynukleotid intravaskulär in einem
großen
Injektionsvolumen injiziert. Das Injektionsvolumen hängt von
der Größe des Tiers
ab, in das injiziert wird und kann von 1,0 bis 3,0 ml oder mehr
bei kleinen Tieren (d. h. Schwanzveneninjektionen in Mäuse) sein.
Das Injektionsvolumen bei Ratten kann von 6 bis 35 ml oder mehr
sein. Das Injektionsvolumen bei Primaten kann von 70 bis 200 ml oder
mehr sein. Das Injektionsvolumen als ml/Körpergewicht kann 0,03 ml/g
bis 0,1 ml/g oder mehr sein.
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Das
Injektionsvolumen kann auch vom Zielgewebe abhängen. Zum Beispiel kann die
Zuführung
eines nicht-viralen Vektors mit einem Polynukleotid an ein Körperglied
durch Injizieren eines größeren Volumens
als 5 ml je Rattengliedmaß oder
mehr als 70 ml bei einem Primaten unterstützt werden. Die Injektionsvolumina
als ml/Gliedmaßenmuskel
sind üblicherweise
innerhalb des Bereichs von 0,6 bis 1,8 ml/g Muskel, können aber größer sein.
Bei einem weiteren Beispiel kann die Zuführung eines Polynukleotids
zur Leber in Mäusen
durch Injizieren des nicht-viralen
Vektor-Polynukleotids in einem Injektionsvolumen von 0,6 bis 1,8
ml/g Leber oder mehr unterstützt
werden. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, dem Zuführen eines
Polynukleotid-nicht-viralen Vektors an ein Körperglied eines Rhesusaffenprimaten,
kann sich der Komplex in einem Injektionsvolumen von 0,6 bis 1,8
ml/g Körpergliedmuskel
oder irgendwo innerhalb dieses Bereichs befinden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
wird die Injektionsflüssigkeit
rasch in ein Gefäß injiziert.
Die Geschwindigkeit der Injektion ist zum Teil von dem zu injizierenden
Volumen, der Größe des Gefäßes, in
das injiziert werden soll und der Größe des Tieres abhängig. Bei
einer Ausführungsform
kann das gesamte Injektionsvolumen (1–3 ml) in 5 bis 15 Sekunden
in das Gefäßsystem
von Mäusen
injiziert werden. Bei einer weiteren Ausführungsform kann das gesamte
Injektionsvolumen (6–35
ml) in 20 bis 7 Sekunden in das Gefäßsystem von Ratten injiziert
werden. Bei einer weiteren Ausführungsform
kann das gesamte Injektionsvolumen (80–200 ml) in 120 Sekunden oder
weniger in das Gefäßsystem
von Affen injiziert werden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
wird ein großes
Injektionsvolumen verwendet und die Geschwindigkeit der Injektion
wird verändert.
Injektionsgeschwindigkeiten von weniger als 0,012 ml je Gramm (Tiergewicht)
je Sekunde werden bei dieser Ausführungsform angewendet. Bei
einer weiteren Ausführungsform
werden Injektionsgeschwindigkeiten von weniger als ml je Gramm (Zielgewebegewicht)
je Sekunde zur Genzuführung
an Zielorgane angewendet. Bei einer weiteren Ausführungsform
werden Injektionsgeschwindigkeiten von weniger als 0,06 ml je Gramm
(Zielgewebegewicht) je Sekunde zur Genzuführung in einen Körpergliedmuskel und
andere Muskeln von Primaten angewendet.
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Spaltbare Polymere
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Eine
Vorbedingung für
die Genexpression ist, daß sobald
die DNA/Polymer-Komplexe
in eine Zelle eingedrungen sind, daß Polynukleotid von dem kationischen
Polymer abdissoziieren kann. Dies kann innerhalb zytoplasmatischer
Vesikel (z. B. Endosomen) im Zytoplasma oder dem Kern erfolgen.
Wir haben Massepolymere entwickelt, die aus eine Disulfidbindung
enthaltenden Comonomeren und kationischen Comonomeren hergestellt
wurden, um diesen Vorgang besser zu erleichtern. Von diesen Polymeren
ist gezeigt worden, daß sie
Polynukleotide kondensieren und die Nukleotide nach der Reduktion
der Disulfidbindung freisetzen. Diese Polymeren können zum
wirkungsvollen Komplexieren mit DNA verwendet werden und können auch DNA
vor DNasen während
der intramolekularen Zuführung
an die Leber und andere Organe schützen. Nach der Verinnerlichung
in die Zellen werden die Polymeren zu Monomeren reduziert, wodurch
die DNA als Ergebnis der in der Zelle vorgefundenen schärferen Reduktionsbedingungen
(Glutathion) wirkungsvoll freigesetzt wird. Negativ geladene Polymeren
können
auf ähnliche
Weise hergestellt werden, was es den kondensierten Nukleinsäureteilchen
(DNA + Polykation) erlaubt, mit einem abspaltbaren anionischen Polymer „wiederaufgeladen" zu werden und zu
einem Teilchen mit einer negativen Nettoladung führt, das nach der Reduktion
von Disulfidbindungen die Polynukleinsäure freisetzt. Das Reduktionspotential
der Disulfidbindung in dem reduzierbaren Comonomer kann durch chemisches
Verändern
der Disulfidbindungsumgebung eingestellt werden. Dies erlaubt den
Aufbau von Teilchen, deren Freisetzungseigenschaften so maßgeschneidert
werden können, daß die Polynukleinsäure am richtigen
Punkt des Zuführungsverfahrens
freigesetzt wird.
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pH-Spaltbare Polymeren
zur intrazellulären
Kompartementfreisetzung
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Ein
zellulärer
Transportschritt, der für
die Genübertragung
und Wirkstoffzufuhr Bedeutung aufweist, ist der der Freisetzung
aus intrazellulären
Kompartementen wie etwa Endosomen (early und late), Lysosomen, Phagosomen,
Vesikel, endoplasmatisches Retikulum, Golgi-Apparat, Trans-Golgi-Netzwerk
(TGN) und sarkoplasmatisches Retikulum. Die Freisetzung schließt die Wanderung
aus einem intrazellulären
Kompartement heraus in das Zytoplasma oder in eine Organelle wie
etwa den Kern ein. Chemikalien wie etwa Chlorquin, Bafilomycin oder
Brefeldin A1. Chloroquin verringert die Ansäuerung der endosomalen und
lysosomalen Kompartemente, beeinflußt aber auch andere Zellfunktionen.
Brefeldin A, ein isoprenoider Pilzmetabolit, läßt den Golgi-Apparat reversibel
in das endoplasmatische Retikulum und das frühe endosomale Kompartement
in das Trans-Golgi-Netzwerk
(TNG) unter Bilden von Tubuli zusammenfallen. Bafilomycin A1, ein Makrolidantibiotikum, ist ein spezifischerer
Hemmer der endosomalen Ansäuerung
und vakuolärer
Typ H+-ATPase als Chloroquin. Von dem ER-Rückhaltesignal
(KDEL-Sequenz) wurde vorgeschlagen, daß es die Zuführung an
das endoplasmatische Retikulum verstärkt und die Zuführung an
Lysosomen verhindert.
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Zum
Erhöhen
der Stabilität
von DNA-Teilchen im Serum werden positiv geladenen DNA-Polykation-Teilchen
Polyanionen zugesetzt, die eine dritte Schicht in dem DNA-Komplex
bilden und das Teilchen negativ geladen machen. Zum Unterstützen des
Aufbrechens der DNA-Komplexe haben wir Polymere synthetisiert, die
unter den im Endosom angetroffenen Bedingungen, pH 5–7, gespalten
werden. Wir haben auch Grund anzunehmen, daß die Spaltung von Polymeren
in den DNA-Komplexen in dem Endosom beim Aufbrechen des Endosoms
behilflich ist und DNA in das Zytoplasma freisetzt.
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Es
gibt zwei Wege zum Spalten eines Polyions: Spaltung des Polymerrückgrats,
die zu kleineren Polyionen führt
oder Spaltung der Verknüpfung
des Polymerrückgrats
und der ionenhaltigen Gruppen, was zu kleinen ionisierten Molekülen und
einem Polymer führt.
In jedem Fall wird die Wechselwirkung zwischen dem Polyion und der
DNA unterbrochen und die Molekülanzahl
im Endosom erhöht
sich. Dies verursacht einen osmotischen Schock bei den Endosomen
und bricht die Endosomen auf. Fall das Polymerrückgrat im zweiten Fall hydrophob
ist, kann es mit der Membran des Endosoms in Wechselwirkung treten.
Jeder Effekt kann das Endosom aufbrechen und dadurch bei der DNA-Freisetzung
behilflich sein.
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Zum
Aufbauen spaltbarer Polymeren können
die Ionen oder Polyionen mit Bindungen, die wie Disulfidbindungen,
Diole, Diazobindungen, Esterbindungen, Sulfonbindungen, Acetale,
Ketale, Enolether, Enolester, Imine, Imminium und Enamine von sich
aus labil sind, zusammen verbunden werden. Ein weiterer Weg ist das
Aufbauen des Polymers auf eine solche Weise, daß reaktionsfähige Gruppen, d.
h. Elektrophile und Nukleophile in enge Nähe gebracht werden, so daß die Reaktion
zwischen den Funktionsgruppen rasch ist. Beispiele schließen die
ein, die Carbonsäurederivate
(Säuren,
Ester, Amide) und Alkohole, Thiole, Carbonsäuren oder Amine im selben Molekül aufweisen,
um beim Zusammenreagieren Ester, Thiolester, Säureanhydride oder Amide zu
bilden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt außerdem
die Verwendung Silizium-Stickstoff-Verknüpfungen (entweder in der Polymerhauptkette
oder in einer Polymernebenkette) enthaltender Polymeren (Silazane)
bereit, die der Hydrolyse zugänglich
sind. Die Hydrolyse von Silazanen führt zur Bildung eines Silanols
und eines Amins. Silazane sind von sich aus einer Hydrolyse zugänglicher
als es eine Silizium-Sauerstoff-Kohlenstoff-Verknüpfung ist,
die Hydrolysegeschwindigkeit wird jedoch unter sauren Bedingungen
erhöht.
Die Substitution sowohl am Siliziumatom als auch dem Amin kann die
Hydrolysegeschwindigkeit aufgrund sterischer und elektronischer
Effekte beeinflussen. Dies erlaubt die Möglichkeit des Abstimmens der
Hydrolysegeschwindigkeit der Hydrolyse des Silazans durch Ändern der
Substitution entweder am Silizium oder dem Amin, um die gewünschte Wirkung
zu erleichtern.
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Bei
einer Ausführungsform
werden Estersäuren
und Amidester, die in saurer Umgebung (pH kleiner 7, größer 4) labil
sind, unter Bilden eines Alkohols und Amins und eines Anhydrids
bei einer Vielfalt von Molekülen
und Polymeren verwendet, die Peptide, Lipide und multimolekulare
Verbindungen wie etwa Liposomen einschließen.
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Bei
einer Ausführungsform
werden Ketale, die in saurer Umgebung (pH kleiner 7, größer 4) labil
sind, unter Bilden eines Diols und eines Ketons bei einer Vielfalt
von Molekülen
und Polymeren verwendet, die Peptide, Lipide und Liposomen einschließen.
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Bei
einer Ausführungsform
werden Acetale, die in saurer Umgebung (pH kleiner 7, größer 4) labil
sind, unter Bilden eines Diols und eines Aldehyds bei einer Vielfalt
von Molekülen
und Polymeren verwendet, die Peptide, Lipide und Liposomen einschließen.
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Bei
einer Ausführungsform
werden Enole, die in saurer Umgebung (pH kleiner 7, größer 4) labil
sind, unter Bilden eines Ketons und eines Alkohols bei einer Vielfalt
von Molekülen
und Polymeren verwendet, die Peptide, Lipide und Liposomen einschließen.
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Bei
einer Ausführungsform
werden Imminiumverbindungen, die in saurer Umgebung (pH kleiner
7, größer 4) labil
sind, unter Bilden eines Amins und eines Aldehyds oder eines Ketons
bei einer Vielfalt von Molekülen
und Polymeren verwendet, die Peptide, Lipide und Liposomen einschließen.
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pH-Empfindliche Spaltung
von Peptiden und Polypeptiden:
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Bei
einer Ausführungsform
werden Peptide und Polypeptide (die beide als Peptide bezeichnet
werden) durch ein Anhydrid modifiziert. Die Amin- (Lysin), Alkohol- (Serin, Threonin,
Tyrosin) und Thiolgruppen (Cystein) der Peptide werden durch ein
Anhydrid unter Erzeugen eines Amids, Esters oder Thioestersäure modifiziert.
In der sauren Umgebung der internen Vesikeln (pH kleiner 6,5, größer 4,5)
(frühe
Endosomen, späte Endosomen
oder Lysosom) werden das Amid, der Ester oder Thioester gespalten,
um die ursprüngliche
Amin-, Alkohol- oder Thiolgruppe und das Anhydrid aufzuweisen.
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Eine
Vielfalt endosomolytischer und amphipathischer Peptide kann bei
dieser Ausführungsform
verwendet werden. Ein positiv geladenes, amphipathisches/endosomolytisches
Peptid wird durch die Reaktion mit den Anhydriden unter Bilden der
Amidsäuren
in ein negativ geladenes Peptid umgewandelt und diese Verbindung
wird anschließend
mit einer Polykation-kondensierten Nukleinsäure komplexiert. Nach dem Eindringen
in die Endosomen wird die Amidsäure
gespalten und das Peptid wird positiv geladen und ist nicht mehr mit
der Polykation-kondensierten Nukleinsäure kondensiert und wird amphipathisch
und endosomolytisch. Bei einer Ausführungsform enthalten die Peptide
Tyrosine und Lysine. Bei noch einer weiteren Ausführungsform befindet
sich der hydrophobe Teil des Peptids (nach der Spaltung der Estersäure) an
einem Ende des Peptids und der hydrophile Teil (z. B. nach der Spaltung
negativ geladen) befindet sich an einem anderen Ende. Der hydrophile
Teil kann mit Dimethylmaleinanhydrid modifiziert sein und der hydrophile
Teil kann mit Citraconylanhydrid modifiziert sein. Da die Dimethylmaleylgruppe
rascher als die Citraconylgruppe gespalten wird, bildet sich der
hydrophobe Teil zuerst. Bei einer weiteren Ausführungsform bildet der hydrophile
Teil alpha-Helix- oder Coiled-coil-Strukturen.
-
pH-Empfindliche Spaltung
von Lipiden und Liposomen
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
ist der Ester, das Amid oder die Thioestersäure mit Lipiden und Liposomen
kondensiert, so daß die
Lipide in sauren Umgebungen modifiziert werden und das Liposom fusogen
oder endosomolytisch aufgebrochen wird. Das Lipid Diacylglycerin
wird mit einem Anhydrid unter Bilden einer Estersäure umgesetzt.
Nach dem Ansäuern
in einem intrazellulären
Vesikel bildet sich das Diacylglycerin erneut und verhält sich
sehr stark die Lipiddoppelschicht aufbrechend und fusogen.
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Nicht-spaltbare Polymeren
-
Viele
kationischen Polymeren wie etwa Histon (H1, H2a, H2b, H3, H4, H5),
HMG-Proteine, Poly-L-lysin,
Polyethylenimin, Protamin und Polyhistidin werden zum Verdichten
von Polynukleinsäuren
verwendet, um beim Erleichtern der Genzuführung in vitro und in vivo
behilflich zu sein. Der Schlüssel
zu einer wirkungsvollen Genzuführung
unter Anwenden von Verfahren des Standes der Technik ist, daß nicht-spaltbare
Polymeren (sowohl in vitro als auch in vivo) im Ladungsüberschuß gegenüber der
DNA vorhanden sein müssen,
so daß die gesamte
Nettoladung des DNA/Polykation-Komplexes positiv ist. Umgekehrt
haben wir beim Anwenden unseres Schwanzveneninjektionsverfahrens
mit nicht-spaltbaren, kationischen Polymer/DNA-Komplexen gefunden,
daß die
Genexpression am wirkungsvollsten ist, wenn die Gesamtnettoladung
der Komplexe negativ ist (DNA-Negativladung > Polykation-Positivladung).
Schwanzveneninjektionen unter Verwenden gemeinhin zur DNA-Kondensation
verwendeter kationischer Polymeren und die Genzuführung in
vitro zeigten, daß eine
hohe Genexpression erfolgte, wenn die Nettoladung der Komplexe negativ
war.
-
Beispiele
-
Die
bei Affen erreichten hohen Luciferase- und β-Galactosidasespiegel zeigen,
daß das
Verfahren voraussichtlich bei Menschen wirkungsvoll ist. Die Expressionswerte
waren bei Ratten etwas höher
als bei Affen.
-
Das
intraarterielle Verfahren erfordert, daß der Blutfluß im wesentlichen
weniger als die für
eine Gewebeschädigung
erforderlichen einige Stunden Ischämie behindert wird. Tatsächlich schließt eine übliche Anästhesie
zur humanen Gliedmaßenchirurgie
(z. B. Carpaltunnelreparatur) die Blockade des Blutstroms während mehr
als einer Stunde ein. Wir haben keine weitverbreiteten histologischen
Anzeichen einer ischämischen
Muskelschädigung
bei Ratten oder Primaten auf die Injektionen folgend beobachtet.
Die minimalen Anstiege aus Muskeln stammender Enzyme im Serum sprechen
auch gegen eine darauffolgende Muskelschädigung.
-
In
Anbetracht, daß ~150
ml Flüssigkeit
~10 kg Tier verabfolgt werden, könnte
die große
Flüssigkeitsmenge
den kardiovaskulären
oder hämodynamischen
Status der Tiere beeinflussen. Es wurden jedoch keine nachteiligen
Wirkungen bei den Tieren beobachtet.
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Der
intravaskuläre
Druck kann für
die Arterien schädigend
sein. Wir haben bei den Arterien minimale Intimaveränderungen
beobachtet, von denen angenommen wird, daß sie vorübergehend und ohne Folgen sind.
Nichtsdestotrotz kann diese minimale Arterienschädigung durch eine bessere Kontrolle
des intravaskulären
Drucks verhindert werden.
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Bei
diesem pDNA-Verabreichungsverfahren schränken mehrere Faktoren die Expression
auf das Nicht-Zielgewebe ein: 1) das Tourniquet verhindert das sofortige
Ausbreiten des Vektors außerhalb
des Körperglieds;
2) eine wirkungsvolle pDNA-Expression in den nicht-vaskulären parenchymalen
Zellen erfordert das Austreten der injizierten pDNA aus dem Gefäß.
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Das
Verfahren erfordert, daß verhältnismäßig große Mengen
pDNA verabfolgt werden. Dies ist nicht mit irgendwelchen toxischen
Wirkungen bei Nagern oder Affen verbunden. Angenommen, daß das Tourniquet die
pDNA-Verteilung außerhalb
des Körperglieds
verzögert
und die intravaskuläre
pDNA durch im Kreislauf befindliche DNasen rasch abgebaut wird,
ist eine pDNA-Toxizität
unwahrscheinlich. Außerdem
sind die Kosten für
das Herstellen einer pDNA klinischer Qualität wesentlich weniger hoch als
virale Vektoren und stellen kein Hindernis für ihre klinische Verwendung
dar.
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Beispiel 1: Intraarterielle
Injektionen in Affen
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Sieben
Rhesusaffen (5 Männchen
: 2 Weibchen) mit 6 bis 13,7 kg Körpergewicht erfuhren intraarterielle
Injektion in ihre Gliedmaßen
auf die Anästhesie
mit Ketamin und Halothan folgend. Bei den Unterarminjektionen wurde
ein ~3 cm langer Längsschnitt
auf der Haut entlang des Innenrands des Biceps brachii und 2 cm über dem
Ellbogen ausgeführt.
Nach dem Trennen der Arterie von umgebendem Gewebe und Venen wurde
ein 20er Katheter in die Oberarmarterie anterograd eingeführt und
dort ligiert. Bei den Unterschenkelinjektionen war das Verfahren
im wesentlichen dasselbe wie das beim Arm verwendete, der Schnitt
befand sich aber auf dem oberen Rand der Kniekehle und der 20er
Katheter wurde in die Kniearterie eingeführt.
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Sowohl
bei den Arm- als auch den Beininjektionen wurde der Blutstrom durch
eine den Arm oder das Bein proximal zur Injektionsstelle umgebende
Blutdruckmanschette behindert. Nachdem das Blutdruckmeßgerät auf über 300
mmHg Druck aufgeblasen worden war, wurden in die katheterisierten
Gefäße 30 ml
5 mg Papaverin (Sigma Co.) enthaltende, normale Kochsalzlösung injiziert.
Fünf min
später
wurde eine 100 μg
pDNA/ml Lösung
enthaltende Kochsalzlösung
innerhalb 30 bis 45 sec rasch injiziert. Bei den Armen war das Volumen
jeder Injektion 75 ml und 90 ml bei den ersten beiden Tieren und
120 ml danach. Das Injektionsvolumen war ~180 ml bei den Unterschenkeln.
Die DNA-Lösungen
wurden mittels eines unter Stickstoffdruck stehenden Zylinders injiziert.
Zwei min nach der Injektion wurden die Katheter entfernt und das
Blutdruckmeßgerät entlüftet.
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Das
Verfahren wurde zuerst an vier Affen durchgeführt, bei denen in einen Arm
und Bein injiziert wurde und Muskelbiopsien wurden nach einer (#1–3) oder
zwei Wochen (#4) genommen. Affe #2 mußte wegen einer (mit unserem
Verfahren nicht zusammenhängenden)
Augenentzündung
zwei Wochen nach der Injektion getötet werden. Drei weitere Affen
(#5–7)
erhielten eine Injektion in alle vier Extremitäten (ein Arm und Bein an einem
Tag und die anderen beiden Extremitäten zwei Tage später). Muskelbiopsien
wurden nach einer Woche erhalten und die Tiere wurden zwei Wochen
nach den Injektionen getötet.
Bei den Affen #6 und #7 wurde in einen Arm und Bein pCI-LacZ injiziert,
alle anderen Injektionen erfolgten mit pCI-Luc–.
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Beispiel 2: Reportergensysteme
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Die
Plasmide pCI-Luc+ (Promega, Madison, WI)
und pCI-LacZ exprimieren eine zytoplasmatische Luciferase beziehungsweise
Escherichia coli LacZ aus dem humanen Cytomegalovirus-immediate-early-Promotor
(CMV). Der Vektor pCI (Promega) enthält auch ein SV40-Polyadenylierungssignal.
pMI-Luc+ wurde durch Ersetzen des CMV-Promotors
bei pCI-Luc– mit
einem Maus-Muskelkreatinkinasepromotor mit 3300 bp aufgebaut. Der
Vektor pEBFP-N1 exprimiert ein kernlokalisierendes, blauverschobenes,
grün fluoreszierendes
Protein (GFP) aus dem CMV-Promotor
(Clontech, Palo Alto, CA).
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Luciferasebestimmungen
wurden wie zuvor mitgeteilt an Muskelbiopsien, ganzen Muskeln und
verschiedenen Geweben ausgeführt.
Die relativen Lichteinheiten (RLU) wurden durch Verwenden von Luciferasestandards
(Molecular Probes, Eugene, OR) und einer Standardkurve, bei der
Luciferaseprotein (pg) = RLU × 5,1 × 10–5 war,
in Nanogramm Luciferase umgerechnet.
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Bei
den β-Galactosidasebestimmungen
wurden Muskelproben aus proximalen, mittleren und distalen Stellen
jedes Muskels entnommen, in kleine Stücke geschnitten, in kaltem
Isopentan gefroren und bei –80°C aufbewahrt.
Muskelstücke
wurden aus jeder Muskelprobe (bei jeder Stelle) zufällig ausgewählt und
es wurden 10 μm
dicke Kryostatschnitte hergestellt. Jeder zehnte Schnitt bei insgesamt
20 Schnitten wurde angefärbt
und analysiert. Die Schnitte wurden in X-gal-Anfärbelösung (5 mM Kaliumferricyanid,
5 mM Kaliumferrocyanid, 1 mM Magnesiumchlorid, 1 mM X-gal in 0,1
M PBS, pH 7,6) 4–8
Stunden bei Raumtemperatur inkubiert und mit Hämatoxylin und Eosin gegengefärbt. Drei
Schnitte wurden aus den 20 Schnitten jeder Stelle zufällig (üblicherweise
der 4., 11. und 17. Schnitt, es wurde aber ein Nachbarschnitt verwendet,
falls diese Schnitte nicht unversehrt waren) ausgewählt. Wie
zuvor beschrieben wurde die Anzahl der β-Galactosidase-positiven und
gesamten Zellen innerhalb einer Querschnittsfläche bei jedem Schnitt durch
Bewegen des Zählgitters
vom oberen Rand des Schnitts zum unteren und vom linken Rand zum
rechten bestimmt. Der Prozentsatz β-Galactosidase-positiver Zellen
bei jedem Muskel wurde aus dem Ergebnis der positiven Anzahl geteilt
durch die Zellengesamtzahl erhalten. Das gewichtete Mittel für den Prozentsatz
transfizierter Zellen bei jedem Extremitätenmuskel wurde wie folgt bestimmt:
(ΣAi·Mi)/M,
worin Ai der Prozentsatz transfizierter Zellen bei einem Muskel,
Mi das Gewicht dieses Muskels und M das Gesamtgewicht aller Muskeln
ist.
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Zur
gemeinsamen Lokalisierung von β-Galactosidase
und GFP-Expression wurden 10 μm
dicke Kryostatschnitte 5–10
min lang mit 4% Formaldehyd fixiert. Maus-anti-β-Galactosidase-Antikörper und TRITC-markiertes
Ziege-anti-Maus-IgG (Sigma) wurden als primärer beziehungsweise sekundärer Antikörper verwendet.
Mittels eines Nikon Optiphot Epifluoreszenzmikroskops mit einer
SenSys CCD-Kamera
(Photometrics, Tucson, AZ) wurden von derselben Ansicht für TRITC-markierte β-Galactosidase
und für
GFP zwei Bilder aufgenommen und mittels des Programms Adobe Photoshop
4.0 übereinandergelegt.
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Beispiel 3: Luciferase-
und β-Galactosidaseexpression
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Sieben
(6–20
Jahre) alte Rhesusaffen erhielten pDNA-Injektionen in ihre Gliedmaßenarterien.
Alle sieben Affen tolerierten das Verfahren gut und wiesen nach
dem Verfahren die vollständige
Funktion ihrer Arme, Hände,
Beine und Füße auf.
Dies zeigt insbesondere ein Fehlen einer Schädigung des Radialnervs an,
der gegenüber
der den Oberarm umgebenden Blutdruckmanschette empfindlich hätte sein
können.
Eine Schwellung bei den Zielgliedmaßen, ein angenommenes Korrelat
einer erfolgreichen Genübertragung,
wurde danach beobachtet, war aber am nächsten Tag völlig abgeklungen.
Als die Affen 15 bis 30 min nach dem Vorgang aus der Betäubung erwachten,
schienen sie keine Beschwerden über
denen eines normalen Aufwachens aus einer Operation aufzuweisen.
Gelegentlich wies die Haut bei dem Zielkörperglied einige Blutungsflecke
auf, die sich innerhalb mehrerer Tage auflösten.
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Vier
der Affen wurden 14 bis 16 Tage nach der Injektion getötet und
alle Zielmuskeln ihrer Körperglieder
wurden entweder auf Luciferase- oder β-Galactosidaseexpression (Tabelle
1) untersucht. Diese Ergebnisse zeigen, daß die intraarterielle Injektion
von pCI-Luc+-DNA von 345 bis 7332 ng/g Muskel
(Tabelle 1) reichende Werte der Luciferaseexpression in allen Muskeln
von Oberarm, Hand, Unterschenkel und Fuß lieferte. Die Schwankungen
bei der Luciferaseexpression in Armmuskeln bei verschiedenen Tieren
scheint davon abhängig
zu sein, ob die Katheterspitze in der Speichen- oder Ellenarterie
angebracht war. Die durch schnittlichen Luciferaseexpressionswerte
bei den Körpergliedmuskeln
waren 991,5 ± 187
ng/g beim Arm und 1186 ± 673 ng/g
beim Bein.
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Nach
der intraarteriellen Injektion von pCI-LacZ-DNA wurde in Muskelfasern
eine β-Galactosidaseexpression
gefunden. Eine große
Zahl β-Galactosidase-positiver
Muskelfasern wurde sowohl in Bein- als auch Armmuskeln gefunden,
die von weniger als 1% bis mehr als 30% bei verschiedenen Muskeln
reichte (Tabelle 1 und 1). Der durchschnittliche Prozentsatz
bei allen vier Gliedmaßen,
in die injiziert wurde, war 7,4% und reichte von 6,3% bis 9,9% für jedes
Körperglied.
Die Prozentsätze β-Galactosidase
für spezielle
Muskelgruppen korrelierten positiv mit den Luciferasewerten in denselben
Muskeln (r = 0,79).
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Tabelle
1. Mittlere Muskel-β-galactosidase-
oder -luciferaseexpression in vier Muskeln aus Affen, die zwei Wochen
nach der Injektion von pCI-LacZ oder pCI-Luc
– getötet worden
waren. „±" bezeichnet die Standardabweichung;
n bezeichnet die Zahl der untersuchten Gliedmaßen. A.
Armmuskeln
-
-
-
-
Beispiel 4: Toxizität
-
Serumchemische
und histologische Analysen wurden ausgeführt, um zu bestimmen, ob das
Verfahren bei den Affen irgendwelche nachteiligen Wirkungen verursacht
hatte. Die Serumspiegel von Kreatinphosphatkinase (CK), Alaninaminotransferase,
Asparaginataminotransferase (AST) und Lactatdehydrogenase (LDH) waren
nach dem Eingriff mehrfach höher
als vor dem Eingriff. Die Werte erreichten 48 Stunden nach der Injektion
den Höchstwert
und kehrten innerhalb mehrerer Tage auf den Normalwert zurück. Andere
Serumenzyme wie etwa γ-Glutamyltransferase
(GGT) und alkalische Phosphatase, hämatologische Tests (Hämatokrit- und
RBC-Indizes, Blutplättchen),
Serumelektrolyte (Na, Cl, K), Serummineralien (Calcium, Phosphat,
Eisen), Serumproteine (Albumin, Gesamtprotein), Serumlipide (Cholesterin,
Triglyceride), Nierenindizes (Harnstoff, Kreatinin) und Bilirubin
waren unbeeinflußt.
Die Gesamt-WBC waren innerhalb des typischen postoperativen Bereichs
erhöht.
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Körpergliedmuskeln
wurden 14 bis 16 Tage nach der intraarteriellen Injektion erhalten
und histologisch untersucht. Die große Mehrheit des Muskelgewebes
war gut erhalten und zeigte keine pathologischen Anzeichen. Bei
einigen Schnitten wurden β-Galactosidase-positive
Muskelfasern umgebende mononukleäre
Zellen bemerkt, wovon einige eine Degeneration erfahren hatten.
Die Immunanfärbung
auf CD-Marker zeigte, daß die
Mehrheit der infiltrierenden Zellen CD3-positiv (T-Lymphozyten) bei
nur wenigen B-Zellen war.
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Beispiel 5: Zeitlicher
Verlauf der Muskelexpression nach der intravaskulären Injektion
bei Ratten
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Die
Muskelluciferaseexpression wurde zu mehreren Zeitpunkten nach der
intravaskulären
Zuführung des
Luciferasegens unter der Kontrolle entweder des CMV-Promotors (pCI-Luc+) oder MCK-Promotors (pMI-Luc+)
in a) unbehandelte Ratten, b) kontinuierlich immununterdrückte (mit
2,5 mg/kg FK506 oral und 1 mg/kg Dexamethason subkutan einen Tag
vor, eine Stunde vor und täglich
da nach mit FK506 behandelte) oder c) vorübergehend immununterdrückte (mit
10 mg/kg FK506 oral und 1 mg/kg Dexamethason subkutan einen Tag
vor, eine Stunde vor und einen Tag nach der intraarteriellen pDNA-Zuführung mit
FK506 behandelte) Ratten gemessen (Tabelle 2). Bei unbehandelten
Ratten ging die Luciferaseexpression 7 Tage bei dem CMV-Promoter
oder 21 Tage bei dem MCK-Promoter
verloren. Sowohl bei Ratten, denen pCI-Luc+ als
auch denen pMI-Luc+ injiziert worden war,
wurden mittels eines ELISA an Tag 21 Anti-Luciferase-Antikörper nachgewiesen und
lagen an Tag 56 und 70 nach der intravaskulären pDNA-Zuführung in
höheren
Werten vor (Daten nicht dargestellt).
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Tabelle
2: Zeitlicher Verlauf der Luciferaseexpression (ng/g Muskel) in
den hinteren Gliedmaßen
nach intraarteriellen Injektionen von 500 μg pCI-Luc
+ (A)
oder pMI-Luc
+ (B) in nach verschiedenen
Immununterdrückungsvorschriften
behandelte Ratten A.
pCI-Luc
+
-
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Beispiel 6: Wiederholte
Injektionen
-
Sprague-Dawley-Ratten
(150 g) wurden unter Bedingungen erhöhten Drucks an Tag 0 500 μg pCI-Luc+ intraarteriell in das rechte Bein injiziert.
An Tag 7 und 14 wurden den Ratten langsam 300 μg pCI-Luc+ in
1 ml in die Schwanzvene injiziert. An Tag 24 wurden in das linke
Bein 500 μg
pCI-Luc+ intraarteriell injiziert. An Tag
26 wurden die Tiere getötet
und das linke Bein zeigte eine Luciferaseexpression (Mittel = 4500
ng Gesamtiuciferase/Beinmuskel; n = 2), die den Werten ähnlich war,
die bei Tieren erzielt wurden, denen vorher keine pDNA (Mittel =
6940 ng/Beinmuskel, n = 26) injiziert worden war.
-
Zum
Erforschen der Fähigkeit,
unterschiedliche Populationen von Muskelfasern anzusprechen, wurden
in dasselbe Bein bei den Ratten 500 μg β-Galactosidasevektor (pCI-LacZ)
und zwei Tage danach 500 μg des
nukleären
GFP-Vektors (pEBFP-N1) injiziert. Zwei Tage nach der letzten Injektion
wurden die Muskeln auf die Expression der beiden Reportergene analysiert.
Die Expression von GFP und β-Galactosidase
war am häufigsten
in unterschiedlichen Muskelfasern lokalisiert (2A und
C), in einigen Zellen traf die Expression jedoch zusammen (2B).
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Beispiel 7: Verteilung
markierter pDNA im Muskel
-
Rhodamin-markierte
pDNA (Rh-pDNA) wurde in die Oberschenkelarterie von Ratten unter
verschiedenen Bedingungen injiziert, um den Aufnahmemechanismus
im Muskel zu erforschen, so wie es bei der Leber durchgeführt wurde.
Als die Injektionen durchgeführt
wurden, ohne den Blutausstrom zu hemmen (niedriger intravaskulärer Druck),
wurde nahezu keine DNA innerhalb des Muskelgewebes oder der Gefäße nachgewiesen. 3A stellt einen selten Bereich dar, wo
einige DNA zwischen Muskelzellen zu erkennen ist. Als die Injektionen
mit Ausstromverschluß (hoher
intravaskulärer
Druck) ausgeführt
wurden, wurde Rh-pDNA überall
im Muskel nachgewiesen (3B und C).
5 min nach der Injektion zeigte die Untersuchung von Gewebeschnitten,
daß die
Mehrheit der Rh-pDNA die Muskelzellen umgab und kein intrazelluläres Anfärben vorlag
(3B, Pfeil). Eine Stunde nach der
Injektion sind wesentliche Mengen DNA innerhalb der Zellen zu erkennen (3C, Pfeilspitze). Eine Untersuchung serieller,
konfokaler Schnitte zeigt, daß das
intrazelluläre
Anfärbungsmuster
punktiert ist, was wahrscheinlich nicht mit einer T-tubulären Verteilung
vereinbar ist.
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Beispiel 8: Expression
eines therapeutischen Gens in Skelettmuskelgewebe
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Eine
das das humane Faktor-IX-Gen (cDNA) unter Transkriptionskontrolle
des humanen Cytomegaloviruspromotors exprimierende Plasmid-DNA (pCI-hF9)
wurde dem Skelettmuskel eines hinteren Rattenkörperglieds zugeführt. Ein
Bauchdecken-Mittelschnitt wurde durchgeführt und die Hautlappen wurden
zum Freilegen der Zielfläche
mit Klammern weggeklappt. Der Darm wurde entfernt, um die Hüftvenen
und -arterien sichtbar zu machen. Mikrogefäßklammern wurden auf der äußeren Hüft-, kaudalen
Bauchdecken-, inneren Hüft-, Samenleiter-
und Gesäßarterien
und -venen angebracht, um sowohl den Blutausstrom als auch -einstrom zum Bein
zu blockieren. Eine Ausfließverstärkerlösung (0,5
mg Papaverin in 3 ml Kochsalzlösung)
wurde durch eine 25er Nadel in die äußere Hüftarterie injiziert, 5 Minuten
später
gefolgt von der pDNA-haltigen Lösung
(500 μg
in 10 ml Ringer). Die pDNA-Lösung
wurde in ungefähr
10 Sekunden injiziert. Die Mikrogefäßklammern wurden 2 Minuten
nach der Injektion entfernt und das Bauchfell und die Haut wurden
mit Nähten
geschlossen. Die Ratten wurden durch orale Behandlung mit 10 mg/kg
FK506 und 1 mg/kg Dexamethason subkutan einen Tag vor, eine Stunde
vor und einen Tag nach der Plasmid-DNA-Zuführung immununterdrückt. Die
Ratten wurden nach 3 Wochen getötet,
zu welchem Zeitpunkt die Skelettmuskeln des hinteren Körperglieds
entfernt und in einem Gesamtvolumen von 60 ml homogenisiert wurden.
Die humaner Faktor-IX-Werte im Rattenserum wurden mittels eines
ELISA bestimmt und mit normalem Humanserum verglichen. Die Expressionswerte
bei 3 Ratten waren 1400, 1000 beziehungsweise 1150 ng/ml Extrakt.
Daher war die Gesamtmenge des in dem Rat tenmuskelgewebe drei Wochen
nach der pDNA-Zuführung
vorhandenen humanen Faktors IX ungefähr 70 μg.
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Beispiel 9: Expression
ausgeschiedener alkalischer Phosphatase aus Rattenskelettmuskelzellen
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Ein
Plasmid-DNA-Expressionsvektor (pMIR54) wurde aufgebaut, bei dem
das ausgeschiedene alkalische Phosphatasegen (SEAP) (aus Plasmid
pSEAP-2 basisch, Clontech, erhalten) unter der Transkriptionskontrolle
des humanen Cytomegaloviruspromotors steht. Eine Lösung von
500 μg pMIR54
in 10 ml Ringer wurde wie in den Beispielen vorstehend beschrieben
in die Hüftarterie
von Sprague Dawley-Ratten injiziert. Die Ratten wurden durch orale
Behandlung mit 2,5 mg/kg FK506 und 1 mg/kg Dexamethason subkutan
einen Tag vor und eine Stunde vor der Plasmid-DNA-Zuführung immununterdrückt. Nach
der pDNA-Zuführung wurden die
Ratten mit 2,5 mg/kg FK506 täglich
behandelt. Blutproben wurden aus diesen Ratten zu mehreren Zeitpunkten
nach der Plasmid-DNA-Zuführung erhalten.
Die SEAP-Expression wurde mittels eines Chemilumineszenztests (Tropix)
bestimmt und mit einer Standardkurve verglichen.
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SEAP-Expression
(ng SEAP je ml Serum)
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Beispiel 10: Expression
in multiplen Muskelgruppen
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500 μg pCI.Luc
in 10 ml normaler Kochsalzlösung
wurden in die Oberschenkelarterie erwachsener Ratten injiziert,
bei denen ein Tourniquet an die Außenseite des Beins proximal
(das Tourniquet war an den oberen Teil der Quadrizepsmuskelgruppe
angelegt) zur Injektionsstelle angelegt war. Fünf Tage nach der Injektion
wurden die verschiedenen Muskelgruppen aus dem Bein entnommen und
in gleichgroße
Schnitte zerschnitten. Jeder Schnitt wurde in Lysispuffer gelegt,
die Muskeln wurden homogenisiert und 10 μl der sich daraus ergebenden
Lysate wurden auf Luciferaseaktivität untersucht.
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Hohe
Werte der Luciferaseexpression wurden in allen Muskelgruppen exprimiert,
die distal zu dem Tourniquet gelegen waren. Diese schlossen den
Bizeps femoris, die hinteren Muskeln des Oberschenkels, Gastrocnemius,
Muskeln des Unterschenkels und Muskeln der der Fußsohlenoberfläche ein.
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Tabelle
3: Luciferaseexpression in den verschiedenen Muskeln des Rattenbeins
nach der Injektion von 500 μg pCILuc
in die Oberschenkelarterie mit einem um die Außenseite der Oberschenkelmuskeln
herum angelegten Tourniquet Intravaskuläre Zuführung an
das Rattenbein (mit äußerem Tourniquet)
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Intravaskuläre Zuführung an
das Rattenbein (ohne Tourniquet)
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Die
intravaskulär
verabfolgte Plasmid-DNA wird in mehreren Muskelgruppen wirkungsvoll
exprimiert, wenn der Blutstrom mittels eines äußeren Tourniquets behindert
wird.