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DE586193C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Erhalten eines bewegten Systems in bestimmter Winkellage zum Schwerefeld unabhaengig vom Gesamtbeschleunigungsfeld mit Hilfe von Kreiseln - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Erhalten eines bewegten Systems in bestimmter Winkellage zum Schwerefeld unabhaengig vom Gesamtbeschleunigungsfeld mit Hilfe von Kreiseln

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Publication number
DE586193C
DE586193C DEM104096D DEM0104096D DE586193C DE 586193 C DE586193 C DE 586193C DE M104096 D DEM104096 D DE M104096D DE M0104096 D DEM0104096 D DE M0104096D DE 586193 C DE586193 C DE 586193C
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DE
Germany
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precession
gyroscopes
axis
gyro
help
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Expired
Application number
DEM104096D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MESSGERAETE BOYKOW GmbH
Original Assignee
MESSGERAETE BOYKOW GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by MESSGERAETE BOYKOW GmbH filed Critical MESSGERAETE BOYKOW GmbH
Priority to DEM104096D priority Critical patent/DE586193C/de
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Publication of DE586193C publication Critical patent/DE586193C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C19/00Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
    • G01C19/02Rotary gyroscopes
    • G01C19/44Rotary gyroscopes for indicating the vertical

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Gyroscopes (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum selbsttätigen Erhalten eines bewegten Systems in bestimmter Winkellage zum Schwerefeld unabhängig vom Gesamtbeschleunigungsfeld mit Hilfe von Kreiseln Die Erfindung-betrifft eineVorrichtung zum selbsttätigen Erhalten eines bewegten Systems in bestimmter Winkellage zum Schwerefeld unabhängig vom Gesamtbeschleumigungsfeld mit Hilfe von Kreiseln.
  • Die Gesamtanordnung nach der Erfindung setzt sich in an sich bekannter Weise aus drei Einzelvorrichtungen zusammen, von denen jede die Stabilisierung um eine Raumachse bewirkt. Diese drei Einzelvorrichtungen bestehen bezüglich zweier waagerechter Achsen aus zwei Vorrichtungen besonderer Bauart nach der Erfindung und bezüglich der dritten, lotrechten Achse aus einem Azimutkreisel, dessen Präzessionsachse senkrecht auf der Ebene der beiden anderen Achsen steht.
  • Die Vorrichtungen zum Stabilisieren nach den beiden ersten waagerechten Raumachsen bestehen j e aus zwei auf dem zu richtenden System gelagerten Kreiseln mit allen Freiheitsgraden, aberverschiedenerSchwerpunktslage in bezug auf die Aufhängung und einer in der Bezugsrichtung frei bewegbaren, auf Beschleunigungen 'ansprechenden Masse mit einer Vorrichtung zu ihrer Rückführung in die Ruhelage, wobei die rückführende Kraft gleichzeitig ein Drehmoment auf die mit der Achse des Schweremoments zusammenfallende Präzessionsachse des einen Kreisels ausübt, welches auf die Differenz der auf die Kreisel wirkenden Beschleunigungsmomente abgestimmt ist, und wobei auf die zur Achse des Schweremoments senkrechten Präzessionsachsen die Hälften einer Kontaktvorrichtung aufgesetzt sind, die eine Rückdrehvorrichtung am System steuert.
  • Bei einer derartigen Vorrichtung bewirken Beschleunigungen, die auf das ganze System wirken, keine Verstellung der gegenseitigen Lage der Steuerkontakte der Nachdrehvorrichtung, wie im folgenden auseinanderzusetzen sein wird, dagegen äußert sich eine Neigungsänderung des Systems wie eine Beschleunigung, die allein auf die beschleunigungsempfindliche Masse wirkt. Hierdurch wird nur der eine der beiden Kreisel zum Präzedieren gebracht und eine Kontaktverstellung hervorgerufen, die die Nachdrehvorrichtung in Tätigkeit setzt.
  • Um das System gegen Winkeländerungen unempfindlicher, d. h. träger zu gestalten, kann erfindungsgemäß in das System ein Kreisel mit einem Präzession.sfreiheitsgrad eingebaut werden, der schon an sich bei Neigungsänderungen die Rückdrehvorrichtung schaltet, also das System vorstabilisiert, und statt die durch die beiden ersten Kreisel gesteuerte Kontaktvorrichtung unmittelbar auf die Nachdrehvorrichtung einwirken zu lassen, kann man durch diese Kontaktvorrichtung eine Vorrichtung auf der Präzessionsachse des dritten Kreisels steuern, die bei Neigungsänderungen die Kreiselpräzession unterstützt.
  • Als beschleunigungsempfindliche Masse zur Steuerung der beiden die Kontaktvorrichtung drehenden Kreisel verwendet man zweckmäßig ein Pendel, das durch eine von ihm selbst gesteuerte, zweckmäßig elektromechanische Rückdrehvorrichtung in seiner Lage senkrecht zum System erhalten wird. Grundsätzlich kann aber eine-irgendwie geführte Masse benutzt werden, die auf Beschleunigungen anspricht und eine Rückführvorrichtung in die Ruhelage steuert, z. B. eine geradlinig bewegte Masse mit Solenoiden.
  • Um übermäßige Präzessionsausschläge der beiden die Kontaktvorrichtung steuernden Kreisel zu verhüten, können auf den mit der Achse des Schweremoments zusammenfallenden Präzessionsachsen der Kreisel Rückdrehvorrichtungen angebracht werden, welche bei bestimmten Präzessionsausschlägen von den Kreiseln selbst eingeschaltet werden und über diese Ausschläge hinausgehende Präzessionen verhindern.
  • Da die die Kontaktvorrichtung steuernden Kreisel durch die Erddrehung zu ungleichen Präzessionen veranlaßt werden können, werden erfindungsgemäß in an sich bekannter Weise auf den zurAchse desSchweremoments senkrechten Präzessionsachsen der beiden paarweise angeordneten Kreisel die Erddrehung kompensierende Rückdrehvorrichtungen angeordnet, die von einem der Kreisel gesteuert werden.
  • Die bisher beschriebene Vorrichtung ist g;-eignet zur Stabilisierung des Systems um eine Drehachse. Zwecks räumlicher Stabilisierung wird eine gleiche Vorrichtung für die zweite waagerechte Drehachse uni 9o° gegen die erste versetzt angeordnet. Diese beiden Stabilisierungsvorrichtungen sind in derLage, das System in seiner Winkellage in bezu.g auf zwei Kippachsen zu erhalten, d. h. also jede Kippebene im System in ihrer eigenen Lage zu erhalten. Dagegen verhindern die Systeme nicht Drehungen um die dritte Raumachse. Hierzu dient, wie eingangs erwähnt, der kräftefreie Azimutkreisel, dessen Präzessionsachse in der Ebene oder parallel zu der Ebene der beiden anderen Raumachsen liegt.
  • Bei dem später beschriebenen Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist die beschleunigungsempfindliche Masse mit dem einen der beiden die Kontaktvorrichtung steuernden Kreisel elektromechanisch gekuppelt. Es kann an Stelle der elektromechanischen Kupplung auch eine rein mechanische Kupplung treten. Die elektromechanische wird bevorzugt, weil dadurch Vorteile ermöglicht werden, die mit dem Erfindungsgegenstand an sich nichts zu tun haben.
  • Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung nach der Erfindung zur Stabilisierung eines Systems um eine waagerechte Raumachse in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Abb. i zeigt die Vorrichtung in Seitenansicht, wobei einzelne Teile der Deutlichkeit halber geschnitten sind.
  • Abb. 2 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie II-II der Abb. i.
  • In Abb. i wird das zu stabilisierende System i durch einen Balken dargestellt, der um eine Achse 2 drehbar ist. Auf der Achse 2 sitzt ein Schneckenradsegment 3, das durch die Schnecke 4. in Umdrehung versetzt werden kann. Die Schnecke .a. wird von einem nicht dargestellten, als Nachdrehmotor zu bezeichnenden Elektromotor in Umdrehung versetzt.
  • Im System i ist ein kräftefreier Kreisel mit bei waagerechter Lage des Systems lotrechter Präzessionsachse 6 angeordnet. Dieser Kreisel steuert mittels einer Kontaktvorrichtung, deren Steuerarm auf der Präzessionsachse 6 sitzt, den Nachdrehrnotor, der die Schnecke 4 treibt.
  • Am System i ist ein Pendel 7 um eine Welle 8 drehbar gelagert. Auf die Welle 8 wirkt eine nach Art eines Elektromotors ausgebildete Vorrichtung 9, welche das Pendel stets in der zu dem System i senkrechten Lage zu erhalten sucht. Mit dem Pendel ist ein Kontakt io verbunden, der zusammen. mit am System festen Kontaktsegmenten ii die RückfÜhrvorrichtung 9 schaltet.
  • Im System sind ferner zwei Kreisel i- und 13 gelagert. Diese Kreisel sind kardanisch aufgehängt, haben also alle Freiheitsgrade. Sie haben gleichen Impuls, aber in bezug auf die Aufhängung verschiedene Schwerpunktslage. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Kreisel 12 im Schwerpunkt unteratützt, also kräftefrei, während der Kreisel 13 durch eine am Kardanring 14 angebrachte Masse 15 ein sogenannter schwerer Kreisel ist. Auf den lotrechten Präzessionsachsen 16 und 17 der Kreisel sitzen ein Kontaktarm 18 und eine mit Kontaktsegmenten versehene Platte i9 aus Isoliermaterial. Die Platte i9 und der Arm 18 stellen also eine Kontaktvorrichtung dar, die sich je nach der Winkellage der Kreisel im einen oder anderen Sinne einschaltet bzw. ausschaltet. Sie steuert den Stromkreis einer auf der Präzessionsachse 6 des Kreisels 5 sitzenden Drehvorrichtung, z. B. einer sogenannten Deprezspule 2o.
  • Gemäß Abb. 2 sitzen auf den waagerechten Präzessions- oder Empfindlichkeitsachsen 21 und 22 der Kreisel 12 und 13 Deprezspulen 23 und 24., die als Rückdrehvorrichtungen wirken und von dem einen der Kreisel 12, 13 mittels einer nicht dargestellten, auf der Achse 16 oder 17 angeordneten Kontaktvorrichtung eingeschaltet werden, sobald der Präzessionsausschlag dieses Kreisels gegenüber dem Rahmen. i ein bestimmtes Maß erreicht. Die Spulen 23 und 241 sollen übermäßige Präzessionsausschläge verhüten.
  • Auf der Empfindlichkeitsachse 21 des kräftefreien Kreisels 12 sitzt eine weitere Deprezspule 25, durch welche der Strom der Rückführvorrichtung g für das Pendel 7 hindurchgeführt wird. Diese Spule dient ihrerseits dazu, die wahrem Beschleunigungen, die auf das Pendel 7 wirken, auf den Kreisel 12 zu übertragen, damit er unter der Einwirkung dieser Beschleunigungen in gleichem Maße präzediert wie der Kreisel 13. Andererseits dient die Spule 25 dazu, die Drücke auf das Pendel?, die sich bei Lagenänderungen des Systems i um seine Achse -2 ergeben und die man als scheinbare Beschleunigungen bezeichnen kann, auf den Kreisel 12 zu übertragen. Diese scheinbaren Beschleunigungen wirken nicht auf den Kreisel 13. Es präzediert also unter ihrerWirküng nur der Kreisel 12, so daß bei Lagenänderungen des Systems der Kontaktarm i8 relativ zur Kontaktscheibe ig wandert.
  • Endlich sind auf den Präzessionsachsen 16 und 17 der Kreisel 12 und 13 Deprezspulen 26 und 27 angeordnet, die zum Ausgleich der Einwirkung der Erddrehung auf die Kreisel 12 und 13 dienen und wiederum von einem der Kreisel 12 oder 13 geschaltet werden.
  • Wirkungsweise: Es soll zunächst nur die Stabilisierung um eine Achse, z. B. die auf der Zeichnung dargestellte Achse 2 des Systems, betrachtet werden. Angenommen, das System befindet sich in waagerechter Lage und bewegt sich in irgendeiner Richtung mit gleichförmiger Geschwindigkeit, so bleiben alle Teile der beschriebenen und dargestellten Vorrichtung in Ruhe.
  • Ändert sich infolge einer Beschleunigung der Bewegungszustand des Systems, so bleibt der Kreisel 5, da er ein kräftefreier Kreisel ist, unbeeinflußt, ebenso der Kreisel 12. Dagegen wirken die Beschleunigungen auf das Pendel 7 und den schweren Kreisel 13. Letzterer sucht unter der Einwirkung der Beschleunigungen um seine lotrechte Präzessionsachse 17 zu präzedieren und tut dies so lange, als die Spule 24 keinen Widerstand entgegensetzt.
  • Das Pendel 7 sucht unter dem Beschleunigungsdruck nach einer Seite auszuschwingen, schaltet dabei aber sofort die Rückführvorrichtung g ein. Der in dieser Rückführvorrichtung wirksame Strom geht auch durch die Deprezspule 25 und veranlaßt auch den Kreisel 12 zu einer Präzession um die Achse 16. Es wird nun das Gewicht der Masse 15 und die Stärke des durch die Vorrichtungen g und 25 fließenden Stromes so abgeglichen, daß die Präzessionen der Kreisel 12 und 13 unter der Einwirkung der Beschleunigungen gleich sind. Infolgedessen drehen sich der Kontaktarm 18 und die Kontaktscheibe ig um gleiche Winkel, so daß eine Änderung des Schaltzustandes unter dem Einfluß der .Beschleunigungen nicht stattfindet.
  • Erfährt das System i eine Neigungsänderung, so sucht das Pendel? umzukippen. Hieran wird es wiederum gehindert durch die Rückführvorrichtung g. Diese erhält das Pendel dauernd in senkrechter Lage zum System i, d. h. sie übt so lange eire Drehmoment auf das Pendel aus und bleibt so lange eingeschaltet, als das System i nicht waagerecht liegt. Infolgedessen fließt während dieser Zeit auch ein Strom durch die Deprezspule 25 und veranlaßt den Kreisel 12 zu einer Präzession. Der Kreisel 13 führt keine entsprechende Präzession aus, da er alle Freiheitsgrade besitzt und Lagenänderungen des Systems ihn nicht beeinflussen. Der Kontaktarm 18 macht also eine Winkeldrehung relativ zur Scheibe ig und schaltet die Deprezspule 2o des Kreisels 5 ein. Dieser Kreisel präzediert und schaltet den auf die Schnecke 4 wirkenden Nachdrehmotor ein.
  • Der Kreisel 5 allein würde nicht imstande sein, das System dauernd waagerecht zu erhalten, da ein Kreisel mit einem Freiheitsgrad zwar auf Lagenänderungen anspricht, selbst aber kein L.agenbewußtsein besitzt und infolge der Präzessionswiderstände seine Empfindlichkeit gegen Lagenänderungen begrenzt ist.
  • Die Spulen 23, 24 treten erst in Tätigkeit, wenn die Präzessionsausschläge der Kreisel 12 und 13 ein bestimmtes Maß übersteigen. Hierdurch soll verhütet werden, daß einseitige, zu große Präzessionsausschläge entstehen, die die Vorrichtung unempfindlich machen.
  • Zur Stabilisierung um die zweite horizontale Raumachse dient eine der beschriebenen genau gleiche und genau gleichwirkende Vorrichtung. Es liegt auf der Hand, daß diese beiden Vorrichtungen das System in seiner Horizontalebene erhalten.
  • Die Drehungen in der Systemebene verhindert zusammen mit einer dritten Nachdrehvorrichtung, die auf die dritte Raumachse wirkt, ein dem Kreisel s gleicher Kreisel (Azimutkreisel), dessen durch seinen Schwerpunkt gehende Präzessionsachse in der Ebene der beiden Raumachsen oder parallel zu dieser Ebene liegt. Dieser Kreisel steuert eine dritte Nachdrehvorrichtung und kann genau wie der Kreisel 5 als Vorstabilisator geschaltet sein, während die feine Stabilisierung über ihn durch eines der Pendel 7 erfolgt, dessen Kontaktvorrichtung 18, ig auch eine Deprezspule auf der Präzessions,achse dieses Azimutkreisels steuert.

Claims (6)

  1. PATENTAINTSPRÜCI-IE i. Vorrichtung zum selbsttätigen Erhalten eines bewegten Systems in bestimmter Winkellage zum Schwerefeld unabhängig vom Gesamtbeschleunigungsfeld mit Hilfe von Kreiseln, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem in bezug auf eine waagerechte Raumachse zu richtenden System (i) zwei Kreisel (12, 13) mit allen Freiheitsgraden, aber verschiedener Schwerpunktslage in bezug auf die Aufhängung und eine in der Bezugsrichtung frei bewegbare, auf Beschleunigungen ansprechende Masse (7) mit einer Vorrichtung (g) zu ihrer Rückführung in die Ruhelage angeordnet sind, wobei die rückführende Kraft gleichzeitig ein Drehmoment auf die mit der Achse des Schweremoments zusammenfallende Präzessionsachse (21) des einen Kreisels (12) ausübt, welches auf die Differenz der auf die Kreisel wirkenden Beschleunigungsmomente abgestimmt ist, und wobei auf die zur Achse des Schweremoments senkrechten Präzessionsachsen (16, 17) die Hälften einer Kontaktvorrichtung (18, i9) aufgesetzt sind, die eine Rückdrehvorrichtung (2, 4.) am System steuert.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das System durch einen Kreisel (5) mit einem Präzessionsfreiheitsgrad vorstabilisiert ist, der die .Rückdrehvorrichtung (2, q.) schaltet und auf dessen Präzessionsachse (6) eine von der Kontaktvorrichtung (18, i9) des Kreiselpaares (12, 13) geschaltete Vorrichtung (2o) wirkt, die Drehmomente auf die Präzessionsachse (6) des Einzelkreisels ausübt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als beschleunigungsempfindliche Masse ein Pendel (7) dient, das durch an sich bekannte Verbindung mit einer Kontaktvorrichtung (io, ii) die Rückführvorrichtung (g) steuert. q..
  4. Vorrichtung pach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch Rückdrehvorrichtungen (23, 2q.) auf den mit der Achse des Schweremoments zusammenfallenden Präzessionsachsen (21, 22) der beiden paarweise angeordneten Kreisel, die bei bestimmten Präzessionsausschlägen eines der Kreisel (12, 13) gegenüber dem Rahmen (i) eingeschaltet werden.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die Erddrehung kompensierende Rückdrehvorrichtungen (26, 27) auf den zur Achse des Schweremoments senkrechten Präzessionsachsen (16, 17) der beiden paarweise angeordneten Kreisel (12, 13) angebracht sind, die von dein Kreisel (12) gesteuert werden.
  6. 6. Vorrichtung zum selbsttätigen Erhalten eines bewegten Systems in bestimmter Winkellage zum Schwerefeld unabhängig vom Gesamtbeschleuni,gungsfeld mit Hilfe von Kreiseln, gekennzeichnet durch zwei nach aufeinander senkrechten, waagerechten Koordinaten angeordnete Vorrichtungen nach Anspruch i bis 5 und einen um eine Präzessionsachse parallel zur Ebene dieser Koordinaten schwingenden kräftefreien Azimutkreisel, der eine dritte Rückdrehvorrichtung steuert und unter dem Einfluß einer Drehmomente um seine Präzessionsachse ausübenden, von der einen Kontaktvorrichtung (18, i9) gesteuerten Drehvorrichtung steht.
DEM104096D 1928-03-25 1928-03-25 Vorrichtung zum selbsttaetigen Erhalten eines bewegten Systems in bestimmter Winkellage zum Schwerefeld unabhaengig vom Gesamtbeschleunigungsfeld mit Hilfe von Kreiseln Expired DE586193C (de)

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