DE574782C - Kupplung fuer Bremsdruckmittelleitungen von hydraulischen Bremseinrichtungen fuer Kraftwagenzuege - Google Patents
Kupplung fuer Bremsdruckmittelleitungen von hydraulischen Bremseinrichtungen fuer KraftwagenzuegeInfo
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- DE574782C DE574782C DET41045D DET0041045D DE574782C DE 574782 C DE574782 C DE 574782C DE T41045 D DET41045 D DE T41045D DE T0041045 D DET0041045 D DE T0041045D DE 574782 C DE574782 C DE 574782C
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kupplung für Bremsdruckmittelleitungen von hydraulischen
Bremseinrichtungen für Kraftwagenzüge, insbesondere Sattelschlepper, bei der die Bremse
vom Sattelschlepper aus angezogen wird. Der Vorteil solcher Kraftwagenzüge ist bekanntlich
der, Zug- und Anhängerwagen schnell und leicht miteinander zu verbinden bzw. zu trennen, um einen möglichst wirtschaftlichen
Fahrbetrieb zu erwirken. Hierbei vollzieht sich diese Verbindung von Zugwagen und Anhänger
meist selbsttätig, indem am Sattel beider Fahrzeuge Kupplungsteile in geeigneter
Weise ineinandergreifen, wenn der Zugwagen unter den Anhänger fährt, der bis dahin durch
ein Stützrad hochgehalten wird. Das Lösen der Verbindung, also das Entkuppeln, erfolgt
dann meist durch ein vom Führersitz des Zugwagens aus bedientes Seil oder in beliebig
anderer Weise.
Bei solchen Kraftwägenzügen ergibt sich nun die Notwendigkeit, daß zusammen mit
der Kupplung beider Fahrzeuge auch die Verbindung in der vom Zugwagen aus bewegten
as Bedienungsvorrichtung der Anhängerbremse
hergestellt wird. Bei den bekannten Anordnungen ist diese Bedienung meist ebenso zeitraubend
wie umständlich und auch unsicher. Die Folge solcher umständlichen Verbindungen in der Bremsbedtenungsvorrichtung ist
dann häufig ein Versagen der Bremse, meist weil der Umständlichkeit wegen die Verbindung
beim Kuppeln des Kraftwagenzuges einfach unterbleibt.
Besonders schwierig gestaltet sich eine solche Verbindung bei einer hydraulisch bewegten
Bremse, weil ja hier zwischen den beiden Fahrzeugen eine Flüssigkeitsübertragung
aufrechterhalten werden muß. Eine weitere Forderung ist die, daß die Kupplungseinrichtung
derart beschaffen sein muß, daß ein beliebiges Schwenken beider Fahrzeuge ''
um die Kupplung als Achse möglich ist, um ein enges Wenden und Kurvenfahren des Kraftwagenzuges vornehmen zu können. Diese
Forderung darf natürlich die Übertragung der Bremsbedienung nicht im geringsten behindern,
eine Bedingung, die kaum von einer der bekannten Lösungen erfüllt wird.
Solche bekannten Lösungen bestehen beispielsweise darin, daß die Flüssigkeitsleitung
durch den Drehzapfen geführt ist, wobei jedoch die Leitung durch einen biegsamen
Schlauch an diejenige des Zugwagens angeschlossen sein muß, um ein Schwenken der
beiden Fahrzeuge zueinander in möglichst großem Umfang zuzulassen. Durch dieses
Schwenken werden die Schläuche starken
Verdrehungsbeanspruchungen ausgesetzt, wodurch naturgemäß der Schlauch leiden und
mit der Zeit undicht werden muß. Schon deshalb haben sich Schlauchverbindungen an dieser
Stelle nicht bewährt. Es ist ebenso bekannt, die biegsamen Schläuche durch zwei am Ende der Leitung angebrachte Zylinder
miteinander zu verbinden. Jeder Zylinder ist durch einen verschiebbaren Kolben abge-IQ
schlossen. Bei der Verbindung der Zylinder werden deren Kolben durch eine Anschlagverbindung
zum Zweck der Kraftübertragung ebenfalls miteinander verbunden.
Der größte Nachteil solcher Verbindung besteht jedoch darin, daß beim Kuppeln und
Entkuppeln der beiden Fahrzeuge auch die Flüssigkeitsleitung mit verbunden oder gelöst
werden muß.
Alle diese Nachteile werden bei dem Erfindungsgegenstand auf einfachste und
sicherste Weise vermieden, wie nachstehend beschrieben ist.
Abb. ι zeigt schematisch die Anordnung des Erfindungsgegenstandes im Kraftwagenzug,
Abb. 2 die besonderen Merkmale der Erfindung bei der bekannten Übertragung der
hydraulischen Kräfte innerhalb der die Verbindung von Zugwagen und Anhänger bewerkstelligenden
Kupplungseinrichtung durch die Leitungen abschließende Kolben und die Einschaltung eines Spieles zwischen den beiden
in der Achse des Drehzapfens angeordneten Kolben.
In Abb. ι ist α der Zugwagen und b der
Anhänger, die beide bei c drehbar um die Achse d gekuppelt sind, e ist das schon angeführte
Stützrad, das außerhalb der Verbindung beider Fahrzeuge den Anhänger hochhält.
Im Zugwagen α befindet sich der Druckzylinder /, dessen Kolben g vom Fußhebel h
bewegt wird. Im Anhänger & andererseits ist der Bremszylinder! angeordnet,'dessen Kolben
k auf den die Bremsbacken spreizenden Hebel I einwirkt.
In Abb. 2 ist vergrößert die eigentliche Kupplung für die Druckmittelleitung dargestellt,
die in an sich bekannter Weise aus zwei Zylindern m und η besteht, in denen sich KoI-ben
0 und ρ befinden, die das Ende der an die Zylinder angeschlossenen Leitungen abschließen
und in bekannter Weise den Druck von der einen Leitung auf die andere übertragen.
Der Kolben ο endet in eine Stange r, die bei Aufwärtsbewegung mit dem Kolben p
in Berührung kommt. Der Kolben 0 wird durch die Feder s, der Kolben p durch die
.Feder ί in der Anfangsstellung gehalten, wobei ein Anschlag u die Bewegung des KoI-bens
ρ in dieser Stellung begrenzt.
Im Zugwagen α verbindet die Rohrleitung ν
den Druckzylinder / mit dem Zylinder n, im Anhänger b die Rohrleitung ze/ den Bremszylinder
i mit dem anderen Zylinder m. Für die Entlüftung der hydraulischen Bremsleitung
dient im Zugwagen α das Ventil x, im Anhänger b das Ventil y.
Zwischen dem unteren und oberen Kupplungskolben r und p befindet sich ein Zwischenraum
z, so daß beim Kuppeln der beiden Fahrzeuge- keine Beschädigung der Kolben
entstehen kann.
Die Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes ist folgende:
Wird der Fußhebel h in Pfeilrichtung bewegt, so wird durch den Kolben g die Flüssigkeit
aus dem Zylinder / durch die Rohrleitung ν in den Zylinder η verdrängt. Dieser
Vorgang bewirkt ein Anheben des Kolbens 0 bis zur Berührung der Kolbenstanger mit
dem Kolben p, worauf auch dieser weiterbewegt wird, wie das die Pfeile andeuten. Dies
hat wieder ein Verdrängen der Flüssigkeit aus dem Zylinder m durch die Leitung w im
Zylinder ι zur Folge, wodurch der Kolben k
den Bremshebel I so weit bewegt, bis die Bremsbacken an der Bremstrommel anliegen.
Hierauf wird bei Weiterbewegung des Fußhebels h die Flüssigkeit unter Druck gesetzt
und die Anhängerbremse zur Wirkung gebracht.
Beim Kuppeln der beiden Fahrzeuge ist keinerlei Verbindung' irgendwelcher Glieder
der Bremseinrichtung erforderlich (vgl. Abb. 2). Vielmehr erfolgt diese Verbindung
durch Üibereinanderzustehenkommen der beiden Zylinder m und η sicher von selbst und
die Anhängerbremse befindet sich in ständiger Bereitschaft, nachdem zuvor das Bremsleitungsnetz
in beiden Fahrzeugen ordnungsgemäß mit Flüssigkeit gefüllt und entlüftet ist.
Diese Bereitschaft ist unabhängig infolge der bekannten Anordnung der Bremsleitung
im Drehzapfen, so daß auch bei noch so enger Kurvenfahrt die Bremse immer sicher wirkt,
weil sich die Achsen der Zylinder m und η
mit derjenigen Achse decken, um die die Fahrzeuge schwenken. Somit ermöglicht der
Erfindungsgegenstand auf einfache Weise unter allen Umständen bei selbsttätiger Kupplung
der Leitungen eine sichere Übertragung der Bremskraft zwischen den einzelnen Fahrzeugen
von Kraftzügen.
Claims (1)
- "5 Patentanspruch:Kupplung für Bremsdruckmittelleitungen von hydraulischen Bremseinrichtungen für Kraftwagenzüge, insbesondere iao Sattelschlepper, mit zwischen Zug- und Anhängerwagen angeordneten, durch ver-schiebbare Kolben abgeschlossenen Zylindern, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des unmittelbar mit dem Zugwagen verbundenen· Zylinders (n) und des mit dem 'Anhängerwagen verbundenen Zylinders (ni) in der Achse des beide Fahrzeuge miteinander verbindenden Drehzapfens angeordnet sind, und daß zwischen den verschiebbaren. Kolben (p und o, r) ein Zwischenraum {z) eingeschaltet ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DET41045D DE574782C (de) | 1932-07-12 | 1932-07-12 | Kupplung fuer Bremsdruckmittelleitungen von hydraulischen Bremseinrichtungen fuer Kraftwagenzuege |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DET41045D DE574782C (de) | 1932-07-12 | 1932-07-12 | Kupplung fuer Bremsdruckmittelleitungen von hydraulischen Bremseinrichtungen fuer Kraftwagenzuege |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE574782C true DE574782C (de) | 1933-04-20 |
Family
ID=7560939
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DET41045D Expired DE574782C (de) | 1932-07-12 | 1932-07-12 | Kupplung fuer Bremsdruckmittelleitungen von hydraulischen Bremseinrichtungen fuer Kraftwagenzuege |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE574782C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE762151C (de) * | 1942-02-10 | 1953-03-02 | Teves Kg Alfred | Druckmittelbremsvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge mit mehreren Bremsengruppen bzw. fuer Kraftwagenzuege |
-
1932
- 1932-07-12 DE DET41045D patent/DE574782C/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE762151C (de) * | 1942-02-10 | 1953-03-02 | Teves Kg Alfred | Druckmittelbremsvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge mit mehreren Bremsengruppen bzw. fuer Kraftwagenzuege |
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