[go: up one dir, main page]

DE562185C - Verfahren zur Einfuehrung des Windes in Hochoefen - Google Patents

Verfahren zur Einfuehrung des Windes in Hochoefen

Info

Publication number
DE562185C
DE562185C DEN26856D DEN0026856D DE562185C DE 562185 C DE562185 C DE 562185C DE N26856 D DEN26856 D DE N26856D DE N0026856 D DEN0026856 D DE N0026856D DE 562185 C DE562185 C DE 562185C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxygen
wind
pressure
air
introducing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN26856D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEN26856D priority Critical patent/DE562185C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE562185C publication Critical patent/DE562185C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zur Einführung des Windes in Hochöfen Bekanntlich ist es zweckmäßig, den -Wind für Hochöfen mit Sauerstoff anzureichern; hierzu hat man auch schon auf elektrolytischem Wege erzeugten Sauerstoff verwendet. Bisher war es nötig, dieses Sauerstoff-Luft-Gemisch mittels umfangreicher Gebläse-oder Kompressoranlagen auf den erforderlichen Betriebsdruck zu bringen.
  • Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, die Anreicherung der Betriebsluft in einer solchen Weise zu bewirken, daß gleichzeitig Vorteile bezüglich der Gewinnung des erforderlichen Betriebsdrucks erreicht werden.
  • Mach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Ofenwind unter Fortfall der üblichen Gebläse, beispielsweise vermittels injektorartig wirkender Düsen durch Entspannung druckelektrolytisch erzeugten Sauerstoffes angesaugt und gleichzeitig auf den erforderlichen Betriebsdruck gebracht wird.
  • Die Möglichkeit, so zu verfahren, beruht auf der Erkenntnis, daß bei der Gewinnung von Sauerstoff mittels Elektrolyse durch Zersetzung von Wasser das Gas im Zersetzergefäß selbst ohne jede Mehrkosten unter sehr hohem Druck erzeugt werden kann. Dieser Drucksauerstoff wird gemäß der Erfindung zu Hochöfen oder anderen hüttenmännischen Betrieben geleitet und kann hier in beliebiger Weise in solchem Verhältnis mit der für diese Betriebe notwendigen Luft gemischt werden, daß dieses Gasgemisch im ganzen den für den Betrieb notwendigen Druck besitzt.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verfährt man derart, daß der elektrolytisch verdichtete Sauerstoff in mehreren hintereinandergeschalteten Düsen entspannt wird und beim Lrbergang von einer zur folgenden Düse Außenluft mitreißt.
  • An sich ist die Anwendung von hintereinandergeschalteten Injektordüsen beiWinderhitzern als vorteilhaft bekannt. Aber abgesehen von der allgemeinen verbessernden Wirkung einer derartigen Düsenunterteilung, indem nämlich eine erhebliche Verbesserung des Wirkungsgrades erzielt wird, bietet diese Anordnung noch eine für die Hauptregel des erfindungsgemäßen Verfahrens ganz besonders wichtige und maßgeblich fortschrittliche Wirkung, nämlich die Ermöglichung einer besseren Verteilung. Eine solche besonders gute Verteilung ist aber gerade beim Hochofenbetrieb mit Sauerstoffanreicherung und in ganz besonderem Ausmaß bei der Verfahrensweise gemäß der Erfindung von ganz besonderer Wichtigkeit. Es handelt sich nicht nur darum, den Betriebsdruck, sondern auch das Mischungsverhältnis, also zwei verschiedene Faktoren, im Betrieb stets aufrechtzuerhalten und gegeneinander auszugleichen. Auch muß die Möglichkeit im Auge behalten werden, das Mischungsverhältnis zwischen Sauerstoff und Luft der jeweiligen Leistung (Durchsatz) sowie dem Möller anzupassen. Es ist also für die Verfahrensweise nach der Erfindung-mehr als bei jeder anderen Verfahrensweise notwendig, eine möglichst weitgehende anpassungsfähige und feinstufige Regelung zur Verfügung zu haben.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung bedingt unter Umständen eine merkliche Abkühlung der Luft. Eine weitere Verbesserung und Erweiterung des Erfindungsgedankens kann nun dadurch erreicht werden, daß dem Sauerstoff oder dem Sauerstoff-Luft-Gemisch vor oder während der Entspannung Wärme zugeführt wird, um die durch das neue Verfahren eintretenden Verluste wieder auszugleichen.
  • Die Gestehungskosten des nach dem neuen Verfahren erzeugten Windes sind besonders gering; denn zur Erzeugung -des elektrolytischen Drucksauerstoffs kann die Überschußenergie von Kraftwerken, die gegebenenfalls auch mit Gichtgas betrieben werden, benutzt werden. Diese Cberschußenergie ist nicht mit den Verzinsungskosten der elektrischen Kraftanlage zu belasten, hat also einen außerordentlich niedrigen Preis.
  • Dieser Sauerstoff und seine Druckenergie ist auch, selbst wenn der elektrische überschußstrom zur Zeit der Belastungsspitzen des elektrischen Kraftwerkes in ungenügender Menge zur Verfügung stehen sollte, für den Dauerbetrieb der Hochöfen und anderer hüttenmännischer Verfahren deswegen verwendbar, weil der zu Zeiten geringer Kraftwerksbelastung unter hohem Druck gewonnene Sauerstoff in genügender Menge und sehr einfach speicherbar ist. Hierzu können beispielsweise die zwischen den Zersetzern und der Verbrauchsstelle liegenden Fernleitungen unmittelbar dienen.
  • Ein besonderer Vorteil des neuen Verfahrens besteht darin, daß der Hochofenwind durch den Sauerstoff, durch welchen er auf Betriebsdruck gebracht wird, zugleich um etwa 8 bis fo°la oder beliebig mehr mit Sauerstoff angereichert wird. Auf diese Weise wird eine größere Durchsatzgeschwindigkeit, also eine erhebliche Steigerung der Leistungsfähigkeit herbeigeführt, ohne daß die bestehenden Anlagen irgendwie verändert zu werden brauchen. Durch die höhere Temperatur, die mit dem durch Sauerstoff angereicherten Wind erzielbar ist, und infolge der Verringerung der nutzlos mitgeschleppten Stickstoffmenge tritt eine wesentliche Koksersparnis ein.
  • Auf der Zeichnung sind rein schematisch als Beispiele drei Möglichkeiten des Ausführungsfalles der Erfindung dargestellt, nach welchen die Druckenergie des Sauerstoffs mittels Düsen auf die als Hochofenwind dienende Luft übertragen wird.
  • Im Fall i strömt der Sauerstoff, der elektrolytischen Druckzersetzern a oder Sammelgefäßen beliebiger Art entnommen werden kann, durch eine injektorartige Düse b mit zweckmäßig regelbarer Mündung. Der Sauerstoffstrahl, der an der Mündung dieser Düse eine hohe Geschwindigkeit und seinem Erzeugungsdruck gegenüber entsprechend erniedrigten Druck hat, strömt in eine zweite Düse c über. Durch einen zwischen beiden Düsen vorgesehenen Ringspalt d saugt der aus der Düse b austretende Sauerstoffstrahl Außenluft an und reißt sie mit, wobei sich die Druckenergie des Sauerstoffs an der Spaltstelle d und in der Düse c derart auf die Luft überträgt, daß das Luft-Sauerstoff-Gemisch in der sich an die Düse anschließenden Leitung e den für den Hochofenbetrieb erwünschten Überdruck besitzt. Der Wind kann in üblicher Weise durch Erhitzer geleitet werden, bevor er dem Hochofen f zuströmt.
  • Im Falle 2 erfolgt die Entspannung des elektrolytisch hochverdichteten Sauerstoffs in mehreren hintereinandergeschalteten Düsen b1, b2 usw. Beim Übergang von der ersten Düse b1 zur zweiten Düse b, wird aus dem alle Düsen umgebenden Raum g Luft bei dl mitgerissen und verdichtet. Dieses Gemisch wird in der zweiten größeren Düse b. weiter entspannt und reißt beim Übergang d2 zur dritten Düse b, erneut Luft mit usw., derart, daß das Gemisch am Ende dieser Vorrichtung den für den Hochofenbetrieb gewünschten Druck besitzt. Der Wirkungsgrad dieser Vorrichtung ist besser als der nach Fall i.
  • Eine weitere Verbesserung des Wirkungsgrades tritt ein, wenn nach Fall 3 der Sauerstoff entweder vor oder auch während seiner Entspannung zusammen mit der bis dahin mitgerissenen Luft erwärmt wird, um die bei der Entspannung auftretende Temperaturerniedrigung auszugleichen. Gemäß Fall 3 reißt der elektrolytisch verdichtete Sauerstoff zwischen den Düsen b1 und b? bei d1 Außenluft an. Das Gemisch strömt in diesem Falle jedoch, bevor eine weitere Entspannung in den Düsen b3, b4 USW- mit entsprechend fortgesetzter Ansaugung von Außenluft stattfindet, in einen Behälter k, in dem dieses Gemisch in beliebiger Weise erwärmt wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Einführen des Windes in Hochöfen, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofenwind unter Fortfall der üblichen Gebläse beispielsweise vermittels injektorartig wirkender Düsen durch Entspannung druckelektrolytisch erzeugten Sauerstoffes angesaugt und gleichzeitig , auf den erforderlichen Betriebsdruck gebracht wird. -
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrolytisch verdichtete Sauerstoff in mehreren hintereinandergeschalteten Düsen entspannt wird und beim Übergang von einer zur folgenden Düse Außenluft mitreißt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch a,. dadurch gekennzeichnet, daß dem Sauerstoff oder dem Sauerstoff-Luft-Gemisch vor oder während der Entspannung Wärme zugeführt wird.
DEN26856D 1927-01-23 1927-01-23 Verfahren zur Einfuehrung des Windes in Hochoefen Expired DE562185C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEN26856D DE562185C (de) 1927-01-23 1927-01-23 Verfahren zur Einfuehrung des Windes in Hochoefen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEN26856D DE562185C (de) 1927-01-23 1927-01-23 Verfahren zur Einfuehrung des Windes in Hochoefen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE562185C true DE562185C (de) 1932-10-22

Family

ID=7343992

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN26856D Expired DE562185C (de) 1927-01-23 1927-01-23 Verfahren zur Einfuehrung des Windes in Hochoefen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE562185C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2164795B2 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von Verdichtungsenergie bei einer Luftzerlegungsanlage
DE4210544A1 (de) Gasturbinenanlage
DE562185C (de) Verfahren zur Einfuehrung des Windes in Hochoefen
DE685576C (de) Verfahren zum Herstellen von Metallpulver aus fluessigem Metall
DE411637C (de) Verfahren zur Durchfuehrung von Reaktionen und Mischungen von Gasen
DE3035844A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur gewinnung von sauerstoff mittlerer reinheit
DE1054431B (de) Verfahren und Einrichtung zur Ausfuehrung der katalytischen SO-Oxydation
WO2002038927A1 (de) Verfahren zum betreiben einer gasturbinenanlage sowie eine dementsprechende anlage
AT387977B (de) Verfahren zur gewinnung eines ausgasendem brenngases und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE3048433A1 (de) Fluessigwasserstoffgewinnung durch elektrolyse
DE711234C (de) Verfahren zum Betrieb einer mit einer Mahlanlage verbundenen Kohlenstaubdruckfeuerung
DE738239C (de) Rueckstossantriebsvorrichtung
DE583913C (de) Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung eines hochwertigen Gases.
DE763318C (de) Einrichtung zur Erzeugung im wesentlichen aus Stickstoff bestehenden Ofenschutzgases
DE939154C (de) Verfahren zur Leistungserhoehung von Schachtoefen, insbesondere Hochoefen
DE851571C (de) Mit einem Druckvergaser zusammenarbeitende Gasturbinenanlage
DE808011C (de) Verfahren zur Verbesserung des Arbeitsprozesses in Waermekraftmaschinen
DE739738C (de) Verfahren zur stetigen Erzeugung von Wassergas
DE2166408A1 (de) Verfahren zum herstellen eines reduktionsgases
DE1667606A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung schwefeltrioxydhaltiger Gase
DE753786C (de) Verfahren zum Gluehfrischen von Temperrohguss
DE654147C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Feinglaette und Mennige
AT159862B (de) Verfahren zur Erzeugung eines Druckluft-Dampf-Gemisches als Treibmittel für pneumatische Kraftübertragung.
DE264393C (de)
DE3228092A1 (de) Einrichtung zum inertisieren von erdgas