DE551645C - Im Abwaelzverfahren hergestellte Hyperboloidraeder - Google Patents
Im Abwaelzverfahren hergestellte HyperboloidraederInfo
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- DE551645C DE551645C DEG67559D DEG0067559D DE551645C DE 551645 C DE551645 C DE 551645C DE G67559 D DEG67559 D DE G67559D DE G0067559 D DEG0067559 D DE G0067559D DE 551645 C DE551645 C DE 551645C
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23F—MAKING GEARS OR TOOTHED RACKS
- B23F5/00—Making straight gear teeth involving moving a tool relatively to a workpiece with a rolling-off or an enveloping motion with respect to the gear teeth to be made
- B23F5/12—Making straight gear teeth involving moving a tool relatively to a workpiece with a rolling-off or an enveloping motion with respect to the gear teeth to be made by planing or slotting
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Description
Die Erfindung betrifft im Abwälzverfahren hergestellte Hyperboloidräder.
Der Erfindung gemäß sind die Zahnflanken der Räder durch Abwälzen auf einem
schraubenförmigen Grundelement erzeugt, und zwar sind die Zahnflanken des Grundelementes
so beschaffen, daß bei konstantem Profil der Zahnflanken das Profil über den Zahnverlauf
eine konstante Neigung zur Grundelementachse hat, d. h. also, daß die Zahnflanken
in Längsrichtung nicht verwunden sind. Ein derartiges schraubenförmiges Grundelement
entspricht der Zahnstange für die Hexstellung von Stirnrädern und dem Planrad
für die Herstellung von Kegelrädern und ermöglicht die Herstellung theoretisch genauer
Hyperboloidräder nach dem Abwälzverfahren. Durch die besondere Zahnform des Grundelementes
wird die Herstellung mit verhältnismäßig einfachen Maschinen ermöglicht. Solche Grundelementzähne können nämlich
durch einen einfachen Hobelstahl oder mit den in der Zahnradtechnik üblichen sonstigen
Werkzeugen dargestellt werden, ohne daß dem Werkzeug besondere zusätzliche Bewegungen
zu erteilen sind. Bei in Längsrichtung verwundenen Zahnflanken müßte ζ. Β. bei
Anwendung eines Hobelstahles dem Stahl außer der Hinundherbewegung in Zahnlängsrichtung
noch eine zusätzliche Kippbewegung um die Längsachse des Zahnes erteilt werden.
Selbstverständlich ist für die Herstellung von Hyperboloidrädern gemäß Erfindung
nicht Bedingung, daß die Zahnflanken des schraubenförmigen Grundelementes ein konstantes
Profil erhalten. Die Zähne können auch nach der Radmitte an Zahnhöhe abnehmen.
Bei solchen Grundelementzähnen bleibt das Profil nicht konstant, aber auch bei ihnen wird eine Verwindung der Zahnflanken
in Längsrichtung vermieden.
Die Zeichnungen zeigen die theoretische Grundlage für Hyperboloidräder gemäß Erfindung
sowie eine Maschine zur Herstellung dieser Räder.
Abb. ι und 2 zeigen ein Hyperboloidradpaar von der Seite bzw. von oben gesehen.
Abb. 3 und 4 zeigen Seitenansicht und Draufsicht auf das gemäß Erfindung verwendete
schraubenförmige Segment zum Abwälzen der Radwerkstücke.
Abb. 5 stellt eine Seitenansicht zweier einander zugehöriger Segmente dar.
Abb. 6 und y veranschaulichen schematisch
Seitenansicht und Draufsicht der Teükörper eines Hyperboloidradpaares, deren Achsen
sich unter einem spitzen Winkel kreuzen.
Abb. 8 und 9 veranschaulichen in Seitenansicht und Draufsicht das Zusammenarbeiten
eines Rades mit dem schraubenförmigen Segment.
Abb. 10 stellt schematisch eine Ausführungsform dar, die mit Rücksicht auf die
praktische Herstellung der Räder besonders zweckmäßig ist.
Abb. 11 zeigt eine Draufsicht auf ein Hyperboloidradpaar mit in Längsrichtung gekrümmten.
Zähnen.
Abb. 12 zeigt einen Schnitt durch ein Werkzeugpaar, das zur Herstellung der Räder gemaß
Abb. 11 dient.
Abb. 13 zeigt einen Schnitt durch zwei zur Herstellung der Räder mit in Längsrichtung
gekrümmten Zähnen verwendete Schleifscheiben.
Abb. 14 veranschaulicht, wie eine Schleifscheibe einen Zahn des zum Abwälzen dienenden
schraubenförmigen Segmentes darstellt. Abb. 15 und 16 stellen Seitenansicht und
Draufsicht auf ein Hyperboloidrad schematisch dar, die zur Bestimmung der Größe der
beiden Räder für ein bestimmtes Übersetzungsverhältnis dienen.
Abb. 17 veranschaulicht ein Verfahren zur Bestimmung der Abmessungen der beiden
Räder eines Paares, dessen Zähne außerhalb der Teilfläche in Eingriff kommen.
Abb. 18 zeigt eine Draufsicht auf ein Radpaar, dessen Zähne innerhalb der Teilfläche
in Eingriff kommen.
Abb. 19 und 20 stellen schematisch Draufsicht und Seitenansicht einer zur Ausübung
des Verfahrens gemäß Erfindung dienenden Maschine dar.
Wie schon eingangs erwähnt, entspricht das schraubenförmige Grundelement für
Hyperboloidräder der Zahnstange für Stirnräder und einem Planrad für Kegelräder.
Rein anschaulich läßt sich dieses folgendermaßen erklären:
Die Zahnstange, das Grundelement für Stirnräder, kann man sich so entstanden
denken, daß von zwei in Eingriff miteinander gedrehten Stirnrädern z. B. ein dünner Blechstreifen
hindurchgezogen wird. Dabei werden in diesen Streifen Zähne eingedrückt, so daß er nach Hindurchtreten zwischen den Rädern
das Bild einer Zahnstange hat. Läßt man nun in derselben Weise einen solchen Blechstreifen
zwischen zwei in Eingriff befindlichen Hyperboloidrädern hindurchtreten, so werden
natürlich in den Streifen ebenfalls Zähne eingedrückt. Der Streifen wird dagegen nicht,
wie bei Stirnrädern, gerade bleiben, sondern muß sich um irgendeine Achse wickeln, da
die Erzeugende für die Teükörper der beiden Räder eine Gerade ist und die Teükörper in
der Erzeugenden (Berührungslinie der beiden Teükörper) tangieren müssen. Bei Kegelrädern
würde sich der Blechstreifen um die Achse des Planrades biegen und sich so zu einem
Kreisring schließen, weü bei diesen die Berührungslinie der beiden Teilkegel in der die
Achsen der beiden Räder enthaltenen Ebene liegt. Da nun bei Hyperboloidrädern die Berührungslinie
der Teükörper nicht in einer Ebene mit den Radachsen, sondern zwischen diesen liegt, so kann sich der Blechstreifen!
nicht zu einem Kreisring schließen. Der allgemeinere Fall, bei welchem sich also der
Blechstreifen um irgendeine Achse biegt, sich aber nicht zu einem Kreisring schließt, ergibt
eine Schraubenlinie bzw. eine schraubenförmig gewundene Zahnstange.
Zwischen den Teükörpern 16 und 17 der beiden Räder 9, 10 (Abb. 1 und 2) wird also
bei der Drehung ' gewissermaßen die Teüfläche 14 der schraubenförmig gewundenen
Zahnstange hindurchgezogen. Da sich die beiden Achsen der Räder 9, 10 kreuzen, so
erfolgt bei der Drehung nicht nur ein Abrollen der beiden Räder aufeinander, sondern
auch eine Verschiebung in Längsrichtung der Zähne in bezug aufeinander. Die Drehung
der beiden Räder kann in jedem Augenblick angesehen werden als eine Drehung um die
Berührungslinie der beiden Teükörper, die Momentanachse 13, und eine Verschiebung in
Richtung derselben. Man kann sich aus diesem Grunde die Teükörper der beiden Räderg,
10 als Umdrehungshyperboloide vorstellen, die durch Drehung der Momentanachse
13 um die Achsen 11 bzw. 12 der beiden
Räder 9, 10 entstanden sind. Das Verhältnis der Drehung um die Momentanachse zur
Verschiebung in Richtung derselben hängt natürlich von der Größe der beiden Räder 9,
10 zueinander ab. Dieses Verhältnis wird sich also ändern, wenn eines der beiden Räder
vergrößert oder verkleinert wird. Die momentane Relativbewegung zwischen den beiden
Rädern ist also abhängig von dem Übersetzungsverhältnis. Es wurde nun gefunden, daß Voraussetzung für eine genaue Verzahnung
jeden beliebigen Übersetzungsverhältnisses folgende Bedingung ist: Die Gleitung zwischen dem herzustellenden Hyperboloidrad,
d. h. also zwischen dem Werkstück und dem schraubenförmigen Grundelement, muß gleich der Gleitung zwischen den beiden Rädern
sein. Wird dieser Bedingung genügt, so ist man trotz der Gleitung nicht an gerade
Zähne gebunden, sondern man kann auch
gekrümmte und beliebig zur Momentanachse geneigte Zähne verwenden (vgl. Abb. ii).
Die Gleitung in Längsrichtung der Zähne ist möglich, wenn die Zahnflanke eines Rades
in Längsrichtung die Schraubenfläche tangiert. Hierbei kann die Lage der Achse des Grundelementes theoretisch beliebig sein.
Praktisch dagegen ist die Achse der Wälzschwinge bestimmend für die Richtung der
ι ο Grundelementachse.
Aus den Abmessungen der herzustellenden Räder läßt sich die Steigung des Grundelementes
auf Grund der obengenannten Bedingung, d. h. aus der Steigung der Schrau-
'5 benbewegung um die Momentanachse, errechnen,
die eine gleiche Gleitkomponente für beide Räder ergibt.
Zur Ermittlung der Steigung s sind zuvor die Beziehungen zwischen den Zähnezahlen
der Räder, den Winkeln zwischen der Momentanachse und den Radachsen, dem Abstand
zwischen den beiden Achsen sowie den Abständen zwischen der Momentanachse und den Radachsen festzulegen. Die Winkel α'
und a" zwischen der Momentanachse 28 (Abb. 6 und 7) und den Achsen 24 bzw. 25 der
Hyperboloidräder 26 und 27 ergeben sich aus folgender Beziehung:
sm a
sin a"
sin a"
η
η"
(ι)
worin /;' und η" die Zähnezahl der
Räder des Radpaares bedeuten. Die Abstände/ und z" der Radachsen 24 und 25
von der Momentanachse sind von den Winkeln«' und a" gemäß folgender Beziehung
abhängig :
tg«'
(2)
Stehen die Achsen 24 und 25 der beiden Räder senkrecht aufeinander, so ergeben sich
folgende Beziehungen:
, ■ „
a -(-«'= 90
a" — 90 — «'
sin a" --= sin (90 — «') = cos α',
entsprechend:
tg a" — tg (90 — a!) = ctg a" =■-Damit
wird die Gleichung (1)
tg«'
sin oi n' , , ti
τ = —Ti oder tg a' = —-,
cos α η" η
aus Gleichung (2)
ζ1 tg ei
ζ1 tg ei
Ist c der Abstand zwischen den beiden Achsen 24 und 25, d.h.
z' + z" = c,
so geht die Gleichung (2a) in folgende über: ζ' = z" tg2 «'
a1 = (c~z·) tg2 α' = ctg2 a'—z' tg2 α'
.- + 2' tg2 β' = ctg2 a1
I + tg2 β' = I +
sin2 ä'
cos2 ei
cos2 α' + sin2 α τ
cos2 ei
cos2 α' + sin2 α τ
cos2 a'
z' „ , sin2 cC
! - cg a -c tos2 a·
cos2 a!
z' -.=- c sin2 ei',
entsprechend wird:
entsprechend wird:
z" = c cos2 a'.
Auf Grund obiger Beziehungen ergibt sich die Steigung s der Schraubenbewegung zwischen
den beiden Rädern um die Momentanachse 28 wie folgt:
s = 2A-'Π tg a" ----- 2ζ"Π tg ου. (3)
Stehen die Achsen 24 und 25 senkrecht aufeinander, so wird:
tga'
tga
,. (3a)
Die Form und die Lage des als Fläche gedachten SchraubengHedes 29 (Abb. 8, 9), das
die beiden Teilkörper 26,27 in der Momentanachse 28 berührt, ergibt sich folgendermaßen
:
Ist s° die Steigung des Grundelementes und z° der Abstand der Achse 30 des Grundelementes
29 von der Momentanachse 28, so wird:
s° 1= 2
2° wird negativ, wenn die Achse 30 des Schraubengliedes 29 wie bei Abb. 9 innerhalb
der Momentanachse, und positiv, wenn sie außerhalb derselben liegt. Kreuzen sich
die Achsen der beiden Räder eines Paares, wie allgemein üblich, unter dem rechten Winkel,
so geht Gleichung (4) in folgenden Ausdruck über:
2° = sin2 a°
"während Gleichung (5) unverändert bleibt.
ίο Das als Fläche gedachte Grundelement 29
(Abb. 8, 9), welches die beiden Teilkörper 26 und 27 in der Momentanachse 28 tangiert,
paßt sowohl zu dem einen als auch zu dem anderen Rad des Radpaares. Wird also eines
der Räder nach diesem Grundelement erzeugt, so paßt dieses Rad auch mit dem anderen Rad des nach diesem Grundelement
hergestellten Gliedes zusammen. Dabei müssen die auf der einen Seite des flächenartigen
Grundelementes angeordneten Zähne (nach welchen das eine Rad erzeugt wird) den auf
der anderen Seite der Fläche 29 befindlichen Zähnen (die zur Erzeugung des anderen Rades
dienen) zugeordnet sein, d. h. die Zahn-Segmente beider Seiten des Gliedes 29 müssen
ineinander passen (vgl. Abb. 5).
Steht die Achse des Schraubengliedes auf der Momentanachse senkrecht, so erhalten die
Gleichungen (4) und (5) folgende Form:
z" =
S0 rv: 2 Π
Ζ1
(5 b)
Ob das Schraubensegment rechtsgängig oder linksgängig ist, hängt von der Lage der Räder
in bezug aufeinander ab und kann in Gleichung (5) durch Einführung entsprechender
(positiver oder negativer) Vorzeichen berücksichtigt werden.
Für das zugrunde liegende Rad kann eine beliebige Zahnform gewählt werden. Es ist
nicht notwendig, daß die Zähne längs der Momentanachse verlaufen. Sie brauchen auch
nicht geradlinig, sondern können gekrümmt sein (Abb. 11). Für die Wahl der Zahnform
ist nur eine Bedingung zu berücksichtigen, nämlich daß die Zähne in Längsrichtung
aufeinander gleiten können. (Diese Gleitbewegung ist charakteristisch für Hyperboloidräder.)
Um festzustellen, ob dieses Gleiten bei der gewählten Zahnform möglich ist, ermittelt
man die Geschwindigkeit eines auf der Teilfläche der Räder liegenden Punktes (mit
Hilfe der Vektoranalyse). Für das Übersetzungsverhältnis ι: ι oder nahezu 1: 1 wählt
man bei beiden Rädern eines Paares zweckmäßig dieselbe Zahnkopfhöhe. Bei größerem
Übersetzungsverhältnis macht man dagegen den Durchmesser des kleineren Rades größer
und ordnet die Zähne außerhalb der Teilfläche an. Eine derartige Verschiebung der
Zähne in bezug auf die Teilfläche bzw. den Teilkreis ist bei Hyperboloidrädern im Gegensatz
zu Kegelrädern zulässig.
Die Bemessung der Räder eines Paares mit größerem oder kleinerem Übersetzungsverhältnis
als ι: ι veranschaulichen Abb. 15 und
16. Die Achse 3 s des Grundelementes 36 steht hier rechtwinklig auf der Momentanachse.
Das Grundelement hat die in den Abb. 3 und 4 dargestellte Form, d. h. es hat radiale
Zähne, die senkrecht auf dieser Achse stehen.
Bei einem Radpaar mit solchem Über-Setzungsverhältnis (größer oder kleiner als
ι: ι) und mit innerhalb der Teilfläche liegenden
Zähnen wird das kleinere Rad verhältnismäßig schwach, wodurch der Vorteil der Hyperboloidräder anderen Getrieben gegenüber
verlorengeht. Konstruiert man dagegen das Radpaar so, daß die Zähne außerhalb der hypoiden Teilfläche liegen, so erhält
das treibende Glied des Paares genügend große Abmessungen, um die nötige Festigkeit
zu gewährleisten.
Wie oben erwähnt, gleiten die Zähne zweier in Eingriff befindlicher Hyperboloidräder in
Längsrichtung aufeinander. Außerhalb der Teilfläche liegende Punkte verschieben sich
bei diesem relativen Gleiten unter einem Winkel zu der Momentanachse. Die Zähne beider
Räder 38 und 39 (Abb. 15, 16) können also
so angenommen werden, daß sie mit der Momentanachse einen Winkele (Abb. 17) bilden.
Die allgemeine Richtung der Radzähne verläuft in Richtung der Linie 42, welche auch
als radiale Bahn eines das Grundelement (Abb. 3, 4) darstellenden Schneidwerkzeuges
angesehen werden kann. Die Gerade 42 verläuft radial zur Achse 35 des Grundelementes.
Es ist nun die Lage der Geraden 42 in bezug auf die Momentanachse zu bestimmen, welche
die allgemeine Richtung der Zähne beider Räder angibt. Der Abstand der Geraden 42
von der Momentanachse 37 ist im Punkt 43 am kleinsten. Die beiden Geraden 42 und ^y
verlaufen beide parallel zu der Zeichenebene der Abb. 17. Den Punkt 43 verlegt man
zweckmäßig etwa auf die Mitte des Radkranzes. Die Richtung der Gleitbewegung in einem
beliebigen Punkt liegt in der Richtung der Tangente an eine Schraubenlinie, deren Achse
mit der Momentanachse 27 zusammenfällt und deren Steigung s durch Gleichung (3) bestimmt
wird. Im Punkt 43 fällt also die Richtung der relativen Gleitbewegung mit der Richtung 42 der Zähne zusammen, vorausgesetzt,
daß der Abstand der Geraden 42 von der Momentanachse derart gewählt ist, daß die Gerade 42 die Schraubenlinie im Punkt
tangiert. Dieser Abstand d (Abb. 18)
hängt von dem Winkeln (Abb. 17) ab und
steht mit diesem in folgender Beziehung:
z'
d — tge
LS "■ Auf diese Weise können die Abmessungen eines Radpaares bestimmt werden, dessen Zähne außerhalb der Teilfläche liegen. Die Kegelwinkel der Räder ergeben sich aus ihrer
LS "■ Auf diese Weise können die Abmessungen eines Radpaares bestimmt werden, dessen Zähne außerhalb der Teilfläche liegen. Die Kegelwinkel der Räder ergeben sich aus ihrer
ίο Lage zu einer tangentialen Ebene 45, welche
die Hilfskegelflächen 46 und 47 der beiden Räder im Punkt 43 berühren. Bei großem
Übersetzungsverhältnis stehen die Kegelwinkel zweckmäßig in einer ganz bestimmten Beziehung
zur Zahnlängskrümmung.
Wie oben erwähnt, können die Zähne des schraubenförmigen Grundelementes gerade
oder gekrümmt sein. In beiden Fällen haben die Zähne ein konstantes Profil und eine konstante
Neigung zur Achse des Grundelementes. Bei geraden Zähnen (Abb. 3 und 4) sind die Zahnflanken eben. Bei in Längsrichtung
gekrümmten Zähnen werden die Zahnflanken vorteilhaft als Rotationsfläche ausgebildet.
Räder, die auf einem schraubenförmigen Grundelement mit geraden Zähnen abgewälzt
werden, werden mittels eines hin und her gehenden Werkzeuges hergestellt, das einen
Zahn oder eine Zahnlücke des Grundelementes darstellt. Gleichzeitig wird zwischen Werkzeug
und Werkstück eine Relativbewegung eingeführt, die der Abrollbewegung des Werk Stückes auf dem gedachten Grundelement
(von dem ein Zahn oder eine Zahnlücke durch das Werkzeug dargestellt wirdj entspricht.
Diese Relativbewegung setzt sich zusammen aus einer Drehung des Werkstückes um seine Achse und um die Achse des Grundelementes
und ferner aus einer relativen Längsverschiebung in Richtung der Grundelementachse.
Dabei kann die hin und her gehende Bewegung des Werkzeuges auf die Grundelementachse gerichtet oder von dieser
abgerückt sein.
Sollen die Räder auf einem Grundelement mit gekrümmten Zähnen abgewälzt werden, so
führt man das Werkstück auf einer bogenförmigen Bahn und .benutzt zweckmäßig ein
in Abb. 12 dargestelltes Fräserpaar 48, 49.
Die beiden Fräser 48 und 49 sind einander zugeordnet und dienen zur Herstellung je
eines Gliedes eines Radpaares. Die Achse 50 der beiden von den Fräsern 48 und 49 dargestellten
Grundelemente fallen zusammen.
■»5 Die Linie 51 (Abb. 12) veranschaulicht die
Schraubenlinie der Grundelemente, welche die Fräser darstellen.
Das Schleifscheibenpaar 52 und 53 (Abb. 13)
hat kugelförmige Schleifflächen 54 und 55,
°° 56, 57· Diese Schleifscheiben bilden ein
Grundelement, dessen Zahnflanken nach Kugelflächen gekrümmt sind. Dabei sind die
Zahnflanken des Grundelementes 20a (Abb. 14)
nach konvexen bzw. konkaven Flächen gekrümmt. Die Krümmungsradien 58 und 59
der konvexen und konkaven Zahnflanken, sind gleich. Die Mittelpunkte 60, 61, 62, 63, 64, 65
benachbarter Zahnflanken liegen auf zwei Schraubenlinien 66, 67 (Abb. 13), und zwar
liegen die Krümmungsmittelpunkte der konvexen Zahnflanken des durch die Schleifscheibe
52 dargestellten Grundelementes auf der Schraubenlinie 56 und die Krümmungslinie
der konkaven Zahnflanken des durch die Schleifscheibe 53 dargestellten Grundelementes
auf der Schraubenlinie 67. Die Schleifscheibe 52 muß so angeordnet werden, daß
ihre Achse 68 durch die Krümmungsmittelpunkte 63 und 64 der Zahnflanken hindurchgeht.
Dementsprechend muß die Achse 69 der Schleifscheibe 53 durch die Mittelpunkte
64 und 65 der zugeordneten Zahnflanken verlaufen. Mit derartigen Werkzeugen können
innerhalb gewisser Grenzen Räder von beliebiger Zahnhöhe hergestellt werden. In gewissen
Fällen kann mit Rücksicht auf konstruktive Vorteile, welche sich für die zur
Ausübung des Verfahrens gemäß Erfindung dienende Maschine ergeben, von den theoretischen
Erfordernissen leicht abgewichen werden. So z.B. veranschaulicht Abb. 10 die
Verwendung zweier Werkzeuge 70 und 71 als Ersatz für die Grundelemente 72 und J^, die
nicht ganz genau einander zugeordnet sind. Die Zähne des Segmentes liegen auf Schraubenflächen
74 und 75. Die Abweichung von der genauen Theorie entspricht in diesem Falle den Abweichungen, die bei Maschinen
zum Schneiden von Kegelrädern häufig vorkommen.
Eine beispielsweise Ausführungsform einer nach dem Verfahren gemäß Erfindung arbeitenden
Maschine zeigen die Abb. 19 und 20. Bei dieser Ausführungsform werden hin
und her gehende Werkzeuge 76 und 77 verwendet, welche ein schraubenförmiges Grundelement
mit geraden Zähnen und ebenen Zahnflanken darstellen. Die Werkzeuge 76 und Jj bewegen sich auf den Geraden 78 und
79, und zwar so, daß die Schneidkanten der Werkzeuge sich immer in parallelen Ebenen
bewegen. Das Werkstück 80 wird in Eingriff mit den Werkzeugen um seine Achse 81 gedreht.
Die Werkzeuge sind auf einer Achse oder einem Support 82 angeordnet, welcher in einem ringförmigen Lager 83 des Maschinenrahmens
84 gelagert ist. "Die Werkzeuge sind in bezug auf den Support 82 beweglich
und werden während ihrer Bewegung so gehalten, daß ihre Schneidkanten eine konstante
Neigung zu einer zur Achse 8 5 der Walze senkrechten Ebene haben. Diese Achse
85 entspricht der Achse des schraubenförmigen Grundelementes. Die Werkstückspindel
ist drehbar auf einem Schlitten 87 angeordnet. Dieser ist auf einem Ständer 88 senkrecht
einstellbar, um die Werkstückachse von der Achse der Walze abrücken zu können. Der Ständer 88 kann seinerseits auf einem
Tisch 89 im Winkel eingestellt werden. Mit dieser Einstellung wird das Werkstück in die
to richtige Arbeitsstellung gebracht. Die Konsole 89 ist parallel zu der Achse 85 der Walze
82 beweglich und in dieser Richtung auch einstellbar. Bei der Bearbeitung des Werkstückes
wird die Walze 82 in Richtung des Pfeiles 90 (Abb. 20) und das Werkstück in
Richtung des Pfeiles 91 -(Abb. 20) gedreht und der Tisch oder Träger 89 in Richtung
des Pfeiles 92 (Abb. 19) entsprechend der gedachten Abwälzbewegung zwischen
ao Werkstück und schraubenförmiges Grundelement verschoben. Die Verschiebung des
Tisches kann entweder auf die Wabe zu oder von dieser ab erfolgen, je nachdem in welcher
Richtung Werkstück und Walze gedreht werden. Das diese einzelnen Bewegungen
übertragende Getriebe arbeitet folgendermaßen : Die Welle 93 treibt mittels eines
• Kegelradpaares 95 eine Schnecke 94, eine Welle 96 und ein zweites Kegelradpaar 97.
Die Drehung der Schnecke 94 wird mittels eines mit dieser in Eingriff stehenden Schnekkenrades
91 auf die Walze 82 übertragen. Die Werkstückspindel 8 6 wird durch die Welle 93
mittels eines mit dieser verbundenen Kegelrades angetrieben. Die Welle 93 ist in einem
mit den Trägern 89 verbundenen Lager drehbar gelagert. Das Kegelrad 99 steht in Eingriff
mit einem auf einer Welle 102 befestigten Kegelrad 101. Die Welle 102 treibt eine
Welle 103 über Wechselräder 104 an. Eine auf der Welle 103 angeordnete Schnecke 105
steht mit einem mit der Werkstückspindel 86 verbundenen Schneckenrad 106 in Eingriff.
Der Werkstückträger 89 wird auf dem Rahmen 84 mittels einer Schraubenspindel 106
verschoben, deren Antrieb von der Welle 93 über Wechselräder 107 erfolgt. Die Schraubenspindel
106 umgreift eine an dem Träger 89 befestigte Mutter 108.
Hat sich bei dem Arbeitsvorgang die Walze so weit gedreht, daß die Werkzeuge sich
über das Werkstück hinwegbewegt haben, so sind zwei Zahnflanken fertiggestellt. Die
Bewegungen werden alsdann umgekehrt, und das Werkstück wird zurückgeschoben und weitergeschaltet," worauf der nächste Zahn
geschnitten wird. Wird ein umlaufendes Werkzeug verwendet, so kann das Werkstück
in einem fortlaufenden Schaltprozeß ohne Unterbrechung der Werkstückdrehung hergestellt
werden. Auch bei Verwendung solcher umlaufenden Werkzeuge bewegen sich die Schneidkanten in parallelen Ebenen. Im übrigen
kann man im Prinzip genau so wie bei der Herstellung von Kegelrädern vorgehen,. nur daß man eine zusätzliche (der Verschiebung
des Werkstückes in Richtung der Grundelementachse entsprechende) Bewegung erzeugt, welche der Abwälzung des Werkstückes
auf dem schraubenförmigen Grundelement entspricht. Mit dem Verfahren gemäß Erfindung können alle Räderarten mit sich
kreuzenden Achsen, wie z. B. auch Schneckenräder, hergestellt werden. Ebenso kann das
Verfahren gemäß Erfindung sowohl zum Schneiden als auch zum Schleifen benutzt werden.
Claims (8)
1. Im Abwälzverfahren hergestellte Hyperboloidräder,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnflanken durch Abwälzen auf einem schraubenförmigen Grundelement
erzeugt sind und daß bei konstantem Profil der Zahnflanken des Grundelementes
das Profil eine konstante Neigung zur Grundelementachse hat.
2. Räder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das schraubenförmige Grundelement gerade, vorzugsweise radial verlaufende Zähne mit ebenen Zahnflanken
hat.
3. Räder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das schraubenförmige
Grundelement in Längsrichtung, vorzugsweise nach Rotationsflächen gekrümmte
Zähne hat.
4. Verfahren zur Herstellung der Räder nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ein die Zahnflanken des Grundelementes verkörperndes Werkzeug in Eingriff mit dem Werkstück auf einer
geraden oder bogenförmigen Bahn bewegt und Werkzeug und Werkstück derart
in bezug aufeinander bewegt werden, als ob das Werkstück auf dem gedachten schraubenförmigen
Grundelement abgewälzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch 1J-0
gekennzeichnet, daß die Schneidkanten des Werkzeuges in parallelen Ebenen bewegt
werden und daß die Abwälzbewegung aus einer Drehbewegung des Werkstückes um seine Achse, einer relativen Bewegung
zwischen Werkzeug und Werkstück um die Grundelementachse und einer relativen Vorschubbewegung zwischen Werkzeug
und Werkstück in Richtung der Grundelementachse besteht.
6. Maschine zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch ge-
kennzeichnet, daß Werkzeug (76, 77) oder Werkstück (80) auf einer drehbaren, auf
dem Maschinenbett (84) gelagerten Walze (82) angeordnet und die Achse (81) des
Werkstückes (80) von der Achse (85) der
Walze (82) einstellbar abgerückt ist.
7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Werkzeug (76, 77) oder Werkstück (80) .auf einem in Längsrichtung der Walzenachse (85) selbsttätig bewegten Schlitten (89) angeordnet ist.
7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Werkzeug (76, 77) oder Werkstück (80) .auf einem in Längsrichtung der Walzenachse (85) selbsttätig bewegten Schlitten (89) angeordnet ist.
8. Maschine nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Werkzeug
ein Fräser verwendet wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US551645XA | 1925-06-22 | 1925-06-22 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE551645C true DE551645C (de) | 1932-06-11 |
Family
ID=21996051
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEG67559D Expired DE551645C (de) | 1925-06-22 | 1926-06-23 | Im Abwaelzverfahren hergestellte Hyperboloidraeder |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE551645C (de) |
-
1926
- 1926-06-23 DE DEG67559D patent/DE551645C/de not_active Expired
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