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Koksofenbeschickungsmaschine Die durch Patent 55o 114 geschützte Koksofenbeschickungsmaschine
kann ohne wesentliche bauliche Veränderungen so eingerichtet und betrieben werden,
daß mit Hilfe der Verschieblichkeit des Stampfkastens in Richtung der Ofenachse
ein Zusammenpressen und Verdichten des hinteren Kopfes des Stampfkuchens nach erfolgtem
Einfahren desselben in die Ofenkammer erreicht wird.
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"Zur Erläuterung diene die Zeichnung, die in allen ihren Teilen und
Angaben vollkomtnen mit der Zeichnung des Hauptpatents übereinstimmt und lediglich
in Abb.3 eine geringfügige Abänderung der Darstellungs-«-eise zeigt, wie aus der
folgenden Beschreibung der Betriebsweise hervorgeht.
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Die Herstellung des Stampfkuchens 23 in der durch Abb.2 gezeichneten
Stellung der Maschine und das Verfahren der ganzen Maschine längs der Ofenbatterie
bis vor die zu beschickende Ofenkammer 22 erfolgt übereinstimmend mit den Angaben
des Hauptpatents. Die danach folgende Verschiebung des Stampfkastens 5 gegen die
Ofenkammer 22 hin wird nun abweichend von dem Hauptpatent nur so weit vorgenommen,
daß danach noch eine geringe weitere Verschiebung von etwa 5 bis 8 cm verfügbar
bleibt. Dies bedingt im allgemeinen, daß in der so weit vorgeschobenen Stellung
des Stampfkastens 5 (vgl. Abb. 3) zwischen den Vorderkanten der beiden Stampfkastenwände
6 und dem Türrahmen der Ofenkammer -22 ein schmaler Spalt 26 offen bleibt. Für das
gesicherte Führen des Kohlekuchens aus dem Stampfkasten 5 in die Ofenkammer 22 hinein
hat dieser Spalt 26 praktisch keinerlei Nachteile. Zudem ist sogar der Fall möglich,
daß dieser Spalt z6 gar nicht oder doch nur in einer ganz geringfügigen Ausdehnung
auftritt, nämlich dann, wenn der Türrahmen der Ofenkammer so bemessen und gestaltet
ist, daß die vorderen Enden der Stampfkastenwände 6 sich ein Stück weit in denselben
hineinschieben lassen.
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Nachdem der Stampfkuchen 23 vollständig in die Ofenkammer 22 eingefahren
ist, wird in gleicher Weise wie nach dem Hauptpatent das hintere Kopfschild 2i mit
den beiden Seitenwänden 6 des Stampfkastens gekuppelt. Nunmehr wird der ganze Stampfkasten
5 um das noch verfügbar gebliebene kurze Wegstück nach der Ofenkammer 22 hin verschoben.
Dabei wird durch das hintere Kopfschild 21, das von den Stampfkastenwänden 6 mitgenommen
wird, ein Zusammenpressen und Verdichten des ihm anliegenden hinteren Kuchenkopfes
erreicht. Nachdem dies geschehen- ist, wird der Stampfkastenboden 16 wiederum genau
wie nach dem Hauptpatent
durch die Kette iä aus der Ofenkammer
22 zurückgezogen, wobei das hintere Kopfschild 21 den Stampfkuchen 23 stützt und
festhält, -so daß er in der Ofenkammer 22 verbleiben muß.
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Die vorstehend beschriebene Einrichtung und Betriebsweise der Koksofenbeschickungsmaschine
nach dem Hauptpatent 550114 kann mit der Einrichtung nach Patent 531943 kombiniert
werden, mittels welcher eine Verdichtung des vorderen Kuchenkopfes erreicht wird.
Dabei kommen für die Kombination beide Ausführungsformen des letztgenannten Patents,
d. h. die Gegenstände seiner beiden Ansprüche i und 2, in Betracht. Durch die kombinierte
Anwendung der Einrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung und derjenigen nach dem
genannten Patent 531 943 wird ein voneinander unabhängiges Zusammenpressen und Verdichten
des hinteren und vorderen Kuchenkopfes - möglich gemacht, was für die Wirkung dieses
Verdichtens auf die Standfestigkeit der Kuchenköpfe, namentlich bei Stampfkuchen
bedeutender Höhe, von großem Vorteil ist.
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Bei Vorsehung dieser kombinierten Einrichtungen spielt sich der Betrieb
beispielsweise wie folgt ab: Das Einfahren des Stampfkuchens und das Verdichten
seines hinteren Kopfes durch weiteres Vorschieben des Stampfkastens 5 und des mit
seinen Seitenwänden 6 gekuppelten hinteren Kopfschildes21 erfolgt in der Weise,
wie vorstehend beschrieben worden ist. Hiernach wird nach Patent 531 943 die Zusammenpressung
und Verdichtung des vorderen Kopfes bewirkt, beispielsweise durch Anziehen des gelenkig
auf dem vorderen Stampfbodenende angeordneten vorderen Kopfschildes mittels der
an ihm befestigten Kette in der Richtung nach dem hinteren Kopfschild hin. Damit
sind dann beide Kuchenköpfe verdichtet. -Nun wird der Stampfboden zusammen mit dem
heruntergeklappten vorderen Kopfschild unter dem Kohlekuchen hinweg zurückgezogen,
so daß sich der Kuchen fertig in der Ofenkammer befindet.
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Statt dessen kann man, nachdem wieder der Kohlekuchen in die Ofenkammer
eingefahren und sein hinterer Kopf, wie oben beschrieben, zusammengepreßt und verdichtet
worden ist, das Verdichten des vorderen Kopfes nach der abgeänderten Weise des Patents
531 943 mittels des vorderen Kopfschildes, das abgesteift am vorderen Stampfbodenende
angeordnet ist, dadurch bewirken, daß der Stampfboden zusammen mit dem vorderen
Kopfschild um ein ganz kurzes Stück zurückgezogen wird. Dann wird wieder wie im
vorigen Beispiel der Stainpfboden zusammen mit dem heruntergeklappten vorderen Kopfschild
unter dem Kohlekuchen hinweg zurückgezogen.
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Man kann bei Mitanwendung der Einrichtungen nach Patent 531 943 auch
die Reihenfolge der Vornahmen umkehren, d. h. zuerst den vorderen Kuchenkopf und
danach den hinteren Kuchenkopf, wie oben beschrieben, verdichten.