DE530175C - Rueckstossfreier Stossdaempfer fuer kurzen Pufferweg - Google Patents
Rueckstossfreier Stossdaempfer fuer kurzen PufferwegInfo
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- DE530175C DE530175C DE1930530175D DE530175DD DE530175C DE 530175 C DE530175 C DE 530175C DE 1930530175 D DE1930530175 D DE 1930530175D DE 530175D D DE530175D D DE 530175DD DE 530175 C DE530175 C DE 530175C
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F7/00—Vibration-dampers; Shock-absorbers
- F16F7/08—Vibration-dampers; Shock-absorbers with friction surfaces rectilinearly movable along each other
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
- Mechanical Operated Clutches (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
23. JULI 1931
23. JULI 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 530 KLASSE 47a", GRUPPE
9· Erich Schweter in Bornstedt, Mark
Rückstoßfreier Stoßdämpfer für kurzen Pufferweg Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1930 ab
Bekannt sind Vorrichtungen zur Vernich-■ tung von Arbeit bei einem verfügbaren Bremsi
weg von unbegrenzter Länge, inbesondere Bremsen und Kupplungen, bei denen die zu
vernichtende Arbeit durch Reibbeläge mit Asbestgehalt oder ähnliche, keiner Schmierung
bedürfenden Beläge aufgenommen werden. Diese Beläge haben den Vorzug, daß der Reibungsbeiwert stets annähernd konstant
bleibt, da sie keiner Schmierung bedürfen und auch in weiten Grenzen gegenüber Temperaturerhöhungen
unempfindlich sind. Bei Bremsen und Kupplungen und sonstigen Energieverzehrern mit unbegrenztem Bremsweg
ist jedoch die Unveränderlichkeit des Reibungsbeiwertes nicht allein wesentlich.
Bekannt sind ferner Vorrichtungen zur Energieverzehrung zwischen Puffern oder
sonstigen axial gegen Federdruck gegeneinander verschieblichen Teilen, und zwar insbesondere
Zylinderflächen, deren innerer geschlitzt und durch Keilflächen an den anderen andrückbar ist. Bei diesen Vorrichtungen ist
jedoch ein Reibbelag, der keiner Schmierung bedarf, nicht angewandt, sondern nur metallische
Oberflächen. Soweit diese metallischen Reibflächen nicht geschmiert werden, nutzen
sie sich schon bei geringer Beanspruchung sehr stark ab, und die Vorrichtung wird daher unbrauchbar.
Werden anderseits die metallischen Reibflächen geschmiert, und dieses ist bei hohen und Dauerbeanspruchungen notwendig,
so ändert sich der Reibungsbeiwert
je nach der Dicke der Schmierölschicht und der Art des Üles. Es ist daher bei solchen
Stoßvernichtern nicht möglich, verschieden große Stoßenergien auf einem Hin- und Rückgang
des Stoßverzehrers stets vollständig aufzuzehren, so daß keine Rückstoßenergie am
Ende des Rückhubes übrigbleibt.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Vernichtung von Arbeit durch Reibbeläge mit
Asbestgehalt oder sonstiger bei Bremsen oder Kupplungen üblichen Zusammensetzung, und
das Neue besteht darin, daß zur Energieverzehrung zwischen Puffern oder sonstigen
axial gegen Federdruck gegeneinander verschieblichen Teilen der Reibbelag auf zylindrischen
Reibflächen ineinander axial beweglicher Reibkörper angebracht ist, deren innerer
in an sich bekannter Weise geschlitzt und durch Keilflächen an den anderen andrückbar
ist. Hierdurch wird erreicht, daß auf dem kurzen bei Stoßverzehrern zur Verfügung
stehenden Weg große Stoßenergien mit fast unveränderlichen Reibungswerten, also ohne
übrigbleibende Energien bei verschieden starken Stößen, aufgenommen werden können.
Dieses ist in der Hauptsache dadurch erreicht, daß der Reibbelag keiner Schmierung bedarf
und somit seineu Reibungsbeiwert praktisch unveränderlich beibehält. Da der Reibbelag
außerdem einen besonders großen Reibungsbeiwert hat, können mit verhältnismäßig geringen
Drücken der Reibflächen gegeneinander, also bei geringer Beanspruchung der
Reibzylinder, gegebene Stoßenergien auf sehr
kurzem Hin- und Rückhub restlos verzehrt werden.
Eine vorteilhafte Ausbildung ergibt sich für die Vorrichtung unter Verwendung einer
an sich bekannten, senkrecht zu den Reibflächen wirkenden Feder, indem außer einer auf die
Reibkörper in axialer Richtung wirkenden Feder noch eine weitere senkrecht zu den
ίο Reibflächen gerichtete Federkraft, \-orzugsweise
in Gestalt eines von innen auf die Reibkörper wirkenden, fest an ihnen anliegenden
Federringes, vorgesehen ist, die eine annähernd konstante Reibung erzeugt und es
ermöglicht, die Rückstoßenergie auch bei starker Vorspannung der axial wirkenden
Feder vollständig durch Reibung aufzuzehren.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung dargestellt, und zwar
zeigt
Abb. ι einen Längsschnitt, Abb. 2 einen Querschnitt der Vorrichtung,
Abb. 3 die Abwicklung des inneren geteil-
• ten Zylinders,
Abb. 4 ein Diagramm der Feder- und Reibungskräfte.
• . Die Vorrichtung besteht aus einem Zylinder i, gegen dessen Boden der Stoß axial
erfolgen möge. Der Zylinder ist innen mit einem keiner Schmierung bedürfenden, vorzugsweise
asbesthaltigen · Reibbelag 2 belegt. Im Zylinder 1 sitzt eine Feder 3, welche sich
einerseits gegen den Boden von 1 abstützt, anderseits gegen die Mitnehmer 4 der kcilförmigen
Zylindermantelabschnitte 5. Die keilförmigen Teile 5 und 6 bilden zusammen
einen Zylinder, dessen Abwicklung Abb. 3 zeigt.
Erfolgt ein Stoß, so bewegt sich der Zylinder 1 nach der festen Auflage 7 hin, die
Feder 3 wird gespannt und übt auf die Absätze 4 einen Druck aus, welcher sich von den
Teilen 5 auf die Teile 6 überträgt, die sich gegen die feste Auflage 7 axial abstützen. Die
in den Sclmittfugen der keilförmigen Zylinderteile 5 und 6 senkrecht zu ihnen entstehenden
Keilkräfte bewirken eine Pressung zwischen der Außenseite des von den Zylinderteilen gebildeten
Zylindermantels und dem Reibbelag des Zylinders 1. Durch Wahl des Keilwinkels
zwischen den Zylinderteilen 5 und 6 und der Federkraft F der Feder 3 kann eine beliebig
große Reibung R erreicht werden (s. Abb. 4), beim Vorwärtsgang zu F zu addieren
und beim Rückwärtsgang von F zu subtrahieren ist. Wird R=F gewählt, so wird die ganze
Stoßenergie mit der Höclistkraft S von der Vorrichtung verzehrt, und die Federkraft
braucht nur gleich der Hälfte der jeweiligen Stoßkraft zu sein. Erhält die Feder die \rorspannung
Λ, und macht die \rorrichtung während
des Stoßes den Hub //„, so läßt sich durch Hinzufügung einer Zusatzreibung r
erreichen, daß bei R < F doch der Rückstoß für //.,= O zu Null wird und eine kleine
Federkraft übrigbleibt, um die Rückwärtsbewegung des Zylinders τ zu gewährleisten.
Die Reibung r wird erzeugt durch einen Spannring 8, welcher von innen gegen die
Zylinderteile 5 und 6 drückt. Natürlich kann eine solche radiale Federkraft auch durch
andere Mittel erzeugt werden. Die Reibungskräfte R sind der jeweiligen Federkraft F
vcrhältnisgleich, die Reibungskraft r den jeweiligen durch Spannring 8 erzeugten radial
gerichteten Federkräften. Je nach der gewählten Charakteristik der Federn 3 und 8
kann die Arbeitsfläche im Diagramm gemäß Abb. 4 geändert werden.
Die Erfindung beschränkt sich nicht nur auf die dargestellte und beschriebene Ausführungsform,
sondern umfaßt auch alle sinnentsprechenden Abänderungen.
Claims (2)
1. Rückstoßfreier Stoßdämpfer für kurzen Pufferweg, bestehend aus zwei
gegen axiale Federwirkung ineinander verschiebbaren Reibzyliiidern, ck-ren innerer
aus Keilen zusammengesetzt und beim Prallstoß durch Ineinanderschieben der Keile gegen den äußeren gepreßt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstärkung der Reibwirkung zwischen den
beiden Zyliuderwändcn (5, 1) ein Asbestreibbclag (2) oder sonstiger unverbrennlicher,
nicht metallischer Reibbelag der für Bremsen und Kupplungen bekannten Art
auf kurzem Reibwege mit hoher Flächenpressung verwendet wird.
2. Stoßdämpfer nach Anspruch 1 mit senkrecht zur Reibfläche wirkender Feder,
dadurch gekennzeichnet, daß der aus Keilen zusammengesetzte Reibzylinder (5) durch einen Sprengring (8) radial vorgespannt
und gegen den Reibbelag gepreßt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE530175T | 1930-02-22 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE530175C true DE530175C (de) | 1931-07-23 |
Family
ID=6554386
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1930530175D Expired DE530175C (de) | 1930-02-22 | 1930-02-22 | Rueckstossfreier Stossdaempfer fuer kurzen Pufferweg |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE530175C (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE896581C (de) * | 1944-03-01 | 1953-11-12 | Transit Res Corp | Vorrichtung zur Daempfung von Bewegungen |
DE1108540B (de) * | 1953-05-13 | 1961-06-08 | Th Calow & Co | Werkstueckfuehrung fuer Schaelmaschinen |
-
1930
- 1930-02-22 DE DE1930530175D patent/DE530175C/de not_active Expired
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE896581C (de) * | 1944-03-01 | 1953-11-12 | Transit Res Corp | Vorrichtung zur Daempfung von Bewegungen |
DE1108540B (de) * | 1953-05-13 | 1961-06-08 | Th Calow & Co | Werkstueckfuehrung fuer Schaelmaschinen |
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