DE525558C - Herstellung von Salpetersaeure - Google Patents
Herstellung von SalpetersaeureInfo
- Publication number
- DE525558C DE525558C DEO17938D DEO0017938D DE525558C DE 525558 C DE525558 C DE 525558C DE O17938 D DEO17938 D DE O17938D DE O0017938 D DEO0017938 D DE O0017938D DE 525558 C DE525558 C DE 525558C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- nitric acid
- oil
- air
- steam
- manufacture
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B21/00—Nitrogen; Compounds thereof
- C01B21/20—Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
- C01B21/38—Nitric acid
- C01B21/46—Purification; Separation ; Stabilisation
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)
- Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)
- Fertilizers (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Stickoxyden, insbesondere
Salpetersäure, und besteht darin, daß öl oder andere Brennstoffe bei Gegenwart von
katalytisch wirkenden oder katalytisch wirkende Stoffe bildenden Metallverbindungen
in einer Wassertauchflamme mit Luft verbrannt werden. Mit besonderem Vorteil werden als Katalysatoren geringe Mengen
von Verbindungen solcher Metalle verwendet, die, wie Vanadium, Nickel, Chrom, Eisen,
eine Reihe von Oxydstufen bilden können. Diese Metallverbindungen können in Öl, entweder in fein verteilter unlöslicher Form
oder als öllösliche Verbindungen, gelöst zugegen sein.
Es ist bekannt, daß beim Verbrennen von Öl oder anderen Brennstoffen im Gemisch mit
Luft mit einer in Wasser tauchenden Flamme unter üblichen Drücken, d. h. unter Drücken
bis zu 15 bis 21 Atm. nur geringe Spuren von Salpetersäure gebildet werden.
Es ist auch bekannt, daß durch Erhöhung des Sauerstoffgehaltes der zur Verbrennung des
Brennstoffes dienenden Luft größere Mengen Salpetersäure erzeugt werden.
Es ist ferner bekannt, Stickoxyde dadurch herzustellen, daß man Brennstoffe bei Gegenwart
von Katalysatoren im elektrischen Lichtbogen oder in Vorrichtungen für eine flammenlose Oberflächenverbrennung mit
Luft verbrennt. Von diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich der Gegenstand der
Erfindung dadurch, daß die Herstellung der Stickoxyde durch Verbrennung von öl oder
anderen Brennstoffen mit Luft in einer Wassertauchflamme bei Gegenwart von katalytisch
wirkenden Metallverbindungen durchgeführt wird. Die Erfindung stellt mithin eine Kombination zweier an sich bekannter,
aber in ihrer Kombination neuer Maßnahmen dar. Dabei wird der technische Fortschritt
erzielt, daß wesentlich größere Salpetersäureausbeuten erhalten werden. Diese Ausbeuten
liegen wesentlich höher als die bei der katalytischen Verbrennung von Brennstoffen mit
Luft im elektrischen Lichtbogen erhaltenen Salpetersäureausbeuten und andererseits wesentlich
höher als die bei Verbrennung von Brennstoffen ohne Anwesenheit von Katalysatoren
in einer Wassertauchflamme selbst bei höheren Drücken erzielbaren Salpetersäureausbeuten.
Wenn öl mit gewöhnlicher Luft mit einer
in Wasser tauchenden Flamme verbrannt wird und der Druck im Wasserbehälter oder Brenner etwa 15 Atm. beträgt, so daß
ein Druck von etwas über 15 Atm. zur Zuführung des Öles und der Luft erforderlich
ist, wird praktisch keine Salpeter-
säure gebildet. Dieses Verhalten ist bei einer großen Anzahl verschiedejfi'er öle festgestellt
worden. Wird hingegen die Verbrennung des Öles in Gegenwarf einer kleinen Menge
Vanadium, z.B. Vanadiumpentoxyd, in Mengen von 0,04 °/o des ölgewichtes durchgeführt,
so ist der Salpetersäuregehalt der den Wasserbehälter verlassenden Luft und des Dampfes
so groß, daß eine starke Wolkenbildung von Oxyden des Stickstoffes auftritt. Auße'rdem
wird im Wasser selbst so viel Salpetersäure erzeugt, daß das Verfahren wegen der stattfindenden
Korrosion des Behälters nur bei Anwendung besonderer Vorsichtsmaßregeln
fortlaufend durchgeführt werden kann. Solche
Vorsichtsmaßregeln sind z.B. der Zusatz eines Alkalis zur BehälterfLüssigkeit, um die gebildete
Säure zu neutralisieren. So kann man z. B. eine feine Suspension von Calciumao
carbonat in Wasser oder Kalkmilch der Flüssigkeit des Behälters zuführen, in der die
Flamme brennt.
In der Praxis kann das neue Verfahren in Dampferzeugern durchgeführt werden, bei
denen im Wasser brennende Flammen zur Dampferzeugung verwendet werden. Der
Dampf kann dann in üblicher Weise verwendet werden, z. B. zum Antrieb von Turbinen
oder Dampfmaschinen, wobei der Auspuff nur auf so hoher Temperatur gehalten
werden muß, daß eine beachtliche Kondensation nicht eintritt. Die Auspuffdämpfe
können dann durch einen oder mehrere Oxydationstürme hindurchgeleitet werden, die
Wasser und Alkali enthalten und in ähnlicher Weise arbeiten wie die bei der Herstellung
von Salpetersäure in Lichtbogenofen verwendeten Türme. Wird das Verfahren gemäß der
Erfindung unter Verwendung eines Dampferzeugers durchgeführt, so steigt die Ausbeute
an Salpetersäure nahezu proportional dem Druck des Dampferzeugers. Wenn eine kleine Menge von Vanadiumpentoxyd, etwa
0,04 Gewichtsprozent des Öles, als Katalysator angewendet wird, erhält man bei einem
Druck von 2 Atm. im Dampferzeuger etwa 36 g Salpetersäure in 1 0001 Gasen und
bei einem Druck von 10 Atm. im Dampferzeuger etwa 200 g Salpetersäure in 1 000 1
Gasen. Die Ausbeute an Salpetersäure beim Arbeiten mit 15 Atm. im Dampferzeuger
ist ungefähr proportional erhöht. Verwendet man den erzeugten Dampf zur
Krafterzeugung, so muß man naturgemäß im Dampferzeuger Drücke anwenden, die hoch genug sind, um den erzeugten Dampf in
Dampfmaschinen oder Turbinen anwenden zu können.
Es ist oben ausgeführt worden, daß der Katalysator dem Brennstoff zugesetzt wird;
er kann naturgemäß beim Arbeiten nach der Erfindung auch unabhängig als fein verteiltes
Pulver oder als fein verteilte Substanz in die Flamme eingeblasen werden oder, insbesondere
wenn eine lösliche Metallverbindung als Katalysator oder als Katalysator bildende..
Substanz verwendet wird, der Verbrennungsluft in Form zerstäubter wäßriger Lösung
oder anderer Lösung zugesetzt werden.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι . Verfahren zur Herstellung von Stickoxyden, insbesondere Salpetersäure, dadurch gekennzeichnet, daß öl oder andere Brennstoffe bei Gegenwart von katalytisch wirkenden oder bei der Verbrennung katalytisch wirkende Stoffe bildenden Metallverbindungen in einer Wassertauchflamme mit Luft verbrannt werden. -
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysatoren geringe Mengen einer Verbindung von solchen Metallen verwendet werden, die eine Reihe von Oxydstufen bilden können, wie Vanadiumoxyd.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
GB549428A GB306705A (en) | 1928-02-21 | 1928-02-21 | Improvements relating to the manufacture of nitric acid |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE525558C true DE525558C (de) | 1931-05-26 |
Family
ID=31898090
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEO17938D Expired DE525558C (de) | 1928-02-21 | 1929-02-06 | Herstellung von Salpetersaeure |
Country Status (3)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE525558C (de) |
FR (1) | FR669660A (de) |
GB (1) | GB306705A (de) |
-
1928
- 1928-02-21 GB GB549428A patent/GB306705A/en not_active Expired
-
1929
- 1929-02-06 DE DEO17938D patent/DE525558C/de not_active Expired
- 1929-02-15 FR FR669660D patent/FR669660A/fr not_active Expired
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
GB306705A (en) | 1929-02-28 |
FR669660A (fr) | 1929-11-19 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
EP0426978A1 (de) | Verfahren zur selektiven nicht-katalytischen Reduktion der Emission von Schadstoffen aus ölbefeuerten Kesselanlagen | |
AT391873B (de) | Waessrige katalysatorloesung sowie brennstoffe | |
DE3932322A1 (de) | Verfahren zur herstellung von gemischen oelloeslicher eisen- und magnesiumsalze gesaettigter aliphatischer monocarbonsaeuren und ihre verwendung | |
DE1229217B (de) | Verfahren zur Herstellung von Russ | |
DE525558C (de) | Herstellung von Salpetersaeure | |
DE2500683A1 (de) | Verfahren zur entgiftung von verbrennungsabgasen | |
DE4032845C2 (de) | Hydrophile Cerverbindungen enthaltende Katalysatorlösung und ihre Verwendung zur verbesserten Verbrennung von kohlenstoff- und kohlenwasserstoffhaltigen Stoffen | |
DE537433C (de) | Entfernung von Kohlenoxyd aus Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasgemischen | |
DE528291C (de) | Verfahren zur Erzeugung von Gas aus Schweroelen | |
DE474925C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwefeloxyd durch Verbrennung von Schwefel unter Druck | |
DE974909C (de) | Verfahren zur flammenlosen Umsetzung von gasfoermigen Kohlenwasserstoffen | |
DE510302C (de) | Verfahren zur Herstellung von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen | |
DE852840C (de) | Verfahren zur Verarbeitung von Schwefelwasserstoff oder schwefel-wasserstoffhaltigen Gasen auf Schwefel bzw. Schwefelsaeure | |
AT156819B (de) | Verfahren zur Verbesserung von Schädlingsbekämpfungsmitteln. | |
DE881642C (de) | Verfahren zur katalytischen Druckhydrierung von Kohlen, Teeren, Mineraloelen und aehnlichen Stoffen | |
AT84654B (de) | Verfahren zur Darstellung reduzierender Gase zur Reduktion von Erzen oder anderen Materialien. | |
AT68574B (de) | Verfahren zur Gewinnung sehr voluminöser und leichter, insbesondere für Reaktionen zwischen Flüssigkeiten und Gasen geeigneter Katalysatoren. | |
DE2235426C3 (de) | Verfahren zur Behandlung von Stickoxiden enthaltenden Abgasen | |
DE655972C (de) | Verfahren zur Verbesserung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln | |
DE456903C (de) | Gasentwickelungsvorrichtung, besonders fuer autogene Metallbearbeitung | |
DE977140C (de) | Eisenpulver zum Brennschneiden | |
DE1470526C (de) | Stabile Dispersionen anorganischer Stoffe in Mineralölen | |
AT97665B (de) | Verfahren zur Bereitung katalytischen Materials zur Ammoniaksynthese. | |
DE2314068A1 (de) | Verfahren und mittel zum entfernen von russ und ablagerungen von den heizflaechen von verbrennungsvorrichtungen | |
AT148333B (de) | Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen mittels Schwerölen. |