DE505884C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung wasserdichter oder lederaehnlicher Stoffe - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung wasserdichter oder lederaehnlicher StoffeInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06N—WALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06N3/00—Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von wasserdichten, verstärkten
Ersatzstoffen für Leder, Öltuch, Gummituch oder allgemein Faserstoffen, die beispielsweise
als wetter- und regensichere Verdecke für Fahrzeuge verwendet werden sollen, derjenigen
Art, bei welcher zwei oder drei leichte Stoffbahnen durch Ubereinanderlegen
und unter Druck miteinander vereinigt wer-
Jo den, so daß das Erzeugnis den denkbar ungünstigsten
Witterungsverhältnissen standhält. Jene Stoffe werden abwechselnd mit Schichten von witterungsbeständig machenden Stoffen,
Emulsionen und Mischungen zusammengebracht, derart, daß jede Lage eine Verstärkung
ergibt bis zu einem Grade, der den kombinierten Stoff praktisch unzerreißbar macht. Bei entsprechender Wahl der Tränkungs-
und Bindemittel kann erreicht werden, daß ein nachträgliches Wiederlösen der einzelnen
Lagen oder Schichten voneinander unmöglich wird.
Neu ist, daß die Spannung jeder einzelnen der zu vereinigenden Stoffbahnen so geregelt
wird, daß an der Auflaufstelle alle Bahnen die gleiche Spannung und gleiche Breite haben,
so daß die Kanten sich genau decken und daß unter Aufrechterhaltung dieser Spannung und
genau gleicher Geschwindigkeit die Stoffbahnen mit Tränkungsmasse o. dgl. versehen und
dann erst unter Einfügung einer wasser- und wetterfest machenden Schicht gegeneinander
gepreßt werden.
Hierdurch wird mit Sicherheit erreicht, daß über die ganze Länge und auch über die ganze
Breite bis zum Rand des erzeugten Kunstleders jede einzelne Stelle desselben genau
gleich dick und von genau gleichem spezifischem Gewicht ist und daß auch im ganzen
die Breite der erzeugten Ware genau gleich bleibt. Ferner wird durchaus gleichmäßige
Tränkung erzielt und als weitere Folge gleichmäßige Verteilung der Chemikalien im
Stoff und gleichmäßige Einwirkung der Chemikalien auf den Stoff.
Während es bei den bisher bekannten Herstellungsverfahren mehr oder weniger dem
Zufall überlassen bleibt, welche Beschaffenheit, Gewicht und Breite das Erzeugnis erhielt,
ist man bei Anwendung des neuen Verfahrens in der Lage, durch entsprechende Einstellung der Spannung der Stoffbahnen
und ihrer Geschwindigkeit die Eigenschaften der zu erzeugenden Ware mit Sicherheit vor-
auszubestimmen.
Ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Ausübung des neuen Verfahrens ist in
der Zeichnung in schematischer Weise dargestellt.
Der zu verstärkende Faserstoff, Gewebe, Papier o. dgl. 2 wird von einer Wickeltrommel
ι entnommen und im wesentlichen in waagerechter oder zum Teil in senkrechter
und zum Teil in waagerechter Lage durch die verschiedenen Einrichtungen geführt, die an
einem Tisch oder Rahmen 3 angebracht sind.
Aus einem Behälter 4 werden die aufzubringenden Stoffe, Emulsionen und Mischungen
auf die Oberfläche des auf dem Tisch 3 befindlichen Grundstoffes ausgegossen oder
herausgedrückt, der sich dann mit diesem Aufguß zwischen einem Walzenpaar 17,6
hindurchbewegt. Die Walze 6 wird mit gleichbleibender, der Umfangsgeschwindigkeit
der Wickeltrommel genau entsprechender Geschwindigkeit angetrieben. Die Walze 17
ist lose an einem Kniegelenk 5 gelagert, das um ein Lager am Tisch 3 schwingbar ist und
in dessen Kniegelenk mittels eines Zugmittels
14 ein Gewicht 15 angreift, mit der Wirkung,
daß die Walze 17 stets mit gleichbleibender und durch entsprechende. Wahl des Gewichtes
15 einstellbarer Kraft auf den Stoff in Richtung gegen die Walze 6 gedruckt wird. Die
Walze 17 läuft zweckmäßig auf einer waagerechten Schiene 18, so daß ihr Eigengewicht
auf den gegen den Stoff 2 ausgeübten Druck ohne Einfluß ist.
Nachdem der Stoff das Walzenpaar 17, 6 durchlaufen hat, kommt er unter die Wirkung
einer Abstreif- oder Verteilungsplatte 7.
Weiterhin läuft der Stoff über eine Walze 8, die in der gleichen oder in ähnlicher
Weise gegen eine Gegenwalze 19 gedrückt wird wie die Walze 17 gegen die Walze 6.
Eine andere Gewebe- oder Stoffbahn 2a
wird von einer Wickeltrommel 9 abgewickelt, nimmt die aus einem Behälter 10 kommende
Imprägnierungsmasse o. dgl. auf, durchläuft ein Walzenpaar 12, 20, ähnlich dem Walzenpaar
17,6, und geht unter einer Abstreifoder Verteilerplatte 13 weg über die vorhin
erwähnte Walze 19, die ebenso wie die Walze 8 angetrieben ist.
An der Berührungsstelle zwischen den beiden Walzen 8 und 19 wird aus einem Behälter
1.5 eine wasser- und wetterfeste Masse, Emulsion
o. dgl. aufgebracht und es werden die beiden Stoffbahnen 2 und 2a zusammen mit
jener aus Behälter 15 aufgebrachten Zwischenschicht nach dem Durchlaufen der Walzen
8 und 19 auf eine Wickeltrommel 16 aufgewickelt. Das Erzeugnis ist dann eine Stoffbahn,
die im wesentlichen aus drei Schichten besteht, zwei äußeren Stoffbahnen und einer
mittleren einheitlichen Schicht aus wasser- und wetterfester Masse.
Es kann vorkommen, daß die Breite der einen Stoffbahn 2 eine andere ist als die der
anderen Stoffbahn 2a, mit welcher die erste Stoffbahn verbunden werden soll. Dann hilft
man sich in an sich bekannter Weise derart, daß man den Antrieb derjenigen Trommel 1
bzw. 9, auf welcher sich das breitere Tuch befindet, entsprechend verzögert, so daß durch
das Abrollen nur so viel Tuch hergegeben wird, als die folgende (getriebene) Rolle annehmen
darf. Die Spannung jeder einzelnen Stoffbahn aber wird jedoch bis zur Auflaufstelle
durch entsprechende Regelung genau gleich gehalten, ebenso die Geschwindigkeit. Dadurch ist gleichmäßiges Fabrikat gewährleistet
bei stets gleich gehaltener Breite der Stoffbahn.
Besonders wichtig ist, daß die Stoffbahnen 2 und 2ß zwischen Walzenpaaren 17, 6
und 8, 19 Dzw. 20, 12 und 19, 8 unter genau
gleichmäßiger Spannung gehalten werden, hervorgerufen durch das genau gleichmäßige
Andrücken der beweglichen Walzen 17 bzw. 20 durch die Belastungsgewichte der Kniegelenke
5 bzw. 11. Dadurch, daß die Stoffbahnen o. dgl. stets gleichmäßig angespannt
sind, nehmen sie auch stets gleichmäßige Mengen der Stoffe aus den Behältern 4 und 10
auf, Veränderungen der Breite der Bahnen zueinander infolge Wechsels der Anspannung
sind vermieden und es ist ebenfalls vermieden, daß die Abstreif platten 7 bzw. 13 infolge
ungleichmäßigen Abstandes der Stoffbahnen von ihnen, infolge von Faltenbildungen
u. dgl. ungleichmäßig wirken.
Sehr wichtig ist ferner, daß alle auf die Stoffbahnen einwirkenden Teile der Vorrichtung
unter sich genau gleiche Umfangsgeschwindigkeiten haben. Da der Durchmesser der Wickeltrommeln sich mit zuneh- ■
mender Abwicklung und Aufwicklung verändert, werden diese Wickeltrommeln zweckmäßig
von ihrem Umfange aus angetrieben, wie durch die gezeichneten Antriebswalzen
21, 22 angedeutet, von denen eine auch lose (nicht angetrieben) sein könnte.
Die Anwendung des neuen Verfahrens und der neuen Vorrichtung macht es möglich,
durch entsprechende Einstellung der Viskositat der auf die Stoffbahnen zu bringenden
Massen und durch entsprechende Anspannung des Grundstoffes die Beschaffenheit der Fertigware
hinsichtlich Gewicht, Dicke, Breite usw. genau vorauszubestimmen und diese
Beschaffenheit während der ganzen Dauer der Fabrikation aufrechtzuerhalten.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung wasser- tio dichter oder lederähnlicher Stoffe durch Vereinigung mehrerer Bahnen aus Gewebe, Papier u. dgl. unter Verwendung einer Zwischenlage als Klebemittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung der einzelnen Stoffbahnen gleichmäßig so geregelt wird, daß an der Auflaufstelle alle Stoffbahnen gleiche Breite haben, ferner unter Aufrechterhaltung dieser Spannung und genau gleicher Geschwindigkeit die Stoffbahnen vor dem Zusammenkleben mit Tränkungsmasse o. dgl. versehen unddann erst unter ■ Einfügung einer wasser- und wetterfest machenden Schicht gegeneinander gepreßt werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Stoffbahnen (2 und 2") während des Eindringens und Erstarrens der Tränkungsmasse zwischen Walzenpaaren (17, 6 und 8, 19 bzw. 20, 12 und 19, 8) dadurch unter Spannung gehalten wird, daß je eine lose Walze (17 bzw. 20) mit gleichbleibender Kraft gegen die Gegenwalze (6 bzw. 12) gedrückt wird, wobei das letzte Walzenpaar (8, 19) zugleich zur Vereinigung der beiden Bahnen nach Einfügung einer klebend wirkenden Zwischenschicht dient.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle auf den zu behandelnden Stoff einwirkenden Walzen mit derselben Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEW69898D DE505884C (de) | 1925-07-14 | 1925-07-14 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung wasserdichter oder lederaehnlicher Stoffe |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEW69898D DE505884C (de) | 1925-07-14 | 1925-07-14 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung wasserdichter oder lederaehnlicher Stoffe |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE505884C true DE505884C (de) | 1930-08-28 |
Family
ID=7608500
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEW69898D Expired DE505884C (de) | 1925-07-14 | 1925-07-14 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung wasserdichter oder lederaehnlicher Stoffe |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE505884C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1049224B (de) * | 1955-09-06 | 1959-01-22 | Champion Paper Co Ltd | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mehrschichtigem Papier |
-
1925
- 1925-07-14 DE DEW69898D patent/DE505884C/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1049224B (de) * | 1955-09-06 | 1959-01-22 | Champion Paper Co Ltd | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mehrschichtigem Papier |
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