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Ausschlachteinrichtung für Schlachthäuser Bei den Ausschlachteinrichtungen
für Schlachthäuser sind bisher in der Regel neben den Schlachtständen lange Tische
angeordnet, auf denen die Schlächter die Innenteile der Tiere ablegen. Diese Tische
leiden jedoch unter dem Mangel, daß nicht ohne weiteres die Zugehörigkeit der Innenteile
zu einem bestimmten Tier ersichtlich ist und daß infolge der Schlüpfrigkeit der
Teile sehr leicht der Fall eintreten kann, daß die Eingeweide von dem Tisch rutschen
und mit -dien Innenteilen eines anderen Tieres zusammenkommen. Es ist zwar schon
der Versuch gemacht worden, diesen Übelstand dadurch zu beheben, daß die Tische
durch Leisten in einzelne Fächer unterteilt wurden, doch hat diese Maßnahme besonders
deswegen nur geringen Wert, weil beim Aufeinanderlegen der Innenteile doch noch
ein Hinübergleiten zum Nebentisch möglich ist. Ein weiterer Übelstand der bisher
gebräuchlichen Ausschlachteinrichtungen liegt darin, daß die Spülbehälter für die
blutigen Innenteile von den Tischen räumlich getrennt sind und nicht mit diesen
in organischem Zusammenhang stehen. In allen Fällen ist der Schlächter gezwungen,
die auf den Tisch abgelegten Eingeweide zum Spülbehälter hinzutragen und sie dann
wieder auf den Tisch abzulegen. Hierdurch wird die Gefahr der Verwechslung zusammengehöriger
Teile recht groß.
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Die Erfindung betrifft nun eine Ausschlachteinrichtung für Schlachthäuser,
bei der obenerwähnte Mangel beseitigt sind. In der Hauptsache wird dies dadurch
erreicht, daß die in ihrer Anordnung bei Schlachtständen an sich bekannten Tische
derart gruppenweise zusammengebaut sind, daß sich zwischen je zwei Tischen ein Spülbehälter
befindet. Um den verfügbaren Raum gut auszunutzen und mit Rücksicht darauf, daß
die Tischflächen größer sein müssen als die der Spülbehälter, sind die Tische und
Behälter für zwei Reihen benachbarter Schlachtstände so ineinandergeschachtelt,
daß einem verhältnismäßig tiefen Tisch immer ein kürzerer Spülbehälter gegenübersteht.
Die Tische der beiden gegenüberliegenden Schlachtstände überschneiden sich also,
und um ein Hinübergleiten der Eingeweide zu verhüten, sind die Tische durch eine
Wand voneinander getrennt. Wird auf einem Stand ein Tier ausgeschlachtet, so macht
es dem Fleischer keine Schwierigkeiten, die Teile, die einer Reinigung bedürfen,
in dem Spülbehälter zu säubern und sie dann je nach Bedarf auf den Tisch zu bringen
oder an den Haken aufzuhängen, die sich zweckmäßig oberhalb des Spülbehälters befinden.
Auf diese Weise wird auch verhütet, daß abtropfende Flüssigkeit auf den Tisch und
von da aus auf den Fußboden des Ausschlachtraumes gelangt.
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In der Zeichnung ist eine derartige Ausschlachteinrichtung in einer
Ausführungsform beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
A.bb.
i eine Draufsicht teilweise im Schnitt und Abb. z einen Querschnitt.
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In üblicher Weise sind die durch strichpunktierte Linien begrenzten
Ausschlachtstände d mit Transportbahnen b versehen, die eine bequeme Aufhängung
und Beförderung der Schlachttiere ermöglichen. Auf einem Sockel c (Abb. z) oder
unter Verwendung anderer geeigneter Stützvorrichtungen sind eine größere Zahl von
Tischen d angebracht, die einen etwas erhöhten Rande haben. Die Tische d sind zweckmäßig
nicht genau einander gegenüber angebracht, sondern gegeneinander versetzt, und zwischen
je zwei Tischen befindet sich in Spülbehälter f, der durch einen Hahn g mit Wasser
gespeist wird und eine A,bflußleitung h besitzt. Zu: jedem Ausschlachtplatz gehört
stets ein Tisch d und ein Spülbehälter f, die zusammen die Breite des Schlachtplatzes
haben. Um die einander schräg gegenüberliegenden Tische voneinander zu trennen,
ist eine Wand i vorgesehen, die in ihrem unteren Teil nicht .gerade dumchgeführt
ist, sondern sich den Umrissen der sich übergreifenden Tische anpaßt. Auf diese
Weise werden letztere in ihrem nach innen gerichteten Ende von drei Seiten von der
Wand umgeben. Die Wand i wird auch zur Anbringung von Haken k benutzt, die sich
zweckmäßig über dem Spülbehälter f befinden, so daß die Eingeweide nach dem Abspülen
an den Haken aufgehängt werden können und das Tropfwasser in die Spülbehälter zurückgelangt.
Auf diese Weise ist eine Einrichtung geschaffen, die einerseits dem Schlächter das
Arbeiten -ganz wesentlich erleichtert, anderseits eine Verwechslung der Eingeweide
verschiedener Tiere weitgehendst verhindert und die es drittens gestattet, die einzelnen
Innenteile so übersichtlich zu lagern bzw. aufzuhängen, daß der Tierarzt in ganz
kurzer Zeit die erforderlichen Prüfungen vornehmen kann.