-
Sturmlaterne mit doppeltem Schornstein Vorrichtungen, mittels deren
der Innenschornstein der mit doppeltem Schornstein. versehenen Sturmlaternen angehoben.
und in seiner oberen Stellung aufgehalten werden kann, um das zum Abnehmen des Brennerhuts
und Brenners und zur Reinigung der Laterne erforderliche Umlegen des Schutzglases
bequem vornehmen zu können, sind bekannt. Die dem genannten Zwecke dienenden bekannten
Vorrichtungen bestehen. entweder aus einen am Führungsring gelagerten und durch
einen schräg ansteigenden Schlitz des Innenschornsteins greifenden, drehbaren Ring
oder aus einer mehrfach gekröpften Welle- -und einem oder mehreren Kniehebeln, wobei-das
Anheben des Innenschornsteins im ersten Falle durch Drehung des Ringes in einer
wagerechten Ebene, im zweiten Falle aber durch eine mittels einer Art Kurbel zu
veranlassende Teildrehung der mehrfach gekröpften Welle und eine dadurch bewirkte
Strekkung des Kniehebels herbeigeführt werden muß. Alle diese bekannten Vorrichtungen
haben den Nachteil, daß sie aus einer größeren Anzahl besonderer Einzelteile bestehen
und daß diese Teile sowohl für ihre Herstellung als auch für ihre Lagerung und Montage
sehr erhebliche Kosten erfordern und damit die Herstellung der mit ihnen ausgestatteten
Sturmlaternen außerordentlich verteuern. Die für die Herstellung und Montage der
bekannten Vorrichtungen aufzuwendenden hohen Kosten haben jedenfalls dazu geführt,
daß eine praktische Ausführung der bekannten Anhebe- und Feststellvorrichtungen
für den Innenschornstein bislang unterblieben ist.
-
Demgegenüber bietet die den Gegenstand der -Erfindung bildende neue
Vorrichtung den Vorteil, daß sie nur eines oder zweier biesonderer Teile bedarf
und daß diese kleinen Teile leicht und einfach, gegebenenfalls sogar aus Blech-
oder Drahtabfällen herzustellen und ebenso einfach an der Sturmlaterne anzubringen
sind, so daß die neue Vorrichtung ohne nennenswerten Kostenaufwand hergestellt und
montiert werden kann. Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß ein oder
zwei Vorsprünge an der Sturmlaterne, z. B. an einem oder beiden Luftleitungsrohren,
derart angebracht sind, daß der Innenschornstein bei einem auf ihn ausgeübten axialen
Zug an diesem Vorsprung bzw. an diesen Vorsprüngen vorbei und über sie hinaus angehoben
werden kann, alsdann aber von dem Vorsprung bzw. den Vorsprüngen in seiner oberen
Stellung festgehalten wird. Die Einrichtung kann dabei so getroffen werden, daß
der Innenschornstein beim Anheben von dem an dem Luftleitungsrohr angeordneten Vorsprung
bis zum Herübertreten über die Oberfläche des Vorsprunges verdrängt wird, oder man
kann die Vorrichtung auch so ausführen, daß der Innenschornstein die an der Laterne
in der Ein-oder Mehrzahl angeordneten Vorsprünge zeitweilig verdrängt. Es bedarf
also bei dem Gegenstand der Erfindung überhaupt keiner oder doch keiner so weitgehenden
Drehbewegung oder gar einer Kurbelbewegung wie
bei den bekannten
Vorrichtungen, sondern nur des auch bei den gewöhnlichen Sturmlaternen erforderlichen,
also üblichen und dem Bedienungspersona.l geläufigen Emporziehens des Innenschornsteins
mittels des bekannten Zugbügels, um den Innenschornstein ohne weiteres in seiner
oberen Stellung festzulegen, worauf man dann das Schutzglas jederzeit umlegen und
danach den Brenner .entfernen kann.
-
Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung in zwei
Ausführungsbeispielen.
-
Bei der Ausführung ,nach Abb. i ist an dem einen Luftleitungsrohr
i ein Vorsprung, d. 1i. eine aus einem Stück Blech bestehende starre Nase 2 derart
vorgesehen, daß sie beim Anheben des Innenschornsteins 3 diesen etwas aus seiner
senkrechten Lage verdrängt. Ist der Innenschornstein 3 dann mittels ides Zugbügels
q. so weit angehoben, daß der untere Schornsteinrand 3a über die @obere Kante ;der
Nasse 2 gelangt, so nimmt der Innenschornstei:n.3 seine senkrechte Lage wieder ein,
wobei der untere Schornsteinrand 3a sich auf die Nase 2 legt. Der Innenschornstein
3 wird somit in seiner obren Lage oder Stellung festgehalten, worauf das Umlegen'
des Schutzglases 5 jederzeit und gegebenenfalls mit derselben Hand, die den. Schornstein
anhob, vorgenommen werden kann. Auch wähnend der Reinigung verbleibt der Innenschornstein
,3 in seiner oberen Stellung, so daß er die Reinigungsarbeit nicht behindert. Zum
Niederlassen des Innenschornsteins 3 mach erfolgtem Wiederaufrichten des Schutzglases
5 braucht man nur am Zugbügel ¢ ebnen (in der Zeichnung) nach links gerichteten
Zug auszuüben, wodurch der untere Schornsteinrand 3a eine Verschiebung (in der Zeichnung)
nach rechts erfährt und von der Nase 2 frei wird. Der Forderung, da.ß die Nase nach
dem zwecks Anzünders des Dochtes vorzunehmenden Anheben des Schutzglases 5 mittels
des bekannten Hebels 6 den Schornstein nicht festhalten darf, kann ohne weiteres
durch eine entsprechende Formgebung und Anordnung der Nase 2 Rechnung getragen werden.
-
Statt nur einer starren Nase 2 an dem einen Luftleitungsrohr könnte
eine derartige Nase auch an jedem der beiden Luftleitungsrohre vorgesehen sein,
wobei dann der untere Rand 3a des Innenschornsteins 3 mit zwei Ausnehmung-en zu
versehen wäre, die lein Herüberheben des Innenschornsteins bzw. dessen Randes 3a
über die Nasen ermöglichen. Die Festlegung des Innenschornsteins 3 in seiner oberen
Stellung würde dann durch eine ganz geringe Drehung des Schornsteins 3 zu bewirken
sein, die mittels des Zugbügels ¢ und des das Anheben besorgenden Fingers bequem
vorgenommen werden kann. Zur Freigabe des Innenschornsteins ist dann nur einentsprechendes
Zurückdrehen mittels des Zugbügels q. erforderlich, derart, -daß die Ausnehmungen
im unteren Schornsteinrand 3a wieder über die Nasen gelangen.
-
Wie Abb. 2 zeigt, kann man statt einer starren Nasse auch einen federnden
Vorsprung 7 an einem oder an jedem &r beiden Luftleitungsrohre i anordnen. Beim
Anheben des Innenschornsteins 3 werden diese federnden Vorsprünge 7, deren auch
einer genügen würde, zurückgedrängt, um wieder gegen die Mittelachse der Sturmlaterne
zurückzufedern und sich unter den unteren Rand dies Innenschornsteins 3 zu legen,
sobald dieser über die Vorsprünge 7 selbst hinaus angehoben ist. Zur Freigabe des
Innenschornsteins 3 nacherfolgter Reinigung und nach dem Wiederaufrichten des Schutzglases
braucht man nur die Federn 7 mittels der an ihnen vorgesehenen griffartigen Aufbiegung
8 nach außen zu ziehen.
-
Wise ohne weiteres ersichtlich ist, erfordert die neue Vorrichtung
weder für ihre Herstellung noch für ihre Anbringung irgendwie nennenswerte Kosten.