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DE467465C - Einrichtung zur Destillation des erforderlichen Zusatzwassers bei Dampfkraftanlagen - Google Patents

Einrichtung zur Destillation des erforderlichen Zusatzwassers bei Dampfkraftanlagen

Info

Publication number
DE467465C
DE467465C DESCH72399D DESC072399D DE467465C DE 467465 C DE467465 C DE 467465C DE SCH72399 D DESCH72399 D DE SCH72399D DE SC072399 D DESC072399 D DE SC072399D DE 467465 C DE467465 C DE 467465C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
water
pressure
boiler
heating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH72399D
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Uhde
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schmidtsche Heissdampf GmbH
Original Assignee
Schmidtsche Heissdampf GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schmidtsche Heissdampf GmbH filed Critical Schmidtsche Heissdampf GmbH
Priority to DESCH72399D priority Critical patent/DE467465C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE467465C publication Critical patent/DE467465C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/26Multiple-effect evaporating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Destillation des erforderlichen Zusatzwassers bei Dampfkraftanlagen Bei Dampfkraftanlagen mit Kondensationsbetrieb und Anzapfdampfverwertung oder solclien mit Gegendruckbetrieb und Anzapf-und Abdampfverwertung beträgt die erforderlidie Zusatzwassermenge durch Abgabe von Anzapfdampf oder Abdampf zu unmittelbarem Wärmeaustausch, beispielsweise für Kochzwecke, ein Mehrfaches des bei reinen Kraftanlagen mit Oberflächenkondensation üblichen Zusatzwasserbedarfs von etwa 3 bis Io Prozent der Speisewassermenge.
  • Die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung zur Destillation großer Zusatzsvassermengen ist für Dampfkraftanlagen dieser Art, und zwar in erster Linie für Hochdruckdampfanlagen, bestimmt. Die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, geht dahin, die gesamte Brüdenwärme dieser großen Zusatzwassermengen innerhalb des Destillationsverfahrens selbst auszunutzen, d. h die Destillation ohne Wärmeverluste im Kühlwasser durchzuführen, damit durch solche Verluste die Vorteile der Anwendung des Hochdruckdampfes nicht teilweise wieder aufgehoben werden.
  • Es ist bereits für Dampfkraftanlagen mit Oberflächenkondensationsbetrieb vorgeschlagen worden, für die Destillation des zusätzlichen Speisewassers im Rauchkanal des Betriebskessels einen'iederdruckkessel anzuordnen, in dem die Verdampfung des zusätzlichen Speisewassers erfolgt. Der hier unmittelbar aus dem Roliwasser erzeugte Dampf wird mit dem Abdampf der Betriebsturbinen in Sammlern vereinigt und dann den Hauptkondensatoren zugeführt. Dadurch geht aber auch noch die Wärme des Zusatzwasserdampfes mit der des Turbinenabdampfes im Kühlwasser verloren. Weiter ist es bekannt, die Wärme von Dampf niedriger Temperatur, z. B. des Ab dampfes von Hilfsmaschinen. zur Destillation von Zusatzwasser auszunutzen.
  • Dabei wird der Abdampf durch den Verdampfer hindurch zu einer entsprechenden Niederdruckstufe der Hauptturbine geführt und hierdurch zugleich eine gewisse Regelung der erzeugten Zusatzwassermenge in Abhängigkeit von der Belastung der Anlage bzw. dem Speisewasserbedarf selbsttätig bewirkt.
  • Desgleichen ist die Verwendung solchen Abdampfes zur Zusatzwasserdestillation bekannt unter Anwendung von Ein- und Mehrkärperverdampfern und Robwasservorwärmern, wobei nahezu die gesamte Wärme des Dampfdestillatgemisches zur Vorwärmung des Kesselspeisewassers ausgenutzt wird. Diese Anlagen dienen sämtlich zur Erzeugung des üblichen Zusatzwasserbedarfs zur Speisewassermenge bei reinen Kraftanlagen mit Oberflächenkondensation, aber sie eignen sich nicllt zur Bewältigung der großen Zusatzwassermengen, wie sie bei den eingangs erwähnten Anlagen in Frage kommen. Denn bei diesen nimmt mit der Erhöhung des Zusatzwasserbedarfs die Menge und Temperatur der niederzuschlagenden Brüden zu, aber die Menge des dazu verfügbaren Kühlmittels (Kondensat) entsprechend ab. Außerdem ist die Temperatur dieses Kühlmittels, die bei reinem Oberflächenkondensat etwa nur 300 beträgt, hier durch den Anteil des heißen Kondensats aus der Rbdampfverwertungsanlage wesentlich höher.
  • Die Erfindung löst die Aufgabe, die großen Zusatzwassermengen für die eingangs erwähntenAnlagen wärmewirtschaftlich günstig zu erzeugen, in folgender Weise: Als Heizdampf wird ein Dampf mittleren Druckes verwendet.
  • Die hochtemperierten Destillate, die sich in den Verdampfungskörpern aus den Brüden durch die Vorwärmung und Verdampfung des Rohwassers bilden, werden für die unmittelbare Speisung g der Kessel in einem besondern Sammelbehälter abgeschieden und vom Kondensatorvorwärmer abgetrennt.
  • Dem Kondensatorvorwärmer verbleibt nur noch die Brüdenwärme des letzten Körpers, die unabhängig von dem Druck und der Temperatur der abgetrennten hochtemperierten Destillate vom Kühlwasser, als welches das Rohwasser und das Kondensat aus der Abwärmeverwertungsanlage bzw. der Oberflächenkondensation dienten, aufgenommen wird.
  • Die Einrichtung kann mit einem besonderen Heizdampfkessel mit Abzptdampf oder mit gedrosseltem Dampf vom Betriebskessel arbeiten. Vorteilhaft wird der Heizdampf mittleren Druckes in einem Mftteldrudd:essel erzeugt, der durch die Abgase des Betriebskessels beheizt wird. In diesem Falle wird die große Zusatzwassermenge gewonnen, ohne daß der Betriebskessel eine besondere Mehrbelastung erfährt. Durch höchstmögliche Vorwärmung des Zusatzwassers bleibt die Menge des erforderlichen Heizdampfes und d damit die Größe des Niederdruckkessels möglichst klein. Der Rohwasserzufluß und der Laugenabfluß können dem Bedarf an Kochdampf für unmittelbare Kochzwecke .durch Regelung von Hand oder selbsttätig in Abhängigkeit von der Kochdampfmenge angepaßt und die Heizdampfmenge fiiir die Destillation von Hand oder selbsttätig durch einstellbare Druckregler, die unter dem Druck in dem Verdampfer oder dem Kondensatorvorwärmer stehen, geregelt werden.
  • Bei verringertem Bedarf an Heizdampf wird der überschüssige MitteldruckXIampf vorteilhaft unmittelbar zur Vorwärmung des Speisewassers durch Entziehung seiner Dampfwärme verwendet. Hierbei kann ein Teil der Heizgase vom Mitteldruckkessel abschaltbar sein, der dem Luftvorwärmer unmittelbar zugcführt wird.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der neuen Einrichtung, und zwar mit einem Dreikörperverdampfer.
  • Mit I ist der Betriebskessel (Hochdruckkessel) und mit 2 der in den Rauchgaskanal des Betriebskessels eingebaute Mitteldruckkessel bezeidinet. 3a, 3b, 3c sind die Verdampfer für das Zusatzwasser. 4 ist ein durch eine Wand 4a in zwei Teile getrennter Kondensatorvorwärmer. Der obere Teil dient zum Kühlen mit teilweisem Niederschlagen des Brüdens und zum Vorwärmen des Zusatzwassers und der untere Teil zum vollständigen Niederschlagen des Brüdens. 5 ist der erste Rohwasservorwärmer, der durch die aus dem letzten Verdampferkörper 3C durch eine Leitung I6 abfließende heiße Lauge beheizt wird.
  • Zwischen den Verdarupferkörpern 3b und 3C sowie 3a und 3t sind zwei weitere Vorwärmer 14b und I4c eingeschaltet. Außer dem Kondensatorvorwärmer 4 ist ein Sammler I8 für das heißere Brüdenwasser vorgesehen.
  • Das Kondensat aus der Heiz-, Koch- oder Trockenanlage der Fabrik, soweit es nicht heißer ist als der niederzuschlagende Brüden, und d das Kondensat aus der Oberflächenkondensation bei Anzapfkonidensationsturbinen tritt bei 6 durch eine Leitung 7 unten in den Koudensatorvorwärmer 4 ein und wird aus diesem mit dem niedergeschlagenen Zusatzwasserdampf durch eine Leitung 8 mittels Pumpe 20 in den Sammler I8 gefördert, der außerdem für die Aufnahme der hochtemperierten Brüden aus den Verdampfern 3b und 3c bestimmt ist. Der Dampf aus dem Mitteldruckkessel 2 gelangt durch eine Leitung g in die Heizschlange 10 des Verdampfers 3a und von da als Kondensat durch eine Leitung 11 in den Wasserraum des Mitteldruckkessels zurück. Das kalte Zusatzwaksser, das, wenn nötig, vorgereinigt ist, tritt bei 33 in eine Leitung 12 ein geht durch den Vorwärmer 5, die als Rohrschlange dargestellte Vorwärmungseinrichtung im oberen Teil des Kondensatorvorwärmers 4 unr7 die Leitung 14 mit Entlüfter 14a nach dem zweiten Zwischenvorwänner 1 4b, aus diesem durch die Leitung 15 in den letzten Zwischenvorwärnler I C und dann in den ersten Verdampfer 3a. Hier erfolgt die erste Verdampfung von Zusatzwasser. Das nicht verdampfte Wasser gelangt durch die Leitung 21 in den zweiten Verdampfer 39. Hier erfolgt die zweite Verdampfung. Das hier nicht verdampfte Wasser gelangt durch Leitung 22 in den dritten Verdampfer 3c. Der hier entwickelte Brüden geht durch die Leitung 17 zur Vorwärmung des Zusatzwassers und seiner Verdichtung in den Konldensatorvorrvärmer. Der im zweiten Verdampfer 3b entwickelte Brüden gelangt durch die Leitung 23 in die Heizschlange für denZwischenvorwärmer rb, dann durch die Leitung 24 und die Verdampfungsschlange für den dritten Verdampfer 3e in die Leitung 25 unmittelbar nach dem Sammler I8. Der Brüden aus dem ersten Verdampfer 3a gelangt durch Leitung 27. Heizschlange für den letzten Zwischenvorwiirmer t4C, Leitung 28, Verdampfungsschlange für den zweiten Verdampfer 3b und Leitung 29 ebenfalls in den Sammler I8. Aus diesem wird das heiße Destillat zusammen mit dem Kondensatgemisch aus dem Kondensatorvorwärmer 4 durcll eine Pumpe 30 und Leitung 3I in den Betriebskessel I gespeist.
  • Hieraus geht hervor, daß gemäß der Erfindung die Verdampfung der zu destillierenden großen Wassermengen durch Dampf mittleren Druckes erfolgt, der vorteilhaft in einem Mitteldruckkessel erzeugt wird, und der durch die Abgase des Betriebskessells bzw. Hochdruckkessels beheizt wird. In diesem Falle ist gleichzeitig ein Ersatz für die bei Hochdruckanlagen mehr und mehr fortfallende Ausnutzung der Heizgase in Rauchgasvorwärmern zur Wasservorwärmung geschaffen. Zur weiteren Ausnutzung der Abgase ist dann noch ein Luftvorwärmer 32 angeschaltet. je nach der Größe der Zusatzwassermengen im Verhältnis zur Speisewassermenge und der mittleren Temperatur des Mischkondensates in Leitung 7 wird man die Stufenzahl des Verdampfers und auch die Höhe des Dampfdruckes im Mitteldruckkessel wählen.
  • Die Destillate aus den Verdampfkörpern und auch anderes Kondensat von höherer Temperatur als die des niederzuschlagenden Brüdens werden im geschlossenen Speisewassersammler I8 gesammelt und von hier in den Hochdruckliessel befördert. Die Speisewassersammler I8 und + sind zweckmäßig so zu bemessen, daß bei zeitweise verringerter Kesselspeisung das sich samrnelnde Zusatz- und Speisewasser in ihnen Aufnahme findet.
  • Der Vorteil dieser Destillationseinrichtung ist der, daß die gesamte Wärme der Zusatzwasserdampfmenge abzüglich Strahlungsverluste innerhalb des Destillationsverfahrens NTerwendung findet, und zwar zunächst zur weitgehenden Vorwärmung des Zusatzwassers selbst und dann zur Vorwärmung des Kondensates aus Oberflächenkondensation ulid aus der Heiz-, Koch- und Trogkenanlage der Fabrik. Ferner wird die Menge des zur Einleitung des Destillationsverfahrens erforderlichen Heizdampfes trotz der großen Menge an Zusatzwasser durch dessen höchste Vorwärmung klein, und mithin bleibt auch die Heizfläche des Mitteldruckkessels gering.
  • Wie ferner ersichtlich, erfolgt die Speisung des Mitteldruckkessels im Kreislauf durch das luftfrei und reine Kondensat des Heizdampfes, wodurch eine Verkrustung dieses Mitteldruckkessels vermieden und an Pumparbeit gespart wird.
  • Würde als Ersatz des Heizdampfes aus 1 em Mitteldruckkessel gedrosselter Hochdruckdampf bzw. Anzapfdampf oder verfügbarer Abdampf entsprechend er Spannung zur Verdampfung des Zusatzwassers verwendet, wodurch an dem Wesen der Erfindung nichts geändert wird, so müßte zur Erhöhung der Leistung des Hochdruckkessels seine Heizfläche entsprechend vergrößert werden. Der Mitteldruckkessel ermöglichst anderseits eine so weitgehende Ausnutzung der Abgase, wie sie bei Fortfall der üblichen Speisewasservorwärmung durch die Luftvorwärmung allein nicht erreichbar wäre. Die Ausnutzung dieser Abgase nur im Luftvorwärmer würde nämlich zu hohe Lufttemperatur oder zu heiße Abgase mit entsprechend schlechtem Wirkungsgrad des Kessels ergeben. Anderseits kommt eine Ausnutzung der Abgase zur üblichen Speisewasservorwärmung bei einer Zusatzwassermenge von 20 bis 50 Prozent und mehr sowie bei einer Teinperatur des Niederschlagwassers in dem Kondensatorvorwärmer 4 von etwa 80 bis I00° nicht mehr in Betracht, da die Speisewassertemperatur dabei schon so hoch wird, daß eine wirtschaftliche Ausnutzung im Rauchgasvorwärmer nicht mehr erfolgen kann.
  • Die Menge des zu destillierenden Zusatzwassers ist hauptsächlich bestimmt durch die Verwendung von Dampf für unmittelbare Kochzwecke. Da der Bedarf hierfür nicht gleichbleibt, ist sowohl die Zuleitung von R.ohwasser und die Ableitung der Lauge als auch die Zuleitung des Heizdampfes regelbar eingerichtet. Die Regelung kann von Hand oder auch selbsttätig erfolgen, z. B. die Regelung der Zuleitung von Rohwasser und der Ableitung g von Lauge in Abhängigkeit von der Zuflußmenge dieses Kochdampfes und die Regelung derHeizdampfmenge abhängig vom Druck in der Destillationsanlage.
  • Durch die Verringerung der Rohwassermenge entsteht ein Überschuß an Heizdampfwärme in der Destillationsanlage und damit eine Erhöhung des Druckes, die durch einen Druckregler 34 den Zufluß der Heizdampfmenge zum Verdampfer, z. B. durch Einstellen eines Schiebers oder einer Drosselklappe 35, einregelt. Weiter fällt durch die verminderte Zusatzwassererzeugung das Verhältnis vom Zusatzwasser zum Niederschlagwasser im Kondensatorvorwärmer 4 und damit die Temperatur des Mischkondensates.
  • Die Verminderung des Zusatzwasserdampfes und die Verringerung der Temperatur des Mischkondensates bedingen weiterhin elneAbnahme der Speisewassertemperatur auch im Behälter I8.
  • Mit : Rücksicht auf die erforderliche Veränderung der Heizdampfmenge ist weiterhin vorgesehen, daß die Erzeugung der Heizdampfmenge zum Bedarf entsprechend geregelt wird bzw. für den überschüssigen Heizdampf andere Verwendung geschaffen ist oder beides. Bei der Verringerung des Kochdampfbedarfes für unmittelbare Kochzwecke tritt bei sonst unveränderlichem Betrieb gleichzeitig ; eine Verringerung der Kesselbelastung auf, da die für unmittelbare Kochzwecke jetzt nicht mehr benötigte Wärme dem Betriebskessel nicht mehr entzogen wird. Dementsprechend muß die Leistung des Kessels verringert werden. Dadurch sinkt auch die Menge und Temperatur der Abgase. Die Verringerung der Menge und Temperatur der Abgase gestattet im Interesse gleichbleibender Vorwärmung der Verbrennungsluft eine teilweise Umleitung dieser Gase um den Mitteldruckkessel unmittelbar zum Luftvorwärmer, was von Hand oder auch selbsttätig in bekannter Weise, z. B. durch Schieber oder Klappe 36, ausführbar ist.
  • Die geringere Speisewassertemperatur in den Behältern 4 und I8 gestattet außerdem eine wirksame Verwendung des überschüssigen Mitteldruckdampfes, der z. B. dem Überströmventil 37 entnommen wird, zur Vorwärmung des Speisewassers durch Leitung 38 und Vorwärmerschlange 39 z. B. im Behälter 18. Der niedergeschlagene Dampf wird von hier durch Leitung. 1I dem Mitteldruckkessel mit zugeführt. Es steht nichts im Wege, diesen überschüssigen Mitteldruckdampf auch zur Kraftleistung, z. B; durch Einleitung in die entsprechende Druckstufe der vom Betriebskessel gespeisten Kraftmaschine, z. B. Turbine, zu verwenden, jedoch muß dann der Ausfall an Speisewasser für denl Mitteldruckkessel ergänzt werden.
  • PATENTANSPRÜC : EEE : I. Einrichtung zur Destillation des erforderlichen Zusatzwassers bei Dampfkraftanlagen mit Anzapfdampfkondensationsbetrieb oder mit Gegendruckbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verdampfenden außergewöhnlich großen, durch Abgabe von Anzapf- oder Abdampf für unmittelbare Wärmeaustauschzwecke erforderlichen Zusatzwassermengen (zo Prozent und darüber) durch Dampf mittleren Druckes (4atom. und darüber) verdampft und die in den Verdampfungskörpern aus Brüden sich durch die Vorwärmung und Verdampfung des Rohwassers bildenden hochtemperierten Destillate für die unmittelbare Speisung der Kessel in einem Sammelbehälter (I8) abgeschieden und vom Konidensatorvorwärmer abgetrennt werden, so daß für diesen nur noch die Wärme des Brüdens vom letzten Körper bleibt, die in dieser verringerten Menge und unabhängig von Druck und Temperatur der hochtemperierten, Destillate vom Rohwasser und dem um die jeweilige Zusatzwassermenge geringeren Kondensat aus der Abwärmeverwertungsanlage oder der Oberflächenkondensation aufgenommen wird, worauf dieses Mischkondensat ebenfalls dem Sammelbehälter zugeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch I, da durch gekennzeichnet, daß der Heizdampf mittleren Druckes zur Verdampfung des Zusatzwassers in einem Mitteldruckkessel erzeugt wird, der in dem Abgaszug des Betriebskessels eingebaut ist und sich aus dem Kondensat seines erzeugten Dampfes selbsttätig speist.
    3. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung des Rohwasserzuflusses und des Laugenabflusses in Abhängigkeit von der Kochdampfmenge für unmittelbare Kochzwecke und die Regelung der Heizdampfmenge durch den Dampfdruck in der Destillationsanlage mittels einstellbarer Druckregler erfolgt.
    4. Einrichtung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei verringertem Bedarf an Heizdampf die Dampfwärme des überschüssigen Mitteldruckdampfes unmittelbar zur Vorwärmung des Speisewassers verwendet wird mit oder ohne teilweiser Abschaltung der Heizgase vom Mitteldruckkessel.
DESCH72399D 1924-12-09 1924-12-09 Einrichtung zur Destillation des erforderlichen Zusatzwassers bei Dampfkraftanlagen Expired DE467465C (de)

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