DE4423866C2 - Geschirrspülmaschine mit einem Salzbehälter - Google Patents
Geschirrspülmaschine mit einem SalzbehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine gemäß dem
Oberbegriff des ersten Anspruchs.
Bei einer bekannten Geschirrspülmaschine dieser Art
(DE-OS 23 54 662) ragt durch den Boden eines das zu
spülende Gut aufnehmenden Arbeitsbehälters ein
Einfüllstutzen eines Salzbehälters, der mittels eines
Deckels flüssigkeitsdicht verschließbar ist. Im
Salzbehälter ist höhenverstellbar ein mit einem
Permanentmagnet bestückter Schwimmer geführt, dem außerhalb
der Behälterwandung ein magnetisch betätigbarer Schalter
zugeordnet ist. Das spezifische Gewicht des Schwimmers ist
dabei so auf die im Salzbehälter sich ausbildende
Salzsolekonzentration abgestimmt, daß der Schwimmer bei
ausreichender Solekonzentration auf schwimmt und sich von
dem im unteren Bereich angeordneten magnetisch betätigbaren
Schalter (Reedkontakt) entfernt. Bei verbrauchtem
Salzvorrat vermindert sich bei Zufluß von Frischwasser die
Salzsolekonzentration, so daß der Schwimmer nach unten
sinkt und den Kontakt des Schalters schließt. Im Stromkreis
des Kontakts liegt eine Anzeigelampe, die bei
eingeschaltetem Hauptschalter der Geschirrspülmaschine ein
optisches Signal als Hinweis auf die Notwendigkeit zur
Nachfüllung von Salz in den Salzbehälter signalisiert.
Als Alternative zu dem bei ausreichender
Salzsolekonzentration auf schwimmenden Schwimmer ist auch
ein im Salzbehälter befindlicher Korb mit siebförmigem
Boden üblich (DE-GM 89 14 002), der bei ausreichendem
Salzvorrat durch die Gewichtskraft des Salzes abgesenkt
ist, bei verbrauchtem Salz auf schwimmt und ebenfalls
mittels eines starr gekoppelten Dauermagneten einen
magnetisch betätigbaren Schalter für eine optische und/oder
akustische Salzmangelanzeige bzw. als Wirkelement für die
Programmsteuereinrichtung betätigt. Die Lage des Schalters
ist entsprechend angepaßt.
In einer weiteren bekannten Ausführung (DE-OS 40 39 510)
erfolgt die Salzmangelanzeige mit Hilfe einer am Schwimmer
angeordneten Schaltnocke, die einen zugeordneten Hebel
eines als Schaltvorrichtung dienenden Mikroschalters
beaufschlagt.
Zum Nachfüllen von Salz wird der Deckel abgenommen und Salz
durch den Einfüllschacht eingeschüttet. Dadurch wird die
optische und/oder akustische Salzmangelanzeige wieder
zurückgesetzt. Beim Einfüllen verdrängt zumindest das
nachgefüllte Salz aus dem randvoll gefüllten Salzbehälter
Flüssigkeit, die in der Regel Salzanteile enthält. Außerdem
kann beim Einfüllen unmittelbar Salz auf den Boden des
Arbeitsbehälters fallen. In der Bedienungseinleitung von
Geschirrspülmaschinen ist dazu darauf hingewiesen, daß nach
dem Öffnen des Salzbehälters dafür Sorge zu tragen ist, daß
entweder ein voller Spülprogrammablauf oder nur ein
Vorspülgang gestartet werden muß, um Korrosionsschäden am
Spülbehälter und den ebenfalls aus Edelstahl bestehenden
Sieben in der Ablaufwanne zu vermeiden. In der Praxis zeigt
es sich, daß solche schriftlichen Anweisungen in
Vergessenheit geraten oder nur dann ausgeführt werden, wenn
tatsächlich Salz nachgefüllt wurde. Schon beim Öffnen des
Deckels tritt jedoch erfahrungsgemäß Salzsole aus dem
Salzbehälter aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer
Geschirrspülmaschine gemäß dem Oberbegriff des ersten
Anspruchs Maßnahmen zu treffen, durch welche die Sicherheit
zur Durchführung eines Ausspülverfahrens unmittelbar nach
dem Öffnen des Salzbehälterdeckels erhöht wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung durch
die kennzeichnenden Merkmale des ersten Anspruchs.
Bei einer Ausstattung eines Haushaltsgeräts gemäß der
Erfindung wird dem Deckel des Salzbehälters eine
Sensoreinrichtung zugeordnet, die ein Öffnen dieses Deckels
und/oder das Einfüllen von Salz in den Salzbehälter
detektiert. Das dabei erzeugte Steuersignal wird mittels
geeigneter Aktoren wie Schaltverstärkern,
elektromechanischen oder elektronischen Relais und dergl.
in ein optisches oder akustisches Signal als Anzeige des
tatsächlich durchgeführten Vorgangs umgesetzt. Diese
Anzeige dient zugleich als separater Hinweis darauf, daß
zumindest ein Ausspülgang mit Frischwasserzufuhr und
Abpumpen der ausgespülten Salzreste aus der Ablaufwanne des
Arbeitsbehälters ausgeführt werden muß. Dabei sind
Steuerelemente zweckmäßig, die ein Erlöschen der Anzeige
erst dann zulassen, wenn der Ausspülgang tatsächlich
stattgefunden hat. Eine entsprechende elektrische
Verknüpfung mit der Programmschalteinrichtung ist hierfür
zweckmäßig. Während des Ausspülganges ist es zudem
vorteilhaft, eine Umwälzpumpe für die Spülflotte in Gang zu
setzen, wie sie in Geschirrspülmaschinen üblich ist.
Vorzugsweise wird mit dem von der Sensoreinrichtung
generierten Steuersignal automatisch der Ausspülgang
gesteuert, wobei die optische oder akustische Anzeige
zusätzlich als Hinweis auf den laufenden Spülprogrammteil
aktiviert sein kann.
Wenn das Öffnen und/oder Nachfüllen von Salz in den
Salzbehälter bei elektrisch vom Netz abgeschaltetem
Haushaltsgerät erfolgt, ist es zweckmäßig, das von der
Sensoreinrichtung generierte Steuersignal mechanisch oder
elektrisch zu speichern und über einen separaten
Stromversorgungsweg zumindest die Anzeige zu aktivieren, so
daß der Ausspülgang beim dadurch eingeforderten Einschalten
des Hauptschalters automatisch erfolgt. Bei mechanischer
Speicherung kann die Auslöseeinrichtung für diese
Speicherung so mit der Einschalteinrichtung des
Hauptschalters gekuppelt sein, daß ein Rücksetzen des
Speichers automatisch, aber erst dann erfolgt, wenn das
Steuersignal in den Programmablauf übernommen wurde. Bei
elektrischer Speicherung kann die Sensoreinrichtung und
ggf. auch die notwendige Aktorengruppe bei ansonsten
abgeschalteten weiteren Steuermitteln und sonstigen
Verbrauchern an eine Versorgungsspannungsquelle
angeschaltet sein. Ist dem Haushaltsgerät lediglich eine
elektrische Batterie zugeordnet, genügt die Speicherung und
Anzeige des Steuersignals über das Öffnen oder Nachfüllen
des Deckels bzw. von Salz. Nach dem angemahnten Einschalten
des Hauptschalters kann dann die Anzeige erlöschen und der
Ausspülgang gesteuert werden. Sollen diese Vorgänge sofort
automatisch ausgeführt werden, können die zugehörigen
Steuer- und Betriebsmittel für sich am Versorgungsnetz
angeschaltet sein oder bei Auftreten des Steuersignals aus
der batteriegespeisten Sensoreinrichtung an das
Versorgungsnetz angeschaltet werden.
Der Sensor der Sensoreinrichtung kann dem Deckel des
Salzbehälters zugeordnet sein. Er kann dabei insbesondere
als elektromechanisch oder elektronischer Schalter
ausgebildet sein, der abhängig von der axialen Lage oder
der Drehwinkelstellung des Deckels gegenüber dem
Salzeinfüllstutzen des Salzbehälters über ein geeignetes
Kuppelglied betätigbar ist. Als Kuppelglied kann dabei ein
auf den Schalter wirkender Stößel oder ein Permanentmagnet
vorgesehen sein, der einen insbesondere als Arbeitskontakt
ausgebildeten Reedkontakt schaltet, wenn der Deckel seine
Schließposition erreicht hat. Ein Schaltstößel als Element
zur Abtastung der tatsächlichen Deckelstellung kann dabei
ein gegen die Kraft einer Feder in Deckelöffnungsrichtung
verstellbar gelagerter Schaltstößel sein, der mit einem
Betätigungsglied eines Schalters gekuppelt ist. Mit dem
Schaltstößel kann jedoch auch ein Annäherungsschalter
gesteuert werden, wobei der Schalter zweckmäßigerweise
außerhalb des mit Salzsole beaufschlagten Innenraumes des
Salzbehälters angeordnet ist.
Kommt ein Salzbehälter zur Anwendung, der einen auf das
spezifische Gewicht von konzentrierter Salzsole
abgestimmten Schwimmkörper mit integriertem Permanentmagnet
enthält, dem ein magnetisch betätigbarer Schalter
zugeordnet ist, wie er zur Detektierung von Salzmangel
Anwendung findet, dann kann dieser magnetisch betätigbare
Schalter zusätzlich eine Schalteinrichtung steuern, welche
nur bei einer wiederkehrenden vorbestimmten Schaltstellung
des Schalters das Steuersignal generiert. Wenn der Schalter
demnach beispielsweise bei ausreichender
Salzsolekonzentration offene Schaltkontakte aufweist, dann
werden diese Schaltkontakte bei Salzmangel geschlossen und
eine Anzeige als Hinweis auf diesen Mangel generiert. In
diesem Falle ist jedoch ein Ausspülgang nicht erforderlich,
weil nicht zwangsläufig ein öffnen des Deckels erfolgt.
Wird jedoch der Deckel geöffnet und Salz in den
Salzbehälter eingefüllt, steigt die Salzsolekonzentration
wieder an und der Schwimmer steigt wieder auf. Dadurch wird
der Schaltkontakt erneut geöffnet. Dieses erneute Öffnen
wird von der Schalteinrichtung erfaßt und in die
notwendigen Steuersignale zur Ausübung des Ausspülganges
umgewandelt. Das Schließen und Wiederöffnen der
Schaltkontakte ist somit eine nur beim Salznachfüllen
auftretende wiederkehrende vorbestimmte Schaltstellung des
Schalters, die das notwendige Steuersignal generiert.
Die Auswertung dieser wiederkehrenden Schaltstellung kann
auch dann angewandt werden, wenn der Schwimmer als Korb zum
Auffangen des eingefüllten Salzes ausgebildet ist, der nur
mit Salzfüllung im Behälter nach unten absinkt. In diesem
Falle wird das Steuersignal zur Ausführung des
Ausspülganges erst dann wieder generiert, wenn der
Schwimmerkorb nach einem Aufschwimmen mit der neuen
Salzfüllung wieder nach unten abgesunken ist.
Es ist jedoch auch möglich, im Salzbehälter einen Hebel zu
lagern, der mit einem Arm in den Einfallweg des
einzufüllenden Salzes ragt und der vorzugsweise einen
Dauermagneten trägt, dem ein entsprechend magnetisch
betätigbarer Schalter zugeordnet ist. Beim Einfüllen von
Salz wird dabei der Hebel aus einer Ruhelage in eine
Arbeitslage verstellt, in welcher der zugeordnete Schalter
das Steuersignal für die Anzeige oder die Ausführung des
Ausspülganges generiert. Um dabei zu vermeiden, daß der
ggf. durch das Salz in seiner Arbeitslage vorübergehend
festgehaltene Hebel dauernd das Steuersignal auslöst, ist
die nachgeschaltete Auswerteschalteinrichtung so
ausgestaltet, daß nur der Anfangsimpuls für die Generierung
des Steuersignals ausgewertet wird. Zumindest nach
teilweiser Auflösung des Salzes wird dann der Hebel wieder
freigegeben und in seine Ruhelage selbsttätig
zurückgeführt, ohne das Steuersignal auszulösen. Erst beim
erneuten Einfüllen von Salz wird der dadurch verursachte
Schaltimpuls wieder für die Steuersignalgenerierung
ausgewertet.
Insgesamt ist somit sichergestellt, daß unmittelbar nach
dem Einfüllen von Salz in den Salzbehälter oder auch schon
nach einem Öffnen des Deckels ggf. auf den Boden des
Arbeitsbehälters gelangte Salzsole oder Salz zur Vermeidung
von Korrosionen vorzugsweise automatisch ausgespült wird
oder zumindest ein optisches oder akustisches Signal als
Hinweis auf die notwendige Ausführung des Ausspülganges
erzeugt wird. Als Ausspülgang kann dabei ein im üblichen
Programmablauf vorgesehener eigenständiger Vorspülgang
ablaufen, um die ausgetretene Salzlauge oder Salzkristalle
mit Frischwasser aufzulösen, zu verdünnen, in die
Ablaufwanne zu spülen und mittels der Entleerungspumpe zu
entfernen. Da im übrigen in den meisten Fällen das
Salznachfüllen nach dem Ende eines vorangegangenen
Programmablaufs erfolgt und das Haushaltsgerät dann noch
eingeschaltet ist, kann das Ausspülprogramm automatisch
folgen bzw. kann durch Blinken beispielsweise der
Starttaste die Bedienungsperson darauf aufmerksam gemacht
werden, daß noch das Ausspülprogramm folgen muß. Ggf. ist
es dabei zweckmäßig, die Möglichkeit zur Ausschaltung eines
Teils oder der gesamten Geräteelektrik zu sperren, bis der
Ausspülgang ausgeführt worden ist. Die Bedienung des
Haushaltsgeräts, insbesondere des Geschirrspülers wird
dadurch wesentlich vereinfacht, wobei bei automatischer
Ausführung des Ausspülganges eine Fehlbedienung durch die
Bedienungsperson nicht eintreten kann. Wird das
Haushaltsgerät in Wasserversorgungsgebieten mit sehr
niedriger Wasserhärte betrieben, so daß das Nachfüllen von
Salz in den Salzbehälter nicht notwendig ist, dann wird
zweckmäßigerweise nicht nur eine ggf. vorhandene
Salzmangelanzeige sondern auch das Steuersignal zur
Ausführung oder Anzeige des Ausspülganges unterdrückt. Mit
den dargestellten Maßnahmen ist somit der Betrieb eines mit
einem Enthärter ausgestatteten wasserführenden
Haushaltsgerät in der Verfahrensweise möglich, daß nach
einem Öffnen des Salzbehälters und/oder dem Nachfüllen von
Salz automatisch ein Ausspülgang durchgeführt oder
zumindest vorbereitet wird, um Korrosionsschäden durch
Salzsole praktisch zu vermeiden.
Claims (8)
1. Geschirrspülmaschine, mit einem zu spülendes
Gut aufnehmenden Arbeitsbehälter und einem Salzbehälter,
dessen Einfüllöffnung im Arbeitsbehälter angeordnet und
mittels eines Deckels verschließbar ist, mit einer
Programmschalteinrichtung und zusätzlichen Steuermitteln
zur Steuerung eines Wasserzulaufventils, einer
Entleerungspumpe, von Anzeigemitteln, z. B.
Salzmangelanzeige, einer Umwälzpumpe oder dergl., dadurch
gekennzeichnete daß eine Sensoreinrichtung vorgesehen ist,
die ein Öffnen des Salzbehälterdeckels detektiert und ein
Steuersignal generiert, welches wenigstens einen
Ausspülgang steuert.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sensor ein abhängig von der axialen
Lage oder Drehwinkelstellung des Deckels gegenüber dem
Salzeinfüllstutzen betätigbarer Schalter ist.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sensor über ein Kuppelglied wie
z. B. Stößel oder Permanentmagnet, mit dem Deckel gekuppelt
ist.
4. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Deckel ein Permanentmagnet
zugeordnet ist, dem ein ortsfester magnetisch betätigbarer
Schalter bei geschlossenem Deckel benachbart ist.
5. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß ein, gegen die Kraft einer Feder in
Deckelöffnungsrichtung, verstellbar gelagerter Schaltstößel
vorgesehen ist, der mit einem Betätigungsglied eines
Schalters gekuppelt ist.
6. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß im Salzbehälter ein
auf das spezifische Gewicht von konzentrierter Salzsole
abgestimmter Schwimmkörper mit integriertem Permanentmagnet
höhenverstellbar geführt ist, dem ein magnetisch
betätigbarer Schalter zugeordnet ist, der eine
Schalteinrichtung steuert, welche nur bei einer
wiederkehrenden vorbestimmten Schaltstellung des Schalters
das Steuersignal generiert.
7. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß im Salzbehälter ein Hebel
gelagert ist, der mit einem Arm in den Einfallweg des
einzufüllenden Salzes ragt und mit dem ein Schalter in
Wirkverbindung steht, der eine Schalteinrichtung steuert,
welche nur bei einer wiederkehrenden vorbestimmten
Schaltstellung des Schalters das Steuersignal generiert.
8. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sensoreinrichtung und die notwendigen Aktoren bei ansonsten
abgeschalteten weiteren elektrischen Steuermitteln und
sonstigen Verbrauchern an eine Versorgungsspannungsquelle
angeschaltet sind.
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