DE4309530C2 - Vorrichtung für die dynamisch-mechanische Analyse von Probenkörpern - Google Patents
Vorrichtung für die dynamisch-mechanische Analyse von ProbenkörpernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die dynamisch-mecha
nische Analyse von Probenkörpern mit den Merkmalen des Oberbe
griffs des Patentanspruchs 1.
Die dynamisch-mechanische Analyse (DMA) ist als solches be
kannt. Mit ihr werden mechanische Eigenschaften einer Probe
quantitativ in Abhängigkeit von zum Beispiel der Temperatur,
Zeit und Frequenz einer aufgebrachten, oszillierenden Belastung
bestimmt. Bei der dynamisch-mechanischen Analyse wird auf den
zu untersuchenden Probekörper eine sich gemäß einer vorge
gebenen Zeitfunktion ändernde Kraft (beispielsweise eine sinus
förmige Kraft) als sogenannte Erregerfunktion aufgegeben. Die
aus dieser Kraftaufbringung resultierende Auslenkung (des
Probenkörpers bzw. des auf diesen einwirkenden kraftübertragen
den Stempels) enthält Informationen über den Speichermodul E′
und den dynamischen Verlustfaktor tan δ. Die vorstehend genannte
Auslenkung des Probenkörpers ist die sogenannte Antwortfunktion
auf die zeitabhängige Kraftaufbringung (Erregerfunktion).
Die Antwortfunktion kann dann analysiert werden, um Informatio
nen über den Probenkörper zu gewinnen.
Während einer dynamisch-mechanischen Analyse kann die Tempera
tur des Probenkörpers verändert werden. Zum Beispiel zeigt eine
starke Veränderung des viskoelastischen Verhaltens in einem be
stimmten Temperaturbereich einen Übergang im untersuchten Ma
terial an. Insbesondere Glasumwandlungstemperaturen lassen sich
mit der DMA sehr empfindlich messen. Auch werden sogenannte se
kundäre Relaxationsvorgänge sichtbar.
Untersuchen lassen sich mit der DMA insbesondere Polymere, ke
ramische Materialien und Metalle.
Um die oben definierte Antwortfunktion, also die Auslenkung des
Probenkörpers bzw. des kraftübertragenden Stempels zu gewinnen,
ist eine genaue Wegmessung erforderlich. Hierzu sind im Stand
der Technik bereits Wegaufnehmer bekannt, deren Weg (und somit
die Verformung des Probenkörpers) vermessen und an einen Rech
ner übertragen wird.
Die US-A-2,568,596 beschreibt eine Meßvorrichtung, bei der die
Messung in einem einzigen Hub durchgeführt wird. Es erfolgt
keine oszillierende Krafterzeugung.
Die DE 29 35 118 C2 beschreibt eine Vorrichtung zum Bestimmen
einer mechanischen Eigenschaft eines elastischen Materials, bei
der ein Metallblech an seinen beiden Enden mit einem Gehäuse
verbunden ist und in einem zentralen Bereich ein Befestigungs
element trägt. Zwischen dem Befestigungselement und einem
Halteelement ist eine Testprobe angeordnet.
Die US-A-5,154,085 beschreibt eine dynamische Meßvorrichtung
für die Viskoelastizität. Ein Dehnungsmesser ist vorgesehen, um
die Änderungen der Länge eines Probenkörpers zu messen. Der
Probenkörper wird einer elektromagnetisch erzeugten Kraft
ausgesetzt. Mittels einer Bewegungseinrichtung wird der elektro
magnetische Kraftgenerator bewegt und die Bewegung wird vermes
sen.
Der Erfindung liegt das Ziel zugrunde, eine Vorrichtung für die
dynamisch-mechanische Analyse von Probenkörpern zu schaffen,
die in einfacher Weise eine genaue und wenig störanfällige Weg
messung ermöglicht.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Patentan
spruch 1 gekennzeichnet.
Bei einer Kraftübertragung auf den Probenkörper mittels des
Stempels verbiegen sich die Biegearme, welche somit die Funk
tion von Federelementen haben. Die Verbiegung und somit die
Dehnung bzw. Stauchung der Randbereiche des Biegearmes liefert
ein direktes Maß für die Auslenkung des Biegearmes aus seiner
Ruhestellung und damit für den Weg des Stempels, der wiederum
direkt der Verformung des Probenkörpers entspricht.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
ist vorgesehen daß auf jedem der Biegearme zumindest zwei
Dehnungsmesser senkrecht zur Stempelbewegung nebeneinander
angeordnet sind.
Unter einem "Dehnungsmesser" ist ein Gerät zur Messung der re
lativen Verlängerung oder Verkürzung von Bauteilen und Werk
stoffen, die diese zum Beispiel unter dem Einfluß einer Last
oder einer Temperaturänderung erfahren, zu verstehen. Im Stand
der Technik sind unterschiedliche Dehnungsmesser bekannt, so
kann eine Dehnungsmessung mechanisch, elektrisch, optisch und
auch piezoelektrisch erfolgen.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind als
Dehnungsmesser sogenannte Dehnungsmeßstreifen vorgesehen. Deh
nungsmeßstreifen (DMS) sind Streifen zum Messen von Dehnungen
bzw. Verkürzungen. Sie bestehen üblicherweise aus einem iso
lierenden Träger, auf dem ein elektrischer Widerstand aufge
bracht ist. Bei einer Längenänderung ändert sich der Widerstand
und dessen Messung entspricht somit einer Messung der Längen
änderung. Eine Dehnungsmeßstreifen-Anordnung ist z. B. aus der
DE 28 37 448 C2 bekannt. Dort wird auch die im Stand der
Technik häufig verwendete Brückenschaltung für die Widerstands
messung beschrieben.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist zur
Verwendung in einem dynamisch-mechanischen Analysator vorge
sehen, daß die Dehnungsmeßstreifen in einer Brückenschaltung
geschaltet sind, die mit Gleichspannung betrieben wird. Mit
einer solchen Anordnung, bei der die Dehnung mit vier Deh
nungsmeßstreifen, die als Vollbrücke geschaltet sind, gemessen
wird, kann bei einem Betrieb mit Gleichspannung eine Filterung,
wie etwa bei einer Demodulation einer Trägerfrequenz, entfallen
und es ergeben sich bei der dynamischen Wegmessung keine fre
quenzabhängigen Phasenfehler.
Die weiter unten näher beschriebene Anordnung von vier Dehnungs
meßstreifen ermöglicht eine thermisch gute Koppelung der
einzelnen Dehnungsmeßstreifen, wodurch thermische Einflüsse auf
die Empfindlichkeit und Genauigkeit der Messung weitgehend
kompensiert werden können. Die thermisch gute Koppelung erfolgt
insbesondere durch Verbindungsblöcke zwischen den Biegearmen
aus gut leitendem Material.
Auch ermöglicht eine Anordnung gemäß den Fig. 2 und 3 von je
weils zwei Dehnungsmeßstreifen auf zwei Biegeschenkeln, daß
störende Einflüsse von eventuell auftretenden Torsionen am
Biegearm um die Längsachse keinen negativen Einfluß auf das
Meßergebnis haben.
Auch ist es möglich, die Empfindlichkeit der Messung dadurch zu
variieren und auf das gegebene Meßproblem abzustellen, daß die
Dicke des Biegearmes entsprechend eingestellt wird. Dabei kann
die Empfindlichkeit der Meßanordnung durch gezieltes Verjüngen
der Biegearme an bestimmten Teilabschnitten deutlich erhöht
werden.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch eine Vorrichtung für die dynamisch-mecha
nische Analyse von Probenkörpern;
Fig. 2-6 unterschiedliche Ausgestaltungen von Wegaufnehmern;
und
Fig. 7 ein Schaltbild für eine Brückenschaltung von vier
Dehnungsmeßstreifen.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung für die dynamisch-mechanische
Analyse.
Eine Krafterzeugungseinrichtung 10 erzeugt eine oszillierende
Kraft und weist beim dargestellten Ausführungsbeispiel ein
Solenoid auf, dessen Anker 12 entsprechend einem elektrischen
Kraftsignal, welches auf der Leitung 38 eingegeben wird, in
Richtung des Pfeiles P₁ oszilliert.
Die Krafterzeugungseinrichtung 10 ist in einem Schlitten 14 an
geordnet, der in einem Rahmen 16 gelagert ist. Die Relativstel
lung zwischen dem Schlitten 14 und dem Rahmen 16 ist entspre
chend dem Pfeil P₂ einstellbar, und zwar mittels eines Schritt
motors 18, der seine Steuersignale über eine Leitung 44 erhält.
Bei einer Messung bewegt sich der Schlitten 14 in bezug auf den
Rahmen 16 nicht, d. h. in einer einmal mittels des Schrittmotors
18 eingestellten Stellung ist der Schlitten 14 als ortsfest an
zusehen und der Anker 12 der Krafterzeugungseinrichtung 10 be
wegt sich in bezug auf den Schlitten 14 entsprechend dem Dop
pelpfeil P₁.
Die Kraft, die oszillierend entsprechend dem Doppelpfeil P₁ von
der Krafterzeugungseinrichtung 10 erzeugt wird, wird mittels
eines Stempels 22 auf einen zu untersuchenden Probenkörper 24
übertragen. Die Kraftfunktion ergibt sich aus den elektrischen
Daten der Krafterzeugungseinrichtung 10, also insbesondere aus
dem über die Leitung 38 eingegebenen sogenannten Kraftsignal,
welches das Solenoid steuert. Der Stempel 22 führt in Fig. 1
eine oszillierende Bewegung nach unten bzw. oben aus, die zum
einen von der Kraft abhängt und zum anderen von den mechani
schen Eigenschaften des Probenkörpers 24, insbesondere dessen
Speichermodul E′ und dessen dynamischem Verlustfaktor tan δ.
Dies ist als solches bekannt.
Um die Auslenkung des Probenkörpers 24 zu messen, ist der Stem
pel 22 fest mit einem Wegaufnehmer 20 verbunden. Der erfin
dungsgemäße vorgesehene Wegaufnehmer 20 wird weiter unten näher erläutert.
Weiterhin zeigt Fig. 1 einen Halter 26 für den Probenkörper 24
und eine Temperiereinrichtung 28, mit der die Temperatur des
Probenkörpers 24 gesteuert werden kann. Die Auslenkung des Pro
benkörpers ist in Fig. 1 schematisch durch den Pfeil 30 ange
deutet. Ein Thermoelement 32 mißt die Temperatur des Proben
körpers 24 und ein weiteres Thermoelement 34 mißt die Tempera
tur der Temperiereinrichtung 28, so daß die Temperatur des Pro
benkörpers 24 steuerbar ist.
Eine Steuerung 42 erzeugt das Kraftsteuersignal, welches über
die Leitung 38 zur Krafterzeugungseinrichtung 10 abgegeben
wird. Weiterhin nimmt die Steuerung 42 das Wegaufnehmersignal
über die Leitung 40 an.
Eine Steuerung 52 steuert und regelt die Temperiereinrichtung
28. Eine weitere Steuerung 54 steuert über eine Leitung 44 den
Schrittmotor 18 und erhält über eine Leitung 46 die Signale des
Probenthermoelementes 32. Ein Rechner 56 dient der Überwachung
und Auswertung der Messung.
Wie oben bereits erläutert ist, setzt die Krafterzeugungsein
richtung 10 das über die Leitung 38 erhaltene elektrische Sig
nal in eine Kraft um, die über den Stempel 22 auf den Proben
körper 24 übertragen wird. Die vom Wegaufnehmer 20 registrierte
Position des Stempels stellt die resultierende Auslenkung der
Probe 24 dar. Der weiter unten näher beschriebene Wegaufnehmer
gibt das Wegsignal des Stempels 22 sehr empfindlich und auch
bei höheren Frequenzen nahezu unverzerrt und ohne Zeitverzöge
rung wieder.
Wie oben bereits erläutert ist, ist die Krafterzeugungseinrich
tung 10 mittels des Schrittmotores 18 gegen die Probenhalterung
26 vertikal verschiebbar. Damit lassen sich Vorspannungen auf
die Proben 24 aufbringen und eine Anpassung an unterschiedliche
Probendicken ist leicht möglich.
Die Fig. 2 bis 6 zeigen unterschiedliche Ausführungsbeispiele
von Wegaufnehmern 20.
Gemäß Fig. 2 besteht der Wegaufnehmer 20 dieses Ausführungsbei
spieles im wesentlichen aus zwei Armen 60, 62. In bezug auf die
Richtung der oszillierenden Kraft, die in Fig. 1 durch den Dop
pelpfeil P₁ angegeben ist, weist der Wegaufnehmer 20 gemäß
Fig. 2 einen oberen Biegearm 60 und einen unteren Biegearm 62
auf, d. h. in bezug auf die Längsachse des Stempels 22 (Doppel
pfeil P₁) ist ein Biegearm 60 näher an der Krafterzeugungsein
richtung 10 angeordnet, während der andere Biegearm 62 näher am
Probenkörper 24 angeordnet ist. Wie Fig. 2 zeigt, ist das aus
den beiden Biegearmen 60, 62 gebildete Federelement auf der
einen Seite fest mit dem Schlitten 14 (welcher während einer
Messung ortsfest ist) verbunden, während das andere Ende der
beiden Biegearme starr mit dem Stempel 22 verbunden ist, der in
den Fig. 2 bis 6 schematisch angedeutet und dessen oszillierende
Bewegung durch Pfeile dargestellt ist.
Zwischen den beiden Biegearmen 60, 62 ist ein Hohlraum 64 frei.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf den Wegaufnehmer 20 gemäß Fig. 2
von oben. Danach sind auf dem oberen Biegearm 60 nebeneinander
zwei Dehnungsmeßstreifen 66a, 66b befestigt. Analog sind auf
dem unteren Biegearm zwei Dehnungsmeßstreifen angeordnet, von
denen in Fig. 2 nur der vordere Dehnungsmeßstreifen 68a gezeigt
ist. Aus den Fig. 2 und 3 ist auch die relative räumliche An
ordnung der Dehnungsmeßstreifen in bezug auf die Bewegung des
Stempels 22 zu entnehmen, d. h. bei diesem Ausführungsbeispiel
sind zwei Dehnungsmeßstreifen jeweils auf beiden Biegearmen 60
bzw. 62 angeordnet, und zwar so, daß die zwei auf einem Arm
angeordneten Dehnungsmeßstreifen jeweils senkrecht zur Bewe
gungsrichtung des Stempels nebeneinander und mit im wesent
lichen gleichem Abstand zur Längsachse des Bewegungsstempels
22 positioniert sind.
Die Fig. 4 und 5 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel, bei dem
auf dem oberen Biegearm 60 zwei Dehnungsmeßstreifen 66a und 70a
befestigt sind. Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf den Wegaufneh
mer gemäß Fig. 4 von oben. Danach sind die beiden Dehnungsmeß
streifen 66a, 70a senkrecht zur Bewegungsrichtung des Stempels
22 angeordnet, jedoch mit unterschiedlichem Abstand zur Längs
achse des Stempels 22.
Fig. 6 zeigt eine bevorzugte Ausgestaltung der Biegearme, wobei
die Biegearme 60, 62 so ausgestaltet sind, daß sie in denjeni
gen Bereichen, in denen die Dehnungsmeßstreifen 66a bzw. 68a
befestigt sind, Verjüngungen 74, 76 aufweisen zur Erhöhung des
Auslenkungs/Dehnungsverhältnisses. In den Verjüngungsbereichen
74, 76 weisen die Biegearme also einen geringeren Durchmesser
auf.
Bei allen beschriebenen Ausführungsbeispielen der Wegaufnehmer
20 gemäß den Fig. 2 bis 6 bewirkt eine Stempelbewegung eine Ver
biegung der Biegearme 60, 62 und somit eine Längenänderung der
Dehnungsmeßstreifen. Die Dehnungsmeßstreifen sind jeweils in
die Randbereiche der Biegearme integriert und ihre Längenände
rung ist ein direktes Maß für die Bewegung des Stempels und
damit die Auslenkung der Probe 24.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die jeweils
verwendeten mehreren Dehnungsmeßstreifen thermisch gut gekop
pelt. Für die Biegearme eignet sich insbesondere ein Material
mit hoher thermischer Leitfähigkeit. Wie dargestellt ist, wei
sen die Biegearme jeweils Verbindungskörper 80, 82 auf, die
eine hohe mechanische Stabilität und einen guten thermischen
Kontakt zwischen den Dehnungsmeßstreifen gewährleisten. An
einem Ende des Wegaufnehmers 20 ist der Verbindungskörper 80
mit dem Schlitten 14 verbunden, während der andere Verbindungs
körper 82 am anderen Ende des Wegaufnehmers 20 den Stempel 22
aufnimmt.
Wenn auf beiden Biegeschenkeln jeweils zwei Dehnungsmeßstreifen
nebeneinander angebracht sind (Fig. 2, 3), kann der Einfluß
einer eventuell auftretenden Torsion der Biegearme um ihre
Längsachse kompensiert werden.
Fig. 7 zeigt eine Brückenschaltung für die Dehnungsmeßstreifen
gemäß den Fig. 2 und 3. Die Brücke wird mit Gleichspannung be
trieben, so daß eine Filterung, wie sie z. B. bei einer Demodu
lation einer Trägerfrequenz auftritt, entfällt. Somit ergeben
sich bei einer dynamischen Wegmessung keine frequenzabhängigen
Phasenfehler. Ein Abgleichwiderstand RA dient der Einstellung
der Meßbrücke. Ein Differenzverstärker 84 nimmt das Brücken
signal auf und gibt eine Differenzspannung UA in bezug auf das
Massepotential ab.
Claims (5)
1. Vorrichtung für die dynamisch-mechanische Analyse von
Probenkörpern mit
- - einer eine oszillierende Kraft erzeugenden Krafterzeugungs einrichtung (10),
- - einem Stempel (22) zum Übertragen der von der Krafterzeu gungseinrichtung (10) erzeugten Kraft auf den Probenkörper (24),
- - und mit einem Wegaufnehmer (20) mit Biegearmen (60, 62) mit jeweils Dehnungsmessern (66, 68, 70,72) zum Messen des Weges des Stempels (22) bei der Kraftübertragung, wobei
- - die Biegearme (60, 62) an einem Ende jeweils ortsfest gelagert sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - zwei Biegearme (60, 62) vorgesehen sind,
- - die an den anderen Enden jeweils starr mit dem Stempel (22) verbunden sind, und
- - die in Richtung der Bewegung des Stempels (22) fluchtend hintereinander mit Abstand angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß auf jedem der
Biegearme (60, 62) zumindest zwei Dehnungsmesser in Richtung
senkrecht zur Stempelbewegung nebeneinander angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß als Dehnungsmesser
(66, 68, 70, 72) Dehnungsmeßstreifen vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dehnungsmeß
streifen in einer Brückenschaltung geschaltet sind, die mit
Gleichspannung betrieben wird.
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