DE4307424C2 - Regelverfahren zur kontinuierlichen Herstellung einer homogenen Dispersion, insbesondere Suspension sowie zugehörige Vorrichtung - Google Patents
Regelverfahren zur kontinuierlichen Herstellung einer homogenen Dispersion, insbesondere Suspension sowie zugehörige VorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Regelverfahren zur kontinuier
lichen Herstellung einer homogenen Dispersion, insbesonde
re Suspension aus zumindest einer Flüssigkeits- und einer
Feststoffkomponente nach dem Oberbegriff des Anspruches 1
sowie eine zugehörige Vorrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruches 6.
Suspensionsmischanlagen werden in der Bauindustrie einge
setzt und dienen insbesondere zur Herstellung von Suspen
sionen beispielsweise für eine Dicht- oder Schlitzwand,
für Hochdruckinjektionen, für Verpreßanker, für Bohrspü
lungen, für Kalkmilch etc.
Eine vorzugsweise pulverförmige Feststoffkomponente wird
beispielsweise aus einem Lagerbehälter in Form eines Silos
über ein zugeschaltetes Zuteil- oder Dosierorgan dosiert
einem Mischer über einen Mischereinlauf zugeführt. Als
Dosiereinrichtung können beispielsweise Zellenradschleu
sen, Förderschnecken und auch Vibrationsrinnen eingesetzt
werden. Die geforderte Durchsatzmenge kann durch eine
entsprechende Drehzahleinstellung erzielt werden.
Die beispielsweise aus Wasser bestehende Flüssigkeitskom
ponente wird ebenfalls aus einem separaten Lagerbehälter
mittels einer geeigneten Pumpe zu einem weiteren Mischer
einlauf gepumpt. Die geforderte Durchsatzmenge wird mit
einem zwischengeschalteten Stellventil eingestellt.
Unter optimalen Voraussetzungen könnte mit einer derarti
gen rein volumetrischen Dosierung eine stets gleichblei
bende Verhältnismäßigkeit der Mischungsbestandteile er
reicht werden.
In der Praxis hat sich aber gezeigt, daß diese Verfahrens
weise mit vielen unwägbaren Mängeln behaftet ist. Denn
sowohl bei der Flüssig- wie bei der Feststoffkomponente
führen die Zuteil- oder Dosiereinrichtungen im Hinblick
auf unterschiedliche Füllstandshöhen in den Lagerbehältern
zu unterschiedlichen Durchsatzmengen. Nachteilig sind auch
Frequenzschwankungen im Stromnetz, die vor allem bei Ag
gregatbetrieb im Baustelleneinsatz häufig auftreten.
Schließlich treten auch Ablagerungen am Ventilsitz des
Stellventiles auf, die die Durchsatzmengen in nicht kalku
lierbarer Weise unterschiedlich beeinflussen. Als nach
teilig ist ferner noch der zum Teil beachtliche Verschleiß
zu nennen. Bei pulverförmigen Stoffen kommt erschwerend
noch hinzu, daß der jeweilige Auflockerungs- bzw. Fluidi
sierungsgrad erhebliche Auswirkungen auf den Volumendurch
satz hat.
Sind jedoch hohe Anforderungen an die Zusammensetzung der
Suspension gefordert, scheidet deshalb eine rein volume
trische Dosierung aus. Dabei sollen in verfahrenstechni
scher Hinsicht vor allem die folgenden Kriterien erfüllt
sein:
- - Der Mischer muß in der Lage sein, die beiden Einzelkom ponenten (Flüssigkeit und Feststoff) in der Verweil- oder Durchlaufzeit durch den Mischer zu einer homogenen, dispersen Suspension aufzuschließen; und
- - die Zuteil- oder Dosierorgange für die Flüssig- und die Feststoffkomponente müssen gewährleisten, daß zu jedem Zeitpunkt die geforderte Proportionalität zueinander erhalten bleibt.
Dies ist nach heutigem Kenntnisstand jedoch nur durch
Ermittlung des genauen Massendurchflusses oder der Dichte
möglich.
Nach dem derzeit bekannten Stand der Technik werden dazu
verschiedene Methoden angewandt.
So ist es zum einen bekannt, daß der Mengendurchsatz der
Flüssigkomponente mit einem in die Rohrleitung eingebau
ten, magnetisch-induktiven oder Ultraschall-Durchflußmes
ser gemessen wird.
Das erhaltene Signal kann als Regelsignal einer Steuerung
zugeführt werden, worüber ein servobetriebenes Stellventil
ansteuerbar ist, um den Flüssigkeitsdurchsatz konstant zu
halten.
Der Mengendurchsatz der pulverförmigen Feststoffkomponente
wird ebenfalls gemessen, und zwar beispielsweise entweder
mittels einer Bandwaage, einer Prallplattenwaage oder
einer Differenzierwaage. Eine Bandwaage scheidet bei pul
verförmigen Feststoffen insbesondere aufgrund der auftre
tenden Staubentwicklung aus. Eine Prallplattenwaage ist
jedoch auch nachteilig. Sie weist vor allem große Einbau
abmessungen auf, erfordert einen hohen Kalibrieraufwand
bei Produktwechsel, ist empfindlich gegen Lageänderung und
zudem ungenau bei großen Schwankungen des Mengendurchsat
zes. Zusätzlich verursacht eine Prallplattenwaage auch
große Anschaffungskosten.
Eine Differenzierwaage weist ebenfalls große Einbauabmes
sungen auf und ist vor allem für große Durchsatzmengen
nicht geeignet. Während der Befüllzeit des Pufferbehälters
ist die Gewichtabnahme nicht meßbar, was zu einem unkon
trollierten Mengendurchsatz führt. Ferner erfordert eine
Differenzierwaage auch relativ hohe Anschaffungskosten.
Es ist deshalb auch schon ein Regelverfahren vorgeschlagen
worden, bei welchem, wie oben beschrieben, der Mengen
durchsatz der Flüssigkomponente gemessen und über ein ent
sprechendes Meßsignal mittels einer Regeleinrichtung der
Flüssigkeitsdurchsatz konstant gehalten wird. Dabei ist
ferner erforderlich, daß alternativ zur Messung des Masse
durchsatzes der Feststoffkomponente die Dichte der Fertig
suspension am Mischerauslauf mit einem Massedurchflußmes
ser gemessen wird. Eine Veränderung der Dichte bewirkt
eine Veränderung des elektrischen Meßsignals, welches
somit zusätzlich zur Regelung der Feststoffmenge verwandt
werden kann.
Für die kontinuierliche Dichtemessung der Suspension wird
nach dem Stand der Technik ein Massedurchflußmesser einge
setzt, der entweder nach dem Coriolis-Kraft-Meßprinzip
oder nach dem radiometrischen Meßprinzip arbeitet.
Nach dem Coriolis-Kraft-Meßprinzip arbeitende Meßgeräte
erfordern aber ebenfalls wieder relativ hohe Anschaffungs
kosten. Zudem sind sie sehr empfindlich gegen Material
ablagerungen im Rohr (beispielsweise bei Zement oder ähn
lichem), erfordern einen hohen Reinigungsaufwand und un
terliegen bei abrasiven Medien einem hohen Verschleiß,
wodurch hohe Reparaturkosten verursacht werden.
Bei auf dem Prinzip der radiometrischen Dichtemessung
basierenden Meßgeräten wird ähnlich den auf medizinischem
Gebiet bekannten Röntgengeräten die Dichte des Meßstoffes
über die Absorption ionisierender Strahlungen ermittelt
und elektronisch ausgewertet. Auch diese Geräte sind rela
tiv teuer. Vor allem erfordern derartige Geräte den Ein
satz radioaktiver Stoffe zur Meßung, weshalb der Betrieb
eines derartigen Gerätes die Genehmigung der zuständigen
Behörde und den Einsatz eines Strahlenschutzbeauftragten
beim Betreiber voraussetzt.
Eine spezielle Anlage, nämlich eine Anlage zur kontinuier
lichen Stärkemilch-Aufbereitung ist aus der DE 29 45 361
A1 bekannt geworden. Dabei wird aus einem Vorratsbehälter
Stärke und über eine Zuführleitung Wasser einem Homogeni
sierungsgefäß über ein Fallrohr zugeführt. Am Ausgang
dieses Homogenisierungsgefäßes ist eine Pumpe vorgesehen,
worüber die Stärkemilch zum Verbraucher gefördert werden
kann.
Das Regel- und Dosierverfahren erfolgt dabei derart, daß
in der Förderleitung der Pumpe zum Verbraucher (also dem
Mischbehälter nachgeordnet) die Konzentration und nicht
die Durchflußmenge der abgegebenen Mischung (Dispersion)
gemessen wird. Die Messung der Konzentration erfordert
aber wieder die eingangs erwähnten aufwendigen Meßanlagen,
die nach dem radiometrischen oder dem Coriolis-Kraft-Meß
prinzip arbeiten.
Zudem wird die Wasserzuführung über ein Regelventil ge
regelt, wobei das Regelventil sein Ist-Signal von einem
Niveautransmitter im Mischbehälter erhält. Eine Änderung
der Zuführmenge in Abhängigkeit von der Füllstandshöhe ohne
Regelung der weiteren Komponenten führt aber in un
erwünschtem Sinne zu einer Änderung der Dispersionszusam
mensetzung und -dichte am Ausgang des Mischers.
Zudem ist ein Regler für das am Ausgang des Behälters
vorgesehene Regelgetriebe der Pumpe vorgesehen. Bei diesem
Regelverfahren gehen somit nicht nur Ist-Werte bezüglich
der Konstellationsmessung des augenblicklichen Material
flusses, sondern auch noch eine Konstellationsmessung in
die vom Mischbehälter zum Verbraucher führenden Förderlei
tungen ein.
Schließlich ist eine Vorrichtung zum Mischen von Flüssig
keiten auch aus der DE-OS 15 57 026 bekannt geworden,
mittels der Trägerflüssigkeiten, beispielsweise bei der
Getränkeherstellung, gemischt werden können.
Bei dieser bekannten Anlage wird also stets nur die eine
Flüssigkeitskomponente mengenmäßig erfaßt und in Abhängig
keit davon über eine Zweigleitung, in der eine Pumpe
sitzt, der nachfolgenden beide Komponenten vereinigenden
Mischkammer eine entsprechende Dosiermenge zugeführt. Eine
Gesamtsteuerung des Systems erfolgt durch ein im Ausgang
des Mischers sitzendes Mengenmeßgerät. Eine undosierte
Zuführung einer Feststoffkomponente ist bei dieser Anlage
nicht vorgesehen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, ein
verbessertes Regelverfahren zur kontinuierlichen Herstel
lung einer homogenen Suspension sowie eine zugehörige
Vorrichtung zu schaffen, die mit vergleichsweise geringem
Aufwand und bei geringeren Anschaffungskosten ein verbes
sertes Ergebnis zur Folge hat.
Die Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens gemäß den im
Anspruch 1 und bezüglich der Vorrichtung gemäß den im
Anspruch 6 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Aus
gestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Es kann als durchaus überraschend bezeichnet werden, daß
mittels der vorgeschlagenen Erfindung ein Regelverfahren
möglich ist, welches bei geringem Aufwand stets gewähr
leistet, daß zu jedem Zeitpunkt die geforderte Proportio
nalität zwischen der Flüssigkeits- und der Feststoffkom
ponente mit geringsten Toleranzen aufrecht- und eingehalten
wird.
Dies ist dadurch möglich, daß als Regelgrößen - wie im
Stand der Technik auch - zum einen der Mengendurchsatz der
Flüssigkeitskomponente mit einem geeigneten Meßgerät, vor
zugsweise einem Ultraschall- oder magnetisch-induktiven
Durchflußmeßgerät gemessen wird, und daß ferner erfin
dungsgemäß eine weitere Meßgröße bezüglich der am Mischer
auslauf meßbaren Fertigsuspension erzeugt wird, wobei hier
im Gegensatz zum Stand der Technik, nicht der Massendurch
satz, sondern die Gesamtdurchsatzmenge der Suspension
gemessen wird. Das Regelprinzip arbeitete dabei auf der
Grundlage, daß bei Zuführung eines Mengenstromes "X" (bei
spielsweise in Form der pulverförmigen Feststoffkomponen
te) in einen vorzugsweise konstanten Mengenstrom "Y" (z. B.
in Form der wäßrigen Flüssigkeitskomponente) der entste
hende Gesamtmengenstrom sich in Abhängigkeit vom zugeführ
ten Mengenstrom "X" verändern muß.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat es
sich als besonders günstig erwiesen, als Meßgröße für die
Suspension am Auslauf des Mischers einen magnetisch-induk
tiven Durchflußmesser oder beispielsweise einen Ultra
schall-Durchflußmesser einzusetzen. Diese Meßgeräte arbei
ten hoch genau und lassen sich zu vergleichsweise geringen
Anschaffungskosten bereitstellen. Handelsübliche magne
tisch-induktive Mengendurchflußmesser erbringen beispiels
weise eine reproduzierbare Genauigkeit von ca. 0,1% des
Meßwertes.
Durchflußmengen-Meßgeräte zur Messung der Durchflußmenge
der Suspension am Auslauf des Mischers sind zwar bereits
bei entsprechenden Mischeranlagen verwandt worden. Der
artige Meßgeräte wurden aber niemals für ein entsprechen
des Regelverfahren zur Herstellung einer Suspension unter
stetiger Aufrechterhaltung einer gewünschten Proportiona
lität zwischen den verschiedenen Komponenten eingesetzt,
sondern lediglich als reine Durchflußmengen-Meßgeräte zur
Ermittlung und Protokollierung der tatsächlich hergestell
ten und abgegebenen Mengen, um beispielsweise auf dieser
Grundlage die angefallenen Kosten zu berechnen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt eine entsprechende
elektrische/elektronische Regeleinrichtung mit zumindest
zwei Meßgeräten zur Messung der Flüssigkeits- und der Sus
pensions-Durchflußmenge, wobei die Meßgeräte bevorzugt auf
einem magnetisch-induktiven oder Ultraschall-Meßgerät ba
sieren.
Das erfindungsgemäße Verfahren wie die erfindungsgemäße
Vorrichtung eignen sich aber nicht nur zur Herstellung
einer homogenen Suspension, sondern vor allem auch einer
homogenen Emulsion. Bei der Emulsion handelt es sich be
kanntermaßen um eine Dispersion, bei der eine Flüssigkeit
in Form feiner Tröpfchen in einer anderen verteilt ist.
Allgemein kann das Verfahren immer dann angewandt werden,
wenn zumindest eine der beiden zu mischenden Komponenten
flüssig oder zumindest fließfähig, also zumindest pastös
und damit dickflüssig ist. Von daher findet das erfin
dungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung bei allen ent
sprechenden Systemen aus mehreren Phasen, also sogenannten
Dispersionen Anwendung. Beispiele derartiger Dispersionen
sind die eben genannten Emulsionen sowie die Suspension.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich nachfolgend aus dem anhand einer Zeichnung
erläuterten Ausführungsbeispiel.
In der Zeichnung ist ein kontinuierlich arbeitender und
von einem Motor 1′ angetriebener Mischer 1 gezeigt, welchem
über einen ersten Zulaufsweg 3 eine Flüssigkeitskomponente
beispielsweise in Form von Wasser aus einem Lagerbehälter
5 zugeführt wird. Der Mischer arbeitet dabei derart, daß
sich keinerlei Füllstandsschwankungen einstellen, die sich
unter Umständen zeitverzögert am Mischerauslauf durch
Veränderung des Gesamtmengendurchsatzes auswirken würden.
Zwischen dem Lagerbehälter 5 und dem Mischer 1 ist eine
Pumpe 9, ein vorzugsweise elektrisch bzw. elektrisch-ma
gnetisch ansteuerbares Stellventil 11 und ein Durchfluß
messer 13 zur Messung der Einflußmenge dem Flüssigkeits
komponente angeordnet. Der Durchflußmesser 13 kann auch
unter Umständen vor dem Stellventil bzw. der Pumpe 9 ange
ordnet sein.
Über einen zweiten Zulaufweg 15 wird von einem Lagerbehäl
ter 17 die vorzugsweise pulverisierte Feststoffkomponente
ebenfalls dem Mischer 1 zugeführt. Dazu ist am unteren
Auslauf des Lagerbehälters 17 ein Dosierorgan 19 vorzugs
weise in Form einer Förderschnecke vorgesehen, welche über
einen elektrisch ansteuerbaren Motor 21 angetrieben wird.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird die entsprechend do
sierte Feststoffkomponente über einen Trichter 23 dem
Mischer 1 zugeführt.
Über einen Auslauf 25 am Mischer 1 wird die dann fertig
gestellte Suspension abgegeben, wobei dem Auslauf 25 nach
bzw. zugeordnet ein weiteres Meßgerät in Form eines Men
gendurchfluß-Meßgerätes 27 angeordnet ist.
Es ist in der Zeichnung auch noch eine elektrisch/elek
tronische Regeleinrichtung 29 vorgesehen, der das von dem
Mengendurchfluß-Meßgerät 13 für die Flüssigkeitskomponente
erzeugte Meßsignal Mfl und das von dem Mengendurchfluß-Meß
gerät 27 erzeugte Durchflußmengen-Signal Mfest
zugeführt und in Abhängigkeit von den dort ein
gestellten Stellwerten entsprechende Regelgrößen erzeugt
werden.
Bevorzugt erfolgt die Regelung derart, daß insbesondere
bei Verwendung eines manuell einstellbaren Stellventiles
11 zur Grobeinstellung einer bestimmten Durchflußmenge der
Flüssigkeitskomponente der jeweils tatsächliche Ist-Wert
der dem Mischer 1 zugeführten Durchflußmenge gemessen und
ansonsten die Einstellung des Stellventiles 11 nicht ver
ändert wird. In Abhängigkeit von dem gemessenen Mengen
durchfluß-Meßsignal für die Flüssigkeitskomponente Mfl wird
dann zur Einhaltung einer gewünschten Proportionalität
zwischen den Komponenten über die Regeleinrichtung 29 das
Meßsignal Msusp so ausgewertet, daß darüber das Dosierorgan
19, d. h. insbesondere dessen Motor 21 so angesteuert wird,
daß stets die einer bestimmten Durchflußmenge der Flüs
sigkeitskomponente entsprechende Menge der Feststoffkom
ponente dem Mischer 1 zugeführt wird.
Insbesondere bei Verwendung eines elektrisch ansteuerbaren
Stellventiles 11 ist es natürlich genauso möglich, bei
einer Abweichung des gemessenen Durchfluß-Mengenwertes für
die ermittelte Suspension von dem gewünschten Soll-Wert
die Durchflußmenge der Flüssigkeitskomponente entsprechend
nachzuregeln, damit die gewünschten Soll-Werte für die
Durchflußmenge der Suspension wieder erreicht werden.
Das Verfahren soll nachfolgend kurz beschrieben werden.
Wird beispielsweise dem Mischer 1 100 kg/min Flüssigkeits
komponente (z. B. Wasser) und 93 kg/min Zement zugeführt,
so ergibt dies einen Meßwert der Durchflußmenge der Sus
pension von 130 Litern/min.
Soll der vorstehend genannte Wert beispielsweise der ge
wünschte Soll-Wert sein, und würde das Mengen-Durchfluß-
Meßgerät 27 am Mischerausgang für die Suspension einen Ab
gabewert von beispielsweise 140 Litern/min bei unverändert
gemessenen 100 Litern/min für die zugeführte Flüssigkeits
menge messen, so heißt dies letztlich, daß 10 Liter/min
zuviel an der Feststoffkomponente dem Mischer zugeführt
wurden. Bei einer Dichte des Zementes von beispielsweise
3,1 kg/dm³ entspricht dies einer Menge von 31 kg/min, die
dem Mischer an Zement zuviel zugeführten wurden, da da
durch die Dichte von dem gewünschten Soll-Wert der Suspension
von beispielsweise 1,48 kg/dm³ auf 1,60 kg/dm³ abweichen
würde. Die entsprechenden Daten sind beispielhaft am Ende
der Beschreibung in der dort wiedergegebenen Tabelle auf
geführt.
Die gemessenen Mengen-Durchfluß-Meßgrößen können natürlich
auch noch ergänzend zur statistischen Protokollierung der
Ist-Zweitwerte bzw. für Summenprotokolle herangezogen
werden.
Insbesondere bei Verwendung von magnetisch-induktiven
Durchfluß-Meßgeräten lassen sich extrem hohe bisher nicht
gekannte Genauigkeiten für ein derartiges Regelverfahren
erzielen. Handelsübliche magnetisch-induktive Durchfluß-
Meßgeräte erbringen eine reproduzierbare Genauigkeit von
beispielsweise 0,1% des Meßwertes.
Claims (10)
1. Regelverfahren zur kontinuierlichen Herstellung einer
homogenen Dispersion, insbesondere Suspension aus zumin
dest einer vorzugsweise aus Wasser bestehenden Flüssig
keitskomponente und einer weiteren vorzugsweise in Form
einer pulverförmigen Mischkomponente vorliegenden Fest
stoffkomponente mit folgenden Merkmalen:
- - dem Mischer wird die Flüssigkeits- und die weitere Mischkomponente zugeführt,
- - zumindest die eine Flüssigkeits- oder die weitere Misch komponente wird in Abhängigkeit von einem Regelsignale do siert,
- - die Dosierung erfolgt über eine Regeleinrichtung, der als eine Meßgröße ein Mengen-Durchfluß-Meßsignal für die Flüssigkeitskomponente zugeführt wird,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- - als weitere Meßgröße wird am Ausgang des Mischers bzw. dem Ausgang des Mischers nachgeordnet die Durchflußmenge der abgegebenen Dispersion gemessen und ein Mengen- Durchfluß-Signal für die Dispersion erzeugt,
- - mit der Regeleinrichtung wird in Abhängigkeit von diesen bzw. unter Berücksichtigung dieser Meßgrößen und in Abhängigkeit von einem eingegebenen Soll-Wert für das Verhältnis der Mischungskomponenten eine entsprechende Dosierung der Flüssigkeits- oder der weiteren Mischkomponente durchge führt.
2. Regelverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in Abhängigkeit von dem ermittelten Regelsignal die
Durchlaufmenge der weiteren Mischkomponente dosiert wird,
wobei ein im Zulaufweg (3) für die Flüssigkeitskomponente
angeordnetes Stellventil (11) bezüglich seines Einstell
wertes unverändert bleibt.
3. Regelverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß in Abhängigkeit von dem ermittelten Regelsi
gnal die Durchlaufmenge der Flüssigkeitskomponente dosiert
wird, mit dem vorzugsweise ein elektrisch ansteuerbares
Stellventil (11) entsprechend angesteuert wird.
4. Regelverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Messung der abgegebenen
Durchflußmenge der Dispersion mittels Ultraschall erfolgt.
5. Regelverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Messung der abgegebenen
Durchflußmenge der Dispersion magnetisch-induktiv erfolgt.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Regelverfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 5, mit den folgenden Merkmalen:
- - es ist ein Mischer (1) vorgesehen,
- - in einem ersten, zum Mischer (1) führenden Zulaufweg (3) ist ein Stellventil (11) und ein Mengen-Durchfluß-Meßge rät (13) zur Messung der Durchflußmenge der Flüssig keitskomponente und vorzugsweise ein Förderorgan in Form einer Pumpe (9) vorgesehen,
- - in einem zweiten Zulaufweg (15) zum Mischer (1) ist ein Dosierorgan (19) zur Dosierung der Feststoffkomponente angeordnet,
- - dem Mischer (1) nachgeordnet ist ein weiteres Meßgerät zur Messung der abgegebenen Durchflußmenge der Disper sion,
- - eine elektrisch/elektronische (Regeleinrichtung (29) zur Ansteuerung zumindest eines Zuteil- und Dosierorgans (19) ist vorgesehen,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- - das am Auslauf des Mischers (1) vorgesehene bzw. dem Mischer (1) nachgeordnete Meßgerät besteht aus einem Mengen-Durchfluß-Meßgerät (27), und
- - die Regeleinrichtung (29) erzeugt ein Dosiersignal zur Ansteuerung des Stellventiles (11) im Flüssigkeits-Zu laufweg (3) und/oder zur Ansteuerung des Dosierorgans (19) im Zulaufweg (15) der weiteren Mischkomponente, und zwar in Abhängigkeit von dem von dem Mengen-Durchfluß- Meßgerät (13) für die Messung der Flüssigkeitskomponente sowie von dem von dem Mengen-Durchfluß-Meßgerät (27) zur Messung der Durchflußmenge der Dispersion erzeugten Meßsignal und in Abhängigkeit von einem eingegebenen Soll- Wert für das Verhältnis der Mischungskomponenten.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mengen-Durchfluß-Meßgerät (27) am Auslauf des
Mischers (1) aus einem magnetisch-induktiven Durchfluß-
Meßgerät besteht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mengen-Durchfluß-Meßgerät (27) am Auslauf des
Mischers (1) aus einem Ultraschall-Durchfluß-Meßgerät be
steht.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE4307424A DE4307424C2 (de) | 1993-03-09 | 1993-03-09 | Regelverfahren zur kontinuierlichen Herstellung einer homogenen Dispersion, insbesondere Suspension sowie zugehörige Vorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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DE4307424A DE4307424C2 (de) | 1993-03-09 | 1993-03-09 | Regelverfahren zur kontinuierlichen Herstellung einer homogenen Dispersion, insbesondere Suspension sowie zugehörige Vorrichtung |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE4307424A1 DE4307424A1 (de) | 1994-09-15 |
DE4307424C2 true DE4307424C2 (de) | 1997-07-31 |
Family
ID=6482344
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DE4307424A Expired - Lifetime DE4307424C2 (de) | 1993-03-09 | 1993-03-09 | Regelverfahren zur kontinuierlichen Herstellung einer homogenen Dispersion, insbesondere Suspension sowie zugehörige Vorrichtung |
Country Status (1)
Country | Link |
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DE (1) | DE4307424C2 (de) |
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Date | Code | Title | Description |
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OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
D2 | Grant after examination | ||
8363 | Opposition against the patent | ||
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