DE4240076A1 - Hydraulische Steuereinrichtung für einen Arbeitszylinder - Google Patents
Hydraulische Steuereinrichtung für einen ArbeitszylinderInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer hydraulischen Steuereinrichtung
nach der im Oberbegriff des Anspruchs 1 näher angegebenen Gattung.
Es ist schon eine solche hydraulische Steuereinrichtung für einen
doppeltwirkenden Arbeitszylinder in einer Lenkeinrichtung aus der
DE-GM 90 05 983 bekannt, bei der die beiden Arbeitsräume des Ar
beitszylinders von einem proportional arbeitenden 4/3-Wegeventil an
steuerbar sind, wobei beide Arbeitsräume durch hydraulisch entsperr
bare Sperrventile abgesperrt sind und eine hydraulisch entlüftbare
Bremseinrichtung dessen Kolbenstange arretiert. Ferner ist in eine
zum Proportionalventil führende Zulaufleitung ein zusätzliches Wege
ventil geschaltet, mit dem ein Stellzylinder der Bremseinrichtung
steuerbar ist. Mit solchen Steuereinrichtungen soll eine funktions
sichere Arbeitsweise des Arbeitszylinders sowie eine sichere Arre
tierung der Kolbenstange erreicht werden. Um hier hohe Sicherheits
anforderungen zu erfüllen, sind in dem hydraulischen Kreis zwei re
dundante Abschaltpfade vorgesehen, wobei als erstes Abschaltmittel
das dem Proportionalventil vorgeschaltete Wegeventil verwendet wird,
während als zweites Abschaltmittel die zwischen Proportionalventil
und Arbeitszylinder geschalteten, hydraulisch entsperrbaren Sperr
ventile dienen. Das Proportionalventil selbst muß in solchen
Lenkkreisen für Regelzwecke eine schnelle Arbeitsweise aufweisen und
hat deswegen einen Steuerschieber, der mit Nullüberdeckung bzw. so
gar negativer Überdeckung ausgerüstet ist; das Proportionalventil
kann deshalb keine sichernde Abschaltfunktion übernehmen. Gerade bei
mobilen Anwendungsfällen kann es nun von Nachteil sein, daß der Bau
aufwand durch die Sperrventile relativ groß ist und die Steuerein
richtung zu teuer und groß baut. Ferner kann bei dieser Bauweise mit
den Sperrventilen durch deren leckfreie Sitzventilbauart bei un
günstigen Betriebsbedingungen der Fall eintreten, daß das einge
schlossene Druckmittelvolumen sich bei Wärme zu stark ausdehnt und
dabei unerwünschte Druckerhöhungen auftreten können, welche die
Funktion störend beeinflussen. Es müssen deshalb zusätzliche Mittel
zum Abbau solcher temperaturabhängigen Druckerhöhungen vorgesehen
werden.
Die erfindungsgemäße hydraulische Steuereinrichtung mit den kenn
zeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vor
teil, daß sie die gleichen Sicherheitsfunktionen mit verringertem
Aufwand erfüllt. Das Proportionalventil kann nun selbst für einen
Sicherheits-Abschaltpfad verwendet werden, so daß zwei hydraulisch
angesteuerte, im Arbeitskreis liegende Sperrventile eingespart wer
den. Der Mehraufwand im Proportionalventil durch die positive Über
deckung ist dabei verhältnismäßig gering. Die Steuereinrichtung läßt
sich dadurch einfacher, kompakter und billiger bauen. Mit einem der
art ausgerüsteten Proportionalventil läßt sich nicht nur die Ge
schwindigkeit der Kolbenstange des Arbeitszylinders in Sicherheits
stellung auf unkritische Werte begrenzen, sondern es kann darüber
hinaus durch die verbleibende, sehr geringe Leckage im Proportional
ventil erreicht werden, daß die bei ungünstiger Wärmeeinwirkung auf
tretende Volumenausdehnung so weit abgebaut wird, daß keine Funk
tionsstörungen auftreten können.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vor
teilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch
angegebenen Steuereinrichtung möglich. Besonders vorteilhaft ist
eine Ausbildung nach Anspruch 2, wenn die positive Überdeckung bei
einem 4/3-Proportionalventil in dessen Mittelstellung ausgeführt
wird und mit Hilfe eines elektronischen Reglers mit gespeicherter
Ventilkennlinie erreicht wird, daß insgesamt ein proportionales Re
gelverhalten erzielt wird. Dies begünstigt eine kostengünstige und
kompakte Losung. Ferner ist es vorteilhaft, die Steuereinrichtung
gemäß Anspruch 3 auszubilden, da hierbei ein handelsübliches Propor
tionalventil mit relativ einfachem, zugehörigen elektronischen Reg
ler verwendet werden kann. Dabei begünstigt der Nullschnitt des
Steuerschiebers ein gutes Regelverhalten, während der einfach wir
kende Magnetantrieb eine relativ kostengünstige Bauweise erlaubt.
Eine verhältnismäßig große positive Überdeckung läßt sich leicht in
der äußeren, vierten Sicherheitsstellung unterbringen. Zweckmäßig
ist ferner eine Ausbildung nach Anspruch 4, wodurch sich günstige
Eigenschaften in Betrieb erzielen lassen. Die positive Überdeckung
ist dabei so groß gewählt, daß alle im Betrieb auftretenden Toleran
zen und Faktoren ausreichend berücksichtigt werden; insbesondere
können hierbei durch Wärme auftretende Toleranzänderungen, durch
Fehleinstellungen in der Steuerschieber-Zentrierung oder durch Setz
erscheinungen von Federn auftretende Einflußfaktoren berücksichtigt
werden. Günstig ist es ferner, wenn gemäß Anspruch 5 das elektro
nische Steuergerät bzw. der Regler für das Proportionalventil in
Digitaltechnik ausgeführt wird, womit sich eine Linearisierung einer
Kennlinie leicht durchführen läßt. Weitere vorteilhafte Ausgestal
tungen ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen, der Beschreibung und
der Zeichnung.
Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung darge
stellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der hydraulischen Steuer
einrichtung in vereinfachter Darstellung und die Fig. 2 und 3 je
weils einen Teil einer zweiten bzw. dritten Ausführungsform der
Steuereinrichtung ebenfalls in vereinfachter Darstellung.
Die Fig. 1 zeigt in vereinfachter Darstellung eine hydraulische
Steuereinrichtung 10, deren doppelt wirkender Arbeitszylinder 11 von
einem Proportionalventil 12 ansteuerbar ist, das als 4-Wege-3-Stel
lungsventil ausgebildet ist.
Im Arbeitszylinder 11 trennt ein Kolben 13 einen ersten Arbeitsraum
14 von einem zweiten Arbeitsraum 15, die jeweils über eine erste
bzw. zweite Arbeitsleitung 16 bzw. 17 an das Proportionalventil 12
angeschlossen sind. In die Arbeitsleitungen 16, 17 sind dabei kei
nerlei zusätzliche Ventile mit Sicherheitsfunktionen geschaltet. Der
Hub des Kolbens 13 und damit seiner zugeordneten Kolbenstange 18
wird mit Hilfe eines Wegaufnehmers 19 erfaßt, der seine elektrischen
Signale über eine erste elektrische Leitung 21 an ein elektronisches
Steuergerät 22 meldet.
Dem Arbeitszylinder 11, der vorzugsweise bei hydraulischen Hinter
achslenkungen in Kraftfahrzeugen Verwendung findet, ist eine Brems
einrichtung 23 zugeordnet, deren Bremskörper 24 von der Kraft einer
Feder 25 an die Kolbenstange 18 gedrückt wird und diese in der je
weiligen Lage arretiert. Die Bremseinrichtung 23 ist durch einen hy
draulisch betätigbaren Stellzylinder 26 lüftbar, wozu der Stellzy
linder 26 mit einer ersten Steuerleitung 27 in Verbindung steht. Vom
Stellzylinder 26 führt eine Leckölleitung 28 zu einem Tank 29.
Das Proportionalventil 12 weist einen Regelschieber 31 auf, der von
einer doppeltwirkenden Rückholeinrichtung 33 in einer Mittelstellung
32 zentriert wird, in welcher er sämtliche vier Arbeitsanschlüsse
hydraulisch blockiert. Der Regelschieber 31 wird von einem Doppel
hub-Proportionalmagnet 34 betätigt, wozu er über zwei elektrische
Leitungen 35 mit dem elektronischen Steuergerät 22 in Verbindung
steht. Der Regelschieber 31 ist vom Proportionalmagnet 34 aus der
Mittelstellung 32 heraus nach beiden Seiten in eine erste Arbeits
stellung 36 bzw. eine zweite Arbeitsstellung 37 auslenkbar. Ein ab
laufseitiger Arbeitsanschluß des Proportionalventils 12 steht über
eine Rücklaufleitung 38 mit dem Tank 29 in Verbindung, während von
seinem zulaufseitigen Arbeitsanschluß eine Zulaufleitung 39 zu einer
Druckmittelquelle 41 führt, die hier als Speicher ausgebildet ist
und von einer nicht näher gezeichneten Pumpe aufgeladen wird.
Beim Proportionalventil 12 ist der Regelschieber 31 so ausgebildet,
daß er in der Mittelstellung 32 eine positive Überdeckung aufweist.
Anstelle der bei solchen Regelventilen sonst üblichen negativen
Überdeckung bzw. eines Nullschnitts ist hier die positive Über
deckung relativ groß ausgebildet und hat beispielsweise eine Größe
von 0,6 mm. Diese Überdeckung muß einerseits so groß gewählt werden,
daß sämtliche im Betrieb auftretenden Störfaktoren berücksichtigt
werden und das Proportionalventil 12 in der federzentrierten Mittel
stellung 32 den Arbeitszylinder 11 ausreichend absperrt, so daß eine
Begrenzung von dessen Stellgeschwindigkeit auf unkritische Werte in
der Sicherheitsstellung 32 erreicht wird. Das Proportionalventil 12
kann somit als ein Abschaltmittel verwendet werden, um auf diese
Weise in der Steuereinrichtung 10 ein redundantes Abschaltsystem
aufzubauen. Andererseits wird durch die positive Überdeckung die
eigentliche Ventilkennlinie des Proportionalventils 12 in einer für
die Regelung ungünstigen Weise verändert. Um diesen Einfluß zu kom
pensieren, wird der Doppelhub-Proportionalmagnet 34 über ein dem
Steuergerät 22 zugeordneten elektronischen Regler 42 angesteuert, in
dem die Ventilkennlinie des Proportionalventils 12 abgelegt ist und
die bei der Ansteuerung des Proportionalventils 12 in an sich be
kannter Weise so verarbeitet wird, daß das proportionale Regelver
halten insgesamt linearisiert wird. Günstig läßt sich dies er
reichen, wenn der Regler 42 und insbesondere das Steuergerät 22 in
Digitaltechnik ausgebildet werden. In die Zulaufleitung 39 ist
stromaufwärts vom Proportionalventil 12 ein Wegeventil 43 geschal
tet, das als 3/2-Ventil ausgebildet ist. Ein Steuerschieber 44
dieses Wegeventils 43 wird von einer Feder 45 in einer Grundstellung
46 zentriert, in welcher er einen zum Speicher 41 führenden Ab
schnitt 47 der Zulaufleitung 39 hydraulisch absperrt und einen
stromabwärts liegenden Abschnitt 48 der Zulaufleitung 42 über einen
Rücklaufkanal 49 zum Tank 29 entlastet. Der Steuerschieber 44 ist
von einem Schaltmagnet 51 in eine Schaltstellung 51 auslenkbar, in
welcher er die Zulaufleitung 39 aufsteuert und den Rücklaufkanal 49
blockiert. Der Schaltmagnet 51 steht zu diesem Zweck über eine
dritte elektrische Leitung 53 mit dem elektronischen Steuergerät 22
in Wirkverbindung. Das Wegeventil 43 bildet auf diese Weise erste
Abschaltmittel in der Steuereinrichtung 10.
Die Wirkungsweise der Steuereinrichtung 10 wird wie folgt erläutert,
wobei die grundsätzliche Funktion des 4/3-Proportionalventils 12 als
an sich bekannt vorausgesetzt wird.
Bei dem im Fig. 1 dargestellten Zustand der Steuereinrichtung 10
sind die magnetischen Antriebe 34 und 51 von Proportionalventil 12
und Wegeventil 43 nicht erregt, so daß der Regelschieber 31 seine
federzentrierte Mittelstellung 32 einnimmt und der Steuerschieber 44
seine federzentrierte Grundstellung 46 aufweist. In der Bremsein
richtung 23 wird über die Steuerleitung 27 und das Wegeventil 43 der
Stellzylinder 26 zum Tank 29 entlastet, so daß die aktivierte Brems
einrichtung 23 die Kolbenstange 18 in der jeweiligen Lage hält. Zu
dem wird die Druckmittelquelle 41 vom Wegeventil 43 hydraulisch
blockiert. Es sind in der Steuereinrichtung 10 somit zwei redundante
Abschaltmittel wirksam, die ein ungewolltes Betätigen des Arbeitszy
linders 11 durch Druckmittel verhindern. Neben dem Wegeventil 43
kann dabei das Proportionalventil 12 selbst diese Sicherheitsfunk
tion des zweiten Abschaltmittels übernehmen, da es mit einer aus
reichend großen positiven Überdeckung ausgerüstet ist, die eine Be
grenzung der Stellgeschwindigkeit des Arbeitszylinders 11 auf un
kritische Werte in der Mittelstellung 32 ermöglicht. Diese positive
Überdeckung ist dabei so groß gewählt, daß störende Faktoren wie
durch Wärme auftretende Toleranzänderungen oder durch ungenaue oder
Fehleinstellungen am Proportionalventil 12 sowie durch Setzungser
scheinungen durch Federn usw. auftretende Einflüsse in ausreichen
dem Maße ausgeschaltet werden. Darüberhinaus hat die unmittelbare
hydraulische Absicherung des Arbeitszylinders 11 durch das Propor
tionalventil 12 den Vorteil, daß die bei ungünstigen Betriebsbe
dingungen durch hohe Temperaturen auftretenden Volumenänderungen in
den eingeschlossenen Druckmittelmengen im Arbeitszylinder 11 nicht
zu unerwünschten Druckspitzen führen, sondern über die positive
Überdeckung gezielt abgebaut werden.
Wird im Betrieb vom elektronischen Steuergerät 22 lediglich das We
geventil 43 in seine Schaltstellung 52 gesteuert, so wird zwar die
Bremseinrichtung 23 hydraulisch gelüftet, jedoch bleibt der Arbeits
zylinder 11 durch das Proportionalventil 12 mit seiner positiven
Überdeckung in Mittelstellung 32 hydraulisch blockiert und kann
nicht betätigt werden. Erst wenn zusätzlich zum ersten Wegeventil 43
das elektronische Steuergerät 22 über den Regler 42 das Proportio
nalventil 12 in seine Arbeitsstellung 36, 37 auslenkt, läßt sich der
Kolben 13 im Arbeitszylinder 11 nach Richtung und Geschwindigkeit
proportional zu den elektrischen Eingangssignalen steuern. Dabei
sorgt der Regler 42 mit der abgelegten Ventilkennlinie des Propor
tionalventils 12 dafür, daß insgesamt ein lineares proportionales
Regelverhalten erreicht wird und die positive Überdeckung im Propor
tionalventil 12 nicht störend in Erscheinung tritt.
Bei der Steuereinrichtung 10 lassen sich somit hohe Sicherheitsan
forderungen erfüllen, wobei der Aufwand wesentlich verringert wird.
Durch die Verwendung des Proportionalventils 12 als zweites Ab
schaltmittel im redundant arbeitenden Abschaltsystem, können zusätz
liche hydraulisch entsperrbare Sperrventile zwischen Proportional
ventil 12 und Arbeitszylinder 11 eingespart werden. Diese ein
fachere, kompaktere und kostengünstigere Bauweise ist gerade bei mo
bilen Einsatzfällen besonders vorteilhaft.
Die Fig. 2 zeigt einen Teil einer zweiten Steuereinrichtung 60, die
sich von der ersten Steuereinrichtung 10 nach Fig. 1 wie folgt
unterscheidet, wobei für gleiche Bauelemente gleiche Bezugszeichen
verwendet werden.
Die zweite Steuereinrichtung 60 verwendet anstelle des 4/3-Propor
tionalventils 12 nach Fig. 1 ein 4/4-Proportionalventil 61, das von
einem Einfachhubmagnet 62 angetrieben wird und dessen Regelschieber
63 von einer Feder 64 in eine vierte Schaltstellung, eine Sicher
heitsstellung 65, auslenkbar ist. In dieser Sicherheitsstellung 65
weist nun der Regelschieber 63 seine notwendige positive Überdeckung
auf, während der Regelschieber 63 in seiner Mittelstellung 66 einen
Nullschnitt oder eine negative Überdeckung haben kann, so daß ein
günstiges Regelverhalten erzielbar ist. Ein derartiges Proportional
ventil 61 ist an sich bekannt und läßt sich über das elektronische
Steuergerät 22 ansteuern.
Auch bei der zweiten Steuereinrichtung 60 kann das Proportionalven
til 61 die Funktion der zweiten Abschaltmittel übernehmen, da beim
Ausfall der Elektronik der Regelschieber 63 von der Feder 64 in
seine Sicherheitsstellung 65 verstellt wird, wobei nun die positive
Überdeckung des Regelschiebers 63 für eine sichere hydraulische Ab
sperrung des Arbeitszylinders 12 sorgt. Das Proportionalventil 61
baut durch den einfachwirkenden Magnetantrieb 62 einfacher, auch die
Linearisierung der Funktion des Reglers 42 kann entfallen; jedoch
wird beim Abschalten eine erste Arbeitsstellung 36 stets durchfahren.
Die Fig. 3 zeigt einen Teil einer dritten Steuereinrichtung 70, die
sich von der ersten Steuereinrichtung 10 nach Fig. 1 wie folgt un
terscheidet, wobei gleiche Bauelemente mit gleichen Bezugszeichen
versehen werden.
Die dritte Steuereinrichtung 70 weist ein anderes Wegeventil 71 auf,
das als 4-Wege-3-Stellungsventil ausgebildet ist. Bei diesem Wege
ventil 71 sind der Abschnitt 48 der Zulaufleitung 39 sowie die erste
Steuerleitung 27 getrennt voneinander an Arbeitsanschlüsse des Wege
ventils 71 herangeführt. Das Wegeventil 71 weist neben der feder
zentrierten Grundstellung 46 und der Schaltstellung 52 eine Test
stellung 72 auf, in die es von einem einfachwirkenden Schaltmagnet
73 gegen die Kraft einer zweiten Feder 74 verstellbar ist. In dieser
Teststellung 72 kann über das Proportionalventil der Arbeitszylinder
11 angesteuert werden, wobei die Wirksamkeit der Bremseinrichtung 23
überprüfbar ist. Das Wegeventil 71 übernimmt in der dritten Steuer
einrichtung 70 die Funktion der ersten Abschaltmittel.
Selbstverständlich sind an den gezeigten Ausführungsformen Änderungen
möglich, ohne vom Gedanken der Erfindung abzuweichen.
Claims (8)
1. Hydraulische Steuereinrichtung für einen doppeltwirkenden Ar
beitszylinder, insbesondere in einer Lenkeinrichtung, dessen beide
Arbeitsräume von einem Proportionalventil ansteuerbar sind, das über
eine Zulaufleitung mit Druckmittel von einer Druckmittelquelle ver
sorgbar ist und mit einer Bremseinrichtung für den Arbeitszylinder,
die durch eine Feder aktiviert und durch einen Stellzylinder lüftbar
ist, mit einem in die Zulaufleitung geschalteten Wegeventil, mit dem
der Stellzylinder mit der Druckmittelquelle oder dem Tank verbindbar
ist, wozu das Wegeventil eine federzentrierte Grundstellung auf
weist, in der es die Zulaufleitung blockiert und den Stellzylinder
zum Tank entlastet, während es in einer Arbeitsstellung die Druck
mittelquelle sowohl mit dem Proportionalventil und dem Stellzylinder
verbindet und mit einem elektronischen Steuergerät, das mit den
Magnetantrieben von Proportionalventil und Wegeventil in Wirkverbin
dung steht und mit zwei voneinander unabhängigen, der Sicherung des
Arbeitszylinders dienenden, im hydraulischen Kreis liegenden Ab
schaltmitteln, von denen eines durch das Wegeventil gebildet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das Proportionalventil (12, 61) ohne
Zwischenschaltung von Ventilen unmittelbar mit den Arbeitsräumen
(14, 15) des Arbeitszylinders (11) verbunden ist und daß das Propor
tionalventil als zweites Abschaltmittel (12, 61) ausgebildet ist,
wozu dessen Regelschieber (31, 63) eine Schaltstellung (32, 65) mit
positiver Überdeckung aufweist.
2. Hydraulische Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Proportionalventil (12) ein 4-Wege-3-Stellungs
ventil ist, bei dem die positive Überdeckung in einer federzentrier
ten Mittelstellung (32) ausgebildet ist und daß das elektronische
Steuergerät (22) einen das Proportionalventil ansteuernden Regler
(42) aufweist, der mit Hilfe einer abgespeicherten Kennlinie des
Proportionalventils (12) das Proportionalverhalten der zweiten Ab
schaltmittel (12) linearisiert.
3. Hydraulische Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Proportionalventil (61) ein 4-Wege-4-Stellungs
ventil ist, bei dem die positive Überdeckung in einer federzentrier
ten, außenliegenden Sicherheitsstellung (65) ausgebildet ist, wäh
rend eine zwischen den Arbeitsstellungen (36, 37) liegende Mittel
stellung (66) mit Nullschnitt oder negativer Überdeckung ausgebildet
ist und dessem Regelschieber (63) als Antrieb ein einfachwirkender
Proportionalmagnet (62) zugeordnet ist.
4. Hydraulische Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die positive Überdeckung innerhalb eines
Bereichs von 0,05-1,0 mm liegt, insbesondere 0,6 mm beträgt.
5. Hydraulische Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das elektronische Steuergerät (22)
und/oder der Regler (42) in Digitaltechnik ausgeführt ist.
6. Hydraulische Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Wegeventil (43) als 3/2-Ventil aus
gebildet ist.
7. Hydraulische Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Wegeventil als 4/3-Ventil (71) aus
gebildet ist, an dessen vier Anschlüssen die beiden Abschnitte (47,
48) der Zulaufleitung (39), die Rücklaufleitung (49) sowie die
Steuerleitung (27) zum Stellzylinder (26) angeschlossen sind, und
daß das Wegeventil (71) als dritte Schaltstellung eine Teststellung
(72) aufweist, in der das Proportionalventil (12) mit der Druck
mittelquelle (41) verbunden und der Stellzylinder (26) entlastet ist.
8. Hydraulische Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch Verwendung des Arbeitszylinders (11) als hy
draulischer Steller in einer hydraulischen Hinterachslenkung.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19924240076 DE4240076A1 (de) | 1992-11-28 | 1992-11-28 | Hydraulische Steuereinrichtung für einen Arbeitszylinder |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19924240076 DE4240076A1 (de) | 1992-11-28 | 1992-11-28 | Hydraulische Steuereinrichtung für einen Arbeitszylinder |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE4240076A1 true DE4240076A1 (de) | 1994-06-01 |
Family
ID=6473909
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19924240076 Withdrawn DE4240076A1 (de) | 1992-11-28 | 1992-11-28 | Hydraulische Steuereinrichtung für einen Arbeitszylinder |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE4240076A1 (de) |
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1992
- 1992-11-28 DE DE19924240076 patent/DE4240076A1/de not_active Withdrawn
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Date | Code | Title | Description |
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8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |