DE422877C - Ruettelformmaschine mit Aushebevorrichtung - Google Patents
Ruettelformmaschine mit AushebevorrichtungInfo
- Publication number
- DE422877C DE422877C DEV19012D DEV0019012D DE422877C DE 422877 C DE422877 C DE 422877C DE V19012 D DEV19012 D DE V19012D DE V0019012 D DEV0019012 D DE V0019012D DE 422877 C DE422877 C DE 422877C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- model
- plate
- carriage
- rails
- vibrator
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C15/00—Moulding machines characterised by the compacting mechanism; Accessories therefor
- B22C15/10—Compacting by jarring devices only
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Devices For Molds (AREA)
Description
Bei den meisten bis jetzt bekannten Rüttelformmaschinen
sind Sandverdichtungsstelle und Abhebestelle nicht getrennt voneinander angeordnet, sondern sie fallen zusammen, ein
abwechselndes Herstellen von Ober- und Unterkasten ist deshalb nicht möglich und sind
hierzu meist je eine Rüttelformmaschine für Ober- und Unterkasten erforderlich. Es gibt
zwar auch Rüttelformmaschinen, bei welchen zwei Wagen, auf festen Schienen laufend, zur
abwechselnden Herstellung von Ober- und Unterkasten angeordnet sind. Bei denselben
muß aber die Modellplatte durch im Wagen eingebaute gesonderte Heb- und Senkvorrichtung
zum Rütteln abgesenkt und zum Weiterfahren angehoben werden. Den Arbeitsvorgang zu vereinfachen, indem die zum Anheben
und Aufsetzen der Modellplatte auf den Rüttler erforderliche Bewegung gleichzeitig
zur Modellaushebung dient, ist der Zweck vorliegender Erfindung, deren Gegenstand
sich von den bekannten Einrichtungen dadurch unterscheidet, daß die Fahrschienen
auf Kolben gelagert und durch diese heb- und 2S senkbar sind.
Die Abb. ι bis 3 zeigen beispielsweise verschiedene
Ausführungen dieser neuen Rüttelformmaschine. R ist die Sandverdichtungssteile,
d. h. also der Rüttler. Zu beiden Seiten des Rüttlers befinden sich die Abhebetische
A1 und A„, welche durch irgendwelche
Vorrichtungen auf- und abwärts bewegt werden können und Abhebestifte tragen. Auf den durch vier Kolbenstangen H heb-
und senkbaren Schienen .9 bewegt sich der Wagen IV, auf welchem die» Modellplatten M1
und M2 befestigt sind. Der Wagen befindet sich in der Abb. 1 in der einen Endstellung,
wobei sich die Modellplatte M2 über dem Rüttler und die Modellplatte M1 über dem
Abhebetisch befindet. Der Abhebetisch A1 mit den Abhebestiften ist hochgegangen und
hat den Formkasten F1 abgehoben. Nach Wegnahme dieses Formkastens und Ab-4^
senken des Abhebetisches A1 werden die Schienen S so weit abgesenkt, bis die Modellplatte
M2 und damit der mittlerweile mit Sand gefüllte Formkasten F2 auf dem Rüttler
7? ruht, worauf die Sandverdichtung in bekannter Weise vor sich geht. Nach erfolgter
Rüttlung werden die Schienen S gehoben, worauf der Wagen W nach rechts bewegt und
die Modellaushebung durch den Abhebetisch A2 betätigt wird, während die Modellplatte
M1 über dem Rüttler zu stehen kommt. Nach Aufsetzen eines neuen Formkastens
kann das Spiel von neuem beginnen und so abwechselnd Ober- und Unterkasten hergestellt
werden. Die Modellplatten M1 und M2 sind mit dem Wagen nicht fest verbunden,
sondern liegen lose auf demselben, gegen das Verschieben sind sie durch die in den Modellplatten
M1 und M2 eingeschraubten Stifte T,
welche sich ihrerseits im Wagengestell W führen, gesichert. Beim Absenken des 6g
Wagens setzt sich die Modellplatte M2 auf den Rüttler auf, während der Wagen noch
weiter abgesenkt wird, so daß das Rütteln des Kastens ohne Beschädigung für den Wagen vor sich gehen kann.
Abb. 2 stellt die Ausführung einer Maschine dar, bei der die Modellplatten drehbar
sind. R ist wieder die Sandverdichtungsstelle, A1 und A2 sind die Abhebetische für
den Formkasten, auf den Schienen S1 bewegt
sich der Wagen W, der die beiden drehbaren Modellplatten M1 und M2 aufnimmt. Die
Abhebetische A1 und A2 sind als fest zu betrachten,
während die Schienen 6" durch Hubkolben H auf- und abwärts bewegt werden
können. In der einen Endstellung befindet sich wieder die Modellplatte M2 mit dem
Formkasten F2 über dem Rüttler, während die Modellplatte JkT1 mit dem Formkasten F1
sich über der Abhebestelle befindet. Letz- 8g terer wird gewendet und die Schienen 5" abgesenkt,
so daß sich einerseits der Formkasten F1 auf den Absetztisch A1 aufsetzt,
während anderseits die Modellplatte M2 mit
dem Formkasten F2 sich auf den Rüttler aufsetzt, wobei die Modellplatte M2, die in Gleitlagern
ruht, nicht mehr im Wagen, sondern nunmehr auf dem Rüttler aufsitzt. Das Festrütteln
des Sandes kann rvmmehr ohne Beschädigung des Wagens in üblicher Weise stattfinden. Nach erfolgter Sandverdichtung
löst man zunächst den Formkasten F1 von der Modellplatte M1 und läßt die Schienen
wieder hochgehen, wobei die Modellplatte M1 von dem Formkasten F1 abgehoben wird.
Nunmehr bewegt man den Wagen wieder in die andere Endstellung, so daß die mittlerweile
zurückgewendete Modellplatte M1 über dem Rüttler zu stehen kommt, während die
Modellplatte M2 mit dem Formkasten F2 über
dem Absetztisch A2 zu stehen kommt. Nach Umwenden der Modellplatte M2 und Aufsetzen
des Formkastens auf die Modellplatte M1 kann das für den Formkasten F1 geschilderte
Spiel für den Formkasten F2 ausgeführt werden, wobei dann gleichzeitig die
Sandverdichtung für den neu auf die Modellplatte M1 gesetzten Formkasten erfolgt. Das
ίο Wenden der beiden Modellplatten M1 und M2
kann gleichzeitig erfolgen, indem, wie in Abb. 2 angedeutet, auf den Drehzapfen D der
Modellplatten M1 und M2 Kettenräder K1
gleicher Größe angeordnet und durch endlose Ketten G miteinander verbunden sind. Es
wird sich dann beim Drehen der einen Modellplatte sofort auch die andere Modellplatte
mitdrehen, was dann ohne besondere Kraftanstrengung bewerkstelligt werden
ao kann, da die auf den Modellplatten M1 und
M2 befindlichen Modelle sich annähernd ausbalancieren.
Dadurch, daß mit den Laufrollen L ein weiteres Kettenrad K fest verbunden
und über dieses eine Kette K2 wieder über ein Kettenrad Ks geführt wird, kann
beim Verschieben des Wagens W gleichzeitig ein Drehen der Wendeplatte erfolgen, indem
die Umdrehung der Laufrollen L durch die Kette K2 ohne weiteres auf den Drehzapfen D
der Wendeplatte M1 übertragen wird.
Abb. 3 zeigt eine weitere Ausführung der gleichen Maschine mit zwei Wendeplatten,
deren Drehachse aber in der Fahrtrichtung liegt. R ist wieder die Sandverdichtungsstelle,
A1 und A2 sind die Abhebetische finden
Formkasten, auf den Schienen 6" bewegt sich der Wagen W, der die beiden drehbaren
Modellplatten M1 und M2 aufnimmt. Die
Abhebetische A1 und A2 sind als fest zu betrachten,
während die Schienen 6" durch Hubkolben H auf- und abwärts bewegt werden
können. In der einen Endstellung befindet sich wieder die Modellplatte M2 mit dem
Formkasten F2 über dem Rüttler, während die Modellplatte M1 mit dem Formkasten F1
sich über der Abhebestelle befindet. Letzterer wird gewendet und die Schienen 5 abgesenkt,
so daß sich einerseits der Formkasten F1 auf den Absetztisch A1 aufsetzt,
während anderseits die Modellplatte M2 mit I
dem Formkasten F2 sich auf den Rüttler aufsetzt, wobei die Modellplatte M3, die in Gleitlagern
ruht, nicht mehr im Wagen, sondern nunmehr auf dem Rüttler aufsitzt. Das Festrütteln
des Sandes kann nunmehr ohne Be* Schädigung des Wagens in üblicher Weise
stattfinden. Nach erfolgter Sandverdichtung löst man zunächst den Formkasten F1 von der
Modellplatte M1 und läßt die Schienen wieder hochgehen, wobei die Modellplatte M1 von
dem Formkasten F1 abgehoben wird. Nunmehr bewegt man den Wagen wieder in die
andere Endstellung, so daß die mittlerweile zurückgewendete Modellplatte M1 über dem
Rüttler zu stehen kommt, während die Modellplatte M2 mit dem Formkasten F2 über
dem Absetztisch A2 zu stehen kommt. Nach Umwenden der Modellplatte M2 und Aufsetzen
des Formkastens auf die Modellplatte M1 kann das für den Formkasten F1
geschilderte Spiel für den Formkasten F2 ausgeführt werden, wobei dann gleichzeitig die
Sandverdichtung für den neu auf die Modellplatte M1 gesetzten Formkasten erfolgt. Die
mittleren Drehzapfen können zu einem gemeinsamen Drehzapfen für beide Modellplatten
vereinigt werden, so daß man dieselben gleichzeitig drehen kann.
Die beiden Modellplatten M1 und M2 können
auch zu einer Modellplatte mit nur zwei Drehzapfen vereinigt werden, wenn die Belastungen
keine zu großen sind und ein Durchbiegen der langen Modellplatte nicht zu befürchten ist. In bezug auf die Arbeitsweise
wird dadurch nichts geändert.
In den Abb. 2 und 3 sind unmittelbar die Modellplatten mit Drehzapfen versehen. Es
ist selbstverständlich, daß auch sogenannte Wendeplatten angewendet werden können,
auf denen besondere Modellplatten aufgeschraubt sind. An der Arbeitsweise der Maschine wird auch dadurch nichts geändert.
Die Abb. 1 bis 3 zeigen die Ausführung
der Maschine mit zwei Modellplatten zur abwechselnden Herstellung von Ober- und Unterkasten. Selbstverständlich kann die
Maschine auch mit nur einer Modellplatte ausgestattet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Rüttelformmaschine mit seitlich der Sandverdichtungsstelle angeordneten Aushebevorrichtungen und auf Schienen verschiebbarem Wagen, welch letzterer zur Aufnahme einer oder mehrerer Modellplatten dient, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen mit dem darauf ruhenden Wagen durch Hubkolben (H) senkrecht auf- und abwärts bewegbar sind, so daß die Modellplatten zwecks Sandverdich- n» tung auf den Rüttler herabgesenkt und nach erfolgter Verdichtung zwecks Verschiebung des Wagens vom Rütteltisch abgehoben werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEV19012D DE422877C (de) | Ruettelformmaschine mit Aushebevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEV19012D DE422877C (de) | Ruettelformmaschine mit Aushebevorrichtung |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE422877C true DE422877C (de) | 1925-12-14 |
Family
ID=7577535
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEV19012D Expired DE422877C (de) | Ruettelformmaschine mit Aushebevorrichtung |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE422877C (de) |
-
0
- DE DEV19012D patent/DE422877C/de not_active Expired
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE2857417B2 (de) | Vorrichtung zum Einbringen von Kernkästen in eine Formvorrichtung für Gießkerne | |
DE422877C (de) | Ruettelformmaschine mit Aushebevorrichtung | |
DE3004642A1 (de) | Werkstoffverdichtungsvorrichtung an betonsteinfertigungsmaschinen | |
DE1234940B (de) | Pressformmaschine | |
DE493183C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung kastenloser Sandformen in zweiteiligen Formkasten | |
DE3008801A1 (de) | Schussformmaschine mit kompression in formkaesten | |
DE2822028A1 (de) | Anlage zum herstellen von giessformhaelften in formkasten | |
DE389649C (de) | Formmaschine mit Wendeplatte | |
DE490542C (de) | Ruettelformmaschine mit Hub-, Wende- und Ablegevorrichtung | |
DE712913C (de) | Durch Druckluft oder Druckwasser betriebene Wendeformmaschine | |
DE340827C (de) | Stampfwerk fuer Formmaschinen mit unabhaengig voneinander bewegten Stampfern | |
DE347402C (de) | Ausziehtisch mit zwischen die ausgezogenen Tischplattenhaelften einfuegbarer Mittelplatte, die, mehrteilig und zusammenklappbar, in den Raum zwischen den Tischzargen versenkbar ist | |
DE1508750C (de) | Pressluftbetriebene Formmaschine für Gießereizwecke | |
DE535778C (de) | Formmaschine mit waagerecht unter einer Sandfuellvorrichtung und Pressvorrichtung umlaufendem endlosen Foerderband fuer die Formkasten | |
DE343478C (de) | Formmaschine mit zwei ineinander beweglichen Druckkolben | |
DE1962549A1 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Sandformen | |
DE476416C (de) | Ruettelformmaschine zum gleichzeitigen Ruetteln von den nebeneinander auf dem Ruetteltisch festgeklemmten Ober- und Unterkasten, insbesondere fuer Roehrengussformen | |
DE335449C (de) | Langsiebpapiermaschine | |
DE401130C (de) | Formmaschine fuer Topfguss und aehnliche Hohlkoerper | |
EP0628388B1 (de) | Vorrichtung zum Herstellen von Steinen | |
DE406272C (de) | Vorrichtung zur maschinellen Bearbeitung der Giessbetten von Masselgiessereien | |
DE1584651C3 (de) | Vorrichtung zum Anbetonieren einer Betonplatte an einen Träger | |
DE464327C (de) | Vorrichtung zur Massenherstellung von Gussstuecken | |
DE380063C (de) | Ruettelformmaschine | |
DE383929C (de) | Formmaschine mit Schienen zur Aufnahme eines Formkastenwagens |