DE4215304C2 - Treibkäfig - Google Patents
TreibkäfigInfo
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- DE4215304C2 DE4215304C2 DE19924215304 DE4215304A DE4215304C2 DE 4215304 C2 DE4215304 C2 DE 4215304C2 DE 19924215304 DE19924215304 DE 19924215304 DE 4215304 A DE4215304 A DE 4215304A DE 4215304 C2 DE4215304 C2 DE 4215304C2
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B14/00—Projectiles or missiles characterised by arrangements for guiding or sealing them inside barrels, or for lubricating or cleaning barrels
- F42B14/06—Sub-calibre projectiles having sabots; Sabots therefor
- F42B14/061—Sabots for long rod fin stabilised kinetic energy projectiles, i.e. multisegment sabots attached midway on the projectile
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Moulding By Coating Moulds (AREA)
- Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Treibkäfig für ein unter
kalibriges Geschoß nach dem Oberbegriff des An
spruchs 1.
Derartige Treibkäfige, die dazu dienen, unterkalibrige
Geschosse, etwa flügelstabilisierte Wuchtgeschosse, in
einem Waffenrohr zu beschleunigen, wozu sie im Waf
fenrohr gegen Gaskräfte kolbenartig mittels eines Füh
rungsbandes, das von einem heckseitigen Druckflansch
aufgenommen wird, abdichten und damit ein Beschleu
nigen und zugleich über einen vorderen Führungs
flansch ein Führen des Geschosses bewirken, sind seg
mentartig in Axialrichtung unterteilt, damit der Treibkä
fig nach dem Verlassen des Waffenrohrs abgeworfen
wird. Um mit einer möglichst geringen Masse für den
Treibkäfig auszukommen, ist es bekannt, diesen aus
Aluminium zu fertigen, das eine relativ geringe Dichte
und einen ausreichenden Elastizitätsmodul von ca.
60 000 bis 80 000 N/mm2 aufweist, um die heckseitige
Lasteinleitung über eine sich bis zum heckseitigen
Druckflansch erstreckende Heckpartie einzuleiten, die
einwärts gewölbt ist, so daß mit zunehmendem Radius
ein überproportionaler Zuwachs an axialdruckbeauf
schlagter Fläche realisiert wird. Hierdurch existiert im
Bereich unter dem Druckflansch ein ausgeprägtes
Schubspannungsmaximum. Zwar wäre es erstrebens
wert, anstelle von Aluminium Kunststoff, der ein noch
geringeres spezifisches Gewicht aufweist, zu verwen
den, jedoch besitzt dieser auch im Vergleich zu Alumini
um eine relativ geringe Festigkeit und einen relativ ge
ringen Elastizitätsmodul, die für die hier auftretenden
Belastungen im allgemeinen nicht geeignet sind.
Zwar ist es aus der DE-OS 38 11 597 bekannt, einen
Treibkäfig für ein unterkalibriges Geschoß aus einem
faserverstärkten Kunststoff herzustellen, jedoch besitzt
dieser Treibkäfig nur einen bugseitigen, gleichzeitig zur
Führung und zur Gasabdichtung dienenden Flansch,
während vom Heck bis zum Flansch eine kegelstumpf
förmige Fläche zur Krafteinleitung vorgesehen ist Ab
gesehen davon, daß hierbei ein extrem langgestrecktes
Treibkäfigheck notwendig ist, ist die Führung des Ge
schosses ungenügend.
Aus der US-PS 3 392 472 ist ferner ein ebenfalls nur
mit einem vorderen Flansch versehener Treibkäfig für
ein unterkalibriges Geschoß bekannt, der einen nach
außen gewölbten Treibkäfigrücken aufweist, jedoch ist
auch hier die Führung des Geschosses ungenügend.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Treibkäfig nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, bei dem
die heckseitige Lasteinleitung bei möglichst minimalen,
im Treibkäfig auftretenden Schubspannungen erfolgt.
Diese Aufgabe wird entsprechend dem kennzeich
nenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.
Hierdurch wird bewirkt, daß die axiale Lasteinleitung
praktisch gleichmäßig auf den Bereich der Lasteinlei
tungslänge, die bei einem Zweiflanschtreibkäfig auf
grund der sehr weit hinten befindlichen Gasabdichtung
relativ kurz ist, verteilt wird, wodurch die Schubspan
nungen in ihrem Maximum erheblich reduziert werden,
so daß Werkstoffe mit einem entsprechend niedrigen
Elastizitätsmodul und niedrigen festigkeitswerten, ins
besondere Kunststoffe zur Anwendung kommen kön
nen. Hierdurch läßt sich das Gewicht des Treibkäfigs
gegenüber Treibkäfigen aus Aluminium entsprechend
senken.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den
beigefügten Abbildungen dargestellten Ausführungs
beispiels näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Patrone mit einem unterkalibrigen,
einen Treibkäfig aufweisenden Wuchtgeschoß in Sei
tenansicht.
Fig. 2 zeigt einen Treibkäfig für das Wuchtgeschoß
von Fig. 1 im Schnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Patrone umfaßt eine mit
einem Sprengstoff 1 gefüllte, bodenseitig mit einem
Zünder 2 versehene Hülse 3, die ein unterkalibriges,
flügelstabilisiertes Wuchtgeschoß 4 aufnimmt, das mit
einem axial segmentierten Treibkäfig 5 versehen ist, der
einen heckseitigen Druckflansch 6 und einen vorderen,
zum Druckflansch 6 mit Abstand angeordneten Füh
rungsflansch 7 aufweist. Der Druckflansch 6 besitzt eine
umlaufende Kehle 8 zur Verankerung des Halses 9 oder
Hülse 3 sowie eine umlaufende Nut 10 zur Aufnahme
eines Führungsbandes 11. Im Bereich zwischen dem
Druckflansch 6 und dem Führungsflansch 7 ist der
Treibkäfig 5 im Außendurchmesser verjüngt. Die Ge
schoßspitze kann von einer axial segmentierten, sich bis
zum Treibkäfig 5 erstreckenden Haube 12 umgeben
sein, die an einer vorderen, umlaufenden Nut 13 des
Treibkäfigs 5 eingehakt ist. Der Treibkäfig 5 besitzt eine
Axialbohrung 14, die mit einem Mittel 15 eine Form
schlußzone bildet und zum Eingriff mit dem Außenum
fang des Wuchtgeschosses 4, etwa Gewinde o. dgl., ver
sehen ist, so daß das Wuchtgeschoß 4 beim Abschuß im
Waffenrohr über den Treibkäfig 5 beschleunigt wird.
Eine sich vom Heck des Treibkäfigs 5 bis zum heck
seitigen Druckflansch 6 erstreckende Heckpartie 16 des
Treibkäfigs 5 ist bis zum heckseitigen Druckflansch 6
nach außen gewölbt und das Verhältnis von Lasteinlei
tungslänge LL zu stützender Gesamtlänge SL kleiner
0,5, insbesondere kleiner 0,4. Hierbei wird zweckmäßi
gerweise der Radius r (x) der Heckpartie 16 ent
sprechend folgender Formel ausgebildet:
wobei ri der Innenradius, d. h. der Radius des Treibkä
figs 5 am Heck gleich dem Radius der Axialbohrung 14,
ra der vom Innenradius ri bis zu einem Maximum ent
sprechend dem Kaliber des Treibkäfigs 5 ansteigende
Außenradius, l die zur Verfügung stehende Länge der
Heckpartie 16 des Treibkäfigs 5, die praktisch bis zur
Kehle 8 reicht, und x die Axialkoordinate (mit dem Heck
als Nullpunkt) sind. Hierdurch wird bewirkt, daß die
axiale Lasteinleitung praktisch gleichmäßig auf den Be
reich der Lasteinleitungslänge LL, die aufgrund des sehr
weit hinten befindlichen Druckflansches 6 relativ kurz
ist, verteilt wird, wodurch die Schubspannungen in ih
rem Maximum erheblich reduziert werden, so daß
Werkstoffe mit einem entsprechend niedrigen Elastizi
tätsmodul und niedrigen Festigkeitswerten, insbesonde
re faser-, etwa glasfaserverstärkte Kunststoffe, zur An
wendung kommen können.
Claims (2)
1. Treibkäfig für ein unterkalibriges Geschoß (4), insbesondere Wuchtgeschoß, mit den
Merkmalen:
- a) der Treibkäfig umfaßt einen heckseitigen, in einem Abstand zum Heck angeordneten, eine umlaufende Nut (10) für ein Führungsband (11) aufweisenden Druckflansch (6), wobei der Abstand zwischen Heck und Führungsband (11) die Lasteinleitungslänge (LL) einer Heckpartie (16) definiert,
- b) der Treibkäfig weist ferner einen mit Abstand zu dem heckseitigen Druckflansch (6) angeordneten, vorderen Führungsflansch (7) auf, wobei der Abstand zwischen Heck und dem vorderen Ende der Formschlußzone zwischen Penetrator und Treibkäfig die stützende Gesamtlänge (SL) definiert,
- c) das Verhältnis von Lasteinleitungslänge (LL) zu stützender Gesamtlänge (SL) ist kleiner als 0,5,
- d) der Treibkäfig (5) besteht aus Kunststoff,
- e) die Heckpartie (16) des Treibkäfigs (5) ist bis zum heckseitigen Druckflansch
(6) nach außen gewölbt, derart, daß der Radius (r) der Heckpartie (16)
entsprechend folgender Formel bestimmt ist:
r(x) = ((ra 2 - ri 2). x/l + ri 2)1/2,
wobei ri der Innenradius, ra der Außenradius, l die zur Verfügung stehende Länge der Heckpartie (16) und x die Axialkoordinate (mit dem Heck als Nullpunkt) sind.
2. Treibkäfig nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß er aus
faserverstärktem Kunststoff besteht.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19924215304 DE4215304C2 (de) | 1992-05-09 | 1992-05-09 | Treibkäfig |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19924215304 DE4215304C2 (de) | 1992-05-09 | 1992-05-09 | Treibkäfig |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE4215304A1 DE4215304A1 (de) | 1993-11-18 |
DE4215304C2 true DE4215304C2 (de) | 1998-10-29 |
Family
ID=6458486
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19924215304 Expired - Fee Related DE4215304C2 (de) | 1992-05-09 | 1992-05-09 | Treibkäfig |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE4215304C2 (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE19650741C2 (de) * | 1996-12-06 | 1999-11-11 | Rheinmetall W & M Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines unterkalibrigen Geschosses |
Families Citing this family (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE10201736A1 (de) * | 2002-01-18 | 2003-09-04 | Diehl Munitionssysteme Gmbh | Gefechtsmunition, insbesondere 20 mm APDS-Munition |
Citations (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3392472A (en) * | 1967-06-30 | 1968-07-16 | Army Usa | Sabot remover with helically arranged ridges |
DE3811597A1 (de) * | 1988-04-07 | 1989-10-19 | Dynamit Nobel Ag | Treibkaefig fuer ein unterkalibergeschoss |
DE4012154A1 (de) * | 1990-04-14 | 1991-10-17 | Rheinmetall Gmbh | Unterkalibriges geschoss mit treibkaefig |
-
1992
- 1992-05-09 DE DE19924215304 patent/DE4215304C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
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Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DE4215304A1 (de) | 1993-11-18 |
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Legal Events
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Owner name: RHEINMETALL INDUSTRIE GMBH, 40882 RATINGEN, DE |
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8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: RHEINMETALL INDUSTRIE AG, 40882 RATINGEN, DE |
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8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: RHEINMETALL W & M GMBH, 29345 UNTERLUESS, DE |
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