DE4203869C2 - Hochbelastbare, beschichtete Bauteile aus einem Werkstoff, der aus der intermetallischen Phase Titan-Aluminid besteht - Google Patents
Hochbelastbare, beschichtete Bauteile aus einem Werkstoff, der aus der intermetallischen Phase Titan-Aluminid bestehtInfo
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Description
Die Erfindung betrifft hochbelastbare, beschichtete Bauteile
aus einem Werkstoff, der aus der intermetallischen Phase
Titan-Aluminid besteht, gemäß dem Oberbegriff des 1. Patentan
spruches.
In letzter Zeit haben Werkstoffe auf der Basis der inter
metallischen Phase TiAl (Titan-Aluminid mit einem Gehalt von 44
bis 48 Atomprozenten an Aluminium) wegen ihrer guten tech
nischen Eigenschaften immer mehr an Bedeutung erlangt als be
wegte Bauteile für z. B. Kolbenmotoren oder Gasturbinen. Im
Vergleich mit Titanlegierungen besitzen TiAl-Werkstoffe vor
allem ein geringeres Gewicht, eine höhere Kriechfestigkeit,
einen guten Wärmedehnwert und eine gute Wärmeleitfähigkeit. Da
die Streckgrenze von rund 300 MPa bei Arbeitstemperaturen bis
etwa 700°C nicht wesentlich absinkt, besitzen somit die TiAl-
Werkstoffe gewichtsbezogen die gleiche spezifische Festigkeit
wie bekannte Nickel-Superlegierungen. Daher sind prinzipiell
Bauteile aus TiAl-Werkstoffen für alle Einsatzzwecke geeignet,
bei denen Arbeitstemperaturen bis etwa 700°C auftreten und bei
denen das Bauteil ein geringes Gewicht besitzen soll.
Nachteilig ist bei den TiAl-Werkstoffen, daß sie eine geringe
Beständigkeit gegen Oxidation und gegen den Verschleiß bei
Reibungsvorgängen besitzen. In der Praxis hat man bereits
versucht, den Nachteil der geringen Oxidationsbeständigkeit
durch Zulegierung von Niob zu den TiAl-Werkstoffen zu verbes
sern, damit ist jedoch die Beständigkeit von z. B. Nickel-Su
perlegierungen nicht erreicht worden. Außerdem bringt das Zu
legieren von Niob eine Verteuerung des TiAl-Werkstoffes mit
sich. Um die Beständigkeit gegen Verschleiß zu erhöhen, ist es
bekannt, harte Partikel, z. B. aus Titan-Diborid in einen Werk
stoff einzubringen. Die Werkstoffe müssen dazu auf
pulvermetallurgischem Weg hergestellt werden; dies ist tech
nisch aufwendig und teuer. Außerdem sind bei dieser Herstel
lungsweise die Hartstoffpartikel im gesamten Werkstoff bzw. in
dem Bauteil vorhanden und nicht nur an den Oberflächen des
Bauteiles, bei denen die Verschleißbeständigkeit erhöht werden
soll. Auch wird eine nachfolgende z. B. spanabhebende Bearbei
tung von mit Hartstoffpartikeln durchsetzten Werkstoffen deut
lich verschlechtert.
Eine Metallbeschichtung des TiAl-Werkstoffes an den gefährdeten
Oberflächenstellen mittels galvanischer Verfahren oder durch
ein Metallaufsprühverfahren, z. B. Plasmaspritzverfahren, bringt
in der Praxis meistens geringen Erfolg wegen der zu geringen
Haftung des Metallbelages auf dem Grundwerkstoff, so daß sich
die Metallbeläge bei hoher Beanspruchung häufig abschälen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hochbelastbare, be
schichtete Bauteile
aus einem Werkstoff, der aus einer intermetallischen Phase
Titan-Aluminid mit einem Gehalt
von 44 bis 48 At-% am Aluminium
besteht, zu schaffen, deren Oberflächen
beschichtung gegen Oxidation und Verschleiß eine größere Be
ständigkeit und eine bessere Haftung am Grundwerkstoff als be
kannte Beschichtungen besitzt.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeich
nenden Merkmalen des 1. Patentanspruches gelöst.
Es wurde in überraschender Weise gefunden, daß die erfindungs
gemäß beschichteten Oberflächen von Bauteilen aus Titan-
Aluminid sowohl gegen Oxidation als auch gegen einen Verschleiß
eine wesentlich größere Beständigkeit besitzen als die nicht
behandelten Oberflächen des Werkstoffes. Die beschichteten
Bauteile weisen eine Oxidationsbeständigkeit bis zu Tempera
turen von etwa 900°C auf und auch die Verschleißbeständigkeit
bei einer tribologischen Beanspruchung wird wesentlich verbes
sert. Dies betrifft sowohl den Einsatzbereich von Bauteilen bis
zu einer Temperatur von etwa 200°C bei Gleitvorgängen unter
Einwirkung von Schmierstoffen, z. B. Motorenöl, als auch den
Einsatzbereich bei höheren Temperaturen bis etwa 700°C. Für
diese Einsatzzwecke werden bisher Bauteile aus konventionellen
Werkstoffen eingesetzt, die als Verschleißschutz Oberflächen
schichten und Panzerungen aus besonderen Hartlegierungen, wie
Stellite oder Triballoy-Legierungen haben.
Erfindungsgemäß sind zumindest die Oberflächenpartien der Bau
teile, die im Betrieb besonders heißkorrosionsgefährdet und/
oder verschleißgefährdet sind, mit einer im Vakuum aufgelöteten
Schicht aus einer Nickelbasislegierung versehen.
Das Auflöten der Legierung auf den Werkstoff im Vakuum erfolgt
nach bekannten Technologien. Um ein gutes Auflöten der Legie
rung zu gewährleisten, hat es sich herausgestellt, Legierungen
einzusetzen mit einem Schmelzpunkt unter 1180°C. Bei Nickel
basislegierungen mit einem höheren Schmelzpunkt werden beim
Auflöten im Vakuum infolge eines sehr heftig ablaufenden Reak
tionsablaufes zwischen dem Werkstoff und der Legierung keine an
dem Werkstoff gut anhaftende Lotbeschichtungen erhalten.
Bei dem Einsatz der beschichteten Bauteile in der Praxis hat
sich ergeben, daß eine Beschichtungsstärke von 0,1 bis 0,4 mm
ausreichend ist, um die Bauteile bzw. die ausgewählten
Oberflächenpartien der Bauteile gegen Oxidation und Verschleiß
zu schützen. Es können daher normale, einfach zu handhabende
Lötfolien verwendet werden und an genau zu bearbeitenden Flä
chen steht auch noch ein gewisses Schleif-Aufmaß zur Verfügung.
Die Nickelbasislegierungen, aus denen die Lötfolien bestehen,
sind ebenfalls handelsüblich und bekannt. Vorzugsweise sind
Lötfolien zu verwenden, die neben Nickel als Hauptbestandteil 1
bis 19 Gew.-% Chrom, 1 bis 3,5 Gew.-% Bor, 1 bis 10 Gew.-% Si
lizium, 1 bis 11 Gew.-% Phosphor und 0,1 bis 0,7 Gew.-% Kohlen
stoff enthalten. Um die Beständigkeit der aufgelöteten Schicht
gegen Oxidation und Verschleiß noch zu verbessern, können der
Nickelbasislegierung noch 1 bis 35 Gew.-% Mangan und 1 bis 12
Gew.-% Wolfram zugesetzt sein.
In bevorzugter Weise wurde eine Nickelbasislegierung als Löt
folie eingesetzt, die neben dem Hauptbestandteil Nickel 6,5
Gew.-% Chrom, 4,5 Gew.-% Silizium, 3 Gew.-% Bor und 2,5 Gew.-%
Eisen enthält (in Deutschland unter der Marken-Bezeichnung
L-NiCr7Si5Fe3B3/L-Ni2 bzw. in den USA unter der Norm-Bezeichnung
ASTM/AWS B-Ni2 bekannt). Der Schmelzpunkt dieser Legierung
liegt bei etwa 1000°C.
Als besonders geeignet als Lötfolie haben sich auch Nickelba
sislegierungen mit 13 Gew.-% Chrom und 10 Gew.-% Phosphor
(Schmelzpunkt 890°C) bzw. mit nur 11 Gew.-% Phosphor
(Schmelzpunkt 875°C), (Marken- bzw. Normbezeichnungen
L-Nicr13P10 und L-NiP11 bzw. B-Ni7 und N-Ni6), erwiesen.
In vorteilhafter Weise, vor allem um die Verschleißbeständig
keit bei den gebildeten Schichten auf dem Werkstoff zu erhöhen,
kann den Nickelbasislegierungen noch Wolframcarbid oder ein an
derer Hartstoff oder eine Hartlegierung zugesetzt werden, in
einer Menge von 10 bis 20 Vol.-% mit einer Korngröße von etwa
10-50 µm.
Über die Zusammensetzung der beim Auflöten der Legierungen auf
dem Werkstoff erhaltenen Schichten können keine genauen Angaben
gemacht werden. Wahrscheinlich sind sowohl vor allem
oxidationsbeständige Phasen aus z. B. NiAl und Ni3Al in den
Schichten vorhanden als auch vor allem verschleißfeste Phasen
aus z. B. Chrom- und Titansiliziden und/oder Chrom- und Titan
boriden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Beispielen noch näher
erläutert.
Aus einem Gußblock von Titan-Aluminid mit 45 Atom-% Aluminium
und 3 Atom-% Chrom wurde eine Platte mit den Abmessungen
100×35×7 mm funkenerosiv herausgetrennt und allseitig über
schliffen. Auf der Oberfläche der Platte wurde eine 0,2 mm
dicke, selbstklebende Folie eines Lotes einer Nickelbasisle
gierung mit 7 Gew.-% Chrom, 5 Gew.-% Silizium, 3 Gew.-% Eisen
und 3 Gew.-% Bor (Handelsbezeichnung Nicrobraze LM; in den USA
ASTM/AWS B-Ni2) aufgebracht. Die Folie bestand zu 95,4 Gew.-%
aus kugeligem Lotpulver mit einer Korngröße von 5 bis 35 µm
Durchmesser und zu 4,6 Gew.-% aus einem plastifizierenden, or
ganischen Bindemittel. Die auf die Platte aufgeklebte Folie
wurde in einem Vakuum-Lötofen bei einer Temperatur von 1050°C
während eines Zeitraumes von 5 Minuten aufgeschmolzen. Die
Schmelze des Lotes verbreitete sich auf der Platte in einer
sehr dünnen Schicht und etwa nur 2 mm über die ursprüngliche
Foliengröße hinaus. Auf der folienbedeckten Fläche der Platte
entstand eine gleichmäßige, metallisch-kristallinisch glänzende
Schicht mit einer Beschichtungsstärke von 0,18 mm. Ein
metallographischer Schliff zeigte, daß die neu entstandene
Oberflächenschicht aus insgesamt sechs Schichten aufgebaut war.
Während der Werkstoff aus TiAl eine Härte von rund 300 HV 0,2
besitzt, ergaben Härtemessungen bei der gebildeten Oberflä
chenschicht in den einzelnen Schichten Härtewerte bis 750 HV
0,2.
Mit der beschichteten Platte wurden Versuche bezüglich der Be
ständigkeit gegen den Sauerstoff der Luft durchgeführt. Dazu
wurde ein Kammerofen auf 950°C aufgeheizt, die Platte hineinge
legt und für 23 Stunden dort belassen. Nach der Entnahme wurde
die Platte an der Luft bei Raumtemperatur eine Stunde lang auf
20°C abgekühlt. Danach wurde die Platte nochmals dreimal dem
vorher beschriebenen Aufheiz- und Abkühlungsvorgang unterwor
fen. Am Ende des vierten Zyklus zeigte die beschichtete Ober
fläche der Platte-lediglich eine olivgrüne Verfärbung. An der
nichtbeschichteten Oberfläche der Platte waren buntgefärbte
Zunderschichten von etwa 0,6 mm Dicke unregelmäßig abgeplatzt.
Entsprechend in gleicher Weise verlaufende Versuche wurden mit
Nickelbasislegierungen mit 13 Gew.-% Chrom und 10 Gew.-% Phos
phor und mit einem alleinigen Zusatz von 11% Phosphor durch
geführt. Die beiden Nickelbasislegierungen hatten Schmelzpunkte
von 890 bzw. 875°C. Nach der Versuchsdurchführung ergaben sich
entsprechende Ergebnisse wie bei der ersten
Versuchdurchführung. Die gebildete Oberflächenbeschichtung mit
dem Nickel-Phosphor-Lot war dabei nicht so stabil wie die
Beschichtung mit dem Nickel-Chrom-Phospor-Lot; sie war dennoch
zunderbeständiger als der TiAl-Werkstoff selbst.
Mit diesem Versuch sollte die Verbesserung der Beständigkeit
gegen den Verschleiß durch Reibung mittels der erfindungsge
mäßen Beschichtung der TiAl-Werkstoffe untersucht werden. Aus
einem Gußblock von Titan-Aluminid mit 45 Atom-% Al und 3 Atom-% Cr
wurden 10 Ventil-Federteller spanabhebend herausgearbeitet. Im
Motor übertragen die Ventil-Federteller die Federkräfte, welche
die Gaswechselventile schließen, auf die Schäfte der Ventile.
Diese Federkraft beträgt etwa 900 N, wobei gegen die Kräfte der
Feder die Ventile von zugehörigen Nocken geöffnet werden müs
sen. Zwischen der Ventil-Feder und dem Ventil-Federteller kommt
es durch Relativbewegungen zu großen tribologischen Beanspru
chungen, weshalb beide aus sehr harten Stählen hergestellt
werden bzw. auch mit harten Oberflächenschichten versehen sind.
Auf fünf Federteller wurden auf den ringförmigen Federauflage
flächen ausgestanzte Ringe aus einer 0,2 mm dicken, selbstkle
benden Folie eines Lotes einer Zusammensetzung gemäß Beispiel 1
aufgebracht und nach der dort angegebenen Verfahrensweise aufgelötet. An
weiteren fünf Federtellern wurde keine entsprechende Folie
aufgelötet. Die zehn Federteller wurden dann in einem Motor -
neben weiteren 14 Federtellern, serienmäßig aus Stahl gefertigt
- eingebaut und der Motor mit folgendem Prüfprogramm gefahren:
10 Stunden 1 000 Umdrehungen/min
50 Stunden 2 000 Umdrehungen/min
50 Stunden 4 000 Umdrehungen/min
50 Stunden 6 000 Umdrehungen/min.
10 Stunden 1 000 Umdrehungen/min
50 Stunden 2 000 Umdrehungen/min
50 Stunden 4 000 Umdrehungen/min
50 Stunden 6 000 Umdrehungen/min.
Dieses Prüfprogramm wurde insgesamt fünf Zyklen lang, also 800
Stunden lang gefahren. Nach dem Ausbau der Federteller aus dem
Motor waren die beschichteten Teller völlig unverändert. An den
Feder-Auflageflächen und auch bei den zugehörigen Ventilfedern
war ein Verschleiß nicht festzustellen. Bei den nicht be
schichteten Federtellern war bei den Feder-Auflageflächen ein
Materialabtrag von etwa 0,35 mm festzustellen. Bei den Federn
war ein Materialabtrag nicht festzustellen, sie wiesen jedoch
Freßspuren auf.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere
darin, daß Bauteile aus Titan-Aluminid-Werkstoff mit einer Be
schichtung erhalten werden, die sowohl eine hohe Verschleiß
beständigkeit als auch eine hohe Heißkorrosionsbeständigkeit
besitzen. Die Beschichtung ist in einem technisch einfachen
Verfahren durch Vakuumlöten auf den Werkstoff aufzubringen und
ist auf diesem gut haftbar. Es wird eine gleichmäßige Schicht
auf dem Werkstoff erhalten, die nicht sprödbrüchig oder rissig
ist.
Claims (8)
1. Hochbelastbare, beschichtete Bauteile aus einem Werkstoff,
der aus der intermetallischen Phase Titan-Aluminid mit einem
Gehalt von 44 bis 48 At-% an Aluminium besteht, insbesondere
für Kolbenmotoren, Gasturbinen oder Abgasturbolader,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bauteile zumindest an ihren beim Betrieb heißkorrosions
gefährdeten und/oder verschleißgefährdeten Oberflächenpartien
mit einer im Vakuum aufgelöteten Folie aus einer lötbaren
Nickelbasislegierung beschichtet sind, deren Schmelzpunkt unter
1180°C liegt und die beim Löten eine metallische Hartstoffle
gierung und/oder eine harte intermetallische Phase mit dem
Titan-Aluminid bildet.
2. Bauteile nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Folie aus der Nickelbasislegierung eine Schichtdicke
von 0,1 bis 0,4 mm besitzt.
3. Bauteile nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Folie aus der Nickelbasislegierung aus Nickel als Haupt
bestandteil und
1 bis 19 Gew.-% Chrom,
1 bis 3,5 Gew.-% Bor,
1 bis 10 Gew.-% Silizium,
1 bis 11 Gew.-% Phosphor und
0,1 bis 0,7 Gew.-% Kohlenstoff besteht.
1 bis 19 Gew.-% Chrom,
1 bis 3,5 Gew.-% Bor,
1 bis 10 Gew.-% Silizium,
1 bis 11 Gew.-% Phosphor und
0,1 bis 0,7 Gew.-% Kohlenstoff besteht.
4. Bauteile nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Folie aus der Nickelbasislegierung zusätzlich noch 1
bis 35 Gew.-% Mangan und 1 bis 12 Gew.-% Wolfram enthält.
5. Bauteile nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Folie aus der Nickelbasislegierung aus Nickel als Haupt
bestandteil und
6,5 Gew.-% Chrom,
3,0 Gew.-% Bor,
4,5 Gew.-% Silizium und
2,5 Gew.-% Eisen besteht.
6,5 Gew.-% Chrom,
3,0 Gew.-% Bor,
4,5 Gew.-% Silizium und
2,5 Gew.-% Eisen besteht.
6. Bauteile nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Folie aus der Nickelbasislegierung aus Nickel als Haupt
bestandteil und 13 Gew.-% Chrom und 10 Gew.-% Phosphor besteht.
7. Bauteile nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Folie aus der Nickelbasislegierung neben Nickel als
Hauptbestandteil 11 Gew.-% Phosphor enthält.
8. Bauteile nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Folie aus der Nickelbasislegierung zusätzlich 10 bis 20
Vol.-% an Hartstoff oder einer metallischen Hartlegierung, ins
besondere Wolframcarbid, in einer Korngröße von 10 bis 50 µm
enthält.
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