DE4125087C2 - Meßeinrichtung mit einer feldsensitiven Gradiometer-Schleifenanordnung und darin integriertem Gleichstrom-SQUID - Google Patents
Meßeinrichtung mit einer feldsensitiven Gradiometer-Schleifenanordnung und darin integriertem Gleichstrom-SQUIDInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Meßeinrichtung zur Erfas
sung schwacher, sich zeitlich ändernder Magnetfelder mittels
einer supraleitenden feldsensitiven Schleifenanordnung, in wel
che ein Gleichstrom-SQUID integriert ist und welche ein Gra
diometer bildet, das mindestens zwei Gruppen von nebeneinander
angeordneten, untereinander parallelgeschalteten Teilschleifen
enthält. Eine derartige Meßeinrichtung ist aus "IEEE Trans.
Magn.", Vol. MAG-19, No. 3, Mai 1983, Seiten 648 bis 651 be
kannt.
Mit supraleitenden Quanten-Interferometern, die auch als
"SQUIDs" (Abkürzung von: Superconduction QUantum Interference
Devices) bezeichnet werden, lassen sich vorteilhaft äußerst
schwache, insbesondere biomagnetische Felder oder Feldgradien
ten detektieren (vgl. z. B. "Rev. Sci. Instrum.", Vol 53,
No. 12, Dez. 1982, Seiten 1815 bis 1845). Als bevorzugtes An
wendungsgebiet für SQUIDs wird deshalb auch die medizinische
Diagnostik angesehen, da die dort auftretenden biomagnetischen
Signale, z. B. die vom menschlichen Herzen oder vom menschli
chen Gehirn erzeugten Magnetfelder, nur Feldstärken im pT-Be
reich hervorrufen (Magnetokardiographie bzw. Magnetoenzephalo
graphie).
Eine entsprechende Einrichtung zur Erfassung und Aufbereitung
derartiger schwacher, orts- und zeitabhängiger Magnetfelder
oder entsprechender Magnetfeldgradienten weist mindestens ei
nen Meß- oder Detektionskanal auf. Dieser Kanal enthält auf
seiner Eingangsseite als Antenne eine feldsensitive Schleifen
anordnung mit mindestens einer Detektionsschleife, mit der ein
Magnetometer oder Gradiometer ausgebildet ist. Die in dieser
Schleifenanordnung hervorgerufenen magnetischen Flüsse oder
Flußgradienten werden dann einem SQUID zugeführt, das bei
spielsweise in die Schleifenanordnung integriert sein kann
(vgl. die eingangs genannte Literaturstelle aus "IEEE Trans.
Magn.", Vol. MAG-19) oder Teil eines besonderen SQUID-Kreises
(vgl. die genannte Literaturstelle aus "Rev. Sci. Instrum.",
insbesondere Seite 1823 und 1825) ist. Die SQUIDs können dabei
als sogenannte RF-SQUIDs (Hochfrequenz- bzw. Radio-Frequency-
SQUID) oder insbesondere auch als DC-SQUIDs (Gleichstrom- bzw.
Direct-Current-SQUIDs) ausgebildet sein. Darüber hinaus weist
der Meßkanal gegebenenfalls eine Modulationsspule sowie Ver
stärker und eine Auswerteelektronik auf. Bis auf die Verstär
ker und die Auswerteelektronik bestehen die genannten Teile
aus supraleitendem Material und sind deshalb in einem Cryo
system untergebracht, um in ihnen supraleitende Betriebsbedin
gungen zu ermöglichen.
Derartige Meßeinrichtungen erfordern wegen der extrem geringen
Feldstärken der zu messenden, verhältnismäßig niederfrequenten
biomagnetischen Felder Maßnahmen zu einer Unterdrückung von
vergleichsweise höherfrequenten Störfeldern von beispielsweise
etwa 5 bis 6 Größenordnungen im Vergleich zu den zu detektie
renden Feldsignalen. Hierbei hat man insbesondere die Wahl der
Aufteilung dieser Störfeldunterdrückungsmaßnahmen einerseits
auf Abschirmmaßnahmen in Gestalt einer Abschirmkammer und an
dererseits auf Kompensationsmaßnahmen in Gestalt von Gradiome
tern.
Eine aufwendige und sehr teure Vollabschirmung in der genann
ten Größenordnung der Feldunterdrückung ist mit einer Kammer
möglich, wie sie z. B. aus der Veröffentlichung "Biomagnetism -
Proceedings Third International Workshop on Biomagnetism -
Berlin, Mai 1980", 1981, Seiten 51 bis 78 bekannt ist. Eine
derartige Kammer erlaubt vorteilhaft den Betrieb von Magneto
metern. Da nämlich Magnetometer im Gegensatz zu Gradiometern
nur Detektionsschleifen aufweisen, haben sie bezüglich einer
Flußeinkopplung in ein SQUID den Vorteil einer geringen Se
rieninduktivität und damit einer entsprechend effektiven Fluß
einkopplung. Aus diesem Grunde weist auch die aus "IEEE Trans.
Magn.", Vol. 27, No. 2, März 1991, Seiten 3001 bis 3004 zu
entnehmende Meßeinrichtung ein Magnetometer auf. Die Effekti
vität der Flußeinkopplung ist bei dem bekannten Magnetometer
zum einen noch dadurch gesteigert, daß in es direkt ein DC-
SQUID integriert ist. Zum anderen ist die Gesamtinduktivität
der Schleifenanordnung dieses Magnetometers dadurch ernie
drigt, daß als Magnetometerschleife acht untereinander paral
lel geschaltete Teilschleifen dienen. Da dieses Magnetometer
der bekannten Meßeinrichtung keine hinreichende Störfeldunter
drückung gewährleistet, kann bei der bekannten Meßeinrichtung
nicht auf die erwähnte Vollabschirmung mittels einer Kammer
verzichtet werden.
Geringere Anforderungen an eine externe Abschirmung hinsicht
lich einer Störfeldunterdrückung können dann gestellt werden,
wenn man für den Eingangskreis statt Magnetometer Gradiometer
vorsieht (vgl. die EP 0 359 864 A1). Mit Gradiometern erster
oder höherer Ordnung, die im Gegensatz zu Magnetometern zu
sätzlich zu ihrer mindestens einen Detektionsschleife minde
stens noch eine weitere, als Kompensationsschleife bezeichnete
Schleife besitzen, lassen sich nämlich unerwünschte Hinter
grundfelder entfernterer Feldquellen diskriminieren, während
die Feldsensitivität bezüglich näherer Feldquellen erhalten
bleibt (vgl. z. B. "Journal of Magnetism and Magnetic
Materials", Vol. 22, 1981, Seiten 129 bis 201). Eine entspre
chend Störfeldunterdrückung läßt sich insbesondere auch mit
Gradiometern gewährleisten, die aus der genannten Veröffentli
chung "IEEE Trans. Magn.", Vol. MAG-19 zu entnehmen sind. Ein
daraus bekanntes Gradiometer erster Ordnung enthält jeweils
eine einzige Detektions- und Kompensationsschleife mit einem
gemeinsamen Leiterteil, in dem die beiden Josephson-Elemente
eines DC-SQUIDs ausgebildet sind. Die Magnetfeldempfindlich
keit eines solchen Gradiometers ist jedoch verhältnismäßig ge
ring. Daneben ist auch ein Gradiometer zweiter Ordnung be
schrieben, das eine Schleifenanordnung aus zwei symmetrisch zu
den beiden Josephson-Elementen eines DC-SQUIDs angeordneten
Gruppen von untereinander parallelgeschalteten Schleifen ent
hält. Diese verhältnismäßig aufwendig aufgebaute Schleifenan
ordnung weist zwar eine höhere Magnetfeldempfindlichkeit auf;
jedoch ist die Störfeldunterdrückung noch nicht ausreichend,
um ganz auf eine Abschirmkammer verzichten zu können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, die Meßeinrich
tung mit den eingangs genannten Merkmalen dahingehend auszuge
stalten, daß bei einer effektiven Flußeinkopplung für nieder
frequente Meßsignale eine noch effektivere Störfeldunterdrüc
kung für vergleichsweise höhere Störfrequenzen gewährleistet
wird.
Diese Aufgabe wird ausgehend von den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen dadurch gelöst, daß ein
Entstörungskreis mit einer supraleitenden Abschirmschleife
vorgesehen ist, die zumindest zu Teilbereichen der Teilschlei
fen parallel angeordnet ist und wenigstens eine mittels eines
Impedanzgliedes überbrückte Unterbrechung aufweist, wobei der
Induktivitätswert und der Impedanzwert des Entstörungskreises
hinsichtlich einer zumindest teilweisen Unterdrückung von
Störsignalen so ausgelegt sind, daß eine Schwächung der zu er
fassenden Feldsignale zumindest weitgehend ausgeschlossen ist.
Bei der erfindungsgemäß ausgestalteten Meßeinrichtung bildet
der Entstörkreis quasi einen elektronischen Tiefpaß für die zu
detektierenden Feldsignale, während die vergleichsweise höher
frequenten Störfelder zumindest zu einem wesentlichen Teil ge
dämpft werden. Die mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der
Meßeinrichtung verbundenen Vorteile sind also darin zu sehen,
daß die Einrichtung gegenüber externen Störsignalen wesentlich
unempfindlicher gemacht werden kann als bekannte Einrichtun
gen. Dies hat unter anderem zur Folge, daß der Abschirmaufwand
entsprechend vermindert werden kann und sich sogar auf eine
Abschirmkammer verzichten läßt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Meßeinrich
tung gehen aus den abhängigen Ansprüchen hervor.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird nachfolgend auf
die Zeichnung Bezug genommen, in deren Fig. 1 schematisch ei
ne feldsensitive Schleifenanordnung für eine erfindungsgemäße
Meßeinrichtung veranschaulicht ist. Fig. 2 zeigt als Diagramm
die Abschirmcharakteristik eines Entstörungskreises dieser
Einrichtung. Aus Fig. 3 geht der Aufbau dieses Entstörungs
kreises näher hervor. In Fig. 4 ist die Schaltung im Mittel
bereich der Schleifenanordnung näher dargestellt. Eine für
diese Schaltung geeignete Filterschaltung geht aus Fig. 5
hervor. In den Figuren sind sich entsprechende Teile mit den
selben Bezugszeichen versehen.
Die supraleitenden Teile einer Meßeinrichtung nach der Erfin
dung können vorteilhaft in Dünnfilm-Technik erstellt werden.
Sie sollen sich auf einer zur Kühlung ihres supraleitenden Ma
terials hinreichenden Tieftemperatur, insbesondere auf der
Siedetemperatur des flüssigen Heliums (LHe) von 4,2 K befin
den. Gegebenenfalls könnten die surpaleitenden Teile auch aus
bekannten metalloxidischen Hoch-Tc-Supraleitermaterialien her
gestellt sein, die sich mit flüssigem Stickstoff (LN2) kühlen
lassen. Die Meßeinrichtung kann insbesondere mehrere parallele
Meßkanäle aufweisen (vgl. z. B. "Cryogenics", Vol. 29, Aug.
1989, Seiten 809 bis 813 oder die EP 0 359 864 A1). In Fig. 1
ist die feldsensitive Schleifenanordnung eines solchen Meßka
nals näher dargestellt. Mit dieser Schleifenanordnung sollen
verhältnismäßig niederfrequente Feldsignale, beispielsweise
mit einer Frequenz unter 1 kHz, insbesondere auch unter
200 Hz, wie sie insbesondere von biomagnetischen Feldquellen
erzeugt werden, zu detektieren sein.
Diese feldsensitive, allgemein mit 2 bezeichnete Schleifenan
ordnung bildet ein bezüglich eines Mittelbereiches M zumindest
weitgehend symmetrisch aufgebautes Gradiometer erster Ordnung
mit zwei planaren Gruppen G1 und G2 von Teilschleifen aus.
Beispielsweise hat jede Gruppe vier Teilschleifen 3a bis 3d
bzw. 4a bis 4d, die Detektionsschleifen bzw. Kompensations
schleifen darstellen. Die Teilschleifen haben jeweils z. B.
etwa rechteckige, insbesondere zumindest annähernd quadrati
sche Gestalt mit einer Seitenlänge s von beispielsweise etwa
0,5 cm. Die Teilschleifen jeder Gruppe sollen dabei an zwi
schen diesen Gruppen verlaufenden Verbindungsleitern 6a und
6b so angeschlossen bzw. untereinander so parallelgeschaltet
sein, daß die in diesen Teilschleifen durch ein zu detektie
rendes magnetisches Feldsignal 7 induzierten Ströme in den an
geschlossenen Verbindungsleitern 6a und 6b jeweils einen
Strombeitrag in derselben Richtung erzeugen. Die einzelnen
Verknüpfungspunkte der Teilschleifen mit den Verbindungslei
tern 6a und 6b sind in der Figur verstärkt angedeutet und all
gemein mit 8 bezeichnet. Durch die Belegung der Detektionsflä
che jeder Gruppe mit einer Vielzahl von parallelgeschalteten
Teilschleifen wird vorteilhaft die Gesamtinduktivität der
Schleifenanordnung 2 gegenüber einer nicht-unterteilten Anord
nung entsprechend erniedrigt. Diese Erniedrigung der Indukti
vität bewirkt vorteilhaft eine Verbesserung der Fluß-Span
nungs-Umwandlung. Bei der erfindungsgemäßen Meßeinrichtung ist
das SQUID in an sich bekannter Weise in das Gradiometer inte
griert. Hierzu erstreckt sich in dem Mittelbereich M zwischen
den beiden Verbindungsleitern 6a und 6b ein Strompfad 10, in
dem sich die ein DC-SQUID charakterisierenden zwei Josephson-
Elemente 11a und 11b befinden. Eine entsprechende Ausgestal
tung des Mittelbereichs M geht aus Fig. 4 hervor. Wie ferner
in Fig. 1 angedeutet ist, können an beiden Schleifengruppen
G1 und G2 Modulationsschleifen 12a bzw. 12b vorgesehen werden,
mit denen Modulationssignale in die jeweiligen Teilschleifen,
z. B. in die Schleifen 3d und 4d induktiv einzukoppeln sind.
Gemäß der Erfindung sind zusätzliche Maßnahmen zu einer Stör
feldunterdrückung vorgesehen, um durch eine Abschwächung uner
wünschter höherfrequenter Störsignale 13 um mindestens einen
Faktor 2, vorzugsweise um mindestens einen Faktor 4 erreichen
zu können und so eine eindeutige Detektion der Feldsignale zu
ermöglichen. Nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist des
halb der Gradiometer-Schleifenanordnung 2 eine supraleitende
Abschirmschleife 15 zugeordnet, die einen bezüglich der nie
derfrequenten Feldsignale 7 zumindest weitgehend transparenten
Entstörkreis darstellt. Die Leiterbahnen 15a dieser Abschirm
schleife 15 verlaufen dabei zumindest zu einem großen Teil der
einzelnen Teilschleifen der Schleifenanordnung 2 parallel,
wobei sie sich wenigstens längs des Außenrandes der Schleifen
anordnung erstrecken. Vorteilhaft sind auch den vom Außenrand
umschlossenen Leiterteilen der Leiterschleifen entsprechende
Leiterbahnen 15b zugeordnet, wobei jedoch in sich geschlossene
Ringstrukturen dieser Leiterbahnen zu vermeiden sind. Gemäß
dem dargestellten Ausführungsbeispiel ergeben die Leiterbahnen
15a und 15b vorteilhaft eine Magnetometerstruktur. Gegebenen
falls kann mit diesen Leiterbahnen aber auch eine Gradiometer
struktur ausgebildet werden. Die Abschirmschleife 15 soll min
destens eine Unterbrechung aufweisen, die mittels eines Impe
danzgliedes überbrückt ist. Die Anordnungsstelle dieser Unter
brechung bzw. des Impedanzgliedes innerhalb der Abschirm
schleife 15 ist an sich unkritisch. Vorteilhaft wird jedoch
aus Gründen des zumindest weitgehend symmetrischen Aufbaus des
Gradiometer-SQUIDs das mindestens eine Impedanzglied in die
Nähe des Mittelbereiches M gelegt. Man kann jedoch auch z. B.
zwei Impedanzglieder jeweils im Bereich einer Teilschleifen
gruppe oder in Mittelbereichsnähe vorsehen. Eine entsprechende
Ausgestaltung ist gemäß Fig. 1 angenommen. Die Abschirm
schleife 15 ist somit an zwei Unterbrechungen 16a und 16b
ihrer den Verbindungsleitern 6a und 6b zugeordneten Leiterbah
nen mit zwei Impedanzgliedern 17a und 17b geschlossen. Bei dem
mindestens einen Impedanzglied kann es sich um ein resistives
Element und/oder auch um ein kapazitives Element oder um ein
Netzwerk mit solchen Elementen handeln. Für das Ausführungs
beispiel seien resistive Impedanzglieder angenommen. Mit die
sen Impedanzgliedern ergibt sich so ein geschlossener, nach
folgend als Entstörungskreis 18 bezeichneter Abschirmkreis
mit einem vorbestimmten Wert seiner Induktivität L und seiner
frequenzabhängigen Impedanz Z. In die Größe dieser Impedanz Z
geht insbesondere die Gesamtimpedanz der beiden Impedanzglie
der 17a und 17b ein. Die Größen von L und Z sind dabei so aus
zuwählen, daß zwar eine hinreichende Unterdrückung der höher
frequenten Störfeldsignale 13 erreicht, jedoch eine Schwächung
der niederfrequenten Feldsignale 7 zumindest weitgehend ver
mieden wird. Der Entstörungskreis 18 muß deshalb einen elek
trischen Tiefpaß für die Feldsignale 7 darstellen.
Eine Abschätzung der Tiefpaßwirkung eines solchen Entstörungs
kreises ist nachfolgend skizziert. Dabei seien ϕ (ω) ein ex
terner magnetischer Fluß eines Magnetfeldes, I (ω) ein indu
zierter frequenzabhängiger Abschirmstrom, ω die Kreisfrequenz
sowie I, Z, L der Strom bzw. die Impedanz bzw. die Induktivi
tät des Entstörungskreises. Wenn nun ein Magnetfeld durch die
von dem Entstörungskreis umschlossene Fläche hindurchtritt,
dann werden in diesem Kreis Abschirmströme induziert. Die Grö
ße dieser Abschirmströme ist unter Annahme einer einzigen Ab
schirmschleife durch folgende Beziehung gegeben:
Der in dem Entstörungskreis erzeugte effektive magnetische
Fluß ϕ' (ω) bei einer vorbestimmten Frequenz ω bzw. Bandbreite
ist dann
Wenn gemäß dem gewählten Ausführungsbeispiel die Impedanzglie
der 17a und 17b den ohmschen Widerstand R aufweisen, ergibt
sich
- a) für den Fall (ω « R/L
praktisch keine Schwächung der Feldsignale 7
und - b) für den Fall ω » R/L
so daß hohe Frequenzen von stö renden Signalen 13 unterdrückt werden.
Ein entsprechender Entstörungskreis verhält sich also bezüg
lich eines externen Mangetflusses ϕ wie ein Tiefpaßfilter mit
einer Abschneidefrequenz ωb = R/L. Dieser Sachverhalt ist in
dem Diagramm der Fig. 2 angedeutet. Dabei sind auf der Ab
szisse die Kreisfrequenz ω (in willkürlichen Einheiten) und auf
der Ordinate der als Abschirmfaktor anzusehende Quotient ϕ'/ϕ
aufgetragen. Die Abschneidefrequenz ωb muß also so gewählt
werden, daß die Feldsignale 7 beim Durchtritt durch den Ent
störungskreis 18 praktisch nicht behindert werden, während die
Störsignale 13 im wesentlichen abgeschirmt werden.
Wie aus den vorstehenden Beziehungen ersichtlich ist, wird ei
ne Störfeldunterdrückung erst effektiv, wenn ω2 . L2/R2 » 1
ist. Dann ergibt sich für den Abschirmfaktor ϕ'/ϕ näherungs
weise:
Das heißt, für eine effektive Störfeldunterdrückung sollte man
eine möglichst niedrige Abschneidefrequenz vorsehen. Der kon
krete Wert für diese Frequenz ist von der Frequenz des zu de
tektierenden Feldes abhängig. Das Rauschen von resistiven Wi
derständen begrenzt jedoch die Möglichkeit, zu beliebig hohen
Abschirmfaktoren zu gelangen.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine der Teilschleifen,
beispielsweise durch die Teilschleife 3a des Entstörungskrei
ses 18 nach Fig. 1, im Bereich einer dort mit III-III be
zeichneten Schnittlinie. Wie aus Fig. 3 zu entnehmen ist,
kann die den einzelnen Teilschleifen der Schleifenanordnung 2
zugeordnete Abschirmschleife 15 im Querschnitt gesehen vor
teilhaft als ein geschlitzter Ring 20 bzw. als eine Rinne mit
in zwei parallelen Ebenen liegenden Schleifenteilen 20a und
20b ausgebildet sein. Dieser geschlitzte Ring umschließt dabei
die Leiterbahn der jeweils abzuschirmenden Teilschleife bis
auf den Bereich seiner vorzusehenden seitlichen Öffnung bzw.
seines Schlitzes 22. Der Schlitz befindet sich am Außenrand
des Ringes 20. Eine derartige Ausführungsform der Abschirm
schleife 15 ist insbesondere zu einer sehr effektiven Ab
schirmung der Leiterbahnen von planaren Gradiometern gegen
über Störfeldern geeignet und läßt sich vorteilhaft verhält
nismäßig einfach in Dünnfilmtechnik erstellen.
Nachfolgend ist eine Abschätzung der Störfeldempfindlichkeit
der erfindungsgemäß ausgestalteten Meßeinrichtung skizziert:
Mit einer Ausgestaltung einer feldsensitiven Schleifenanord nung als Gradiometer läßt sich bekanntlich eine Unterdrückung von Störsignalen gegenüber zu detektierenden Feldsignalen um etwa vier Größenordnungen erreichen. Das konkrete Maß der Störfeldunterdrückung ist dabei abhängig von der Genauigkeit der Lithographie der Schleifen. Mit bekannten Lithographie verfahren der Dünnfilm-Technik ist die genannte Größenordnung realistisch. Von Vorteil ist außerdem, daß die verwendete Schleifenanordnung wegen ihrer kompakten, d. h. wenig ausge dehnten Bauweise (im cm-Bereich) weitgehend unempfindlich ge genüber räumlich langsam variierenden Feldern ist, da sie eine quasi punktuelle Messung gewährleistet. Mit der erfindungsge mäßen Verwendung eines besonderen Entstörungskreises ist bei geeigneter Dimensionierung eine Unterdrückung von hochfrequen ten Störfeldern um mindestens eine (weitere) Größenordnung zu erreichen. Dabei ist es auch als vorteilhaft anzusehen, daß dieser Entstörungskreis als eine einem Gradiometer-SQUID zu geordnete Magnetometerstruktur ausgebildet ist. Denn dann ist die Empfindlichkeit bezüglich einer Rauscheinkopplung des dämpfenden Impedanzgliedes reduziert. Das eingekoppelte Fluß rauschen in jede Hälfte (Gruppe G1, G2) des Gradiometer-SQUIDs mit ni = 4 gleichgroßen Schleifen pro Gruppe ist:
Mit einer Ausgestaltung einer feldsensitiven Schleifenanord nung als Gradiometer läßt sich bekanntlich eine Unterdrückung von Störsignalen gegenüber zu detektierenden Feldsignalen um etwa vier Größenordnungen erreichen. Das konkrete Maß der Störfeldunterdrückung ist dabei abhängig von der Genauigkeit der Lithographie der Schleifen. Mit bekannten Lithographie verfahren der Dünnfilm-Technik ist die genannte Größenordnung realistisch. Von Vorteil ist außerdem, daß die verwendete Schleifenanordnung wegen ihrer kompakten, d. h. wenig ausge dehnten Bauweise (im cm-Bereich) weitgehend unempfindlich ge genüber räumlich langsam variierenden Feldern ist, da sie eine quasi punktuelle Messung gewährleistet. Mit der erfindungsge mäßen Verwendung eines besonderen Entstörungskreises ist bei geeigneter Dimensionierung eine Unterdrückung von hochfrequen ten Störfeldern um mindestens eine (weitere) Größenordnung zu erreichen. Dabei ist es auch als vorteilhaft anzusehen, daß dieser Entstörungskreis als eine einem Gradiometer-SQUID zu geordnete Magnetometerstruktur ausgebildet ist. Denn dann ist die Empfindlichkeit bezüglich einer Rauscheinkopplung des dämpfenden Impedanzgliedes reduziert. Das eingekoppelte Fluß rauschen in jede Hälfte (Gruppe G1, G2) des Gradiometer-SQUIDs mit ni = 4 gleichgroßen Schleifen pro Gruppe ist:
wobei k ein Koppelfaktor und Li die Induktivität einer einzi
gen Teilschleife sind. Die Größe
stellt dabei die spek
trale Dichte der thermisch bedingten Stromfluktuation in dem
Entstörungskreis dar, der mit einem ohmschen Widerstand R ge
schlossen ist (vgl. die genannte Literaturstelle aus "Rev.
Sci. Instrum.", insbesondere Seite 1837). Auf die Josephson-
Elemente des SQUIDs wirkt aber nur die Differenz aus beiden
Rauschanteilen der beiden Gruppen G1 und G2 ein:
Diese Größe hängt vom Abgleich des Gradiometers ab. Wenn die
Balance des Gradiometers aufgrund der vorerwähnten Lithogra
phiegenauigkeit tatsächlich vier Größenordnungen ausmacht,
dann gilt:
δ(k . Li) = 10-4 . Li.
Nimmt man nun an, daß die Induktivität einer Teilschleife
Li ≈ 10-8 H ist, dann ergibt sich für ni = 4, T ≈ 4 K und
kB = 10-23:
mit ϕ0 = 2 . 10-15.
Verlangt man nun, daß die Rauscheinkopplung ϕn,R (sq) kleiner als
das intrinsische SQUID-Rauschen ist, d. h., daß gilt:
dann folgt daraus ein vorteilhaft sehr kleiner Wert für R,
nämlich
R ≧ 6 . 10-6.
Bei einer Induktivität an einer Teilschleife Li = 10-8 H kann
die Abschneidefrequenz des Entstörungskreises auf
gesetzt werden. Es ist so im Prinzip möglich, mit dem RL-Ent
störungskreis über eine sehr große Bandbreite zu entstören.
Man kann also vorteilhaft die Abschneidefrequenz bis auf das
Nutzband des SQUIDs herabsetzen. Nachfolgend ist eine Abschät
zung der SQUID-Empfindlichkeit der erfindungsgemäß ausgestal
teten Meßeinrichtung mit einer konkreten Schleifenanordnung
gemäß Fig. 1 skizziert. Die Induktivität einer Teilschleife
sei dabei Li = 10-8 . H, d. h., die Induktivität des SQUIDs
beträgt dann
Ferner sei ein SQUID-Rauschen von 1 . 10-5 . ϕ0 und eine für die
Flußeinkopplung genutzte Fläche von etwa 2 . 0,8 . 1,2 cm2 ≈
2 cm2 angesetzt. Die Feldempfindlichkeit ist dann:
Diese Feldauflösung ist für ein planares Gradiometer-SQUID
sehr hoch und insbesondere weitaus ausreichend zur Detektion
biomagnetischer Signale.
Fig. 4 zeigt eine Prinzipschaltung des Gradiometer-SQUIDs der
erfindungsgemäßen Meßeinrichtung im Bereich der in Fig. 1 mit
M bezeichneten Gradiometermitte. Zwischen den beiden Verbin
dungsleitern 6a und 6b zum Zusammenschalten der beiden Gradio
metergruppen von Teilschleifen erstreckt sich der Strompfad 10
mit den beiden Josephson-Elementen 11a und 11b. Parallel zu
diesem Strompfad verläuft ein weiterer Strompfad 25, in den
zwei den Josephson-Elementen zuzuordnende ohmsche Widerstände
26a und 26b integriert sind. Am Verknüpfungspunkt 27 dieser
beiden Widerstände sowie am Verbindungspunkt 28 des Strompfa
des 10 mit z. B. dem Verbindungsleiter 6b sind zwei Anschluß
leiter 30 bzw. 31 für ein Bias-Signal angeschlossen. Wie fer
ner aus der Fig. 4 hervorgeht, ist der Bereich der Josephson-
Elemente 11a und 11b sowie der Widerstände 26a und 26b vor
teilhaft von einer supraleitenden Abschirmschleife 33 um
schlossen. Die Leiterbahnen 15a des Entstörungskreises 18 ver
laufen dabei außerhalb des Bereichs der Abschirmschleife 33.
Gemäß der dargestellten Ausführungsform können sich vorteil
haft die von Widerstandsbahnen 17a und 17b überbrückten Unter
brechungen 16a und 16b ebenfalls in dem Mittelbereich M befin
den.
Eine Zusatzmaßnahme zur hochfrequenten Störfeldunterdrückung
besteht darin, daß eventuell eingekoppelte hochfrequente Stö
rungen durch eine Filterschaltung von den Josephson-Elementen
11a und 11b ferngehalten werden. Aus Symmetriegründen setzt
sich eine entsprechende Filterschaltung vorteilhaft aus zwei
Entstörfiltern 35a und 35b zusammen, die symmetrisch bezüglich
des Strompfades 10 der Josephson-Elemente 11a und 11b angeord
net sind.
Aus Fig. 5 geht die Schaltung eines solchen Entstörfilters,
beispielsweise des Filters 35a, näher hervor. Dieses Filter
wird durch ein Netzwerk aus Kapazitäten 38a und 38b und ohm
schen Widerständen 39a und 39b gebildet, das eine frequenzab
hängige Impedanz Z' aufweist. Die Werte der Kapazitäten und
Widerstände sind dabei so zu wählen, daß sich ein Tiefpaß für
die zu detektierenden, den Josephson-Elementen zuzuführenden
Feldsignale bei gleichzeitiger Unterdrückung von höherfrequen
ten Störsignalen ergibt.
Gemäß dem anhand der Figuren erläuterte Ausführungsbeispiel
wurde davon ausgegangen, daß der Entstörungskreis 18 als sein
mindestens ein Impedanzglied einen ohmschen Widerstand auf
weist. Die Verwendung einer Kapazität statt eines Widerstandes
kann gegebenenfalls im Hinblick auf ein minimales Rauschen von
Vorteil sein. Die Berechnung der Abschneidefrequenz ωb für
diese kapazitive Ausführungsform erfolgt nach ähnlichen Be
ziehungen wie für den resistiven Fall, wobei jedoch statt
eines Widerstandswertes R nunmehr eine Kapazität C zu berück
sichtigen ist.
Claims (10)
1. Meßeinrichtung zur Erfassung schwacher, sich zeitlich än
dernder Magnetfelder mittels einer supraleitenden feldsensiti
ven Schleifenanordnung, in welche ein Gleichstrom-SQUID inte
griert ist und welche ein Gradiometer bildet, das mindestens
zwei Gruppen von nebeneinander angeordneten, untereinander pa
rallelgeschalteten Teilschleifen enthält, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Entstörungskreis (18)
mit einer supraleitenden Abschirmschleife (15) vorgesehen ist,
die zumindest zu Teilbereichen der Teilschleifen (3a bis 3d,
4a bis 4d) parallel angeordnet ist und wenigstens eine mittels
eines Impedanzgliedes (17a, 17b) überbrückte Unterbrechung
(16a, 16b) aufweist, wobei der Induktivitätswert (L) und der
Impedanzwert (Z) des Entstörungskreises (18) hinsichtlich
einer zumindest teilweisen Unterdrückung von Störsignalen (13)
so ausgelegt sind, daß eine Schwächung der zu erfassenden
Feldsignale (7) zumindest weitgehend ausgeschlossen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Abschirmschleife (15) eine
Magnetometerstruktur bildet.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß jede Schleifengruppe (G1, G2)
mindestens vier Teilschleifen (3a bis 3d, 4a bis 4d) enthält.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Teilschlei
fen (3a bis 3d, 4a bis 4d) rechteckige, insbesondere zumindest
annähernd quadratische Gestalt haben.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Josephson-
Elemente (11a, 11b) des Gradiometer-SQUIDs in einem Mittelbe
reich (M) zwischen den beiden Schleifengruppen (G1, G2) ange
ordnet sind.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Abschirm
schleife (15) des Entstörungskreises (18) eine rinnenähnliche
Gestalt oder etwa die Gestalt eines seitlich geschlitzten Rin
ges (20) aufweist und die Leiter der zugeordneten Teilschlei
fen (3a bis 3d, 4a bis 4d) weitgehend umschließt (Fig. 3).
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß das mindestens
eine Impedanzglied (17a, 17b) durch mindestens ein resistives
Element und/oder mindestens ein kapazitives Element gebildet
ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Josephson-
Elemente (11a, 11b) des Gradiometer-SQUIDs von einer weiteren
supraleitenden Abschirmschleife (33) umgeben sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß zu dem die Jo
sephson-Elemente (11a, 11b) des Gradiometer-SQUIDs aufweisen
den Strompfad (10) mindestens ein Entstörfilter (35a, 35b) aus
einem Widerstands-Kapazitäts-Netzwerk parallelgeschaltet ist,
dessen Impedanz (Z') zur Unterdrückung von Reststörsignalen
ausgelegt ist (Fig. 5).
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß zumindest die
Schleifenanordnung (2) und der Entstörungskreis (18) in Dünn
film-Technik erstellt sind.
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ID=6437236
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