DE4120247A1 - Neue tetraaminopyrimidin-derivate und deren verwendung in oxidationsfaerbemitteln - Google Patents
Neue tetraaminopyrimidin-derivate und deren verwendung in oxidationsfaerbemittelnInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung sind neue Derivate des 2,4,5,6-
Tetraaminopyrimidins und deren Salze sowie deren Verwendung als
Entwicklerkomponente in Oxidationshaarfärbemitteln.
Für das Färben von Haaren spielen die sogenannten Oxidationshaar
färbemittel wegen ihrer intensiven Farben und guten Echtheitsei
genschaften eine bevorzugte Rolle. Solche Haarfärbemittel enthalten
Oxidationsfarbstoffvorprodukte in einem kosmetischen Träger. Als
Oxidationsfarbstoffvorprodukte werden Entwicklersubstanzen und
Kupplersubstanzen eingesetzt. Die Entwicklerkomponenten bilden un
ter dem Einfluß von Oxidationsmitteln oder von Luftsauerstoff un
tereinander oder unter Kupplung mit einer oder mehreren Kuppler
komponenten die eigentlichen Farbstoffe aus.
Eine bestimmte Entwicklersubstanz kann durch Kombination mit un
terschiedlichen Kupplern auch sehr unterschiedliche Farbnuancen
bilden. Trotzdem gelingt es oft nicht, mit Hilfe einer einzigen
Entwicklersubstanz zu der Vielzahl natürlicher Haarfarbnuancen zu
kommen. In der Praxis ist daher meist eine Kombination
verschiedener Entwicklerkomponenten und Kupplerkomponenten erfor
derlich, um eine einzige, natürlich wirkende Haarfärbung zu erhal
ten.
Gute Oxidationsfarbstoffvorprodukte müssen in erster Linie folgende
Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen bei der oxidativen Kupplung
die gewünschten Farbnuancen in ausreichender Intensität und Echt
heit ausbilden. Sie müssen ferner ein gutes Aufziehvermögen auf
menschlichem Haar besitzen, wobei keine merklichen Unterschiede
zwischen strapaziertem und frisch nachgewachsenem Haar bestehen
dürfen. Sie sollen beständig sein gegen Licht, Wärme und den Ein
fluß chemischer Reduktionsmittel, z. B. gegen Dauerwellflüssig
keiten. Schließlich sollen sie die Kopfhaut nicht zu sehr anfärben
und vor allem sollen sie in toxikologischer und dermatologischer
Hinsicht unbedenklich sein.
Als Entwicklersubstanzen werden üblicherweise primäre aromatische
Amine mit einer weiteren in Para oder Orthoposition befindlichen
freien oder substituierten Hydroxy- oder Aminogruppe, ferner
Diaminopyridinderivate, heterocyclische Hydrazonderivate oder 4-
Aminopyrazolonderivate eingesetzt. Als sogenannte Kupplersubstanzen
werden m-Phenylendiaminderivate, Naphthole, Resorcinderivate und
Pyrazolone verwendet.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 23 59 399 war die Verwendung
von 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidinen als Entwicklerkomponente in
Haarfärbemitteln bekannt. Die dort beschriebenen 2,4,5,6-
Tetraaminopyrimidine liefern mit einer Vielzahl von Kupplern ein
begrenztes Spektrum von Nuancen, vorwiegend im Bereich gelber,
brauner und roter Farbtöne. Viele der dabei erhaltenen Färbungen
weisen nur eine unbefriedigende Licht- und Wärmestabilität auf und
färben die Haarspitzen intensiver an als den frisch nachgewachsenen
Haaransatz.
Gegenstand der Erfindung sind neue 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-
Derivate der allgemeinen Formel I
in der R¹ und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkylgruppen
mit 1-4 C-Atomen oder Hydroxyalkylgruppen mit 2-4 C-Atomen sind
und deren Salze.
Diese neuen 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-Derivate der Formel I sind
Oxidationsfarbstoffvorprodukte vom Typ der Entwicklersubstanzen, d. h.
sie vermögen unter der Einwirkung von Oxidationsmitteln Farb
stoffe auszubilden. In Gegenwart von Kupplersubstanzen werden je
doch besonders brillante und intensive Farben gebildet. Als Kupp
lersubstanzen eignen sich vor allem die m-Phenylendiamine, m-
Aminophenole, Resorcine, Naphthol-1, 1,5- und 2,7-
Dihydroxynaphthalin, Hydroxy- und Aminopyridine, Hydroxychinoline
und Aminopyrazolone. Mit diesen und anderen bekannten Kupplersub
stanzen bilden die erfindungsgemäßen 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-
Derivate ein breites Spektrum von Nuancen, das von gelb bis blau
reicht. Vor allem aber werden mit vielen Kupplern Farbnuancen er
zeugt, die sonst nur unter Verwendung von zwei oder mehr verschie
denen Entwicklern zugänglich sind. Die erfindungsgemäßen 2,4,5,6-
Tetraaminopyrimidin-Derivate der Formel I eigenen sich daher her
vorragend zur Verwendung als Oxidationsfarbstoffvorprodukte vom
Entwickler-Typ in Haarfärbemitteln. Haarfärbemittel, welche die
erfindungsgemäßen 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-Derivate als Ent
wicklerkomponente neben üblichen Kupplerkomponenten enthalten,
zeigen ein besonders gleichmäßiges Aufziehvermögen auf strapa
ziertem und auf frisch nachgewachsenem Haar. Die erhaltenen Haar
anfärbungen weisen eine hohe Licht- und Thermostabilität auf. Be
vorzugt, insbesondere wegen ihrer leichten Zugänglichkeit, sind die
2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-Derivate der Formel I, in welcher R1=R2
ist und Wasserstoff, eine Methylgruppe oder eine
Hydroxyethylgruppe darstellt.
Aufgrund des hohen Molekulargewichtes sind die neuen
Tetraaminopyrimidin-Derivate wenig resorbierbar, was sich günstig
auf die toxikologischen und dermatologischen Eigenschaften aus
wirkt.
Die erfindungsgemäßen 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-Derivate der
Formel I lassen sich dadurch herstellen, daß man eine Verbindung
der Formel II
in der X eine Nitrogruppe oder eine Gruppe NR3R4 ist, in der R3 und
R4 Alkylgruppen mit 1-4 C-Atomen oder Hydroxyalkylgruppen mit 2-4
C-Atomen sind, mit 4-Chlor-2,6-diamino-5-nitropyrimidin zur Um
setzung bringt und die erhaltenen Umsetzungsprodukte katalytisch
hydriert.
Die erfindungsgemäßen 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-Derivate können
entweder als solche oder in Form ihrer Salze mit anorganischen oder
organische Säuren, z. B. als Hydrochloride, Sulfate, Phosphate,
Acetate, Propionate, Lactate oder Citrate isoliert und in Haarfär
bemittel eingesetzt werden.
Ein weiterer Erfindungsgegenstand sind Haarfärbemittel mit einem
Gehalt an Oxidationsfarbstoffvorprodukten in einem kosmetischen
Träger, die als Oxidationsfarbstoffvorprodukte 2,4,5,6-
Tetraaminopyrimidin-Derivate der Formel I als Entwicklerkomponente
in einer Menge von 0,05 bis 10 Millimol pro 100 g neben üblichen
Kupplerkomponenten und gegebenenfalls direktziehenden Haarfarb
stoffen enthalten.
Die erfindungsgemäßen Haarfärbemittel können außer den neuen
2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-Derivaten auch andere bekannte Ent
wicklerverbindungen enthalten, wenn dies zur Erzielung bestimmter
Nuancen erforderlich ist. Weiterhin können zur Modifikation der
Haarfärbung auch bekannte, direktziehende Haarfarbstoffe, z. B.
Nitrophenylendiaminderivate, Anthrachinonfarbstoffe oder
Indophenole zugesetzt werden.
In den erfindungsgemäßen Haarfärbemitteln werden die neuen Ent
wickler der Formel I und die gegebenenfalls zusätzlich vorhandenen
bekannten Entwicklerverbindungen im allgemeinen in etwa molaren
Mengen, bezogen auf die eingesetzten Kupplersubstanzen angewendet.
Wenn sich auch der molare Einsatz als zweckmäßig erwiesen hat, so
ist doch ein gewisser Überschuß einzelner Oxidationsfarbstoffvor
produkte nicht nachteilig, so daß Entwicklersubstanzen und Kupp
lersubstanzen in einem Molverhältnis 1 : 0,5 bis 1 : 2 enthalten
sein können.
Es ist auch nicht erforderlich, daß die 2,4,5,6-
Tetraaminopyrimidin-Derivate der Formel I einheitliche chemische
Verbindungen darstellen. Vielmehr können diese auch Gemische ver
schiedener Verbindungen der Formel I sein.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Haarfärbemittel werden die
Oxidationsfarbstoffvorprodukte in einen geeigneten kosmetischen
Träger eingearbeitet. Solche Träger sind z. B. Cremes, Emulsionen,
Gele oder auch tensidhaltige, schäumende Lösungen, z. B. Shampoos,
Schaumaerosole oder andere Zubereitungen, die für die Anwendung auf
dem Haar geeignet sind.
Übliche Bestandteile solcher kosmetischer Zubereitungen sind z. B.:
- - Netz- und Emulgiermittel wie anionische, nichtionische oder ampholytische Tenside, z. B. Fettalkoholsulfate, Alkansulfonate, α-Olefinsulfonate, Fettalkoholpolyglycolethersulfate, Ethylenoxidanlagerungsprodukte an Fettalkohole, an Fettsäuren, an Alkylphenole, an Sorbitanfettsäureester, an Fettsäurepartialglyceride und an Fettsäurealkanolamide,
- - Verdickungsmittel, wie z. B. Fettalkohole, Fettsäuren, Paraf finöle, Fettsäureester und andere Fettkomponenten in emul gierter Form,
- - wasserlösliche, polymere Verdickungsmittel, wie z. B. Methyl- oder Hydroxyethylcellulose, Stärke, Pflanzengumme, wasserlösliche synthetische Polymerisate, wasserlösliche Biopolymere (z. B. Xanthan-Gum),
- - haarpflegende Zusätze, wie z. B. wasserlösliche, kationische Polymere, Proteinderivate, Pantothensäure, Vitamine, Pflanzen extrakte, Cholesterin und Zucker,
- - Elektrolyt- und Puffersalze, pH-Stellmittel, Komplexbildner und Parfümöle,
- - Reduktionsmittel zur Stabilisierung des Farbstoffs, z. B. Na triumsulfit oder Ascorbinsäure.
Die Bestandteile der kosmetischen Träger werden zur Herstellung der
erfindungsgemäßen Haarfärbemittel in für diesen Zweck üblichen
Mengen eingesetzt; z. B. werden Emulgiermittel in Konzentrationen
von 0,5 bis 30 Gew.-% und Verdickungsmittel in Konzentrationen von
0,1 bis 25 Gew.-% des gesamten Färbemittels eingesetzt.
Besonders geeignet als Träger ist ein Gel mit einem Gehalt von 1-20
Gew.-% einer Seife, bevorzugt Ammoniumoleat oder eine Öl-in-
Wasser-Emulsion mit einem Gehalt von 1-25 Gew.-% einer Fettkom
ponente und 0,5 bis 30 Gew.-% eines Emulgiermittels aus der Gruppe
der anionischen, nichtionischen, ampholytischen oder
zwitterionischen Tenside.
Die Oxidationsfarbstoffvorprodukte werden in Mengen von 0,2-5 Gew.-%,
vorzugsweise 1-3 Gew.-% des gesamten Färbemittels in den
Träger eingemischt.
Die oxidative Entwicklung der Färbung kann grundsätzlich mit Luft
sauerstoff erfolgen. Bevorzugt wird jedoch ein chemisches Oxidati
onsmittel eingesetzt, besonders dann, wenn neben der Färbung ein
Aufhelleffekt am Haar gewünscht wird. Als Oxidationsmittel kommen
insbesondere Wasserstoffperoxid oder dessen Anlagerungsprodukte an
Harnstoff, Melamin oder Natriumborat sowie Gemische aus derartigen
Wasserstoffperoxidanlagerungsprodukten mit Kaliumperoxiddisulfat in
Betracht.
Bevorzugt wird eine Zubereitung des Oxidationsmittels unmittelbar
vor dem Haarefärben mit der Zubereitung aus
Oxidationsfarbstoffvorprodukten und Träger vermischt. Das dabei
entstehende gebrauchsfertige Haarfärbepräparat sollte bevorzugt
einen pH-Wert in Bereichen von 6-10 aufweisen.
Besonders bevorzugt ist die Anwendung der Haarfärbemittel in einem
schwach alkalischen Milieu. Die Anwendungstemperaturen können in
einem Bereich zwischen 15 und 40°C liegen. Nach einer Einwir
kungszeit von ca. 30 Minuten wird das Haarfärbemittel durch Aus
spülen von dem zu färbenden Haar entfernt. Das Nachwaschen mit ei
nem Shampoo entfällt, wenn ein stark tensidhaltiger Träger, z. B.
ein Färbeshampoo verwendet wurde.
Die nachfolgenden Beispiele sollen den Erfindungsgegenstand näher
erläutern, ohne ihn jedoch hierauf zu beschränken.
Allgemeine Arbeitsvorschrift
Eine Mischung von 0,05 Mol der Verbindung der Formel II und 0,05 Mol 4-Chlor-2,6-diamino-5-nitropyrimidin in 150 ml Ethanol und 40 ml Wasser wurde 2,5 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 15°C wurden das Umsetzungsprodukt abfiltriert und mit Wasser gewaschen.
Eine Mischung von 0,05 Mol der Verbindung der Formel II und 0,05 Mol 4-Chlor-2,6-diamino-5-nitropyrimidin in 150 ml Ethanol und 40 ml Wasser wurde 2,5 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 15°C wurden das Umsetzungsprodukt abfiltriert und mit Wasser gewaschen.
6 g dieses Umsetzungsproduktes wurden in 150 ml Ethanol gelöst und
nach Zugabe von ca. 0,5 g Palladium auf Aktivkohle bei 20°C und 2
bar Wasserstoffdruck katalytisch hydriert. Nach Beendigung der
Wasserstoffaufnahme wurde der Katalysator abfiltriert, das Filtrat
mit konzentrierter Salzsäure angesäuert und zur Trockne einge
dampft. Dabei wurde das Trihydrochlorid des 2,4,5,6-
Tetraaminopyrimidin-Derivats der Formel I erhalten.
Nach dieser allgemeinen Arbeitsvorschrift wurden die folgenden
Verbindungen hergestellt:
1.1 4-[p-Aminophenyl]-amino-2,5,6-triaminopyrimidin · 3 HCl
gelbe Kristalle, Schmelzpunkt: <320°C
1.2 4-(p-Dimethylaminophenyl)-amino-2,5,6-triaminopyrimidin · 3 HCl
gelbes Pulver, Schmelzpunkt: ca. 220°C (unter Zersetzung)
1.3 4-(4-N,N-Bis-hydroxyethylaminophenyl)-amino-2,5,6-triamino- pyrimidin · 3 HCl
weißes Pulver, Schmelzpunkt: ca. 169°C (unter Zersetzung).
gelbe Kristalle, Schmelzpunkt: <320°C
1.2 4-(p-Dimethylaminophenyl)-amino-2,5,6-triaminopyrimidin · 3 HCl
gelbes Pulver, Schmelzpunkt: ca. 220°C (unter Zersetzung)
1.3 4-(4-N,N-Bis-hydroxyethylaminophenyl)-amino-2,5,6-triamino- pyrimidin · 3 HCl
weißes Pulver, Schmelzpunkt: ca. 169°C (unter Zersetzung).
Es wurden erfindungsgemäße Haarfärbemittel in Form einer Haarfär
be-Cremeemulsion der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
Fettalkohol C12-14|10,0 g | |
Fettalkohol C12-14+2 EO-sulfat, Na-Salz, 28%ig | 25,0 g |
Wasser | 60,0 g |
Tetraaminopyrimidin-Derivat | 7,5 mMol |
Kupplerkomponente | 7,5 mMol |
Na₂SO₃ (Inhibitor) | 1,0 g |
konzentrierte Ammoniak-Lösung | bis pH=9,5 |
Wasser | ad 100 g |
Die Bestandteile wurden der Reihe nach miteinander vermischt. Nach
Zugabe der Oxidationsfärbemittelvorprodukte und des Inhibitors
wurde zunächst mit konzentrierter Ammoniak-Lösung der pH-Wert der
Emulsion auf 9,5 eingestellt, dann wurde mit Wasser auf 100 g auf
gefüllt.
Die oxidative Entwicklung der Färbung wurde mit 3%iger Wasser
stoffperoxidlösung als Oxidationsmittel durchgeführt. Hierzu wurden
100 g der Emulsion mit 50 g Wasserstoffperoxidlösung (3%ig) ver
setzt und vermischt.
Die Färbecreme wurde auf ca. 5 cm lange Strähnen standardisierten,
zu 90% ergrauten, aber nicht besonders vorbehandelten Menschen
haars aufgetragen und dort 30 Minuten bei 27°C belassen. Nach Be
endigung des Färbeprozesses wurde das Haar gespült, mit einem üb
lichen Haarwaschmittel ausgewaschen und anschließend getrocknet.
Als Entwickler wurden die Tetraaminopyrimidin-Derivate gemäß Her
stellungsbeispiel 1.1 bis 1.3 eingesetzt. Als Kupplerkomponenten
wurden die folgenden Verbindungen verwendet:
2.1 1-Naphthol
2.2 2,4-Dichlor-3-aminophenol
2.3 3,4-Methylendioxy-phenol
2.4 2-Methylresorcin
2.5 1,3-Bis-(2,4-diaminophenoxy)-propan
2.6 2,6-Dihydroxy-4-methylpyridin
2.7 2,6-Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin.
2.2 2,4-Dichlor-3-aminophenol
2.3 3,4-Methylendioxy-phenol
2.4 2-Methylresorcin
2.5 1,3-Bis-(2,4-diaminophenoxy)-propan
2.6 2,6-Dihydroxy-4-methylpyridin
2.7 2,6-Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin.
Die mit den genannten Oxidationsfärbemittelvorprodukten erhaltenen
Haaranfärbungen sind der Tabelle I zu entnehmen:
Claims (5)
1. 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-Derivate der allgemeinen Formel I
in der R1 und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff,
Alkylgruppen mit 1-4 C-Atomen oder Hydroxyalkylgruppen mit 2-4
C-Atomen sind.
2. 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-Derivate gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß R1=R2 ist und Wasserstoff, eine Methyl
gruppe oder eine Hydroxy-Alkylgruppe darstellt.
3. Verfahren zur Herstellung von 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-
Derivaten der Formel I gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß man eine Verbindung der Formel II
in der X eine Nitrogruppe oder die Gruppe NR3R4 ist, in der R3
und R4 Alkylgruppen mit 1-4 C-Atomen oder Hydroxyalkylgruppen
mit 2-4 C-Atomen sind mit 4-Chlor-2,6-diamino-5-nitropyrimi
din zur Umsetzung bringt und die erhaltenen Umsetzungsprodukte
katalytisch hydriert.
4. Verwendung der 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-Derivate der Formel
I gemäß Anspruch 1 oder 2 und deren wasserlöslichen Salze als
Farbstoffvorprodukt zur Herstellung von Oxidationsfärbemitteln.
5. Haarfärbemittel, enthaltend Oxidationsfarbstoffvorprodukte in
einem kosmetischen Träger, dadurch gekennzeichnet, daß als
Oxidationsfarbstoffvorprodukte 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin-
Derivate der Formel I nach Anspruch 1 oder 2 oder deren
wasserlösliche Salze als Entwicklerkomponente in einer Menge
von 0,05 bis 10 Millimol pro 100 g neben üblichen Kupplerkom
ponenten und gegebenenfalls direktziehenden Haarfarbstoffen
enthalten sind.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19914120247 DE4120247A1 (de) | 1991-06-19 | 1991-06-19 | Neue tetraaminopyrimidin-derivate und deren verwendung in oxidationsfaerbemitteln |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19914120247 DE4120247A1 (de) | 1991-06-19 | 1991-06-19 | Neue tetraaminopyrimidin-derivate und deren verwendung in oxidationsfaerbemitteln |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE4120247A1 true DE4120247A1 (de) | 1992-12-24 |
Family
ID=6434297
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19914120247 Withdrawn DE4120247A1 (de) | 1991-06-19 | 1991-06-19 | Neue tetraaminopyrimidin-derivate und deren verwendung in oxidationsfaerbemitteln |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE4120247A1 (de) |
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-
1991
- 1991-06-19 DE DE19914120247 patent/DE4120247A1/de not_active Withdrawn
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Date | Code | Title | Description |
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