DE4116337C2 - Verfahren zum Herstellen von dünnwandigen Formlingen aus teilkristallinem thermoplastischem Material, insbesondere Polyolefin, wie Polypropylen, durch Thermoformen, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von dünnwandigen Formlingen aus teilkristallinem thermoplastischem Material, insbesondere Polyolefin, wie Polypropylen, durch Thermoformen, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen
von dünnwandigen Formlingen aus teilkristallinem
thermoplastischem Material, insbesondere Polyolefin,
wie Polypropylen, durch Thermoformen, wobei eine
Bahn aus dem Material bei oberhalb des
Kristallit-Schmelztemperatur-Bereiches liegender
Temperatur extrudiert und unter Stabilisieren der
Materialbahn und Bildung von tragfähigen
Außenschichten auf eine Temperatur gekühlt wird, die
noch oberhalb der Formtemperatur liegt, und die
gekühlte Materialbahn einer Reckungsbehandlung
unterworfen sowie in den für die Bildung der
Formlinge genutzten Bereichen dem Thermoformvorgang
unterzogen wird. Die Erfindung betrifft ferner eine
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Aus DE-OS 28 30 788 ist ein Verfahren zum Herstellen
dünnwandiger Artikel aus teilkristallinem
thermoplastischem Material durch Thermoformen
bekannt, bei welchem eine Bahn aus dem
thermoplastischem Material extrudiert und einer
Temperaturkonditionierung auf zum Thermoformen
geeignete Temperaturbedingungen unter Bildung von
tragfähigen Außenschichten unterzogen werden soll.
Die Temperaturkonditionierung soll das Einstellen
einer Temperatur im Kernbereich der Bahn vorsehen,
die höher als die obere Grenze des kritischen
Kristallit-Schmelztemperaturbereiches liegt, während
an den Oberflächenregionen der Bahn eine Temperatur
eingestellt werden soll, die tiefer als die
Untergrenze des kritischen
Kristallit-Schmelztemperaturbereiches liegt. Beim
Thermoformen soll dann das Abkühlen des Kunststoffes
im Kernbereich der Bahn bzw. der Formlingwand derart
vorgenommen werden, daß der kritische
Kristallit-Schmelztemperaturbereich sehr schnell
durchschritten wird und das Kristallwachstum während
dieses Abkühlens gesteuert wird. Mit diesem
Verfahren sollen dünnwandige Artikel hergestellt
werden, deren Wandung das thermoplastische Material
nach Wahl in einem teilkristallinem Zustand
aufweist, der zwischen praktisch amorphem Zustand
und weitgehend auskristallisiertem Zustand liegt.
Die Durchführung dieses Verfahrens hat sich aber als
außerordentlich schwierig erwiesen und erfordert
Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen, die die
Massenherstellung von dünnwandigen
Kunststoffartikeln unwirtschaftlich machen. Vor
allem hat es sich herausgestellt, daß eine Bahn aus
teilkristallinem thermoplastischem Material,
insbesondere eine Bahn aus Polyolefin wie
Polyproylen, die einer gemäß DE-OS 28 30 740
vorgeschlagenen Temperaturkonditionierung
unterworfen wird, sich - wenn überhaupt - nur mit
größten Schwierigkeiten durch die einzelnen
Verfahrensschritte führen läßt.
Um das aus DE-OS 28 30 788 bekannte Verfahren
durchführbar zu machen bzw. die oben angesprochenen
erheblichen Mängel herabzusetzen, sind aus
EP 03 63 650 A1 ein Verfahren zum Herstellen von
dünnwandigen Formkörpern aus thermoplastischem
Material und eine Inline-Thermoformmaschine zur
Durchführung dieses Verfahrens bekannt geworden, bei
welchen das Materialband von der
Transporteinrichtung in mindestens drei
beabstandeten Bereichen während des Theromformens
geführt wird. Diese Führung soll auch vor der
Thermoformung nur in den Bereichen erfolgen, an
denen nachher die Transporteinrichtung angreift.
Diese bekannten Maßnahmen bieten aber noch immer
keine sichere Führung der Materialbahn in und
insbesondere vor dem Thermovorgang. Es läßt sich
deshalb auch mit den aus EP 03 63 650 A1 bekannten
Maßnahmen keine optimale
Temperatureinstellung an der den Thermovorgang zu
unterziehenden Materialbahn vornehmen. Außerdem wird
die Materialbahn in den zusätzlichen Unterstützungs-
und Führungsbereichen für das Thermoformen
ungeeignet, so daß diese Bereiche der Materialbahn
als Abfall ausgeschieden bzw. recycelt werden
müssen. Abgesehen von der dadurch bedingten für die
Herstellung von Massenartikeln aus Kunststoff
unerträglichen Kostenerhöhung wird durch die aus
EP 03 63 650 A1 bekannten Maßnahmen noch keine
sichere Verfahrensdurchführung insbesondere bei der
Herstellung aus dünnwandigen Formlingen aus
Polyolefin wie Polyproylen gewährleistet.
Die DE 34 32 740 A1 beschreibt ein Verfahren zum
Transportieren und Erwärmen einer Polyolefinfolie,
mit dem die Aufgabe gelöst werden soll, daß die
Längsdehnung der Folienbahn ohne Spezialketten und
aufwendige Führungen aufgefangen werden kann, wobei
die Folienbahn ohne Längsunterstützung nur an den
Seitenrändern ergriffen wird und zwar im ganzen
Heizungsbereich der Thermoformmaschine. Es soll eine
gleichmäßige Folientemperatur erreicht werden, wobei
keine Wellung der Folienbahn erfolgen soll. Die zu
verarbeitende Folie wird von einer Folienrolle
abgewickelt und muß zunächst aufgeheizt werden,
wobei gleichzeitig einer Querreckung durchgeführt
werden kann. Während der Übergabe auf die
nachfolgende Transporteinheit erfolgt eine
Längsreckung, wobei die Folienbahn weiterhin
aufgeheizt wird. Erst danach gelangt die Folienbahn
in die Thermoformstation.
Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art (DE-OS 28 30 740) zum
Herstellen dünnwandiger Artikel aus kristallinem
thermoplastischem Material durchläuft das
Material nach dem Extrudieren zunächst eine
Stabilisierungsstation, in der die
Materialbahn durch den kritischen Kristallit-Schmelz-Temperatur-Bereich
hindurch gekühlt wird. Durch
dieses Kühlen nimmt das Kernmaterial eine Temperatur
an, die unterhalb der unteren Grenztemperatur des
kritischen Kristallit-Schmelz-Temperatur-Bereichs
liegt. Nach der Stabilisierungsstation muß jedoch
eine Wiederaufheizung des äußeren
Oberflächenregionen der Materialbahn erfolgen, um
ein biaxiales Recken zu ermöglichen. Danach gelangt
die Materialbahn in eine Steuer- und
Umsetzvorrichtung, wo durch den Hub der Tänzerwalze
sich eine ungleichmäßige Berührungszeit Walze-Folie
ergibt, was zu Temperaturungleichmäßigkeiten der
Folie führt. Von der Steuer- und Umsetzeinrichtung
wird die Materialbahn in die Thermoformstation
überführt.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, ein
verbessertes Verfahren und eine verbesserte
Vorrichtung zum Herstellen von dünnwandigen
Formlingen aus teilkristallinem theromoplastischem
Material insbesondere Polyolefin, wie Polypropylen,
durch Thermoformen zu schaffen, bei dem eine bei
geringerem Energieverbrauch sichere und
reproduzierbare Einstellung des praktisch amorphen
Materialzustandes in der Formlingwand gewährleistet
wird.
Diese Aufgabe wird im erfindungsgemäßen Verfahren
dadurch gelöst,
- - daß das Recken der Materialbahn im Verlauf des Kühlvorganges in deren sich dabei verfestigenden Außenschichten in Längsrichtung erfolgt,
- - daß das Längsrecken mit Beendigung des Kühlvorganges bzw. Einstellung der Thermoformtemperatur der Materialbahn beendet wird und
- - daß die Materialbahn seitlich gefaßt und unter Schrumpfen seitlich verspannt und mit dieser seitlichen Verspannung, aber zugspannungsfrei, in den Thermovorgang eingeführt wird.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß die
Materialbahn bei ihrer Temperatur-Konditionierung
für den Thermoformvorgang in ihren beim Kühlen
verfestigten tragfähigen Außenschichten durch
Anlegen einer Zugspannung gereckt und stabilisiert
wird. Der teilkristalline Kunststoff dieser
Außenschichten befindet sich zwar in einem
Temperaturbereich hoher
Kristallisationsgeschwindigkeit. Durch die
Einstellung einer Zugspannung und die entsprechende
Reckung können die Außenschichten der Materialbahn
zur Erreichung der erforderlichen Tragfähigkeit
jedoch sehr dünn gehalten werden, so daß die durch
Kristallisation eintretende Abweichung vom amorphen
Zustand in der Gesamtmasse der Materialbahn ohne
Bedeutung ist. Durch die Aufhebung der Zugspannung
mit Beendigung des Kühlvorganges und das dabei
erfolgende seitliche Fassen der Materialbahn sowie
die dabei unter Schrumpfen eintretende seitliche
Verspannung wird nicht allein die Führung der
Materialbahn beim Einführen in den Thermoformvorgang
verbessert, sondern auch ein ausgleichender zweiter
Reckvorgang in den Außenschichten der Materialbahn
hervorgerufen. Dieser zweite Reckvorgang ist quer
zur Materialbahn also rechtwinkelig zu der durch
Zugspannung hervorgerufenen Reckung gerichtet.
Außerdem wird mit der Aufhebung der Zugspannung bei
Beendigung des Kühlvorganges und dem sofortigen
seitlichen Fassen der Materialbahn der mit der
Aufhebung der Zugspannung einsetzende Abbau der
Reckung in Zugrichtung zur Bildung eines
ausgeglichen biaxialen Reckungszustandes in den
Außenschichten der Materialbahn unmittelbar vor
Einsetzen des Thermoformvorganges ausgenutzt. Die so
gebildeten dünnen, biaxial gereckten Außenschichten
der Materialbahn wirken sich im Thermoformvorgang
stabilisierend aus.
Bevorzugt ist im Rahmen des erfindungsgemäßen
Verfahrens die Temperaturkonditionierung der
Materialbahn vor dem Thermoformen in zwei Schritten
vorzunehmen. Hierzu ist die Materialbahn in einem
gleichzeitig mit der Aufhebung der Zugspannung
erfolgenden weiteren Kühlschritt bis auf die
Thermoformtemperatur zu kühlen. Speziell bei der
Herstellung von Formlingen aus Polyolefin, bevorzugt
Polypropylen, kann die Kühlung und
Temperaturkonditionierung der Materialbahn in zwei
oder mehr Schritten in der Weise erfolgen, daß die
Materialbahn im ersten Kühlungsschritt in ihren
Außenschichten auf eine im Bereich hoher
Kristallisationsgeschwindigkeit liegende Temperatur
gekühlt wird, während im Kernbereich der
Materialbahn eine oberhalb des Bereiches hoher
Kristallisationsgeschwindigkeit liegende Temperatur
eingestellt wird, und daß in dem unter Aufhebung der
Zugspannung erfolgenden weiteren Kühlschritt eine
Temperaturangleichung zwischen den Außenschichten
und dem Kernbereich und der Materialbahn mit
Einstellung auf die Thermoformtemperatur vorgenommen
wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich besonders
zweckmäßig in Art der bekannten
Inline-Thermoformverfahren durchführen. Hierzu wird
im Rahmen der Erfindung vorgeschlagen, das
Extrudieren und Kühlen der Materialbahn in
kontinuierlichem Durchlauf und das Thermoformen
unter schrittweisem Vorschub der Materialbahn
auszuführen, wobei zwischen der Beendigung des
Kühlvorganges und dem Eingang in den
Thermoformvorgang die Materialbahn durch eine
vertikale Bahnschlaufe geführt und auch in dieser
Bahnschlaufe der zugspannungsfreie Zustand in der
Materialbahn aufrechterhalten wird.
Für die Durchführung des Verfahrens wird gemäß der
Erfindung eine besonders vorteilhafte Vorrichtung
vorgeschlagen, die sich dadurch kennzeichnet, daß
dem Kühl- und Glättwerk eine gekühlte
Abziehvorrichtung (Zugwalzenpaar) folgt, dessen
Abziehgeschwindigkeit 3% bis 10% höher als die
Laufgeschwindigkeit des Kühl- und Glättwerkes
(Umfangsgeschwindigkeit der ausgangsseitigen Kühl-
und Glättwalze) ist, und in der zwischen
Abziehvorrichtung und Thermoformstation angeordneten
Ausgleichsstation die Materialbahn M
zugspannungsfrei geführt ist, wobei die
Ausgleichsstation zur Aufnahme einer nach unten
gerichteten Schlaufe des Materialbandes ausgebildet
ist, derart, daß an der der Thermoformstation
zugewandten Seite ein Paar von das aufwärts laufende
Trum des Materialbandes aufnehmenden und tragenden
Transportketten und unten abschließend ein Paar
von das Materialband umlenkenden und auf die
Transportketten aufbringenden Aufnadelscheiben
angeordnet sind.
Mit dieser aufnadelnden Ausbildung der
Ausgleichsstation wird erreicht, daß die aus der
Abziehvorrichtung kommende Materialbahn zunächst im
abwärtslaufenden Trum der Bahnschlaufe - abgesehen
von der durch ihr Eigengewicht bedingten Zugspannung
- praktisch zugspannungsfrei verläuft. An dem
unteren Ende der Bahnschlaufe erfolgt bereits das
Aufnadeln der Materialbahn auf die Transportketten,
so daß auch die durch das Eigengewicht der
Materialbahn hervorgerufene restliche Zugspannung
aufgehoben wird. Da die frische, auf
Thermoformtemperatur gebrachte Materialbahn zum
Schrumpfen neigt, tritt mit dem Aufnadeln auf die
Transportketten durch das Schrumpfen eine seitliche
Verspannung der Materialbahn ein, die sich jedoch
mit der durch die Zugspannung erzeugten Längsreckung
der Bahn für den folgenden Thermoformvorgang zu
einer vorteilhaften Biaxialreckung kombiniert.
Durch die innerhalb der Ausgleichsstation
erfolgende Aufnadelung der Materialbahn auf die
Transportketten wird jegliche Gefahr behoben, daß
die Materialbahn von den Führungsscheiben seitlich
abgezogen wird oder an ihrem für das Thermoformen zu
nutzenden Bereich mit kalten Maschinenteilen in
Berührung kommt.
Bei Grundausbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit Extruderdüse, Kühlvorrichtung und
Abziehvorrichtung für kontinuierlichen Vorschub der
Materialbahn und durch die Thermoformvorrichtung
führende Transportvorrichtung für schrittweisen
Vorschub, empfiehlt die Erfindung, daß das Paar von
Aufnadelscheiben in Art einer Tänzerwalze vertikal
auf- und abwärtsbeweglich geführt ist. Dabei kann
dieses Paar von Aufnadelscheiben auf einer Welle
angebracht sein, die über Antriebsketten und
Kettenräder für Drehbewegung und Hebe- und
Senkbewegung an die kontinuierlich laufende
Abziehvorrichtung und die in Intervallen
angetriebenen Transportketten angeschlossen ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im
folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 ein Schema für den Verfahrensablauf und für
den Grundaufbau der Vorrichtung gemäß der
Erfindung;
Fig. 2 den Temperaturverlauf am Materialband
während des erfindungsgemäßen Verfahrens im
Vergleich mit der Temperaturabhängigkeit
der Kristallisationsgeschwindigkeit;
Fig. 3 das Schema eines bei der Kühlung gemäß der
Erfindung im Materialband eingestellten
Temperaturprofils;
Fig. 4 ein Schema der in der Vorrichtung gemäß der
Erfindung vorgesehenen Kühlvorrichtung;
Fig. 5 eine schematische Teildarstellung der in
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
vorgesehenen Ausgleichsstation;
Fig. 6 einen Schnitt VI-VI durch die in Fig. 5 dargestellte
Aufnadelscheibe;
Fig. 7 eine schematische Darstellung des Antriebes
für die in der Ausgleichsstation
vorgesehenen, insbesondere in den Fig. 5
und 6 dargestellten Aufnadelscheiben und
Fig. 8 einen schematischen Schnitt VIII-VIII durch die
Antriebseinrichtung nach Fig. 7.
Im dargestellten Beispiel handelt es sich um die
Herstellung von dünnwandigen Formlingen aus
Polypropylen, beispielsweise um die Herstellung von
becherförmigen Verpackungsbehältern für
Milchprodukte.
Wie die Fig. 1 und 2 zeigen enthält das Verfahren
die Verfahrensabschnitte: Extrudieren "E", 1.
Kühlschritt "A", 2. Kühlschritt "B", Konditionieren
"C" und Thermoformen "D". Für das Extrudieren ist
ein in den Fig. 1 und 4 angedeuteter
Schneckenextruder mit Breitschlitzdüse 10
vorgesehen. Die aus der Breitschlitzdüse kommende
Materialbahn M wird unmittelbar in ein Kühl- und
Glättwerk 11 eingeführt, das die Kühl- und
Glättwalzen
12, 13 und 14 enthält. Die Glätt- und
Kühlwalze 14 ist mit ihrer Welle auf einem
Schwenkarmepaar angebracht, so daß sie zwischen den
in Fig. 1 und Fig. 4 in voller Linie dargestellten
und gestrichelt dargestellten Stellungen in
gewünschter Lage einstellbar ist. Auf diese Weise
läßt sich die Umschlingung der Walze 14 durch die
Materialbahn M im Verhältnis 2 : 1 verändern. Beim
Verstellen der Walze 14 werden die Glättspalte S1,
S2 unverändert beibehalten, da die Walze 14 und
die Mittelachse der Walze 13 verstellbar ist. Die
Glättspalte S1 und S2 entsprechen der
gewünschten Stärke der Materialbahn, wie dies in
Fig. 4 durch die vor den Glättspalten S1 und S2
gezeigten Materialanhäufungen angedeutet ist. Bei
Flachfolien aus Polypropylen ist die Behandlung in
solchen Glättspalten notwendig, damit eine
einwandfreie Oberfläche der Materialbahn erreicht
wird.
Damit bei der Materialbahn M aus Polypropylen nur
eine Kühlung bis zum thermoelastischen Zustand
erfolgt, sind die Durchmesser der Kühl- und
Glättwalzen 12, 13, 14, relativ klein. Der Übergang
von der Kühl- und Glättwalze 13 auf die Kühl- und
Glättwalze 14 erfolgt unmittelbar. Die Kühlstrecken
auf den Kühl- und Glättwalzen 13 und 14 sind -
unabhängig von der Stellung der Kühl- und
Glättwalzen 14 - ungefähr gleich lang.
Beim Durchlaufen der Kühlstrecke erfolgt die Bildung
symmetrischer, tragfähiger Außenschichten 25 und 26
(Fig. 3) an der Materialbahn M. Im dargestellten
Beispiel wird bei einer Materialbahn M aus
Polypropylen im Kühl- und Glättwerk 11 eine
Temperatur TA von ca. 140°C und eine Temperatur
TM von ca. 160°C im heißen Kern der Materialbahn
M eingestellt. Die Temperaturen TM und TA sind
Materialkonstanten des jeweils verwendeten
teilkristallinen Kunststoffes. Die angegebenen
Temperaturwerte beziehen sich auf ein im
vorliegenden Beispiel benutztes Polypropylen.
Dementsprechend sind die jeweiligen Temperaturwerte
für TM und TA sowie auch der Temperaturwert für
die Extrudiertemperatur TE und die
Thermoform-Temperatur TF dem jeweils eingesetzten
speziellen teilkristallinen Kunststoff entsprechend
zu wählen.
An das Kühl- und Glättwerk 11 schließt sich im
dargestellten Beispiel eine Abziehvorrichtung 15 an,
die ein Zugwalzenpaar 16, 17 aufweist. Die beiden
Zugwalzen 16 und 17 sind im dargestellten Beispiel
gekühlte Walzen mit metallischer Oberfläche.
Hierdurch bildet die Abziehvorrichtung 11 noch einen
Teil der Kühlstrecke für die Materialbahn M. Die
gewünschte Temperatur TA in den Außenschichten 25
und 26 von beispielsweise 140°C und die gewünschte
Temperatur TM im Kernbereich 24 der Materialbahn M
wird am Ausgang der Abziehvorrichtung 11, d. h. hinter
dem Zugwalzenpaar 16, 17 erreicht. Die
Abziehgeschwindigkeit der Abziehvorrichtung 15, d. h.
die Umfangsgeschwindigkeit der Zugwalzen 16 und 17
liegt um 3% bis 10% höher als die
Umfangsgeschwindigkeit der ausgangsseitigen Kühl-
und Glättwalze 14. Hierdurch wird auf die sich von
der Kühl- und Glättwalze 14 bis zu dem Zugwalzenpaar
16, 17 erstreckenden Länge der Materialbahn M eine
Zugspannung erzeugt. Diese Zugspannung stellt
sicher, daß die Materialbahn M stets straff über die
Kühl- und Glättwalze 14 gespannt ist und dort
reproduzierbar optimaler Kühlwirkung unterzogen
wird. Ferner wird durch die an der Materialbahn M
erzeugte Zugspannung eine Reckungswirkung in dem
durch die Kühl- und Glättwalzen 12, 13, 14 erzeugten
verfestigten Außenschichten 25 und 26 der
Materialbahn M hervorgerufen. Durch diese Reckung
wird die Verfestigung der Außenschichten 25 und 26
der Materialbahn M verstärkt. Die Verfestigung ist
auch deshalb besonders wirksam, weil die im ersten
Kühlschritt "A" in den Außenschichten 25 und 26
eingestellte Temperatur TA im Bereich hoher
Kristallisationsgeschwindigkeit von Polypropylen
liegt, als Verfestigung durch die Kombination von
Abkühlung, Teilkristallisation und Reckung erfolgt.
Dies geht deutlich aus der Darstellung der Fig. 2
hervor, in welcher der Bereich hoher
Kristallisationsgeschwindigkeit schraffiert
dargestellt ist. Obwohl die Materialbahn M eine
Kerntemperatur TM von etwa 160°C aufweist, ist
die Materialbahn durch diese besondere
Verfestigungsweise ihrer nur dünnen Außenschichten
25 und 26 sicher handhabbar. Insgesamt wird die
Materialbahn M aus Polypropylen nur durch die
mittels Kombination von Kühlung, Teilkristallisation
und Reckung verfestigten Außenbereiche 25 und 26
herstellbar und verarbeitbar.
Während im ersten Kühlabschnitt "A" Zugspannung an
der Materialbahn M aufgebaut wird, ist die
Materialbahn M in dem sich vom Ausgang der
Abziehvorrichtung 15 bis zum Aufnadeln erstreckenden
zweiten Kühlabschnitt "B" spannungsfrei geführt.
Zwar wird in der in den Fig. 1 und 5 erkennbaren
innerhalb der Ausgleichsstation 18 abwärts laufenden
Trum der Materialbahn M durch deren Eigengewicht
eine restliche Zugspannung aufgebaut, die aber
gegenüber der zwischen der Kühl- und Glättwalze 14
und der Abziehvorrichtung 15 aufgebauten Zugspannung
vernachlässigbar klein ist. Außerdem wirkt ihr die
mit der Aufhebung der Zugspannung einsetzende
Schrumpfung entgegen. In der Ausgleichsstation 18
läuft die Materialbahn M über ein Paar von
Aufnadelscheiben 20, mittels deren die Materialbahn
M an ihren beiden Seitenrändern auf ein Paar von
Transportketten 19 aufgenadelt wird. Hierzu sind die
Transportketten 19 über Kettenräder 21 geführt, so
daß sie an der der Thermoformstation 22 zugewandten
Seite der Ausgleichsstation 18 nach oben laufen.
Durch das Aufnadeln auf das Paar von Transportketten
19 wird die Materialbahn M sowohl längs als auch
seitlich fixiert. Es wird dadurch sichergestellt,
daß kein seitliches Abrutschen der Materialbahn M
von den Aufnadelscheiben 20 erfolgt. Um völlige
Zugspannungsfreiheit im Bereich der Ausgleichsstation
18 und insbesondere im Aufnadelbereich an der
Materialbahn M sicherzustellen, ist im dargestellten
Beispiel die Zugwalze 16 mit einem um 2% bis 10%
größeren Durchmesser ausgestattet als die
Aufnadelscheiben 20. Dadurch kommt es zu einer
reduzierten Vorschubgeschwindigkeit der Materialbahn
M innerhalb der Ausgleichsstation 18, so daß sich
auch durch Schrumpfung keine Zugspannung in der
Materialbahn M aufbauen kann.
Da im vorliegenden Beispiel die in der
Thermoformstation 22 vorgesehene
Thermoformvorrichtung einen schrittweisen Vorschub der zu
verarbeitenden Materialbahn erfordert, ist das
Transportkettenpaar 19 für schrittweisen Vorschub
eingerichtet. Durch das Aufnadeln der Materialbahn M
am unteren Ende der an ihr gebildeten Bahnschlaufe
wird das Eigengewicht des aufwärts bewegten Trums
der Materialbahn M abgetragen, und es kann auch
ein ruckartiges Ansetzen der Vorschubbewegung der
Transportketten 19 (hohe Beschleunigung) keine
fiktive Zugspannung in der Materialbahn M
hervorrufen.
Innerhalb der Ausgleichsstation 18 bzw. des 2.
Kühlabschnittes "B" erfolgt bereits eine
Vereinheitlichung der Temperatur TM im Kernbereich
24 und der Temperatur TA in den Außenschichten 25
und 26 der Materialbahn M. Diese Vereinheitlichung
geschieht im wesentlichen
durch Wärmeleitung
innerhalb der Materialbahn und hat zur Folge, daß
die Temperatur TA in den Außenschichten 25 und 26
wieder bis etwas unterhalb der Temperatur TM des
Kernbereiches 24 ansteigt. Im vorliegenden Beispiel
stellt sich hierbei eine im wesentlichen
einheitliche Thermoformtemperatur TF bei etwa
155 °C (spezifisch für das in diesem Beispiel
verarbeitete Material) ein. Diese Temperatur liegt -
wie Fig. 2 zeigt - oberhalb des Bereiches hoher
Kristallisationsgeschwindigkeit von der hier
verarbeiteten Polypropylensorte. Am Ende der
Ausgleichsstation 18 liegt somit eine
thermoformfähige, weitgehend amorphe Materialbahn M
vor. Der Aufbau der die Bahnschlaufe führenden
Einrichtungen in der Ausgleichsstation 18 ergibt
sich aus Fig. 1 und den Teildarstellungen der
Fig. 5-8 wie folgt:
Zum Führen des unteren Schlaufenendes und zum
Aufnadeln der Materialbahn M auf die Transportketten
19 ist eine in Art einer Tänzerwalze ausgebildete
Aufnadeleinrichtung vorgesehen, die zwei auf einer
gemeinsamen Tänzerwelle 23 fest angebrachte
Aufnadelscheiben 20 enthält. Die Tänzerwelle 23 ist
drehbar gelagert und mit ihren Drehlagerungen oder
unmittelbar in Antriebsketten 31, 32 vertikal
verschiebbar angebracht. Wie die Fig. 7 und 8
zeigen, trägt die Welle der Zugwalze 16 an beiden
Enden je ein Kettenrad 27. Ebenso trägt die Welle
der Umlenk-Kettenräder 21 der Transportkette 19 an
jedem Ende ein Kettenrad 28. Im unteren Teil der
Ausgleichsstation 18 sind in vertikalem Abstand den
Kettenrädern 27 und 28 gleich große Kettenräder 29
bzw. 30 gegenübergestellt, die als
Umlenk-Kettenräder oder auch als
Antriebs-Kettenräder dienen können. Über die
Kettenräder 27 und 29 ist eine Antriebskette 31
gelegt und über die Kettenräder 28 und 30 eine
Antriebskette 32. Die Tänzerwelle 23 trägt an ihren
beiden Enden je ein Kettenrad 33, das in die sich
gegenüberliegenden Trume der Antriebsketten 31 und
32 greift und gleichen Durchmesser wie die
Kettenräder 27, 28, 29 und 30 hat. Da die Zugwalze
16 und damit auch die Kettenräder 27 und 29 sowie
die Antriebsketten 31 kontinuierlich laufen, werden
bei stehenden Transportketten 19 und somit stehenden
Antriebsketten 32 die Kettenräder 33 der Tänzerwelle
23 durch die Transportketten 31 mit nach unten
genommen, wobei sich die Kettenräder 33 in den
stehenden Antriebsketten 32 abwickeln. Es wird
dadurch eine Drehbewegung mit gleichzeitiger
Abwärtsbewegung der Tänzerwelle 23 erzeugt, durch
die die von den Zugwalzen 16 und 17 zugeführte
Materialbahn in einer Schlaufe nach unten geführt
und an der der Thermoformstation 22 zugewandten
Seite der Schlaufe an ihren Seitenrändern auf die
mit Aufnadelelementen ausgestatteten Transportketten
aufgenadelt wird. Bei einem Transportschritt werden
die Kettenräder 28 und 30 sowie die Antriebsketten
32 mit der Geschwindigkeit und um das Vorschubmaß
der Transportketten 19 angetrieben. Die
Antriebsgeschwindigkeit dieser Teile während des
Transportschrittes ist erheblich größer als die
Laufgeschwindigkeit der auch während des
Transportschrittes weiterhin laufenden
Antriebsketten 31. Die Kettenräder 33 der
Tänzerwelle 23 werden durch die Antriebsketten 32
mit nach oben mitgenommen und wickeln sich dabei in
den Antriebsketten 31 ab. Dabei erfolgt ein Hub der
Tänzerwelle 23 nach oben, der im wesentlichen einem
halben Transportschritt der Transportketten 19
entspricht. Auf diese Weise erfolgt ein
fortlaufendes Aufnadeln der heißen Transportbahn M
bereits am jeweiligen Tiefstpunkt der Bahnschlaufe
auf die als Spitzenketten ausgebildeten
Transportketten 19. Während eines Transportschrittes
heben die Transportketten 19 eine den
Transportschritt entsprechende Länge der bereits
aufgenadelten Materialbahn M aus der Bahnschlaufe.
Die bereits am Tiefstpunkt der Bahnschlaufe
aufgenadelte Materialbahn M wird von den
Transportketten 19 dann spannungs- und faltenfrei in
die Thermoformmaschine, beispielsweise eine
Formpresse, gebracht.
Da der wesentliche Anteil der Materialbahn M nicht
bis in den Bereich hoher
Kristallisationsgeschwindigkeiten gekühlt wird,
bleibt das Polypropylen der Materialbahn und der
späteren Formlingwandung vor und während der
Thermoformung im wesentlichen amorph.
Claims (7)
1. Verfahren zum Herstellen von dünnwandigen
Formlingen aus teilkristallinem
thermoplastischem Material, insbesondere
Polyolefin wie Polypropylen, durch Thermoformen,
wobei eine Bahn aus dem Material bei oberhalb
des Kristallit-Schmelztemperatur-Bereiches
liegender Temperatur extrudiert und unter
Stabilisieren der Materialbahn und Bildung von
tragfähigen Außenschichten auf eine Temperatur
gekühlt wird, die noch oberhalb der
Formtemperatur liegt, und die gekühlte
Materialbahn einer Reckungsbehandlung
unterworfen sowie in den für die Bildung der
Formlinge genuteten Bereichen dem
Thermoformvorgang unterzogen wird, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß das Recken der Materialbahn im Verlauf des Kühlvorganges in deren sich dabei verfestigenden Außenschichten in Längsrichtung erfolgt,
- - daß das Längsrecken mit Beendigung des Kühlvorganges bzw. Einstellung der Thermoformtemperatur der Materialbahn beendet wird und
- - daß die Materialbahn seitlich gefaßt und unter Schrumpfen seitlich verspannt und mit dieser seitlichen Verspannung, aber zugspannungsfrei, in den Thermovorgang eingeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Materialbahn in einem
gleichzeitig mit der Aufhebung der Zugspannung
erfolgenden zweiten Kühlschritt bis auf die
Thermoformtemperatur gekühlt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Materialbahn im ersten
Kühlungsschritt in ihren Außenschichten auf eine
im Bereich hoher Kristallisationsgeschwindigkeit
liegende Temperatur TA gekühlt wird, während
im Kernbereich der Materialbahn eine oberhalb
des Bereiches hoher
Kristallisationsgeschwindigkeit liegende
Temperatur eingestellt wird und daß in dem unter
Aufhebung der Zugspannung erfolgenden weiteren
Kühlschritt eine Temperaturangleichung zwischen
den Außenschichten und dem Kernbereich der
Materialbahn mit Einstellung auf die
Thermoformtemperatur vorgenommen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Extrudieren und
Kühlen der Materialbahn in kontinuierlichem
Durchlauf und das Thermoformen unter
schrittweisem Vorschub der Materialbahn
ausgeführt werden, wobei zwischen der Beendigung
des Kühlvorganges und dem Eingang in den
Thermoformvorgang die Materialbahn durch eine
vertikale Bahnschlaufe geführt und auch in
dieser Bahnschlaufe der zugspannungsfreie
Zustand in der Materialbahn aufrechterhalten
wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der
dem Ausgang einer Extruder-Breitschlitzdüse (10) ein
mit Walzen versehenes Kühl- und Glättwerk
nachgeschaltet ist, auf das in Vorschubrichtung
eine Ausgleichsstation und eine
Thermoformstation folgt, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Kühl- und Glättwerk (11) eine gekühlte Abziehvorrichtung (Zugwalzenpaar 16, 17) folgt, dessen Abziehgeschwindigkeit 3% bis 10% höher als die Laufgeschwindigkeit des Kühl- und Glättwerkes (Umfangsgeschwindigkeit der ausgangsseitigen Kühl- und Glättwalze 4) ist, und
daß in der zwischen Abziehvorrichtung (16, 17) und Thermoformstation (22) angeordneten Ausgleichsstation (18) die Materialbahn (M) zugspannungsfrei geführt ist, wobei die Ausgleichsstation (18) zur Aufnahme einer nach unten gerichteten Schlaufe der Materialbahn (M) ausgebildet ist, derart, daß an der der Thermoformstation (22) zugewandten Seite ein Paar von das aufwärts laufende Trum der Materialbahn (M) aufnehmenden und tragenden Transportketten (19) und nach unten abschließend ein Paar von die Materialbahn (M) umlenkenden und auf die Transportketten (19) aufbringenden Aufnadelscheiben (20) angeordnet sind.
daß dem Kühl- und Glättwerk (11) eine gekühlte Abziehvorrichtung (Zugwalzenpaar 16, 17) folgt, dessen Abziehgeschwindigkeit 3% bis 10% höher als die Laufgeschwindigkeit des Kühl- und Glättwerkes (Umfangsgeschwindigkeit der ausgangsseitigen Kühl- und Glättwalze 4) ist, und
daß in der zwischen Abziehvorrichtung (16, 17) und Thermoformstation (22) angeordneten Ausgleichsstation (18) die Materialbahn (M) zugspannungsfrei geführt ist, wobei die Ausgleichsstation (18) zur Aufnahme einer nach unten gerichteten Schlaufe der Materialbahn (M) ausgebildet ist, derart, daß an der der Thermoformstation (22) zugewandten Seite ein Paar von das aufwärts laufende Trum der Materialbahn (M) aufnehmenden und tragenden Transportketten (19) und nach unten abschließend ein Paar von die Materialbahn (M) umlenkenden und auf die Transportketten (19) aufbringenden Aufnadelscheiben (20) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Extruderdüse (10), die
Kühlvorrichtung (11) und die Abziehvorrichtung
(15) für kontinuierlichen Vorschub der
Materialbahn (M) und die durch die
Thermoformstation (22) führende
Transportvorrichtung einschließlich der die
Ausgleichsstation nach der Thermoformstation
(22) zu abgrenzenden Transportketten (19) für
schrittweisen Vorschub ausgebildet sind, während
das Paar von Aufnadelscheiben (20) in Art einer
Tänzerwalze vertikal auf- und abwärts beweglich
geführt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Paar von
Aufnadelscheiben (20) auf einer Tänzerwelle (23)
angebracht ist, die über Antriebsketten (31, 32)
und Kettenräder (27 bis 30) für Drehbewegung und
Hebe- und Senkbewegung an die kontinuierlich
laufende Abziehvorrichtung (15) (Walze 6) und
die in Intervallen angetriebenen Transportketten
(19) (Umlenk-Kettenräder 21) angeschlossen ist.
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Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19914116337 DE4116337C2 (de) | 1991-05-18 | 1991-05-18 | Verfahren zum Herstellen von dünnwandigen Formlingen aus teilkristallinem thermoplastischem Material, insbesondere Polyolefin, wie Polypropylen, durch Thermoformen, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE19914116337 DE4116337C2 (de) | 1991-05-18 | 1991-05-18 | Verfahren zum Herstellen von dünnwandigen Formlingen aus teilkristallinem thermoplastischem Material, insbesondere Polyolefin, wie Polypropylen, durch Thermoformen, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
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DE4116337A1 DE4116337A1 (de) | 1992-11-19 |
DE4116337C2 true DE4116337C2 (de) | 1994-01-27 |
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DE19914116337 Expired - Fee Related DE4116337C2 (de) | 1991-05-18 | 1991-05-18 | Verfahren zum Herstellen von dünnwandigen Formlingen aus teilkristallinem thermoplastischem Material, insbesondere Polyolefin, wie Polypropylen, durch Thermoformen, sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
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SE423878B (sv) * | 1977-07-25 | 1982-06-14 | Bellaplast Gmbh | Forfarande for tillverkning av tunnveggiga artiklar av kristalliskt termoplastiskt material |
DE3432740A1 (de) * | 1984-09-06 | 1986-03-13 | Adolf Illig Maschinenbau Gmbh & Co, 7100 Heilbronn | Verfahren zum transportieren und erwaermen einer polyolefinfolie und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
DE3830889A1 (de) * | 1988-09-10 | 1990-03-22 | Bellaplast Gmbh | Inline-thermoformmaschine |
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- 1991-05-18 DE DE19914116337 patent/DE4116337C2/de not_active Expired - Fee Related
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