DE4101740A1 - Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern - Google Patents
Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethernInfo
- Publication number
- DE4101740A1 DE4101740A1 DE19914101740 DE4101740A DE4101740A1 DE 4101740 A1 DE4101740 A1 DE 4101740A1 DE 19914101740 DE19914101740 DE 19914101740 DE 4101740 A DE4101740 A DE 4101740A DE 4101740 A1 DE4101740 A1 DE 4101740A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- acid
- iii
- acids
- alkoxylation
- polymeric
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C41/00—Preparation of ethers; Preparation of compounds having groups, groups or groups
- C07C41/01—Preparation of ethers
- C07C41/02—Preparation of ethers from oxiranes
- C07C41/03—Preparation of ethers from oxiranes by reaction of oxirane rings with hydroxy groups
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C41/00—Preparation of ethers; Preparation of compounds having groups, groups or groups
- C07C41/01—Preparation of ethers
- C07C41/34—Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
- C07C41/36—Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by solid-liquid treatment; by chemisorption
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Fettal
koholpolyalkylenglycolethern mit verbesserter Filtrierbarkeit
durch Alkoxylierung von Fettalkoholen in Gegenwart von Schicht
verbindungen und anschließende Aufarbeitung.
Anlagerungsprodukte von Ethylen- und/oder Propylenoxid an primäre
Alkohole, sogenannte Fettalkoholpolyalkylenglycolether, besitzen
als nichtionische Tenside infolge ihrer ausgezeichneten
Detergenseigenschaften und ihrer hohen Kaltwasserlöslichkeit große
Bedeutung für die Herstellung von Wasch-, Spül- und Reinigungs
mitteln. Im Verlauf der Alkoxylierung, die in der Regel in Gegen
wart von leicht löslichen Alkalihydroxiden oder -alkoholaten
durchgeführt wird, kommt es jedoch nicht zu einer selektiven
Anlagerung einer diskreten Anzahl von Ethylen- und/oder Propylen
oxideinheiten an jeweils ein Molekül des Alkohols, die Reaktion
folgt vielmehr statistischen Gesetzen und führt zu einem Gemisch
homologer Additionsprodukte, deren Alkoxylierungsgrade ein breites
Spektrum umfassen.
Aus J.Am. Oil. Chem. Soc. 63, 691 (1986) und HAPPI 52 (1986) ist be
kannt, daß die Verteilung der Alkoxylierungsgrade im Gemisch der
Alkoholalkoxylate, die sogenannte "Homologenverteilung", die Ei
genschaften der erhaltenen Additionsprodukte maßgeblich
beeinflußt. Dabei wurde gefunden, daß Produkte mit "eingeengter"
Homologenverteilung, sogenannte "narrow-range alkoxylates", Vor
teile gegenüber vergleichbaren Produkten mit "breiter" Homologen
verteilung aufweisen, so z. B.:
- - niedrigere Fließpunkte,
- - höhere Rauchpunkte,
- - geringere Anzahl von Molen Alkylenoxid zum Erreichen der Was serlöslichkeit,
- - geringere Anteile an nichtumgesetzten Alkohol und damit ver bunden, eine verminderte Geruchsbelastung sowie
- - Reduzierung des Plumings beim Sprühtrocknen von polyglycol etherhaltigen Waschmittelslurries.
Geeignete Verfahren zur Herstellung von Fettalkoholpolyalkylen
glycolethern mit eingeengter Homologenverteilung sind beispiels
weise aus der deutschen Patentanmeldung DE-A1-38 43 713 und der
US-Patentschrift US 49 62 237 bekannt. In beiden Fällen wird vor
geschlagen, die Alkoxylierung von Fettalkoholen in Gegenwart von
anorganischen Schichtverbindungen, beispielsweise calciniertem
Hydrotalcit durchzuführen. Im Verlauf der Reaktion werden die im
Reaktionsgemisch unlöslichen Schichtverbindungen kolloid disper
giert. Dies führt dazu, daß die im Anschluß an die Alkoxylierung
erforderliche Abtrennung des Katalysators mit erheblichen Schwie
rigkeiten, beispielsweise Verstopfen der Filterporen, häufiges
Filterwechseln etc., verbunden ist. Auch die Verwendung üblicher
polymerer Fällungsmittel, wie beispielsweise Polyacrylate oder
Polyacrylamide, führt in keinem Fall zu einer Verbesserung der
Filtrierbarkeit.
Die Aufgabe der Erfindung bestand somit darin, ein Verfahren zur
Herstellung von Fettalkoholpolyalkylenglycolethern zu entwickeln,
das frei von den geschilderten Nachteilen ist.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von
Fettalkoholpolyalkylenglycolethern mit verbesserter Filtrierbar
keit durch Alkoxylierung von Fettalkoholen in Gegenwart von im
Reaktionsgemisch unlöslichen Katalysatoren, das sich dadurch aus
zeichnet, daß man
- a) Fettalkohole der Formel (I), R¹-OH (I)in der R¹ für einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen und 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindungen steht, in Gegenwart von Schichtverbindungen mit durchschnitt lich 1 bis 20 Mol Ethylen- und/oder Propylenoxid pro Mol Fettalkohol umsetzt,
- b) das Reaktionsprodukt mit einem nicht-polymeren Fällungsmittel behandelt und
- c) den aus der Schichtverbindung und dem Fällungsmittel gebilde ten Feststoff abtrennt.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß der Zusatz geeigneter
nicht-polymerer Fällungsmittel die im Alkoxylierungsprodukt kol
loiddispers vorliegenden Schichtverbindungen ausfällt, so daß diese
zusammen mit Teilen des Fällungsmittels problemlos, beispielsweise
durch Filtration, abgetrennt werden können.
Als Ausgangsstoffe für die Herstellung der Fettalkoholpolyalky
lenglycolether kommen Fettalkohole mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen
und 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindungen in Betracht. Typische Beispiele
hierfür sind Capronalkohol, Caprylalkohol, Caprinalkohol, Lauryl
alkohol, Myristylalkohol, Cetylalkohol, Palmitoleylalkohol, Stea
rylalkohol, Oleylalkohol, Elaidylalkohol, Petroselinylalkohol,
Gadoleylalkohol, Behenylalkohol oder Erucylalkohol. Bevorzugt
werden gesättigte Fettalkohole mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen,
insbesondere Laurylalkohol eingesetzt.
Wie in der Fettchemie üblich, können diese Alkohole auch in Form
technischer Gemische vorliegen, wie sie z. B. durch Hochdruckhy
drierung von Fettsäuremethylesterschnitten pflanzlicher oder tie
rischer Herkunft oder durch Hydrierung von technischen Aldehyd
fraktionen aus der Roelen′schen Oxosynthese zugänglich sind. Be
vorzugt wird technischer Kokosalkohol, ein Gemisch von Fettalko
holen mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, eingesetzt.
Unter Schichtverbindungen sind im Sinne des erfindungsgemäßen
Verfahrens natürliche oder synthetische, gegebenenfalls chemisch
modifizierte Hydrotalcite zu verstehen. Hydrotalcite stellen be
kannte chemische Verbindungen dar und können beispielsweise durch
Umsetzung von wäßrigen Aufschlämmungen von Aluminiumhydroxidgel,
basischem Magnesiumcarbonat und Magnesiumhydroxid oder -oxid bei
Temperaturen zwischen 10 und 85°C hergestellt werden [DE-B1-
33 06 822].
Im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens kommen als Katalysatoren
insbesondere calcinierte Hydrotalcite in Betracht, die vor dem
Calcinieren der Formel (II) folgen,
M(II) xM(III)OH)y(CO3)z · n H₂O (II)
in der
M(II) für ein zweiwertiges Metallion und
M(III) für ein dreiwertiges Metallion steht
und für die die Bedingungen 1<x<5,y<z, (y+2z)=(2x+3)
und 0<n<10 erfüllt sind.
M(II) für ein zweiwertiges Metallion und
M(III) für ein dreiwertiges Metallion steht
und für die die Bedingungen 1<x<5,y<z, (y+2z)=(2x+3)
und 0<n<10 erfüllt sind.
Als zweiwertige Metallionen kommen Ca2+, Sr2+, Ba2+, Mn2+, Mn2+, Fe2+,
Co2+, Ni2+, Zn2+, Cu2+ und insbesondere Mg2+ in Betracht. Unter
dreiwertigen Metallionen sind Ga3+, Fe3+, La3+, Cr3+, Mo3+ und
insbesondere Al3+ zu verstehen.
Calcinierte Hydrotalcite können durch Erhitzen von natürlichen
oder synthetischen Hydrotalciten bei Temperaturen oberhalb von
450°C hergestellt werden [DE-Al-38 43 713].
In einer weiteren Ausführungsform des erfinungsgemäßen Verfahrens
können als Katalysatoren auch hydrophobierte Hydrotalcite einge
setzt werden, die der Formel (III) folgen.
M(II) aM(III)(OH)b(CO3)c(A)d · m H₂O (III)
in der
M(II) für ein zweiwertiges Metallion,
M(III) für ein dreiwertiges Metallion und
A für das Dianion einer aliphatischen Dicarbonsäure mit 4 bis 44 Kohlenstoffatomen oder zwei Anionen von aliphatischen Monocarbonsäuren mit 2 bis 34 Kohlenstoffatomen steht
und die Bedingungen 1<a<5, b<(2a+2), [b+2(c+d)]= (2a+3), (c+d)<0,5, c<0, d<0 und 0<m<10 erfüllt sind.
M(II) für ein zweiwertiges Metallion,
M(III) für ein dreiwertiges Metallion und
A für das Dianion einer aliphatischen Dicarbonsäure mit 4 bis 44 Kohlenstoffatomen oder zwei Anionen von aliphatischen Monocarbonsäuren mit 2 bis 34 Kohlenstoffatomen steht
und die Bedingungen 1<a<5, b<(2a+2), [b+2(c+d)]= (2a+3), (c+d)<0,5, c<0, d<0 und 0<m<10 erfüllt sind.
Als zwei- und dreiwertige Metallionen kommen wiederum die bereits
genannten Ionen in Betracht. Typische Beispiele für die Natur der
ionischen Gruppe A sind die Dianionen der Malonsäure, Maleinsäure,
Bernsteinsäure oder Adipinsäure sowie die Anionen der Laurinsäure,
Stearinsäure oder Ölsäure.
Hydrophobierte Hydrotalcite lassen sich beispielsweise dadurch
erhalten, daß man Hydrotalcit in Isopropylalkohol einrührt, die
Suspension mit einer Fettsäure versetzt und anschließend fil
triert. Die hydrophobierten Hydrotalcite werden vor ihrer Verwen
dung allenfalls getrocknet, jedoch nicht calciniert.
Bei der Alkoxylierung handelt es sich um ein an sich bekanntes
großtechnisches Verfahren. Zur Herstellung der Fettalkoholpoly
alkylenglycolether werden die Fettalkohole in Gegenwart von 0,1
bis 5, vorzugsweise 0,5 bis 1 Gew.-% - bezogen auf das erwartete
Alkoxylierungsprodukt - der Schichtverbindung mit 1 bis 20, vor
zugsweise 2 bis 10 Mol Ethylen- und/oder Propylenoxid umgesetzt.
Bevorzugt ist die Anlagerung von 1 bis 10 Mol Ethylen- und/oder
Propylenoxid oxid an gesättigte Fettalkohole mit 8 bis 18 Kohlen
stoffatomen.
Die Alkoxylierung kann in einem Druckbehälter, beispielsweise ei
nem Autoklaven in an sich bekannter Weise bei Temperaturen von 120
bis 220, insbesondere 160 bis 200°C und Drücken von 1 bis 5, ins
besondere 2 bis 4 bar durchgeführt werden.
Das rohe Alkoxylierungsprodukt, das die als Katalysator verwendete
Schichtverbindung in kolloiddisperser Form enthält, wird im An
schluß an die Alkoxylierung mit einem nicht-polymeren Fällungs
mittel versetzt. Hierfür kommen folgende Typen von Verbindungen in
Betracht:
- i) Carbonsäuren der Formel (I), R¹-COOX (I)in der R1 für einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 34 Kohlenstoffatomen und 0, 1, 2 oder 3 Doppelbin dungen oder einen gegebenenfalls substituierten Arylrest steht.
- Typische Beispiele hierfür sind Ameisensäure, Propionsäure, Buttersäure, Valeriansäure, Capronsäure, Caprylsäure, Ca prinsäure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Pal mitoleinsäure, Stearinsäure, Elaidinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Arachidonsäure, Gadoleinsäure, Behensäure, Erucasäure, Montansäure oder Zimtsäure. Bevor zugt werden Garbonsäuren mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen, insbesondere Essigsäure oder Benzoesäure eingesetzt;
- ii) Aliphatische Dicarbonsäuren mit 2 bis 44 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Oxalsäure, Malonsäure, Fumarsäure, Bern steinsäure, Glutarsäure, Itaconsäure, Pimelinsäure, Adipin säure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure oder Citralon säure. Bevorzugt werden Dicarbonsäuren mit 2 bis 10 Kohlen stoffatomen, insbesondere Malonsäure eingesetzt;
- iii) Aromatische Dicarbonsäuren mit 8 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise ortho-, meta- oder para-Phthalsäure;
- iv) Aminosäuren, wie beispielsweise Arginin, Asparagin, Aspara ginsäure, Cystein, Cystin, Glutamin, Isoleucin, Leucin, Ly sin, Methionin, Phenylamin, Prolin, Serin, Threonin oder Valin. Bevorzugt werden Glycin, Alanin oder Glutaminsäure eingesetzt;
- v) Oxo- und Hydroxycarbonsäuren, wie beispielsweise Glykolsäu re, Äpfelsäure, Citronensäure, Milchsäure, Weinsäure, Brenztraubensäure sowie Zuckersäuren, wie beispielsweise Ascorbinsäure, Iso-Ascorbinsäure, Gluconsäure, Glu coronsäure, Galactonsäure oder Galaktoronsäure in Betracht. Bevorzugt ist der Einsatz von Citronensäure.
Die nicht-polymeren Fällungsmittel können dabei in Mengen von 0,1
bis 10, vorzugsweise 0,2 bis 5 Gew.-% - bezogen auf das
Alkoxylierungsprodukt - eingesetzt werden. Die nicht-polymeren
Fällungsmittel können wasserfrei oder aber in Form von wäßrigen,
0,1 bis 50 gew.-%igen Lösungen eingesetzt werden. Als optimal hat
es sich erwiesen, wäßrige Lösungen einzusetzen, die die Fällungs
mittel in solchen Mengen enthalten, daß der Wassergehalt im
Alkoxylierungsprodukt nach dem Zusatz der nicht-polymeren
Fällungssmittel 0,1 bis 10 Gew.-% - bezogen auf das Alkoxylierungs
produkt - beträgt.
Die Behandlung der Reaktionsprodukte mit den nicht-polymeren Fäl
lungsmitteln kann durch Einrühren der Zusatzstoffe bei Temperatu
ren von 0 bis 150, vorzugsweise 20 bis 100°C durchgeführt werden
und richtet sich nach dem Erstarrungspunkt der Alkoxylierungs
produkte. Die Schichtverbindungen fallen dabei als makrodisperse
Feststoffe aus, die nach dem Absitzen problemlos durch Zentrifu
gieren, Dekantieren, insbesondere aber Filtrieren, beispielsweise
mit Hilfe von Durchflußfiltern (Filterkerzen, Seitzfilter etc.),
Filterpressen oder Drehfilter abgetrennt werden können. Die Fil
tration erfolgt ebenfalls oberhalb des Erstarrungspunktes des
Alkoxylierungsproduktes, d. h. vorzugsweise bei Temperaturen von
20 bis 100°C.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen Fettalko
holpolyalkylenglycolether lassen sich leicht filtrieren und eignen
sich für die Herstellung beispielsweise von Wasch- und Reini
gungsmitteln sowie für Produkte der Haar- und Körperpflege.
Die folgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung näher
erläutern, ohne ihn darauf einzuschränken.
Ein handelsüblicher synthetischer Hydrotalcit wurde 8 h bei 500°C
calciniert.
In einem Druckreaktor wurden 250 g (1,3 mol) Laurylalkohol vorge
legt und mit 3 g, entsprechend 0,5 Gew.-% - bezogen auf das er
wartete Alkoxylierungsprodukt - des zuvor hergestellten
calcinierten Hydrotalcits versetzt. Der Reaktor wurde mit Stick
stoff gespült und 30 min lang bei einer Temperatur von 100°C eva
kuiert. Anschließend wurde die Temperatur auf 180°C gesteigert und
364 g (9,1 mol) Ethylenoxid bei einem Druck von 4 bar innerhalb
von 90 min portionsweise aufgepreßt. Nach Beendigung der Ethylen
oxidzugabe ließ man 30 min nachreagieren. Nach Abkühlen und Ent
spannen des Autoklaven wurden ca. 600 g eines Anlagerungsproduktes
von durchschnittlich 7 mol Ethylenoxid an Laurylalkohol erhalten.
4500 g des Alkylierungsproduktes A wurden bei 70°C mit 4 Gew.-%
Citronensäure in Form einer 50 gew.-%igen wäßrigen Lösung und 45 g
Filterhilfsmittel (Celite®) versetzt und über 1 h gerührt. Es
bildete sich ein feiner Niederschlag, der über einen Seitzfilter
(Typ EF 22/10, Größe K250) mit einem Fassungsvermögen von 10 l
problemlos abgetrennt werden konnte.
4500 g des Alkoxylierungsproduktes A wurden auf 70°C erwärmt und
über einen Seitzfilter (Typ EF 22/10, Größe K250) mit einem Fas
sungsvermögen von 10 l filtriert. Nach Durchlaufen von ca. 100 ml
Filtrat setzte sich der Filter zu, so daß die Filtration abgebro
chen werden mußte.
Analog Beispiel 1 wurden 4500 des Alkoxylierungsproduktes A mit 45
g Stearinsäure und 45 g Filterhilfsmittel (Celite®) versetzt und
1 h gerührt. Der gebildete Feststoff ließ sich bei 85°C problemlos
abfiltrieren, das erhaltene Filtrat war klar.
Analog Beispiel 1 wurden 4500 des Alkoxylierungsproduktes A mit 45
g Malonsäure in Form einer 50 gew.-%igen wäßrigen Lösung und 45 g
Filterhilfsmittel (Celite®) versetzt und 1 h gerührt. Der ge
bildete Feststoff ließ sich bei 85°C problemlos abfiltrieren, das
erhaltene Filtrat war klar.
4500 g des Alkylierungsproduktes A wurden bei 70°C mit 1 bis 5
Gew.-% Citronensäure in Form einer 50 gew.-%igen wäßrigen Lösung
und 45 g Filterhilfsmittel (Celite®) versetzt. Es bildete sich
ein feiner Niederschlag, der sich allmählich als kristalliner Bo
densatz absetzte. Nach einer Lagerzeit von 4 h bei 70°C konnte die
überstehende Lösung problemlos abdekantiert werden. Eine Charak
terisierung der Versuchsansätze ist in Tab. 1. widergegeben.
Claims (13)
1. Verfahren zur Herstellung von Fettalkoholpolyalkylenglycol
ethern mit verbesserter Filtrierbarkeit durch Alkoxylierung
von Fettalkoholen in Gegenwart von im Reaktionsgemisch unlös
lichen Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man
- a) Fettalkohole der Formel (I), R¹-OH (I)in der R1 für einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen und 0, 1, 2 oder 3 Doppel bindungen steht, in Gegenwart von Schichtverbindungen mit durchschnittlich 1 bis 20 Mol Ethylen- und/oder Propylen oxid pro Mol Fettalkohol umsetzt,
- b) das Reaktionsprodukt mit einem nicht-polymeren Fällungs mittel behandelt und
- c) den aus der Schichtverbindung und Fällungsmittel gebilde ten Feststoff abtrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
gesättigte Fettalkohole mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen ein
setzt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Schichtverbindungen calcinierte Hydrotalcite ein
setzt, die vor dem Calcinieren der Formel (II) folgen.
M(II) xM(III)(OH)y(CO3)z · n H₂O (II)
in der
M(II) für ein zweiwertiges Metallion und
M(III) für ein dreiwertiges Metallion steht
und für die die Bedingungen 1<x<5, y<z, (y+2z)=(2x+ 3) und 0<n<10 erfüllt sind.
M(II) für ein zweiwertiges Metallion und
M(III) für ein dreiwertiges Metallion steht
und für die die Bedingungen 1<x<5, y<z, (y+2z)=(2x+ 3) und 0<n<10 erfüllt sind.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Schichtverbindungen hydrophobierte Hydrotalcite
einsetzt, die der Formel (III) folgen.
M(II) aM(III)(OH)b(CO3)c(A)d · m H₂O (II)in der
M(II) für ein zweiwertiges Metallion,
M(III) für ein dreiwertiges Metallion und
A für das Dianion einer aliphatischen Dicarbonsäure mit 4 bis 44 Kohlenstoffatomen oder zwei Anionen von aliphatischen Monocarbonsäuren mit 2 bis 34 Kohlen stoffatomen steht
und für die die Bedingungen 1<a<5, b<2a+2, [b+2(c+ d)]=(2a+3), (c+d)<0,5, c<0, d<0 und 0<m<10 erfüllt sind.
M(II) für ein zweiwertiges Metallion,
M(III) für ein dreiwertiges Metallion und
A für das Dianion einer aliphatischen Dicarbonsäure mit 4 bis 44 Kohlenstoffatomen oder zwei Anionen von aliphatischen Monocarbonsäuren mit 2 bis 34 Kohlen stoffatomen steht
und für die die Bedingungen 1<a<5, b<2a+2, [b+2(c+ d)]=(2a+3), (c+d)<0,5, c<0, d<0 und 0<m<10 erfüllt sind.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Schichtverbindungen in Konzentra
tionen von 0,1 bis 5 Gew.-% - bezogen auf das erwartete Alk
oxylierungsprodukt - einsetzt.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Alkoxylierung mit 1 bis 10 mol
Ethylen- und/oder Propylenoxid pro Mol Fettalkohol durchführt.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Alkoxylierung bei Temperaturen von
120 bis 220°C und Drücken von 1 bis 5 bar durchführt.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß man als nicht-polymere Fällungsmittel
Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe, die von aliphatischen
Carbonsäuren, aromatischen Carbonsäuren, aliphatischen Dicar
bonsäuren, aromatischen Dicarbonsäuren, Aminosäuren und Oxo-
und Hydroxycarbonsäuren gebildet wird, einsetzt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man als
nicht-polymeres Fällungsmittel Citronensäure einsetzt.
10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch
gekennzeichnet, daß man die nicht-polymeren Fällungsmittel in
Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-% - bezogen auf das Alkoxylie
rungsprodukt - einsetzt.
11. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß man die Behandlung der Reaktions
produkte mit den nicht-polymeren Fällungsmitteln bei Tempe
raturen von 0 bis 150°C durchführt.
12. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß man den gebildeten Feststoff durch
Filtration abtrennt.
Priority Applications (3)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19914101740 DE4101740A1 (de) | 1991-01-22 | 1991-01-22 | Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern |
PCT/EP1991/002402 WO1992012950A1 (de) | 1991-01-22 | 1991-12-13 | Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern |
AU90763/91A AU9076391A (en) | 1991-01-22 | 1991-12-13 | Method of preparing fatty-alcohol polyalkylene-glycol ethers |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19914101740 DE4101740A1 (de) | 1991-01-22 | 1991-01-22 | Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE4101740A1 true DE4101740A1 (de) | 1992-07-23 |
Family
ID=6423455
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19914101740 Withdrawn DE4101740A1 (de) | 1991-01-22 | 1991-01-22 | Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern |
Country Status (3)
Country | Link |
---|---|
AU (1) | AU9076391A (de) |
DE (1) | DE4101740A1 (de) |
WO (1) | WO1992012950A1 (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US5750796A (en) * | 1995-03-28 | 1998-05-12 | Lion Corporation | Method of producing an alkylene oxide adduct of a compound having one or more active hydrogen |
WO2003053898A1 (de) * | 2001-12-13 | 2003-07-03 | Cognis Deutschland Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur herstellung alkoxylierter verbindungen |
Families Citing this family (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US5986122A (en) * | 1996-11-18 | 1999-11-16 | Witco Corporation | Treatment of polyethers prior to hydrosilylation |
DE19909272A1 (de) * | 1999-03-03 | 2000-09-07 | Cognis Deutschland Gmbh | Verfahren zur Herstellung alkoxylierter nichtionischer Tenside |
DE102013204605A1 (de) | 2013-03-15 | 2014-09-18 | Evonik Industries Ag | Phosphorsäureester, ihre Herstellung und Verwendung |
DE102013204824A1 (de) | 2013-03-15 | 2014-09-18 | Henkel Ag & Co. Kgaa | Reinigungsmittel für harte Oberflächen enthaltend Phosphorsäureester eines Polyether-modifizierten Alkylalkohols |
Family Cites Families (7)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US4962237A (en) * | 1985-12-13 | 1990-10-09 | The Dow Chemical Company | Catalytic process for the preparation of polyols |
DE3833076A1 (de) * | 1987-09-29 | 1989-04-06 | Lion Corp | Alkoxylierungskatalysator |
DE3811319A1 (de) * | 1988-04-02 | 1989-10-19 | Henkel Kgaa | Alkoholethoxylate mit verringertem rest-eo-gehalt bzw. rest-po-gehalt |
DE3843713A1 (de) * | 1988-04-25 | 1989-11-02 | Henkel Kgaa | Verwendung von calcinierten hydrotalciten als katalysatoren fuer die ethoxylierung bzw. propoxylierung |
DE3914131A1 (de) * | 1989-04-28 | 1990-10-31 | Henkel Kgaa | Verwendung von calcinierten hydrotalciten als katalysatoren fuer die ethoxylierung bzw. propoxylierung von fettsaeureestern |
DE4003658A1 (de) * | 1990-02-07 | 1991-08-08 | Henkel Kgaa | Verfahren zur herstellung von nichtionischen oberflaechenaktiven verbindungen |
DE4010606A1 (de) * | 1990-04-02 | 1991-10-10 | Henkel Kgaa | Verwendung von hydrophobierten hydrotalciten als katalysatoren fuer die ethoxylierung bzw. propoxylierung |
-
1991
- 1991-01-22 DE DE19914101740 patent/DE4101740A1/de not_active Withdrawn
- 1991-12-13 WO PCT/EP1991/002402 patent/WO1992012950A1/de active Application Filing
- 1991-12-13 AU AU90763/91A patent/AU9076391A/en not_active Abandoned
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US5750796A (en) * | 1995-03-28 | 1998-05-12 | Lion Corporation | Method of producing an alkylene oxide adduct of a compound having one or more active hydrogen |
WO2003053898A1 (de) * | 2001-12-13 | 2003-07-03 | Cognis Deutschland Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur herstellung alkoxylierter verbindungen |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
AU9076391A (en) | 1992-08-27 |
WO1992012950A1 (de) | 1992-08-06 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
EP0523089B1 (de) | Verwendung von hydrophobierten hydrotalciten als katalysatoren für die ethoxylierung bzw. propoxylierung | |
EP0552463B1 (de) | Chromfreier Katalysator für die Hydrierung von organischen Verbindungen | |
EP0711268B1 (de) | Verfahren zur herstellung von alkoxylierungsprodukten in gegenwart von mit additiven modifizierten mischhydroxiden | |
EP0102508B1 (de) | Verfahren zur Reinigung von rohen Polyether-Polyolen | |
EP0339426B1 (de) | Verwendung von calcinierten Hydrotalciten als Katalysatoren für die Ethoxylierung bzw. Propoxylierung | |
DE4446064C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Polyoxyalkylenalkylether-Fettsäureesters sowie ein Mischmetalloxid-Katalysator zu dessen Herstellung | |
US5326891A (en) | Hydrophobicized double layer hydroxide compounds | |
EP0580619B1 (de) | Verfahren zur herstellung hydrophobierter doppelschichthydroxid-verbindungen | |
EP0415202A2 (de) | Verfahren zur Herstellung niederer, mehrwertiger Alkohole | |
DE4028295A1 (de) | Cupfer-mangan-katalysatoren | |
DE3613011A1 (de) | Verfahren zur herstellung von sinterbaren metalloxidkeramikpulvern | |
DE69712811T2 (de) | Hydrierungskatalysatorvorläufer, Hydrierungskatalysator und Verfahren zur Herstellung von Alkoholen | |
DE69120660T2 (de) | Verfahren zur herstellung von aminosäure-salzen | |
EP0336263B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Fettalkoholpolyglykolethern mit verringertem Rest-EO-Gehalt bzw. Rest-PO-Gehalt | |
WO1991013918A1 (de) | Verfahren zur herstellung von polymerisierten alkoholen | |
DE4101740A1 (de) | Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern | |
DE69912880T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Ethercarbonsäuresalzen | |
DE69408813T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Diol-Verbindungen | |
WO1992012951A1 (de) | Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern | |
DE4115149A1 (de) | Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern | |
DE4101742A1 (de) | Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern | |
DE4135117A1 (de) | Verfahren zur herstellung basischer magnesium-aluminium-carboxylate | |
WO1992017431A1 (de) | Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern | |
DE4109251A1 (de) | Verfahren zur herstellung von fettalkoholpolyalkylenglycolethern | |
DE4234091A1 (de) | Hydrierungskatalysator und verfahren zur herstellung desselben |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |