DE4003189A1 - Rammvorrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rammvorrichtung mit einem in Axialrichtung hin-
und hergehend in einem Gehäuse beweglichen, pneumatisch angetriebenen
Schlagkolben und einer Steuereinrichtung, die ein mit dem Schlagkolben be
wegliches Steuerteil und ein mit diesem zusammenwirkendes, am Gehäuse
gehaltenes Steuerteil aufweist und die Druckbeaufschlagung des Schlagkol
bens steuert.
Derartige Rammvorrichtungen dienen beispielsweise zum Vortreiben von
Erdbohrungen für unterirdisch verlegte Kabel und Leitungen.
Ein Beispiel einer herkömmlichen Rammvorrichtung dieser Gattung wird in
dem DE-GM 87 00 076 beschrieben. Die Steuereinrichtung wird bei her
kömmlichen Rammvorrichtungen üblicherweise durch einen vom rückwärti
gen Ende des Schlagkolbens ausgehenden rohrförmigen Fortsatz und eine in
das Innere des Fortsatzes eingreifende Steuerhülse gebildet, die sich über ein
aixal verlaufendes Tragteil an einem rückwärtigen Endstück des Gehäuses ab
stützt. Die Steuerhülse und der Schlagkolben mit dem rohrförmigen Fortsatz
bilden eine rückwärtige Druckkammer, die über einen in dem Tragteil für
die Steuerhülse ausgebildeten Zufuhrkanal mit Druckluft versorgt wird und
die Vorwärtsbewegung des Schlagkolbens bewirkt. Wenn der Schlagkolben
seine vordere Endstellung erreicht und die Schlagenergie auf das Gehäuse
überträgt, werden radiale Kanäle des rohrförmigen Fortsatzes des Schlagkol
bens durch den vorderen Rand der Steuerhülse freigegeben, so daß die
Druckluft durch diese radialen Kanäle und durch in dem Schlagkolben ausge
bildete Axialkanäle in eine vordere Druckkammer strömt. Hierdurch wird die
Rückwärtsbewegung des Schlagkolbens eingeleitet, da der Schlagkolben
gegenüber der vorderen Druckkammer eine größere Wirkfläche aufweist als
gegenüber der rückwärtigen Druckkammer. Bei der Rückwärtsbewegung des
Schlagkolbens werden die radialen Kanäle des rohrförmigen Fortsatzes vor
übergehend durch die Steuerhülse blockiert. Wenn die radialen Kanäle den
hinteren Rand der Steuerhülse erreichen, kann sich der Druck in der vorde
ren Druckkammer über diese Kanäle und über in dem Endstück des Gehäu
ses ausgebildete Lüftungskanäle entspannen, so daß ein neuer Schlagzyklus
beginnt.
Eine Umkehr der Antriebsrichtung läßt sich bei der bekannten Vorrichtung
dadurch erreichen, daß die Steuerhülse mit Hilfe eines an die Vorrichtung
angeschlossenen Druckluftschlauches so verstellt wird, daß die vordere
Druckkammer früher mit Druckluft beaufschlagt wird. Die Vorwärtsbewegung
des Schlagkolbens wird dann weich abgefedert, und am Ende der Rückwärts
bewegung trifft der Schlagkolben auf das Endstück auf, so daß ein rückwärts
gerichteter Impuls auf das Gehäuse übertragen wird. Gemäß dem DE-GM 87
00 076 wird die Steuerhülse mit Hilfe eines Spindelantriebs in Axialrichtung
verstellt, indem der Druckluftschlauch gedreht wird. Es sind jedoch auch
Vorrichtungen bekannt, bei denen die Steuerhülse bei abgeschaltetem Gerät
durch Ziehen oder Schieben des Druckluftschlauches in Axialrichtung ver
stellt wird oder bei denen die Steuerhülse mit Ausnehmungen versehen ist,
die durch Drehen der Steuerhülse mit Hilfe des Druckluftschlauches in eine
den radialen Kanälen des rohrförmigen Fortsatzes entsprechende Position
gebracht werden können (DE-PS 31 04 547).
Bei den bekannten Vorrichtungen lassen sich in Längsrichtung drei hinterei
nander liegende Abschnitte unterscheiden: Der Hauptabschnitt des Schlag
kolbens, ein durch den rohrförmigen Fortsatz des Schlagkolbens, die Steuer
hülse und das Tragteil gebildeter Steuerabschnitt und schließlich das End
stück des Gehäuses. Der Hauptabschnitt des Schlagkolbens muß eine gewisse
Länge aufweisen, damit eine hinreichende träge Masse des Schlagkolbens er
reicht wird. Die Länge des Steuerabschnittes wird durch den Hubweg des
Schlagkolbens und ggf. durch den axialen Verstellweg der Steuerhülse be
stimmt. Das Endstück des Gehäuses dient zur Befestigung des Tragteils und
der Steuerhülse und muß außerdem beim Antrieb der Vorrichtung in Rück
wärtsrichtung dem Aufprall des Schlagkolbens standhalten, ist jedoch ande
rerseits durch die axialen Lüftungskanäle geschwächt. Dieses Endstück muß
deshalb aus Stabilitätsgründen ebenfalls eine gewisse Länge aufweisen. Aus
diesen Gründen weisen die herkömmlichen Vorrichtungen eine relativ große
Gesamtlänge auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rammvorrichtung zu schaffen,
die bei gegebener Masse des Schlagkolbens eine geringere Gesamtlänge auf
weist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Rammvorrichtung mit
den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Bei der vorgeschlagenen Rammvorrichtung wird das gehäuseseitige Steuer
teil durch das Endstück des Gehäuses gebildet, und das mit dem Schlagkol
ben bewegliche Steuerteil wird durch einen axial von dem Schlagkolben vor
springenden Steuerkolben gebildet, der in eine Öffnung des Endstückes ein
taucht. Bei dieser Konstruktion ist somit das Endstück in die Steuerrichtung
einbezogen, so daß gegenüber dem Stand der Technik bei unveränderter
Masse des Schlagkolbens eine Verringerung der Gesamtlänge erreicht wird
bzw. bei unveränderter Gesamtlänge eine größere Masse des Schlagkolbens
ermöglicht wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Bevorzugt ist die zwischen dem Hauptteil des Schlagkolbens und dem End
stück gebildete hintere Druckkammer direkt mit der Druckquelle verbun
den, und die Druckzufuhr und Entlüftung der vorderen Druckkammer wird
durch radial in dem Steuerkolben angeordnete Steuerkanäle gesteuert, die
über einen axialen Kanal des Schlagkolbens mit der vorderen Druckkammer
verbunden sind und in der vorderen Endstellung des Schlagkolbens zur hin
teren Druckkammer geöffnet sind.
Eine besonders einfache und raumsparende Konstruktion wird dadurch er
reicht, daß das Endstück mit einer durchgehenden Öffnung versehen ist und
der Steuerkolben in der rückwärtigen Endstellung des Schlagkolbens so weit
nach hinten aus dem Endstück herausragt, daß die Steuerkanäle zur Atmos
phäre hin offen sind.
Um eine Umkehr der Antriebsrichtung zu ermöglichen, ist bei der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung das Endstück mit einer Zweigleitung versehen,
über die die Steuerkanäle des Steuerkolbens bereits innerhalb des End
stückes mit der Druckquelle verbindbar sind. Über diese Zweigleitung kann
bereits Druckluft in die vordere Druckkammer eingeleitet werden, bevor der
Schlagkolben seine vordere Endstellung erreicht. Auf diese Weise wird die
Vorwärtsbewegung des Schlagkolbens gedämpft. Wenn die Steuerkanäle des
Steuerkolbens bei der anschließenden Rückwärtsbewegung des Schlagkol
bens das Endstück durchlaufen, erhält die vordere Druckkammer über die
Zweigleitung einen zusätzlichen Druckstoß, so daß der Rückwärtshub des
Kolbens verlängert wird.
Die Druckluftzufuhr zu der hinteren Druckkammer erfolgt vorzugsweise über
eine in dem Endstück gebildete Axialbohrung, die das Ende des Druckluft
schlauches aufnimmt und von der die Zweigleitung derart abzweigt, daß die
Mündung der Zweigleitung durch Verschieben oder Drehen des Druckluft
schlauches geöffnet und verschlossen werden kann.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Rammvorrichtung mit in der
vorderen Endstellung befindlichem Schlagkolben;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Rammvorrichtung mit in
rückwärtiger Stellung befindlichem Schlagkolben;
Fig. 3 und 4 Längsschnitte durch ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel
der Rammvorrichtung mit in der vorderen bzw. rückwärti
gen Stellung befindlichem Schlagkolben;
Fig. 5 einen vergrößerten Schnitt durch eine Steuereinrichtung
der Rammvorrichtung gemäß Fig. 3 und 4 in einer
Steuerposition für den Antrieb in Vorwärtsrichtung; und
Fig. 6 einen Schnitt durch die Steuereinrichtung gemäß Fig. 5
in einer Steuerposition für den Antrieb in Rückwärtsrich
tung.
Eine in Fig. 1 und 2 gezeigte Rammvorrichtung weist ein mit einer
Schlagspitze 10 versehenes Gehäuse 12 auf, das am rückwärtigen Ende
durch ein Endstück 14 abgeschlossen ist. Im Inneren des Gehäuses 12 wer
den durch einen axial beweglich in dem Gehäuse geführten Schlagkolben 16
eine vordere Druckkammer 18 und eine hintere Druckkammer 20 gebildet.
Der Schlagkolben 16 ist am rückwärtigen Ende mit einem axial vorspringen
den Steuerkolben 22 versehen, der in eine Öffnung 24 des Endstücks 14 ein
taucht und gleitend in dieser Öffnung geführt ist. Der Steuerkolben weist ra
diale Steuerkanäle 26 auf, die über einen axialen Kanal 28 mit der vorderen
Druckkammer 18 verbunden sind. Ein Druckluftschlauch 30 ist an die hinte
re Druckkammer 20 angeschlossen.
Wenn sich der Schlagkolben 16 in der in Fig. 1 gezeigten vorderen Endstel
lung befindet, so wird die vordere Druckkammer 18 über den Druckluft
schlauch 30, die hintere Druckkammer 20, die radialen Steuerkanäle 26 und
den axialen Kanal 28 mit Druckluft versorgt. Der Druck in der vorderen
Druckkammer 18 wirkt auf die gesamte Querschnittsfläche des Schlagkol
bens 16, während der in der hinteren Kammer 20 herrschende Druck ledig
lich auf die Ringfläche außerhalb des Steuerkolbens 22 wirkt. Der Schlagkol
ben 16 wird deshalb in Rückwärtsrichtung bewegt. Wenn die Steuerkanäle
26 in das Endstück 14 eintreten, wird die Druckluftversorgung für die vorde
re Druckkammer 18 unterbrochen. Aufgrund der Massenträgheit bewegt sich
der Schlagkolben 16 jedoch weiter zurück, bis er die in Fig. 2 gezeigte Stel
lung erreicht. In dieser Stellung sind die Steuerkanäle 26 außerhalb des End
stückes 14 mit der Atmosphäre verbunden, so daß die vordere Druckkammer
18 entlüftet wird. Durch den weiterhin in der hinteren Druckkammer 20
herrschenden Druck wird der Schlagkolben 16 abgebremst und in Vorwärts
richtung angetrieben. Im Verlauf der Vorwärtsbewegung wird der Schlagkol
ben 16 weiter beschleunigt, so daß er mit hoher Geschwindigkeit auf das vor
dere Ende des Gehäuses 12 aufprallt und einen Vortriebsimpuls auf das Ge
häuse überträgt.
Die oben beschriebenen Vorgänge wiederholen sich periodisch, so daß die
Rammvorrichtung im Erdreich vorgetrieben wird.
Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Rammvorrichtung wird wegen des seitlich
angeschlossenen Druckluftschlauches 30 vorzugsweise nur als Schlaggerät au
ßerhalb des Erdreichs eingesetzt. Fig. 3 bis 6 zeigen dagegen eine Ramm
vorrichtung, die für den Einsatz im Erdreich geeignet ist, da der Druckluft
schlauch 30 axial von hinten in das Gehäuse eintritt. Bei dieser Vorrichtung
besteht außerdem die Möglichkeit, die Vortriebsrichtung ferngesteuert um
zukehren. Die Vorrichtung nach Fig. 3 bis 6 unterscheidet sich von dem
zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel durch die folgenden Merkmale.
Der Druckluftschlauch 30 ist drehbar in einer Axialbohrung 32 des Endstücks
14 gehalten. Die Axialbohrung 32 ist über eine radiale Bohrung 34 mit einer
Ringkammer 36 verbunden, die den Umfang des Steuerkolbens 22 umgibt.
Der Druckluftschlauch 30 ist mit einer seitlichen Öffnung 38 versehen, die
sich in der gleichen axialen Position wie die radiale Bohrung 34 befindet. In
der in Fig. 3, 4 und 5 gezeigten Stellung ist die seitliche Öffnung 38 des
Druckluftschlauches jedoch von der radialen Bohrung 34 abgekehrt, so daß
die Druckluft ausschließlich in die hintere Druckkammer 20 gelangt. In die
ser Stellung wird die Rammvorrichtung in Vorwärtsrichtung angetrieben, wie
oben in Verbindung mit Fig. 1 und 2 beschrieben wurde.
Wenn der Druckluftschlauch 30 jedoch in die in Fig. 6 gezeigte Stellung ge
dreht wird, fluchtet die seitliche Öffnung 38 des Druckluftschlauches der ra
dialen Bohrung 34 des Endstückes, und die Öffnung 38, die radiale Bohrung
34 und die Ringkammer 36 bilden eine Zweigleitung, über die die vordere
Druckkammer 18 mit Druckluft versorgt werden kann, während die Steuer
kanäle 26 das Endstück passieren.
Wenn sich der Druckluftschlauch 30 in der in Fig. 6 gezeigten Stellung be
findet und der Schlagkolben 16 sich aus der in Fig. 3 gezeigten Stellung
nach rückwärts bewegt, so wird die Verbindung zwischen der Druckluftquel
le und der vorderen Druckkammer 18 vorübergehend unterbrochen, wenn
die Steuerkanäle 26 in das Endstück 14 eintreten. Wenn der Schlagkolben je
doch die in Fig. 5 gezeigte Stellung erreicht, wird diese Verbindung über
die Zweigleitung 38, 34, 36 erneut hergestellt. In der vorderen Druckkammer
18 wird somit erneut ein hoher Druck aufgebaut, während die Steuerkanäle
26 die Ringkammer 36 durchlaufen. Der Schlagkolben wird daher stärker
nach rückwärts beschleunigt. Zwar wird die vordere Druckkammer 18 entlüf
tet, wenn die Steuerkanäle 26 nach hinten aus dem Endstück 14 austreten,
doch ist die Geschwindigkeit des Schlagkolbens dann so groß, daß dieser
nicht mehr abgebremst werden kann, sondern an dem Endstück 14 an
schlägt, wie in Fig. 6 gezeigt ist. Auf diese Weise wird ein Impuls in Rück
wärtsrichtung auf das Gehäuse 12 übertragen, so daß die Rammvorrichtung
nach rückwärts angetrieben wird.
Beim anschließenden Vorwärtshub des Schlagkolbens wird die vordere
Druckkammer 18 erneut mit Druckluft versorgt, sobald die Steuerkanäle 26
wieder in die Ringkammer 36 eintreten. Die Vorwärtsbewegung des Schlag
kolbens wird hierdurch abgebremst und schließlich umgekehrt, so daß der
Schlagkolben nicht am vorderen Ende des Gehäuses 12 anschlägt.
Die Länge der Ringkammer 36 in Axialrichtung ist so gewählt, daß auf dieser
Länge eine Abbremsung und Bewegungsumkehr des Schlagkolbens 16 er
reicht werden kann. Doch selbst wenn der Schlagkolben nach vorn über die
vorgesehene Umkehrstellung hinausschießen sollte, so daß die Steuerkanäle
26 von der Ringkammer 36 getrennt werden, kommt es nicht zu einer Funk
tionsstörung, da in diesem Fall das Luftvolumen der vorderen Druckkammer
18 komprimiert wird, so daß der Schlagkolben elastisch zurückfedert.
Bei der in Fig. 3 bis 6 gezeigten Vorrichtung kann aufgrund der oben be
schriebenen Wirkungsweise die Vortriebsrichtung auf einfache Weise umge
kehrt werden, indem der Druckluftschlauch 30 um seine Längsachse gedreht
wird.
Wahlweise kann die Umsteuerung jedoch auch dadurch bewirkt werden, daß
der Druckluftschlauch 30 in Axialrichtung verschoben wird oder zugleich ver
schoben und gedreht wird. Eine nicht gezeigte Auszugssicherung verhindert,
daß der Druckluftschlauch 30 ganz aus dem Endstück 14 herausgezogen wer
den kann.
In einer modifizierten Ausführungsform kann die Umsteuerung auch über ein
in dem Endstück 14 angeordnetes Ventil bewirkt werden, das durch einen
Seilzug oder sonstige Fernsteuerungsmittel betätigt wird oder daß beim Ab
schalten der Druckzufuhr selbsttätig umschaltet.
Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen ist das Endstück 14 unmittel
bar am Ende des Gehäusemantels angeordnet, so daß der Steuerkolben 22 in
seiner rückwärtigen Endstellung frei aus dem Gehäuse herausragt. Im Be
darfsfall kann das Gehäuse 12 jedoch auch über das Endstück 14 hinaus nach
hinten verlängert sein, oder es können sich weitere Gehäuseteile nach hin
ten an das Endstück anschließen. So ist es beispielsweise möglich, ein Bauteil
mit einem Sieb oder einer Schutzvorrichtung anzubauen, um zu verhindern,
daß Schmutz in den Maschinenkörper eindringen kann. Insofern ist unter
dem Begriff "Endstück" im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein Bauteil zu
verstehen, das sich am Ende einer der Druckkammern, jedoch nicht notwen
digerweise am Ende des Gehäuses befindet.
Claims (8)
1. Rammvorrichtung mit einem in Axialrichtung hin- und hergehend in
einem Gehäuse (12) beweglichen, pneumatisch angetriebenen Schlagkolben
(16) und einer Steuereinrichtung, die ein mit dem Schlagkolben bewegliches
Steuerteil (22) und ein mit diesem zusammenwirkendes, am Gehäuse (12)
gehaltenes Steuerteil (14) aufweist und die Druckbeaufschlagung des Schlag
kolbens steuert, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Steuerteil
ein axial von dem Schlagkolben vorspringender Steuerkolben (22) ist, der in
eine Öffnung (24) eines das gehäuseseitige Steuerteil bildenden Endstückes
(14) des Gehäuses eintaucht.
2. Rammvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine zwischen dem Schlagkolben (16) und dem Endstück (14) gebildete hin
tere Druckkammer (20) ständig an eine Druckluft-Zufuhrleitung (30; 32) an
geschlossen ist und daß der Steuerkolben (22) wenigstens einen radialen
Steuerkanal (26) aufweist, der durch das Endstück (14) verschließbar ist und
über einen axialen Kanal (28) des Schlagkolbens mit einer vorderen Druck
kammer (18) verbunden ist.
3. Rammvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Öffnung (24) des Endstücks (14) eine durchgehende Öffnung ist und daß
der Steuerkolben (22) in der rückwärtigen Endstellung des Schlagkolbens
(16) nach hinten aus dem Endstück herausragt.
4. Rammvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die radialen Steuerkanäle (26) in dem Längsabschnitt des Steuerkolbens (22)
ausgebildet sind, der aus dem Endstück (14) herausragt, wenn sich der
Schlagkolben in der rückwärtigen Endstellung befindet.
5. Rammvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die hintere Druckkammer (20) über einen axialen Kanal (32)
des Endstücks (14) mit einem Druckluftschlauch (30) verbunden ist.
6. Rammvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Endstück (14) eine Zweigleitung (34, 36, 38), die die
Druckluft-Zufuhrleitung (30, 32) mit dem Steuerkanal (26) des Steuerkolbens
(22) verbindet, wenn sich der Schlagkolben (16) in einer Position in Abstand
zu seiner vorderen Endlage befindet, und eine Schalteinrichtung zum Öffnen
und Schließen der Zweigleitung aufweist.
7. Rammvorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Druckluftschlauch (30) in der Axialbohrung (32) drehbar
und/oder verschiebbar ist und daß die Schalteinrichtung und ein Teil der
Zweigleitung durch eine seitliche Öffnung (38) des Druckluftschlauches (30)
und eine in die Axialbohrung (32) einmündende radiale Bohrung (34) des
Endstücks gebildet werden.
8. Rammvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zweigleitung eine an den Umfang des Steuerkolbens (22) angrenzen
de, in Längsrichtung des Endstücks (14) langgestreckte Kammer, vorzugs
weise eine den Steuerkolben umgebende Ringkammer (36) aufweist.
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OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
D2 | Grant after examination | ||
8363 | Opposition against the patent | ||
8330 | Complete renunciation |