DE3937930A1 - Vorrichtung zur behandlung von truebefluessigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zur behandlung von truebefluessigkeitenInfo
- Publication number
- DE3937930A1 DE3937930A1 DE3937930A DE3937930A DE3937930A1 DE 3937930 A1 DE3937930 A1 DE 3937930A1 DE 3937930 A DE3937930 A DE 3937930A DE 3937930 A DE3937930 A DE 3937930A DE 3937930 A1 DE3937930 A1 DE 3937930A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- projections
- liq
- liquid
- web
- rotor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 title claims description 28
- 230000007423 decrease Effects 0.000 claims description 5
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 abstract description 5
- 230000008901 benefit Effects 0.000 abstract description 4
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 abstract description 4
- 230000035699 permeability Effects 0.000 abstract description 4
- 239000012065 filter cake Substances 0.000 abstract 1
- 230000007774 longterm Effects 0.000 abstract 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 17
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 6
- 238000001914 filtration Methods 0.000 description 6
- 239000012528 membrane Substances 0.000 description 4
- 238000011001 backwashing Methods 0.000 description 2
- 239000000706 filtrate Substances 0.000 description 2
- 239000008394 flocculating agent Substances 0.000 description 2
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 2
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 2
- 241000237074 Centris Species 0.000 description 1
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000008021 deposition Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000001151 other effect Effects 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 1
- 238000007790 scraping Methods 0.000 description 1
- 230000003797 telogen phase Effects 0.000 description 1
- 230000008719 thickening Effects 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D29/00—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
- B01D29/01—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor with flat filtering elements
- B01D29/018—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor with flat filtering elements ring shaped
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D29/00—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
- B01D29/50—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor with multiple filtering elements, characterised by their mutual disposition
- B01D29/52—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor with multiple filtering elements, characterised by their mutual disposition in parallel connection
- B01D29/54—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor with multiple filtering elements, characterised by their mutual disposition in parallel connection arranged concentrically or coaxially
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D29/00—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
- B01D29/76—Handling the filter cake in the filter for purposes other than for regenerating
- B01D29/80—Handling the filter cake in the filter for purposes other than for regenerating for drying
- B01D29/82—Handling the filter cake in the filter for purposes other than for regenerating for drying by compression
- B01D29/822—Handling the filter cake in the filter for purposes other than for regenerating for drying by compression using membranes
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D29/00—Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
- B01D29/76—Handling the filter cake in the filter for purposes other than for regenerating
- B01D29/86—Retarding cake deposition on the filter during the filtration period, e.g. using stirrers
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Filtration Of Liquid (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung von
Trübeflüssigkeiten durch wenigstens teilweisen Entzug des
Flüssigkeitsanteils, insbesondere Filtervorrichtung, die
wenigstens eine zylindrische Kammer aufweist, deren Trübe
raum mit einem Trübezulauf versehen ist und bei der wenig
stens eine Kammerstirnwand flüssigkeitsdurchlässig ist und
mit einem Flüssigkeitsabzug in Verbindung steht und die einen
antreibbaren scheibenförmigen Rotor aufweist, der im Trübe
raum angeordnet ist und der mit seiner Fläche gegen die
flüssigkeitsdurchlässige Kammerstirnwand bewegbar ist.
Eine Vorrichtung der vorstehenden Art ist aus der
DE-PS 34 26 527 bekannt. Die zu behandelnde Trübeflüssig
keit wird in die Kammer eingeleitet und fortlaufend Flüssig
keit über die flüssigkeitsdurchlässige Kammerstirnwand abge
zogen, während die Feststoffanteile in der Trübekammer ver
bleiben. Der scheibenförmige Rotor dreht sich in der Trübe
flüssigkeit und soll hierbei die Trübe über den sich auf
der flüssigkeitsdurchlässigen Kammerstirnwand absetzenden
Feststoff bewegen, um die Flüssigkeitsdurchlässigkeit
über eine lange Zeitspanne aufrechtzuerhalten. Die bekannte
Vorrichtung kann sowohl als sogenannter Konzentrator als
auch als Filter eingesetzt werden. Insbesondere bei der Ver
wendung als Filter wird durch eine teilweise axiale Beweg
lichkeit des Rotors gegen die flüssigkeitsdurchlässige
Kammerstirnwand, was beispielsweise durch eine auf den Rotor
aufgesetzte Gummimembrane erfolgen kann, die Möglichkeit
gegeben, gegen Ende des Filtrationsprozesses den sich auf
der Kammerstirnwand absetzenden Feststoffkuchen noch aus
zupressen, um so die im Feststoffkuchen enthaltene Rest
feuchte weitgehend zu reduzieren. Bei der vorbekannten
Vorrichtung ist nun gerade bei dem vorstehend erwähnten
Einsatz als Filterpresse vorgesehen, daß auf dem Rotor
wenigstens ein radial nach außen verlaufender Steg angeordnet
ist, mit dessen Hilfe nach dem Preßvorgang und dem Öffnen
der Kammer der Feststoffkuchen von der flüssigkeitsdurch
lässigen Kammerstirnwand abgeschabt werden kann. Es hat sich
aber herausgestellt, daß gerade dieser für den Austrag des
Feststoffkuchens notwendige Steg erhebliche Nachteile im
Betrieb bietet. Da der Rotor mit seinen Stegen in der voll
ständig mit Trübeflüssigkeit gefüllten und abgeschlossenen
Kammer rotiert, wird der Flüssigkeit selbst bei geringen
Drehzahlen vor allem im Randbereich eine erhebliche Zentri
fugalkraft erteilt, die sich nachteilig auf die Feststoff
ablagerung auf der flüssigkeitsdurchlässigen Kammerstirn
wand auswirkt. Die Stege bewirken darüber hinaus einen erheb
lichen Widerstand in der Flüssigkeit, so daß eine im Verhält
nis zur Filtrationsleistung zu hohe Antriebsenergie für die
Drehung des Rotors aufgebracht werden muß.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich
tung der eingangs bezeichneten Art so zu verbessern, daß
der Feststoffaufbau auf der flüssigkeitsdurchlässigen
Kammerstirnwand verbessert und zugleich die für die Drehung
des Rotors notwendige Antriebenergie reduziert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
der flüssigkeitsdurchlässigen Kammerstirnwand zugekehrte
Rotorfläche mit mehreren Vorsprüngen versehen ist, die eine
geringe Erstreckung in radialer Richtung aufweisen. Dadurch,
daß anstelle eines durchgehenden radialen Steges mehrere
Vorsprünge mit nur geringer radialer Erstreckung auf der
Rotorfläche angeordnet sind, wird zum einen der durch die
Flüssigkeit auf den Rotor ausgeübte Widerstand reduziert,
so daß hier eine geringe Antriebsleistung erforderlich ist.
Zum anderen wird durch diese Vorsprünge, in radialer Richtung
gesehen, über den gesamten Flächenbereich die Flüssigkeit
verwirbelt, so daß hier über in Umfangsrichtung umlaufend
jedoch lokale Wirbelströmungen die Oberfläche des sich auf
der flüssigkeitsdurchlässigen Kammerstirnwand absetzenden
Feststoffkuchens aufgewirbelt und für eine über einen langen
Zeitraum gleichmäßige Flüssigkeitsdurchlässigkeit gesorgt
wird. Der besondere Vorteil bei dieser Anordnung besteht
darin, daß sich hinter jedem Vorsprung infolge der Bewegung
in Umfangsrichtung eine "Wirbelschleppe" ausbildet, die in
einem eng umgrenzten lokalen Bereich, jedoch sich in Umfangs
richtung fortbewegend, eine kräftige Turbulenz in der
Flüssigkeit erzeugt. Mit dem Abklingen der Wirbelschleppe
unterliegt die Flüssigkeit nur noch relativ großflächigen
Querbewegungen in der Ebene der Rotorfläche bzw. der
Kammerstirnwand, so daß hier bei entsprechend langsamer
Drehzahl sich eine relativ beruhigte Zone ausbilden kann.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorge
sehen, daß die Vorsprünge, in radialer Richtung gesehen,
versetzt zueinander angeordnet sind. Hierdurch wird die Aus
bildung der gewünschten Querströmung mit geringem Turbulenz
grad begünstigt.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Zahl der Vorsprünge, ausgehend vom dreh
achsnahen Bereich zum Außenumfang hin abnimmt. Mit dieser
Maßnahme wird der Tatsache Rechnung getragen, daß die Vor
sprünge auf dem Außenumfang bei gegebener Drehzahl mit höherer
Umfangsgeschwindigkeit durch die Flüssigkeit bewegt werden
als die Vorsprünge im drehachsnahen Bereich und damit ein
höherer Strömungswiderstand überwunden werden muß. Zugleich
wird aufgrund der höheren Geschwindigkeit, mit der der Vor
sprung durch die Flüssigkeit geführt wird, ein sehr viel
größerer Bereich in Umfangsrichtung durch die erzeugte
Turbulenz überdeckt, so daß die Reduzierung der Vorsprünge
im Bereich des Außenumfanges eine Reduzierung des Rotations
widerstandes bewirkt, ohne daß hierdurch die Effektivität
in bezug auf das Filtrationsergebnis vermindert wird.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Vorsprünge stegförmig ausgebildet sind. Besonders
zweckmäßig ist es hierbei, wenn die stegförmigen Vorsprünge,
bezogen auf eine Radiallinie, unter einem Winkel ausgerichtet
sind. Die Anordnung von vorzugsweise in radialer Richtung
stegförmig ausgerichteten Vorsprünge führt zu einer Quer
turbulenz, ohne den Widerstand in bezug auf die Rotordrehung
nennenswert zu erhöhen. Durch die Anstellung in einem Winkel,
bezogen auf eine Radiallinie, kann hierbei zwischen Rotor
und Kammerstirnwand eine gezielte Querströmung erzielt
werden, durch die die Filtrationsleistung noch verbessert
werden kann.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die stegförmigen Vorsprünge, bezogen auf
die Drehrichtung, in radialer Richtung abwechselnd mit den
jeweils nach außen weisenden Enden voreilend und nacheilend
ausgerichtet sind. Hierdurch wird erreicht, daß die durch
die Winkelanstellung der stegförmigen Vorsprünge bewirkte
Querströmung abwechselnd nach innen und nach außen gerichtet
ist. Besonders zweckmäßig ist es hierbei, wenn die im Bereich
des Außenumfangs angeordneten stegförmigen Vorsprünge,
bezogen auf die Drehrichtung, mit ihrer Außenkante voreilend
angeordnet sind. Dies hat den Vorteil, daß im Umfangsbereich
eine nach innen gerichtete Querströmung erzeugt wird, die
der Zentrifugalkraft entgegenwirkt. In zweckmäßiger
Ausgestaltung ist hierbei ferner vorgesehen, daß die
stegförmigen Vorsprünge im drehachsnahen Bereich, bezogen
auf die Drehrichtung, mit ihren Außenkanten nacheilend
angeordnet sind. Hierdurch wird eine gezielte Umlenkung der
Querströmung im drehachsnahen Bereich in Richtung auf den
Außenumfang bewirkt. Sind nun zwischen den Vorsprüngen am
Außenumfang, die eine nach innen gerichtete Strömung erzeugen
und den Vorsprüngen im drehachsnahen Bereich, die eine nach
außen gerichtete Strömung bewirken, entsprechend mehrere
stegförmige Vorsprünge abwechselnd vor- und nacheilend
angeordnet, dann ergibt sich bei der Drehung insgesamt neben
den Wirbelschleppen unmittelbar hinter den Vorsprüngen mit
einem hohen Turbulenzgrad eine Querströmung mit niedrigem
Turbulenzgrad, so daß über einen langen Zeitraum eine
praktisch gleichbleibende Feststoffkuchendicke aufrechter
halten werden kann und somit eine hohe Filtrationsleistung
erzielt werden kann.
Insbesondere zur Reduzierung der Antriebsleistung für die
Rotorbewegung ist es zweckmäßig, wenn die Länge der steg
förmigen Vorsprünge von innen nach außen abnimmt.
Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen eines
Ausführungsbespiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen Rotorpreß
filter,
Fig. 2 eine Aufsicht auf den Rotor.
Wie die schematische Darstellung in Fig. 1 erkennen läßt,
besteht die Vorrichtung aus einer im wesentlichen zylindri
schen Kammer 1, deren Stirnwände 2 und 3 hohl ausgebildet
sind. Die Innenwandflächen 4 und 5 der Kammerstirnwände 2
und 3 sind hierbei mit einer Vielzahl von Durchtrittsöff
nungen versehen, die in den Hohlraum der Kämmerstirnwände
einmünden und die zum Innenraum 6 der Kammer hin mit einem
Filtermittel, beispielsweise einem Filtergewebe abgedeckt
sind. Die Innenwandflächen 4 und 5 können hierbei, wie von
normalen Kammerfilterpressen her bekannt, mit einer Vielzahl
von kreisförmig und radial verlaufenden Rillen versehen
werden, in deren Grund jeweils die Durchtrittsöffnungen
angeordnet sind.
Der Innenraum der Kammerstirnwände 2 und 3 ist jeweils mit
einem Flüssigkeitsabzug 7 und 8 versehen.
Auf seinem Außenumfang ist bei dem dargestellten Ausführungs
beispiel der Kammerinnenraum 6 mit einer im wesentlichen
zylindrischen Wand 9 abgeschlossen, die abgedichtet am
Außenumfang der Kammerstirnwände 2 und 3 anliegt und die
zum Entleeren des Kammerhohlraums 6 in axialer Richtung
relativ zu den Kammerstirnwänden verschiebbar ist. In der
zylindrischen Wandung 9 sind Öffnungen 10 angeordnet, so
daß über eine Zulaufleitung 11 die zu behandelnde Trübe
flüssigkeit in den Kammerinnenraum 6 eingepumpt werden kann.
In der Kammer 1 ist ein Rotor 12 angeordnet, der über eine
Welle 13 und einen Antriebsmotor 14 dreh- und antreibbar
ist.
Die den Kammerstirnwänden 4 und 5 zugekehrten Flächen 12′
des Rotors 12 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
als Gummimembrane ausgebildet, so daß über eine entsprechende
Zuleitung 15 in der Welle 13 und entsprechende Zweigkanäle
16 im Rotorkörper selbst ein Druckmittel hinter die Gummi
membrane eingeführt werden kann, so daß diese bei einer
Beaufschlagung mit dem Druckmittel, beispielsweise Luft oder
Wasser, sich in den Hohlraum der Kammer hinein gegen die
Kammerinnenwandung 4 bzw. 5 vorschiebt.
Die Rotorflächen 12′ sind nun mit einer Vielzahl von Vor
sprüngen 17 versehen, die eine geringe Erstreckung in
radialer Richtung aufweisen. Wie die Stirnansicht des Rotors
12 gem. Fig. 2 zeigt, sind nun die stegförmigen Vorsprünge
17 auf vier unterschiedlichen Wirkdurchmessern 19, 20, 21
und 22 angeordnet. Die Zahl der Vorsprünge 17 hängt jeweils
von der Größe der Wirkdurchmesser 19, 20, 21 bzw. 22 ab.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind darüber hinaus
die Vorsprünge der einzelnen Wirkdurchmesser, bezogen auf
eine Radiallinie, unter einem Winkel ausgerichtet, wobei
die Winkel jeweils so gewählt sind, daß ausgehend vom Wirk
durchmesser 19 mit nacheilender Winkelstellung die Vorsprünge
abwechselnd voreilend und nacheilend ausgerichtet sind, bis
schließlich die Vorsprünge auf dem äußersten Wirkdurchmesser
22 voreilend ausgerichtet sind.
Da es nun darauf ankommt, über die gesamte Fläche ungeachtet
der von innen nach außen zunehmenden Umfangsgeschwindigkeit
der Vorsprünge eine einigermaßen gleichmäßige Turbulenz zu
erzeugen, wird die Zahl der Vorsprünge auf dem jeweiligen
Wirkdurchmesser so gewählt, daß bei gegebener Drehzahl für
jeden Wirkdurchmesser der Wert T = A (Anzahl der
Stege)×v (m/s) = (etwa) konstant ist.
Da infolge der bei vorzugsweise stegförmig ausgebildeten
Vorsprüngen möglichen unterschiedlichen Winkelstellung in
bezug auf die Drehrichtung des Rotors bestimmte Strömungs
bilder einstellbar sind, kann zum einen mit einer relativ
geringen Drehzahl gearbeitet werden, was nicht nur zu einer
spürbaren Reduzierung der notwendigen Antriebsenergie führt,
sondern darüber hinaus auch noch den Vorteil hat, daß die
zu behandelnde, insbesondere im Falle der Filtration die
zu filtrierende Trübeflüssigkeit "schonend" behandelt wird.
Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die zu
filtrierende Trübeflüssigkeit mit Flockungsmitteln versetzt
ist. Werden bei einer derartigen mit Flockungsmitteln
versetzten Trübeflüssigkeit die Stege zu schnell durch die
Flüssigkeit geführt, wird die Wirkung des Flockungsmittels
zunichte gemacht, da die sich jeweils ausbildenden Feststoff
agglomerate zerschlagen werden. Dadurch, daß in radialer
Richtung gesehen, die Stege versetzt zueinander angeordnet
sind und insbesondere zum Umfang hin abnehmen, ergeben sich,
bezogen auf eine Umdrehung bei geringer Drehgeschwindigkeit,
verhältnismäßig lange "Ruhephasen" für die Trübeflüssigkeit,
so daß sich unter dem Einfluß der zusätzlich in axialer
Richtung verlaufenden und durch den Filtratabzug über die
Kammerstirnwände 2 und 3 bewirkte Strömung eine Ablagerung
der durch das Flockungsmittel agglomerierten Feststoffe auf
dem Filtertuch. Der Rotor kann bei dieser Ausführung in nur
einer Drehrichtung, aber auch abwechselnd in der einen oder
anderen Drehrichtung mit dazwischenliegenden Stillständen
bewegt werden.
Sobald nun die Durchlässigkeit der Kuchenablagerungen auf
dem Filtertuch durch die Ablagerung von feinsten Feststoff
teilchen so weit vermindert ist, daß zum einen die Feststoff
konzentration in der Kammer so hoch ist, daß ein bestimmter,
vorgegebener Drehwiderstand für den Rotor überschritten wird
und andererseits der Filtratabzug erheblich zurückgegangen
ist, dann wird der Trübezulauf gesperrt und der Rotor still
gesetzt. Durch die Beaufschlagung der als Preßmembran ausge
bildeten Rotorfläche 12′ wird nun der auf den Kammerinnen
wänden 4 und 5 abgelagerte Feststoffkuchen ausgepreßt. Sobald
nun der Feststoffkuchen vollständig ausgepreßt ist, wird
nun der Kammerraum 6 durch Verschieben der Kammerwandung
9 geöffnet. Der Feststoffkuchen kann nun mit entsprechenden
Schabevorrichtungen, aber auch mit Hilfe des Rotors 12 ent
fernt werden, der zu diesem Zweck beispielsweise zusätzlich
axial verschiebbar in der Kammer gelagert ist, so daß durch
Drehung des Rotors über die Stege 17 das Filtertuch abge
schabt werden kann. Für diese Betriebsweise ist es zweck
mäßig, wenn die stegförmigen Vorsprünge in ihrer radialen
Erstreckung so dimensioniert werden, daß sie sich jeweils
bis an den Bereich des Stegs für den nächstfolgenden
Wirkdurchmesser erstrecken, so daß bei einer Umdrehung die
zugehörige Stirnwandfläche vollständig überstrichen wird.
Für den industriellen Einsatz wird zur Erzielung einer ent
sprechenden Durchsatzleistung die Vorrichtung dann mit mehre
ren nebeneinander angeordneten Kammern und mit mehreren auf
einer Welle befestigten Rotoren ausgeführt. Eine derartige
Vorrichtung kann unter entsprechender Abwandlung auch als
sogenannter Konzentrator eingesetzt werden, wobei es dann
je nach dem gewünschten Grad der Eindickung nicht erforder
lich ist, die Kammern zu öffnen. Hier kann es ausreichen,
wenn der Kammerinnenraum nach unten in einen Förderschnecken
raum ausmündet, so daß das eingedickte Material mit Hilfe
einer entsprechenden Förderschnecke axial aus der Vorrichtung
abgezogen werden kann. Hierbei ist es lediglich erforderlich,
durch eine Rückspülung das Filtertuch frei zu spülen. Eine
derartige Filtertuchrückspülung wird vorteilhaft auch für
die Verwendung als Filtervorrichtung vorgenommen.
Die Vorsprünge können aber auch eine andere geometrische
Form aufweisen, die auch von der Größe des Rotordurchmes
sers abhängig ist. Anstelle von oder zusätzlich zu stegför
migen Vorsprüngen, insbesondere den schräggestellten Vor
sprüngen im Umfangs- und im achsnahen Bereich, können die
Vorsprünge eine zapfenartige oder auch winkelförmige Form
aufweisen.
Claims (9)
1. Vorrichtung zur Behandlung von Trübeflüssigkeiten durch
wenigstens teilweisen Entzug des Flüssigkeitsanteils, insbe
sondere Filtervorrichtung, die wenigstens eine zylindrische
Kammer aufweist, deren Trüberaum mit einem Trübezulauf
versehen ist und bei der wenigstens eine Kammerstirnwand
flüssigkeitsdurchlässig ist und mit einem Klarflüssigkeits
abzug in Verbindung steht und die einen antreibbaren,
scheibenförmigen Rotor aufweist, der im Trüberaum angeordnet
ist, und der mit seiner Fläche gegen die flüssigkeitsdurch
lässige Kammerstirnwand bewegbar ist, dadurch
gekennzeichnet,
daß die der flüssigkeitsdurchlässigen Kammerstirnwand (4, 5)
zugekehrte Rotorfläche (12′) mit mehreren Vorsprüngen (17)
versehen ist, die eine geringe Erstreckung in radialer
Richtung aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorsprünge (17), in radialer Richtung gesehen, versetzt
zueinander angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zahl der Vorsprünge (17), ausgehend
vom drehachsnahen Bereich, zum Außenumfang hin abnimmt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (17) stegförmig ausge
bildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die stegförmigen Vorsprünge (17), be
zogen auf eine Radiallinie, unter einem Winkel ausgerichtet
sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die stegförmigen Vorsprünge (17), bezogen
auf die Drehrichtung (18), in radialer Richtung abwechselnd
mit dem jeweils nach außen weisenden Ende voreilend und nach
eilend ausgerichtet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die im Bereich des Außenumfangs angeord
neten stegförmigen Vorsprünge (17), bezogen auf die Dreh
richtung (18) mit ihrem nach außen weisenden Ende voreilend
angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die stegförmigen Vorsprünge (17) im dreh
achsnahen Bereich, bezogen auf die Drehrichtung (18) , mit
ihrem nach außen weisenden Ende nacheilend angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Länge der stegförmigen Vorsprünge
(17) von innen nach außen abnimmt.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE3937930A DE3937930A1 (de) | 1989-11-15 | 1989-11-15 | Vorrichtung zur behandlung von truebefluessigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE3937930A DE3937930A1 (de) | 1989-11-15 | 1989-11-15 | Vorrichtung zur behandlung von truebefluessigkeiten |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3937930A1 true DE3937930A1 (de) | 1991-05-16 |
Family
ID=6393547
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE3937930A Withdrawn DE3937930A1 (de) | 1989-11-15 | 1989-11-15 | Vorrichtung zur behandlung von truebefluessigkeiten |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE3937930A1 (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
WO1998024532A1 (de) * | 1996-12-05 | 1998-06-11 | Helmut Bacher | Filtervorrichtung für verunreinigungen enthaltende flüssigkeiten |
-
1989
- 1989-11-15 DE DE3937930A patent/DE3937930A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
WO1998024532A1 (de) * | 1996-12-05 | 1998-06-11 | Helmut Bacher | Filtervorrichtung für verunreinigungen enthaltende flüssigkeiten |
US6227380B1 (en) * | 1996-12-05 | 2001-05-08 | Helmut Bacher | Device for filtering fluids containing impurities |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE2740350C2 (de) | Drehfilter zum Filtern von faserhaltigem Material | |
AT407839B (de) | Rotierender filter und ein verfahren zur filtration einer fliessenden substanz | |
DE69123601T2 (de) | Spindelpresse | |
DE2054968B2 (de) | Rotationsfilter | |
DE2507202A1 (de) | Dynamisches filter | |
DE2140904C3 (de) | Drucksortierer für Faserstoffsuspensionen | |
DE2849769A1 (de) | Vorrichtung zur reinigung von papierbrei | |
DE2923646A1 (de) | Schneckenpresse | |
DE69522587T2 (de) | Verfahren zur behandlung eines papierzellstoffes und vorrichtung dafür | |
DE3046969A1 (de) | Vorrichtung zur behandlung von sich bewegenden suspensionen | |
DE60113896T2 (de) | Gerät zur Mikrofiltration von in einem Flüssigkeitsstrom suspendierten Feststoffpartikeln | |
EP0951930A1 (de) | Verfahren und Anlage zum Abtrennen von Feststoffanteilen aus einer Trübe | |
WO2001005718A1 (de) | Vorrichtung zum entwässern von schlamm | |
DE3888409T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Eindicken einer Faseraufschwemmung. | |
DE3409107C2 (de) | ||
EP0178389A2 (de) | Kammerfilterpresse | |
DE2506173A1 (de) | Filterpresse, insbesondere zur entwaesserung von schlamm in abwasserklaeranlagen, vorzugsweise siebbandpresse | |
DE3941505C1 (de) | ||
DE3937930A1 (de) | Vorrichtung zur behandlung von truebefluessigkeiten | |
DE3617054C2 (de) | Eindicker | |
DE2246155A1 (de) | Zentrifuge mit kontinuierlicher entleerung zum filtrieren von materialien beliebiger art, insbesondere von faserstoffen | |
DE2345131A1 (de) | Klaerzentrifuge | |
DE2914488C2 (de) | ||
CH433192A (de) | Einrichtung zur Abscheidung und Fraktionierung von in einer Flüssigkeit gelöstem oder suspendiertem Material | |
DE69311788T2 (de) | Filtrationsvorrichtung mit selbstreinigendem Filter |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |