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DE393409C - Verfahren zum Eindampfen und Trocknen - Google Patents

Verfahren zum Eindampfen und Trocknen

Info

Publication number
DE393409C
DE393409C DEM76029D DEM0076029D DE393409C DE 393409 C DE393409 C DE 393409C DE M76029 D DEM76029 D DE M76029D DE M0076029 D DEM0076029 D DE M0076029D DE 393409 C DE393409 C DE 393409C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
gases
evaporation
evaporated
tension
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM76029D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEM76029D priority Critical patent/DE393409C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE393409C publication Critical patent/DE393409C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren zum Eindampfen und Trocknen.
  • Es ist bekannt, die in Verdampfern oder Trockeneinrichtungen entstehenden Brüdendämpfe entweder in einer Kraftmaschine weiter Arbeit leisten zu lassen oder zu komprimieren und dem Heizraum wieder zuzuführen. In beiden Fällen ist es nachteilig, wenn den Dämpfen Gase beigemischt sind.
  • Im ersten Falle verderben die Gase das Vakuum des Kondensators bzw. erhöhen die Luftpumpenarbeit erheblich, im zweiten erhöhen sie die Kompress9rarbeit, ohne daß eine entsprechende Vermehrung der Heizwirkung erzielt wird.
  • Um diese Nachteile zu beheben, hat man vorgeschlagen, den Brüdendampf zu benutzen, um anderen gasfreien Dampf zu erzeugen, indem er selbst kondensiert wird. Hierfür wird ein Wärme- bzw. Spannungsgefälle ver-;braucht, das für die Arbeitsleistung des Dampfes verlorengeht oder im Brüdenkompressor als zusätzliches Gefälle mit überwunden werden muß, ganz abgesehen von der Wärme, die mit dem warmen Kondensat verlorengeht.
  • Es ist bekannt, Flüssigkeiten, die verdampft werden sollen, zuvor so hoch zu U erhitzen, daß sie die absorbierten Gase unter atmosphärischer Spannung abgeben. Es ist dies bekannte Verfahren aber nicht benutzt, um im Verdampfer gasfreien Brüdendampf für die weitere Verwendung in Maschinen zu erzeugen. Außerdem haften diesem Verfahren noch folgende Nachteile an: 1. Der Wärmeaufwand ist groß, weil die Flüssigkeit verhältnismäßig hoch erwärmt werden muß, um unter atmosphärischer Spannung die absorbierten Gase abzugeben.
  • 2. Die beigemischten Gase, die oft besonders bei Trockengut in großen Mengen vorhanden sind, werden unter atmosphärischer Spannung nur zum kleinen Teil ausgetrieben.
  • 3. Die verhältnismäßig hohe Erhitzung, die für die Entgasung unter atmosphärischem Druck nötig ist, schädigt die Beschaffenheit manchen Trockenguts und mancher Lösungen.
  • Nach der Erfindung werden diese Nachteile dadurch behoben, daß die einzudampfende Flüssigkeit oder das zu trocknende Gut fein verteilt einer Spannung, niedriger als die atmosphärische, ausgesetzt werden, die so gering ist, daß die Dampfspannung der Flüssigkeit ganz oder nahezu erreicht wird. Dadurch werden die absorbierten Gase ausgetrieben, und außerdem dehnen sich die beigemischten Gase, dem Gasteildruck entsprechend, gewaltig aus, so daß auch sie mit großer Vollkommenheit abgepumpt werden können. Wegen der niedrigen Spannung, unter der die Entgasung stattfindet, wird im allgemeinen keine oder nur eine geringe Erwärmung des Trockenguts oder der Lösung, die entgast werden sollen, nötig sein, denn die Temperaturen, die für die Entgasung erforderlich sind, nehmen mit der Spannung ab. Daraus ergibt sich auch, daß man bei diesem Verfahren der Erfindung, wenn man nur die Spannung, unter der entgast wird, niedrig genug wählt, was in jedem Falle durch ausreichende Luftpumpen möglich ist, zu hohe Temperaturen, die das Trockengut oder die Lösung schädigen könnten, stets vermeiden kann.
  • Dämpfe, die mit der abzusaugenden Luft vermischt sind, kann man in an sich bekannter Weise zunächst in einem Kondensator niederschlagen, ehe man die Gase der Luftpumpe zuführt.
  • Die Zeichnung stellt die Erfindung schematisch dar.
  • Die zu verdampfende Flüssigkeit tritt bei a in den Raum b ein, in welchem sie fein verteilt über den Rieselturm c niederrieselt, um hierbei entgast zu werden. Um die erforderliche niedrige Spannung in dem Gefäß b aufrechtzuerhalten, ist es mit einer Luftpumpe, beispilsweise mit der Wasserstrahlluftpumpe d, die unter Umständen auch noch anderen Zwecken, z. B. der Entlüftung des Kondensators e, dienen kann, verbunden.
  • Die auf die Weise von Gasen befreite Flüssigkeit sammelt sich im unteren Teil des Behälters und wird von hier durch die Pumpe f dem Verdampfer g zugeführt, wobei ein Schwimmerventil h für gleichmäßigen Flüssigkeitsstand im Verdampfer sorgen kann.
  • Der Heizkörper i des Verdampfers kann beispielsweise durch Dampf beheizt werden, der in der Turbine k schon teilweise entspannt ist.
  • Der durch die Heizwirkung erzeugte Brüdendampf wird durch die Leitung m einer niedereren Stufe der Turbine wieder zugeführt, um in ihr weiter Arbeit zu leisten, und um dann zusammen mit dem übrigen Dampf der Turbine im Kondensator e niedergeschlagen zu werden. In solchen Fällen, in denen sich aus der einzudampfenden Flüssigkeit noch infolge chemischer Umsetzungen weitere Gase während des Eindampfens bilden oder saure Dämpfe entstehen, kann noch in an sich bekannter Weise eine Umdestillation in dem Wärmeaustauschapparat ti vor dem Eintritt des Dampfes in die Turbine erfolgen.
  • Auf diese Weise ist es möglich, von der Turbine Gase, welche das Schaufelmaterial angreifen, und vom Kondensator Gase, welche das Vakuum verschlechtern, fernzuhalten.
  • Wenn das letztere erreicht werden soll, dürfen die aus dem Gefäß b abgesaugten Gase natürlich nicht in den Saugraum der Luftpumpe des Kondensators geführt werden, sondern es muß eine besondere Luftpumpe oder der untere Teil des Diffusors der Wasserstrahlluftpumpe dafür verwandt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zum Eindampfen von Lösungen und sonstigen Flüssigkeiten einschließlich der bei Trockengütern zu verdampfenden, deren Dämpfe wieder verwandt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die einzudampfende Flüssigkeit bzw. das Trockengut vor Einführung in den Verdampfungsraum fein verteilt unter eine Spanriung niedriger als die atrnosphärische gebracht wird, die der Dampfspannung der einzudampfenden bzw. der aus dem Trockengut abzutreibenden Flüssigkeit nahekommt oder am besten sie unterschreitet.
DEM76029D 1921-12-13 1921-12-13 Verfahren zum Eindampfen und Trocknen Expired DE393409C (de)

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DE393409C true DE393409C (de) 1924-04-07

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ID=7316754

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