DE392737C - Verfahren zur Herstellung von Firmenschildern, Ziergegenstaenden o. dgl. aus Metall mit glasiger Emaille - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Firmenschildern, Ziergegenstaenden o. dgl. aus Metall mit glasiger EmailleInfo
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- DE392737C DE392737C DES62492D DES0062492D DE392737C DE 392737 C DE392737 C DE 392737C DE S62492 D DES62492 D DE S62492D DE S0062492 D DES0062492 D DE S0062492D DE 392737 C DE392737 C DE 392737C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23D—ENAMELLING OF, OR APPLYING A VITREOUS LAYER TO, METALS
- C23D5/00—Coating with enamels or vitreous layers
- C23D5/06—Coating with enamels or vitreous layers producing designs or letters
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Firmenschildern, Ziergegenständen o. dgl. aus Metall mit glasiger Emaille. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Firmenschildern, Ziergegenständen o. dgl. aus Metall mit glasiger Emaille mittels Aufbringung der Farbmischung durch eine Schablone und anschließende Erhitzung des Werkstückes beispielsweise in einem Muffelofen.
- Bei dem üblichen Verfahren dieser Art werden zum Auftragen des Emaillemusters auf die emaillierte Unterlage gewöhnliche aus Metall ausgeschnittene Schablonen verwendet, deren Mittelstück mit der Umfassung durch Stege verbunden ist. Nach Abnahme solcher Schablonen ist ein weiterer Arbeitsgang nötig, um die Lücken auszufüllen, die durch die erwähnten Stege-vorher verursacht worden sind.
- Der Erfinder hat festgestellt, daß bei Verwendung einer Maschenschablone mit durchlässigen und undurchlässigen Teilen entsprechend den gewünschten Buchstaben oder Mustern keine Nacharbeit erforderlich ist. Hierfür muß aber die Emaillepaste, die durch Hindurchquetschen durch .die Maschen der die durchlässigen Schablonenteile bildenden Seide o. dgl. aufgebracht wird, eine bestimmte Konsistenz haben. Einerseits muß die Paste durch die Maschen gehen und beim Abheben der Schablone nicht verlaufen oder zackige Kanten erge - en, anderseits darf sie nicht zu sehr an der Schablone anhaften. Nach dem Auftragen des Musters wird der Gegenstand bis zur Schmelzung der glasigen Masse erhitzt.
- Bei Herstellung der Farbe oder Mischung wird fein gemahlenes quarzartiges Emaille oder Emaillesatz als Körper oder Basis benutzt, die nach Erfordern durch gepulverte handelsübliche Emaillieroxyde gefärbt sind und zu genügender Konsistenz verarbeitet werden, um durch die Maschen der Schablone hindurchzugehen.
- Die Feinheit des Pulvers sollte groß genug sein, daß die Mischung durch die Maschen der Schablone durchgehen kann. Die Stoffe sollten daher befähigt sein, in trockenem, ungemischtem Zustande durch ein etwas feineres Sieb durchzugehen. Ein Pulver, dessen Feinheit etwa 30 Maschen j e Kubikzentimeter entspricht, hat sich gut bewährt. Die dafür benutzte Schablone hat etwa 2o bis 22 Maschen je Kubikzentimeter. Der Feinheitsgrad des Pulvers hängt in gewissem Maße von den Einzelheiten des Musters ab.
- Bei Aufbereitung der gepulverten quarzartigen Emaille oder des Emaillesatzes nebst Oxyden zu Breiform ist eine Flüssigkeit zu benutzen, die kein zu rasches Trocknen erlaubt, aber gegebenenfalls völlig getrocknet werden kann, ohne die Oberfläche durch Blasen o. dgl. zu entstellen, wenn der Gegenstand der Emaillierhitze ausgesetzt wird. Eine ölige Flüssigkeit sollte benutzt werden. Beispiels-«-eise hat sich eine Mischung von i Volumenteil Terpentin, i Volumenteil Bienenwachs und 8 Volumenteilen Paraffinöl sehr gut bewährt. Diese ölige Mischung wird mit etwa dem Dreifachen ihres Gewichtes der Mischung aus quarzartiger Emaille oder Emaillesatz und Oxyd gemischt und dann gemahlen, worauf eine kleine Menge eines Firnis, wie Steinfirnis, die beispielsweise i bis 2 Prozent der erwähnten öligen Mischung ausmacht, gut zugemischt wird. Die Menge des gefärbten Oxyds relativ zu der der Emaille oder des Emaillesatzes hängt von den Eigenschaften des Oxydes ab und liegt allgemein zwischen 4. bis 2o Prozent. Die Breimischung wird wirksam und einfach aufgebracht, indem man sie durch die Nlaschen der Schablone durch einen Quetscher durchdrückt. Nach diesem Schablonieren der mit glasigem Emaille bedeckten Metallbleche o. dgl. werden sie genügend erhitzt, um den öligen Stoff zu trocknen, worauf sie in einem Muffelofen oder in sonstiger Art hoch genug erhitzt werden, um eine Verschmelzung des glasigen Emaillegrundes mit der aufschablonierten glasigen Mischung zu bewirken. Etwa 6oo° bis iooo° C genügen je nach Art der Mischung. Dadurch «erden sehr gute Glasemaillemetallschilder u. dgl. erzielt.
- Die Herstellung solcher Gegenstände, die aus Metallblechen mit einer Oberfläche aus glasiger Emaille und mittels glasiger Emailleischung n aufgedruckter Inschrift oder m t e Muster bestehen, welche in die Emaillefläche eingeschmolzen sind, gemäß der Erfindung bedeutet einen wesentlichen Fortschritt und gestattet eine billige und gute Massenherstellung einfacher und verwickelter Muster. Ein ausgesprochener Vorteil ergibt sich bei vielfarbigen Mustern, weil jede Farbe nach Aufbringung rasch getrocknet werden kann und der Gegenstand dann sofort zur Aufbring#ng der nächsten Farbe fertig ist. Die Schmelzung der Farben geschieht, wenn sie nicht überlappen, in einem einzigen schließlichen Schmelzvorgange. Die Schablonen halten beträchtliche Zeit aus, bevor sie durch Abnutzung schadhaft werden, und für das Schablonieren ist weder besondere technische Schulung noch auch Ausrüstung wie für lithographische Arbeit erforderlich.
- Die neuen Erzeugnisse sind ebenso dauerhaft wie .gewöhnliche Emaillewaren und widerstehen lange rauher Behandlung und Witterungswechseln, ohne zu leiden.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Firmenschildern, Ziergegenständen o. dgl. aus Metall mit glasiger Emaille mittels Aufbringung der Farbmischung durch eine Schablone und anschließende Erhitzung des Werkstückes beispielsweise in einem Muffelofen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schablone aus maschigem Stoff mit durchlässigen und undurchlässigen Teilen entsprechend den zu erzeugenden Buchstaren oder Mustern verwendet wird und daß die Farbmischung fein gepulverten glasigen Emaillesatz aufweist und zu einer Paste verarbeitet wird, die befähigt ist, durch die Maschen der Schablone durchzugehen und eine klare Abgrenzung auf dem -vorher emaillierten Hintergrund zu ergeben, mit dem sie dann durch Schmelzung vereinigt wird, so daß eine große Zahl solcher emaillierter Werkstücke rasch hintereinander in nach allen Hinsichten vollendeter Ausführung herstellbar .ist, d. h. ohne Zwang zur Nacharbeit zwecks Nachfüllens von Lücken, die bei Verwendung gewöhnlicher Schablonen durch deren Stege entstehen.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
GB392737X | 1922-03-28 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE392737C true DE392737C (de) | 1924-03-24 |
Family
ID=10408645
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DES62492D Expired DE392737C (de) | 1922-03-28 | 1923-03-29 | Verfahren zur Herstellung von Firmenschildern, Ziergegenstaenden o. dgl. aus Metall mit glasiger Emaille |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE392737C (de) |
-
1923
- 1923-03-29 DE DES62492D patent/DE392737C/de not_active Expired
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