DE3926112A1 - Verfahren zur wiederaufbereitung der schwefelsaeure aus der phosphor-reinigung - Google Patents
Verfahren zur wiederaufbereitung der schwefelsaeure aus der phosphor-reinigungInfo
- Publication number
- DE3926112A1 DE3926112A1 DE3926112A DE3926112A DE3926112A1 DE 3926112 A1 DE3926112 A1 DE 3926112A1 DE 3926112 A DE3926112 A DE 3926112A DE 3926112 A DE3926112 A DE 3926112A DE 3926112 A1 DE3926112 A1 DE 3926112A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sulfuric acid
- hydrogen peroxide
- contaminated
- reprocessing
- indicates
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
- C01B17/90—Separation; Purification
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Catalysts (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Wiederaufbereitung der Schwefelsäure, die bei der Reinigung
von gelbem Phosphor anfällt.
Der in verhältnismäßig großer Reinheit großtechnisch auf
elektrothermischem Wege hergestellte gelbe Phosphor ent
spricht nicht der Reinheitsforderung für spezielle Anwen
dungsformen, z.B. Herstellung von Halbleitern, Phosphoren
und Getter-Material.
In der US-A-37 80 164 ist ein Verfahren zur Reinigung von
gelbem Phosphor mittels Schwefelsäure beschrieben. Die bei
diesem Reinigungsverfahren anfallende schwarz gefärbte,
verdünnte, SO2-haltige Schwefelsäure enthält noch
Restmengen an elementarem Phosphor, Phosphorsäure und
phosphorige Säure. Wegen dieser Verunreinigungen stellt
diese Schwefelsäure den Fachmann bei der Wiederverwendung
oder der Entsorgung vor große Probleme.
Es war daher die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zur
Wiederaufbereitung der Schwefelsäure, die bei der Reinigung
von vorzugsweise elektrothermisch hergestelltem gelbem
Phosphor anfällt, anzugeben.
Im einzelnen ist das Verfahren der Erfindung nunmehr da
durch gekennzeichnet, daß man die verunreinigte Schwefel
säure mit Wasserstoffperoxid vermischt und diese Mischung
in Gegenwart eines Katalysators in einer Vorlage aus 110
bis 210°C heißer konzentrierter Schwefelsäure zur Reaktion
bringt.
Das Verfahren der Erfindung kann weiterhin bevorzugt und
wahlweise dadurch gekennzeichnet sein, daß man
- a) als Katalysator FeSO4, MnSO4 oder NiSO4 benutzt;
- b) die verunreinigte Schwefelsäure mit 100 bis 400 g Wasserstoffperoxid als 20 bis 35%ige wäßrige Lösung pro kg Schwefelsäure vermischt;
- c) die Schwefelsäurevorlage auf einer Schwefelsäurekonzen tration von mehr als 60 Gew.-%, insbesondere von 75 bis 85 Gew.-% hält;
- d) die Schwefelsäurevorlage auf einer Temperatur von 160 bis 190°C hält;
- e) in einer nachgeschalteten Entfärbungsreaktion die wiederaufbereitete Schwefelsäure bei einer Temperatur von 100 bis 160°C mit 2 bis 20 g Wasserstoffperoxid als 20 bis 35 gew.-%ige wäßrige Lösung pro kg wiederaufberei tete Schwefelsäure vermischt.
Die wiederaufbereitete Schwefelsäure kann zum Aufschluß von
Phosphaterzen zur Herstellung von Naßphosphorsäure oder von
Phosphatdüngern genutzt werden.
Die bei der Reinigung von elektrothermisch hergestelltem
gelbem Phosphor anfallende Schwefelsäure ist eine etwa 50
bis 70 gew.-%ige Schwefelsäure. Da für die erfindungsgemäße
Wiederaufbereitung der Schwefelsäure Schwefelsäurekon
zentrationen von mehr als 60 Gew.-% erforderlich sind, muß
konzentriertere Schwefelsäure vorgelegt werden, wenn die
verunreinigte Schwefelsäure von geringer Konzentration ist.
Hinzu kommt, daß mit dem Wasserstoffperoxid zusätzliches
Wasser ins Verfahren eingebracht wird.
Die Menge an zugesetztem Katalysator ist nicht kritisch. Es
hat sich gezeigt, daß 20 bis 200 mg Katalysator pro kg wie
deraufbereitete Schwefelsäure völlig ausreichend sind.
Größere Katalysatormengen sind als Verunreinigungen dann
unerwünscht, wenn die wiederaufbereitete Schwefelsäure zur
Naßphosphorsäure-Herstellung eingesetzt wird.
In einem emaillierten Doppelmantelreaktor mit Rührer werden
50 kg 96%ige reine Schwefelsäure und 1,5 g FeSO4 vorgelegt
und auf 130°C aufgeheizt. Dann wird die Wärmezufuhr ge
stoppt und innerhalb von 1 Stunde eine Mischung aus 25 kg
68 gew.-%iger verunreinigter Schwefelsäure und 7,5 kg
35 gew.-%igem Wasserstoffperoxid unter Rühren zudosiert. Ohne
weitere Wärmezufuhr wurde die Reaktion bei einer Temperatur
von 180°C durchgeführt. Der Tabelle ist der Reinigungsgrad
zu entnehmen. Die wiederaufbereitete Schwefelsäure wies
eine Gelbfärbung auf. Die Säure war geruchsneutral.
1,5 kg der nach Beispiel 1 wiederaufbereiteten Schwefelsäu
re wurden bei 160°C 7,5 g 35 gew.-%iges Wasserstoffperoxid
zudosiert.
Nach der Abkühlung wies die Schwefelsäure nur noch eine
leichte Gelbtönung auf.
In einem emaillierten Doppelmantelreaktor mit Rührer wurde
eine Mischung aus 25 kg 68 gew.-%iger verunreinigter Schwe
felsäure, 7,5 kg 35 gew.-%igem Wasserstoffperoxid und 1,0 g
FeSO4 unter Rühren innerhalb von 1/2 Stunde auf 180°C auf
geheizt und eine weitere Stunde auf dieser Temperatur ge
halten.
Die so behandelte Schwefelsäure war schwarz gefärbt und
roch brenzlig.
Das Vergleichsbeispiel 3 wurde wiederholt mit der Änderung,
daß als verunreinigte Schwefelsäure eine Mischung aus 8 kg
68 gew.-%iger verunreinigter Schwefelsäure und 17 kg 96 gew.-
%iger Schwefelsäure wiederaufbereitet wurde.
Die dunkel gefärbte Schwefelsäuremischung färbte sich wäh
rend der Reaktion schwarz und roch brenzlig.
Claims (6)
1. Verfahren zur Wiederaufbereitung der Schwefelsäure, die
bei der Reinigung von gelbem Phosphor anfällt, dadurch
gekennzeichnet, daß man die verunreinigte Schwefelsäure
mit Wasserstoffperoxid vermischt und diese Mischung in
Gegenwart eines Katalysators in einer Vorlage aus 110
bis 210°C heißer konzentrierter Schwefelsäure zur Reak
tion bringt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man als Katalysator FeSO4, MnSO4 oder NiSO4 benutzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die verunreinigte Schwefelsäure mit 100 bis
400 g Wasserstoffperoxid als 20 bis 35 gew.-%ige wäßrige
Lösung pro kg Schwefelsäure vermischt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß man die Schwefelsäurevorlage auf einer
Schwefelsäurekonzentration von mehr als 60 Gew.-%, ins
besondere von 75 bis 85 Gew.-% hält.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß man die Schwefelsäurevorlage auf einer
Temperatur von 160 bis 190°C hält.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß man in einer nachgeschalteten Ent
färbungsreaktion die wiederaufbereitete Schwefelsäure
bei einer Temperatur von 100 bis 160°C mit 2 bis 20 g
Wasserstoffperoxid als 20 bis 35 gew.-%ige wäßrige Lösung
pro kg wiederaufbereitete Schwefelsäure vermischt.
Priority Applications (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE3926112A DE3926112A1 (de) | 1989-08-08 | 1989-08-08 | Verfahren zur wiederaufbereitung der schwefelsaeure aus der phosphor-reinigung |
US07/557,928 US5122359A (en) | 1989-08-08 | 1990-07-25 | Process for reprocessing sulfuric acid from phosphorous purification |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE3926112A DE3926112A1 (de) | 1989-08-08 | 1989-08-08 | Verfahren zur wiederaufbereitung der schwefelsaeure aus der phosphor-reinigung |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3926112A1 true DE3926112A1 (de) | 1991-02-14 |
Family
ID=6386682
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE3926112A Withdrawn DE3926112A1 (de) | 1989-08-08 | 1989-08-08 | Verfahren zur wiederaufbereitung der schwefelsaeure aus der phosphor-reinigung |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US5122359A (de) |
DE (1) | DE3926112A1 (de) |
Families Citing this family (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
CN104627971B (zh) * | 2015-02-12 | 2017-07-11 | 天津大学 | 工业黄磷净化脱砷装置及处理方法 |
Family Cites Families (9)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
NL45663C (de) * | 1936-01-14 | 1900-01-01 | ||
US2255421A (en) * | 1936-07-25 | 1941-09-09 | Shell Dev | Process for purification of carboxylic acids |
DE2035432C3 (de) * | 1970-07-17 | 1980-03-20 | Hoechst Ag, 6000 Frankfurt | Verfahren zur Reinigung von gelbem Phosphor |
JPS4935296A (de) * | 1972-08-04 | 1974-04-01 | ||
SU601222A1 (ru) * | 1975-06-03 | 1978-04-05 | Elbert Emil | Способ очистки отработанной серной кислоты от органических примесей |
DE2942545A1 (de) * | 1979-10-20 | 1981-06-04 | Riedel-De Haen Ag, 3016 Seelze | Verfahren zur herstellung einer gereinigten oxidationsbestaendigen anorganischen saeure und danach erhaltene saeure |
SU919989A1 (ru) * | 1980-08-15 | 1982-04-15 | Казахский Научно-Исследовательский И Проектный Институт Фосфорной Промышленности | Способ очистки желтого фосфора |
JPS5832003A (ja) * | 1981-08-13 | 1983-02-24 | Mitsubishi Metal Corp | 着色濃硫酸の脱色方法 |
SE464299B (sv) * | 1988-11-16 | 1991-04-08 | Boliden Contech Ab | Foerfarande foer avfaergning av svavelsyra framstaelld enligt kontaktmetoden |
-
1989
- 1989-08-08 DE DE3926112A patent/DE3926112A1/de not_active Withdrawn
-
1990
- 1990-07-25 US US07/557,928 patent/US5122359A/en not_active Expired - Fee Related
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
US5122359A (en) | 1992-06-16 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
EP0424695B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Tetrabrom-4,4'-alkyliden-diphenolen | |
DE2307925A1 (de) | Herstellung von fluoriden aus kieselfluorwasserstoffsaeure | |
DE4336600C1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung wäßriger Alkali-Alkylsiliconatlösungen | |
DE2512614C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von 4-Hydroxy-3,5-dibrombenzaldehyd | |
DD219023A3 (de) | Verfahren zur herstellung von natriumtaurinat | |
DE2704075B2 (de) | Verfahren zur Entfernung von organischen Verunreinigungen aus Phosphorsäure | |
DE2307897B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von synthetischem Flußspat | |
EP0127782B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Peroxycarbonsäuren | |
DE3926112A1 (de) | Verfahren zur wiederaufbereitung der schwefelsaeure aus der phosphor-reinigung | |
EP0509274B1 (de) | Verfahren zur Reinigung von Indigo | |
EP0398095B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäure-tris(2-chlor(iso)-propyl)estern | |
DE3327268C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von N-Formyl-L-asparaginsäureanhydrid | |
DE68908274T2 (de) | Verfahren zur Reinigung von Salzsäure. | |
DE3320496C2 (de) | ||
DE2625249A1 (de) | Verfahren zur behandlung von calciumchlorid enthaltender fluessigkeit | |
DE2522220B2 (de) | Verfahren zur Beseitigung der organischen Verunreinigungen in wässrigen Phosphorsäurelösungen | |
DE2855860C2 (de) | Verfahren zur Reinigung Wasser enthaltender organischer Peroxide | |
CH681722A5 (de) | ||
AT242124B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Naphthochinon-(1,4) | |
DE4130676A1 (de) | Aufarbeitung von rueckstaenden der barium- oder strontiumsulfid-laugerei | |
DE2810050A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von kalium aus abfaellen von manganat-gewinnungsanlagen | |
DD140737A1 (de) | Verfahren zur herstellung von reinem aluminiumoxid | |
DE2745782A1 (de) | Verfahren zur herstellung von nitroguanidin | |
DE3206355C2 (de) | ||
DE68913040T2 (de) | Herstellungsverfahren von essigsäure arylestern. |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
8130 | Withdrawal |