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DE391558C - Verfahren zum Ziehen von Glastafeln aus der geschmolzenen Masse - Google Patents

Verfahren zum Ziehen von Glastafeln aus der geschmolzenen Masse

Info

Publication number
DE391558C
DE391558C DEL53763D DEL0053763D DE391558C DE 391558 C DE391558 C DE 391558C DE L53763 D DEL53763 D DE L53763D DE L0053763 D DEL0053763 D DE L0053763D DE 391558 C DE391558 C DE 391558C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rollers
glass sheets
molten mass
roller
drawing glass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL53763D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pilkington North America Inc
Original Assignee
Libbey Owens Sheet Glass Co
Publication date
Priority to DEL53763D priority Critical patent/DE391558C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE391558C publication Critical patent/DE391558C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B15/00Drawing glass upwardly from the melt
    • C03B15/18Means for laying-down and conveying combined with the drawing of glass sheets, tubes or rods

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ziehen von Glastafeln aus der geschmolzenen Masse. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zum Ausheben einer endlosen Glastafel aus einem Bade geschmolzenen Glases.
  • Bei den bekannten Coiburn-Maschinen wird eine Glastafel in senkrechter Richtung aus einem Bade geschmolzenen Glases gehoben und alsdann seitlich über eine gekühlte Biegewalze ,gebogen, um in wagerechter Richtung durch eine Ziehvorrichtung (Fördertisch) in einen Kühlofen geführt zu werden. An jeder Kante der Tafel neben der Aushebestelle ist ein Paar gekühlter und mit der Tafelkante in Eingriff tretender Rollen oder Walzen angeordnet. Diese Kantenwalzen werden mit einer Umfangsgeschwindigkeit angetrieben, die geringer ist als die lineare Gesch-,vindigkeit, mit der die Tafel gezogen wird, so daß ein abwärts gerichteter Zug auf die Kanten der Tafel ausgeübt wird und letztere zwischen der Aushebestelle und der Biegewalze gestreckt wird. Diese Zugwirkung zusammen mit der kühlenden Wirkung der durch Wasser gekühlten Walzen dient dazu, dem natürlichen Bestreben der Tafel, sich bei ihrer Aufwärtsbewegung zu verengen und Unebenheiten zu bilden, entgegenzuwirken. Bei der bekannten Einrichtung werden diese Rollen oder Walzen zwangläufig angetrieben. Nach der vorliegenden Erfindung läßt man die Walzen aber leer laufen . und durch die Tafel selbst antreiben, wenn letztere gezogen wird. Die Reibung der Walzen mit den zusammenarbeitenden Teilen stellt den erforderlichen Zug auf die Tafel her, und diese Reibung kann durch eine einstellbare Reibungsbremse auf einer oder beiden Walzenwellen unterstützt und geregelt werden.
  • Auf der Zeichnung sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar ist Abb. i eine Hinteransicht einer Glastafel, die in senkrechter Richtung gezogen wird, mit den verbesserten Kantenwalzen; Abb.2 ist eine Draufsicht auf das eine Kantenwal zenpaar Abb.3 ist eine Schnittansicht nach der Linie 3-3 der A.bb. 2: Abb. 4 veranschaulicht eine - der Kantenwalzen und ihre Welle, teilweise im Schnitt, und Abb. 5 veranschaulicht eine - abgeänderte Form der Walze: Abb.6 stellt im Schnitt die Vorrichtung dar, bei der die Tafel in wagerechter Richtung gezogen wird.
  • Nach den Abb. i bis .I wird die Glastafel i aus der geschmolzenen Glasmasse 2 im Behälter 3 ausgehoben und dann über eine Biegewalze .4 in wagerechter Lage umgebogen. Ein Paar von Rollen oder Walzen 5 treten mit jeder Kante der Tafel, nahe deren Ent-. steliungsstelle, in Eingriff. und zwischen diesen Walzen wird die Tafelkante durchgezogen. .Die Lagerung und Kühlung dieser Walzen ist im wesentlichen bekannt mit der Ausnahme, daß der Antrieb für die Walzen in Fortfall kommt und an dessen Stelle eine einstellbare Reibungsbremse verwendet wird. Jede Walze 5 sitzt am Ende einer verhältnismäßig langen und hohlen Welle 6 bzw. 6', die sich über den Seitenteil des Behälters und die Heizkammer 7 erstreckt. Die Walze 5 ist ebenfalls hohl, und innerhalb der Walze und der Welle 6 liegt ein kleineres Rohr 8, durch das kaltes Wasser oder ein anderes Kühlmittel in die Walze 5 gedrückt wird, von der das Kühlmittel durch die Welle 6 ausfließt, wie dies durch die Pfeile in Abb. 4 angedeutet ist.
  • Bei 9 ist ein aus einer wagerechten Winkelschiene bestehender Träger angedeutet, an welchem ein Tragklotz 1 o (Abb. 3) in der gewünschten Lage in der Län gsrichtung der Schiene durch Bolzen i i festgekleinint ist. Der Klotz io besitzt an der Innenseite der Schulter 13 auf der einen Seite eine unterschnittene tut 12 und auf der anderen Seite einen aufwärts und schräg gerichteten Flansch 14. Der zur Lagerung der Wellen 6 dienernde Bock 15 wird einstellbar vom Klotz io getragen, und die eine Seite 16 des Bockes 15 greift in die Tut r2 ein, während er auf der anderen Seite durch Schraubenbolzen 17, die durch den Flansch 14 hindurchgeschraubt ' sind, eingespannt wird. Werden die Schraubenbolzen 17 gelockert, so kann der Bock zusammen mit der ;ganzen Vorrichtung quer zum Glasbehälter einbestellt werden, so daß der richtige Eingriff mit der Glastafelkante erzeugt wird, worauf durch _ Festziehen der Schraubenbolzen die ganze Vorrichtung in ,ihrer Lage verriegelt wird. 'Die eine Welle 6 eines jeden Wellenpaares ist in einem feststehenden Lager 18 gelagert. Die andere Welle 6' des Paares ruht in einem. Lager i9, welches mit einem Lagerzapfen 2o in dem Bock 15 gelagert ist. Dieser Lagerzapfen 2o gestattet, daß die Welle 6' seitlich mit Bezug auf die zugehörige Welle 6 ausgeschwungen werden kann, so ;daß die Walzen 5 außer Eingriff mit der Glastafel gebracht werden können. Eine Feder 21 ist zwischen einem abwärts ragenden Finger 22 des Lagers i9 und einer Einstellschraube 23 angeordnet, welche in dem Bock 15 belagert ist. Da der Finger 22 und die Feder auf der vom Herde abgewendeten äußeren Seite des Lagerzapfens 2o sich befindet, so wirkt die Feder gewöhnlich dahin, die beiden Walzen 5 gegeneinanderzudrücken und sie nachgiebig an der Glastafelkante zu halten. Eine Anschlagschraube 24, die in dem Bock 15 gelagert ist und gegen die äußere Seite .des Fingers 22 einstellbar ist, begrenzt den Abstand der beiden Walzen 5 voneinander. .
  • Ein Paar in Eingriff .stehender Räder, die von den Wellen 6, 6' getragen werden, bewirken, daß die Wellen sich zusammen drehen. Auf der Welle 6 ist zwischen dem Zahnrad 25 und dem Lager 18 eine Brem.stroinmel 26 mit einem Bremsband 27 angeordnet (Abb. 3). Die Enden dieses Bremsbandes werden von einer ,Stange 28 -getragen, - welche in einem Arm 29 des Lagers 18 befestigt .ist. Das eine Ende des Bandes 27 wird nachgiebig gegen das andere Ende hin durch eine Feder 3o gedrückt, die zwischen dem Bandende .und einem Einstellrad 31 vorgesehen ist. Durch Einstellung der Spannung der Feder 3o mittels des Rades 31 kann' der Zug des Bremsbandes auf die Trommel 26 verändert werden. Stellt sich die an den umlaufenden Wellen und Zahnrädern auftretende Reibung als ausreichend heraus, um einen genügenden Zug auf die Glastafel auszuüben, so wird die Bremse nicht :gebraucht.
  • An den Wellen oder Rohren 8 und 6 sind Verbindungen 32, 33 für den .Eintritt und Auslaß der Kühlflüssigkeit vorgesehen. Ein Handgriff 34 mit entfernbarem Rohransatz 35 ist an dem schwingbaren Lager i9 der Welle 6' befestigt, um die Walze von der Glastafel i entgegen dem Widerstande der-Feder 21 ' fortnehmen zu können.
  • Eine besonders zweckmäßige Form der Walze 5 ist in ,den Abb. 1, 2 und 4 veranschaulicht. Die Walze besitzt hier eine Reihe ringsherumgehender Nuten und Rippen 36, 37 (Abb. 4), die die Tafel fassen und deren Bestreben, sich zu verengen, entgegenwirken. In Abb. 5 sind über kreuz .geriefelte Walzen 38 .dargestellt, die ebenfalls als leerlaufende Walzen gemäß .der Erfindung verwendet werden können.
  • In Abb. 6 ist eine Anlage dargestellt, bei der die Glastafel ;in wagerechter Richtung gezogen wird. Hier wird die Glastafel 39 von einer erhitzten Platte 40 abgezogen und mittels der Ziehvorrichtung 42 unter einer Walze 41 hinweggeführt und gestreckt. Hierbei. kommen wiederum .die leerlaufenden Walzen 43 zur Verwendung, die mit den Kanten der Tafel in Eingriff treten. Diese Walzen haben im wesentlichen dieselbe Gestalt wie oben beschrieben, aber mit .durch das wagerechte Ziehen bedingten Abänderungen. Der auf die Tafelkanten ausgeübte Gegenzug dient auch hier dazu, deren Breite aufrecht zu erhalten und Unebenheiten in der Tafelfläche zu verhüten.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zum Ziehen von Glastafeln aus der geschmolzenen Masse, bei welchem die Tafelkanten beiderseits zwischen drehbaren Rollenpaaren gefaßt werden und durch diese Rollen einen dem Ausziehen entgegengesetzten Zug erfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen von der zwischen ihnen hindurchgehenden Glastafel mitgenommen wenden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Bremsvorrichtung für die Rollen.
  3. 3. Vorrichtung "nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen so miteinander verbunden sind, daß sie mit gleicher Geschwindigkeit und in entgegengesetzten Richtungen umlaufen müssen.
DEL53763D Verfahren zum Ziehen von Glastafeln aus der geschmolzenen Masse Expired DE391558C (de)

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DE391558C true DE391558C (de) 1924-03-08

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DEL53763D Expired DE391558C (de) Verfahren zum Ziehen von Glastafeln aus der geschmolzenen Masse

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