DE3903763A1 - Getaktete stromversorgungseinrichtung - Google Patents
Getaktete stromversorgungseinrichtungInfo
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- G05F—SYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
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- G05F1/10—Regulating voltage or current
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Description
Die Erfindung betrifft eine getaktete Stromversorgungs
einrichtung mit einem steuerbaren Schalter in Reihe mit
einer Primärwicklung eines Transformators und mit minde
stens einem Sekundärkreis mit einer mit einem Regler ver
bundenen Transduktordrossel.
Für die Versorgung elektronischer Geräte werden Stromver
sorgungseinrichtungen benötigt, die eine oder mehrere
Gleichspannungen liefern. In der Regel wird eine Regelung
bzw. Stabilisierung dieser Gleichspannungen und galvani
sche Trennung verlangt. Bei getakteten Stromversorgungs
einrichtungen sind die Grundtypen Sperrwandler und Durch
flußwandler zu unterscheiden. Die z. B. aus der Netzspan
nung durch Gleichrichtung und Siebung gewonnene Gleich
spannung wird in der Regel mit Hilfe eines schnellschal
tenden Transistors in eine Rechteckspannung umgewandelt.
Diese wird mit Hilfe eines Transformators übertragen, der
im Fall des Sperrwandlers auch die Energiespeicherung
übernimmt. Anschließend wird gleichgerichtet und gesiebt.
Bei einem Sperrwandler fließt nur während der Sperrphase
im Sekundärkreis ein Strom, während bei einem Durchfluß
wandler während der Leitphase Energie in den Lastkreis
übertragen wird. Die Ausgangsspannung einer getakteten
Stromversorgungseinrichtung wird beispielsweise durch die
Anordnung einer vormagnetisierbaren Transduktordrossel im
Sekundärkreis stabilisiert.
Aus DE-A 32 21 839 ist eine getaktete Stromversorgungs
einrichtung bekannt mit einem Schaltglied, das in Reihe
mit einer Primärwicklung angeordnet ist, wobei eine
Sättigungsdrossel in Reihe mit einer Sekundärwicklung des
Transformators verbunden ist. Dabei steuert ein Steuer
kreis einen Strom der Sättigungsdrossel zur Konstanthal
tung einer an den Ausgangsklemmen auftretenden Gleich
spannung. Die Sättigungsdrossel weist einen gewickelten
Kern aus amorphem metallischem Magnetmaterial auf, dessen
Banddicke im Bereich von vier bis sechzig Mikrometern
liegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine getaktete
Stromversorgungseinrichtung der eingangs genannten Art
anzugeben, die insbesondere bei hoher Schaltfrequenz des
steuerbaren Schalters (z. B. 100 kHz bis 1 MHz) eine hohe
Stabilität der Ausgangsspannung sowie ein genaues und
schnelles Regelverhalten bezüglich der Magnetisierung der
Transduktordrossel aufweist.
Diese Aufgabe wird bei einer getakteten Stromversorgungs
einrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß die Transduktordrossel einen Kern aus Ferritmaterial
aufweist und daß der Regler einen positiven oder negati
ven Steuerstrom zur Magnetisierung der Transduktordrossel
liefert.
Vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den Unteran
sprüchen enthalten.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der in den Figuren
gezeichneten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine getaktete Stromversorgungseinrichtung
nach dem Durchflußwandlerprinzip mit einer steuerbaren
Transduktordrossel.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Hysteresekurve einer
Transduktordrossel mit einem Kern aus Ferritmaterial.
Fig. 1 zeigt eine getaktete Stromversorgungseinrichtung
mit einem Transformator Tr, welcher eine Primärwick
lung N 0 und eine Sekundärwicklung N 1 besitzt. Der Trans
formator Tr übersetzt Spannung und Strom und trennt Ein
gang und Ausgang galvanisch. In Reihe zur Primärwick
lung N 0 ist ein, z. B. als Transistor, ausgebildeter steu
erbarer Schalter S angeordnet. Parallel zu den Eingangs
klemmen, an denen die Spannung U 0 anliegt, ist ein Kon
densator C 0 geschaltet. In Reihe zur Sekundärwicklung N 1
ist eine Leistungswicklung W 1 einer Transduktordrossel L 0
und eine Gleichrichterdiode D 1 angeordnet. Parallel zu
der Reihenschaltung aus Sekundärwicklung N 1, Leistungs
wicklung W 1 und Gleichrichterdiode D 1 liegt eine Frei
laufdiode D 2. In Serie zu der Anordnung aus Sekundärwick
lung N 1, Leistungswicklung W 1, Gleichrichterdiode D 1 und
Freilaufdiode D 2 ist eine Speicherdrossel L 1 angeordnet.
Parallel zu den Ausgangsklemmen, an denen eine Span
nung U 1 auftritt, liegt ein Kondensator C 1. Die Steuer
wicklung W 2 der Transduktordrossel L 0 ist mit der Sekun
därwicklung N 1 und mit einem Regler R verbunden, der ein
Regelsignal zur Regelung der Spannung U 1 liefert.
Während der Leitphase des steuerbaren Schalters S ist die
Gleichrichterdiode D 1 leitend, der Strom fließt nach dem
Durchschalten der Transduktordrossel L 0 zur nicht darge
stellten Last und die Speicherdrossel L 1 nimmt Energie
auf, wobei die Freilaufdiode D 2 gesperrt ist. Während der
Sperrphase des steuerbaren Schalters S fließt der Strom
aus der Speicherdrossel L 1 weiter über die Freilaufdio
de D 2 in die Last. Der Regler R ist eingangsseitig mit
den Ausgangsklemmen verbunden, an denen die Spannung U 1
anliegt. Dadurch wird ein Regelkriterium gewonnen, das
ein entsprechendes Regelsignal in Form eines Steuerstro
mes IS am Ausgang des Reglers R zur Folge hat. Der zur
Steuerwicklung W 2 der Transduktordrossel L 0 fließende
Steuerstrom IS bewirkt eine Änderung der Zeit, in der die
Leistungswicklung W 1 der Transduktordrossel L 0 sperrt und
somit eine Regelung bzw. Stabilisierung der Spannung U 1.
Bei dem in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weist
die Transduktordrossel L 0 eine Leistungswicklung W 1 und
eine Steuerwicklung W 2 auf, die mit dem Regler R und mit
der Sekundärwicklung N 1 verbunden ist. Der Anschluß der
Steuerwicklung W 2 erfolgt dabei vorteilhafterweise an ei
ner Seite der Sekundärwicklung N 1. Die Steuerwicklung W 2
kann sowohl einen positiven Steuerstrom IS zur Aufmagne
tisierung, als auch einen negativen Steuerstrom IS zur
Abmagnetisierung der Transduktordrossel L 0 führen
(Fig. 2). Vorteilhafterweise besitzt die Steuerwick
lung W 2 der Transduktordrossel eine höhere Windungszahl
als die Leistungswicklung W 1, da dies zu kleineren Steu
erströmen IS führt. Bei einer weiteren Ausgestaltungsform
weist die Transduktordrossel weitere Steuerwicklungen und
gegebenenfalls weitere Leistungswicklungen auf.
Bei einem weiteren in den Figuren nicht dargestellten
Ausführungsbeispiel weist die Transduktordrossel L 0 le
diglich eine Wicklung auf, die sowohl als Leistungswick
lung als auch als Steuerwicklung arbeitet.
Bei dem in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weist
der Durchflußwandlerkreis parallel zu der Reihenschaltung
der Gleichrichterdiode D 1 und der Speicherdrossel L 1 eine
gestrichelt gezeichnete Reihenschaltung aus einer weite
ren Gleichrichterdiode D 3 und einem Widerstand R auf. Da
durch wird ein Strom IN hervorgerufen, der eine Abmagne
tisierung der Transduktordrossel bewirkt. Bei diesem Aus
führungsbeispiel erfolgt die Regelung dann lediglich über
die Veränderung des positiven Steuerstromes IS.
Bisher üblicherweise verwendete Transduktordrosseln mit
Kernen aus amorphem Material sind für Schaltfrequenzen
des steuerbaren Schalters bis ca. 150 kHz geeignet, da
bei Schaltfrequenzen über 150 kHz die Verluste stark an
steigen. Ferritkerne sind dagegen für hohe Schaltfrequen
zen über 150 kHz gut geeignet und sind zudem erheblich
kostengünstiger als amorphe Kerne.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Hysteresekurve einer Trans
duktordrossel mit einem Kern aus Ferritmaterial. Die mag
netische Induktion B nimmt beim Erhöhen der magnetischen
Feldstärke H zunächst entsprechend der Steigung der Kenn
linie bis zum Erreichen der Sättigung zu. Wird der Strom
durch die Transduktordrossel und damit die magnetische
Feldstärke H wieder gegen den Wert 0 verringert, so
stellt sich als Arbeitspunkt der Remanenzpunkt Br der
magnetischen Induktion ein. Der Remanenzpunkt Br einer
Transduktordrossel mit einem Kern aus Ferritmaterial
liegt sehr niedrig im Vergleich zu einer Transduktordros
sel mit einem Kern aus amorphem Material. Dies hat zur
Folge, daß die Transduktordrossel eine Spannungszeitflä
che entsprechend dem Induktionshub BR sperrt. Durch den
Steuerstrom IS des mit der Transduktordrossel insbesonde
re über die Steuerwicklung W 2 verbundenen Reglers R ist
es möglich, weitere Arbeitspunkte auf der Hysteresekurve
so einzustellen, daß sie einen gewünschten, üblicherweise
geringeren, Induktionshub aufweisen und somit eine gerin
gere Spannungszeitfläche sperren. So läßt sich beispiels
weise durch einen positiven Steuerstrom IS zur Aufmagne
tisierung der Transduktordrossel L 0 ein Arbeitspunkt 1
einstellen, der einen kleineren Induktionshub BI aufweist
und eine entsprechend geringere Spannungszeitfläche
sperrt.
Für bestimmte Anforderungen ist es auch möglich, durch
einen negativen Steuerstrom IS zur Abmagnetisierung der
Transduktordrossel L 0 einen Arbeitspunkt 2 mit einem ent
sprechend größeren Induktionshub einzustellen. Durch das
in Fig. 1 beschriebene Ausführungsbeispiel mit der Rei
henschaltung aus der Gleichrichterdiode D 3 und dem Wider
stand R sowie dem dadurch hervorgerufenen Strom IN wird
ebenfalls eine Abmagnetisierung der Transduktordrossel
beispielsweise auf den Arbeitspunkt 2 erreicht. Die Rege
lung der Spannung U 1 erfolgt dann lediglich über einen
positiven Steuerstrom IS.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel weist die getakte
te Stromversorgungseinrichtung mindestens einen Sperr
wandlerkreis auf, wobei ein Sperrwandlerkreis oder ein
Durchflußwandlerkreis einen als Hauptregelkreis ausgebil
deten Regler zur Regelung der Pulsbreite des steuerbaren
Schalters S enthalten kann. Der steuerbare Schalter S
wird dabei von Impulsen gesteuert, die in ihrer Breite in
Abhängigkeit von Lastschwankungen einer der Ausgangsspan
nungen moduliert werden.
Durch die vorbeschriebenen Maßnahmen ist es somit mög
lich, insbesondere bei Eintaktwandlern aber auch bei Ge
gentaktwandlern durch die Auf- und/oder Abmagnetisierung
des Ferritkernes der Transduktordrossel beliebige Punkte
auf der Hysteresekurve, insbesondere zwischen dem Rema
nenzpunkt Br und der Sättigungsinduktion, einzustellen.
Dies führt auch bei hohen Schaltfrequenzen des steuerba
ren Schalters beispielsweise über 150 kHz zu einem ge
nauen und schnellen Regelverhalten der Magnetisierung der
Transduktordrossel und somit zu einer hohen Stabilität
der Ausgangsspannung.
Claims (7)
1. Getaktete Stromversorgungseinrichtung mit einem steu
erbaren Schalter (S) in Reihe mit einer Primärwick
lung (N 0) eines Transformators (Tr) und mit mindestens
einem Durchflußwandlerkreis mit einer Sekundärwick
lung (N 1) in Reihe mit einer mit einem Regler (R) verbun
denen Transduktordrossel (L 0),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Transduktordrossel (L 0) einen Kern aus Ferritma
terial aufweist und der Regler (R) einen positiven oder
negativen Steuerstrom (IS) zur Magnetisierung der Trans
duktordrossel (L 0) liefert.
2. Getaktete Stromversorgungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Transduktordrossel (L 0) eine Wicklung aufweist,
die sowohl als Leistungswicklung als auch als Steuerwick
lung dient.
3. Getaktete Stromversorgungseinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Transduktordrossel (L 0) mindestens eine Lei
stungswicklung (W 1) und mindestens eine Steuerwick
lung (W 2) aufweist, wobei die Steuerwicklung (W 2) mit dem
Regler (R) verbunden ist.
4. Getaktete Stromversorgungseinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerwicklung (W 2) mit der Sekundärwicklung (N 1)
verbunden ist.
5. Getaktete Stromversorgungseinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchflußwandlerkreis parallel zu der Reihen
schaltung einer ersten Gleichrichterdiode (D 1) und einer
Speicherdrossel (L 1) eine Reihenschaltung aus einer wei
teren Gleichrichterdiode (D 3) und einem Widerstand (R)
aufweist.
6. Getaktete Stromversorgungseinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stromversorgungseinrichtung mindestens einen
Sperrwandlerkreis aufweist.
7. Getaktete Stromversorgungseinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Sperrwandler- oder ein Durchflußwandlerkreis ei
nen Hauptregelkreis zur Regelung der Pulsbreite des steu
erbaren Schalters (S) aufweist.
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