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schmierbüchsenverschluß. Die Erfindung betrifft einen Schmierbüchsenverschluß.
Die bisher bekannten Schmierdeckel, besonders die bei Lokomotiven verwendeten, haben
entweder die Form von Muttern oder sind mit mehr oder weniger verwickelten Ventilvorrichtungen
versehen. Die Muttern sind verhältnismäßig haltbar und schließen dicht ab, bedingen
aber bei ihrer Benutzung eine Zeitverschwendung, weil der Schmierer außer seiner
Ölkanne und ölspritze auch noch Schraubenschlüssel mitführen muß, um bei jeder Schmierbüchse
die Mutter zu lösen und wieder anzuziehen. Mit der Zeit werden die Muttern beschädigt
und müssen ersetzt werden, und es lammt noch hinzu, daß die Muttern oft während
des Schmierens oder während der Fahrt verlorengehen, besonders wenn sie im letzteren
Fall nicht ordentlich angezogen waren.
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Die Ventilvorrichtungen leiden samt und sonders an dem Fehler, daß
sie einer ständigen Unterhaltung bedürfen und ausgebessert werden müssen, damit
sie dichtalten, und daß sie meistens nicht selbstabschließend sind und außerdem
oft erfordern, .daß beim Schmieren beide Hände gebraucht werden müssen, um das Ventil
loszulösen, wodurch sie also zu ölverschwendung Veranlassung geben.
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Nach der Erfindung besteht der eigentliche Deckel aus einem keilförmigen
Schieber, der in entsprechenden Führungen geführt wird, wobei die Keilform des Schiebers
ein vollkommenes Abdichten in der geschlossenen Lage zusichert. Der Schieber wird
selbsttätig
durch Federkraft geschlossen und kann mit Sperrvorrichtungen
versehen «-erden, durch die er in seiner offenen Lage festgehalten wird.
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- Der Erfindungsgegenstand ist .in der Zeichnung veranschaulicht,
die drei verschiedene Ausführungen aufweist.
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Abb. i und 2 zeigen ini Querschnitt bzw. von oben gesehen einen größeren
@chmier-,büchsdeckel ohne Sperrvorrichtung.
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Abb. 3 und .4 zeigen in ähnlicher `'eise eine andere Ausführungsforen,
wobei eine zur Führung des Schiebers vorgesehene Stange als Sperrorgan dient, und
Abb. 5 und 6 zeigen ebenfalls in ähnlicher Weise eine dritte Ausführungsform, bei
der der Schieber durch seitliche '\^erscliielrung verriegelt werden kann.
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Nach den Abb. i und 2 besteht die eigentliche Abschlußvorrichtung
aus einem auf der Oberseite des Deckels i über der öffnung 2 im Deckel bewegbaren
Schieber 3, der durch zwei miteinander parallele Stangen q. geführt wird, die durch
entsprechende Löcher in ihm hindurchgehen und finit ihrem einen Ende an dem aufgerichteten
Flansch einer am Deckel angenieteten Stütze 5 befestigt sind. Die glatte Unterfläche
des Schiebers ist auf der vom Deckel etwas hervorstehenden, die Oftnung 2 umgebenden
Gleitfläche 6 dichtend auf -gepaßt, und der Schieber ist oben finit zwei schräggestellten
Flächen versehen, so daß er wenigstens an den Seiten eine Keilform erhält. Der Schieber
wird durch zwei Schraubenfedern 7 betätigt, die um die Stangen ,l gewunden sind
und zwischen dein Schieber 3 und der Stütze 5 angebracht sind. Diese Federn drücken
den Schieber kräftig von der Stütze ab, so daß seine oberen schrägen Flächen gegen
die unteren Flächen zweier vom Schmierbüchsdeckel hervorragenden, winkelförmigen
Seitenstücke 8 anzuliegen kommen. Auf der oberen Seite des Schiebers befindet sich
eine Vertiefung oder ein Loch 9, von dem eine offene Rinne oder ein geschlossener
Kanal i n nach der einen Seite des Schiebers führt.
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Wenn das Schmiermittel in die Schmierbüchse eingeführt werden soll,
wird die Tülle der Ölspritze in die Vertiefung 9 hineingehalten und ,darauf der
Schieber dein Drucke der Schraubenfeder entgegen zur Seite verschoben, bis der Schieber
die öffnung 2 im Deckel freigibt; das dann in die Vertiefung 9 hineingedrückte Öl
fließt sodann durch den Kanal io und die öffnung 2 in die Schmierbüchse.
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Zur Seite des Loches 9 wird am besten eine Aussparung i i zur Aufnahme
des Daumens der einen Hand vorgesehen, wenn man den Schieber öffnen will, um die
Dochte nachzusehen, wobei also der Schieber gegen die Stütze 5 geführt wird, die
als ein Haltepunkt für die Finger dient, während der Docht mit der anderen .Hand
herausgenommen werden kann.
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Der Schieber ist auf der Unterseite mit einer Aussparung versehen,
die zuläßt, daß die Dochtnadel stets die erforderliche Beweglichkeit erhält, damit
sie während des Betriebes als Pumpe wirken kann und das eil in das Schmierrohr speist,
ohne daß man, wie bisher, Gefahr läuft, dar) die Dochtnadel sich am Schmierbüchsdeckel
festsetzt. Es ist näiiilich sehr oft der Fall, daß die Dochtnadeln derart angeordnet
sind, daß sie keinen Platz für eine Bewegung haben, wenn das Schmierventil geschlossen
ist.
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Die einzige Ausbesserung, die bei der Vorrichtung notwendig werden
kann, ist ein Ersatz der Schraubenfedern. Dass Austauschen dieser Federn geschieht
dadurch, daß man die Stütze 5 mit samt den Stangen entfernt, die .am besten mit
Schrauben am Schmierbüchsdeckel befestigt ist, wodurch die Federn frei werden.
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Wenn der Deckel nach der Erfindung mit einer Sperr- oder Verriegelungsvorrichtung
ausgerüstet ist, können die Vertiefung 9 und der Kanal io, wie oben angegeben ist,
fortfallen, da sie nicht erforderlich sind und die ölkamie unmittelbar in das '.#,cliinierlocli
2 eingeführt werden kann.
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Bei der Ausführungsforen nach den Abb. 3 und :4 bezeichnet i den festen
Deckel der Schmierbüchse, 3 flen Schieber, der einen beweglichen Deckel bildet,
8 die Führungen für den letzteren und d. die Führungsstange, die in dieser Ausführungsform
als eine einzelne Stange gezeigt ist, obgleich auch zwei Stangen, wie vordem, verwendet
werden können. Zur Verriegelung des Schiebers in seiner geöffneten Lage ist auf
der unteren Seite der Stange oder Stangen .l eine _Aussparung vorgesehen, wodurch
ein Ansatz 13 gebildet wird, der dazu dient, um nach vorgenommener Verschiebung
des Schiebers mit der Stange hinter die untere Kante des in der Führung .5 für die
Stange .l vorgesehenen Loches einzugreifen. In dieser geöffneten Lage nimmt der
Schieber die in der Abb. 3 mit gestrichelten Linien gezeigte schräge Lage ein, so
daß inan die Ölspritze (Ölkanne) frei bewegen und beispielsweise unmittelbar in
die Schmieröffnung 2 einführen kann. Der Ansatz 13 könnte natürlich finit gleichem
Ergebnis auf der oberen Seite rler Stange q. oder auf einer seiner übrigen Seiten
angebracht «-erden, jedoch hat die Erfahrung gezeigt, daß, wenn der Ansatz auf der
Unterseite angeordnet ist, die Verriegehing selbsttätig arbeitet, wenn der Schieber
geöffnet wird, und zum Schließen desselben braucht man nur die Tülle der Ölspritze
etwas unter das hervorstehende Ende der Führungsstangge
zu schieben,
wodurch die Verriegelung ausgelöst wird. Die Keilform des Schiebers und seiner Führungen
muß selbstverständlich derart durchgebildet sein, daß die schräge Lage gemäß ,der
gestrichelten Zeichnung eingenommen -werden kann.
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In der Ausführungsform nach den Abb. 5 und 6 -ist keine Aussparung
und daher kein Ansatz an der Stange4 vorhanden, jedoch ist ein ähnlicher Ansatz
14 auf der einen Seite des Schiebers angebracht. Beim öffnen des Schiebers wird
ein Druck in der Richtung des mit ausgezogener Linie .dargestellten Pfeiles (Abb.
6) ausgeübt, und wenn der Schieber die geöffnete Lage erreicht, greift der Ansatz
14 hinter das Ende der Führung B. Beim Schließen wird ein Druck in der Richtung
des Tnlt gestrichelter Linie dargestellten Pfeiles ausgeübt, wodurch der Ansatz
14 vom Ende der Führung abgleitet, und es wird, sowie der erwähnte Druck aufhört,
der Schieber infolge des Federdruckes geschlossen. Die geöffnete Lage des Schiebers
ist in der Abb. 6 mit gestrichelten Linien gezeigt, und wie ferner aus der Zeichnung
hervorgeht, ist die Stange 4 mit zwei einander gegenüberliegenden Aussparungen 15
versehen, die sich in :der geöffneten Lage des Schiebers genau im Loche d er Führung
5 befinden. Da dieses Loch nach oben hin mit einem Schlitz versehen ist, dessen
Breite etwas größer ist als die abgeschwächte Stelle 15 der Stange 4, kann
der Schieber in seiner geöffneten Lage gänzlich entfernt werden, um die Federn gegebenenfalls
auszutauschen. Wie aus der Abb. 5 hervorgeht, ist das eine Ende der Feder in die
Führung 5 eingelassen und dient daher als Verriegelung, um zu verhindern, daß ,die
Stange ¢ in der geöffneten Lage des Schiebers unfreiwillig aus der Führung 5 durch
den stets offenen Schlitz hinausgleitet.
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Man kann sich auch noch eine andere Ausführung der Verriegelung vorstellen,
und zwar derart, daß man den Schieber mit einem durch ihn hindurchgehenden Loche
oder einer Aussparung an der vorderen Kante versieht und im Deckel i der Schmierbüchse
ein Loch anbringt, daß sich unter dem Loch oder der Aussparung des Schiebers befinden
wird, wenn der letztere in der offenen Lage ist. Indem man dann die Tülle der Ölspritze,
Kanne o. dgl.- als einen Riegel durch beide, in der offenen Lage übereinander befindliche
Löcher hindurchsteckt, kann der Schieber festgehalten werden, und wenn die Tülle
wieder herausgezogen wird, schließt sich der Schieber von selbst. Bei dieser Ausführung
ist ein besonderes Loch auf -der unteren Seite des Schiebers erforderlich, um die
Schmiernadel zugänglich zu machen, falls eine solche vorhanden ist.