DE387209C - Dampflokomotive mit vom Kolben gesteuertem Schlitzauslass - Google Patents
Dampflokomotive mit vom Kolben gesteuertem SchlitzauslassInfo
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- DE387209C DE387209C DEST34143D DEST034143D DE387209C DE 387209 C DE387209 C DE 387209C DE ST34143 D DEST34143 D DE ST34143D DE ST034143 D DEST034143 D DE ST034143D DE 387209 C DE387209 C DE 387209C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
- F23L17/00—Inducing draught; Tops for chimneys or ventilating shafts; Terminals for flues
- F23L17/16—Induction apparatus, e.g. steam jet, acting on combustion products beyond the fire
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- Jet Pumps And Other Pumps (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Dampflokomotive mit vom Kolben gesteuertem
Schlitzauslaß und mit ejektorartiger Zusammenführung
der Auslaßrohre von den einzelnen Zylindern. Diel bekannten Lokomotiven mit Schlitzauslaß waren so eingerichtet, daß der
Auslaß jedes Zylinders aus einem Kranz von Austrittsöffnungen bestand, aus welchem der
Dampf auf dem ganzen Zylinderumfang· in ίο einen Wulstkanal übertrat, an welchen dann das
Auslaßrohr angeschlossen war. Bei solcher Ausführung ergab sich ein stoßartiger Auslaß,
welcher auch eine ungünstig wirkende stoßartige Anfachwirkung auf das Kesselfeuer ausiS
übte. Dabei befand sich die engste Stelle des Auslasses am Blaskopf, so daß sich· an der
Übergangsstelle, an welcher der Auspuft'dampf mit den anzusaugenden Feuergasen zusammentrifft,
stark verschiedene Querschnitte für die Dampf- und die Rauchgasführung herausstellten,
wobei ebenfalls das stoßartige Auspuffen begünstigt wurde. Besondere Verengungsdüsen
sind an dem Dampfauslaß der Lokomotive weiter vorgeschlagen, um die Strahlwirkung
des Austrittsdampfes und damit die Anfachwirkung auf das Feuer zu erhöhen. Diese Verengungsdüsen
befanden sich bei den bekannten Einrichtungen aber immer hinter der Vereinigung der einzelnen Auslaßrohre.
Gemäß vorliegender Erfindung sind die einzelnen Auslaßschlitze der Zylinder oder die
an sie anschließenden Einzelauslaßrohre als Düse mit engster Stelle ausgebildet, und es
sind dann die Auslaßrohre ejektorartig zusammengeführt, wobei sie in einen bis zu seinem
Ende sich erweiternden gemeinsamen Diffursor endigen. In dieser Weise wird eine beschleunigte
und gleichzeitig vergleichmäßigte Auspuffwirkung erreicht, soj daß hierdurch
auch eine entsprechend gleichmäßige und nicht mehr stoßartige Anfachwirkung auf das Feuer
erzielt wird. Die Mündung des Diffusors, aus welcher der Auspuffdampf mit der Diffusorgestalt
entsprechend verringerter Geschwindigkeit austritt, läßt sich in ihrer Größe dem Ringquerschnitt
des umgebenden mit dem Schornstein verbundenen Hohlkörpers, durch welche ί
die Rauchgase angesaugt werden, in geeigneter | Weise anpassen, so daß eine weitgehende \
gleichmäßige Anfachwirkung entsteht. |
Abb. ι ist eine Einrichtung mit Düsen am j
Zvlinder.
j Abb. 2 eine Einrichtung mit Düsen vor der j Zusammenführungsstelle.
Die Lokomotive enthält an den Arbeitszylindern 1,2 je eine einzige im ersten Beispiele
; als sich verengende und wieder erweiternde ! Düse ausgebildete Auslaßöffnung 3, 4. An die-
; sen Düsen, die durch vollwertige Umsetzung der Druckenergie einen sehr schnell fließenden
j Dampfstrom erzeugen, sind unmittelbar mit gleichem Querschnitt glatte nirgends scharf
gebogene Auslaßrohre 5, 6 angeschlossen, die den Dampfstrom möglichst verlustfrei weiterleiten,
und diese Rohre münden an einem Zusammenführungsstück 7, das mittels einer zungenartigen
Zwischenwand 8 die runden Querschnitte zunächst in flache oder halbkreisähnliche
Querschnitte überführt und dann beide Querschnitte an dem scharfen Rande 9 der
Zunge ineinander übergehen läßt. Hierdurch üben die aus den Rohren 5, 6 kommenden Abdampf
ströme aufeinander eine Ejektorwirkung aus, vermöge deren sie gemäß der ihnen in den
Düsen 3, 4 erteilten Geschwindigkeitsenergie in den Zylindern 1, 2 keinen Gegendruck, sondern
einen Unterdruck erzeugen. Dadurch ist trotz der großen Kompressionslänge von 75 Prozent ein schädlicher Raum von nur
12 Prozent ermöglicht, ohne daß zu hohe Kornpressionsenddrücke
entstehen.
Das Sammelauslaßrohr erweitert sich in einem Diffusorteil 10, so daß der Dampf strom
in dem immer größer werdenden Querschnitte unter Verlangsamung auf atmosphärischen
Druck kommt, und ferner ist! ein Aufsatzstück 11 angeschlossen, das innen Rippen 12
mit zugeschärften Kanten 13 besitzt. Dieser Aufsatz 11 mündet in der Rauchkammer 14 des
Lokomotivkessels und entsendet in diese einen durch die Rippen 12 zerteilten Dampf strom
von großer Oberfläche. Oben auf der Rauchkammer 14 ist der Schornstein 15 aufgesetzt,
der an seinem Einlauf kragen 16 durch ein Sieb 17 mit dem Aufsatz 11 verbunden ist und gemaß
dem weit zerteilten Dampfstrome einen ungewöhnlich großen Querschnitt besitzt, der
wirksam ausgenutzt ist.
Der aus dem Aufsatz 11 kommende Dampfstrom
erzeugt beim Eintreten in den Schornstein 15 eine Saugwirkung, vermöge deren er
die in der Rauchkammer 14 befindlichen Rauchgase unter Abscheidung der Funken an dem
Siebe 17 absaugt. In Verbindung mit der Zer-
teilung durch die Rippen 12, die auch durch
hohle Zuleitungskörper nach Art der Strahlapparate oder Ejektoren ergänzt oder ersetzt
sein können, ergibt der große Querschnitt des Dampfstromes eine gleichmäßige Absaugung
der Rauchgase, da der mit höchster Geschwindigkeit fließende Auspuffdampf mit dem trägsten
Abdampf des zweiten Zylinders zusammentrifft; das Ergebnis ist dabei eine derartige
Ausgleichung der Ausströmung, daß die resultierende Auspuffgeschwindigkeit ungefähr
der mittleren Auspuffgeschwindigkeit entspricht. Damit ist eine günstige Grundlage
für eine gleichmäßige Feueranfachung gegeben.
Die Vergleichmäßigung des Dampfstromes läßt sich besonders weittreiben, indem die
Dampf zylinder eine verhältnismäßig hohe Vorausströmung, im Beispiel 25 Prozent, erhalten;
dabei ergibt sich zugleich infolge der gegenseitigen Ausschöpf ung der Zylinder mittels des
Ejektors 7, 8, 9 eine wirksame Niedrighaltung des Gegendruckes, und dies geht insbesondere
bei . dreizylindrigen Maschinen unter Beibehaltung der Vorausströmung· von 25 Prozent
so weit, daß geradezu in jedem Augenblicke gleichzeitig zwei Zylinder mit einer ihrer Seiten
sich im Auslaßzustande befinden, so daß immer jeder Zylinder gegen Ende seiner Auslaßperiode
seinen Dampf durch einen anderen gerade im Anfang seiner Auslaßperiode befindlichen
anderen Zylinder abgesaugt oder, jedenfalls von Gegendruck, entlastet erhält. Dadurch entsteht unter Umständen geradezu
ein merkliches Vakuum beim Kompressionsbeginn an Stelle des sonst durch den Blaskopf
herbeigeführten Überdruckes, und entsprechend erniedrigte Kompression mit allen ihren Vorteilen
ist die Folge.
Zur Speisung eines Speisewasservorwärmers ist gemäß der Zeichnung an jedem der Zylinder
1,2 ein zweiter kleinerer Auspuff 18, 19
vorgesehen, wobei ebenfalls an der Zylinderwand der engste Querschnitt angebracht und
zu je einer Düse entwickelt ist, von denen je eine Leitung ^o, 21 ohne Querschnittsänderungen
und Energieumsetzung bis zu der ejektorähnlichen Verbindung (vgl. 7 bis 9) führt, von
der die Sammelleitung zu einem Diffusor (vgl.
10) und weiter zum Vorwärmer führt.
Die Ouerschnittsgestalt der Düsen 3, 4 in Verbindung mit den Düsen 18, 19 ist zweckmäßig
im Zusammenhang mit der Vorausströmung und der Kolbenbewegung so zu entwickeln, daß in jedem Eröffnungspunkte des
Auspuffquerschnittes angenähert ein solches Verhältnis des engsten Querschnittes zum
Endquerschnitt entsteht, wie es dem derzeitigen Druckgefälle entspricht; d. h. so lange noch
hoher Druck herrscht, muß die Düse stark erweitert sein, während sie beim Abnehmen des
Druckes immer weniger erweitert sein muß. Der engste Querschnitt ist der zwischen den an
j der Kolbenlaufbahn mündenden Düsenflächen ! und der steuernden Kolbenkante eingeschlossene
Querschnitt, der sich fortgesetzt ändert, während der weiteste Querschnitt, der der
Rohre 5, 6 bzw. 20, 21, konstant bleibt.
Beim zweiten Ausführungsbeispiele (Abb.te) sind die Düsen 3, 4 hinter den Rohrteilen 5, 6
unmittelbar in dem Zusammenführungsstück 7 vorgesehen. Dieses enthält hier die Zusammenführung
in der Gestalt, daß das eine Rohrende gegabelt das andere Rohrende umfaßt und dadurch
zwei Ejektorzungen 9 bildet, die eine erhöhte mitreißende Oberfläche zwischen den
Dampfstrahlen bilden. Dadurch ist die Ejektorwirkung verstärkt, und dies läßt sich durch
noch mehrfache Unterteilung, ein Ineinandergreifen der Rohre rriit kammzinkenartiger
Vielfachgabelung noch wesentlich weiter erhöhen.
Die Dampfreibungsverluste sind hier besonders gering, -da die hohe Geschwindigkeit
erst unmittelbar vor dem erweiterten Teil 10 auftritt, und die Auslaßöffnungen der Zylinder
besitzen hier die volle Weite der Rohre 5, 6, so daß die Dampfnachsaugung besonders vollkommen
wird.
In allen Fällen sind die Auslaßquerschnitte des Zylinders so zu bemessen, daß während der
Auslaßperiode von 25 Prozent während des Hubes dauernd Ausströmung herrscht und nicht etwa durch übermäßige Größe des Querschnittes
eine zu schnelle Ausströmung mit nachfolgender Lückenbildung in dem gesammelten Dampfstrom eintritt.
Claims (2)
1. Dampflokomotive mit vom Kolben gesteuertem Schlitzauslaß und mit ejektorartiger
Zusammenführung der Auslaßrohre von den einzelnen Zylindern, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Auslaßschlitze oder, die an sie anschließenden Einzelauslaßrohre als Düse mit engster
Stelle ausgebildet und daß die Auslaßrohre ejektorart'ig zusammengeführt sind und in
einem bis zum Ende sich erweiternden gemeinsamen Diffusor endigen.
2. Lokomotive nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erzielung größerer
Mischungsoberflächen der Dampfstrahlen die ejektorartige Zusammenführung durch zinkenartiges Ineinandergreifen ng
der Teilquerschnitte gebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnunpen.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEST34143D DE387209C (de) | Dampflokomotive mit vom Kolben gesteuertem Schlitzauslass |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEST34143D DE387209C (de) | Dampflokomotive mit vom Kolben gesteuertem Schlitzauslass |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE387209C true DE387209C (de) | 1923-12-21 |
Family
ID=7461975
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEST34143D Expired DE387209C (de) | Dampflokomotive mit vom Kolben gesteuertem Schlitzauslass |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE387209C (de) |
-
0
- DE DEST34143D patent/DE387209C/de not_active Expired
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