DE386132C - Verfahren zur Herstellung von Schneid- und Fraeswerkzeugen aus an sich nicht haertbarem Eisen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schneid- und Fraeswerkzeugen aus an sich nicht haertbarem EisenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C38/00—Ferrous alloys, e.g. steel alloys
- C22C38/18—Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
- C21D9/18—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for knives, scythes, scissors, or like hand cutting tools
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Schneid- und Fräswerkzeugen aus an sich nicht härtbarem Eisen. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Schneid- und Fräswerkzeugen, die sich durch eine besonders hohe Leistungsfähigkeit auszeichnen.
- Das Verfahren besteht darin, daß die Werkzeuge aus einer - an sich nicht härtbaren -Eisenlegierung mit o,z bis o,2 Prozent Kohlenstoff und 8 bis 1q. Prozent Chrom hergestellt, dann nur in an sich bekannter Weise an der Schneide zementiert und schließlich dem üblichen, in einer Erhitzung und nachfolgender Ablöschung bestehenden Härteverfahren unterworfen werden. (Zweckmäßig kann die Legierung auch Nickel im Betrage von 0,5 bis 2 Prozent enthalten.) Bei den in vorstehend beschriebener Weise hergestellten Werkzeugen wird nur die zementierte Schneide glashart, während die sich an diese anschließenden Stahlschichten eine allmählich geringer werdende Härte und große Zähigkeit erhalten, so daß die Schneidkante in hohem Maße geeignet wird, die bei der Bearbeitung auftretenden Stöße aufzunehmen, ohne Ausbrechungen zu erleiden. Dieser Erfolg tritt insbesondere auch dann ein, wenn das ganze Werkzeug gleichmäßig erhitzt und danach als Ganzes abgelöscht wird. Das neue Verfahren eignet sich daher besonders für solche Werkzeuge, die, wie z. B. Fräser und Schneidräder, nur in der Weise gehärtet werden können, daß sie gleichmäßig erhitzt und sodann als Ganzes abgelöscht werden; denn diese Werkzeuge würden hierbei, wenn sie aus gewöhnlichem Werkzeugstahl oder Schnelldrehstahl hergestellt wären, nicht nur an den Schneiden, sondern unerwünschterweise überall glashart werden.
- Bei den nach dem neuen Verfahren hergestellten Werkzeugen wird außerdem dadurch, daß sich an die glasharte Schneide Schichten von geringerer Härte anschließen, noch der Vorteil erreicht, daß der sich bei der Schneidarbeit ablösende Span in den hinter der Schneidkante liegenden, weniger harten Schichten durch Schleifwirkung allmählich eine Vertiefung schafft und damit selbsttätig auf eine günstige Gestaltung des Schnittwinkels hinwirkt. Dieser Vorteil ist besonders wertvoll bei profilierten Werkzeugen, deren Schneiden entweder überhaupt nicht oder nur unter Anwendung sehr verwickelter Einrichtungen hinterschliffen werden können.
- Die Leistungsfähigkeit der Werkzeuge, die nach dem neuen Verfahren hergestellt sind, erhellt aus den nachstehenden Angaben. Bei der bis zum Stumpfwerden des Werkzeuges fortgesetzten Bearbeitung der Zähne eines aus vergütetem Siemens-Martinstahl von 70 kg/qmm Festigkeit hergestellten Zahnkranzes vom Modul g mit 6o Zähnen betrug das Gewicht des verspanten Werkstoffs bei Verwendung von gewöhnlichem Werkzeugstahl 13 kg, bei Verwendung von Schnelldrehstahl 26 kg, und bei Verwendung eines nach dem neuen Verfahren hergestellten Werkzeugs --zo kg. Die Leistungen verhalten sich also wie z ; 2 : 16,2. Zu beachten ist.hierbei,-.daß bei dem nach der Erfindung hergestellten Werkzeuge die Schnittiefe sogar 1,2g mal so groß war wie bei den beiden anderen Stählen, während im übrigenhinsichtlich Schnittgeschwindigkeit und Vorschub die Verhältnisse vollkommen gleich lagen.
- Bei einem anderen Versuche (Rundhobeln eines Zahnbogens aus vergütetem Siemens-Martinstahl) betrug die Leistungsfähigkeit bis zum Stumpfwerden der Werkzeuge bei gewöhnlichem Werkzeugstahl 4.,2 kg und bei dem nach der Erfindung hergestellten Werkzeuge 175 kg, entsprechend einem Verhältnis von z . 41,7. In diesem Falle waren die Verhältnisse hinsichtlich Schnittgeschwindigkeit, Schnittiefe und Vorschub vollkommen gleich.
- Im Durchschnitt ergab sich bei zahlreichen Versuchen ähnlicher Art für die nach der Erfindung hergestellten Werkzeuge eine zwanzigfache Überlegenheit gegenüber denen aus gewöhnlichem Werkzeugstahl.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Schneid-und Fräswerkzeugen aus an sich nicht härtbarem Eisen, wobei die Werkzeuge an der Schneide zementiert und alsdann dem üblichen Härteverfahren unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge aus einer Stahllegierung mit o,i bis o,2 Prozent Kohlenstoff und 8 bis 14 Prozent Chrom hergestellt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisenlegierung auch Nickel im Betrage von o,5 bis 2,o Prozent enthält.
Priority Applications (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEK68552D DE386132C (de) | 1919-03-29 | 1919-03-29 | Verfahren zur Herstellung von Schneid- und Fraeswerkzeugen aus an sich nicht haertbarem Eisen |
FR529116D FR529116A (fr) | 1919-03-29 | 1920-12-28 | Procédé de fabrication d'outils coupants et de fraises |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEK68552D DE386132C (de) | 1919-03-29 | 1919-03-29 | Verfahren zur Herstellung von Schneid- und Fraeswerkzeugen aus an sich nicht haertbarem Eisen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE386132C true DE386132C (de) | 1923-12-03 |
Family
ID=7232042
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEK68552D Expired DE386132C (de) | 1919-03-29 | 1919-03-29 | Verfahren zur Herstellung von Schneid- und Fraeswerkzeugen aus an sich nicht haertbarem Eisen |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE386132C (de) |
FR (1) | FR529116A (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1192829B (de) * | 1959-06-22 | 1965-05-13 | Sandvikens Jernverks Ab | Verwendung einer Chromstahllegierung als Werkstoff fuer Saegekettenglieder und Verfahren zu deren Herstellung |
-
1919
- 1919-03-29 DE DEK68552D patent/DE386132C/de not_active Expired
-
1920
- 1920-12-28 FR FR529116D patent/FR529116A/fr not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1192829B (de) * | 1959-06-22 | 1965-05-13 | Sandvikens Jernverks Ab | Verwendung einer Chromstahllegierung als Werkstoff fuer Saegekettenglieder und Verfahren zu deren Herstellung |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
FR529116A (fr) | 1921-11-23 |
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