DE3826364A1 - Verzweigte abgasleitung einer brennkraftmaschine - Google Patents
Verzweigte abgasleitung einer brennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine verzweigte Abgasleitung
einer Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Es sind mit Abgas-Katalysatoren versehene Abgasanlagen
von Kraftfahrzeugen bekannt geworden, bei welchen sich
stromab der Verzweigung ein über einen ersten Zweig mit
der Abgasleitung verbundener, relativ kleindimensionier
ter Start-Katalysator befindet, während ein zweiter
Zweig direkt zu einem für einen hohen Massendurchsatz
ausgelegten Dauerbetriebs-Katalysator führt. Ferner ist
beim bekannten Stand der Technik im Bereich der Ver
zweigung eine schwenkbare Klappe angeordnet, welche in
Abhängigkeit von ihrer Stellung den Abgasstrom in den
ersten bzw. zweiten Zweig der Abgasleitung lenkt.
Vorgesehen ist diese Anordnung, um nach einem Start der
Brennkraftmaschine möglichst kurzfristig eine erfolg
reiche Konvertierung schädlicher Abgasbestandteile zu
erzielen. Da Katalysatoren zur Ausübung ihrer Funktion
eine gewisse Minimaltemperatur aufweisen müssen, wird
zunächst das gesamte Abgas über den Start-Katalysator
geleitet, welcher sich aufgrund seines geringeren
Bauvolumens deutlich schneller erwärmt als der wesent
lich großvolumigere Dauerbetriebs-Katalysator. Um jedoch
im Dauerbetrieb eine Überhitzung des Start-Katalysators
zu vermeiden, wird durch Umlegen der Klappe der dann
zumeist auch größere Abgasmassenstrom unter Umgehung des
Start-Katalysators direkt dem stromab der Zusammenfüh
rung beider Leitungszweige angeordnetem Dauerbetriebs-
Katalysator zugeführt.
Funktional haben sich derartige verzweigte Abgasleitun
gen zwar bewährt, in der technischen Ausführung können
sich jedoch Probleme ergeben. So läßt sich oftmals ein
Festfressen der Klappe in einer der beiden Klappen
stellungen trotz aufwendigster Lagerung und Führung
aufgrund der teilweise aggressiven Abgasbestandteile
nicht vermeiden. Auch ist der Ansteuerungsmechanismus
für eine derartige Klappe äußerst aufwendig.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine im Aufwand
deutlich reduzierte Abgasleitung der im Oberbegriff des
ersten Anspruchs angegebenen Art aufzuzeigen.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale
des ersten Anspruchs gelöst, vorteilhafte Aus- und
Weiterbildungen beschreiben die Unteransprüche.
Erfindungsgemäß ist das Leitelement - so beispielsweise
die oben beschriebene Klappe inklusive ihres Betäti
gungsgestänges - an zwei unter Wärmedehnungseinfluß
relativ zueinander bewegbare Teile der Abgasleitung
angekoppelt. Diese ist üblicherweise ohnehin mehrteilig
ausgeführt und ineinander verschiebbar aufgebaut, um die
sich innerhalb des großen Betriebstemperatur-Bereiches
einstellenden verschiedenartigen Wärmedehnungen auszu
gleichen. Diese Wärmedehnungen nun werden zur selbst
tätigen Betätigung des Leitelementes herangezogen. Die
in der Praxis auftretenden Verschiebewege der Abgaslei
tungen von bis zu 20 mm werden durch entsprechende
Ankoppelung des Leitelementes genutzt, um dieses wie
gewünscht zu positionieren. Unter den Begriff eines
Abgasleitungsteiles fällt dabei im weitesten Sinne auch
die Brennkraftmaschine selbst. Beispielsweise kann an
letztere das Betätigungsgestänge für die in einem
weiteren Abgasleitungsteil gelagerte Klappe angebunden
sein. Eine Verschiebebewegung durch Wärmedehnung führt
somit zu einer Betätigung der Klappe.
Bei kalter Abgasanlage sowie kaltem Start-Katalysator
lenkt bei geeigneter Auslegung dabei das Leitelement die
Abgase vorrangig in den den Start-Katalysator enthal
tenden Leitungszweig, während bei hohen Abgastempera
turen und somit auch hohen Temperaturen der gesamten
Abgasleitung das Leitelement unter Einfluß der Wärme
dehnungen eine die Abgase vorrangig in den Bypass-Lei
tungszweig führende Position einnimmt. Aufwendige
Ansteuerungsmechanismen zur Betätigung des Leitelementes
können somit ersatzlos entfallen.
Anspruch 2 gibt eine unter geringem baulichen Aufwand
realisierbare Ausbildung an, welche auf optimale Weise
die gegeneinander gerichtete Relativbewegung des Krüm
merrohres sowie des Abgasrohres zur Bewegung bzw. posi
tionierung des Leitelementes nutzt. Neben der einfach zu
fertigenden Ausbildung gemäß Anspruch 3 ergibt sich eine
weitere bauliche Vereinfachung mit den Merkmalen des
vierten Patentanspruches. Aufwendige Rohrverzweigungen
mit der Gefahr von Undichtigkeiten werden hierdurch
vermieden. Auch zeichnet sich diese Anordnung durch
einen äußerst geringen Bauraum aus. Wenngleich bei einer
derartigen Anordnung der Katalysator bzw. der Start-
Katalysator entweder im inneren oder im äußeren Lei
tungszweig vorgesehen sein kann, so empfiehlt es sich
doch, den dann ringförmig gestalteten Katalysator im
zweiten Leitungszweig anzuordnen, da hierdurch zum einen
eine Überhitzungsgefahr durch bessere Wärmeabgabe an die
Umgebung weiter verringert wird und zum anderen dieser
zweite Leitungszweig aufgrund der mehrfachen Strömungs
umlenkung einen höheren Strömungswiderstand aufweist.
Diese Tatsache begünstigt vorteilhafterweise eine
baldige Erwärmung des Start-Katalysators, während im
ersten Leitungszweig eine unter strömungsdynamischen
Gesichtspunkten optimierte Abgasführung zu dem stromab
der Zusammenführung des inneren sowie des äußeren Rohres
angeordneten Dauerbetriebs-Katalysator bei hohem Mas
sendurchsatz möglich ist.
Die Ansprüche 5 und 6 beschreiben vorteilhafte Ausge
staltungen des die Aufteilung des Abgasstromes vorneh
menden Leitelementes. Überhaupt kein zusätzliches
Bauteil ist erforderlich, wenn ein Eintritts-Wandbereich
des inneren Rohres mit einem Bereich erweiterten Durch
messers des äußeren Rohres den Eintrittsquerschnitt des
zweiten Leitungszweiges bildet. Allein durch gegensei
tige Verschiebung der beiden Rohre ist somit der Ein
trittsquerschnitt wie gewünscht variierbar. Daneben läßt
sich jedoch auch der in den ersten Leitungszweig ein
tretende Abgasstrom mengenmäßig beeinflussen, wenn
hierzu ein Eintrittswandbereich des inneren Rohres mit
einem an das äußere Rohr innerhalb dessen angebundenem
Umlenkkörper zusammenwirkt. Auch dieser Umlenkkörper
kann dabei vorteilhafterweise ein starr angebundenes
Bauelement darstellen; die Veränderung des Eintritts
querschnittes des inneren Rohres erfolgt allein durch
Relativbewegung der beiden Rohre gegeneinander. Unter
strömungsdynamischen Gesichtspunkten ist es dabei
besonders vorteilhaft, die relevanten Wandbereiche gemäß
Anspruch 7 konisch auszubilden, da hiermit schlagartige
Durchmesseränderungen, welche einer günstigen Abgas
strömung hinderlich wären, vermieden werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand zweier bevor
zugter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Im Hinblick
auf die Rotationssymmetrie zeigt die obere Hälfte der
Fig. 1 einen Ausschnitt aus einer Abgasleitung gemäß
Anspruch 4 bei Beaufschlagung des Bypass-Leitungszwei
ges, während die untere Hälfte dieser Figur diese
Abgasleitung bei Beaufschlagung des Start-Katalysators
zeigt. Fig. 2 stellt eine Abgasleitung gemäß Anspruch 3
dar.
Von einer Brennkraftmaschine 1 wird das Abgas über eine
in ihrer Gesamtheit mit 2 bezeichnete Abgasleitung sowie
über einen Dauerbetriebs-Katalysator 3 in die Umgebung
abgeführt. Da letzterer für eine erfolgreiche Konver
tierung schädlicher Abgasbestandteile eine gewisse
Minimaltemperatur benötigt, diese jedoch aufgrund seiner
großen Masse erst eine gewisse Zeit nach einem Start der
Brennkraftmaschine erreicht, ist zusätzlich nahe der
Brennkraftmaschine ein sog. Start-Katalysator 4 mit
geringerem Bauvolumen vorgesehen. Da dieser jedoch nicht
in der Lage ist, im bereits erwärmten Zustand den
gesamten anfallenden Abgasstrom aufzunehmen - hierdurch
würde der Start-Katalysator aufgrund hoher Temperatur
spitzen zerstört werden -, ist dieser Start-Katalysator
4 in einem zweiten Leitungszweig 5 der Abgasleitung 2
angeordnet, welcher unter Einfluß eines Leitelementes
abgesperrt werden kann. In diesen Fällen strömt das
Abgas unter Umgehung des Start-Katalysators 4 über einen
ersten Bypass-Leitungszweig 6 direkt zum Dauerbetriebs-
Katalysator 3.
Erfindungsgemäß erfolgt die gezielte Lenkung bzw.
Aufteilung des Abgasstromes unter Einfluß der Wärme
dehnung der Abgasleitung 2. Diese ist dazu geteilt
ausgeführt und besteht aus einem im Bereich seiner
Eintrittsöffnung an die Brennkraftmaschine angebundenen
Krümmerrohr 8, sowie einem sich daran anschließenden
Abgasrohr 10. Der Übergang vom Krümmerrohr 8 in das
Abgasrohr 10 erfolgt im Bereich einer sog. Kupplungs
stelle 12, innerhalb derer sich im ersten Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 1 das Krümmerrohr und das Abgasrohr
bereichsweise voneinander beabstandet überdecken. Zur
sicheren Abdichtung ist ein mit 13 bezeichneter mit dem
Krümmerrohr 8 sowie dem Abgasrohr 10 verschweißter
Metallbalg vorgesehen.
Im Bereich der Überdeckung unter gegenseitigem Abstand
findet sich somit der vom inneren Rohr (Abgasrohr 10)
gebildete erste Leitungszweig 6, sowie der von der
Außenwand dieses Abgasrohres 10 sowie dem erweiterten
Krümmerrohr 8 begrenzte zweite Leitungszweig 5, inner
halb dessen auch der ringförmige Start-Katalysator 4
angeordnet ist.
Die Zusammenführung der beiden Leitungszweige 5, 6
erfolgt stromab des Start-Katalysators 4 durch mehrere
nutförmige Übertrittsöffnungen 14 in der Wandung des
inneren Rohres. Ferner weisen die beiden Leitungszweige
5, 6 jeweils eine Eintrittsöffnung 15 bzw. 16 auf,
welche vom Eintrittswandbereich 18 des inneren Rohres
(Abgasrohr 10) und einem Bereich 20 erweiterten Durch
messers des äußeren Rohres (Krümmerrohr 8) bzw. dem
Eintrittswandbereich 18 sowie einem Umlenkkörper 22
begrenzt werden. Dieser Umlenkkörper 22 ist über Stege
23 an der Innenwand des Krümmerrohres 8 (äußeres Rohr)
angebunden.
Wie bereits oben erwähnt ist das Krümmerrohr 8 im
Bereich seiner Eintrittsöffnung an die Brennkraftma
schine angebunden, während das Abgasrohr 10 mittels
eines lediglich schematisch gezeigten Halters 24 mit
einem von der Kupplungsstelle 12 entfernten Bereich 26
an der Brennkraftmaschine 1 angebunden ist. Die sich
unter Temperatureinfluß einstellenden Wärmedehnungen der
beiden Rohre können durch gegenseitige Verschiebung in
Leitungs-Längsrichtung im Bereich der Kupplungsstelle 12
ausgeglichen werden. Zugleich werden diese Verschiebe
bewegungen dazu genutzt, die Öffnungsquerschnitte der
Eintrittsöffnungen 15 bzw. 16 zu verändern. Zur näheren
Erläuterung zeigt die obere Bildhälfte den Zustand bei
vollständig erwärmter und somit bereits ausgedehnter
Abgasleitung 2. Unter Einfluß der Längenausdehnung von
Krümmerrohr 8 und Abgasrohr 10 liegt der Eintrittswand
bereich 18 des Abgasrohres 10 am Bereich 20 erweiterten
Durchmessers des Krümmerrohres 8 an, so daß die Ein
trittsöffnung 15 vollständig geschlossen ist. Der
gesamte Abgasstrom gelangt somit über die Eintritts
öffnung 16 in den ersten Leitungszweig 6, von wo aus er
direkt dem Dauerbetriebs-Katalysator 3 zugeführt wird.
Den Zustand bei kalter Abgasleitung 2 zeigt die untere
Bildhälfte. Hier hat noch keine Wärmedehnung der beiden
Rohre stattgefunden, so daß der Eintrittswandbereich 18
am Umlenkkörper 22 anliegt. Somit ist die Eintritts
öffnung 16 verschlossen, die Eintrittsöffnung 15 jedoch
vollständig geöffnet. In diesem Zustand gelangt der
gesamte Abgasstrom über den zweiten Leitungszweig 5
zunächst zum Start-Katalysator 4 und von hier aus über
die nutförmigen Übertrittsöffnungen 14 in das Abgasrohr
10, über welches das Abgas abermals dem Dauerbetriebs-
Katalysator 3 zugeführt wird.
Wie bereits erläutert erfolgt die Umschaltung vom ersten
Leitungszweig 6 auf den zweiten Leitungszweig 5 bzw. die
entsprechende Ansteuerung der Öffnungsquerschnitte der
Eintrittsöffnungen 15 und 16 selbsttätig in Abhängigkeit
von den in der Abgasleitung 2 herrschenden Temperaturen.
Erwünschtermaßen erfolgt bei kalter Abgasleitung zu
nächst die Abgasführung über den Start-Katalysator,
wodurch dessen schnelle Aufheizung und somit eine
baldige Konvertierung schädlicher Abgasbestandteile
erreicht wird. Hat sich jedoch die gesamte Abgasleitung
2 in einem solchen Maße erwärmt, daß auch der Dauerbe
triebs-Katalysator 3 seine erforderliche Reaktionstem
peratur erreicht hat, so bewirken die durch die Erwär
mung verursachten Wärmedehnungen, daß das Abgas vor
rangig über den ersten Leitungszweig 6 unter Umgehung
des Start-Katalysators 4 direkt dem Dauerbetriebs-Kata
lysator 3 zugeführt wird. Selbstverständlich können
neben den beiden gezeigten Positionen des Eintritts
wandbereiches 18 bezüglich des Bereiches 20 des erwei
terten Durchmessers bzw. bezüglich des Umlenkkörpers 22
auch noch sämtliche Zwischenpositionen eingenommen
werden. Bei gezielter Auslegung der geometrischen
Verhältnisse ist es somit möglich, stets nur den jeweils
erforderlichen Abgas-Teilstrom über den Start-Kataly
sator 4 zu leiten.
Der Eintrittswandbereich 18 des inneren Rohres sowie der
Umlenkkörper 22 und der Bereich 20 des erweiterten
Durchmessers des äußeren Rohres sind dabei unter strö
mungsdynamischen Gesichtspunkten konisch ausgebildet.
Der Start-Katalysator 4 ist im gezeigten Ausführungs
beispiel zwischen dem inneren sowie dem äußeren Rohr
angeordnet, um eine verbesserte Abkühlung gegenüber der
Umgebung zu erzielen. Dies sowie weitere Einzelheiten
können jedoch auch abgeändert werden.
So zeigt beispielsweise Fig. 2 ein weiteres Ausfüh
rungsbeispiel, wobei für die bereits erläuterten Bau
elemente gleiche Bezugsziffern verwendet sind. Dabei ist
der Eintrittswandbereich 18 des inneren Abgasrohres 10
in der den ersten Leitungszweig 6 absperrenden Position
in durchgezogenen Linien dargestellt, während mit
strich-punktierten Linien die den zweiten Leitungszweig
5 absperrende Lage gezeigt ist. Bei diesem Ausführungs
beispiel ist der Umlenkkörper 22 im Sinne einer ver
einfachten Fertigung aus der Wand des Krümmerrohres 8
herausgearbeitet. Auch derartige konstruktive Details
sind jedoch einfach abänderbar.
Wesentlich ist vielmehr der allgemeine Erfindungsge
danke, wonach ein Leitelement zur Aufteilung des Ab
gasstromes auf einen Leitungszweig mit einem Katalysator
sowie auf einem Bypass-Leitungszweig zur temperaturab
hängigen Positionierung an zwei unter Wärmedehnungs
einfluß relativ zueinander bewegbare Teile der Abgas
leitung angekoppelt ist, um die Ansteuerung dieses
Leitelementes deutlich einfacher zu gestalten und den
erforderlichen Bauaufwand zu minimieren.
Claims (7)
1. Verzweigte Abgasleitung einer Brennkraftmaschine
mit einem Leitelement zur temperaturabhängigen
Aufteilung des Abgasstromes auf einen Leitungszweig
mit einem Katalysator sowie auf einen Bypass-
Leitungszweig,
dadurch gekennzeichnet, daß das Leitelement zur
temperaturabhängigen Positionierung an zwei unter
Wärmedehnungseinfluß relativ zueinander bewegbare
Teile der Abgasleitung angekoppelt ist.
2. Abgasleitung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch ein im Bereich seiner Ein
trittsöffnung an die Brennkraftmaschine (1) ange
bundenes, ein erstes Teil der Leiteinrichtung
tragendes Krümmerrohr (8), dessen freies Ende in
einer eine Verschiebung in Leitungs-Längsrichtung
ermöglichenden Kupplungsstelle (12) in ein ein
weiteres Teil der Leiteinrichtung tragendes Ab
gasrohr (10) mündet, von welchem ein von der
Kupplungsstelle entfernter Bereich (26) an der
Brennkraftmaschine angebunden ist.
3. Abgasleitung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Kupp
lungsstelle (12) das Krümmerrohr (8) als äußeres
Rohr das zweiflutig ausgebildete innere Abgasrohr
(10) umschließt, dessen beide Leitungszweige (5, 6)
stromab des in einem dieser Zweige angeordneten
Katalysators (4) zusammengeführt sind.
4. Abgasleitung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß sich innerhalb der Kupplungsstelle (12) das Krümmerrohr (8) und das Abgasrohr (10) bereichsweise voneinander beabstan det überdecken, so daß der erste Leitungszweig (6) vom inneren Rohr und der zweite Leitungszweig (5) von dem zwischen den beiden Rohren befindlichen Zwischenraum gebildet ist,
daß innerhalb dieses Überdeckungsbereiches in einem der beiden Leitungszweige der Katalysator (4) angeordnet ist,
und daß die beiden Leitungszweige stromab des Katalysators (4) durch zumindest eine Übertritts öffnung (14) in der Wand des inneren Rohres zu sammengeführt sind.
dadurch gekennzeichnet, daß sich innerhalb der Kupplungsstelle (12) das Krümmerrohr (8) und das Abgasrohr (10) bereichsweise voneinander beabstan det überdecken, so daß der erste Leitungszweig (6) vom inneren Rohr und der zweite Leitungszweig (5) von dem zwischen den beiden Rohren befindlichen Zwischenraum gebildet ist,
daß innerhalb dieses Überdeckungsbereiches in einem der beiden Leitungszweige der Katalysator (4) angeordnet ist,
und daß die beiden Leitungszweige stromab des Katalysators (4) durch zumindest eine Übertritts öffnung (14) in der Wand des inneren Rohres zu sammengeführt sind.
5. Abgasleitung nach einem der vorangegangenen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Eintrittswandbe
reich (18) des inneren Rohres mit einem Bereich
(20) erweiterten Durchmessers des äußeren Rohres
das in Abhängigkeit von der Rohr-Wärmedehnung den
Eintrittsquerschnitt des zweiten Leitungszweiges
(5) bestimmende Leitelement bildet.
6. Abgasleitung nach einem der vorangegangenen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Eintrittswandbe
reich (18) des inneren Rohres mit einem im Inneren
des äußeren Rohres angeordneten Umlenkkörper (22)
das in Abhängigkeit von der Rohr-Wärmedehung den
Eintrittsquerschnitt des ersten Leitungszweiges (6)
bestimmende Leitelement bildet.
7. Abgasleitung nach einem der vorangegangenen An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Eintrittswandbe
reich (18) des inneren Rohres und/oder der Um
lenkkörper (22) innerhalb dieses Bereiches und/oder
der Bereich (20) erweiterten Durchmessers des
äußeren Rohres konisch geformt sind.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19883826364 DE3826364A1 (de) | 1988-08-03 | 1988-08-03 | Verzweigte abgasleitung einer brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19883826364 DE3826364A1 (de) | 1988-08-03 | 1988-08-03 | Verzweigte abgasleitung einer brennkraftmaschine |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3826364A1 true DE3826364A1 (de) | 1990-02-08 |
Family
ID=6360158
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19883826364 Withdrawn DE3826364A1 (de) | 1988-08-03 | 1988-08-03 | Verzweigte abgasleitung einer brennkraftmaschine |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE3826364A1 (de) |
Cited By (6)
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- 1988-08-03 DE DE19883826364 patent/DE3826364A1/de not_active Withdrawn
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