DE3806901C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines Plasmas hoher Strahlungsintensität im Röntgenbereich - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines Plasmas hoher Strahlungsintensität im RöntgenbereichInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen eines
Plasmas hoher Strahlungsintensität im Röntgenbereich, wobei
zwischen konzentrisch angeordneten zylindrischen Elektroden
zwischen diesen ein entlang derselben zu deren freien Ende
laufendes Plasma erzeugt und am freien Ende der Elektroden
zu einem Plasmafokus (Pinch) komprimiert wird und eine
Vorrichtung zur Erzeugung eines Plasmas hoher Strahlungs
intensität im Röntgenbereich, mit einer Plasmaquelle bil
denden konzentrischen zylindrischen Elektroden mit einem
einen Entladungsraum bildenden freien Ende und mit einer
mit den Elektroden über eine Leitung und einen Schalter
verbindbaren Energiequelle.
Ein gattungsgemäßer Gegenstand ist beispielsweise aus der
EP 140 005 A1 bekannt. Die bekannte Vorrichtung weist eine
Plasmaquelle mit einer zylindrischen Innenelektrode auf,
die an einem Ende ringförmig von einem Isolator umgeben
ist und die zusammen mit einer sie konzentrisch in vorge
gebenem Abstand umgebenden Außenelektrode ein mit Gas
geringen Drucks gefüllten zum anderen Ende der Innenelek
trode hin offenen Entladungsraum bildet. Es ist weiterhin
ein Schalter zum kurzzeitigen Verbinden der an der ge
schlossenen Seite des Entladungsraum gelegenen Enden der
Elektroden mit einem elektrischen Energiespeicher in Form
eines Kondensators vorgesehen. Um in reproduzierbarer Weise
gute Homogenität des Plasmas zwischen Innen- und Außenelek
trode zu schaffen sieht dieser Stand der Technik vor, daß
auf der geschlossenen Seite des Entladungsraumes einer
auf dem Potential der Außenelektrode liegenden Feld
emissionselektrode den Isolator konzentrisch in einem
Abstand zwischen Elektrodenspitze und Isolatoroberfläche
umgibt, der kleiner ist als die freie Weglänge der Elek
troden im Gas des Entladungsraums, wobei der Isolator einen
hohen Sekundärelektrodenkoeffizienten haben soll und die
Elektroden durch einen induktivitätsarmen Hochleistungs
schalter, wie einen Schalter mit einer getriggerten Fun
kenstrecke mit dem Kondensator verbindbar sein sollen. Die
bekannte Vorrichtung arbeitet weitgehend zufriedenstellend.
Das im Bereich des Isolators erzeugte Plasma läuft entlang
der Elektroden der Plasmaquelle auf deren freies Ende zu,
wobei an der Stirnseite der Innenelektrode das dieser nahe
Plasma radial in den Querschnitt der Innenelektrode hinein
läuft und derart komprimiert wird, daß ein Plasmafokus hoher
Energiedichte entsteht, im dem Röntgenstrahlen durch Stöße
erzeugt werden.
Es wurde festgestellt, daß zu diesem Pinch-Zeitpunkt ein
stufenartiger Abfall des durch den Plasma fließenden Stro
mes erfolgt, so daß gerade zu diesem Zeitpunkt, in dem
die Röntgenstrahlen erzeugt werden, die Ausbeute geringer
ist als sie ohne den Stromabfall sein könnte.
Aus der EP 195 495 A2 ist ein Röntgengenerator bekannt,
bei dem zur Verbesserung der Röntgenwellenerzeugung nach
der gleichzeitigen Zurverfügungstellung eines kurzen Gas
stromes aus einem Ventil und eines Spannungsimpulses einer
Spannungsquelle eine starke Stromentladung ein Plasma und
ein intensives magnetisches Feld erzeugt, das das Plasma
radial komprimiert, so daß ein dichtes Hochtemperatur
plasma als starke Röntgenquelle entsteht. Vorrichtung
und Verfahren sind aufwendig, insbesondere im Hinblick
auf die erforderliche Synchronisation.
In J. Eberle et al., Plasma Focus As A Radiation Source
For X-Ray Lithography, Microelectronic Engineering 3 (1985),
611-613, ist eine modifizierte Plasmafokusiereinrichtung
zur Erzeugung weicher Röntgenstrahlen beschrieben, die
mit einer Neongasfüllung arbeiten kann. Gegenüber dem
Betrieb mit Wasserstoff oder Deuterium wird durch den
Betrieb mit Neongas eine Erhöhung der ausgesandten Röntgen
energie um mehr als zwei Größenordnungen erreicht.
Hagerman und Osher, Two High Velocity Plasma Guns, The
Review Of Scientific Instruments, Volume 34, (1963) Number 1,
Seiten 56 ff., beschreiben die Ausgestaltung und Be
triebsparameter zweier koaxialer Plasmaerzeuger. Es wer
den Ventile in der Nähe der zentralen Elektrode vorge
sehen, die Gasverzögerungszeit optimiert und mit einer
kleinen Gasinjektion gearbeitet. Hierdurch soll die Lei
stung verbessert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
welche in der Kompressionsphase des Plasmas einen höchst
möglichen Stromfluß gewährleisten und demgemäß bei gegebe
ner Quellenenergie eine größere Strahlenausbeute erzielen
lassen als dies bisher der Fall war.
Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe durch ein Ver
fahren gelöst, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß
durch mindestens eine Reflexion in der Zuführleitung zu
den Elektroden zum Zeitpunkt der Kompression des Plasmas
eine Stromerhöhung erfolgt. Eine erfindungsgemäße Vorrich
tung sieht vor, daß zwischen Energiequelle und Plasmaquelle
mindestens ein Wellenreflektor angeordnet ist. Durch die
Erfindung wird das Verhältnis von Strahlenenergie zu Quel
lenenergie gegenüber dem Stand der Technik erhöht, die
Effektivität verbessert.
Die zusätzliche Reflexion zurücklaufender Wellen kann
dadurch in aktiver oder passiver Weise erreicht werden. Im
letztgenannten Falle werden eine oder mehrere permanent
vorhandene Reflektionsstelle(n) vorgesehen, was dadurch
geschehen kann, daß der Wellenreflektor als eine koaxiale
Pulsleitung gebildet ist, zwischen deren Einzelleitern in
einem Teilbereich ein zusätzliche(r) oder mehrere zusätz
liche Zylinderabschnitt(e) mit abweichenden Abmessungen
vorgesehen ist bzw. sind. Hierdurch werden teilweise Refle
xionen an zwei verschiedenen Stellen derart ermöglicht,
daß sie sich addieren und die reflektierte, nach vorne in
Richtung auf die Plasmaquelle hinlaufende Welle dort genau
zum Pinch-Zeitpunkt auftreffen kann.
In aktiver Weise kann die Reflexion dadurch erzeugt werden,
daß die Reflexion mittels eines aktiven Bauteils bewirkt
wird, wobei insbesondere nach Entladen der Energiequelle
ein hinter derselben zwischen dieser und einer Leitung zu
den Elektroden angeordneter Schalter geschlossen wird, so
daß die Reflexion zurücklaufender Wellen an diesem Schalter
erfolgt. In konstruktiver Ausgestaltung ist hierzu vorge
sehen, daß zwischen Pulsleitung und der Energiequelle ein
weiterer nach Entladen der Energiequelle in Schließstellung
schaltbarer Schalter angeordnet ist. Durch die aktive
Reflexion mittels eines Schalters, der nach Abgabe der
Energie vom Energiespeicher geschlossen wird und diesen
von der Plasmaquelle trennt, wird verhindert, daß eine
von der Plasmaquelle zurücklaufende Welle in den Energie
speicher gelangt und dort ihre Energie abgibt. Durch An
passung in der Ausgestaltung der Leiterlänge und des
Schaltzeitpunktes wird
gegebenenfalls die erwünschte Stromerhöhung im Pinch-Zeitpunkt
erzielt.
Während die passive Ausgestaltung den Vorteil bietet, daß keine
Schaltvorgange durchzuführen sind, ist die aktive Ausgestaltung
insofern preiswerter, als konzentrische Pulsleitungen relativ
teuer sind und bei der aktiven Ausgestaltung mit einem Schalter
keine langen derartigen Pulsleitungen vorgesehen werden müssen.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung, in der
Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die
Zeichnung im einzelnen erläutert sind. Dabei zeigt:
Fig. 1 Eine schematische Darstellung einer ersten Aus
führungsform der Erfindung;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 3 eine die erfindungsgemaße Verbesserung grundsätz
lich zeigendes Diagramm;
Fig. 4 eine Ausgestaltung mit mehreren passiven Refle
xionsstellen;
Fig. 5 eine passive und aktive Reflexionsstellen kombi
nierende Ausgestaltung.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Erzeugung eines Plasmas
weist eine Energiequelle 2 in Form einer kapazitiven oder
induktiven Energiequelle, insbesondere in Form einer Mehrzahl
aneinandergereihter Kondensatoren eines sogenannten Marx-Gene
rators auf. An die Energiequelle 2 schließt sich ein Leiter
3 zu einem Schalter 4 an. Der Leiter 3 ist vorzugsweise als
wasserisolierter Koaxialleiter ausgebildet. Beim Schalter 4
handelt es sich vorzugsweise um einen induktivitätsarmen Hoch
leistungsschalter wie einen Schalter mit einer getriggerten
nieder induktiven Funkenstrecke, wobei die Schaltung derart
ausgestaltet sein kann, wie dies beispielsweise in der EP-A-140 005
ausgeführt ist. An den Schalter 4 schließt sich die eigent
liche Plasmaquelle 6 an, die koaxial zueinander angeordnet eine
Außenelektrode 7 und eine Innenelektrode 8 aufweist, die an
ihrem einen vorderen Ende mit einer Isolierschicht 9 beispiels
weise aus Aluminiumoxid in homogen-polykristalliner Form, aus
geeignetem Glas oder dergleichen hochtemperaturbeständigen
Isolatormaterial besteht. Diese Isolierschicht 9 abgewandten
Enden der Elektroden 7, 8 enden frei und bilden einen offenen
Entladungsraum. Sie sind, was im einzelnen nicht dargestellt
ist, in einer Gasatmosphäre angeordnet. Bei 11 ist das erzeugte
Plasma nahe dem Einschnürung- bzw. Pinch-Zeitpunkt entsprechend
dem Bereich P der Fig. 3 dargestellt.
Der koaxiale Hohlleiter 3 weist eine Außenelektrode 12 und
eine Innenelektrode 13 auf, in deren Zwischenraum 14 beispiels
weise Wasser als Isolator vorgesehen ist. Bei der in Fig.
1 dargestellten Ausführung weist der koaxiale Leiter 3 über
einen Teil der Länge des Innenleiters 13 einen erweiterten
Zylinderbereich 16 auf. Dieser wird durch einen mittels Distanz
ringen 17 auf der Innenelektrode 13 angeordneten Zylindermantel
18 gebildet.
Hierdurch kann das Reflektionsverhalten des Hohlleiters 3 derart
verändert werden, daß im Pinch-Zeitpunkt P die Plasmaquelle
einen zusätzlichen Stromstoß erhält, der in der Fig. 3 ge
strichelt dargestellt ist, wodurch bei gegebener Quellenenergie
eine hohe Röntgenstrahlenausbeute aus dem Pinch, d. h. der Ein
schnürung des Plasmas erzielt wird.
Bei der Ausgestaltung der Fig. 2 sind gleiche Elemente mit
gleichen Bezugszeichen wie zur Erläuterung der Fig. 1 bezeich
net. Zwischen Energiequelle 2 und Pulsleiter 3 ist ein weiterer
Schalter 21 angeordnet. Der Schalter 21 ist ein Kurzschluß
schalter zwischen Innenleiter 13 und Außenleiter 12 des Leiters 3.
Der Kurzschlußschalter 21 wird in dem Zeitpunkt geschlossen,
in dem ihn die vom Schalter 4 ausgelöste Welle erreicht,
so daß zurückschwingende Energieanteile nicht mehr zur Energie
quelle 2, wie der Kondensatorreihe, gelangen kann und ihre
Energie dort verbraucht wird. Es wird vielmehr durch den ge
schlossenen Schalter eine geeignete Reflexionsstelle der Puls
leitung 3 geschaffen wird, die durch phasentreue Stromwellenre
flektion, wodurch eine Stromwelle doppelter Amplitude in den
Fokus läuft, wiederum zur Stromerhöhung im Pinch-Zeitpunkt P
(Fig. 3) beiträgt.
Die Funktion ist folgende: Die Energiequelle wird durch Schlie
ßen des Schalters 2a mit der Pulsleitung 3 verbunden. Nachdem
die Energie in die Pulsleitung geflossen ist, schließt der Schal
ter 4 die Energie an die Plasmafokusanordnung 6 an, dadurch
bildet sich zwischen den Elektroden 7 und 8 ein Plasma, das
aufgrund der elektromagnetischen Kräfte des fließenden
Stromes sich zum freien Ende der Elektroden 7, 8 bewegt, dort
zu hohen Teilchen- und Energiedichten komprimiert wird, den
sogenannten Pinch bildet, in dem Röntgenstrahlung ausgelost
wird, so daß der Pinch oder Plasmafokus eine nahezu punktformige
Röntgenstrahlungsquelle bildet. Reflektierte und zurückwandernde
Energieanteile werden an den durch die Zylindervergrößerung 16
oder den Schalter 21 gebildeten Reflexionsstellen derart refl
ektiert, daß im Pinch-Zeitpunkt die genannte Stromerhöhung
erfolgt, die die Teilchen- und Energiedichte im Plasmafokus
erhöht, so daß eine größere Röntgenstrahlenausbeute bei gleicher
zur Verfügung stehender Ausgangsenergie erzeugt wird.
Bei den weiteren bevorzugten Ausgestaltungen der Fig. 4
und 5 werden gleiche Teile durch gleiche Bezugszeichen wie
bei den vorher erläuterten Ausgestaltungen beschrieben. Inso
fern wird auf die vorstehenden Erläuterungen Bezug genommen.
Die Ausgestaltung der Fig. 4 weist mehrere passive Reflexions
stellen durch Querschnittsveränderung des Innenleiters 18 bei
18a, 18b und 18c auf, während bei der Ausgestaltung der Fig. 5
passive Reflexionsstellen durch die Innenleiter Querschnitts
veränderungen 18d, 18e mit einer aktiven Reflexionsstelle durch
den Schalter 21 entsprechend der unter Bezug auf Fig. 2 be
schriebenen Ausführungsform kombiniert sind.
Bei Untersuchungen wurde die erfindungsgemäße Verbesserung
der Effektivität festgestellt. So ergab sich bei einer Puls
leitung nach dem Stand der Technik mit einer Impedanz (Wellen
widerstand) von 2,9 Ohm und einer Länge entsprechend einer Puls
laufzeit von t = 130 ns am Ende eines Pulses von 270 ns eine
Stromspitze (Maximum) von 135 kA. Bei einer erfindungsgemäßen
Ausgestaltung nach Fig. 1 mit Werten für die Wellenleiter von
Z = 1,3 Ohm, t = 40 ns (Abschnitt nächst der Quelle 2) und
Z = 3,2 Ohm, t = 90 ns eine Stromspitze von 143 kA bei einer
deutlichen Ausbildung des Pulses entsprechend Fig. 3. Bei einer
Ausgestaltung nach der Fig. 4 und Wellenleiterwerten (von der
Quelle aus gesehen) von Z = 45 Ohm/t = 20 ns, Z = 1,5 Ohm/t = 20 ns,
Z = 12 Ohm/t = 70 ns, Z = 2,5 Ohm/t = 20 ns ein
Doppelimpuls mit einem zwischen zwei maximal befindlichen Mini
mum und einer maximalen Stromspitze im zweiten Maximum von
159 kA.
Bei einer Ausgestaltung mit einer aktiven Reflexionsstelle
gemäß Fig. 2 und Reitzleiterwerten von Z = 2,9 Ohm/t = 60 ns
ergab sich ein Spitzenwert von 217 kA.
Bei einer Ausgestaltung nach der Fig. 5 mit Wellenleiterwerten
Z = 7,3 Ohm/t = 4 ns, Z = 4 Ohm/t = 20 ns, Z = 1,5 Ohm/t = 20 ns
und einer aktiven Reflexionsstelle durch einen Kurz
schlußschalter ergaben sich wiederum zwei, diesmal etwa gleich
hohe Spitzen mit Funkspitzen von 235 kA.
Claims (8)
1. Verfahren zum Erzeugen eines Plasmas hoher Strahlungsin
tensität im Röntgenbereich, wobei zwischen konzentrisch
angeordneten zylindrischen Elektroden zwischen diesen
ein entlang derselben zu deren freien Ende laufendes
Plasma erzeugt und am freien Ende der Elektroden zu
einem Plasmafokus komprimiert wird, dadurch gekenn
zeichnet, daß durch mindestens eine Reflexion in der
Zuführleitung zu den Elektroden zum Zeitpunkt der
Kompression des Plasmas eine Stromerhöhung erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stromerhöhung durch Reflexionen an passiven Bau
teilen der Leitung erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Reflexion mittels eines aktiven Bauteils bewirkt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
nach Entladen der Energiequelle ein zwischen Innen- und
Außenleiter derselben angeordneter Schalter durch
Schließen einen Kurzschluß erzeugt, so daß die Refle
xion zurücklaufender Wellen an diesem Schalter erfolgt.
5. Vorrichtung zur Erzeugung eines Plasmas hoher Strah
lungsintensität im Röntgenbereich, mit einer Plasma
quelle bildenden konzentrischen zylindrischen Elektro
den mit einem einen Entladungsraum bildenden freien
Ende und mit einer mit den Elektroden über eine Leitung
und einen Schalter verbindbaren Energiequelle, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen Energiequelle (2) und
Plasmaquelle (6) mindestens ein Wellenreflektor (16,
21) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Wellenreflektor als eine koaxiale Pulsleitung (3)
gebildet ist, zwischen deren Einzelleitern (12, 13) in
Teilbereichen zusätzliche Zylinderabschnitte (18, 18a,
18b) mit abweichenden Abmessungen vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelleiter (12, 13) durch Wasser voneinander
isoliert sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen Pulsleitung (3) und der Energiequelle (2) ein
weiterer nach Entladen der Energiequelle (2) in Schließ
stellung schaltbarer Schalter (21) angeordnet ist.
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